Einwanderung ist nur ein – und nicht der wichtigste – Baustein gegen den Pflegefachkräftemangel

Arbeits- und Arbeitsschutzrecht, Allgemeine Rechtskunde (einschließlich Staatsrecht), Zivilrecht (z.B. Erbrecht)

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Einwanderung ist nur ein – und nicht der wichtigste – Baustein gegen den Pflegefachkräftemangel

Beitrag von WernerSchell » 18.10.2018, 06:14

Eckpunkte zur Fachkräfteeinwanderung aus Drittstaaten vorgelegt

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Bundesinnenminister Horst Seehofer, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil haben heute in Berlin Eckpunkte zur Fachkräfteeinwanderung aus Drittstaaten vorgestellt.

Hubertus Heil:

Fachkräftesicherung ist die zentrale Herausforderung, um Wohlstand und Sicherheit langfristig zu erhalten. Neben dem inländischen Fachkräftepotential müssen wir jetzt auch praktische Möglichkeiten schaffen, Menschen aus Drittstaaten anzuwerben. Mit diesen Eckpunkten machen wir uns auf den Weg hin zu einem modernen Einwanderungsgesetz in Deutschland.


In dem Papier sind fünf Hauptpunkte vereinbart worden:

  • Rechtlicher Rahmen: Fachkräfteeinwanderung bedarfsgerecht steuern und stärken
    Qualität der Berufsausübung sichern: Schnelle und einfache Anerkennungsverfahren
    Gezielte Gewinnung von Fachkräften: Strategie für eine gezielte Fachkräftegewinnung und ein verbessertes Marketing gemeinsam mit der Wirtschaft
    Stärkung des Erwerbs der deutschen Sprache
    Schnellere und effizientere Verfahren


Weitere Informationen
Eck­punk­te zur Fach­kräf­te­ein­wan­de­rung aus Dritt­staa­ten > https://www.bmas.de/SharedDocs/Download ... onFile&v=1 [PDF, 48KB]

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Einwanderung ist nur ein – und nicht der wichtigste – Baustein gegen den Pflegefachkräftemangel

Berlin, 02. 10.2018
Die Bundesregierung hat heute ihre ‚Eckpunkte zur Fachkräfteeinwanderung aus Drittstaaten‘ vorgestellt und plant, Maßnahmen zu verstärken, um die ‚Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern‘. Das Augenmerk liegt dabei insbesondere auch auf den Pflegeberufen, nachdem bisherige Bemühungen und Anwerbeprogramme wie z.B. Triple Win bei weitem nicht die erhofften Effekte gezeigt hatten. „Anwerbung – insbesondere aus Drittstaaten – kann und wird den Pflegefachpersonenmangel in Deutschland auch nicht annähernd lösen, sondern allenfalls ein Baustein unter vielen anderen sein“, sagt die Sprecherin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), Johanna Knüppel. „Wer den Personalmangel in der Pflege beheben will, muss dessen Ursachen gründlich analysieren. Und wird sehr schnell darauf stoßen, welche gravierenden Fehlentscheidungen in den zurückliegenden Jahren getroffen wurden, die sich nun rächen. Der Mangel ist zwar begünstigt durch den demografischen Wandel und steigenden Pflegebedarf in der Bevölkerung. Zu einem großen Teil ist er aber auch hausgemacht, weil ohne Augenmaß an der Pflege gespart und die Berufsgruppe verschlissen wurde. An den Arbeitsbedingungen muss zuallererst und mit aller Konsequenz angesetzt werden, damit die im Land ausgebildeten Pflegefachpersonen in den Beruf einmünden und an ihren Arbeitsplätzen bleiben wollen und können. Gute und motivierend gestaltete Arbeitsplätze sind dann auch attraktiv für Fachkräfte, die man aus aller Welt nach Deutschland holen will. Ganz so leicht wie man sich das vorstellt wird dies ohnehin nicht werden. Pflegefachpersonal wird weltweit umworben, von vielen Industrienationen mit deutlich besseren Bedingungen und höherer Wertschätzung und Autonomie als hierzulande. Im Vergleich mit anderen europäischen und internationalen Gesundheitssystemen muss sich Deutschland da erst einmal noch hinten anstellen!“
Der DBfK weist darüber hinaus darauf hin, dass gerade in Drittstaaten die Gesundheitsversorgung der allgemeinen Bevölkerung häufig unzureichend ist und sie ihre Fachkräfte selbst dringend benötigen. Insbesondere in asiatischen Ländern beginnt gerade erst der Aufbau von Systemen der Langzeitpflege, der Bedarf an Pflegepersonal dort wird drastisch ansteigen. Auch deshalb fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit Jahren gerade die reichen Länder ausdrücklich auf, ihren Bedarf an Fachkräften für die Gesundheitssysteme durch Anstrengungen im eigenen Land zu decken und sich nicht in Drittstaaten zu bedienen. Der am 21. Mai 2010 von 193 Mitgliedsstaaten verabschiedete Globale Verhaltenskodex der WHO für die internationale Anwerbung von Gesundheitsfachkräften bringt das deutlich zum Ausdruck, Deutschland hat ihn mitgezeichnet.
Im Übrigen wird auf ein bereits 2012 veröffentlichtes Positionspapier des DBfK verwiesen, das nach wie vor Relevanz hat: die DBfK-Position zur Anwerbung von Pflegepersonal aus dem Ausland (www.dbfk.de/media/docs/download/DBfK-Po ... -12-17.pdf)

