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BeitragVerfasst: 18.05.2010, 17:29 
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phpBB God

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Pflege-Thermometer 2009 bei Frontal 21
Kurz vor Veröffentlichung der Studie berichtet das ZDF exklusiv über zentrale Ergebnisse

Köln, 17. Mai 2010. Im Rahmen des Pflege-Thermometers 2009 wurden mehr als 10.000 Pflegekräfte, die in Krankenhäusern in Deutschland arbeiten, zur beruflichen Situation und Patientenversorgung befragt. Jetzt liegen die Ergebnisse vor und werden am kommenden Mittwoch, 19.5.2010, in Berlin im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Es handelt sich um die größte Studie ihrer Art in Deutschland.

Bereits am Dienstag, 18. 5. 2010 wird um 21:00 Uhr exklusiv im ZDF-Politmagazin Frontal 21 über das Thema der Pflege im Krankenhaus und einige zentrale Ergebnisse der Studie berichtet. Das Pflege-Thermometer 2009 wurde von der B. Braun-Stiftung unterstützt. Es wird ab Mittwochnachmittag, 19.5. 2010 unter http://www.dip.de kostenlos herunterladbar sein.

Das gemeinnützige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) ist ein Institut an der Katholischen Hochschule NRW (KatHO NRW) in Köln und betreibt einen weiteren Standort an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) bei Koblenz. Es gehört zu den führenden Pflegeforschungsinstituten in Deutschland. Zu den Auftraggebern und Kooperationspartnern gehören Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, Träger von Einrichtungen im Gesundheitswesen, Krankenkassen, Verbände, Kommunen, Hochschulen, wissenschaftliche Institute und weitere Einrichtungen. Im Institut arbeiten rund 20 Mitarbeiter/innen in den vier Abteilungen Pflegebildungsforschung, Pflegeberatung und -prävention, Pflegearbeit und -beruf sowie Grundlagen und Entwicklungen.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.05.2010
Kontakt: Elke Grabenhorst
Tel: 0221/ 46861-30; E-Mail: dip@dip.de


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BeitragVerfasst: 18.05.2010, 17:35 
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viewtopic.php?t=14168

Frontal21 beschäftigt sich heute, 18.05.2010, ab 21.00 Uhr, u.a. mit folgenden Themen:

Pflegenotstand im Krankenhaus - Zu Lasten der Patienten
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/ ... 0.html?dr=

Die Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern stehen unter immer höherem Druck. Immer mehr Patienten
müssen von immer weniger Personal versorgt werden. Die Zeit für die Pflege von Patienten wird immer
knapper. Das belegt die bisher größte Befragung von Pflegekräften in Deutschland, das so genannte
Pflegethermometer. Durch einen massiven Abbau von Personal fehlen vor allem jüngere Fachkräfte. Nach
der Ausbildung werden sie oft nicht übernommen - heute gibt es nur 50.000 Pflegekräfte, die unter 35
Jahre sind, weniger als noch im Jahr 2000.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.05.2010
http://frontal21.zdf.de/
E-Mail-Adresse der Redaktion: frontal21@zdf.de

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BeitragVerfasst: 19.05.2010, 15:15 
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Studie: Es herrscht ein chronischer Pflegemangel im Krankenhaus

In Berlin wurden heute vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) die Ergebnisse der größten Befragung unter Pflegekräften in Deutschland vorgestellt. Mehr als 10.000 in Krankenhäusern beschäftigte Gesundheits- und Krankenpfleger beteiligten sich an der Studie „Pflege-Thermometer 2009“. Die Ergebnisse weisen auf eine steigende Belastung der Beschäftigten und demzufolge auf zunehmende Mängel in der Patientenversorgung hin. Hintergrund ist, dass in den vergangenen Jahren etwa 50.000 Stellen in der Krankenhauspflege bei steigenden Patientenzahlen abgebaut worden sind.

Da die Ausbildungskapazität in der Krankenpflege seit Jahren sinkt und der Markt „wie leer gefegt ist“, ist den Autoren der Studie zufolge offen, wie in den kommenden Jahren der steigende Bedarf an Pflegekräften gedeckt werden kann. Die Studie wurde von der B. Braun-Stiftung gefördert.

