Eckpunkte zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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Eckpunkte zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe

Beitrag von Presse » 07.03.2012, 11:48

Eckpunkte zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe veröffentlicht

Die Zeit drängt. Und das Jahr 2011, das Jahr der Pflege, verstrich ohne sichtbare Ergebnisse. Umso mehr begrüßt der Bundesverband Pflegemanagement die Veröffentlichung der Eckpunkte zur Vorbereitung des Entwurfs eines neuen Pfleberufegesetzes und fordert die Bundesregierung auf, die Gesetzesinitiative noch in diesem Jahr umzusetzen

Berlin, 06. März 2012. Im März 2010 wurde unter gemeinsamer Federführung des Bundesministerium für Gesundheit und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe eingerichtet. In dieser Arbeitsgruppe sollen Eckpunkte zu wesentlichen Aspekten eines neuen Gesetzes für Pflegeberufe entwickelt werden und dann die Grundlage für die weiteren politischen Entscheidungsprozesse zur Entwicklung eines Gesetzentwurfs bilden (siehe auch Anlage).
Mit den eben veröffentlichten Eckpunkten trägt die Bund-Länder-Arbeitsgruppe den Erfordernissen im Hinblick auf die demografische Entwicklung endlich Rechnung. Ohne Zweifel sind die Pflegenden mit zunehmend komplexeren Pflegesituationen konfrontiert. Entsprechend steigt der Anspruch an die berufliche Bildung. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe stellt in seinen Ergebnissen die generalistisch ausgerichtete Pflegeausbildung in den Vordergrund. Der Bundesverband Pflegemanagement sieht diese Empfehlung als grundlegende Weichenstellung. Insbesondere die ausdrückliche Befürwortung der Regelung der akademischen Ausbildung, die dem immer anspruchsvolleren Arbeitsfeld gerecht wird. Die Modellstudiengänge erfahren einen hohen Zulauf an Bewerbern und sind ein klares Zeichen für die Notwendigkeit entsprechender Regelungen. Mit der Durchlässigkeit in der Pflegebildung und akademischen Karrierewegen in der direkten Patientenversorgung wird der Pflegeberuf insgesamt aufgewertet und die Gruppe der Abiturienten – die in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird – verstärkt angesprochen. Nur so kann nach Einschätzung des Bundesverbands Pflegemanagement dem Fachkräftemangel effektiv entgegenwirkt werden.
In den Eckpunkten wird eine enge Verzahnung der Pflegefachschulen mit den ausbildenden Praxisfeldern und die Stärkung von Praxisbegleitung und -anleitung empfohlen. Diese klare Praxisorientierung wird ebenfalls außerordentlich begrüßt.
Bei der Umsetzung der Eckpunkte in die Gesetzesvorlage ist aus Sicht des Bundesverbands Pflegemanagement vor allem auf die Gleichwertigkeit des Berufsabschlusses auf europäischer Ebene zu achten. Damit wird die Flexibilität aber auch die Attraktivität der Arbeitsplätze in der Pflege in Deutschland für Bewerber aus dem europäischen Ausland erhöht.
Bei den Vorschlägen zur Finanzierung wird die Empfehlung für eine Fondslösung zur Sicherung der Ausbildung befürwortet. Ausbildungskosten müssen auf alle Einrichtungen im Gesundheitswesen verteilt werden. Die einseitige Belastung der Pflegesätze in ausbildenden Einrichtungen, die derzeit noch für die Ausbildung in der Altenpflege besteht, ist bei der Novellierung des Berufsgesetzes zwingend zu vermeiden.

Quelle: Pressemitteilung vom 06.03.2012
Bundesverband Pflegemanagement
Salzufer 6
10587 Berlin

Anhang
Eckpunktepapier 2012.pdf (388,0 kB)
http://www.bv-pflegemanagement.de/meldu ... 202012.pdf
Bundesverband Pflegemanagement_Pressemitteilung_Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung der Pflegberufe veroeffentlicht._120306_out.pdf (107,7 kB)
http://www.bv-pflegemanagement.de/meldu ... 06_out.pdf

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Pflegeberufegesetz - Weiterentwicklung ....

