Masterplan altengerechte Quartiere.NRW gestartet

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Masterplan altengerechte Quartiere.NRW gestartet

Beitrag von Presse » 13.06.2013, 12:23

Presseinformation - 482/6/2013 Düsseldorf, 13. Juni 2013

Ministerin Steffens:
Masterplan altengerechte Quartiere.NRW gestartet - Landesbüro unterstützt Kommunen beim Umbau

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:
Den Startschuss für den „Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“ hat Ministerin Barbara Steffens im Rahmen einer gemeinsamen Fachtagung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Pflege- und Altenarbeit in Düsseldorf gegeben. „Die meisten älteren Menschen wollen so lange wie möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben - auch bei zunehmender Pflegebedürftigkeit. Darauf muss sich die gesamte Gesellschaft einstellen“, sagte Ministerin Steffens. „Nur wenn es uns gelingt, die für die steigende Zahl älterer Menschen notwendigen Hilfestrukturen im Quartier zu integrieren, werden wir die Herausforderungen des demographischen Wandels meistern können“, so Steffens weiter.

Bis zum Jahr 2030 werden in Nordrhein-Westfalen nach Prognosen rund 28 Prozent mehr über 65-Jährige leben (insgesamt rund 4,7 Millionen) und rund 42 Prozent mehr über 80-Jährige (1,3 Millionen). Ministerin Steffens: „Die Ergebnisse von Umfragen sind erschreckend: Statt Freude über das Altwerden grassiert die Angst vor Vereinsamung in anonymen Strukturen. Wohnquartiere, die Orte von Lebensfreude und sozialem Miteinander sind, können diese Ängste nehmen.“

Ziel des „Masterplans altengerechte Quartiere.NRW“ ist eine breite Unterstützung der Kommunen bei der Entwicklung örtlicher Strukturen, die älteren Menschen mit und ohne Pflegebedarf ein selbstbestimmtes Leben bei einem möglichst langen Verbleib im vertrauten Wohnviertel sichern. Er besteht neben einem Leitlinienpapier zum Gesamtprojekt vor allem aus zwei Kernbestandteilen:

• Dem internetgestützten Methoden- und Instrumentenkasten unter http://www.aq-nrw.de. Dort erhalten Kommunen (und andere Interessierte) konkrete Handlungsempfehlungen für die Quartiersentwicklung. Auch Informationen zu Fördermöglichkeiten und Beteiligungsinstrumenten werden dort abrufbar sein.

• Dem „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW“ mit Sitz in Bochum. Hier können sich Kommunen von bis zu acht Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen Unterstützung bei der Anwendung des „Baukastens“ und beim konkreten Prozess vor Ort holen.

Torsten Bölting, Projektleiter Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW: „Das Landesbüro versteht sich als Servicestelle für die Kommunen. Mit unserem Team, das verschiedene Professionen von der Stadtplanung bis zur Pflege versammelt, wollen wir die lokalen Akteurinnen und Akteure dabei unterstützen, ihre Quartiere demographiefest zu machen. Die Menschen in den Kommunen dabei zu beraten, wie sie auf ihre Bedarfe abgestimmte Konzepte entwickeln können, damit der weit verbreitete Wunsch nach einem selbstständigen und selbstbestimmten Leben auch bei Unterstützungs- und Pflegebedarf möglichst lange in Erfüllung geht, ist ein schöner Auftrag, den wir gern und engagiert angehen.“

Begleitet wird die Umsetzung des „Masterplans“ durch:

• Workshops in allen Regionen Nordrhein-Westfalens.
„Die Überzeugung von den Chancen einer altengerechten Quartiersentwicklung muss auch in den Köpfen der Verantwortlichen in unserem Land ankommen“, betont Ministerin Steffens.

• Eine Reform des Landespflegerechts, die den Aufbau neuer Pflegestrukturen im Quartier durch gesetzliche Rahmenbedingungen unterstützt.

• Die Bündelung von 8,7 Millionen Euro im Landesförderplan Alter und Pflege, damit das Quartiersmanagement, kommunale Quartiersmanagerinnen und -manager sowie einzelne Bausteine der Quartiersentwicklung in den Kommunen gezielter gefördert werden können.

Positive Beispiele zu wichtigen Elementen der Quartiersentwicklung existieren bereits durch Modellprojekte in Duisburg, Erkrath, Gladbeck, Mönchengladbach und Troisdorf. Dr. Stephan Kuhnert, Beigeordneter der Stadt Troisdorf, berichtete bei der Fachtagung nicht nur von der Notwendigkeit, sondern auch von den Chancen einer Bürgerbeteiligung bei der Quartiersentwicklung.