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
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Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 02.10.2018
Johanna Knüppel, Referentin, Sprecherin, Redakteurin
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Fax: 030-21915777
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Ärzte Zeitung vom 02.10.2018
Personalengpass
Regierung will Einwanderung von (Pflege-) Fachkräften fördern

Das Bundeskabinett hat ein Eckpunktepapier zur Fachkräfteeinwanderung aus Drittstaaten beschlossen. Dazu gehört eine gezielte Anwerbestrategie für Pflegekräfte. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr

Ärzte Zeitung vom 04.10.2018:
Zuwanderung
Neue Einwanderungsstrategie soll (Pflege-)Fachkräfte locken

Schnellere Berufsanerkennungsverfahren und gezielte Anwerbe-Aktionen: Die Bundesregierung will die Migration von Fachkräften aus Drittstaaten fördern. Pflegekräfte stehen dabei ganz oben auf der Liste. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr
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Umfassende Einwanderungsstrategie gefordert

Beitrag von WernerSchell » 21.10.2018, 06:18

ZdK-Präsident Sternberg fordert umfassende Einwanderungsstrategie

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Thomas Sternberg, begrüßt, dass die Bundesregierung die Wege legaler Migration mit einem Gesetz erweitern will und hierzu im Bundeskabinett mit der Verabschiedung von Eckpunkten zur Fachkräfteeinwanderung aus Drittstaaten den Weg eingeschlagen hat.
Gleichzeitig forderte er vor dem Hauptausschuss des ZdK: „Ein solches Gesetz darf nicht nur auf die Behebung des Fachkräftemangels in Deutschland zielen, sondern es muss auch der globalen Verantwortung Deutschlands gerecht werden.“
Schon jetzt gebe es vielfältige gesetzliche Grundlagen und Rahmenbedingungen für die Regelung der Einwanderung von Fachkräften. Ein Fachkräftezuwanderungsgesetz müsse daher zu einer besseren Transparenz, Übersichtlichkeit und Anwendbarkeit für Migrantinnen und Migranten sowie für Arbeitgeber und Verwaltung beitragen, so Sternberg.
Gleichzeitig müsse klar sein, dass eine ausschließliche Anwerbung von qualifizierten Fachkräften den derzeitigen Einwanderungsdruck nicht löst und auch nicht den Bedarf an Arbeitskräften in Deutschland befriedigt. „Wir brauchen eine umfassende Einwanderungsstrategie, deren großer Vorteil ist, dass Deutschland selbst entscheidet, wer kommen darf“, so der ZdK-Präsident.
Das nun erwartete Gesetz zur Fachkräfteeinwanderung sollte nach seiner Auffassung auch die Möglichkeit eröffnen, für eine Ausbildung zur Fachkraft einreisen zu können. Dabei wäre zu prüfen, welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um den sogenannten "Hoffnungsflüchtlingen", die sich ansonsten über das Mittelmeer auf den Weg machen, die Chance auf einen Zugang zum deutschen Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt zu verschaffen.
„Für den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt werden Sprachkenntnisse ein wichtiges Kriterium sein“, so Sternberg. „Hier muss Deutschland entsprechende Zugänge im Ausland schaffen. Ansonsten werden nur wenige Menschen diese legalen Einwanderungsmöglichkeiten nutzen können.“
Nachdrücklich appellierte er, dass Deutschland seiner globalen Verantwortung durch Ausbildungsförderung und weitere flankierende Maßnahmen in den Herkunftsländern gerecht werden müsse, damit die Anwerbung von Fachkräften nicht zum Nachteil der Herkunftsländer werde. Ein Einwanderungsgesetz dürfe nicht zum Brain-Drain in den Herkunftsländern führen. „Einwanderung kann und muss zum gegenseitigen Nutzen führen“, so Sternberg.

