Barrierefreies Wohnen - Quartiershilfen ... KAS-Tagung

Wichtige Hinweise zu Veranstaltungen - z.B. >>> "Pro Pflege -Selbsthilfenetzwerk" - Radio- und TV-Sendungen.

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Barrierefreies Wohnen - Quartiershilfen ... KAS-Tagung

Beitrag von WernerSchell » 01.03.2017, 08:23

Barrierefreier Wohnraum – Stand und Ausblick
"Der Weg von Wohnungspolitik zu umfassender Wohnpolitik"


Datum/Uhrzeit: 6. – 7. März 2017
Ort: Commundo Tagungshotel, Humboldtstr. 2, Neuss, Deutschland. Zur Website ›
Typ: Fachkonferenz
Barrierefreier Wohnraum wird dringender benötigt denn je. Doch schon der Begriff ist schillernd. Was brauchen wir konkret, was ist durch Umbau erreichbar, wo brauchen wir Neubauten? Was lässt sich in einem akzeptablen Kostenrahmen realisieren?

Inhalte:
Barrieren im Wohnumfeld, im (Mehrfamilien-)Haus, in der Wohnung
Brauchen wir Barrierefreiheit? - Zur Alltagstauglichkeit von Definitionen
Bestandszahlen und Investitionssummen
Novellierung Landesbauordnung NRW
Praxisbeispiele: Lebensqualität trotz Barrieren
Exkursion: Barrierefreies Wohnen mit Unterstützung sowie Unterstützung bei Demenz

Zielgruppen:
Kommunalpolitiker
Fachleute aus den Verwaltungen
Vertreter von einschlägigen Institutionen und Interessenverbänden
interessierte Öffentlichkeit

Material zur Veranstaltung:

Laut Wohnungsmarktbericht NRW 2016 entwickelt sich die Bevölkerungszahl regional sehr unterschiedlich. Dasselbe gilt für die Zahl der Haushalte. Kreisen und Städten mit klarer Wachstumsperspektive (z.B. der in dieser Fachkonferenz betrachtete Rhein-Kreis und Stadt Neuss sowie z.B. Kreis Borken und Stadt Bonn) stehen Kreise und Städte mit klarer Schrumpfungsperspektive gegenüber (z.B. Kreis Höxter, Märkischer Kreis, Stadt Duisburg). Es entsteht eine hohe Neubau-Nachfrage nach Wohnungen mit altengerechten Grundrissen oder Barrierefreiheit, vor allem in den Zentren von Mittelstädten, aber auch in den Großstädten.
Zu diskutieren ist in unserer Fachkonferenz, inwieweit diese Nachfrage generell und auf unterschiedliche Strukturräume bezogen befriedigt werden kann.

Sanierungs- und Neubauprojekte schließen oft selbstverständlich barrierefreies (betreutes) Wohnen, Mehrgenerationen-Wohnangebote sowie häufig auch ein Nachbarschaftszentrum ein. Eingebettet sollte dies sein in ein Quartierskonzept, das neben diesen "Bausteinen Wohnen" auch Quartiershilfen vorsieht. Denn es sind nicht nur bauliche Barrieren, die bestimmten Bevölkerungsgruppen das tägliche Leben erschweren. Zu einem lebenswerten Quartier gehörigen vielfältigen Hilfe- und Unterstützungsstrukturen. Werner Schell listet in seiner Zusammenstellung zu möglichen Quartiersgestaltungen eine Fülle von Komponenten und Aspekten vor allem im Hinblick auf Ältere auf und gibt Hinweise auf weitere Quellen. >>>> Download: http://www.kas.de/wf/doc/20889-1442-1-30.pdf

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" ... die Gestaltung des öffentlichen Raumes und der Wohnbedingungen müssen ... an dem Ziel ausgerichtet sein, die Teilhabe auch eingeschränkter ... Menschen zu fördern und zu sichern." Zitat aus dem 7. Altenbericht der Bundesregierung, veröffentlicht am 11. November 2016

Überblick und Bewertung zu technischen Assistenzsystemen bei Hilfs- und Unterstützungsbedürftigkeit
Sozial- und Tätigkeitsbericht 2014 des Neusser Bauverein AG mit Erläuterungen der Beratungsangebote vor Ort, der Nachbarschaftstreffs und der innovativen Wohnangebote, z.B. unsere Exkursionsziele Neuss-Erfttal und Neuss-Nord
"Leben in Gemeinschaft", Angebot für gemeinschaftliches Wohnen für Senioren und/oder jüngere Personen mit eingeschränkten Mobilität in Neuss-Erfttal
Das sog. Memory-Zentrum der St. Augustinus Seniorenhilfe sowie der St. Augustinus Fachkliniken als Stelle der Beratung, Begleitung und des Wohnens im Zusammenhang mit Demenz in Neuss-Nordstadt
Ergebnisse einer Bürgerbefragung zur Erfassung der zentralen Aspekte für ein lebenswertes Altwerden im Stadtteil durch das St. Augustinus Memory Zentrum, die Stadt Neuss und die Hochschule für Gesundheit Bochum

