Gefährliche Bluttransfusionen ... TV-Tipp für den 30.10.2017

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Gefährliche Bluttransfusionen ... TV-Tipp für den 30.10.2017

Beitrag von WernerSchell » 30.10.2017, 07:12

30.10.2017, 20.15 - 21.00 Uhr, SWR-Fernsehen

Gefährliche Bluttransfusionen - Was hilft gegen das Risiko?

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In deutschen Operationssälen werden pro Jahr über vier Millionen Bluttransfusionen gegeben. Seit einigen Jahren verdichtet sich ein Verdacht: Transfusionen helfen zwar Leben retten, können aber auch gefährliche Nebenwirkungen haben. Es gibt deutlich mehr Komplikationen nach Operationen, Krebserkrankungen können zurückkehren oder viele Jahre später auftreten. Die Fachwelt weiß dies schon länger. SWR-Recherchen haben es 2014 in dem Film „Böses Blut“ (>>> viewtopic.php?f=7&t=20741 ) an die Öffentlichkeit gebracht, in dem auch Alternativen aufgezeigt wurden. Mit dem „Patient Blood Management“ lässt sich durch gezielte Maßnahmen vor größeren Operationen ein großer Teil der Transfusionen einsparen.
Zwei Jahre später fragt „betrifft“: Was hat sich seither getan? Zwar haben sich mehr und mehr Kliniken der Blutsparinitiative angeschlossen, im weitaus größten Teil der Krankenhäuser werden die neuen Erkenntnisse allerdings nach wie vor nicht umgesetzt. Keine Frage: Nach Unfällen und großen Operationen mit unvorhersehbarem Blutverlust helfen die Konserven, Leben zu retten. Einen routinemäßigen und gedankenlosen Einsatz von Blutbeuteln bei planbaren Operationen dürfte es heute eigentlich nicht mehr geben.
Der Film von Ulrike Gehring begleitet eine Gruppe von Ärzten, die nicht hinnehmen wollen, dass es nach wie vor zu unnötigen Komplikationen oder sogar Todesfällen kommt, die durch konsequente Anwendung des „Patient Blood Management“ vermieden werden könnten. Die Mediziner haben neue und umfangreiche Studien durchgeführt, die das von Bluttransfusionen ausgehende Risiko untermauern. Und sie fordern, dass auch die Gesundheitspolitik reagieren muss, damit sich die neuen Erkenntnisse auch in allgemeinen Behandlungsrichtlinien niederschlagen und damit überall Standard werden.


Quelle und weitere Informationen:
https://www.swr.de/betrifft/betrifft-bl ... index.html
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Bei Operationen mehr Eigenblut nutzen

Beitrag von WernerSchell » 13.06.2018, 10:34

Bei Operationen mehr Eigenblut nutzen
BARMER für maßvollen Einsatz von Transfusionen


Berlin, 13. Juni 2018 – Krankenhäuser sollten aus Sicht der BARMER stärker das Eigenblut von Patienten bei Operationen nutzen, um Transfusionen mit Spenderblut zu vermeiden. „Bei Eingriffen kommen Blutkonserven mitunter vorschnell zum Einsatz. Durch die sogenannte Patienten-Blut-Behandlungsplanung kann man dies vor allem bei planbaren Eingriffen verhindern. Kliniken sollten verstärkt auf dieses Konzept setzen, zumal es gerade im Sommer zu Engpässen an Spenderblut kommen kann“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER, mit Blick auf den Weltblutspendetag am 14. Juni.

An erster Stelle steht die Sicherheit des Patienten
Das Konzept, auch Patient Blood Management PBM genannt, fußt, so Marschall, auf mehreren Säulen. Unter anderem werde der Patient vor planbaren Operationen auf Blutarmut getestet, da bereits bei einer leichten Anämie das Risiko für Komplikationen und Tod um das bis zu Fünffache erhöht sein kann. Insofern sollten Patienten einer ursächlichen Anämie-Therapie unterzogen werden. Dies steigere die eigenen Blutreserven. Zudem würden durch diverse Maßnahmen unnötige Blutverluste und damit unnötige Fremdbluttransfusionen vor, während und nach dem Eingriff um bis zu 50 Prozent vermieden. „Beim PBM-Konzept geht es nicht nur darum, kostbare Blutreserven zu schonen. An erster Stelle stehen die Gesundheit und Sicherheit des Patienten“, sagt die leitende Medizinerin der BARMER. Denn eine Bluttransfusion berge immer ein Restrisiko und könne schwere allergische Reaktionen auslösen, schlimmstenfalls mit tödlichem Ausgang.

BARMER ruft zur Blutspende auf
Eine Patienten-Blut-Behandlungsplanung sei auch deshalb so wichtig, weil in Deutschland immer mehr Blutspenden benötigt würden. Derzeit seien es rund 15.000 am Tag. „Für akute Operationen oder zur Herstellung von Medikamenten wird man weiter Spenderblut oder dessen Bestandteile benötigen. Deshalb appellieren wir an die Bürger nach wie vor, zur Blutspende zu gehen. Sie können damit Leben retten“, sagt Marschall. Die PBM sei als wertvolle Ergänzung und Entlastung zu verstehen, die mittlerweile weltweit in Hunderten Kliniken jeglicher Größe durchgeführt werde.

Quelle: Pressemitteilung vom 13.06.2018
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