Quelle: Pressemitteilung vom 19.10.2018
Pressestelle Hochkreuzallee 246. 53175 Bonn Postfach 24 01 41. 53154 Bonn
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Globaler Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration (UN-Migrationspakt)

Beitrag von WernerSchell » 11.11.2018, 09:06

Aus Forum:
http://www.neuss-erfttal.de/forum/viewt ... ?f=7&t=350


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Globaler Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration (UN-Migrationspakt)
Quelle: http://www.un.org/depts/german/migratio ... .231.3.pdf

Der Pakt soll gemeinsame globale Lösungen für das Phänomen der Migration finden und konkrete Ziele setzen, nämlich sichere, geordnete, legale Migration, und eben nicht illegale Migration. (…) Leitprinzip ist, illegale Migration zu reduzieren. Das entspricht auch der Politik der Bundesregierung in den letzten Jahren.
Regierungssprecher Steffen Seibert

Der sogenannte Globale Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration soll die internationale Zusammenarbeit und gemeinsame Verantwortung in der Migrationspolitik stärken. Ihn unterstützen derzeit etwa 180 Staaten, der Großteil der internationalen Gemeinschaft. Neben den USA und Australien lehnen ihn allerdings einige EU-Staaten ab, darunter Ungarn, Österreich und voraussichtlich auch Tschechien und Kroatien. Sie begründen das damit, dass der Vertrag nationale Souveränität einschränke. Vorbehalte gibt es auch in Polen und Dänemark.

Quelle und weitere Informationen:
https://www.zeit.de/politik/deutschland ... streit-afd
https://www.bedeutungonline.de/was-ist- ... bedeutung/
https://www.dw.com/de/was-steht-wirklic ... a-46127350
https://www.afd.de/migrationspakt-stoppen/
...
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http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Klarstellung zum UN-Migrationspakt

Beitrag von WernerSchell » 28.11.2018, 12:57

Klarstellung zum UN-Migrationspakt
Auswärtiges/Antrag

Berlin: (hib/AHE) Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD betrachten den Migrationspakt der Vereinten Nationen ("Globaler Pakt für eine sichere, geordneten und reguläre Migration", GCM) als einen Beitrag zur Ordnung, Steuerung und Begrenzung von Migration sowie zum Schutz der Rechte von Migranten. "Als ein Land mit hohen Standards beim Menschenrechtsschutz liegt es im deutschen Interesse, dass auch andere Staaten diese Standards erfüllen, um den Migrationsdruck nach Deutschland zu senken", heißt es in einem Antrag (19/6056 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/060/1906056.pdf ), der am morgigen Donnerstag auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht.
Darin fordern die Abgeordneten die Bundesregierung unter anderem auf, sicherzustellen, dass durch den Pakt "die nationale Souveränität und das Recht Deutschlands, über seine Migrationspolitik selbst zu bestimmen, nicht beeinträchtigt" und keine nationalen Hoheitsrechte übertragen werden. "Dazu gehört, zu gewährleisten, dass durch den GCM keinerlei deutsche Regelungen eingeschränkt oder ausgeweitet werden." Die Bundesregierung solle dafür eintreten, "dass andere Staaten - insbesondere diejenigen, aus denen ein besonderer Migrationsdruck nach Europa und Deutschland entsteht - Mindeststandards für Migranten und Migrantinnen etablieren und gewährleisten, um hierdurch auch den Migrationsdruck nach Europa und Deutschland zu reduzieren".
Es solle zudem weiterhin "klar und stringent zwischen legaler und illegaler Migration" unterschieden werden. Die Abgeordneten dringen darauf, mit einem "Fachkräfteeinwanderungsgesetz" die Voraussetzungen für geordnete legale Zuwanderungsmöglichkeiten nach Deutschland zu verbessern, "um so dem Fachkräftemangel zu begegnen und so Migrantinnen und Migranten Perspektiven auf dem deutschen Arbeitsmarkt und in unserer Gesellschaft zu geben". Ferner soll die Bundesregierung gegenüber anderen Staaten die völkerrechtliche Verpflichtung zur Rückübernahme eigener Staatsangehöriger einfordern. So sehe der Migrationspakt unter anderem vor, dass Staaten dafür sorgen müssten, dass Migranten über Identitätsnachweise und Reisedokumente verfügen: "An keinem anderen Hindernis scheitert die Rückführung Ausreisepflichtiger so oft wie an der mangelnden Kooperationsbereitschaft bei der Identitätsfeststellung und Ausstellung von Reisepässen", heißt es dazu in der Vorlage. Weitere Forderungen zielen auf einen besseren Schutz der europäischen Außengrenzen, die Bekämpfung von Schleusung und Menschenhandel die Verbesserung der Lebensbedingungen in den Herkunftsländern.

