Neuer Schub für altengerechte Quartiersentwicklung

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Neuer Schub für altengerechte Quartiersentwicklung

Beitrag von WernerSchell » 21.01.2015, 07:50

Presseinformation – 33/1/2015 Düsseldorf, 19. Januar 2015

Ministerin Steffens:
Neuer Schub für altengerechte Quartiersentwicklung - Land finanziert Quartiersmanagerinnen und –manager
Startschuss zu neuem Förderangebot zur Entwicklung altengerechter Quartiere in NRW


Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Mit Hilfe von Quartiersmanagerinnen und –managern können Kreise und Kommunen den Prozess zur altengerechten Umgestaltung von Wohnvierteln vor Ort entscheidend voranbringen. Deshalb bietet das Land den Kreisen, Städten und Gemeinden finanzielle Unterstützung an, wenn sie künftig eine Quartiersentwicklerin oder einen Quartiersentwickler für die altengerechte Gestaltung eines konkreten Quartiers beschäftigen.

„Wir wollen der Entwicklung altengerechter Quartiere weiteren Schub verleihen, in dem wir ab sofort den Einsatz von Quartiersmanagerinnen und –managern finanziell fördern“, erklärte Ministerin Barbara Steffens in Düsseldorf. „Vor Ort, im Quartier benötigen wir jeweils maßgeschneiderte Konzepte, damit Menschen auch bei Unterstützungsbedarf so lange wie möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben können. Eine solche Quartiersentwicklung kann aber nur mit Hilfe eines erfolgreich gemanagten, breiten Beteiligungsprozesses gelingen“, so Steffens weiter.

Kommunen nehmen bei diesem Prozess eine Schlüsselrolle ein. Daher unterstützt das Land die Kommunen durch das neue Förderangebot „Entwicklung altengerechter Quartiere in NRW“ aktiv auf diesem Weg einer nachhaltigen Quartiersgestaltung. Ab sofort stellt das Land für die Beschäftigung eines/r Quartiersmanager/in jährlich 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Pro Kreis oder kreisfreier Stadt können damit für drei Jahre pro Jahr bis zu 40.000 Euro beantragt werden, die in einem zu benennenden Quartier für Personal- und Sachkosten sowie teilhabeorientierte Maßnahmen wie beispielsweise Informationsveranstaltungen bestimmt sind. Bei den Personalkosten deckt diese Förderung bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten ab.

„Das Angebot fußt auf der Erfahrung aus vielen bisherigen Projekten, dass eine gelingende Quartiersentwicklung gerade in der Startphase einen ,Motor‘ in Person einer ,Quartiersentwicklerin‘ oder eines ,Quartiersentwicklers‘ braucht“, betonte die Ministerin. „Mit unserer Förderung unterstützen wir deshalb Kommunen und Kreise dabei, jemanden genau mit dieser Aufgabe in einem Quartier zu betrauen.“

Im Rahmen des "Masterplan altengerechte Quartiere.NRW" bietet das Land Kommunen außerdem Hilfe durch das im Juni 2013 eröffnete „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW“ mit Sitz in Bochum bei der Quartiersentwicklung an. Neben individueller Beratung können die Kommunen auch mit Hilfe eines modularen Baukastens Möglichkeiten zur Analyse und Umsetzung eines solchen Prozesses erhalten. Unter „Quartier“ ist dabei der Ort zu verstehen, der in den jeweiligen Kommunen von den Menschen als „ihr Quartier“ empfunden wird, also der persönlich-räumliche Bezugsrahmen, in dem sie ihre sozialen Kontakte pflegen und ihr tägliches Leben gestalten. Das kann ein Stadtviertel, ein Dorf oder im dünn besiedelten ländlichen Bereich auch ein Gebiet mit mehreren kleinen Siedlungen sein.

Bis 2050 sagen Prognosen für Nordrhein-Westfalen eine Zunahme der Zahl der über 65-Jährigen von 3,6 Millionen auf 4,9 Millionen voraus. Dabei wird sich der Anteil der über 80-Jährigen von 0,9 Millionen auf 2,2 Millionen mehr als verdoppeln. Zugleich wird die NRW-Gesamtbevölkerung um 2,2 Millionen Menschen abnehmen. Rund ein Drittel der Bevölkerung wird dann über 65 Jahre alt sein; derzeit ist es etwa ein Fünftel.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.
Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.nrw.de