„Der partizipative Ansatz ist eines der wenigen Instrumente, mit denen die kommunalen Soziallasten aktiv gesteuert werden können. Denn wer in seinem Wohnumfeld bleiben kann, braucht keinen teuren Heimplatz. Die Stadt aktiviert und moderiert das starke Bedürfnis vieler Quartiersbewohner, sich für andere einzusetzen. Sie gibt dem Engagement Rahmen, Struktur und Richtung. Im Idealfall ist die Selbstorganisation der Bewohner nach einigen Jahren so stark, dass sie die kommunale Begleitung nicht mehr braucht. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass dabei ein deutlich positiveres Bild von ‚Verwaltung‘ entsteht: Sie ist nicht mehr obrigkeitliche Entscheidungsinstanz, sondern Partner auf Augenhöhe“, sagte Kuhnert.

Hinweis:
Ausführliche Informationen zum „Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“ finden Sie in der gleichnamigen Broschüre, die unter http://www.mgepa.nrw.de/mediapool/pdf/a ... rtiere.pdf
im Internet abzurufen ist, sowie auf der Internetseite
http://www.aq-nrw.de

So kann sich ein Quartierskonzept präsentieren:

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Praxis-Dialogtour „Alt werden in NRW“

Beitrag von Presse » 22.06.2013, 06:20

Ministerin Steffens startet Praxis-Dialogtour „Alt werden in NRW“

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Unter dem Motto „Alt werden in NRW“ startet Ministerin Barbara Steffens am Montag (17. Juni 2013) eine Tour durch Nordrhein-Westfalen. Die Ministerin möchte in den unterschiedlichen Regionen des Landes mit Menschen vor Ort über die von der Landesregierung geplanten Reformprojekte zur Sicherung eines möglichst langen selbstbestimmten Lebens im Alter ins Gespräch zu kommen. Erste Stationen sind Herford und Bielefeld.

„Durch intensive Beteiligung von Sozialverbänden, Gewerkschaften, Trägern von Einrichtungen und der Selbsthilfe haben wir sicherlich schon ein gutes Gefühl dafür, wie wir angesichts des demographischen Wandels die Rahmenbedingungen für das Altwerden in NRW verändern müssen“, sagt Ministerin Steffens. „Die nächsten Monate, in denen entscheidende Gesetze im Landtag beraten werden, möchte ich aber auch dazu nutzen, noch mit vielen Menschen vor Ort über Probleme und Lösungen ins Gespräch zu kommen“, so Ministerin Steffens weiter.

In Nordrhein-Westfalen stehen in diesem Jahr entscheidende Weichenstellungen an, um die Versorgungsstrukturen und die Wohnquartiere besser an die Herausforderungen des demographischen Wandels anzupassen. Bereits am vergangenen Donnerstag (13. Juni 2013) hatte die Ministerin in Düsseldorf den Startschuss für das Projekt „Masterplan.altengerechte Quartiere.NRW“ gegeben, mit dem Kommunen bei der altengerechten Umgestaltung ihrer Wohnquartiere unterstützt werden. Noch vor der Sommerpause soll der Gesetzentwurf für eine umfassende Reform des Landespflegerechts in den Landtag eingebracht werden. Pflegeministerin Babara Steffens möchte die Inhalte und die geplante Umsetzung der Vorhaben auch gemeinsam mit Praktikerinnen und Praktikern vor Ort in den Kommunen diskutieren. Für den Praxis-Dialog „Alt werden in NRW“ sind bisher folgende Termine sind vorgesehen:

Montag, 17. Juni: Herford/Bielefeld; Thema: „Erfolgreiche Quartiersprojekte“
Donnerstag, 4. Juli: Düsseldorf/Hilden; Thema „Gemein¬wesenorientierte Seniorenarbeit“
Donnerstag, 22. August: Raum Köln; Thema „Besondere pflegerische Herausforderungen (Beatmungspflege/Demenz)“
Donnerstag 12. September: Region Münsterland; Thema: „Zukunft der Pflegeausbildung“

An den verschiedenen Tagen sollen jeweils vorbildliche Projekte vorgestellt werden. Es soll aber auch Zeit sein für Gespräche mit Expertinnen und Experten und vor allem auch älteren Menschen als „Expertinnen und Experten in eigener Sache“.

Quelle und weitere Informationen: Pressemitteilung vom 16.06.2013
http://www.nrw.de/landesregierung/minis ... nrw-14533/

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Re: Masterplan altengerechte Quartiere.NRW gestartet

Beitrag von scheller » 23.08.2013, 10:18

[quote="Presse"]Presseinformation - 482/6/2013 Düsseldorf, 13. Juni 2013

Ministerin Steffens:
Masterplan altengerechte Quartiere.NRW gestartet - Landesbüro unterstützt Kommunen beim Umbau

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:
Den Startschuss für den „Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“ hat Ministerin Barbara Steffens im Rahmen einer gemeinsamen Fachtagung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Pflege- und Altenarbeit in Düsseldorf gegeben. „Die meisten älteren Menschen wollen so lange wie möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben - auch bei zunehmender Pflegebedürftigkeit. Darauf muss sich die gesamte Gesellschaft einstellen“, sagte Ministerin Steffens. „Nur wenn es uns gelingt, die für die steigende Zahl älterer Menschen notwendigen Hilfestrukturen im Quartier zu integrieren, werden wir die Herausforderungen des demographischen Wandels meistern können“, so Steffens weiter.

