Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 14.04.2015, 06:46 
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Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss



Ankündigung / Einladung

zum (22.) Pflegetreff, 14.04.2015,
16:00 - 18:00 Uhr, im Jugendzentrum "Kontakt Erfttal",
(großer Saal) Bedburger Straße 57, 41469 Neuss-Erfttal
.

Themen des Pflegetreffs am 14.04.2015:

Pflegereformen:
Erstes Pflegestärkungsgesetz (Bund): Welche neuen Leistungsansprüche haben pflegebedürftige Menschen ab 01.01.2015?
Inwieweit sind die Pflege-Rahmenbedingungen weiterhin reformbedürftig? - Mehr Pflegepersonal ist dringend geboten!
Nur so kann der Pflegenotstand aufgelöst werden. - Inwieweit hat das 2014 reformierte Pflegerecht Nordrhein-Westfalen
Veränderungen erfahren?
Die Veranstaltung folgt im Anschluss an den Pflegetreff am 13.05.2014 mit dem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.
Siehe dazu die Hinweise unter
> viewtopic.php?f=7&t=19125
Grundlage für die Erörterungen sind v.a. die Anforderungen an eine Pflegereform - vorgelegt von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk am 13.05.2014:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf

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Pflegereform – Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk wirbt für mehr Pflegekräfte in Heimen und Krankenhäusern -
Die Pflege - Rahmenbedingungen sind weiterhin dringend verbesserungsbedürftig:
Bundesregierung und Gesetzgeber sind vorrangig in der Verantwortung

Quelle: viewtopic.php?f=4&t=20528

Ein Grußwort wird vorab sprechen:

- Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss
(Internet: https://www.rhein-kreis-neuss.de/de/the ... index.html )

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Foto: Hans-Jürgen Petrauschke

Auf dem Podium:

- Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege
(Internet: http://www.patientenbeauftragter.de/ )

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Foto: Karl-Josef Laumann - Quelle: http://www.karl-josef-laumann.de/

- Ministerialdirígent Markus Leßmann, Leiter der Abteilung "Pflege, Alter, demographische Entwicklung" im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
(Internet: http://www.mgepa.nrw.de/ )

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Foto: Markus Leßmann

- Andreas Westerfellhaus, Präsident Deutscher Pflegerat e.V., Berlin, und Geschäftsführer ZAB -
Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen GmbH, Hermann-Simon-Straße 7, 33334 Gütersloh
(Internet: http://www.deutscher-pflegerat.de/ - http://www.zab-gesundheitsberufe.de/dat ... Start.html )

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Foto: Andreas Westerfellhaus - Quelle: http://www.deutscher-pflegerat.de/press ... efotos.php

- Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH
( Internet: http://www.sozial-holding.de/ )

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Foto:Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH

Moderation:

-- Regina Schmidt-Zadel, Vorsitzende der Landes-Alzheimergesellschaft NRW und Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) a.D.
(Internet: http://www.alzheimer-nrw.de/about.asp )

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Foto: Regina Schmidt-Zadel

Schirmherr des Pflegetreffs:
-- Heinz Sahnen, Stadtverordneter im Rat der Stadt Neuss und Mitglied des Landtages (MdL) von NRW von 2000 - 2010
( http://www.cdu-neuss.de/personen/heinz-sahnen/ ).

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Foto: Heinz Sahnen

Organisation und Leitung:
-- Werner Schell, Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk.

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Foto: Werner Schell

+++
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Die Veranstaltung am 14.04.2015 wird in Kooperation mit der Volkshochschule Neuss durchgeführt!


Eingeladen sind Patienten, pflegebedürftige Menschen und Angehörige, Ärzte
bzw. sonstige Leistungsanbieter im Gesundheitswesen sowie alle interessierten BürgerInnen!
- Der Eintritt ist frei!


Treff-Adresse: Kontakt Erfttal, Bedburger Straße 57, 41469 Neuss- Erfttal

Wegbeschreibung: Mit dem Auto die A 57, Ausfahrt Neuss-Norf - Richtung Erfttal (Wegstrecke beschildert) fahren.
Bahnreisende fahren bis Neuss-Norf (S-Bahn-Station). Der Bahnhof ist vom Veranstaltungsort etwa 10 Minuten Fußweg entfernt.
Erfttal ist mit dem Bus (öffentlicher Nahverkehr Linie 849) gut erreichbar. Von der Haltestelle sind es nur wenige Meter bis zum
Veranstaltungsort.
- Übersichtskarten (Lage und Anfahrt) finden Sie in der Erfttaler Homepage unter:
http://www.neuss-erfttal.de/forum/viewt ... p?f=5&t=15

Parken im Umfeld des Veranstaltungsortes möglich; ggf. auch im Bereich 41469 Neuss (Norf),
Schellbergstraße (Bereich "Edeka") - Derikumer Hof >>>
Fußweg bis zum "Kontakt Erfttal" (8-10 Minuten in westlicher Richtung vorbei am Hotel Mercure).