Projektleiter Prof. Michael Isfort vom dip brachte die Untersuchungsergebnisse auf folgenden Punkt: „Das, was in den vergangenen Jahren bei den Krankenhausärzten mit einem deutlichen und anhaltenden Ausbau von mehr als 20.000 Stellen richtig gemacht wurde, ist bei der Krankenhauspflege durch einen massiven Stellenabbau schief gelaufen und wird nun immer folgenschwerer für die Beschäftigten und die Patienten!“ Die Studie zeigt, dass der massive Stellenabbau in der Pflege zu einer deutlichen Ausdünnung und statistischen Überalterung der Personaldecke in der Pflege mit der Folge hoher Arbeitsbelastungen bei steigenden Patientenzahlen geführt hat. Das noch von der ehemaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt Anfang 2009 aufgelegte Sonderprogramm für bis zu 17.000 zusätzliche Pflegekräfte im Krankenhaus zeigt in der Untersuchung noch keine Wirkung.

Laut Studie lassen sich daraufhin inzwischen insbesondere Mängel bei Pflegeleistungen wie einer angemessenen Überwachung von verwirrten Patienten, Mobilisierung und fachgerechte Lagerung von bewegungseingeschränkten Patienten, Gesprächshäufigkeiten, Betreuung Schwerstkranker und Sterbender sowie Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme beschreiben. Selbst bei Medikamentengaben, Verbandswechseln und Hygienemaßnahmen sind es jeweils etwas mehr als die Hälfte der Befragten, die Fehler aufgrund von hoher Arbeitsbelastung nicht ausschließen konnten. In der Studie wurde auch nachgewiesen, dass besonders hoch belastete Pflegekräfte höhere Fehlerquoten in allen Leistungsbereichen angaben. Damit wurde ein direkter Zusammenhang zwischen abnehmender Pflegekapazität und vermehrten Risiken für die Patienten sichtbar.

Lichtblicke zeigen sich hingegen im veränderten Verständnis und den Perspektiven im Pflegeberuf. Isfort betonte, „dass die verbliebenen Pflegekräfte sehr professionell darangehen, die Versorgung für alle Patienten trotz der schwierigen Bedingungen so gut wie irgend möglich aufrecht zu erhalten“. Insbesondere die jüngeren Pflegekräfte gehen mit guten Entwicklungsmöglichkeiten in den Beruf und trotzen somit den schwierigen Arbeitsbedingungen. Unter anderem strebt jede zweite Pflegekraft unter 25 Jahren eine akademische Weiterqualifizierung an. Zugleich wird von den Autoren kritisiert, dass so gut wie nichts für einen Verbleib der älteren Mitarbeiter über 50 Jahrein der Krankenhauspflege getan wird. „Das ist schon eine erschreckende Tatenlosigkeit, die wir hier beschreiben müssen“, so Isfort.

Kurzfristige Änderungen des Personalmangels in der Krankenhauspflege erscheinen nach den vorliegenden Erkenntnissen indes kaum möglich, da nicht genügend ausgebildet wird und der Arbeitsmarkt quasi leer gefegt ist. Es herrscht bereits in einigen Regionen Deutschlands ein akuter Fachkräftemangel. Denn zeitgleich steigen die Bedarfe der häuslichen Pflege und der Altenheime nach qualifiziertem Personal ebenfalls an. Außerdem wird in den kommenden Jahren eine größere Zahl älterer Mitarbeiter aus dem Dienst im Krankenhaus ausscheiden und muss ersetzt werden.

Damit ist ein umfassendes Problemfeld umschrieben, das die Krankenhäuser der Studie zufolge alleine nicht werden lösen können. Isfort: “Hier sind alle verantwortlichen Kräfte der Gesundheitspolitik von Bund und Ländern, Gewerkschaften, Verbände und Kostenträger gemeinsam mit den Krankenhäusern gefragt, in einer konzertierten Aktion den sich abzeichnenden Kollaps zu vermeiden“.

Die Studie kann kostenlos unter www.dip.de heruntergeladen werden. Das Pflege-Thermometer 2009 ist bereits die fünfte größere Untersuchung dieser Art seit 2002.