Bis zum Jahr 2030 werden in Nordrhein-Westfalen nach Prognosen rund 28 Prozent mehr über 65-Jährige leben (insgesamt rund 4,7 Millionen) und rund 42 Prozent mehr über 80-Jährige (1,3 Millionen). Ministerin Steffens: „Die Ergebnisse von Umfragen sind erschreckend: Statt Freude über das Altwerden grassiert die Angst vor Vereinsamung in anonymen Strukturen. Wohnquartiere, die Orte von Lebensfreude und sozialem Miteinander sind, können diese Ängste nehmen.“

Ziel des „Masterplans altengerechte Quartiere.NRW“ ist eine breite Unterstützung der Kommunen bei der Entwicklung örtlicher Strukturen, die älteren Menschen mit und ohne Pflegebedarf ein selbstbestimmtes Leben bei einem möglichst langen Verbleib im vertrauten Wohnviertel sichern. Er besteht neben einem Leitlinienpapier zum Gesamtprojekt vor allem aus zwei Kernbestandteilen:

• Dem internetgestützten Methoden- und Instrumentenkasten unter http://www.aq-nrw.de. Dort erhalten Kommunen (und andere Interessierte) konkrete Handlungsempfehlungen für die Quartiersentwicklung. Auch Informationen zu Fördermöglichkeiten und Beteiligungsinstrumenten werden dort abrufbar sein.

• Dem „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW“ mit Sitz in Bochum. Hier können sich Kommunen von bis zu acht Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen Unterstützung bei der Anwendung des „Baukastens“ und beim konkreten Prozess vor Ort holen.

Torsten Bölting, Projektleiter Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW: „Das Landesbüro versteht sich als Servicestelle für die Kommunen. Mit unserem Team, das verschiedene Professionen von der Stadtplanung bis zur Pflege versammelt, wollen wir die lokalen Akteurinnen und Akteure dabei unterstützen, ihre Quartiere demographiefest zu machen. Die Menschen in den Kommunen dabei zu beraten, wie sie auf ihre Bedarfe abgestimmte Konzepte entwickeln können, damit der weit verbreitete Wunsch nach einem selbstständigen und selbstbestimmten Leben auch bei Unterstützungs- und Pflegebedarf möglichst lange in Erfüllung geht, ist ein schöner Auftrag, den wir gern und engagiert angehen.“

Begleitet wird die Umsetzung des „Masterplans“ durch:

• Workshops in allen Regionen Nordrhein-Westfalens.
„Die Überzeugung von den Chancen einer altengerechten Quartiersentwicklung muss auch in den Köpfen der Verantwortlichen in unserem Land ankommen“, betont Ministerin Steffens.

• Eine Reform des Landespflegerechts, die den Aufbau neuer Pflegestrukturen im Quartier durch gesetzliche Rahmenbedingungen unterstützt.

• Die Bündelung von 8,7 Millionen Euro im Landesförderplan Alter und Pflege, damit das Quartiersmanagement, kommunale Quartiersmanagerinnen und -manager sowie einzelne Bausteine der Quartiersentwicklung in den Kommunen gezielter gefördert werden können.

Positive Beispiele zu wichtigen Elementen der Quartiersentwicklung existieren bereits durch Modellprojekte in Duisburg, Erkrath, Gladbeck, Mönchengladbach und Troisdorf. Dr. Stephan Kuhnert, Beigeordneter der Stadt Troisdorf, berichtete bei der Fachtagung nicht nur von der Notwendigkeit, sondern auch von den Chancen einer Bürgerbeteiligung bei der Quartiersentwicklung.

„Der partizipative Ansatz ist eines der wenigen Instrumente, mit denen die kommunalen Soziallasten aktiv gesteuert werden können. Denn wer in seinem Wohnumfeld bleiben kann, braucht keinen teuren Heimplatz. Die Stadt aktiviert und moderiert das starke Bedürfnis vieler Quartiersbewohner, sich für andere einzusetzen. Sie gibt dem Engagement Rahmen, Struktur und Richtung. Im Idealfall ist die Selbstorganisation der Bewohner nach einigen Jahren so stark, dass sie die kommunale Begleitung nicht mehr braucht. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass dabei ein deutlich positiveres Bild von ‚Verwaltung‘ entsteht: Sie ist nicht mehr obrigkeitliche Entscheidungsinstanz, sondern Partner auf Augenhöhe“, sagte Kuhnert.