Beitrag von WernerSchell » 08.03.2012, 07:34

Siehe auch unter
http://www.wernerschell.de/aktuelles.php

Pflegeberufegesetz - Eckpunkte zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe
Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Weiterentwicklung der Pflegeberufe“ hat Eckpunkte zu wesentlichen Aspekten eines neuen Pflegeberufegesetzes entwickelt,
die in die öffentliche Fachdiskussion eingebracht werden und die Grundlage für den weiteren politischen Entscheidungsprozess zur Vorbereitung eines Gesetzentwurfs bilden sollen.
Eckpunkte März 2012 hier nachlesbar hier (PDF)
http://www.wernerschell.de/Aktuelles/20 ... berufe.pdf
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Berufsgesetze reformieren verbessert konkrete Pflege nicht

Beitrag von PflegeCologne » 08.03.2012, 08:17

Hallo Forum,
ich habe die Eckpunkte zur Reform der Gesetze für die verschiedenen Pflegeberufe überflogen und lese vieles, was mir durchaus zusagt. Allerdings muss ich doch feststellen, dass mit solchen Reformen für die konkrete Pflegetätigkeit noch nichts gewonnen ist. Die Pflegekräfte wissen auch heute schon ausreichend, wie man gute Pflege zu gestalten hat. Dazu muss man nicht ausdrücklich die Berufsgesetze ändern.
Was geändert werden muss, sind die Arbeitsbedingungen. Dazu gehören vor allem mehr Stellen und eine verbesserte Vergütung (über die allgemeine aktuell geforderte Lohnsteigerung hinaus). Insoweit höre ich aber von den Verantwortlichen eigentlich nichts, es gibt nur Sprechblasen mit allgemeinem Inhalt.
MfG Pflege Cologne
Alzheimer - eine Krankheit, die mehr Aufmerksamkeit erfordert! - Pflegesystem muss dem angepasst werden, auch, wenn es teurer wird! - Ich bin dabei:
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Ausbildungsreform in der Pflege

Beitrag von Presse » 12.03.2012, 13:20

DPR fordert rasche Ausbildungsreform in der Pflege

Berlin, 09.03.2012 - Nach monatelangem Warten haben des Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein von Vertretern der zuständigen Bundes- und Landesministerien formuliertes Eckpunktepapier zur Reform des Alten- und Krankenpflegegesetzes veröffentlicht. ‚In den Kernaussagen für eine generalistische Ausbildung und der Parallelität von schulischer und hochschulischer Ausbildung sehen wir unsere zentralen Forderungen abgebildet‘, sagt Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates (DPR). Wir erwarten nun, dass rasch ein Referentenentwurf vorgelegt wird, damit noch in dieser Legislaturperiode das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen werden kann, so Westerfellhaus weiter.
Nach Auffassung des DPR ist dringender Handlungsbedarf geboten, damit die professionelle Pflege für die steigenden Anforderungen gut vorbereitet ist. Die reformierte Ausbildung muss sicherstellen, dass hoch kompetente Pflegefachpersonen qualifiziert werden, die pflegerisches Handeln wissenschaftlich begründen können und mit den sich ständig verändernden Anforderungen adäquat umgehen müssen. Eine hohe Versorgungsqualität ist nur mit kompetenten Pflegefachpersonen erreichbar. Das verlangt eine entsprechende Allgemeinbildung ebenso wie die Eignung für den Beruf.

Der DPR wird sich an den anstehenden Beratungen aktiv beteiligen.

Quelle: Pressemitteilung vom 09.03.2012

Anhänge:
Presseinformation_DPR fordert rasche Ausbildungsreform in der Pflege_120309.pdf
( 26.73 KB )
http://www.deutscher-pflegerat.de/dpr.n ... 120309.pdf

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Pflegeausbildung vor dem Umbruch

Beitrag von Presse » 13.03.2012, 07:36

Pflegeausbildung vor dem Umbruch
Alten- und Krankenpfleger gehören bald der Vergangenheit an. Es kommt die "Generalistische Pflegefachkraft", heißt es in einem Eckpunktepapier von Bund und Ländern. Unklar ist noch, wer die neue Ausbildung bezahlen soll. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=807 ... ege&n=1758

Sabrina Merck
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Pflegebedingungen dringend verbessern