Quelle: Mitteilung vom 28.11.2018
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
E-Mail: vorzimmer.puk2@bundestag.de
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Migrationspakt nur unter Vorbehalt

Beitrag von WernerSchell » 29.11.2018, 12:56

AfD: Migrationspakt nur unter Vorbehalt
Auswärtiges/Antrag

Berlin: (hib/AHE) Die AfD-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, einer Protokollerklärung zur völkerrechtlichen beziehungsweise rechtlichen Unverbindlichkeit des "Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration" (Migrationspakt) bei der Unterzeichnung des Paktes im Dezember in Marrakesch abzugeben. "Ziel und Zweck dieser Beschlussfassung der vorgeschlagenen Protokollerklärung sind es, diese rechtliche Auffassung gegenüber den Vereinten Nationen und allen Unterzeichnerstaaten deutlich zu machen und für alle Zukunft zu unterstreichen", heißt es in einem Antrag (19/6061 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/060/1906061.pdf ), der am Freitag auf der Tagesordnung des Bundestagsplenum steht.
Von den politischen Initiatoren des Paktes sei bewusst der Weg der völkerrechtlichen Grauzone eines sogenannten "Soft law" gewählt worden, schreiben die Abgeordneten. "Bereits nach wenigen Jahren mutiert ein zuvor rechtlich unverbindlicher Vertrag durch allgemeine Staatenpraxis zu anerkanntem Völkergewohnheitsrecht (ius cogens)." Dem Textpassus einer angeblichen Rechtsunverbindlichkeit könne dann rechtlich nichts mehr entgegengehalten werden.
Die Bundesregierung solle deshalb in einer Protokollerklärung feststellen, dass nach ihrer Auffassung der Migrationspakt über die bereits bestehenden völkerrechtlichen Vereinbarungen und Verpflichtungen hinaus kein weiteres internationales Recht im Bereich globaler Migration setze. "Die im Zusammenhang der 23 Ziele des Globalen Migrationspakts genannten 'Verpflichtungen' sind dementsprechend nur politisch deklaratorischer Art. Sie binden und verpflichten daher rechtlich in keinerlei Hinsicht die deutschen staatlichen Stellen." Aufgrund seines ausdrücklichen unverbindlichen Rechtscharakters könne der Pakt weder eine rechtliche Anwendung finden noch bei der Auslegung von Rechtsfragen durch deutsche Gerichte herangezogen werden.

Quelle: Mitteilung vom 29.11.2018
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
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Fachkräfteeinwanderungsgesetz - Fachkräfteeinwanderung bedarfsgerecht steuern und stärken

Beitrag von WernerSchell » 20.12.2018, 07:39

Fachkräfteeinwanderungsgesetz am 19.12.2018 vom Bundeskabinett beschlossen. Das Selbstlob der Koalitionspartner ist laut Bericht der Ärzte Zeitung vom 20.12.2018 groß, die Praxistauglichkeit der Regelungen ungewiss. Ob eine gezielte Gewinnung von fachlich und sprachlich geeigneten Fachkräften für die Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gestaltet werden kann, ist mehr als fraglich. - Häufig stellt die Sprache die größte Barriere dar, denn nur mit guten Sprachkenntnissen können die Pflegekräfte mit den Pflegebedürftigen kommunizieren. Ob ausländische Pflegekräfte eine dauerhafte Lösung darstellen, ist fraglich. Schließlich werden diese Pflegekräfte in ihren Heimatländern auch dringend benötigt. - Näheres unter >
viewtopic.php?f=4&t=22958&p=106901#p106901
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Altersabschätzung per Ultraschall