Hinweis:
Ausführliche Informationen zum „Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“ finden Sie in der gleichnamigen Broschüre, die unter http://www.mgepa.nrw.de/mediapool/pdf/a ... rtiere.pdf
im Internet abzurufen ist, sowie auf der Internetseite
http://www.aq-nrw.de

Sehr interessante Grafik zum Ende hin. Gut recherchiert finde ich.
Umfallen ist keine Schande, Liegenbleiben schon.

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Altengerechte Quartiere überall installieren ....

Beitrag von PflegeCologne » 23.08.2013, 12:55

scheller hat geschrieben: Sehr interessante Grafik zum Ende hin. Gut recherchiert finde ich.
Das sehe ich auch so. Die hier angesprochene Idee, Quartierskonzepte flächendeckend umzusetzen, muss m.E. dringend weitere Verbreitung finden.
Die Kommunalpolitiker interessieren sich offensichtlich für diese Vorschläge und Handlungsfelder fast überhaupt nicht. Im Vordergrund stehen, wie so oft,
die Konsum- und Wachstumserwägungen. Leider.

Pflege Cologne
Alzheimer - eine Krankheit, die mehr Aufmerksamkeit erfordert! - Pflegesystem muss dem angepasst werden, auch, wenn es teurer wird! - Ich bin dabei:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

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Quartiersmanagement: Lebensräume lebenswert gestalten

Beitrag von Presse » 20.11.2013, 07:16

Quartiersmanagement: Lebensräume lebenswert gestalten

Köln (ots) - Viele Menschen wollen in ihrer gewohnten Umgebung alt werden, doch oft fehlen die dafür nötigen Angebote. Das Fachmagazin ProAlter zeigt, wie Städte und Gemeinden ihren Bürgern ein Altern zu Hause ermöglichen können.

Damit Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, wenn sie älter oder pflegebedürftig werden, brauchen sie Unterstützung in den Kommunen. Das erklärt das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA).
In der aktuellen Ausgabe seines Fachmagazins ProAlter stellt es vor, wie Städte und Gemeinden ihre alternden Bewohner unterstützen und auf den demografischen Wandel zugeschnittene Quartierskonzepte entwickeln können.

"Kommunen müssen dabei eine stärkere, die Infrastruktur steuernde Rolle übernehmen. Dafür brauchen sie mehr Geld, dafür braucht die Gesellschaft aber auch ein Umdenken", sagt Dr. h. c. Jürgen Gohde, Vorstandsvorsitzender des KDA. In vielen Kommunen fehlen Informationen, wie die Altenhilfeplanung auf eine generationengerechte Quartiersentwicklung ausgerichtet werden kann.
Das KDA will vorhandene Informationslücken schließen.

"Kommunale Altenhilfeplanung im Sinne des Quartiersansatzes bedarf einer Haltungsänderung, die nicht von oben verordnet werden kann, sondern in den Kommunen gemeinsam entwickelt werden muss", erklärt Ursula Kremer-Preiß, Leiterin des Bereiches Wohnen und Quartiersgestaltung im KDA. Dazu sollten die Kommunen zusammen mit den Bürgern ein Leitbild entwickeln, wie sie mit der Alterung der Gesellschaft umgehen wollen.

Für eine nachhaltige Verankerung des Quartiersansatzes müssten auch die Strukturen der kommunalen Verwaltung weiterentwickelt werden, etwa durch eine ressortübergreifende Zusammenarbeit. Zudem sollten die Mitarbeiter lernen, mit Netzwerken zu arbeiten und Veränderungsprozesse zu steuern. Wichtig sei es auch, Akteure vor Ort zu Verantwortungsgemeinschaften zu vernetzen und die Bevölkerung an Konzepten und ihrer Umsetzung zu beteiligen. Zudem sollte die Kommune einen Quartiersmanager benennen, der Projekte koordiniert, Netzwerke moderiert und die Bewohner des Quartiers aktiviert und informiert.

Das KDA stellt seinen Managementansatz für eine erfolgreiche Quartiersentwicklung in Theorie und Praxis ausführlich in seiner aktuellen ProAlter-Ausgabe vor. Weitere Informationen zur ProAlter-Ausgabe 6/2013 finden Sie auch unter http://ots.de/cLHNx

Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)
Das KDA entwickelt seit mehr als 50 Jahren im Dialog mit seinen Partnern Lösungskonzepte und Modelle für die Arbeit mit älteren Menschen und hilft, diese in der Praxis umzusetzen. Es trägt durch seine Projekte, Beratung, Fortbildungen, Tagungen und Veröffentlichungen wesentlich dazu bei, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern. ProAlter, das unabhängige Fachmagazin des KDA, bietet allen, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat mit Fragen des Älterwerdens beschäftigen, wertvolle Anregungen und Impulse für ihre Arbeit. Ein Abonnement kostet 30,90 Euro, ein Einzelheft 6,90 Euro.