Beitrag von Sabrina Merck » 13.03.2012, 08:29

PflegeCologne hat geschrieben: ... ich habe die Eckpunkte zur Reform der Gesetze für die verschiedenen Pflegeberufe überflogen und lese vieles, was mir durchaus zusagt. Allerdings muss ich doch feststellen, dass mit solchen Reformen für die konkrete Pflegetätigkeit noch nichts gewonnen ist. Die Pflegekräfte wissen auch heute schon ausreichend, wie man gute Pflege zu gestalten hat. Dazu muss man nicht ausdrücklich die Berufsgesetze ändern.
Was geändert werden muss, sind die Arbeitsbedingungen. Dazu gehören vor allem mehr Stellen und eine verbesserte Vergütung (über die allgemeine aktuell geforderte Lohnsteigerung hinaus). Insoweit höre ich aber von den Verantwortlichen eigentlich nichts, es gibt nur Sprechblasen mit allgemeinem Inhalt. .....
Guten Morgen Pflege Cologne,
auch hier kann ich gerne zustimmen. Berufsgesetze ändern ist sicherlich aus vielerlei Erwägungen nicht vollständig verkehrt. Aber es gibt wesentlich wichtigere Themen, und darum sollte man sich vorrangig kümmern. Die personellen Verhältnisse in Krankenhäusern und Pflegeheimen müssen zu Gunsten der Pflege dringend und umfassend verbessert werden. Darauf sollte man in erster Linie setzen. Alles andere kann man anpacken, wenn die großen Themen vom Tisch sind.
Lb. Grüße
Sabrina
Dem Pflegesystem und den pflegebedürftigen Menschen muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden! Daher:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk!
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

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Reform der Pflegeausbildung

Beitrag von Presse » 20.03.2012, 09:20

Reform der Pflegeausbildung: jetzt die Chance für mehr Attraktivität nicht verspielen!

Positionierung zum Eckpunktepapapier zur Weiterentwicklung der Pflegeausbildung, wie sie in die Diskussionsrunde des BMFSJ am 19. März eingebracht wird.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat zur fachlichen Beratung auf Basis des lang erwarteten Eckpunktepapiers zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe der Bund Länder Arbeitsgruppe eingeladen. Das Eckpunkte Papier greift wesentliche Elemente auf, die die verschiedenen Verbände und Gremien im Vorfeld diskutiert und vorgeschlagen haben: Die Kernaussagen für eine generalistische Ausbildung und der Parallelität von schulischer und hochschulischer Ausbildung sind als zentrale Forderungen abgebildet.
„Wir dürfen uns aber nicht darüber hinwegtäuschen lassen, dass das Papier nicht die entscheidenden Weichen für mehr Attraktivität der beruflichen Pflegeausbildung stellt“ so die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes, Andrea Trenner. Die Voraussetzungen für die Pflegeausbildung werden auf möglichst niedrigem Niveau belassen und der Anschluss an die EU verpasst. Die geplante Ausbildung ist nicht modular konzipiert und verweigert in der Folge die regelhafte Anerkennung von bereits erworbenen Kompetenzen.
Deshalb stellt nach Einschätzung des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes e.V. das Eckpunktepapier keine wirkliche Alternative zum Status Quo dar: Die konsequente Durchlässigkeit in der Pflegebildung fehlt, und der berufliche Abschluss in der Pflege wird nicht als Zugangsvoraussetzung zum Hochschulstudium anerkannt. Darüber hinaus wird eine bundeseinheitliche Regelung der Helferausbildung vermisst. Zudem vermeidet das Eckpunktepapier die Formulierung von Vorbehaltstätigkeiten in einer ordentlichen Berufsordnung. Stattdessen werden entscheidende Kompetenzen der künftigen akademischen Pflegeausbildung zugewiesen, was zu einem Gefälle innerhalb der Pflege führen muss. Dadurch wird die berufliche Bildung in der Pflege disqualifiziert.
Ziel muss es sein, allen Interessierten Zugang zum Pflegeberuf zu ermöglichen und einen attraktiven Karriereweg aufzuzeigen. Deshalb ist die Entwicklung eines modular gestalteten Systems der Pflegeausbildung mit Bezug zum Europäischen bzw. Deutschen Qualifikationsrahmen unbedingt erforderlich und notwendige Voraussetzung für eine zukunftsfähige Ausbildung, die der Herausforderung „Fachkräftemangel“ erfolgreich begegnen kann. „Das Konzept des Eckpunktepapiers bleibt damit auf halber Strecke stehen. Wir hoffen, dass die federführenden Ministerien in der heutigen Beratung den Experten folgen“, so die Vorsitzende.
Ihre Ansprechpartnerin: Stefanie Joeres, Leitung Verbandskommunikation (mobil 0173 2700 424)

Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband e. V. (DEKV) vertritt als selbständiger Fachverband des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland mit den ihm angeschlossenen rund 220 Krankenhäusern, Fachkliniken, Rehabilitationseinrichtungen und weiteren Gesundheitseinrichtungen in evangelischer Trägerschaft jedes neunte deutsche Krankenhaus. Etwa 100.000 Beschäftigte versorgen im Jahr rund 2 Millionen Patienten. Die evangelischen Krankenhäuser erzielen einen Umsatz von über 6,2 Mrd. € im Jahr.
Vorsitzender: Manfred Witkowski, Hamm, stellvertretende Vorsitzende: Oberin Andrea Trenner, Berlin, Schatzmeister: Gerd F. Wengeler, Duisburg, Verbandsdirektor: Pastor Norbert Groß, Berlin

Quelle: Presseinformation vom 16.März 2012
Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e.V.
Reinhardtstraße 18 | 10117 Berlin
Telefon +49 30 801986 - 14 | Mobil +49 173 2700 424
E-Mail Joeres@dekv-ev.de | Internet http://www.dekv-ev.de

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Ausbildung der Pflegekräfte steht ...

Beitrag von Presse » 21.03.2012, 07:29

Koalition zurrt Pflegereform fest
Die Pflegeform steht: Union und FDP haben die letzten offenen Fragen geklärt. Die Ausbildung der Pflegekräfte steht vor tief greifenden Umwälzungen - mit vielleicht sehr teuren Folgen. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=808 ... ege&n=1779

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Ausbildung der Pflegekräfte kommt ... uns teuer zu stehen?

Beitrag von Gaby Modig » 21.03.2012, 09:15

Presse hat geschrieben:Koalition zurrt Pflegereform fest
Die Pflegeform steht: Union und FDP haben die letzten offenen Fragen geklärt. Die Ausbildung der Pflegekräfte steht vor tief greifenden Umwälzungen - mit vielleicht sehr teuren Folgen. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=808 ... ege&n=1779
Wie auch schon in anderen Statements deutlich wurde, sehe ich keinerlei Notwendigkeiten, im Rahmen einer Reform der Pflegeversicherung das Berufsrecht der professionell Pflegenden zu verändern.
Darin sehe ich ein reines Ablenkungsmanöver. Und dann soll es auch noch mit teuren Folgen behaftet sein. Da sage ich: nein danke.
Eine Pflegereform muss sich um die pflegebedürftigen Menschen kümmern und deren Hilfeanforderungen in den Mittelpunkt der Betrachtungen stellen. Alles andere bringt uns nicht weiter.

G.M.
Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!

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Pflegenotstand immer bedenken ....

Beitrag von PflegeCologne » 30.03.2012, 06:19

Hallo Forum,
ich hatte mich bereits am 08.03.2012 zum Thema geäußert. Mir scheinen Diskussionen um den Pflegenotstand auch im Zusammenhang mit der Neuordnung der Berufsgesetze wichtig. Ich habe soeben ein Statement zur kürzlichen Sendung von Anne Will gemacht. In der Sendung wurde z.T. wieder am Thema vorbei diskutiert. Niemand war in der Lage, den Pflegenotstand so richtig in den Mittelpunkt der Betrachtungen zu rücken. Denn dort gehört er hin.
Siehe unter
viewtopic.php?t=17121
MfG Pflege Cologne
Alzheimer - eine Krankheit, die mehr Aufmerksamkeit erfordert! - Pflegesystem muss dem angepasst werden, auch, wenn es teurer wird! - Ich bin dabei:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

Gerhard Schenker
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Berufsrechtliche Regelungen - ja, wenn nötig

Beitrag von Gerhard Schenker » 10.04.2012, 14:37

Gegen berufsrechtliche Veränderungen ist, wenn sie sich als zwingend notwendig erweisen, wahrlich nichts einzuwenden. Die jetzt in Gang gebrachte sog. Weiterentwicklung der Pflegeberufe kommt aber m.E. zur Unzeit. Es gibt im Moment zahlreiche andere "Baustellen", auch berufsrechtlicer Art, die unbedingten Vorrang verdienen. Siehe dazu die Hinweise betreffend den ver.di-Pflegereport 2011:
viewtopic.php?t=17167
Es muss vorrangig und schnellstmöglich mehr Pflegepersonal auf den Weg gebracht werden, damit der Pflegenotstand gestoppt wird. Dann wird es auch autonmatisch bessere Ausbildungsbedingungen geben. Im Übrigen gehören die "Pflegeberufe" in die "Neuausrichtung der Pflegeversicherung". Dort nämlich spielt das Pflegepersonal keine Rolle.