Das gemeinnützige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) ist ein Institut an der Katholischen Hochschule NRW (KatHO NRW) in Köln und betreibt einen weiteren Standort an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) bei Koblenz. Es beschäftigt rund 20 Mitarbeiter/innen in vier Abteilungen.

Kontakt: Elke Grabenhorst
Tel: 0221/ 46861-30; E-Mail: dip@dip.de
(Veröffentlichung frei, Beleg erbeten)

Weitere Informationen:
http://www.dip.de/fileadmin/data/pdf/ma ... r_2009.pdf – Studie Pflege-Thermometer 2009

Quelle: Pressemitteilung vom 19.05.2010
Prof. Dr. Michael Isfort, Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news370203

Siehe auch:
Pflege-Thermometer 2009
http://www.dip.de/fileadmin/data/pdf/ma ... r_2009.pdf
Pflege-Thermometer 2009 (Kurzfassung)
http://www.dip.de/fileadmin/data/pdf/ma ... assung.pdf


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BeitragVerfasst: 19.05.2010, 15:19 
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phpBB God

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Die Krankenhauspflege kollabiert – DBfK fordert schnelle und nachhaltige Entlastung

Seit Jahren haben Experten eindringlich vor dem drohenden Pflegenotstand in deutschen Kliniken gewarnt – nun ist er da und nicht mehr zu kaschieren. Das heute veröffentlichte Pflegethermometer 2009 des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung zeigt erschreckende Befunde: drastische Mängel in der Patientenversorgung, hoffnungslos überlastete Pflegekräfte, die diese Lasten inzwischen nicht mehr tragen können. „Das System Krankenhaus wurde kaputtgespart!“ sagt Johanna Knüppel, Referentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK). „Wer jetzt nicht handelt hat den weiteren Zusammenbruch der Krankenversorgung in deutschen Kliniken zu verantworten! Alle Zuständigen, Träger, Politik und Kostenträger, müssen umdenken, andere Prioritäten setzen und für eine schnelle und dauerhafte Entlastung der Pflege sorgen.“

Mit dem lapidaren Verweis auf fehlende Finanzmittel wurden in Deutschland jahrelang Pflegepersonal abgebaut (nach Berechnungen von Experten fehlen ca. 70.000 Pflegekräfte in den Krankenhäusern), Pflegende in den Kliniken hemmungslos ausgebeutet und die Sicherheit ihrer Patienten aufs Spiel gesetzt. Offensichtlich immer genug Geld war aber vorhanden, um

- die Anzahl der Klinikärzte um 26 % zu steigern,

- überproportionale Tarifzuwächse des ärztlichen Dienstes zu finanzieren,

- unreguliert hohe Preise für Arzneimittel zu zahlen,

- Über- und Fehlversorgung besonders im Bereich medizintechnischer Ausstattung zu bedienen,

- eine mit jeder Gesundheitsreform stärker aufgeblähte Bürokratie zu unterhalten.

Deutschland leistet sich nach wie vor eines der vier teuersten Gesundheitssysteme der Welt, gehört allerdings in der Pflegekraft-Patienten-Relation zu den Schlusslichtern (siehe Daten der OECD). Die dramatischen Auswirkungen kann jeder Patient unmittelbar erleben: Minimalversorgung im Sekundentakt, mehr Fehler bei der Medikation, grobe Hygienemängel und kritisch steigende Infektionszahlen in den Kliniken. Der direkte Zusammenhang zwischen mangelhafter Pflegekapazität und lebensbedrohenden Komplikationen für Patienten ist durch internationale Studien seit langem belegt, in Deutschland wird dies nach wie vor ignoriert.

Um die unerträglichen Belastungen im Beruf abzumildern gehen Pflegefachkräfte in Teilzeit – und tappen gleich in die nächste Falle: Die Krankenhäuser fordern unvermindert Mehrarbeit, sparen dann aber die Zahlung von Überstundenzuschlägen. Das hat Methode als mittlerweile probates Instrument der Kostensenkung. Und den Mitarbeitern droht darüber hinaus zweierlei: Altersarmut durch geringere Rentenerwartung und die Frühberentung wegen gesundheitlicher Schäden durch jahrelange Überlastung. Wo bleiben die Fürsorgeverpflichtung der Arbeitgeberseite und der gesetzliche Arbeitsschutz? Der Pflegefachkräftemangel hat schon jetzt gravierende Auswirkungen für die Unternehmen der Gesundheitsbranche, mit den heutigen Rahmenbedingungen wird man kaum junge Menschen für einen pflegerischen Beruf motivieren können.