Quelle: Pressemitteilung vom 19.11.2013 Kuratorium Deutsche Altershilfe
Pressekontakt: Simone Helck, E-Mail: presse@kda.de; Telefon: +49 221 931847-10

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Masterplan altengerechte Quartiere.NRW nimmt Fahrt auf

Beitrag von WernerSchell » 09.01.2014, 11:37

Presseinformation – 11/1/2014 Düsseldorf, 9. Januar 2014

Ministerin Steffens:
Masterplan altengerechte Quartiere.NRW nimmt Fahrt auf - Landesweit großes Interesse der Kommunen

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Der „Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“ stößt auf so großes Interesse bei den Kommunen, dass das Ministerium für Pflege und Alter sein Informationsangebot ausweitet. Fünf regionale Workshops unter dem Titel „Neue Wege in der Quartiersentwicklung“ sind komplett ausgebucht. Deshalb findet am 31. Januar 2014 in Düsseldorf zusätzlich noch ein sechster Workshop zum Masterplan statt.

„Die große Resonanz auf unsere Hilfe zur Selbsthilfe für die Kommunen zeigt, dass sich überall in Nordrhein-Westfalen Städte und Gemeinden auf den Weg machen wollen, Wohnquartiere altengerecht weiterzuentwickeln“, erklärte Ministerin Barbara Steffens in Düsseldorf. „Die meisten Menschen möchten so lange wie möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben - auch bei Pflege- und Unterstützungsbedarf. Der Masterplan altengerechte Quartiere.NRW hilft den Kommunen bei der Entwicklung von jeweils für die individuelle Situation vor Ort passenden Konzepten“, so Steffens weiter.

Seit Juni 2013 unterstützt das Landesbüro altengerechte Quartiere NRW mit Sitz in Bochum Kommunen bei der Quartiersentwicklung. Zusätzlich wurden zunächst fünf regionale Workshops organisiert, um den Kommunen die Gelegenheit zu geben, im Dialog mit den Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums und des Landesbüros mehr über den Masterplan, Möglichkeiten der Finanzierung altengerechter Quartiersentwicklung, Beratungsangebote und Beispiele guter Praxis aus der Region zu erfahren. „Für uns ist dabei auch wichtig, die Bewertung der Kommunen zu hören und den Austausch untereinander zu vertiefen“, betont Ministerin Steffens.

Zwei Workshops mit jeweils rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden bereits im Dezember 2013 in Bochum und Münster statt. Die nächsten Termine sind Paderborn (heute, 9. Januar), Köln (10. Januar) und Düsseldorf (17. Januar). Anmeldungen für den Zusatztermin am 31. Januar 2014 (9.30 Uhr bis 17.00 Uhr im Ministerium für Pflege und Alter am Horionplatz 1 in Düsseldorf) sind noch unter http://www.aq-nrw.de (Homepage des Landesbüros altengerechte Quartiere in NRW) möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

„Heimat im Quartier! Wie wollen wir leben?“ - unter diesem Titel sind auch alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, sich mit Ideen und Impulsen an einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung von Stadteilen, Quartieren oder Veedeln zu beteiligen. Unter der Adresse http://www.heimat-im-quartier.de wurde im Internet eine Dialogplattform mit unterschiedlichen Denkräumen zu verschiedenen Aspekten der Quartiersentwicklung eingerichtet (Twitter: #HeimatNRW). Die Ergebnisse des Online-Dialogs sollen in eine große Bürgerveranstaltung im Frühjahr einfließen.

Ministerin Steffens: „Die altengerechte Quartiersentwicklung ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Land, Kommunen, Einrichtungen, Verbänden, Vereinen und Bürgerinnen und Bürgern. Die Landesregierung macht hier keine Vorgaben, sondern die Kommunen, die Menschen vor Ort und ihre Interessenvertretungen bestimmen selbst, was sie brauchen. Sie sind es, die die Konzepte mit Leben füllen.“

Die Informationsbroschüre zum Masterplan altengerechte Quartiere.NRW kann auf der Internetseite des Ministeriums http://www.mgepa.nrw.de kostenfrei heruntergeladen werden.
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Kommunen einbeziehen

Beitrag von WernerSchell » 17.03.2014, 07:59

Dr. h.c. Jürgen Gohde in einem Gastbeitrag zur Pflegeversicherung für die Ärzte Zeitung vom 17.03.2014:
Happy Birthday, Modernisierungsbedarf!