Beitrag von WernerSchell » 17.01.2019, 16:55

Altersabschätzung per Ultraschall: DEGUM begrüßt prinzipiell Initiative des Bundesgesundheitsministeriums

Berlin– Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lässt prüfen, ob eine Altersabschätzung von jungen Migranten durch Ultraschall möglich ist. Eine solche Prüfung sei notwendig, da möglicherweise teilweise fehlerhafte Altersangaben vorliegen. Diese dürften nicht dazu führen, dass Asylverfahren falsch bearbeitet oder Straftaten nicht verfolgt werden, so die Begründung. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) begrüßt prinzipiell diese Initiative – denn aus medizinischer Sicht ist eine Altersabschätzung per Sonografie im Vergleich zu anderen Verfahren wie dem Röntgen besonders gesundheitsschonend.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) fördert seit Beginn des Jahres ein Projekt der Fraunhofer-Gesellschaft und der Universität des Saarlandes, um herauszufinden, ob das Alter von jungen Erwachsenen statt per Röntgenverfahren auch per Ultraschall abgeschätzt werden kann. Das Projekt wird mit rund einer Million Euro gefördert und die Ergebnisse sollen laut Aussage des Ministeriums Ende 2020 vorliegen. Ein zentrales Anliegen sei es, einen Weg zu finden, den Ärztinnen und Ärzte mitgehen würden.

„Im Prinzip befürworten wir die Initiative des Bundesgesundheitsministeriums bei der Altersabschätzung auf den Ultraschall zu setzen“, sagt Privatdozent Dr. med. Jörg Detlev Moritz, stellvertretender Leiter der DEGUM-Sektion Pädiatrie. „Die Sonografie ist viel schonender als das Röntgenverfahren, da sie komplett ohne Strahlenexposition auskommt.“ Bislang fehlt bei einer Altersabschätzung per Röntgen die medizinische Indikation. Ärzte müssen dem Patienten ohne medizinische Notwendigkeit eine Röntgenuntersuchung zumuten und strapazieren auch ihr Berufsethos. „Gerade bei jungen Menschen ist es besonders relevant, so häufig wie möglich auf Röntgenstrahlen zu verzichten, um schon recht früh mögliche Strahlenschäden im Körper zu verhindern “, erklärt Moritz. Da die Altersabschätzung per bildgebendem Verfahren zur Volljährigkeitsbestimmung durchgeführt wird, ist davon auszugehen, dass neben jungen Erwachsenen auch Minderjährige in dieses Verfahren involviert sind. „Bei diesem Klientel, das sich noch im Wachstum befindet, können Röntgenstrahlen das Zellenwachstum beeinträchtigen.“

Bisher erfolgt die Altersabschätzung in Deutschland entsprechend der Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft für Forensische Altersdiagnostik (AGFAD) – in einem ersten Schritt mit Hilfe einer Röntgenaufnahme der linken Hand. „Normalerweise ist die Skelettentwicklung an der Hand bei Jungen mit 19 und bei Mädchen mit 17 Jahren abgeschlossen. Wenn diese Entwicklung nach der Abschätzung als abgeschlossen erklärt wird, wird in einem weiteren Schritt eine Röntgenaufnahme der Ober- und Unterkiefer zur Beurteilung der Zahnentwicklung durchgeführt“, so der DEGUM-Experte. „Zusätzlich wird eine computertomographische Untersuchung der Schlüsselbeine durchgeführt, da hier im Mittel die Skelettentwicklung bei Männern erst mit 30 und bei Frauen mit 27 Jahren abgeschlossen ist.“ Durch dieses Vorgehen lässt sich das Alter abschätzen. Es weist aber wie alle bildgebenden Methoden eine relativ hohe Ungenauigkeit auf, weswegen es – neben der in der Kritik stehenden Strahlenexposition – immer wieder kritisiert wird.

