Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher ...

Rechtsbeziehung Patient – Therapeut / Krankenhaus / Pflegeeinrichtung, Patientenselbstbestimmung, Heilkunde (z.B. Sterbehilfe usw.), Patienten-Datenschutz (Schweigepflicht), Krankendokumentation, Haftung (z.B. bei Pflichtwidrigkeiten), Betreuungs- und Unterbringungsrecht

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Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher ...

Beitrag von Presse » 19.09.2013, 12:16

Presseinformation – 771/9/2013 Düsseldorf, 19. September 2013

Ministerin Steffens:
Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher sind wichtige Instanz im
Gesundheitswesen - Sie machen das System menschlicher


Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Beim ersten landesweit organisierten Treffen der Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher würdigte Gesundheitsministerin Barbara Steffens ihr Engagement. An rund 400 Krankenhäusern sind diese überwiegend ehrenamtlich als Ansprechpersonen für Kranke und deren Angehörige tätig. „Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher sind eine wichtige Instanz im Gesundheitswesen. Sie leisten einen erheblichen Beitrag dazu, das Gesundheitssystem menschlicher zu machen“, erklärte Ministerin Steffens bei der Netzwerktagung im Ruhr-Kongress Bochum, die im Auftrag des Ministeriums vom Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) in Zusammenarbeit mit der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) und dem Patientenbeauftragten NRW organisiert wurde.

Unabhängige Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher helfen Patientinnen und Patienten bei Problemen im Krankenhaus. Da diese am besten Auskunft darüber geben können, wie sie die Praxis im jeweiligen Krankenhaus empfinden, können die Vertrauenspersonen auch wichtige Ratgeber für die Verantwortlichen in den Kliniken sein.

Ein Krankenhausaufenthalt ist gerade auch für ältere oder behinderte Menschen ein gravierendes Ereignis, das oftmals auch als Einschränkung ihrer Autonomie und Selbstbestimmung empfunden wird. Insbesondere in Fällen, wo Kommunikation zwischen Behandelnden und Patientinnen und Patienten misslingt oder diese sich hilflos und allein gelassen fühlen, sind Unterstützungsdienste wie die Grünen Damen und Herren, die Sozialen Dienste, die Krankenhausseelsorge und eben die Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher besonders wichtig.

„Wir wollen starke Patientenfürsprecherinnen und -sprecher“, unterstrich die Ministerin. „Praktische Hilfe und menschliche Zuwendung jenseits der medizinischen Behandlung werden im Krankenhausalltag immer häufiger vermisst“, so Steffens weiter. Deshalb sei es das gemeinsame Anliegen der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und des nordrhein-westfälischen Patientenbeauftragten Dirk Meyer die ehrenamtliche Arbeit der Patientenbeauftragten zu stärken und ihre wertvolle Arbeit bekannter zu machen. „Leider wissen zu viele Patientinnen und Patienten gar nicht, dass es eine solche Anlaufstelle gibt. Hier muss mancherorts auch von den Krankenhausleitungen mehr getan werden“, forderte die Ministerin.

„Die gute Zusammenarbeit mit den Patientenfürsprecherinnen und -sprechern ist eine wichtige Aufgabe für die Geschäftsführungen der Krankenhäuser, um die patientenzentrierte Behandlung weiter zu verbessern. Mit dieser Veranstaltung werben wir bei unseren Mitgliedern für einen intensiven Dialog mit den ehrenamtlich Tätigen“, erklärte Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen.

„Den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und konkrete Hilfestellung und Unterstützung in schwierigen Situationen im Krankenhaus zu ermöglichen, ist unser gemeinsames Anliegen. Zusammen können wir auf diesem Weg mehr erreichen“, sagte Dirk Meyer, Beauftragter der Landesregierung für Patientinnen und Patienten.

Gregor Bornes vom Gesundheitsladen Köln e.V. sagte, er begrüße die Position der Ministerin sehr. „Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher brauchen politische Unterstützung, damit sie sich aktiv und erfolgreich für Patientinnen und Patienten im Krankenhaus einsetzen können."

„Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher sind wichtige Kümmerer in unseren Krankenhäusern. Weil sie nah an den Patientinnen und Patienten sind. Darin wollen wir sie ermutigen und stärken“, erklärte der Leiter des Landeszentrums Gesundheit NRW, Arndt Winterer.

Das Krankenhausgestaltungsgesetz schreibt den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen vor, unabhängige Stellen für Beschwerden von Patientinnen und Patienten einzurichten. Überwiegend wird diese Aufgabe von ehrenamtlich Engagierten wahrgenommen.