... Es gibt kein Erkenntnisdefizit: Für die Zukunft der Pflege im Quartier sind vernetzte Versorgungsformen für Gesundheit, Teilhabe, Betreuung und Pflege erforderlich.
Das Netzwerk SONG ("Soziales neu gestalten" - ein Zusammenschluss von verschiedenen Akteuren in der Sozialwirtschaft) hat empfohlen, dass sich soziale Leistungen verstärkt an den Prinzipien Subsidiarität und Solidarität und am Sozialraum orientieren.
Vorgeschlagen wird eine neue Kultur des Miteinanders und der geteilten Verantwortung, um den Mix von Profis, Familien und Nachbarn vor Ort zu stärken.
Eine nachhaltige Pflegereform braucht Investitionen in einen nationalen Aktionsplan, in dem die Gestaltungsfähigkeit der Kommunen durch klare Zuständigkeiten für eine gute Pflege vor Ort zurück gewonnen wird. Es geht um mehr als Geld.
Die Pflege muss wieder zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe werden. …
Quelle - Auszug:
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=856 ... ege&n=3352
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Ein Zaun, der verbindet: Quartiersarbeit ganz praktisch

Beitrag von Presse » 03.04.2014, 16:35

Ein Zaun, der verbindet: Quartiersarbeit ganz praktisch

Das städtische Altenheim Eicken in Mönchengladbach baut mit Sprayerprojekt Brücken zwischen Jung und Alt

Der Zaun, der den Garten des Städtischen Altenheims Eicken in Mönchengladbach von einer Wiese und einem Spielplatz abgrenzt, gab wirklich kein gutes Bild ab. Verschmiert und unansehnlich war er den Bür-gern des Stadtteils, Einrichtungsleiterin Iris Hanka und nicht zuletzt den Bewohnern des Altenheims schon lange ein Dorn im Auge.
Gemeinsam haben sie deshalb die Idee zu einem Sprayer-Projekt geboren und weiterentwickelt, das nicht nur den Zaun verschönern, sondern auch eine Brücke zwischen Jung und Alt im Quartier bauen sollte.

Ziel des Projektes war es, den Stadtteil ganz praktisch aufzuwerten und dabei Gelegenheit zum nachbarschaftlichen Miteinander zu schaffen. Die gab es schon bei der Vorbereitung und Abstimmung der Aktion, in die Bewohner, Heimbeirat und Quartiersinitiativen aktiv eingebunden waren.
Schon Wochen vor der Umsetzung konnten die Beteiligten mit Elmar Wieprecht und Philipp Kömen, zwei engagierte Mönchengladbacher Sprayern, Entwürfe diskutieren und in Graffiti-Workshops selbst Erfahrungen an der Sprühdose machen. "Respekt, Gemeinschaft, Nachbarschaft, Jung und Alt - das sind die zentralen Elemente des Kunst- und Quartiersprojektes, bei dem Laien und Profis hervorragend zusammengearbeitet haben" ist das Resümee von Sozial-Holding Geschäftsführer Helmut Wallrafen-Dreisow.

Dank des milden und trockenen Wetters gingen die Arbeiten am Zaun schnell voran, was auch die Altenheimbewohner freute, die den beiden Sprayern bei der Umsetzung regelmäßig über die Schulter schauen konnten.
Das sehenswerte Endergebnis wurde bei einem Gartenfest Ende März mit Kindern, Jugendlichen, den Heimbewohnern und Quartiersinitiativen gefeiert.

BU: Die Graffiti-Künstler Elmar Wieprecht und Philipp Kömen haben den Zaun des Städtischen Altenheims Eicken neugestaltet. Bei der Konzeption haben die Bewohner mitgewirkt.

Quelle: Pressemitteilung vom 03.04.2014
Geschäftsführung:
Helmut Wallrafen-Dreisow
Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH
Königstr. 151
41236 Mönchengladbach
Tel. 02166 - 455 4100
Fax 02166 - 455 4119
Internet: http://www.sozial-holding.de/

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Ärzte als Lotsen im Quartier

Beitrag von WernerSchell » 17.04.2014, 07:27

Die Ärzte Zeitung online hat am 17.04.2014 das Thema Quartierskonzepte aufgegriffen und in einem Beitrag deutlich gemacht,
dass solche Strukturen wichtig und unabdingbar sind. Die Mitwirkung der Ärzteschaft wird in dem Beitrag herausgestellt:


KV Nordrhein
Ärzte als Lotsen im Quartier
Für die Versorgung älterer Menschen werden nicht nur Ärzte und Pflegekräfte gebraucht, sondern vor allem auch nachbarschaftliche Strukturen wie in einem Quartier. Die KV Nordrhein sieht Ärztenetze dabei als ideale Lotsen an.
KÖLN. Wenn es um die umfassende Versorgung älterer Menschen im Quartier geht, wollen sich die niedergelassenen Ärzte an zentraler Stelle beteiligen.
"Wir können und wollen als Ärzte die Steuerung des medizinischen Anteils der Quartiersversorgung übernehmen", sagte der 2. Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), Dr. Gerhard Nordmann, auf dem "Gesundheitskongress des Westens 2014" in Köln.
… (weiter lesen unter) …. http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=859 ... ege&n=3420
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Lotsenpunkte - altersgerechte Quartiershilfen ...