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat den Kommunen im Rhein-Kreis Neuss am 19.01.2015 mitgeteilt:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich werbe seit Jahren dafür, dass in den Kommunen altengerechte Quartiere entwickelt und gestaltet werden. Dazu habe ich den Kommunen im Rhein-Kreis Neuss wiederholt umfängliche Informationen übermittelt. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW stellt nun, wie aus einer Pressemitteilung vom 19.01.2015 hervorgeht, Fördermittel für die Einstellung von Quartiersmanagern zur Verfügung. Den entsprechenden Text finden Sie unter folgender Adresse: viewtopic.php?f=4&t=18314&p=84478#p84478 / viewtopic.php?f=4&t=19402&p=84477#p84477
Ich nehme dies zum Anlass, nochmals auf die zur Ergänzung der Pflegeversicherung erforderlichen Quartiersangebote aufmerksam zu machen und stehe Ihnen für weitere Informationen zur Verfügung. In Neuss-Erfttal ist bereits mit der Quartiersarbeit begonnen werden. Wir sind auf einem guten Weg und werden auch beim nächsten Pflegetreff am 14.04.2015, u.a. mit Karl-Josef Laumann, dem Pflegebeauftragten der Bundesregierung, entsprechend informieren. Siehe dazu die Hinweise unter > viewtopic.php?f=7&t=20569
Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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NRW Pflegepolitik auf dem richtigen Weg

Beitrag von WernerSchell » 10.02.2015, 14:58

Presseinformation – 88/2/2015 Düsseldorf, 10. Februar 2015

Ministerin Steffens:
Klarer Trend zum Leben zuhause auch bei Pflegebedürftigkeit – NRW Pflegepolitik auf dem richtigen Weg

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Die neuste von IT.NRW veröffentliche Statistik zur Pflegebedürftigkeit in Nordrhein-Westfalen bestätigt den Kurs der Landesregierung in der Pflegepolitik.

„Die Zunahme der Pflegebedürftigkeit ist bereits heute Realität. Das zeigt die aktuelle Statistik. Der Trend ist eindeutig: Die Menschen wollen auch bei Pflegebedürftigkeit solange wie möglich zuhause leben. Deshalb muss die ambulante Versorgung weiter ausgebaut werden“, erklärte Pflegeministerin Barbara Steffens in Düsseldorf.

Die Zahl der Pflegebedürftigen insgesamt ist nach der heute von IT.NRW veröffentlichten Statistik von 2011 bis 2013 um mehr als sechs Prozent gestiegen (von 547.800 auf 581.500), die Zahl der in Heimen lebenden Pflegebedürftigen aber nur um weniger als ein Prozent (von 158.747 auf 160.324). Immer mehr Pflegebedürftige leben weiterhin zuhause und werden dort von Angehörigen oder ambulanten Pflegediensten versorgt. Hier meldet IT.NRW eine Zunahme um 8,2 Prozent (von 389.086 auf 421.168).

„Dank vieler engagierter Angehörigen und einer guten professionellen ambulanten Versorgung gelingt es immer mehr Menschen, auch im Alter solange wie möglich zuhause zu leben. Da dieser Trend weiter zunehmen wird, setzt die Landesregierung konsequent auf eine Stärkung des ambulanten Bereichs und die Unterstützung der Kommunen bei der Schaffung altengerechter Quartiere, Wohnviertel und Dörfer“, betonte die Ministerin.

Das neue Landespflegerecht, das im Herbst 2014 im Landtag verabschiedet wurde, will bewusst einen Ausbau der ambulanten Strukturen bewirken und nicht die Errichtung von immer mehr neuen Pflegeheimen.

Im Rahmen des „Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“ bietet das Land zudem Kommunen Hilfe durch das im Juni 2013 eröffnete „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW“ mit Sitz in Bochum bei der Quartiersentwicklung an. Außerdem können Kreise und Kommunen mit Hilfe von Quartiersmanagerinnen und -managern den Prozess zur altengerechten Umgestaltung von Wohnvierteln vor Ort entscheidend voranbringen. Für die Beschäftigung eines/r Quartiersmanager/in stellt das Land jährlich 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Pro Kreis oder kreisfreier Stadt können damit für drei Jahre pro Jahr bis zu 40.000 Euro beantragt werden, die in einem zu benennenden Quartier für Personal- und Sachkosten sowie teilhabeorientierte Maßnahmen wie beispielsweise Informationsveranstaltungen bestimmt sind. Bei den Personalkosten deckt diese Förderung bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten ab.

Ein besonderer Schwerpunkt muss dabei auch auf der Entlastung und Unterstützung pflegender Angehöriger liegen. „Viele Angehörige setzen sich Tag für Tag für pflegebedürftige Menschen in ihrer Familie ein und sind oft schon heute selbst jenseits der persönlichen Belastungsgrenze. Pflegende Angehörige verdienen mehr Wertschätzung, aber auch mehr von der Solidargemeinschaft finanzierte Unterstützung. Wenn wir ihnen nicht schnell eine bessere Unterstützungsstruktur anbieten, droht außerdem eine der wichtigsten Säulen der Versorgung wegzubrechen. Das kann sich unsere Gesellschaft nicht leisten und deshalb müssen wir hier als Gesellschaft mehr tun“, sagte Ministerin Steffens.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter,
Telefon 0211 8618-4246.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.nrw.de
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Zuhause leben im Alter ...