Hinweis:
Porträts von Patienfürsprecherinnen und -fürsprechern finden Sie beispielhaft - auch zum honorarfreien Abdruck - auf der Internetseite des Landeszentrums für Gesundheit unter http://www.lzg.gc.nrw.de/service/verans ... werktagung

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.nrw.de

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Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher ... stärken

Beitrag von Presse » 07.05.2014, 10:49

Presseinformation – 333/5/2014 Düsseldorf, 7. Mai 2014

Ministerin Steffens:
Wir stärken die wertvolle Arbeit der Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, die Krankenhausgesellschaft NRW und der Patientenbeauftragte der Landesregierung teilen mit:

Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern in Krankenhäusern können bei der Ausübung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit ab sofort auf Handlungsempfehlungen zurückgreifen, die das Gesundheitsministerium, die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. und der Beauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Patientinnen und Patienten gemeinsam erarbeitet und herausgegeben haben. „Damit wollen wir die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher bei ihrer wertvollen Arbeit unterstützen“, erklärte Ministerin Barbara Steffens in Düsseldorf. „Wir wollen starke Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher, denn sie leisten einen erheblichen Beitrag dazu, das Gesundheitssystem menschlicher zu machen“, so Steffens weiter.

„Die Handlungsempfehlungen zeigen den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen auf, den die engagierten Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher für ihre wichtige Aufgabe benötigen. Wir wollen ihnen damit den Rücken stärken und unseren Krankenhäusern eine Hilfestellung bei der Umsetzung bieten“, betonte Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW (KGNW).

„Engagierte Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher leisten einen wichtigen Beitrag für eine kontinuierliche Verbesserung der Krankenhausversorgung. Sie greifen unkompliziert die Anliegen von Patientinnen und Patienten auf und stärken damit die Patientenorientierung“, unterstrich der Beauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Patientinnen und Patienten, Dirk Meyer.

Das gemeinsame Ziel ist es, das Vertrauensverhältnis zwischen Krankenhaus, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Patientinnen und Patienten zu fördern. Dazu sieht das Krankenhausgestaltungsgesetz Nordrhein-Westfalen für alle Krankenhäuser die Einrichtung unabhängiger Stellen für Beschwerden von Patientinnen und Patienten vor. In der großen Mehrheit der Häuser wird diese wichtige Aufgabe von ehrenamtlichen Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern wahrgenommen. Die jetzt vorliegende Handlungsempfehlung soll als Orientierungs- und Umsetzungshilfe sowohl für Krankenhausleitungen als auch für die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher dienen.

Nordrhein-Westfalen verfügt über eine im internationalen Vergleich hoch angesehene und leistungsfähige Krankenhausversorgung. Basis für ein Vertrauensverhältnis zwischen Patientinnen und Patienten und Krankenhaus ist die Sicherstellung der Rechte der Patientin und des Patienten sowie ein systematischer und zielgerichteter Umgang des Krankenhauses mit den Anliegen und Beschwerden der Patientinnen und Patienten.

Die Handlungsempfehlungen zur Tätigkeit von Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern in Krankenhäusern beschreiben Maßnahmen, mit denen das Leitbild der selbstbestimmten, mündigen Patientinnen und Patienten sowie einer gelungenen Kommunikation zwischen Patientinnen und Patienten und Krankenhaus in die Praxis umgesetzt werden können. Die Umsetzung und Organisation liegt im gesetzlichen Rahmen in der Verantwortung der Krankenhäuser und richtet sich nach den jeweiligen Strukturen vor Ort.

Zur Qualifizierung und Fortbildung von Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern bietet das Landeszentrum für Gesundheit (LZG NRW) gemeinsam mit dem Patientenbeauftragten des Landes NRW, dem Gesundheitsladen Köln und der KGNW Schulungen an. Eine dieser Fortbildungen findet am 7. Mai 2014 im Klinikum Westfalen des Knappschaftskrankenhauses Dortmund statt. Ein weiterer Termin ist für den 8. Oktober 2014 in Köln vorgesehen.

Gregor Bornes vom Gesundheitsladen Köln bietet im Rahmen der Schulung einen Workshop zum Thema „Rollen und Aufgaben, Selbstverständnis und Positionierung“ an und der selbstständige Coach und Berater Alexander Popp informiert die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über „Kommunikation und Ressourcen“.

Die Handlungsempfehlungen zur Tätigkeit von Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern in Krankenhäusern werden über das Landeszentrum Gesundheit, die Krankenhausgesellschaft NRW und dem Patientenbeauftragten an relevante Akteurinnen und Akteure verteilt. Im Internet sind sie unter http://www.mgepa.nrw.de/mediapool/pdf/g ... recher.pdf
abzurufen.