Beitrag von WernerSchell » 24.07.2014, 18:37

Aus Forum:
viewtopic.php?f=7&t=16662


„L O T S E N P U N K T E“
… ein weiterer Baustein für die alters-gerechten Quartierhilfen rund um die Erftmündung im Neusser Süden


Bild

Nachdem sich mit dem Paul-Schneider-Haus und der neuen Pflegestation auch die Diakonie Neuss-Süd den Akteuren von Pro-Pflege und Bürgerhaus Erfttal für ein altersgerechtes Quartierhilfe-Netzwerk in Erfttal angeschlossen hat, ist mit der Pfarreiengemeinschaft „Rund um die Erftmündung“ (St. Cyriakus, St. Martinus, St. Cornelius und St. Konrad) nun ein weiterer wichtiger Partner hinzugekommen.

Gemeinsam mit Pfarrer Dr. Willi Klinkhammer ist es gelungen, Fördermitteln des Diözesan-Caritasverbandes für eine Personalstelle im Bürgerhaus Erfttal einzurichten, um die Netzwerkaktivitäten auf die Stadtteile rund um die Erftmündung ausdehnen und besser koordinieren zu können.

Das Förderprogramm, um das sich die Pfarreiengemeinschaft „Rund um die Erftmündung“ und das Bürgerhaus Erfttal gemeinsam beworben hatten, nennt sich Lotsenpunkte und richtet sich an Senioren ab dem 75. Lebensjahr in den Stadtteilen Erfttal, Gnadental, Grimlinghausen und Üdesheim.

Das Konzept sieht vor, mittels Hausbesuchen und Leitfaden geführter Gespräche, den Hilfebedarf älterer Menschen zu ermitteln und benötigte Angebote und Leistungen zu organisieren bzw. zu koordinieren.

Künftig finden Menschen, die konkrete Fragen zu Hilfeangeboten, Dienstleistungen, Beratungsstellen oder zu Freizeitaktivitäten für Senioren haben, im Bürgerhaus Erfttal eine Anlaufstelle. Ebenso gilt dies für Unternehmen und Verbände als Anbieter von Hilfeleistungen, die sich als solche anbieten und registrieren lassen möchten.

Hierfür stehen ab sofort Frau Julia Kampmann, Frau Manuela Rodenbeck und Frau Natalia Ermisch des SKM Neuss e.V. zur Verfügung.

WO? Bürgerhaus Erfttal, Bedburgerstr. 61, 41469 Neuss, Tel: 02131- 101776, Sprechzeiten: montags 12.00h - 17.00 h und freitags 09.00 - 12.00 h oder nach Vereinbarung oder per e-mail: buergerhaus-kampmann@web.de
Kontakt & Info: Paul Petersen, Bürgerhaus Erfttal Tel. 02131 – 101776 Fax: 02131-179796
e-mail: buergerhaus-petersen@web.de http://www.buergerhaus-erfttal.de Träger: SKM Neuss e.V.

Quelle: http://www.buergerhaus-erfttal.de/lotsenpunkte.pdf
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Pflegeversicherung und Quartierskonzepte der Kommunen

Beitrag von WernerSchell » 27.07.2014, 18:25

Pflegeversicherung und Quartierskonzepte der Kommunen

Pflege, Betreuung & sonstige Hilfen - optimal gestalten durch Pflegereform und Quartierskonzepte der Kommunen.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat die dringlichsten Reformerfordernisse deutlich aufgezeigt.
Die demografische Entwicklung erfordert eine ganzheitliche Sicht und schnelles Handeln! - Pflege-Reförmchen (wie 2008 und 2012)
helfen leider nicht weiter.

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Regionales Pflegebudget: Kommunen als starke Player

Beitrag von WernerSchell » 01.10.2014, 07:03

Regionales Pflegebudget: Kommunen als starke Player
Die Bertelsmann Stiftung will Städten und Kreisen zu zentralen Akteuren in der pflegerischen Versorgung machen.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=870 ... ege&n=3769
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Die Zukunft liegt im Quartier

Beitrag von WernerSchell » 20.11.2015, 19:34

Presseinformation- 886/11/2015 Düsseldorf, 20. November 2015

Ministerin Steffens:
Die Zukunft liegt im Quartier – Land unterstützt Austausch von Kommunen zur Entwicklung altengerechter Wohnviertel

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Bei der Entwicklung altengerechter Quartiere können Städte und Gemeinden voneinander lernen. Deshalb unterstützt das Land auch den Austausch von Kommunen untereinander. „Ich freue mich, dass die Mehrheit der Kommunen in Nordrhein-Westfalen die altengerechte Quartiersentwicklung als zukunftsweisende Antwort auf den demographischen Wandel begreift. Denn die meisten Menschen möchten auch bei Unterstützungsbedarf so lange wie möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben“, erklärte Ministerin Barbara Steffens anlässlich der Fachtagung „Quartier konkret – Wie werden altengerechte Quartiere geschaffen?“, zu der die Ministerin nach Essen eingeladen hatte. Die Tagung bietet hauptamtlich in Kommunen und Verbänden Tätigen erstmals eine Möglichkeit zum Austausch über altengerechte Quartiersentwicklung.