Quelle: Pressemitteilung vom 19.05.2010
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Salzufer 6, 10587 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
http://www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke können Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de nachlesen. Falls Sie Interviewwünsche haben oder weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.


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BeitragVerfasst: 19.05.2010, 15:31 
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phpBB God

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Pflegethermometer 2009 vom dip veröffentlicht - Gravierend schlechte Befunde

Heute Morgen wurden in Berlin auf einer gut besuchten Pressekonferenz die Ergebnisse aus dem Pflegethermometer 2009 öffentlich vorgestellt. Die empirischen Befunde sind gravierend. Für alle in der Pflege Beschäftigten leider nicht unerwartet. Aber: diese Faktenlage ist in diesen Dimensionen der Öffentlichkeit noch nicht präsentiert worden. Mehr als 10.000 in Krankenhäusern beschäftigte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen beteiligten sich an der Studie "Pflege-Thermometer 2009".

Die Ergebnisse weisen auf eine steigende Belastung der Beschäftigten und demzufolge auf zunehmende Mängel in der Patientenversorgung hin. Hintergrund ist, dass in den vergangenen Jahren etwa 50.000 Stellen in der Krankenhauspflege bei steigenden Patientenzahlen abgebaut worden sind. Da die Ausbildungskapazität in der Krankenpflege seit Jahren sinkt und der Markt "wie leer gefegt ist", ist den Autoren der Studie zufolge offen, wie in den kommenden Jahren der steigende Bedarf an Pflegekräften gedeckt werden kann. Die Studie wurde von der B. Braun-Stiftung gefördert.

Das Pflegethermometer 2009 des renommierten Kölner Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung und weitere Informationen sind abrufbar unter http://www.dip.de

In einer Vorabberichterstattung hat das ZDF-Magazin frontal21 am 18.5.2010 einen Beitrag über den Pflegenotstand im Krankenhaus gesendet, in dem ausgewählte Ergebnisse aus dem Pflegethermometer dargestellt werden. Das Video ist abrufbar unter http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/ ... rankenhaus

Der Deutsche Pflegerat e.V. hat mit einer Pressemitteilung kommentiert und fordert die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft zum gemeinsamen Handeln auf. Näheres unter http://www.deutscher-pflegerat.de

Ebenso kommentiert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe e.V. die Auswirkungen des Pflegekollaps auf die professionelle Versorgung und auf die immense Belastung der Pflegenden: http://www.dbfk.de

Eigene Umfragen des DBfK aus 2009 unterstützen die im vorliegenden Pflegethermometer 2009 diskutierte schleppende Inanspruchnahme des Förderprogramms der Bundesregierung. Download: http://www.dbfk.de/download/download/Me ... enhaus.pdf

Auch die in 2009 veröffentlichte Meinungsumfrage des DBfK zur Situation des Pflegepersonals in den Sektoren des Gesundheitswesens unterstützt die wissenschaftlichen Ergebnisse des dip, die in der bis dato größten zusammenhängenden Befragung von Pflegekräften in Deutschland zutage treten. Zum Abschlussbericht der DBfK-Meinungsumfrage: http://www.dbfk.de/download/download/Ab ... aus___.pdf

Quelle: Pressemitteilung vom 19.05.2010 per Newsletter


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BeitragVerfasst: 19.05.2010, 18:03 
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phpBB God

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Stellenabbau führt zu Mängeln in der Pflege

Berlin – Der zunehmende Pflegenotstand in den Krankenhäusern führt zu Mängeln in der Patienten­versorgung. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Befragung von Pflegekräften, .... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/4 ... Pflege.htm


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BeitragVerfasst: 22.05.2010, 08:07 
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Siehe auch unter
Pflegenotstand - Pflege nach Kassenlage beenden
viewtopic.php?p=52050#52050

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23.05.2010, 12:33 
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Beiträge: 169
Wohnort: Händelstadt Halle (Saale)
... und ich gehe davon aus, dass mit Einführung des Mindestlohn für Pflegekräfte eine weitere drastische Verschlechterung im Osten Deutschland auftreten wird, da nach über 20 Jahren der Widervereinigung Deutschlands dortige Pflegekräfte 1 € weniger pro Stunde erhalten werden.