Kontakte für Rückfragen:

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
Christoph Meinerz
Leiter des Referates „Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation“
Pressesprecher
Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf
Telefon: +49 (0)211 8618 4246, Telefax: +49 (0)211 8618 4566,
E-Mail: presse@mgepa.nrw.de Internet: http://www.mgepa.nrw.de

Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.
Lothar Kratz
Referatsleiter Presse, PR und Politik
Humboldtstraße 31, 40237 Düsseldorf
Telefon: +49 211 47819-70, Telefax: +49 211 47819-99
E-Mail: lkratz@kgnw.de Internet: http://www.kgnw.de

Der Beauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Patientinnen und Patienten
Dirk Meyer
Gesundheitscampus-Süd 9, 44801 Bochum
Tel.: +49 (0)234 91535 -1910, Fax: +49 (0)234 91535 -1901
E-Mail: Dirk.Meyer@patientenbeauftragter.nrw.de
Internet: http://www.patientenbeauftragter.nrw.de

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Handlungsempfehlungen für Patientenfürsprecher

Beitrag von WernerSchell » 10.06.2014, 07:19

Handlungsempfehlungen:
Unterstützung für Patientenfürsprecher

die Handlungsempfehlungen für Patientenfürsprecher
http://www.mgepa.nrw.de/mediapool/pdf/g ... recher.pdf
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http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Patientenbeauftragter der Landesregierung Dirk Meyer

Beitrag von WernerSchell » 10.12.2014, 16:50

Presseinformation – 888/12/2014 Düsseldorf, 9. Dezember 2014

Ministerin Steffens:
Unabhängiger Patientenbeauftragter der Landesregierung hat sich als wertvoller Ansprechpartner etabliert – Kontinuierlich mehr Anfragen

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Immer mehr Menschen suchen Rat und Hilfe beim unabhängigen Patientenbeauftragten der Landesregierung, Dirk Meyer. Im vergangenen Jahr wandten sich rund 1.100 Personen an den Anwalt für die Belange erkrankter Menschen und ihrer Angehörigen in Nordrhein-Westfalen. Das entspricht einer Zunahme von 23 Prozent gegenüber dem Jahr 2012, in dem die Stelle eingerichtet wurde. Mit zunehmendem Bekanntheitsgrad hat sich der Trend einer verstärkten Kontaktaufnahme in diesem Jahr mit einem erneuten Plus von 15 Prozent weiter fortgesetzt.

„Der Patientenbeauftragte hat sich als guter Ansprechpartner für Menschen mit negativen Erfahrungen im Gesundheitssystem etabliert“, erklärte Ministerin Barbara Steffens bei Vorstellung der Bilanz des Patientenbeauftragten in Düsseldorf. „Der Wert der Arbeit des Patientenbeauftragten besteht aber nicht nur in Vermittlung konkreter Hilfe für Personen, die sich an ihn wenden. In allen wichtigen Gremien des Gesundheitssystems setzt er sich ebenfalls für eine bessere Wahrnehmung der Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten und einer Stärkung ihrer Rechte ein“, so Steffens weiter.

„Patientenorientierung in der Versorgung ist, anders als vielleicht viele vermuten, kein Selbstläufer“, erklärte der Patientenbeauftragte Dirk Meyer. „Mein Motto ‚Menschen zuerst‘ ist deshalb auch nicht trivial, sondern tägliche Mahnung und Herausforderung. Patientenorientierung muss immer wieder thematisiert und durchgesetzt werden: Sowohl individuell für jede einzelne Patientin und jeden Patienten, als auch bei der grundsätzlichen Organisation der Versorgung durch Einbindung von Patientenvertreterinnen und -vertretern in allen relevanten Planungs- und Entscheidungsprozesse“, betonte Meyer.

Deshalb stärkt das Gesundheitsministerium gemeinsam mit Dirk Meyer sowie in Kooperation mit der Krankenhausgesellschaft NRW und dem Landeszentrum Gesundheit auch die zahlreichen ehrenamtlich tätigen Patientenfürsprecherinnen und –fürsprecher, die als unabhängige Stellen für Beschwerden von Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern tätig sind. Für sie wurden in diesem Jahr Handlungsempfehlungen entwickelt und Qualifizierungsmaßnahmen und Fortbildungen organisiert.

