Pflegenotstand ist da und kann nicht geleugnet werden

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Pflegenotstand ist da und kann nicht geleugnet werden

Beitrag von WernerSchell » 15.05.2010, 07:31

Pflegenotstand ist da und kann nicht geleugnet werden

CAREkonkret“, Die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege (14.05.2010) berichtet u.a.:

Bundesagentur für Arbeit – "Klagen über Personalmangel sind überzogen“
Berlin. Die Klage der Pflegebranche über einen zunehmenden Fach- und Hilfskräftemangel ist nach Auffassung der Bundesagentur für Arbeit (BA) überzogen. .... Der vielbeschworene Pflegekräftemangel findet in der Statistik allerdings noch keinen Niederschlag - im Gegenteil: Nach Angaben der Bundesagentur waren im März mehr als 22.500 offene Stellen in sozialpflegerischen Berufen gemeldet, darunter gut 12.000 als Altenpfleger. Gleichzeitig waren jedoch fast 86.000 Pflegekräfte arbeitslos. Angesichts dessen ärgert es Alt, das die "Alltagsbegleiter" auf Initiative der Regierung offenbar für einen Markt ausgebildet wurden, den es (noch) gar nicht gibt.

Siehe auch unter:
Qualifizierte Fachkräfte könnten eingestellt werden
Heimbranche nur an Billigkräften interessiert?

http://www.pflegen-online.de/nachrichte ... ce1d3028ce
Zuletzt geändert von WernerSchell am 08.07.2010, 09:14, insgesamt 4-mal geändert.
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Pflegenotstand - es müssen Stellen geschaffen werden !

Beitrag von ProPflege » 15.05.2010, 07:34

Brief an die Bundesagentur für Arbeit:

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Initiative - Harffer Straße 59 - 41469 Neuss

Neuss, den 14.05.2010

An die
Bundesagentur für Arbeit
z.Hd. Herrn Alt
Nürnberg


Sehr geehrter Herr Alt,
sehr geehrte Damen und Herren,

Sie werden in der Zeitschrift "CAREkonkret" (14.05.2010, Seite 1)) u.a. mit folgender Stellungnahme zitiert: "Der vielbeschworene Pflegekräftemangel findet in der Statistik allerdings noch keinen Niederschlag - im Gegenteil".

Da wir uns wiederholt zum Pflegekräftemangel in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen geäußert und dazu auch Pflegetreffs in Neuss durchgeführt haben, sind wir an Ihren konkreten Aussagen und statistischen Daten sehr interessiert.

Wir vermuten aber, dass hier möglicherweise aneinander vorbei geredet wird. Es geht nämlich einmal darum, ob die tatsächlich eingerichteten Stellen besetzt sind oder mittels vorhandener Bewerber unter Umständen besetzt werden könnten. Darauf bezieht sich wahrscheinlich Ihr Statement.

Uns geht es aber nicht allein um die vorhandenen Stellen, sondern darum, dass wir einfordern, die unzureichenden Stellenpläne insgesamt den Bedürfnissen anzupassen. Pflege ist unserer Meinung nach seit Jahren zu einem reinen Kostenfaktor verkommen und wird nur noch nach Kassenlage dotiert.

So sind zum Beispiel - durch Studien belegbar - in den letzten 10 Jahren in den Krankenhäusern (zu Gunsten der Ärzte!) rd. 70.000 Pflegestellen abgebaut worden. Das Förderprogramm der Bundesregierung, das 17.000 Stellen vorsieht, ist deshalb kaum in Anspruch genommen worden, weil die Krankenhäuser einen Eigenanteil der Personalkosten übernehmen sollen und dies überwiegend nicht tun. Daher bleibt das Angebot weithin ungenutzt, obwohl es einen unbestrittenen Bedarf gibt. Durch die aktuellen Gehaltsforderungen der Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern wird es möglicherweise zu weiteren Stellenreduzierungen zu Lasten der Pflege kommen.

In den stationären Pflegeeinrichtungen (Heimen) gibt es ebenfalls völlig unzureichende Stellenschlüssel, die den tatsächlichen Pflegebedarf nicht annähernd abdecken. Daher gibt es auch immer wieder die bekannten Mängelberichte des MDK, Hilferufe ...usw. - nahezu zwangsläufig.

Wir gehen davon aus, dass der Bedarf an zusätzlichen Pflegekräftestellen in allen Pflegesystemen mit rd. 20% anzusetzen ist. Solange dem seitens der Pflege-Rahmenbedingungen nicht entsprochen ist, müssen wir von einem Pflegenotstand bzw. von einem Bedarf an Pflegekräften ausgehen. - Ich gehe davon aus, dass Sie dieser ergänzenden Betrachtungsweise nicht widersprechen wollen!