Mir ist nicht bekannt das im Osten Deutschlands andere Standards in der Pflege gelten und somit unplausibel, weshalb für gleiche Arbeit unterscheidlicher Lohn gezahlt wird.

Das die Diskriminierung "osteuropäischer Pflegekräfte" schon solche Ausmaße annimmt, das der Osten Deutschlands betroffen ist erschreckt mich!!

Mit erschreckten Grüßen
Gerd Fröhlich-Rockmann

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BeitragVerfasst: 24.06.2010, 07:04 
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SPD bestätigt Pflegenotstand und schlechte Arbeitsbedingungen

Die SPD hat in einer Kleinen Anfrage zum Thema Pflegenotstand an die Bundesregierung gewandt. In dem 26 Fragen umfassenden Papier verlangt die Fraktion um Frank-Walter Steinmeier unter anderem Auskunft über die Pläne der Koalition zur Abwendung des drohenden Fachkräftemangels, der zu erwartenden Reform der Pflegeausbildung und deren Finanzierung sowie zur Steigerung der Attraktivität des Berufsbildes. Die SPD-Fraktion stellt in der Anfrage fest, dass Pflegende in der Altenpflege hohen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt seien und schlechter bezahlt würden als Menschen mit vergleichbaren Berufen. Zudem seien die Aufstiegschancen begrenzt und es gebe einen hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigten. Angesichts des sich bereits abzeichnenden Fachkräftemangels in der Pflege sei es notwendig, „den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten, um eine ausreichende Zahl an qualifizierten Fachkräften dauerhaft sicherzustellen und mehr Nachwuchs für die Pflegeberufe zu gewinnen“. Ein weiterer Diskussionspunkt ist laut SPD die Finanzierung der neuen zusammengefassten Pflegeausbildung.
Die Kleine Anfrage der SPD-Fraktion im vollen Wortlaut steht auf den Internetseiten des Deutschen Bundestages zur Verfügung:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/020/1702051.pdf

Quelle: Mitteilung vom 23.06.2010
Bibliomed - Medizinische Verlagsgesellschaft mbH
Stadtwaldpark 10
D-34212 Melsungen
Website: http://www.bibliomed.de
E-Mail: info@bibliomed.de


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BeitragVerfasst: 27.06.2010, 07:26 
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Beiträge: 192
Die dramatische Situation in der Pflege ist offensichtlich allseits bekannt. Es fehlt daher nicht an entsprechenden Hinweisen und mahnenden Worten.
Woran es aber klar fehlt, sind die Folgerungen der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages. Es müsste, statt sich ständig über Kopfpauschale und Zusatzbeiträge für die Krankenversicherung zu streiten, ein Konzept vorgelegt werden, wie man dem Pflegenotstand begegnet: Mehr Personalstellen in Krankenhäusern und Heimen, und zwar auf der Grundlage von Berechnungsgrundlagen, die sachlich korrekt den wirklichen Bedarf der Pflege aufzeigen.
Ich kann nicht verstehen, dass die Verantwortlichen insoweit zögern und zaudern. Oder haben sie den Notstand in der Pflege einfach ausgeblendet und lassen die Missstände treiben ???

R.R.

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Menschenwürdegarantie bedarf bei der Umsetzung entsprechender Rahmenbedingungen. Insoweit gibt es aber Optimierungsbedarf!


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BeitragVerfasst: 07.07.2010, 07:37 
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Sr. Member

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Beiträge: 262
Siehe auch die Beiträge unter
Pflegekräftemangel seit langem bekannt
viewtopic.php?p=53052#53052

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Unabhängige und gemeinnützige Initiative
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