Bei den an den Patientenbeauftragten Dirk Meyer gerichteten Anfragen und Beschwerden lassen sich drei Schwerpunkte beschreiben:

• Mangelnde Wertschätzung bei der Behandlung im Krankenhaus
• Zu viele Barrieren in der ambulanten Versorgung
• Unzureichende Information und Beratung durch Krankenkassen

Viele Patientinnen und Patienten und deren Angehörige wenden sich an den Patientenbeauftragten mit komplexen Problemlagen nach einem oftmals schon langen - bis dahin erfolglosen - Weg durch die Institutionen. „Wir dürfen die Menschen mit ihren Problemen nicht alleine lassen“, betonte die Ministerin. „Auch deshalb haben wir die Stelle des Patientenbeauftragten eingerichtet.“

Damit Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt der gesundheitlichen Versorgung stehen und ihre Rolle weiter gestärkt werden kann, müssen alle Verantwortlichen ihren Beitrag dazu leisten. „Deshalb freut es mich sehr, dass sich die Akteurinnen und Akteure der gesundheitlichen Selbstverwaltung in der Landesgesundheitskonferenz entschieden haben, Wege für eine bessere Einbeziehung der Patientinnen und Patienten zu finden sowie die Beratung und Orientierung im Gesundheitswesen insgesamt weiter zu verbessern“, sagte die Ministerin.

Hintergrundinformationen:
Kontaktaufnahmen mit dem Büro des Patientenbeauftragten:
• 2012 (Einrichtung der Stelle im Mai): 587
• 2013: 1.085 (entspricht auf Basis der Berechnung der durchschnittlichen Kontakte pro Monat im Jahr 2012 auf die durchschnittlichen Kontakte pro Monat im Jahr 2013 einem Plus von 23 Prozent)
• 2014: bisher 15 Prozent mehr Kontakte als 2013
• Etwa 60 Prozent der Kontaktsuchenden sind Frauen, rund 40 Prozent Männer

Informationen zu Dirk Meyer
Dirk Meyer ist seit mehr als 25 Jahren in der Selbsthilfe beruflich engagiert und eine im Gesundheitswesen Nordrhein-Westfalens verankerte und anerkannte Persönlichkeit. Seit 1987 übte er verschiedene leitende Tätigkeiten in den Strukturen der AIDS-Hilfe auf lokaler, Landes- und Bundesebene aus. Bis 2011 war er zudem Sprecher der Landesverbände in der Gesundheitsselbsthilfe in Nordrhein-Westfalen (Wittener Kreis) und Mitglied der Ethik-Kommission der Ärztekammer Nordrhein. Zuletzt war Dirk Meyer in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung tätig. Er trat am 1. Juni 2013 als Nachfolger von Dr. Eleftheria Lehmann das Amt des Patientenbeauftragten an.

Dirk Meyer wurde 1959 in Bergkamen geboren und lebt in Köln.

Informationen zum Büro des Patientenbeauftragten
Das Büro des Patientenbeauftragten ist seit Mai 2012 auf dem Gesundheitscampus in Bochum angesiedelt. Für die erforderliche Ausstattung mit Sachmitteln und Personal (3,5 Vollzeitstellen plus Patientenbeauftragter) stellt das Land pro Jahr rund 400.000 Euro zur Verfügung.

Kontakt
Der Beauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen
für Patientinnen und Patienten
Gesundheitscampus 9, 44801 Bochum
Telefon: 0234-91535-19 40 (Mo. - Fr. von 8.00 - 18.00 Uhr)
E-Mail: info@patientenbeauftragte.nrw.de
Internet: http://www.patientenbeauftragter.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Beauftragter für Patienten: Für Kliniken Pflicht?

Beitrag von WernerSchell » 04.02.2015, 07:34

Ärzte Zeitung, 04.02.2015
Beauftragter für Patienten: Für Kliniken Pflicht?
SPD und Grüne planen, ab Juli die Bestellung eines Patientenbeauftragten in Krankenhäusern obligatorisch zu machen.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=878 ... tik&n=4018
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Patientenbeauftragter ist Anwalt für Patientinnen und Patien

Beitrag von WernerSchell » 16.09.2015, 12:30

Presseinformation – 669/9/2015 Düsseldorf, 16. September 2015

Ministerin Steffens: Patientenbeauftragter ist Anwalt für Patientinnen und Patienten im Gesundheitssystem

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Klagen über mangelnde Wertschätzung als Patientin oder Patient im Gesundheitssystem zählen zu den häufigsten Gründen für eine Beschwerde beim unabhängigen Patientenbeauftragten der Landesregierung, Dirk Meyer.