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell - Dozent für Pflegerecht
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Sabrina Merck
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Pflegenotstand ständig im Fokus - Danke Herr Schell

Beitrag von Sabrina Merck » 15.05.2010, 13:14

ProPflege hat geschrieben: ..... Wir gehen davon aus, dass der Bedarf an zusätzlichen Pflegekräftestellen in allen Pflegesystemen mit rd. 20% anzusetzen ist. Solange dem seitens der Pflege-Rahmenbedingungen nicht entsprochen ist, müssen wir von einem Pflegenotstand bzw. von einem Bedarf an Pflegekräften ausgehen. - Ich gehe davon aus, dass Sie dieser ergänzenden Betrachtungsweise nicht widersprechen wollen! ...
Guten Tag Herr Schell,

ich danke Ihnen sehr für das unermündliche Engagement, auf den Pflegenotstand hinzuweisen. Es ist bedauerlich, dass von anderen Stellen immer wieder Texte veröffentlicht werden, die nur zur Irritation beitragen, aber in der Sache nicht weiter helfen.
Ich denke, dass Ihre Argumente, Pressemitteilungen und sonstigen Beiträge die Pflege im öffentlichen Erscheinungsbild gut voran gebracht haben. Sogar die Pflegeverbände bekommen in jüngster Zeit Mut, sich mit entsprechenden Texten zu Wort zu melden. Mancher Text der Verbände liest sich sogar so zielgerichtet formuliert, als sei er von Ihnen abgeschrieben. Wenn es hilft, wäre es garnicht mal so falsch.

Schönes Wochenende wünscht Ihnen und allen MitleserInnen
Sabrina Merck
Dem Pflegesystem und den pflegebedürftigen Menschen muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden! Daher:
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Pflegenotstand ist da und kann nicht geleugnet werden

Beitrag von ProPflege » 15.05.2010, 18:33

Aus gegebener Veranlassung wurde aufgrund der Zuschrift an die Bundesagentur für Arbeit eine Pressemitteilung gefertigt und heute wie folgt öffentlich gemacht:

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
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Neuss, den 15.05.2010

Pflegenotstand ist da und kann nicht geleugnet werden

Die Bundesagentur für Arbeit wird in der Zeitschrift "CAREkonkret" (14.05.2010, Seite 1) u.a. mit folgender Stellungnahme zitiert: "Der vielbeschworene Pflegekräftemangel findet in der Statistik allerdings noch keinen Niederschlag - im Gegenteil".

Da wir uns wiederholt zum Pflegekräftemangel in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen geäußert und dazu auch Pflegetreffs in Neuss durchgeführt haben, sind wir an Ihren konkreten Aussagen und statistischen Daten sehr interessiert und haben die Bundesagentur für Arbeit um genaue Angaben gebeten.

Wir vermuten aber, dass hier möglicherweise aneinander vorbei geredet wird. Es geht nämlich einmal darum, ob die tatsächlich eingerichteten Stellen besetzt sind oder mittels vorhandener Bewerber unter Umständen besetzt werden könnten. Darauf bezieht sich wahrscheinlich das Statement der Bundesagentur für Arbeit.

Uns geht es aber nicht allein um die vorhandenen Stellen, sondern darum, dass wir einfordern, die unzureichenden Stellenpläne insgesamt den Bedürfnissen anzupassen. Pflege ist unserer Meinung nach seit Jahren zu einem reinen Kostenfaktor verkommen und wird nur noch nach Kassenlage dotiert.

So sind zum Beispiel - durch Studien belegbar - in den letzten 10 Jahren in den Krankenhäusern (zu Gunsten der Ärzte!) rd. 70.000 Pflegestellen abgebaut worden. Das Förderprogramm der Bundesregierung, das 17.000 Stellen vorsieht, ist deshalb kaum in Anspruch genommen worden, weil die Krankenhäuser einen Eigenanteil der Personalkosten übernehmen sollen und dies überwiegend nicht tun. Daher bleibt das Angebot weithin ungenutzt, obwohl es einen unbestrittenen Bedarf gibt. Durch die aktuellen Gehaltsforderungen der Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern wird es möglicherweise zu weiteren Stellenreduzierungen zu Lasten der Pflege kommen.

In den stationären Pflegeeinrichtungen (Heimen) gibt es ebenfalls völlig unzureichende Stellenschlüssel, die den tatsächlichen Pflegebedarf nicht annähernd abdecken. Daher gibt es auch immer wieder die bekannten Mängelberichte des MDK, Hilferufe ...usw. - nahezu zwangsläufig.