Quelle: Konrad-Adenauer-Stiftung > http://www.kas.de/wf/de/17.69119/
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Dr. Mechthild Scholl
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dr. Mechthild Scholl
Tel. +49 2241 246-4427
Fax +49 2241 246-54427

Mechthild.Scholl@kas.de

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Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete am 28. Februar 2017:
Neuss
Neusser Vorbilder für barrierefreies Wohnen

Neuss. Experten treffen sich in der Quirinus-Stadt. Zwei Projekte gelten als beispielhaft und werden besucht.
Barrierefreier Wohnraum ist ein enorm wichtiges Zukunftsthema. Abgesehen von Neubauten gibt es dabei in Neuss ein relativ überschaubares Angebot. Das teilten die Makler Alexander Busch und Karl-Josef Matheisen kürzlich bei der Präsentation des Jahresberichts der Neusser Immobilienbörse mit. Bei einer Fachtagung werden sich Experten im Comundo-Tagungshotel am 6. und 7. März mit dem Thema befassen. Organisiert wird die Veranstaltung von der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Zum Thema "Barrierefreier Wohnraum - Stand und Ausblick" geht es unter anderem um eine Analyse des Gebäudebestandes mit Blick auf die Barrierearmut. Schon Stufen vor der Eingangstür, enge Zugänge mit fehlenden Abstellflächen zum Beispiel für Rollatoren sowie fehlende Aufzüge sind häufig ein Problem. Ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen bedürfen zudem oft nicht nur Barrierefreiheit, sondern auch begleitender Angebote - zum Beispiel Hilfe bei Kontakten mit Ämtern, Pflegediensten und Krankenkassen. Ein räumlich zusammengefasstes Angebot kann dabei organisatorisch hilfreich sein. Daher wird bei der Fachtagung als Beispiel das Projekt "Leben in Gemeinschaft" im Bürgerhaus Erfttal in den Fokus gerückt. Zudem wird auf besondere Anforderungen von Demenzkranken hingewiesen. Dabei geht der Blick auf das Memory-Zentrum der St.-Augustinus-Kliniken.

Eröffnet wird die Fachtagung am Montag, 6. März, um 13.30 Uhr von Ludger Gruber, Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung, und seiner Kollegin Mechthild Scholl. Im Anschluss stehen Vorträge an. Torsten Bölting, Geschäftsführer der InWis Forschung und Beratung GmbH in Bochum, referiert zum Beispiel über "Barrieren im Wohnumfeld" und rückt dabei Anpassungsbedarf und Investitionssummen in den Blick. Am 7. März steht dann zunächst eine Exkursion ins Bürgerhaus Erfttal an, später geht es dann ins Memory-Zentrum.

Mehr zur Veranstaltung unter http://www.kas.de im Internet.

Quelle: NGZ http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.6641166
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Altengerechte Quartiershilfen gestalten - JETZT

Beitrag von WernerSchell » 07.03.2017, 08:00

Am 06.03.2017 bei Facebook gepostet:
Die Entwicklung und Gestaltung von altengerechten Quartiershilfen wird von mir seit Jahren bundesweit, aber auch gezielt im Rhein-Kreis Neuss und in der Stadt Neuss, angesprochen und eingefordert. Umfangreiche Vorschläge wurden vorgelegt und u.a. auf die Angebote des Pflegeministeriums NRW aufmerksam gemacht. Am 14.08.2015 gab es dazu eine Tagung im Rhein-Kreis Neuss. Dort habe ich zum Thema referiert und ein schriftliches Statement vorgelegt. Dies ist abrufbar unter > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 082015.pdf
Musterhaft wurde in Eigeninitiative in Neuss-Erfttal bereits im Januar 2012 mit solchen Angeboten begonnen und nach und nach ausgeweitet - erfolgreich.
Es erscheint dringend geboten, dass die politisch Verantwortlichen das Thema ohne Wenn und Aber aufgreifen und flächendeckend mit Quartiersangeboten in den Kommunen beginnen. Bislang wurde leider nur Zeit vertrödelt. So hat denn auch das Pflegestärkungsgesetz III wider Erwarten keine Quartierskonzepte als kommunale Pflichtleistung vorgesehen und mit Fördermitteln ausgestattet.
Die demografische Entwicklung lässt grüßen.
Werner Schell - http://www.wernerschell.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Barrierefreier Wohnraum - Fachtagung 06.-07.03.2017 Neuss

Beitrag von WernerSchell » 08.03.2017, 07:44

Ich hatte Gelegenheit, meine Vorstellung hinsichtlich der Gestaltung von kommunalen Quartiershilfen
am 06.03.2017 in einem Statement vorzutragen und in Diskussionsbeiträgen näher zu erläutern.
Am 07.03.2017 konnte u.a. das Quartier Erfttal vorgestellt werden. Insoweit war ich ebenfalls beteiligt.
Werner Schell
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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