„Für Menschen mit negativen Erfahrungen im Gesundheitsbereich ist der Patientenbeauftragte ein wichtiger Ansprechpartner, denn er kümmert sich als Anwalt und Lotse im Gesundheitssystem um die konkreten Probleme der Menschen“, erklärte Ministerin Barbara bei Vorstellung einer Zwischenbilanz des Patientenbeauftragten in Düsseldorf. „Mit seiner Arbeit unterstützt der Patientenbeauftragte aber nicht nur Personen, die sich an ihn wenden. In allen wichtigen Gremien des Gesundheitssystems und bei allen neuen Gesetzesvorhaben setzt er sich ebenfalls für eine bessere Wahrnehmung der Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten und einer Stärkung ihrer Rechte ein“, so Steffens weiter.

„Immer mehr Patientinnen, Patienten und Angehörige mit komplexen Beschwerden suchen Rat und Unterstützung, insbesondere bei vermuteten Behandlungsfehlern“, erläuterte der Patientenbeauftragte Dirk Meyer. „Wir benötigen einen offenen, wertschätzenden Umgang mit Fehlern, nur so kann aus Fehlern gelernt und die Patientensicherheit erhöht werden.“

Bei an den Patientenbeauftragten gerichteten Anfragen und Beschwerden lassen sich drei Schwerpunkte beschreiben:

• Mangelnde wertschätzende Behandlung, insbesondere in der stationären Versorgung (mit deutlich steigender Tendenz).
• Fehlende barrierefreie Zugänge, hauptsächlich in der ambulanten Versorgung.
• Unzureichende Information/Beratung durch die Krankenkassen.

Ministerin Steffens: „Noch immer ist fehlende Wertschätzung, meist durch Zeitmangel, ein großes Problem in unserem Gesundheitssystem. Der Bund und die Gemeinsame Selbstverwaltung aus Ärzten und Krankenkassen müssen endlich dafür sorgen, dass in der ambulanten Versorgung ‚Sprechende Medizin‘ und Zeit für menschliche Zuwendung angemessen finanziert werden. Krankenhäuser müssen die Möglichkeit haben, mehr Pflegepersonal einzustellen. Dazu muss der Bund verbindliche Vorgaben machen, damit dies auch durch die Kassen finanziert wird. Grundsätzlich gilt: Eine gute Pflege und ausreichend menschliche Zuwendung sind für einen guten Heilungsverlauf unverzichtbar.“

Patientenbeauftragter Dirk Meyer: „In diesem Zusammenhang ist die Stärkung der Patientenbeteiligung und Patientenrechte von zentraler Bedeutung. Die aktive Einbeziehung der Patientinnen und Patienten in das Behandlungsgeschehen ist ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität. Auch die Unterstützung von Angehörigen, insbesondere pflegender Angehöriger, gehört dazu.“

Hintergrundinformationen:
• Insgesamt 1.123 Personen haben sich 2014 an den Patientenbeauftragten gewandt.
• Zwei Drittel der Anfragen erfolgten durch die betroffene Person, ein Drittel durch Angehörige.
• Zu 80 Prozent wurden konkrete Beschwerden vorgetragen.
• Die häufigsten Beschwerden beziehen sich auf die ambulante Versorgung (33,5 Prozent), die gesetzlichen Krankenversicherungen (26,7 Prozent), die stationäre Versorgung (26,5 Prozent) und vermutete Behandlungsfehler (15,9 Prozent).
• Patientinnen, Patienten und Angehörige individuell im Behandlungsgeschehen zu stärken und kollektive Patientenbeteiligung ausbauen, sind die zentralen Arbeitsschwerpunkte des Patientenbeauftragten.

Büro des Patientenbeauftragten
Das Büro des Patientenbeauftragten ist seit Mai 2012 auf dem Gesundheitscampus in Bochum angesiedelt. Für die erforderliche Ausstattung mit Sachmitteln und Personal (3,5 Vollzeitstellen plus Patientenbeauftragter) stellt das Land pro Jahr rund 400.000 Euro zur Verfügung.

Kontakt
Der Beauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen
für Patientinnen und Patienten
Gesundheitscampus 9, 44801 Bochum
Patienten- und Angehörigentelefon: 0234 - 91535-1940
(Montag bis Freitag von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr)
E-Mail: info@patientenbeauftragte.nrw.de
Internet: www.patientenbeauftragter.nrw.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher ...

