Notfall Krankenhaus ... TV-Tipp für den 06.11.2015

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Notfall Krankenhaus ... TV-Tipp für den 06.11.2015

Beitrag von WernerSchell » 06.11.2015, 07:15

05.11.2015, 22:15 - 23:45 Uhr, ZDF
Wiederholung der Sendung bei PHOENIX am 06.11.2015, 16,00 Uhr


Sendung (rd. 90 Minuten) anschaubar
(möglicherweise nur vorübergehend)
unter folgender Adresse
:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanalueb ... e-Kliniken


Notfall Krankenhaus
Wie gut sind unsere Kliniken?


Talkshow, Deutschland , 2015
Moderation: Maybrit Illner

Bild

Die deutschen Krankenhäuser gehören zu den besten der Welt. Und doch es gibt zum Teil erhebliche Qualitätsunterschiede, nicht selten fühlen sich Patienten dem Apparat ausgeliefert.Das ZDF macht die Ursachen dafür zum Thema: Überlastete Ärzte und Schwestern, immer wieder Probleme mit mangelnder Hygiene, unnötige OPs. Wird die groß angekündigte Krankenhausreform dies alles abstellen?

Das Ziel der Reform, die am 1. Januar in Kraft tritt, ist hoch gesteckt: eine bessere Versorgung und mehr Qualität. Doch was kann das Gesetz wirklich strukturell ändern? Schon jetzt steigen die Kosten für das teuerste Gesundheitssystem der Welt jedes Jahr weiter.

Emotionale Fallbeispiele zeigen, wie gut Deutschlands Kliniken wirklich sind. Maybrit Illner diskutiert mit Betroffenen und Verantwortlichen Missstände und Lösungsansätze. Zuschauer und Nutzer können während der Live-Sendung ihre Erfahrungen und Fragen online einbringen: Dr. Johannes Wimmer – der sich als unkomplizierter „Online-Arzt“ mit eigenem youtube-Kanal einen Namen gemacht hat, hilft bei medizinische Fragen, sorgt aber auch dafür, dass sich Politiker und Experten im Studio mit den Zuschauerfragen auseinandersetzen.

Schon im Vorfeld der Sendung ruft das ZDF zusammen mit der Weissen Liste Patienten dazu auf, ihre positiven oder negativen Krankenhausgeschichten über krankenhaus.zdf.de mitzuteilen. Die Weisse Liste ist ein unabhängiges Vergleichsportal, getragen von der Bertelsmann Stiftung sowie den Dachverbänden der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen.

Quelle und weitere Informationen:
http://www.zdf.de/notfall-krankenhaus/n ... 10796.html

Dort ist zu den Gästen ausgeführt:
Gäste von Moderatorin Maybrit Illner sind Patienten, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, Thomas Reumann, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, die Medizinjournalistin Ursel Sieber sowie die Schauspielerin und Moderatorin Caroline Beil, die ihren krebskranken Vater pflegte. Dr. Johannes Wimmer, Klinikarzt und Video-Blogger, wird in der Sendung von den eingereichten Krankenhaus-Storys berichten und nützliche Hinweise geben.

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Im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk gibt es zahlreiche Beiträge zur Krankenhausreform - siehe z.B. unter:
viewtopic.php?f=4&t=20789
viewtopic.php?f=3&t=21118
viewtopic.php?f=3&t=21289
viewtopic.php?f=4&t=21252

Es sind vielfältige Verbesserungen in den Krankenhäusern notwendig: Mehr menschliche Zuwendung muss gestaltet werden. Daher ist ein Personalbemessungssystem dringlich, das eine auskömmliche Ausstattung der Kliniken mit Pflegepersonal sicherstellt. Im Übrigen müssen die Anreize für noch mehr Ökonomie in der Patientenversorgung abgeschafft bzw. zurückgeführt werden.

