Bluthochdruck – eine letale Gefahr

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"Kein akutes Patientenrisiko bei Valsartan"

Beitrag von WernerSchell » 13.07.2018, 06:18

Ärzte Zeitung vom 13.07.2018:

17 Firmen betroffen
Valsartan-Rückruf erreicht Höhepunkt

Die Rückrufwelle verunreinigten Valsartans dürfte ihren Höhepunkt erreicht haben: Die Zahl der betroffenen Firmen hat sich auf 17 erhöht. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr

Interview
"Kein akutes Patientenrisiko bei Valsartan"

Zum Rückruf von Valsartan-Chargen sagt Professor Bernhard Krämer von der Deutschen Hochdruckliga: Das gesundheitliche Risiko eines Absetzens wird viel höher eingeschätzt als das mögliche Verunreinigungsrisiko. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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Valsartan: PAV-Patienten leben sicherer

Beitrag von WernerSchell » 13.07.2018, 17:14

Valsartan: PAV-Patienten leben sicherer

Berlin, 13.07.2018 – Seit dem 5. Juli wird das blutdrucksenkende Medikament Valsartan zurückgerufen. In Blisterzentren wurde das Medikament sofort aus der Produktion genommen. Dadurch kann es nicht mehr an Patienten gelangen, die durch patientenindividuelle Arzneimittelverblisterung (PAV) versorgt werden.
Mit dieser Sofortmaßnahme besteht kein Risiko für Patienten in Pflegeheimen mehr, die sich von Blisterzentren beliefern lassen. Doch nicht jedes Pflegeheim greift auf diese fehlerfreie und therapietreue Medikamentenversorgung zurück. In Pflegeheimen wird die Gesundheit der Bewohner im doppelten Sinne gefährdet, wenn das Pflegepersonal die zeitaufwendige Medikamentenstellung manuell übernimmt.
„Im Gegensatz zu Blisterzentren verwenden Pflegeheime das zurückgerufene Medikament Valsartan, bis die Packung aufgebraucht ist. Hinzu kommt noch, dass die manuelle Arzneimittelgabe eine viel höhere Fehleranfälligkeit gegenüber dem maschinellen Stellen besitzt“, sagt Hans-Werner Holdermann, Vorsitzender des Bundesverbands Patientenindividueller Arzneimittelverblisterer (BPAV). „Diese Situation sollte alle Beteiligten wachrütteln. An der flächendeckenden Einführung der PAV in Alten- und Pflegeheimen führt kein Weg mehr vorbei“, ergänzt Holdermann.
Die PAV reduziert nicht nur die Quote von Arzneimittelwechselwirkungen, sondern erhöht ebenso die Arzneimitteltherapiesicherheit und somit auch die Pflegequalität. Positiver Nebeneffekt ist die Entlastung des Pflegepersonals, das sich sodann nicht mehr um die Zubereitung der Medikamente kümmern muss. Stattdessen kann sich das Personal wieder mehr den Menschen im Heim widmen.

Über den BPAV:
Der BPAV wurde Ende 2009 gegründet. Dem Verband gehören Unternehmen an, die nach deutschem Recht (§ 13 AMG) patientenindividuelle pharmazeutische Blister herstellen dürfen. Der Verband hat 15 Blisterzentren und fünf fördernde Partner als Mitglieder.

Quelle: Pressemitteilung vom 13.07.2018
Pressekontakt:
BPAV-Geschäftsstelle, Telefon: (030) 847 122 6815, E-Mail: berlin@blisterverband.de
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Valsartan: Wechsel auf Arzneimittel empfohlen, die nicht vom Rückruf betroffen sind

Beitrag von WernerSchell » 13.07.2018, 17:19

Pressemitteilung des BfArM zu Valsartan: Wechsel auf Arzneimittel empfohlen, die nicht vom Rückruf betroffen sind

Nach dem europaweiten chargenbezogenen Rückruf Valsartan-haltiger Arzneimittel, deren Wirkstoff von dem chinesischen Hersteller Zhejiang Huahai Pharmaceutical stammt (vgl. Drug Safety Mail 2018-36), empfiehlt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) heute, dass Patienten auf ein nicht vom Rückruf betroffenes Arzneimittel umgestellt werden sollten.
Hintergrund für den Rückruf ist eine Verunreinigung mit N-Nitrosodimethylamin (NDMA), das als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen eingestuft wird. Der Rückruf erfolgte durch die pharmazeutischen Unternehmen in enger Abstimmung mit den Landesbehörden. Er ist zwischenzeitlich weitgehend abgeschlossen.
Es wird als wahrscheinlich angesehen, dass auch in Valsartan-haltigen Fertigarzneimitteln, deren Wirkstoff vom oben genannten Hersteller stammt, NDMA enthalten sein könnte. Gesicherte Erkenntnisse darüber liegen noch nicht vor. Derzeit findet auf europäischer Ebene ein gemeinsames Verfahren zur Bewertung des möglichen Risikos statt.
• Patienten, die Valsartan-haltige Arzneimittel einnehmen, sollten sich mit ihrem Arzt oder Apotheker in Verbindung setzen, um zu prüfen, ob das von ihnen eingenommene Arzneimittel aus einer der zurückgerufenen Chargen stammt.
• Gegebenenfalls sollten betroffene Patienten auf ein Präparat umgestellt werden, das nicht vom Rückruf betroffen ist. Eine Liste betroffener Chargen ist auf der Webseite der AkdÄ abrufbar.
• Die Arzneimittel sollten nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden, da das gesundheitliche Risiko eines Absetzens höher liegt als das mögliche Risiko durch eine Verunreinigung. Ein akutes Patientenrisiko besteht nicht.

▶ Pressemitteilung 6/18 des BfArM vom 13.07.2018 > https://www.dcgma.org/index.php?option= ... Itemid=435
▶ Auflistung betroffener Chargen > https://www.dcgma.org/index.php?option= ... Itemid=435

Quelle: Pressemitteilung vom 13.07.2018
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Valsartan-Rückruf weitestgehend abgeschlossen

Beitrag von WernerSchell » 16.07.2018, 06:40

Ärzte Zeitung vom 16.07.2018:
BfArM
Valsartan-Rückruf weitestgehend abgeschlossen

Der Rückruf belasteter Valsartanprodukte ist "weitgehend abgeschlossen", meldet die Aufsichtsbehörde BfArM. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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Valsartan-Ersatzverordnung - Kassen bedingt zahlungsbereit

Beitrag von WernerSchell » 18.07.2018, 06:49

Ärzte Zeitung vom 18.07.2018:
Valsartan-Ersatzverordnung
Kassen bedingt zahlungsbereit

Bis zu 70 Euro divergiert der Preis des Valsartan-Altoriginals zum Festbetrag. Angesichts drohender Versorgungsengpässe kündigen einige Kostenträger an, die Aufzahlung zu übernehmen - doch nur im äußersten Notfall. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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Erhielten 900.000 Patienten verunreinigtes Valsartan?

Beitrag von WernerSchell » 23.07.2018, 13:18

Ärzte Zeitung vom 23.07.2018:
Bundesregierung
Erhielten 900.000 Patienten verunreinigtes Valsartan?

Nach dem Rückruf mutmaßlich mit einem krebserregenden Stoff belasteter Valsartane werden nun erste Zahlen bekannt. Laut einer Zeitung schätzt die Bundesregierung, dass 900.000 Blutdruck-Patienten verunreinigte Chargen erwischt haben könnten. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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