Beitrag von WernerSchell » 06.10.2015, 13:43

Presseinformation – 736/10/2015 Düsseldorf, 6. Oktober 2015

Ministerin Steffens:
Starke Patientenfürsprecherinnen und -sprecher machen das Gesundheitssystem menschlicher
Landesregierung stärkt gemeinsam mit der Krankenhausgesellschaft die Rolle der meist ehrenamtlichen Ansprechpersonen – Netzwerktagung in Mülheim an der Ruhr


Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Auf die wichtige Rolle der Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher an den rund 380 Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens in Mülheim an der Ruhr hingewiesen. Dort fand die zweite landesweite Netzwerktagung für Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher in Nordrhein-Westfalen statt.

„Starke Patientenfürsprecherinnen und -sprecher sorgen mit dafür, dass praktische Hilfe und menschliche Zuwendung im Krankenhausalltag nicht zu kurz kommen“, erklärte Ministerin Steffens. „Sie sind wichtige Ansprechpersonen für Patientinnen und Patienten mit Problemen in Krankenhäusern, aber ebenso hilfreiche Ratgeber für die Verantwortlichen in den Kliniken – zur Konfliktvermeidung und damit die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten immer im Blick bleiben“, so Steffens weiter.

Ziel der Landesregierung sind starke Patientenfürsprecherinnen und -sprecher. Organisiert wurde die Tagung im Auftrag des NRW-Gesundheitsministeriums vom Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG.NRW) in Zusammenarbeit mit der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) und dem Beauftragten der Landesregierung NRW für Patientinnen und Patienten.

„Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher sind wichtige Kümmerer in unseren Krankenhäusern. Mit dieser Tagung wollen wir sie in ihrer Tätigkeit weiter ermutigen und stärken“, sagte Arndt Winterer, Direktor LZG.NRW.

Matthias Blum, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, erklärte: „Die Patientenfürsprecherinnen und -sprecher leisten einen wichtigen Beitrag zur Krankenhausversorgung in Nordrhein-Westfalen, indem sie die Anliegen der Patientinnen und Patienten kompetent und vertrauensvoll aufgreifen und damit die Patientenorientierung in unseren Kliniken stärken. Für dieses ehrenamtliche Engagement möchten wir uns herzlich bedanken und Ihnen bei Ihrer Arbeit den Rücken stärken.“

„Die Anliegen und Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten ernstnehmen, konkrete Hilfestellung und Unterstützung ermöglichen und aus Fehlern lernen ist unser gemeinsames Ziel. Zusammen können wir auf diesem Weg auch in Zukunft mehr erreichen“, so Dirk Meyer, Patientenbeauftragter.

Der Schwerpunkt der zweiten Netzwerktagung lag auf dem Thema „Ältere Patientinnen und Patienten im Krankenhaus“. Insbesondere alleinstehende alte Menschen sind auf Menschen wie die Patientenführsprecherinnen und -sprecher angewiesen, die ihnen im Krankenhausalltag helfen. Ziel der Tagung war es, die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure weiter auszubauen, neu hinzugekommene Ehrenamtliche zu integrieren und den Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern die Möglichkeit zu eröffnen, sich über landesweite Projekte sowie über die Arbeit anderer Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher zu informieren und auszutauschen.

Seit der ersten landesweiten Netzwerktagung vor fast genau zwei Jahren wurden wichtige Weichenstellungen für die Arbeit und Stellung der Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher in den Kliniken in NRW vorgenommen: Gemeinsam mit der KGNW und dem Patientenbeauftragten der Landesregierung NRW sowie dem Gesundheitsladen Köln wurden vom Gesundheitsministerium Handlungsempfehlungen erarbeitet und veröffentlicht. Diese Empfehlungen zeigen die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher auf und können so helfen, mehr Sicherheit und Klarheit in der Ausübung der ehrenamtlichen Tätigkeit zu erlangen.

Die Handlungsempfehlungen zur Tätigkeit von Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern stehen unter
http://www.mgepa.nrw.de/mediapool/pdf/g ... recher.pdf
auf der Internet-Seite des Ministeriums zum Download bereit.

Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher muss es an jedem Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen geben. Das Krankenhausgestaltungsgesetz schreibt den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen vor, unabhängige Stellen für Beschwerden von Patientinnen und Patienten einzurichten. Überwiegend wird diese Aufgabe von ehrenamtlich Engagierten wahrgenommen.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Patienten beklagen Zeitmangel in Kliniken

Beitrag von WernerSchell » 16.10.2015, 07:09

Ärzte Zeitung vom 16.10.2015:
NRW: Patienten beklagen Zeitmangel in Kliniken
Der Patientenbeauftragte in NRW legt den Finger in die Wunde: fehlende Wertschätzung, Barrieren in der Praxis.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=896 ... ent&n=4552

+++
Anmerkung der Moderation:

