Gepflegt alt werden - Die Pflege-Agenda - Videofilme in der Mediathek

Wichtige Hinweise zu Veranstaltungen - z.B. >>> "Pro Pflege -Selbsthilfenetzwerk" - Radio- und TV-Sendungen.

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Gepflegt alt werden - Die Pflege-Agenda - Videofilme in der Mediathek

Beitrag von WernerSchell » 04.10.2018, 05:46

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04.10.2018, 20.15 - 22.00 Uhr, 3SAT

Gepflegt alt werden
"Wissenschaft am Donnerstag"
Dokumentation über kommunalisierte Pflege und "scobel - Die Pflege-Agenda"

Erstausstrahlung

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In den Niederlanden sind die Kommunen gesetzlich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alte Menschen nicht ins Heim müssen. Ist die Kommunalisierung der Pflege auch in Deutschland eine Option? Die Dokumentation "Gepflegt alt werden" von Tanja von Ungern-Sternberg am Donnerstag, 4. Oktober, 20.15 Uhr, in Erstausstrahlung, beschäftigt sich mit alternativen Modellen zur Pflege. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel im Rahmen von "Wissenschaft am Donnerstag" in "scobel - Die Pflege-Agenda" mit seinen Gästen, was sich in der Pflege ändern muss.

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Die immer älter werdende Gesellschaft braucht ein solidarisches Miteinander. Die Betreuung und Pflege hilfsbedürftiger Menschen marktwirtschaftlichen Regeln zu unterwerfen, hat zu einer Situation geführt, die viele mit "Pflegenotstand" beschreiben. In Deutschland fordern Senioren-Organisationen eine vergleichbare Politik wie in den Niederlanden - eben einer Kommunalisierung von Pflege. In Rheinland-Pfalz kümmert sich etwa eine "Gemeindeschwester Plus" um ältere Menschen vor Ort. Damit soll die Pflegebedürftigkeit verzögert, wenn nicht gar verhindert werden. Was bisher nur ein Modellprojekt war, soll aufgrund des großen Erfolgs in die Verlängerung gehen. Es gibt nicht das eine perfekte Konzept, aber Experten wissen, dass Menschen, die mehr im Gestern als im Heute verhaftet sind, nah an ihrer Biografie weiterleben sollten und dass sinnvolle Arbeit besser ist als jede Beschäftigungstherapie. Um der Pflege gerecht zu werden, müsse ein ganzes Räderwerk von medizinischen Ambulanzen, Hausärzten, Gerontologen und Betreuungsangeboten ineinandergreifen.

Im Rahmen von "Wissenschaft am Donnerstag" folgt um 21.00 Uhr "scobel - Die Pflege-Agenda". Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen werden meist von der Politik alleingelassen. Oft werden nicht versicherte, günstige Pflegekräfte aus Osteuropa zur heimischen Pflege engagiert. Aber auch wer sich den stationären Betrieb leisten kann, kann nicht beruhigt sein: Viel zu wenig Personal muss zu viele Menschen betreuen. Zudem sind Pflegeberufe schlecht bezahlt. Strukturelle Veränderungen sind dringend notwendig. Gert Scobel diskutiert u.a. mit Sozialökonom und Ethiker Bernhard Emunds über die Zukunft der Pflege.

Quelle und weitere Informationen:
https://pressetreff.3sat.de/startseite/ ... lt-werden/

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Die Beiträge sind in der Mediathek anschaubar; und zwar:
"Gepflegt alt werden" > http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=76071
"Die Pflege-Agenda" > http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=76070


Das ZDF hat am 08.10.2018 zum Wissenschaftsabend am 04.10.2018 ergänzend mitgeteilt:
Die Dokumentation „Gepflegt alt werden“ sowie die dazugehörige Scobel-Sendung kann 5 Jahre lang in der Mediathek angeschaut werden, und zwar unter folgenden Adressen:
>>> http://www.3sat.de/page/?source=/wissen ... index.html
>>> http://www.3sat.de/page/?source=/scobel ... index.html


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Ein Buchtipp zum Thema:
B. Emunds:
Damit es Oma gutgeht - Pflege-Ausbeutung in den eigenen vier Wänden
Quelle: viewtopic.php?f=3&t=21560&p=102686

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Siehe auch die Beiträge zum Thema: " Gemeindeschwestern in Quartiershilfen einbinden!"
> viewtopic.php?f=4&t=22782&p=104936&hili ... rn#p104936
Dort wird verdeutlicht, dass kommunale Quartiershilfen großen Sinn machen und flächendeckend eingeführt werden sollten, bundesweit. In Neuss-Erfttal sind solche Quartiersangebote bereits 2012 in Gang gebracht worden und werden ständig weiter ausgebaut. Kommunale Quartiersangebote können dem Grundsatz "ambulant vor stationär" wirkungsvoller Geltung verschaffen. Solche Angebote müssen nicht erst erprobt werden; sie funktionieren! Man muss sie nur wollen.
Am 04.10.2018 wurde bei Facebook gepostet:
Kommunen sind mit Blick auf die Daseinsvorsorge der BürgerInnen gefordert, Quartierskonzepte zu gestalten. - Quartiershilfen müssen die Leistungen der Pflegeversicherung zielgerichtet ergänzen! Dies fordere ich - mit anderen - seit vielen Jahren. Mein umfangreiches schriftliches Statement, das für die Fachtagung "Neue Wohnformen im Quartier" im Rhein-Kreis Neuss am 14.08.2015 zur Verfügung gestellt wurde, zeigt die Erfordernisse auf > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 082015.pdf . In Neuss-Erfttal wurden Quartiershilfen 2012 auf meine Initiative hin in Gang gebracht. Mittlerweile gibt es ergänzend ein Lotsenpunktprojekt. Die Quartiershilfen werden als wichtige Unterstützungsleistung wahrgenommen. Sie sollten dringend flächendeckend eingeführt werden. Dies habe ich auch dem Bundesgesundheitsministerium - erneut! - im Rahmen der Verbändeanhörung mit Brief vom 06.07.2018 mitgeteilt > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 072018.pdf
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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