Beitrag von WernerSchell » 10.03.2015, 09:33

Pressemitteilung Institut Arbeit und Technik, Claudia Braczko, 10.03.2015

Zuhause leben im Alter – aktuelle Veröffentlichung aus dem Institut Arbeit und Technik

Neue Entwicklungen am „Gesundheitsstandort Haushalt“ -

In den letzten 20 Jahren hat sich beim Thema „Leben und Wohnen im Alter“ viel getan: viele ältere Menschen wollen so lange wie möglich in den eigenen vertrauten vier Wänden leben. Auf den „Gesundheitsstandort Haushalt“ kommen deshalb mit der wachsenden Zahl Älterer – darunter auch zunehmend Pflegebedürftige und dementiell Erkrankte – neue Herausforderungen zu.

Auf unterschiedlichsten Ebenen gibt es inzwischen Hilfen, Projekte und Initiativen, um alte und/oder behinderte Menschen beim selbständigen Leben zu Hause zu unterstützen. Eine aktuelle Studie aus dem Institut Arbeit und Technik (IAT / Westfälische Hochschule) erfasst den derzeitigen Stand zum Thema „Leben im Alter“.

Wie der IAT-Forscher Wolfgang Paulus darin auflistet, kann der Gesundheitsstandort Haushalt in seiner Leistungsfähigkeit auf verschiedenen Wegen gestärkt werden. Eine wichtige Rolle spielen neue Wohnformen wie etwa gemeinschaftliche Wohnprojekte und Senioren-WGs sowie die Gestaltung des näheren Wohnumfeldes, des Quartiers mit wohnortnahen Einkaufsmöglichkeiten und Organisation des sozialen Umfelds und der Pflege. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Reorganisation von pflegerischen und ärztlichen Tätigkeiten im Haushalt. Zusätzlich spielen
haus- und bautechnische Maßnahmen z.B. zur Barrierefreiheit eine wichtige Rolle, die durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik ergänzt werden können. Telemedizin und eHealth eröffnen ganz neue Möglichkeiten, etwa mit der Fernüberwachung von Vitalparametern und Gesundheitsinformationen via Computer.

Die optimale Versorgung und Betreuung alter Menschen in ihrer angestammten Wohnung wird allerdings nur in interdisziplinärer Kooperation unterschiedlicher Professionen zu erreichen sein. „Die Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen war in der Vergangenheit schwierig – ist aber auf dem Weg der Besserung“ beobachtet Wolfgang Paulus. Gerade bei den altersgerechten Assistenzsystemen gebe es seit einiger Zeit eine Kooperation zwischen Medizinern und Pflegern sowie Technikern und Sozialwissenschaftlern.

Die Telemedizin - und damit das Telemonitoring – kämpft seit Jahrzehnten um eine angemessene Finanzierung. „Diese Kämpfe waren bis in die Gegenwart hinein bis auf eine Ausnahme, die telemedizinische Behandlung des akuten Schlaganfalls, erfolglos; auch das neue e-Health-Gesetz, das jetzt im Referentenentwurf vorliegt, hat die daran geknüpften Hoffnungen bislang nicht erfüllt“ stellt Paulus fest. Positiv bewertet der IAT-Forscher die verbesserten Finanzierungsmöglichkeiten beim Einsatz der entlastenden Versorgungsassistentinnen („EVA“). Durch diese Delegationsmöglichkeit von ärztlichen Aufgaben an nicht-ärztliches Personal dürfte sich die Mangelsituation in einem wichtigen Teilbereich, gerade auf dem Lande, entschärfen lassen.

Ihr Ansprechpartner:
Wolfgang Paulus, Durchwahl: 0209/1707-131, E-Mail: paulus@iat.eu

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.iat.eu/forschung-aktuell/2015/fa2015-03.pdf (Studie)

Die gesamte Pressemitteilung erhalten Sie unter:
http://idw-online.de/de/news627071
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Kommunen müssen altengerechte Quartiere entwickeln

Beitrag von WernerSchell » 11.03.2015, 07:57

Presseinformation – 165/3/2015 Düsseldorf, 10. März 2015

Ministerin Steffens:
Abgucken erwünscht! Städte können beim altengerechten Quartiersumbau voneinander lernen Altersforscher: Kompetenz für Gesundheits-, Pflege- und Altenpolitik liegt bei den Kommunen

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Mit rund 200 Verwaltungsvorständen aus den nordrhein-westfälischen Kommunen hat Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens über die Notwendigkeit und Chancen einer zukunftsweisenden kommunalen Pflege- und Altenpolitik diskutiert.