Bild Bild

Solche Erkenntnisse sind nicht neu. Sie haben einfach damit zu tun, dass "Zeit", Zuwendung, nicht finanziert wird.
Es gibt in den Krankenhäusern im Wesentlichen die "Fallpauschalen", und die allein bringen Geld in die Kasse.
Alles andere ist unwirtschaftlich. In den Arztpraxen mangelt es ebenfalls an Zeit. Auch dort wird die Zuwendung nicht angemessen honoriert.
Ich fordere daher seit den 1980er Jahren mehr "sprechende Medizin" mit entsprechender Vergütung. Die jetzigen Regeln,
Fallpauschalen usw., sind allein der Ökonomie geschuldet und liegen nicht im Patienteninteresse.
Dies muss den politisch Verantwortlichen ständig verdeutlicht werden. Die Bürgerinnen kennen ja die Missstände.
Werner Schell


Siehe dazu:
Die Ökonomie hat im Gesundheitssystem die Regie übernommen
viewtopic.php?f=4&t=20398&hilit=%C3%96konomie
"Stell Dir vor, der Arzt ist weg …" Ökonomie führt Regie
viewtopic.php?f=2&t=20958&hilit=%C3%96konomie
BARMER GEK Report Krankenhaus 2014 ... Stents boomen
viewtopic.php?f=4&t=20523&hilit=%C3%96konomie
Ökonomie im Gesundheits- und Pflegesystem = Pflegenotstand
viewtopic.php?f=4&t=19752&hilit=%C3%96konomie
Krankenhausreform - Pflege im Blick, Finanzierung verbessert
viewtopic.php?f=4&t=20789&hilit=%C3%96konomie
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Patienten beklagen Zeitmangel in Kliniken

Beitrag von WernerSchell » 17.10.2015, 06:36

Am 16.10.2015 bei Facebook gepostet:

Patienten beklagen Zeitmangel in Kliniken … fehlende Wertschätzung, Barrieren in der Praxis (Quelle: Ärzte Zeitung vom 16.10.2015). Dazu Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk: Solche Erkenntnisse sind nicht neu. Sie haben einfach damit zu tun, dass "Zeit", Zuwendung, nicht finanziert wird. Es gibt in den Krankenhäusern im Wesentlichen die "Fallpauschalen", und die allein bringen Geld in die Kasse. Alles andere ist unwirtschaftlich. In den Arztpraxen mangelt es ebenfalls an Zeit. Auch dort wird die Zuwendung nicht angemessen honoriert. Ich fordere daher seit den 1980er Jahren mehr "sprechende Medizin" mit entsprechender Vergütung. Die jetzigen Regeln, Fallpauschalen usw., sind allein der Ökonomie geschuldet und liegen nicht im Patienteninteresse. Dies muss den politisch Verantwortlichen ständig verdeutlicht werden. Die Bürgerinnen kennen ja die Missstände. - Weitere Hinweise unter: viewtopic.php?f=2&t=19612&p=88551&sid=9 ... 5b9#p88551
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher

Beitrag von WernerSchell » 07.06.2016, 06:49

Presseinformation – 445/6/2016 Düsseldorf, 6. Juni 2016

Ministerin Steffens: Wir haben die ehrenamtliche Arbeit der Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher erfolgreich gestärkt
Umfrage zeigt positive Bilanz zu den Aktivitäten seit 2013 – Land setzt Qualifizierungsangebote fort


Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher haben eine erste positive Bilanz der gezielten Unterstützung ihrer Arbeit durch das Gesundheitsministerium und das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) im Zusammenwirken mit dem unabhängigen Patientenbeauftragten des Landes und der Krankenhausgesellschaft NRW (KGNW) gezogen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter den Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern in Nordrhein-Westfalen. Das Land setzt die Qualifizierungsangebote für die ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützer von Patienteninteressen fort.

„Wir wollen starke Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher, denn sie leisten einen erheblichen Beitrag dazu, das Gesundheitssystem menschlicher zu machen“, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens. „Die erste Bilanz zeigt, dass unsere Unterstützungsangebote ankommen und wirken. Starke Fürsprecherinnen und -fürsprecher kümmern sich nicht nur professionell, wenn einzelne Patientinnen und Patienten individuelle Probleme im Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt haben. Sie sorgen auch mit dafür, dass die Abläufe in Krankenhäusern stetig im Sinne der Patientinnen und Patienten verbessert werden“, so Steffens weiter.