„Sofern die Studienergebnisse zugunsten einer Altersabschätzung per Ultraschall ausfallen, sollte auf dieses gesundheitsschonendere Verfahren gesetzt werden“, meint Moritz.
„Alternativ sollte geprüft werden, ob eine Altersabschätzung durch die Magnetresonanztomographie, ebenfalls ein Verfahren ohne Strahlenexposition, möglich ist.“ Dennoch sehe die DEGUM die geplante Studie kritisch, da die Ergebnisse auch juristisch valide sein müssten und nicht von der Erfahrung der Untersucher abhängen dürften. „Durch andere Projekte, wie zum Beispiel durch die Sonographie der Lunge, könnten sehr viel mehr Röntgenaufnahmen und damit Röntgenstrahlen bei Kindern eingespart werden“, so der Leiter der Kinderradiologie in Kiel weiter. Die DEGUM bietet Ultraschall-Kurse speziell für die Diagnostik bei jungen Menschen, aber auch in zahlreichen anderen Fachrichtungen an, um Ärztinnen und Ärzte entsprechend zu qualifizieren.

Über die DEGUM: Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) bietet ein Forum für den wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet des medizinischen Ultraschalls. Sie vereint rund 10 000 Ärzte verschiedener Fachgebiete, medizinische Assistenten, Naturwissenschaftler und Techniker. Ultraschalldiagnostik ist heute das am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren in der Medizin. Ultraschallanwendern bescheinigt die DEGUM eine entsprechende Qualifikation mit einem Zertifikat der Stufen I bis III. DEGUM zertifizierte Ärzte finden Patienten im Internet unter: www.degum.de

Quelle: Pressemitteilung vom 17.01.2019
Kontakt für Journalisten:
Pressestelle der Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM)
Friederike Gehlenborg
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-295
Fax: 0711 8931-167
E-Mail: gehlenborg@medizinkommunikation.org
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Flüchtlinge - Ist Ultraschall bei der Altersschätzung die Alternative zum Röntgen?

Beitrag von WernerSchell » 29.01.2019, 07:28

Ärzte Zeitung vom 29.01.2019:
Flüchtlinge
Ist Ultraschall bei der Altersschätzung die Alternative zum Röntgen?

Methoden zur Bestimmung der Volljährigkeit im Asylrecht sind seit Jahren rechtlich und ethisch umstritten. Alternative Methoden gibt es bereits. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=98 ... efpuryykqr
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Zuwanderung ist keine Lösung für den Pflegenotstand

Beitrag von WernerSchell » 29.01.2019, 19:08

Heute, 29.ö01.2019, bei Facebook gepostet:

"Zuwanderung ist keine Lösung für den Pflegenotstand" (Statement vom 29.01.2019 Verena Bentele, VdK). "Einwanderung ist nur ein – und nicht der wichtigste – Baustein gegen den Pflegefachkräftemangel" (Statement DBfK vom 02.10.2018). - Beiden Erklärungen stimme ich uneingeschränkt zu! - Siehe > viewtopic.php?f=5&t=22865


Zuwanderung - Bentele Statement 29012019.jpg
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Pflegenotstand in Deutschland: Migrantische Pflegekräfte als Lösung für Staat und Familien?

Beitrag von WernerSchell » 27.02.2019, 13:48

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Pflegenotstand in Deutschland: Migrantische Pflegekräfte als Lösung für Staat und Familien?

Abschluss eines dreijährigen Forschungsprojekts zur Langzeitpflege von alten Menschen im deutsch-niederländischen Vergleich und internationale Konferenz zum Thema Pflegenotstand in Mainz

Deutschland im Pflegenotstand – das Schlagwort von der unzureichenden finanziellen und personellen Ausstattung der Pflegestrukturen ist schon seit Langem bekannt, aber an der Situation scheint sich nichts zum Besseren zu wenden, eher im Gegenteil. Die Zahl der Älteren und Pflegebedürftigen nimmt zu und damit auch die Zahl der Menschen, die zu Hause gepflegt werden möchten. Viele Familien fühlen sich zur häuslichen Pflege eines Angehörigen moralisch verpflichtet, oft ist dies aber alleine kaum zu schaffen. Eine gewisse Hilfe kann die Anstellung von ausländischen Pflegekräften bringen, allerdings sind diese Arrangements in verschiedener Hinsicht äußerst problematisch. Die migrantischen Pflegearbeiterinnen verfügen häufig über keine entsprechende Ausbildung, müssen rund um die Uhr zur Verfügung stehen und werden unter Mindestlohn bezahlt. Ein Forscherteam an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat diese Pflegearrangements untersucht und wird dazu und zum Thema Pflegenotstand am 11. und 12. März eine internationale Konferenz abhalten.