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Bei M. Illner, ZDF, Facebook-Seite wurde am 03.11.2015 folgender Text eingestellt:

Der "Notfall Krankenhaus", Diskussion bei B. Illner am 05.11.2015, hat entscheidend damit zu tun, dass neben einer totalen Ökonomisierung (Fallpauschalen usw.) im pflegerischen Bereich seit Jahren Unterversorgung besteht (immer weniger Pflegekräfte für immer mehr Patienten), die zu gravierenden pflegerischen Unzulänglichkeiten beiträgt. Dies nicht etwa, weil die Pflegekräfte nicht wollen oder können, nein, die Zahl der Pflegekräfte ist ist ungenügend (ähnlich in den Pflegeeinrichtungen)! - Dem Vernehmen nach war vorgesehen, dass Herr Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates, als Studiogast an der Sendung am 05.11.2015 teilnehmen sollte. Wenn er ausgeladen worden ist, muss dies als eine Fehlentscheidung charakterisiert werden und wäre zu korrigieren. Stattdessen auf Ärztevertreter abzustellen, zeigt deutlich, welche irrigen Vorstellungen bestehen. Die Ärzte dominieren ohnehin das Geschehen ("Ärzte bringen Geld - Pflegekräfte kosten Geld") und jetzt führen sie auch ohne die Pflege das Wort in der Sendung. Das ist so völlig inakzetabel. Die Pflege gehört allerorten an den Verhandlungs- und Diskussionstisch! Deshalb macht sich Pro Pflege Selbsthilfenetzwerk (als Lobby für Patienten und pflegebedürftige Menschen) seit Jahren in Pflegetreffs für die Auflösung des Pflegenotstandes stark (u.a. 13.05.2014 mit dem Bundesgesundheitsminister Gröhe, 14.4.2015 mit dem Pflegebeauftragten der Bundesregierung Laumann und am 21.10.2015 wieder mit dem Bundesgesundheitsminister Gröhe). Zwei Statements bei Youtube bringen die hiesige Sichtweise kurz und knapp auf den Punkt > https://youtu.be/qbyHRxX9ikk / https://www.youtube.com/watch?v=KXX7VYo ... e=youtu.be
Und noch ein Hinweis: Die Bedeutung der "Weißen Liste" wird total überbewertet. Man könnte dazu eine Menge sagen. Es verhält sich bei der Liste ähnlich wie bei den Pflegenoten in den Pflegeeinrichtungen.


Heute, 05.11.2015, bei Facebook ergänzend gepostet:
"Notfall Krankenhaus" - Sendung "M. Illner" am 05.11.2015: Mittlerweile hat sich das ZDF wohl in einigen Briefen gegenüber Pflegekräften geäußert und die Ausladung von Herrn Westerfellhaus, Präsident des DPR, versucht zu begründen. Die übermittelten Hinweise, soweit sie mir bekannt geworden sind, ziehen aber nicht. Merkwürdigerweise hat hier keine Rückmeldung gegeben. - In den Kliniken ist die Ökonomie (Fallpauschlen und immer kürze Verweilzeiten und der Pflegenotstand vorherrschend. Mittlerweile gibt es zahlreiche Studien und Berichte, dass die medizinischen Prozeduren (künstliche Knie- und Hüftgelenke, Katheter usw.) dramatisch zunehmen und die entsprechenden Indikationen zum Teil als fragwürdig erscheinen müssen. Von Boni etc. ist die Rede. Insofern sind die Ärzte mit in der Verantwortung, weil sie ja für die medizinischen Fragestellungen Verantwortung tragen. Unter diesen Umständen führende Repräsentanten der Krankenhausträger und der Ärzteschaft zur Diskussion zu bitten und die wirklich notleidende Pflege (= immer mehr Patienten und immer weniger Pflegekräfte) vom Kreis der Diskutanten auszuschließen, ist unter keinen Umständen akzeptabel. Die Patientenseite halte ich im Übrigen für nicht angemessen vertreten. "Listen", welcher Art auch immer, erscheinen mir persönlich nicht als Ratgeber geeignet. Auch sog. Pflegestellenprogramme sind keine Lösung, die Probleme im Pflegesystem nachhaltig anzugehen. Personalbemessungssysteme müssen her, ggf. muss die 1995 außer Kraft gesetzte PPR kurzfristig neu belebt werden! > viewtopic.php?f=4&t=20398
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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