Ende 2013 hatten das Gesundheitsministerium und das Landeszentrum Gesundheit NRW in Kooperation mit dem unabhängigen Patientenbeauftragten des Landes und der KGNW erstmals die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher der rund 365 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen bei einer großen Netzwerktagung in Bochum zusammengebracht. Darauf aufbauend wurden Handlungsempfehlungen für die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher entwickelt und im Mai 2014 veröffentlicht. Außerdem organisiert das Landeszentrum Gesundheit NRW seitdem regelmäßig regionale Workshops zur Weiterqualifizierung und Vernetzung von Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern.

Das LZG hat eine Befragung zur Wirkung der Handlungsempfehlungen unter den Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern durchgeführt. Die Analyse liegt nun vor und ist auf der Internetseite des LZG unter folgendem Link abrufbar:
https://www.lzg.nrw.de/_media/pdf/servi ... recher.pdf.

Zentrale Ergebnisse:
• Die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher fühlen sich durch die Unterstützung des Landes und der weiteren Kooperationspartner in ihrer Arbeit deutlich gestärkt – sowohl bei der angemessenen Bearbeitung der Anliegen von Patientinnen und Patienten, als auch in ihrem Streben nach Strukturverbesserungen in den Krankenhäusern im Sinne einer konsequenten Patientenorientierung.
• Eine Zusammenarbeit direkt mit der Leitungsebene in den Krankenhäusern wurde inzwischen überwiegend sichergestellt.
• Die meisten Krankenhäuser informieren mittlerweile von sich aus über die Tätigkeit der Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher.

„Das ist genauso, wie wir es uns gewünscht haben, damit der Mensch in der Gesundheitsversorgung im Mittelpunkt steht“, betonte Ministerin Steffens. „Denn oft können die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher schnell und direkt helfen.“

Defizite sehen die ehrenamtlich tätigen Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher in der Büroausstattung und der damit einhergehenden Erreichbarkeit sowie der Zahlung einer Aufwandsentschädigung.

Die nächsten Workshops für Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher finden am 9. Juni 2016 in Duisburg (Evangelischen Klinikum Niederrhein) und am 16. Juni 2016 in Herne (St. Anna Hospital) statt.

Die Handlungsempfehlungen zur Tätigkeit von Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern in Krankenhäusern sind auf der Internetseite des Ministeriums abrufbar: http://www.mgepa.nrw.de/mediapool/pdf/g ... recher.pdf

Hintergrund:

Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher...
... sollen das Vertrauensverhältnis zwischen Krankenhaus, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Patientinnen und Patienten fördern. Dazu sieht §5 des Krankenhausgestaltungsgesetzes Nordrhein-Westfalen für alle Krankenhäuser die Einrichtung unabhängiger Stellen für Beschwerden von Patientinnen und Patienten vor.
... nehmen Anliegen und Beschwerden von Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen entgegen und prüfen diese. Sie übernehmen eine Mittlerrolle zwischen Patientinnen und Patienten sowie Klinikpersonal und tragen zur Klärung und Entschärfung von Konflikten bei. Bei der Klinikleitung setzen sie sich dafür ein, dass eventuell notwendige Veränderungen in der Organisation des Klinikablaufs veranlasst werden.
... sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und haben alle Sachverhalte, die ihnen in ihrer Eigenschaft als Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher bekannt werden, vertraulich zu behandeln.
... erhalten üblicherweise von den Krankenhäusern eine frei zu vereinbarende finanzielle Aufwandsentschädigung, deren Höhe die anfallenden Kosten und den tatsächlichen Aufwand berücksichtigen sollte.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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WernerSchell
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Patienten als "Fallpauschalen" willkommen, aber ...

Beitrag von WernerSchell » 16.10.2016, 06:17

Am 16.10.2016 bei Facebook eingestellt:
Patienten sind als "Fallpauschalen" (Abrechnungsbasis) immer willkommen, als Patienten, die Zuwendung wünschen und nötig haben,
stören sie eher. Schnellstmögliche Entlassungen aus der Klinikversorgung sind das Ziel - und dabei kommt das Patientenwohl nicht selten zu kurz!
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WernerSchell
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Patientenrechte seit Jahrzehnten im Fokus - Verdienstorden für Werner Schell

Beitrag von WernerSchell » 29.03.2018, 06:19

Aus Forum:
viewtopic.php?f=6&p=102858&sid=0939b1ce ... ee#p102858

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Das "Top-Magazin-Neuss" hat im März 2018 eine Sonderausgabe mit dem Titel "Gesundheit und Fitness im Rhein-Kreis Neuss 2018" herausgebracht. Darin wird auf Seite 10 informiert über "Werner Schell erhält Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen."


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