Steigende Kosten, überforderte Familienangehörige, ein Mangel an Pflegekräften und die zunehmende Komplexität des gesamten Systems sind die wesentlichen Faktoren des anhaltenden Pflegenotstands in Deutschland. Nicht nur staatliche Stellen, sondern auch private und öffentliche Pflegeeinrichtungen suchen neue Arbeitskräfte im Ausland und laut einer Recherche der Stiftung Warentest werben über 250 Vermittlungsagenturen mit einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch ausländische Hilfskräfte in Privathaushalten. Kamen diese migrantischen Pflegearbeiterinnen bisher vorwiegend aus Polen, so reisen jetzt zunehmend auch Frauen aus anderen osteuropäischen Ländern wie Rumänien oder der Slowakei an. Sie wohnen mit den Familien unter einem Dach und kümmern sich um die Pflegbedürftigen und teilweise auch um den Haushalt.

Gemäß einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung sind rund 200.000 Care-Arbeiterinnen aus Mittel- und Osteuropa in Deutschland tätig; die Dunkelziffer ist allerdings hoch. „Uns hat überrascht, wie stark verbreitet diese Pflegearrangements mit migrantischen Arbeiterinnen mittlerweile sind“, teilt Prof. Dr. Cornelia Schweppe von der JGU zu den dreijährigen Untersuchungen mit. „Dabei erfolgt der allergrößte Teil dieser Anstellungen informell, das heißt es besteht kein reguläres Arbeitsverhältnis, die Arbeitszeiten sind zu hoch, der Lohn niedrig. Im Grunde weiß dies jeder, aber es wird nicht interveniert.“ Schließlich scheinen diese Arrangements auf den ersten Blick im Interesse aller Beteiligten zu sein: Die Familien haben eine Lösung gefunden, die migrantischen Pflegekräfte eine im Vergleich zu ihren Herkunftsländern besser bezahlte Tätigkeit und der Staat kann am bisherigen Pflegesystem festhalten, statt unpopuläre, weil teure Reformen durchzuführen.

Beschäftigung von migrantischen Pflegearbeiterinnen in Familien: Die Chemie muss stimmen

Wie die Untersuchung zeigt, spielt es für die Familienangehörigen zunächst kaum eine Rolle, dass die migrantischen Pflegearbeiterinnen in der Regel über keine entsprechende Ausbildung verfügen. Wichtig ist vielmehr die zwischenmenschliche Ebene. „Die Chemie muss stimmen“, sagt Schweppe zu dem Befund, der auf Interviews mit Familienangehörigen und Migrantinnen basiert.

Die Erziehungswissenschaftlerinnen und Erziehungswissenschaftler haben nicht nur festgestellt, dass diese Art von Pflegearrangements stark zugenommen hat, sondern auch, dass es die unterschiedlichsten Konstrukte gibt: Bei dem klassischen Modell pendeln die Pflegekräfte alle drei Monate nach Hause im Wechsel mit einer zweiten Kraft, bei Schwerstpflegebedürftigen sind Familienmitglieder weiterhin stark in der Pflege involviert, in anderen Fällen werden ortsfremde Familienangehörige im Wechsel mit den ausländischen Hilfen einquartiert oder es werden zwei migrantische Pflegearbeiterinnen gleichzeitig beschäftigt. „Das Modell wird außerordentlich flexibel genutzt, sodass es allen möglichen Bedürfnissen gerecht wird“, sagt Dr. Vincent Horn, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsteams. Das Ausmaß dieser Arrangements sei aber, so Horn, nur vor dem Hintergrund zu verstehen, dass der Gang ins Altenheim abgelehnt wird und die Familie mit der Betreuung an ihre Grenzen stößt. „Die Familienangehörigen haben ein starkes Verpflichtungsgefühl gegenüber den zu pflegenden Personen, was auch auf das schlechte Image der Pflegeheime zurückzuführen ist“, so Vincent Horn.

Blick über die Grenze: Österreich und Niederlande als Wegweiser?