Wir gehen davon aus, dass der Bedarf an zusätzlichen Pflegekräftestellen in allen Pflegesystemen mit rd. 20% anzusetzen ist. Solange dem seitens der Pflege-Rahmenbedingungen nicht entsprochen ist, müssen wir von einem Pflegenotstand bzw. von einem Bedarf an Pflegekräften ausgehen.

Werner Schell - Dozent für Pflegerecht

Die Medien berichten über die Pressemitteilung wie folgt:
http://www.pflegen-online.de/nachrichte ... werden.htm
http://www.pr-inside.com/de/pflegenotst ... 893869.htm
http://www.openbroadcast.de/artikel/463 ... erden.html
http://www.openpr.de/news/428795.html
http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=1327.0
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Anja Jansen
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Pflegenostand - worauf warten wir noch?

Beitrag von Anja Jansen » 16.05.2010, 10:38

Hallo Diskutanten!

Na klar, der Pflegenotstand ist da und kann nicht geleugnet werden. Auch Zahlenspiele können da nichts verändern, man muss sich nur die praktischen Auswirkungen in Krankenhäusern und Heimen ansehen.
Allerdings sind die Trägerverantwortlichen weithin nicht bereit, nach außen solche Notstandssituationen einzugestehen. Aus Markentingerwägungen tun sie gerne so, als sei alles in bester Ordnung. Nur unter vier Augen gibt man unumwunden zu, dass die Pflegesituationen teilweise dramatisch schlecht sind. Von einer solchen dramatischen Entwicklung sprach auch kürzlich der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe. Wer dabei berücksichtigt, dass dieser Verband sich eher lieber zurückhaltend äußert, kann erkennen, wie die Lage tatsächlich ist.

MfG Anja
Es ist mehr Aufmerksamkeit für dementiell erkrankte Menschen nötig. Unser Pflegesystem braucht deshalb eine grundlegende Reform!

Anja Jansen
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Pflegenotstand = Verschärfung durch Streik der Ärzte

Beitrag von Anja Jansen » 16.05.2010, 14:35

Siehe die aktuellen Texte zum Streik der Klinikärzte in kommunalen Krankenhäusern:
viewtopic.php?p=51911#51911
Wo bleibt der Aufschrei der Pflegeverbände? Die neuerlichen Ärzte-Gehaltsforderungen
gefährden nicht nur die Patientenversorgung, sondern sind auch gegen die Pflegekräfte gerichtet.


Anja
Es ist mehr Aufmerksamkeit für dementiell erkrankte Menschen nötig. Unser Pflegesystem braucht deshalb eine grundlegende Reform!


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Beitrag von WernerSchell » 20.06.2010, 09:02

Wir haben heute, 20.06.2010, wie folgt an die Bundesagentur für Arbeit geschrieben:

Sehr geehrter Herr Alt, sehr geehrte Damen und Herren,
wir würden es sehr begrüßen, auf unsere nochmals angefügte Anfrage vom 14.05.2010 alsbald eine Antwort zu erhalten.
Danke im Voraus.
MfG Werner Schell


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Neuss, den 14.05.2010

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Nürnberg


Sehr geehrter Herr Alt,
sehr geehrte Damen und Herren,

Sie werden in der Zeitschrift "CAREkonkret" (14.05.2010, Seite 1)) u.a. mit folgender Stellungnahme zitiert: "Der vielbeschworene Pflegekräftemangel findet in der Statistik allerdings noch keinen Niederschlag - im Gegenteil".

Da wir uns wiederholt zum Pflegekräftemangel in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen geäußert und dazu auch Pflegetreffs in Neuss durchgeführt haben, sind wir an Ihren konkreten Aussagen und statistischen Daten sehr interessiert.

Wir vermuten aber, dass hier möglicherweise aneinander vorbei geredet wird. Es geht nämlich einmal darum, ob die tatsächlich eingerichteten Stellen besetzt sind oder mittels vorhandener Bewerber unter Umständen besetzt werden könnten. Darauf bezieht sich wahrscheinlich Ihr Statement.

Uns geht es aber nicht allein um die vorhandenen Stellen, sondern darum, dass wir einfordern, die unzureichenden Stellenpläne insgesamt den Bedürfnissen anzupassen. Pflege ist unserer Meinung nach seit Jahren zu einem reinen Kostenfaktor verkommen und wird nur noch nach Kassenlage dotiert.

So sind zum Beispiel - durch Studien belegbar - in den letzten 10 Jahren in den Krankenhäusern (zu Gunsten der Ärzte!) rd. 70.000 Pflegestellen abgebaut worden. Das Förderprogramm der Bundesregierung, das 17.000 Stellen vorsieht, ist deshalb kaum in Anspruch genommen worden, weil die Krankenhäuser einen Eigenanteil der Personalkosten übernehmen sollen und dies überwiegend nicht tun. Daher bleibt das Angebot weithin ungenutzt, obwohl es einen unbestrittenen Bedarf gibt. Durch die aktuellen Gehaltsforderungen der Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern wird es möglicherweise zu weiteren Stellenreduzierungen zu Lasten der Pflege kommen.

