Aktionsplan Altenpflege 2010 in NRW - Pflegenotstand angehen

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

Moderator: WernerSchell

Antworten
Presse
phpBB God
Beiträge: 14258
Registriert: 10.11.2006, 12:44

Aktionsplan Altenpflege 2010 in NRW - Pflegenotstand angehen

Beitrag von Presse » 14.04.2010, 06:40

Aktionsplan Altenpflege 2010 in NRW - Pflegenotstand angehen

Sozialminister Karl-Josef Laumann:
„In der Altenpflege erhalten 1.000 arbeitslose Menschen eine neue Chance“
Startschuss für den „Aktionsplan Altenpflege 2010“


Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann hat den offiziellen Startschuss für den „Aktionsplan Altenpflege 2010“ gegeben. „Im Rahmen dieses Aktionsplans werden bis zu 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze in der dreijährigen Fachkraftausbildung für arbeitslose Menschen gefördert. Sie erhalten die Chance, sich zum staatlich geprüften Altenpfleger ausbilden zu lassen und damit einen zukunftssicheren Job zu erhalten“, sagte Minister Laumann heute (13. April) in Düsseldorf.

„Wir gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 die Zahl pflegebedürftiger Menschen allein in Nordrhein-Westfalen auf bis zu 650.000 ansteigt und sich damit auch der Bedarf an qualifizierten Altenpflegekräften weiter erhöht“, so der Minister. „Die Landesregierung stellt sich weiterhin dieser Aufgabe – auch in finanziell schwierigen Zeiten“, betonte Laumann. Er verwies darauf, dass bereits 2009 rund 9.500 Altenpflegeschüler in der Ausbildung waren. Davon wurden rund 8.700 Ausbildungsplätze vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 waren dies lediglich 7.200 landesgeförderte Plätze. „Damit haben wir die Zahl um 1.500 Plätze erhöht, das entspricht einer Steigerung von mehr als 20 Prozent – auf diese Bilanz können wir stolz sein“, sagte der Minister.

Angesichts der demographischen Entwicklung wird die Nachfrage nach Gesundheits- und Pflegedienstleistungen aber weiter steigen. „Deshalb freue ich mich sehr, dass wir uns mit der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit und den zugelassenen kommunalen Trägern auf den Aktionsplan Altenpflege 2010 verständigt haben und damit einen zusätzlichen Impuls geben können, um den zukünftigen Personalbedarf in der Pflege zu decken“, erklärte Laumann. Die Landesregierung beteiligt sich am Aktionsplan mit einem Fördervolumen von mehr als 1,1 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Die Agenturen für Arbeit, die ARGEn und kommunalen Träger übernehmen unter anderem die Kosten der theoretischen Ausbildung.

„Bedarf und Notwendigkeit, gemeinsam zu handeln, liegen in der professionellen Altenpflege auf der Hand“, sagte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. „Die Nachfrage nach ausgebildeten Altenpflegern steigt kontinuierlich. Aber, das ist kein Beruf, den man erlernt, weil die Nachfrage da ist, sondern weil man eine Beziehung dazu hat. Er stellt physisch und psychisch hohe Anforderungen. Eine professionelle Auswahl der Arbeitnehmer, die nicht nur die Ausbildung erfolgreich durchlaufen, sondern auch der Ausübung gewachsen sind, ist daher entscheidend. Insgesamt erhöhen die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter in NRW ihr Angebot um 850 bis 1.000 auf rund 1.350 Ausbildungsplätze. Das heißt: Übernahme der Ausbildungskosten von 12.000 Euro für drei Jahre, Kosten für den Lebensunterhalt von monatlich durchschnittlich 830 Euro und Fahrtkosten während der Ausbildung von ca. 2.500 Euro. Insgesamt sind etwa 20 Millionen Euro dafür verplant.“

„Mit dem neuen Aktionsplan leisten wir gleichzeitig einen Beitrag, dass auch das Berufsfeld für die Beschäftigten in der Altenpflege noch attraktiver wird“, betonte Minister Laumann. „Um das zu erreichen, haben sich die Partner des Aktionsplans darauf verständigt, das Förderangebot des Landes für die Potentialberatung gezielt für diese Aufgabe einzusetzen“, erklärte der Minister. Bei der Potentialberatung helfen professionelle Berater den Altenpflegeeinrichtungen, Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und -abläufe oder der Personalqualifizierung zu erarbeiten. Bisher nutzten in erster Linie kleine Unternehmen dieses Angebot, das die Landesregierung aus Mitteln des ESF mit 7,7 Millionen Euro jährlich fördert.

„Mit unserem neuen Aktionsplan helfen wir gleich zwei Personengruppen: den pflegebedürftigen und den Arbeit suchenden Menschen. Damit sorgen wir dafür, dass der Job-Motor Pflege weiterhin rund läuft“, betonte Laumann.

Weitere Informationen stehen unter http://www.altenpflegeausbildung.nrw.de oder unter http://www.arbeit.nrw.de.

Quelle: Pressemitteilung vom 13.04.2010
Zuletzt geändert von Presse am 14.04.2010, 06:48, insgesamt 1-mal geändert.

Presse
phpBB God
Beiträge: 14258
Registriert: 10.11.2006, 12:44

Arbeitslose werden zu Altenpflegern umgeschult

Beitrag von Presse » 14.04.2010, 06:42

Nordrhein-Westfalen: Arbeitslose werden zu Altenpflegern umgeschult

Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen sollen rund 1.000 Arbeitslose zu Altenpflegern umgeschult werden. Das Land und die Bundesagentur für Arbeit (BA) haben ein Programm aufgelegt, das sich auch an ältere Arbeitslose richtet. Sie sollen in einer regulären dreijährigen Ausbildung zu staatlich geprüften Altenpflegern geschult werden, kündigte NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) heute in Düsseldorf an. Die Arbeitsagenturen und das Land übernehmen die Ausbildungskosten und zahlen den Lebensunterhalt.
Pflegeheime, die an dem Programm teilnehmen wollen, dürfen die Zahl ihrer regulären Ausbildungsplätze aber nicht verringern.

Mehr zu diesem Projekt lesen Sie in den Print-Ausgaben von CAREkonkret.

Quelle: Pressemitteilung vom 13.04.2010
Vincentz Network, Hannover, http://www.vincentz.net

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 20649
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Pflegestellen müssen deutlich vemehrt werden

Beitrag von WernerSchell » 15.04.2010, 06:45

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Initiative - Harffer Straße 59 - 41469 Neuss

Altenpflege stärken - „Aktionsplan Altenpflege 2010“ NRW ist ein gutes Signal.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk sieht aber weitere Maßnahmen zur Behebung des Pflegenotstandes als erforderlich an!
Pressemitteilung von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk vom 14.04.2010 hier:

http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... tstand.php

Die Medien berichten u.a. wie folgt über die Pressemitteilung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk:

http://www.openpr.de/news/418031.html
http://www.openbroadcast.de/artikel/425 ... ignal.html
http://www.pflegen-online.de/nachrichte ... fdff6c29e9

Altenpflege stärken - „Aktionsplan Altenpflege 2010“ NRW ist ein gutes Signal - verfasst von: redaktion am 24.04.2010, 12:00 Uhr
Gesellschaft
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk sieht aber weitere Maßnahmen zur Behebung des Pflegenotstandes als erforderlich an! ....
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=14085
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

Antworten