„Wir können anhand unserer Studie keine allgemeinen Schlüsse ziehen, was gute Pflege bedeutet. Dazu sind die Bedingungen in den Familien zu verschieden“, so Horn. Er lässt aber auch keinen Zweifel daran, dass es sich bei dem deutschen System der Altenpflege um ein Flickwerk handelt, das vor allem die Familien in die Verantwortung nimmt – und sie mit irregulären Pflegearrangements alleine lässt. Ein Blick über die Grenzen könnte zeigen, dass es auch anders geht. Österreich hat zum Beispiel 2007 die qualitätsgesicherte 24-Stunden-Betreuung auf eine legale Basis gestellt. Die Niederlande haben bereits vor Jahrzehnten entschieden, einen professionellen öffentlichen Pflegesektor zu schaffen und gleichzeitig die Familien aus der Verantwortung zu nehmen. „Die Niederlande verfügen heute über ein sehr gutes Netz ambulanter Dienste und anderer Hilfen im Haushalt“, beschreibt Horn die Situation im Nachbarland. Mit der finanziellen Ausstattung und den bisherigen Regulierungen der sozialen Pflegeversicherung in Deutschland wäre dies allerdings nicht zu machen.

Wie es mit der Altenpflege in Deutschland und auch international in Zukunft weitergehen könnte, wird Thema eines Symposiums, das am 11. und 12. März 2019 in Mainz stattfindet. „The Long-Term Care Crisis: Tapping into Labour Resources Within and Across National Borders“ befasst sich mit dem Pflegenotstand in vielen industrialisierten Ländern und tragfähigen, nachhaltigen Lösungen für die Zukunft – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Verfügbarkeit migrantischer Pflegearbeiterinnen zukünftig möglicherweise knapper wird. Wie kann man Arrangements in der häuslichen Pflege gestalten, damit die Qualität der Pflege gesichert ist? Wie kann man das Risiko der Gewaltanwendung minimieren? Wie können die Arbeitsbedingungen fair gestaltet und rechtlich abgesichert werden? Wie genau läuft die Pflege in anderen Ländern? Referenten aus den USA, Asien, Israel und Europa werden bei dem Symposium über den Pflegenotstand und die Wanderbewegungen von Pflegekräften über Grenzen hinweg sprechen. Die Veranstaltung findet am Montag, 11. März und Dienstag, 12. März im Erbacher Hof, Grebenstraße 24-26, 55116 Mainz statt.

Das Symposium markiert gleichzeitig den Abschluss des dreijährigen Forschungsprojekts „Entwicklung und Bedeutung transnationaler Altenpflegearrangements", das von der Arbeitsgruppe Sozialpädagogik der JGU im Verbund mit der Universität Nijmegen in den Niederlanden durchgeführt wurde. Finanziert wurde es aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Netherlands Organisation for Scientific Research (NWO).

Kontakt:
Prof. Dr. Cornelia Schweppe
AG Sozialpädagogik
Institut für Erziehungswissenschaft
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-20727 oder -26380
Fax +49 6131 39-26050
E-Mail: c.schweppe@uni-mainz.de
http://www.sozialpaedagogik.fb02.uni-mainz.de/140.php

Weiterführende Links:
http://www.sozialpaedagogik.fb02.uni-mainz.de/1076.php - AG Sozialpädagogik
http://www.sozialpaedagogik.fb02.uni-mainz.de/1073.php - Programm des Symposiums
https://www.gfk.uni-mainz.de/prof-dr-cornelia-schweppe/ - GFK-Fellow Cornelia Schweppe

Lesen Sie mehr:
http://www.magazin.uni-mainz.de/9435_DEU_HTML.php - JGU-Magazin-Beitrag „Entwicklungsland in Sachen Altenpflege“ (20.08.2018)
https://idw-online.de/de/news688928 - idw-Nachricht „Alte Menschen besser vor Gewalt in der häuslichen Pflege schützen“ (08.02.2018)
https://idw-online.de/de/news660398 – idw-Nachricht „Globalisierung hat Altenpflege erreicht“ (05.10.2016)
http://www.uni-mainz.de/presse/75735.php - Pressemitteilung „DFG bewilligt internationales Forschungsprojekt zur Transnationalisierung von Langzeitpflege“ (15.06.2016)

Quelle: Pressemitteilung vom 27.02.2019
Petra Giegerich Kommunikation und Presse
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
https://idw-online.de/de/news711280
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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