„Die Menschen wollen im Alter solange wie möglich zuhause leben. Diesen Wunsch können wir ihnen nur erfüllen, wenn wir unsere Ortsteile, Dörfer und Quartiere insgesamt altengerechter gestalten. Dies kann nur funktionieren, wenn die Kommunen sich wieder stärker in der Alten- und Pflegepolitik engagieren. Hierbei heißt es ausdrücklich: Abgucken erwünscht! Gelungene Beispiele sind zur Nachahmung empfohlen“, erklärte die Ministerin.

Um die 53 Kreise und 396 Städte und Gemeinden zu einer aktiven Pflege- und Altenpolitik zu motivieren und ihnen die Potentiale einer solchen Politik für die Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für die kommunalen Finanzen aufzuzeigen, hatte die Pflegeministerin die Oberbürgermeisterinnen, Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen, Bürgermeister, Landrätinnen und Landräte zu einer gemeinsamen Tagung in die Stadthalle Mülheim an der Ruhr unter dem Titel „Die Rolle der Kommunen in der Pflege stärken und selbstbewusst wahrnehmen“ eingeladen.

„Wer rechtzeitig in Prävention und altengerechte Strukturen investiert, kann vielen seiner Bürgerinnen und Bürger den sonst vorgezeichneten Weg ins Pflegeheim ersparen. Das bedeutet mehr Lebensqualität für die Menschen und weniger Kosten für die kommunalen Haushalte“, betonte Steffens. „Damit die Kommunen ihre Verantwortung auch wahrnehmen können, müssen aber die Rahmenbedingungen stimmen. Das im vergangen Herbst beschlossene neue NRW-Pflegerecht bietet hierzu viele Möglichkeiten. Zusätzliche zentrale Weichenstellungen zugunsten starker Kommunen in der Pflege sind aber auf Bundesebene nötig. Die Kommunen müssen tatsächlich Einfluss auf die Pflegestrukturen nehmen können und wir müssen ihnen für die erforderlichen Investitionen in zukunftsfähige Versorgungsstrukturen die Gelder zur Verfügung stellen, die sich durch Prävention etwa im Bereich der Pflegeversicherung einsparen lassen. Ich hoffe, dem Bund fehlt für solche Reformen nicht der Mut.“

Unterstützt wurde das Plädoyer der Ministerin von Prof. Andreas Kruse, Altersforscher und Vorsitzender der siebten Altenberichtskommission der Bundesregierung: „Das Alter individuell zu gestalten, ist aus Perspektive der Altenforschung eine der zentralen Herausforderungen. Im Kern können nur die Kommunen selbst beurteilen, wie eine Gesundheits-, Alten- und Pflegepolitik vor Ort aussehen muss. Deshalb muss der Bund ihnen die notwendigen Kompetenzen geben und sie bei der Umsetzung durch entsprechende Rahmenbedingungen handlungsfähig machen."

Die Mülheimer Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld machte deutlich: „Wir müssen den Mut haben, Neues auszuprobieren. Ein kleines Beispiel sind für mich Lotsen durch den Alltag für ältere Menschen. Unerlässlich ist für mich bei dem ganzen Prozess auch eine Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements.“

Landrat Thomas Kubendorff aus Steinfurt, zugleich Vizepräsident des deutschen Landkreistages, sagte: "Wir müssen auch darauf achten, dass in Siedlungen, in denen die Menschen alle zusammen älter werden, Raum für den Zuzug junger Menschen geschaffen wird. Denn wir brauchen auch das Miteinander der Generationen im Quartier."

Gerade die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der Kommunen untereinander unterstrich auch Bürgermeister Christoph Ewers für den Städte und Gemeindebund NRW: „Austausch und Vernetzung zwischen den Städten ist enorm wichtig. Alle haben die Notwendigkeit, vor Ort zu handeln. Denn es müssen immer die individuellen Lebensverhältnisse berücksichtigt werden. Wir benötigen aber auch Unterstützung von Bund und Land, um vor Ort erfolgreich tätig werden zu können."

Ludger Jutkeit, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, unterstrich: "Wichtig ist, dass die älteren Menschen ihre Selbstständigkeit behalten und über ihr Leben so weit wie möglich selbst entscheiden können."

Günter Garbrecht, Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtags, betonte: "Demografie ist ein Zukunftsthema für die gesamte Kommune. Wir brauchen dazu eine Kultur in der Stadt, die möglichst alle erfasst, dabei mitzumachen. An erster Stelle dabei geht es auch nicht um Geld, sondern um die richtigen Ideen. Der Landtag hat ein Gesetz geschaffen, dass den Kommunen wieder mehr Gestaltungsmöglichkeiten gibt."

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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Umbau zur altengerechten Gesellschaft

Beitrag von WernerSchell » 11.03.2015, 17:59

Presseinformation – 172/3/2015 Düsseldorf, 11. März 2015

Ministerin Steffens:
Bundespräsident Gauck gibt notwendigem Umbau zur altengerechten Gesellschaft kräftigen Rückenwind

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

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© MGEPA / Meyer

Begleitet von Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens hat Bundespräsident Joachim Gauck in Arnsberg beispielhafte kommunale Projekte zur Unterstützung eines gelungenen Lebens im Alter besucht.