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Wir gehen davon aus, dass der Bedarf an zusätzlichen Pflegekräftestellen in allen Pflegesystemen mit rd. 20% anzusetzen ist. Solange dem seitens der Pflege-Rahmenbedingungen nicht entsprochen ist, müssen wir von einem Pflegenotstand bzw. von einem Bedarf an Pflegekräften ausgehen. - Ich gehe davon aus, dass Sie dieser ergänzenden Betrachtungsweise nicht widersprechen wollen!

Mit freundlichen Grüßen
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Pflegenotstand und schlechte Arbeitsbedingungen

Beitrag von Presse » 24.06.2010, 06:59

SPD bestätigt Pflegenotstand und schlechte Arbeitsbedingungen

Die SPD hat in einer Kleinen Anfrage zum Thema Pflegenotstand an die Bundesregierung gewandt. In dem 26 Fragen umfassenden Papier verlangt die Fraktion um Frank-Walter Steinmeier unter anderem Auskunft über die Pläne der Koalition zur Abwendung des drohenden Fachkräftemangels, der zu erwartenden Reform der Pflegeausbildung und deren Finanzierung sowie zur Steigerung der Attraktivität des Berufsbildes. Die SPD-Fraktion stellt in der Anfrage fest, dass Pflegende in der Altenpflege hohen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt seien und schlechter bezahlt würden als Menschen mit vergleichbaren Berufen. Zudem seien die Aufstiegschancen begrenzt und es gebe einen hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigten. Angesichts des sich bereits abzeichnenden Fachkräftemangels in der Pflege sei es notwendig, „den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten, um eine ausreichende Zahl an qualifizierten Fachkräften dauerhaft sicherzustellen und mehr Nachwuchs für die Pflegeberufe zu gewinnen“. Ein weiterer Diskussionspunkt ist laut SPD die Finanzierung der neuen zusammengefassten Pflegeausbildung.
Die Kleine Anfrage der SPD-Fraktion im vollen Wortlaut steht auf den Internetseiten des Deutschen Bundestages zur Verfügung:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/020/1702051.pdf

Quelle: Mitteilung vom 23.06.2010
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23.06.2010

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Pflegenotstand - Warnungen

Beitrag von Service » 25.06.2010, 14:16

Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände warnen vor Pflegenotstand

Gewerkschaftsverbände und Wohlfahrtsverbände haben in dieser Woche in Hannover vor einem Pflegenotstand in der Altenpflege gewarnt. Wie der Evangelische Pressedienst meldete, rechnet der Regionsvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Sebastian Wertmüller, mit einem zusätzlichen Bedarf von 53.400 Pflegenden bis zum Jahr 2030. In den ambulanten Diensten würden im gleichen Zeitraum 26.000 zusätzliche Kräfte gebraucht. Der Markt für Fachkräfte sei jedoch bereits heute so gut wie leer gefegt, sagte Wertmüller auf einer Fachtagung zum Thema „Pflege im Minutentakt“. Zudem gelte die Arbeit als wenig attraktiv und werde unzureichend bezahlt. „Wenn das so bleibt, haben wir bald ein riesiges Problem, da muss unverzüglich gegengesteuert werden“, sagte Wertmüller.

Quelle: Pressemitteilung vom 25.06.2010
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Pflegekräftemangel seit langem bekannt

Beitrag von ProPflege » 07.07.2010, 07:36

Siehe auch die Beiträge unter
Pflegekräftemangel seit langem bekannt
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Alten- und Pflegeheime - Pflegenotstand 1988

Beitrag von Presse » 13.07.2010, 12:12

Der Spielgel - 10.10.1988

Da verliert der Mensch seinen Schatten
Von Schöps, H.-J. und Foerster, U.

SPIEGEL-Report über die westdeutschen Alten- und Pflegeheime: Endstation Elend Ein Berufszweig hat den Notstand ausgerufen: die Altenpfleger. 60 000 Betreuer und Betreuerinnen fehlen in den Altenheimen, Pflege ist oft nur noch im Akkord möglich. In Tausenden Heimen werden alte Menschen würdelos verwahrt und verwaltet. Die staatliche Aufsicht versagt, findige Heimleiter machen Geschäfte mit "schwarzen Omas". *

Alt werden, das ist der Geschmack von Freiheit und Abenteuer.
....
weiter lesen unter
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13530628.html

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