„Für altengerechte Quartiere gibt es kein Patentrezept, denn die Quartiere werden so unterschiedlich sein, wie die Menschen, die dort leben. Aber Städte und Gemeinden können durch gute Praxisbeispiele, Vernetzung und Austausch voneinander profitieren“, betonte die Ministerin.

Für das im Januar 2015 gestartete Angebot der Förderung von hauptamtlichen Quartiersmanagerinnen und -managern haben bereits 35 der 53 Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen einen Antrag gestellt, weitere Kommunen signalisieren Interesse an einer solchen Förderung.

Städte und Gemeinden nehmen bei der Entwicklung altengerechter Quartiere eine Schlüsselrolle ein. Daher unterstützt das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter die Kommunen durch das Förderangebot „Entwicklung altengerechter Quartiere in NRW“ aktiv auf diesem Weg. Für die Beschäftigung einer Quartiersmanagerin oder eines Quartiersmanagers stehen jährlich insgesamt 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Pro Kreis oder kreisfreier Stadt können damit für drei Jahre pro Jahr bis zu 40.000 Euro beantragt werden, die in einem Quartier für Personal- und Sachkosten sowie teilhabeorientierte Maßnahmen wie beispielsweise Informationsveranstaltungen bestimmt sind. Bei den Personalkosten deckt diese Förderung bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten ab.

Mit Hilfe von Quartiersmanagerinnen und -managern können Städte und Kreise den Prozess zur altengerechten Umgestaltung von Wohnvierteln entscheidend voranbringen. Hierbei geht es vor allem darum, die für die individuelle Situation vor Ort notwendigen Hilfs- und Unterstützungsangebote zu organisieren, die Versorgung mit Artikeln des täglichen Bedarf sicherzustellen und die Möglichkeit zur Teilhabe an Gemeinschaften zu stärken.

Im Rahmen des „Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“ bietet das Land Kommunen außerdem Unterstützung durch das im Juni 2013 eröffnete „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW“ mit Sitz in Bochum an. Neben individueller Beratung können die Kommunen auch mit Hilfe eines modularen Baukastens Möglichkeiten zur Analyse und Umsetzung der Quartiersentwicklung erhalten. Unter „Quartier“ ist dabei der Ort zu verstehen, der in den jeweiligen Kommunen von den Menschen als „ihr Quartier“ empfunden wird, also der persönlich-räumliche Bezugsrahmen, in dem sie ihre sozialen Kontakte pflegen und ihr tägliches Leben gestalten. Das kann ein Stadtviertel, ein Dorf oder im dünn besiedelten ländlichen Bereich auch ein Gebiet mit mehreren kleinen Siedlungen sein.

Hintergrund
• Bis 2050 sagen Prognosen für Nordrhein-Westfalen eine Zunahme der Zahl der über 65-Jährigen von 3,6 Millionen auf 4,9 Millionen voraus.
• Der Anteil der über 80-Jährigen wird sich von 0,9 Millionen auf 2,2 Millionen mehr als verdoppeln.
• Zugleich wird die NRW-Gesamtbevölkerung bis 2060 um 1,05 Millionen Menschen abnehmen.
• Etwa ein Drittel der Bevölkerung wird 2060 über 65 Jahre alt sein; derzeit ist es etwa ein Fünftel.
• Weitere Informationen zum Förderangebot, Auskünfte und Antragsformular auf den Internetseiten des Landesbüros altengerechte Quartiere.NRW unter http://www.aq-nrw.de
• Eine Liste der Kommunen, die bereits eine Landesförderung zur Beschäftigung einer Quartiermanagerin oder eines Quartiersmanagers beantragt haben, steht auf der Internetseite des Ministeriums zur Verfügung: http://www.mgepa.nrw.de/alter/leben_im_ ... /index.php

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Qualifizierungen für die altengerechte Quartiersentwicklung

Beitrag von WernerSchell » 27.01.2016, 16:18

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Für eine erfolgreiche altengerechte Quartiersentwicklung sind viele verschiedene Bausteine, Ideen und engagierte Akteurinnen und Akteure notwendig. Im Masterplan altengerechte Quartiere.NRW hat das MGEPA Erfahrungen, Projekte und Methoden gebündelt und zusammengestellt, um alle in den Quartieren Aktiven auf diesem Weg zu unterstützen.
Im Rahmen dieses Masterplans werden verschiedene Qualifizierungsformate angeboten.

Eine Übersicht der Qualifizierungen für die altengerechte Quartiersentwicklung in 2016 finden Sie hier:
http://aq-nrw.de/files/qualifizierungen ... g_2016.pdf

Anmelden können Sie sich ab sofort unter http://www.aq-nrw.de/qualifizierung/qua ... av_q=quali

Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr 2016 mit Ihnen.
Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW

Quelle: Mitteilung vom 27.01.2016
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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