„Der Bundespräsident hat mit seinem Besuch in Arnsberg unterstrichen: Ein Umdenken der Gesellschaft ist notwendig, damit auch die geburtenstarken Jahrgänge noch in Würde altern können. Wir müssen wieder begreifen, dass ein alter Mensch mit seinem Lebenswerk ein Schatz ist mit vielen Kompetenzen, die wir für die Gesellschaft nutzen können. Ältere Menschen dürfen nicht sinnentleert am Rande stehen, sondern gehören mitten in die Gesellschaft“, erklärte Ministerin Steffens. „Arnsberg hat frühzeitig erkannt, dass die Weichen für ein gelungenes Leben im Alter und ein positives Miteinander von Jung und Alt vor allem in der Kommune gestellt werden müssen. Bundesweit stehen wir hierbei aber noch am Anfang, auch was die Bereitschaft des Bundes betrifft, den Kommunen dazu bessere Steuerungsmöglichkeiten zu geben", so Steffens weiter.

Arnsberg verknüpft professionelle Versorgungsstrukturen mit bürgerschaftlichem Engagement, fördert das aktive Altern (u.a. durch Angebote zur Bewegung und zu lebenslangem Lernen), nachbarschaftlichen Zusammenhalt und das Miteinander der Generationen. Die Ministerin begleitete Bundespräsident Gauck in Arnsberg u.a. zur Fachstelle „Zukunft Alter“, zu einer Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern im Historischen Rathaus über die Herausforderung durch den demografischen Wandel sowie zu einer Kindertagesstätte, in der Kindern erklärt wird, was Demenz bedeutet, und wo sie einen unbefangenen Umgang mit Menschen mit Demenz lernen.

„Der Bundespräsident hat mit seinem Besuch in Nordrhein-Westfalen der notwendigen Debatte um den altengerechten Wandel der Gesellschaft kräftigen Rückenwind gegeben“, freue sich Ministerin Steffens. „Weil der Bevölkerungsanteil älterer Menschen in den kommenden Jahren deutlich ansteigt, die Zahl der Berufstätigen aber abnehmen wird, brauchen wir ganz neue Strukturen, um Lebensqualität auch im Alter zu sichern. Den Kommunen fällt hierbei eine ganz wesentliche Rolle zu.“

Druckfähige Bilder vom Besuch des Bundespräsidenten Joachim Gauck und Ministerin Barbara Steffens in Arnsberg stehen auf der Internetseite des Ministeriums zum Herunterladen bereit:

http://www.mgepa.nrw.de/ministerium/pre ... /index.php

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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Quartiersnahe Unterstützung pflegender Angehöriger

Beitrag von WernerSchell » 17.03.2015, 08:04

Kommunen können Geld sparen, wenn sie Familien stark machen, die Angehörige pflegen
Projektabschluss „Quartiersnahe Unterstützung pflegender Angehöriger“ mit Tagung am 12. Juni 2015
Prof. Klaus Dörner als Gastredner


Jeder Tag, den ein älterer Mensch noch zu Hause statt im Heim gepflegt wird, bringt den Kommunen bares Geld, weil die Heimkosten stetig steigen. „Und dabei müssen die Kommunen noch nicht mal viel Geld in die Hand nehmen, sie müssen nur die vielen Angebote, die es schon gibt, richtig steuern und managen“, sagt Prof. Dr. Angelika Zegelin, Leiterin des zu Ende gehenden Projektes zu den Ergebnissen. Im Projekt „Quartiersnahe Unterstützung pflegender Angehöriger“ haben Wissenschaftlerinnen der Universität Witten/Herdecke untersucht, dass es sich auch rein ökonomisch lohnt, die pflegenden Angehörigen zu stärken und zu entlasten. Wenn die Kommunen Familien stärken, die einen Angehörigen zu Hause pflegen, entlastet das die Familien UND den Haushalt der Kommune.

Weitere Ergebnisse gibt es auf der Tagung zum Projektende an der Universität Witten/Herdecke am 12.6.15, von 10 bis 16.30 Uhr, im Audimax, Alfred – Herrhausen - Str. 50 in Witten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich bei Frau Koch (britta.koch@uni-wh.de).