G.Sch.
Das Pflegesystem bedarf einer umfassenden Reform - Pflegebegriff erneuern und Finanzierung zukunftsfest machen!

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Experte fordert Pflege-Eliten für Kliniken

Beitrag von Presse » 11.04.2012, 07:04

Experte fordert Pflege-Eliten für Kliniken
Unter den Pflegekräften in Kliniken muss sich deutlich stärker als bisher eine Pflege-Elite herausbilden. Das hat der Pflegedirektor des Uniklinikums Frankfurt/Main, Martin Wilhelm, auf einer Veranstaltung der Medlounge Rhein-Main des Forums Gesundheitswirtschaft gefordert. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=810 ... ege&n=1827

Ina Böhmer
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Berufsrechtliche Regelungen - ja, wenn nötig

Beitrag von Ina Böhmer » 11.04.2012, 08:17

Gerhard Schenker hat geschrieben:Gegen berufsrechtliche Veränderungen ist, wenn sie sich als zwingend notwendig erweisen, wahrlich nichts einzuwenden. Die jetzt in Gang gebrachte sog. Weiterentwicklung der Pflegeberufe kommt aber m.E. zur Unzeit. Es gibt im Moment zahlreiche andere "Baustellen", auch berufsrechtlicer Art, die unbedingten Vorrang verdienen. Siehe dazu die Hinweise betreffend den ver.di-Pflegereport 2011:
viewtopic.php?t=17167
Es muss vorrangig und schnellstmöglich mehr Pflegepersonal auf den Weg gebracht werden, damit der Pflegenotstand gestoppt wird. Dann wird es auch autonmatisch bessere Ausbildungsbedingungen geben. Im Übrigen gehören die "Pflegeberufe" in die "Neuausrichtung der Pflegeversicherung". Dort nämlich spielt das Pflegepersonal keine Rolle.
Hallo G.Sch.
das sehe ich genau so und schließe mich dem Statement gerne an. Neue Berufsregeln sind nicht vordringlich. Andere "Baustellen", Pflegenotstand, aus- und Arbeitsbedingungen usw., gehen vor!
MfG Ina
Der Pflegeberuf verdient mehr Anerkennung!

Frankfurter
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Beitrag von Frankfurter » 08.06.2012, 16:59

Hallo!

Ich muss dazu sagen, dass diese gesetzlichen Änderungen oft nicht in die Tat umgesetzt werden. Was fehlt ist auch die Kontrolle über diese Änderungen und das Anpassen der Arbeitslast, so dass diese adäquat bleibt. Eines ist sowas zu beschließen, in die Tat umsetzen...naja...

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Perspektiven der Ausbildung in den Pflegeberufen

Beitrag von Service » 06.12.2012, 07:24

Die SPD fragt nach den Perspektiven der Ausbildung in den Pflegeberufen
Gesundheit/Kleine Anfrage

Berlin: (hib/TVW) Die Fraktion der SPD will von der Bundesregierung wissen, ob sie noch in der 17. Legislaturperiode den Entwurf für ein neues Pflegeberufegesetz vorlegen wird. In einer Kleinen Anfrage (17/11608 http://dip.bundestag.de/btd/17/116/1711608.pdf ) stellt die SPD der Bundesregierung ferner die Frage, welche Konsequenzen sie aus den Ergebnissen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Weiterentwicklung der Pflegeberufe“ zieht. Die Arbeitsgruppe habe seit März 2010 an Eckpunkten zur Neuordnung der Pflegeausbildung gearbeitet und diese im März 2012 vorgelegt.

Die Abgeordneten sind der Ansicht, dass es zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen in der Pflege unter anderem einer Steigerung der Attraktivität des Berufsfelds, einer besseren und gerechteren Entlohnung und einer höheren Durchlässigkeit der Aus-, Fort- und Weiterbildung bedarf. „Mit der strukturellen und inhaltlichen Neuausrichtung einer generalistischen Pflegeausbildung sind große Erwartungen verbunden“, schreibt die SPD. Dazu gehörten Qualitätssteigerungen, das Zusammenwachsen der unterschiedlichen Pflegeprofessionen sowie eine längere Verweildauer der Fachkräfte in der Pflege.

Quelle: Mitteilung vom 05.12.2012
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