Projektbeteiligte stellen Verlauf und Ergebnisse vor, Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner spricht als Gastredner über bürgerschaftliches Engagement im Pflegefeld. Die Veranstaltung richtet sich an alle Akteure im Bereich häuslicher Pflege, an Pflegeberatungsstellen und vor allem auch Planungsverantwortliche in Kommunen und Kreisen. Das Programm ist abrufbar unter: http://www.uni-wh.de/pflege

09:30 Uhr Anmeldung

10:00 Uhr Begrüßung (Dekan Prof. Dr. Wirth und stellv. Departmentleitung Herr Siegel)

10:15 Uhr Impulsvortrag: Was brauchen Pflegende Angehörige im Quartier in NRW? (Hr. Oberkötter, MGEPA, angefragt)

10:45 Uhr Das Projekt „Quart-UpA“ (Fr. Prof. Dr. Zegelin, Fr. Segmüller)

11:15Uhr Vortrag zu den Gesundheitsökonomischen Ergebnissen des Projektes „Quart-UpA“ (Fr. Prof. Dr. Bohnet-Joschko)

11:45 Uhr Aufgaben des Kreises und der Kommunen (N.N.)

12:15 Uhr Mittagpause und Besuch des Marktes der Möglichkeiten

13: 00 Uhr Vorstellung der beteiligten Netzwerkpartner aus Wülfrath, Heiligenhaus und Altena (Kurzinterviews mit den Akteuren)

13:45 Uhr Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner: „Helfensbedürftig - Das Engagement aller ist gefragt“

14:30 Uhr Gespräch mit pflegenden Angehörigen aus den Projektorten

15:00 Uhr Kaffeepause

15:30 Uhr Podiumsdiskussion: Wie kann eine für pflegende Angehörige unterstützende Quartiersentwicklung gelingen?

(Fr. Nordmann, KDA, Hr. Oberkötter, MGEPA NRW, Fr. Beermann, EN-Kreis Schwelm, Fr. Prof. Dr. Zegelin - Moderation )

16:30 Uhr Ende und Verabschiedung

Musikalische Begleitung: Hr. Köstlin, Kantor evangelische Kirchengemeinde Altena.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, für das leibliche Wohl wird gesorgt. Eine Anmeldung ist erforderlich bei: britta.koch@uni-wh.de
Weitere Informationen für Journalisten bei Prof. Dr. Zegelin, 02302/926-379, angelika.zegelin@uni-wh.de

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.000 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.
Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Quelle: Pressemitteilung der Universität Witten/Herdecke (UW/H) vom 16.03.2015
https://idw-online.de/de/news627485
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Die Jungen miteinbeziehen ...

Beitrag von WernerSchell » 08.07.2015, 07:02

„Für Ältere lässt sich eine Gesellschaft nur gut konstruieren,
wenn wir die Jungen miteinbeziehen. Wir müssen generationsübergreifend denken!“

Zitat in "Pro Alter", Ausgabe 01-02/2015 (Seite 32ff.), Zeitschrift des Kuratoriums Deutsche Altershilfe,
- Interview mit Werner Schell - Titel: > Menschen - Der konstruktive Pflegekritiker
<. - Fachmagazin "ProAlter" - Selbstbestimmt älter werden!
>>> viewtopic.php?f=6&t=20860
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Die Zukunft der Pflege liegt im Quartier

Beitrag von WernerSchell » 03.08.2015, 07:12

Experten fordern Milliardeninvestitionen "Die Zukunft der Pflege liegt im Quartier"

„Die Zukunft der Pflege liegt im Quartier“, sagte Dr. Jürgen Gohde, Vorstand Kuratorium Deutsche Altershilfe, nach einem Bericht des "Tagesspiegel" vom 06.08.2013. Städte, Landkreise und Kommunen müssten bei der Vernetzung von Angeboten viel stärker in die Pflicht genommen werden. Nachbarn und Freunde müssten eingebunden, haushaltsnahe Dienstleistungen bezahlbar gemacht, ein flächendeckendes Beratungsangebot geschaffen werden. Nötig sei hier „ein Investitionsprogramm großen Ausmaßes“ – vergleichbar mit dem, was derzeit gestemmt werde für die Betreuung von Kindern, betonte der Experte
Quelle: viewtopic.php?f=4&t=19268
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Altengerechte Entwicklung von Quartieren nimmt kräftig Fahrt

Beitrag von WernerSchell » 29.10.2015, 12:02

Presseinformation – 798/10/2015 Düsseldorf, 29. Oktober 2015

Ministerin Steffens:
Altengerechte Entwicklung von Quartieren nimmt kräftig Fahrt auf
Zwei Drittel aller Kreise und kreisfreien Städte haben schon Landesmittel für hauptamtliche Quartiersmanagerinnen und -manager beantragt


Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Die Entwicklung altengerechter Quartiere in Nordrhein-Westfalen nimmt kräftig Fahrt auf. Rund zwei Drittel aller 53 Kreise und kreisfreien Städte (32 von 53) haben bereits die finanzielle Förderung des Landes für den Einsatz hauptamtlicher Quartiersmanagerinnen und -manager beantragt. Diese Zahl gab Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Nordrhein-Westfalen, in Oberhausen bekannt.

„Immer mehr Kommunen steigen professionell in die Entwicklung altengerechter Quartiere ein. Das ist eine gute Nachricht. Denn die meisten Menschen möchten auch bei Unterstützungsbedarf so lange wie möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben können“, erklärte Ministerin Barbara Steffens bei der Vorstellung der Pläne für zwei altengrechte Quartiere in Oberhausen. „Gerade in der Startphase braucht es dazu einen ,Motor‘ in Person einer Quartiersmanagerin oder eines Quartiersmanagers, um solche Projekte durch einen breiten Beteiligungsprozess zum Erfolg zu führen“, so Steffens weiter.

Kommunen nehmen bei der Entwicklung altengerechter Quartiere eine Schlüsselrolle ein. Daher unterstützt das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter die Kommunen durch das Förderangebot „Entwicklung altengerechter Quartiere in NRW“ aktiv auf diesem Weg. Für die Beschäftigung einer Quartiersmanagerin oder eines Quartiermanagers stehen jährlich 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Pro Kreis oder kreisfreier Stadt können damit für drei Jahre pro Jahr bis zu 40.000 Euro beantragt werden, die in einem zu benennenden Quartier für Personal- und Sachkosten sowie teilhabeorientierte Maßnahmen wie beispielsweise Informationsveranstaltungen bestimmt sind. Bei den Personalkosten deckt diese Förderung bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten ab.

Mit Hilfe von Quartiersmanagerinnen und -managern können Kreise und Kommunen den Prozess zur altengerechten Umgestaltung von Wohnvierteln vor Ort entscheidend voranbringen. Hierbei geht es vor allem darum, die für die individuelle Situation vor Ort notwendigen Hilfs- und Unterstützungsangebote zu organisieren, die Versorgung mit Artikeln für den täglichen Bedarf sicherzustellen und die Möglichkeit zur Teilhabe an Gemeinschaften zu stärken.

Im Rahmen des „Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“ bietet das Land Kommunen außerdem Hilfe durch das im Juni 2013 eröffnete „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW“ mit Sitz in Bochum bei der Quartiersentwicklung an. Neben individueller Beratung können die Kommunen auch mit Hilfe eines modularen Baukastens Möglichkeiten zur Analyse und Umsetzung eines solchen Prozesses erhalten. Unter „Quartier“ ist dabei der Ort zu verstehen, der in den jeweiligen Kommunen von den Menschen als „ihr Quartier“ empfunden wird, also der persönlich-räumliche Bezugsrahmen, in dem sie ihre sozialen Kontakte pflegen und ihr tägliches Leben gestalten. Das kann ein Stadtviertel, ein Dorf oder im dünn besiedelten ländlichen Bereich auch ein Gebiet mit mehreren kleinen Siedlungen sein.

Bis 2050 sagen Prognosen für Nordrhein-Westfalen eine Zunahme der Zahl der über 65-Jährigen von 3,6 Millionen auf 4,9 Millionen voraus. Dabei wird sich der Anteil der über 80-Jährigen von 0,9 Millionen auf 2,2 Millionen mehr als verdoppeln. Zugleich wird die NRW-Gesamtbevölkerung bis 2060 um 1,05 Millionen Menschen abnehmen. Rund ein Drittel der Bevölkerung wird dann über 65 Jahre alt sein; derzeit ist es etwa ein Fünftel.

Weitere Informationen zum Förderangebot, Auskünfte und Antragsformular auf den Internetseiten des Landesbüros altengerechte Quartiere.NRW unter http://www.aq-nrw.de.

Liste der Kreise und kreisfreien Städte, die bereits Landesförderung zur hauptamtlichen Beschäftigung einer Quartiersmanagerin oder eines Quartiersmanagers beantragt haben:

• Städteregion Aachen (Eschweiler)
• Bielefeld
• Bochum
• Kreis Borken (Bocholt)
• Duisburg
• Kreis Düren (Heimbach + Jülich)
• Ennepe-Ruhr-Kreis (Hattingen)
• Gelsenkirchen
• Hamm
• Kreis Heinsberg (Geilenkirchen)
• Herford
• Hochsauerlandkreis (Meschede)
• Kreis Höxter (Nieheim)
• Köln
• Krefeld
• Leverkusen
• Märkischer Kreis (Herscheid)
• Kreis Mettmann (Ratingen)
• Mönchengladbach
• Münster
• Oberhausen
• Paderborn
• Rheinisch-Bergischer Kreis (Burscheid)
• Rhein-Sieg-Kreis (Ruppichteroth)
• Kreis Soest (Bad Sassendorf)
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WernerSchell
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Re: Neuer Schub für altengerechte Quartiersentwicklung

Beitrag von WernerSchell » 20.11.2015, 19:31

Presseinformation- 886/11/2015 Düsseldorf, 20. November 2015

Ministerin Steffens:
Die Zukunft liegt im Quartier – Land unterstützt Austausch von Kommunen zur Entwicklung altengerechter Wohnviertel

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Bei der Entwicklung altengerechter Quartiere können Städte und Gemeinden voneinander lernen. Deshalb unterstützt das Land auch den Austausch von Kommunen untereinander. „Ich freue mich, dass die Mehrheit der Kommunen in Nordrhein-Westfalen die altengerechte Quartiersentwicklung als zukunftsweisende Antwort auf den demographischen Wandel begreift. Denn die meisten Menschen möchten auch bei Unterstützungsbedarf so lange wie möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben“, erklärte Ministerin Barbara Steffens anlässlich der Fachtagung „Quartier konkret – Wie werden altengerechte Quartiere geschaffen?“, zu der die Ministerin nach Essen eingeladen hatte. Die Tagung bietet hauptamtlich in Kommunen und Verbänden Tätigen erstmals eine Möglichkeit zum Austausch über altengerechte Quartiersentwicklung.

„Für altengerechte Quartiere gibt es kein Patentrezept, denn die Quartiere werden so unterschiedlich sein, wie die Menschen, die dort leben. Aber Städte und Gemeinden können durch gute Praxisbeispiele, Vernetzung und Austausch voneinander profitieren“, betonte die Ministerin.

Für das im Januar 2015 gestartete Angebot der Förderung von hauptamtlichen Quartiersmanagerinnen und -managern haben bereits 35 der 53 Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen einen Antrag gestellt, weitere Kommunen signalisieren Interesse an einer solchen Förderung.

Städte und Gemeinden nehmen bei der Entwicklung altengerechter Quartiere eine Schlüsselrolle ein. Daher unterstützt das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter die Kommunen durch das Förderangebot „Entwicklung altengerechter Quartiere in NRW“ aktiv auf diesem Weg. Für die Beschäftigung einer Quartiersmanagerin oder eines Quartiersmanagers stehen jährlich insgesamt 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Pro Kreis oder kreisfreier Stadt können damit für drei Jahre pro Jahr bis zu 40.000 Euro beantragt werden, die in einem Quartier für Personal- und Sachkosten sowie teilhabeorientierte Maßnahmen wie beispielsweise Informationsveranstaltungen bestimmt sind. Bei den Personalkosten deckt diese Förderung bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten ab.

Mit Hilfe von Quartiersmanagerinnen und -managern können Städte und Kreise den Prozess zur altengerechten Umgestaltung von Wohnvierteln entscheidend voranbringen. Hierbei geht es vor allem darum, die für die individuelle Situation vor Ort notwendigen Hilfs- und Unterstützungsangebote zu organisieren, die Versorgung mit Artikeln des täglichen Bedarf sicherzustellen und die Möglichkeit zur Teilhabe an Gemeinschaften zu stärken.

Im Rahmen des „Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“ bietet das Land Kommunen außerdem Unterstützung durch das im Juni 2013 eröffnete „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW“ mit Sitz in Bochum an. Neben individueller Beratung können die Kommunen auch mit Hilfe eines modularen Baukastens Möglichkeiten zur Analyse und Umsetzung der Quartiersentwicklung erhalten. Unter „Quartier“ ist dabei der Ort zu verstehen, der in den jeweiligen Kommunen von den Menschen als „ihr Quartier“ empfunden wird, also der persönlich-räumliche Bezugsrahmen, in dem sie ihre sozialen Kontakte pflegen und ihr tägliches Leben gestalten. Das kann ein Stadtviertel, ein Dorf oder im dünn besiedelten ländlichen Bereich auch ein Gebiet mit mehreren kleinen Siedlungen sein.

Hintergrund
• Bis 2050 sagen Prognosen für Nordrhein-Westfalen eine Zunahme der Zahl der über 65-Jährigen von 3,6 Millionen auf 4,9 Millionen voraus.
• Der Anteil der über 80-Jährigen wird sich von 0,9 Millionen auf 2,2 Millionen mehr als verdoppeln.
• Zugleich wird die NRW-Gesamtbevölkerung bis 2060 um 1,05 Millionen Menschen abnehmen.
• Etwa ein Drittel der Bevölkerung wird 2060 über 65 Jahre alt sein; derzeit ist es etwa ein Fünftel.
• Weitere Informationen zum Förderangebot, Auskünfte und Antragsformular auf den Internetseiten des Landesbüros altengerechte Quartiere.NRW unter www.aq-nrw.de
• Eine Liste der Kommunen, die bereits eine Landesförderung zur Beschäftigung einer Quartiermanagerin oder eines Quartiersmanagers beantragt haben, steht auf der Internetseite des Ministeriums zur Verfügung: http://www.mgepa.nrw.de/alter/leben_im_ ... /index.php

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.
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