+++
Fortbildungsnachweis:
>>> Pflegekräften wird auf Wunsch eine Bescheinigung über die Teilnahme
an der o.a. Fachveranstaltung ausgestellt. Personen, die eine entsprechende Bescheinigung wünschen,
können nach dem Treff Name und Anschrift hinterlassen.
Die Teilnahmebescheinigung wird danach zugesandt. <<<<


Hinweis:
Wie bei den bisherigen Pflegetreffs, können Foto-/Ton- und Filmaufnahmen von TV-Sendern sowie für
öffentliche und nicht-öffentliche Zwecke gemacht werden.

Informationen
Im Zusammenhang mit dem Pflegetreff wird es - wie immer -
vielfältige Informationsmöglichkeiten geben.


Geplante Infostände - von 15:00 Uhr bis voraussichtlich 19:00 Uhr:

-- Bürgerhaus Neuss - Erfttal in Trägerschaft des Sozialdienstes Katholischer Männer e.V. (SKM) mit dem Projekt "Altersgerechte Hilfen" mit Lotsenpunkt Bürgerhaus Erfttal.
Das Quartierskonzept in Neuss-Erfttal wurde am 18.01.2012 vereinbart und wird im Zusammenwirken verschiedener Akteure stets weiter ausgebaut.
Besondere Aufmerksamkeit verdient der Lotsenpunkt - ein weiterer Baustein für die altengerechten Quartiershilfen in Erfttal. Das Konzept sieht vor,
einen Brückenschlag zwischen rat- und hilfesuchenden älteren Menschen und den bereits vorhandenen und neu entstehenden Hilfs- und Beratungsangeboten für diesen Personenkreis herzustellen. Das Bürgerhaus ist die Anlaufstelle.
Näheres u.a. unter > http://www.buergerhaus-erfttal.de/fnetzwerkerfttal.html

-- Roswitha Teloh, Tilmannstraße 33, 41464 Neuss,
• Pflege- und Gesundheitsberaterin nach § 7a SGB XI
• Verantwortliche Pflegefachkraft
• Pflegesachverständige
• Qualitätsbeauftragte
steht für Informationen und Pflegeberatung zur Verfügung und ergänzt insoweit das Projekt „Altersgerechte Hilfen“.
Näheres unter > http://www.pflegeberatung-teloh.de/ - viewtopic.php?f=3&t=19157

-- Diakonie Neuss Süd gGmbH, Gohrer Str. 34, 41466 Neuss,
wird als Träger des Seniorenzentrums „Heinrich-Grüber-Haus“ und des Ambulanten Pflegedienstes Grüber-Haus für Informationen zur Verfügung stehen und insbesondere die „Tagespflege“ im „Paul-Schneider-Haus“, Euskirchener Straße, 41469 Neuss, vorstellen und die Leistungsangebote erläutern.
Näheres unter > http://www.dw-neuss-sued.de/hgh.html

-- Alzheimer Gesellschaft Kreis Neuss / Nordrhein e.V., Mohnstraße 48, 41466 Neuss,
setzt sich in vielfältiger Weise für die Verbesserung der Lebenssituation von demenzkranken Menschen und ihren Angehörigen im Rhein-Kreis Neuss ein und steht für entsprechende Informationen zur Verfügung.
Näheres unter > http://www.alzheimer-neuss.de/index.html#neuss

-- Runder Tisch Demenz Neuss, Sprecher: Manfred Steiner, BEKO Demenz - Beratung & Koordination, Stresemannallee 6, 41460 Neuss,
wird sich vorstellen. Der Runde Tisch Demenz Neuss versteht sich als ein Netzwerk für die Verbesserung der Situation von Menschen mit Demenz in der Stadt Neuss.
Näheres z.B. unter > https://www.lokale-allianzen.de/lokale- ... b4a40289c2

-- MDK Nordrhein - Beratungs- und Begutachtungszentrum Düsseldorf, Stresemannstraße 13-15, 40210 Düsseldorf,
ist ein Dienstleistungsunternehmen, das im Auftrag der Gesetzlichen Kranken- und Sozialen Pflegekassen tätig ist und steht u.a. für die Erstellung von Gutachten im Rahmen der Einstufung von pflegebedürftigen Menschen zur Verfügung (§ 18 SGB XI). Vertreter des MDK Nordrhein werden als Ansprechpartner vor Ort sein.
Näheres unter > http://www.mdk-nordrhein.de/index.html

-- „Pflege am Boden“, ist ein von Parteien, Gewerkschaften und Berufsverbänden unabhängiger Zusammenschluss von Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten oder pflegenden Angehörigen und Menschen, denen die Pflege am Herzen liegt.
Vertreter der Aktionsgemeinschaft werden anwesend sein und werden, wie am 13.05.2014 beim Pflegetreff mit dem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, auf ihre Forderungen zur Verbesserung der Pflege – Rahmenbedingungen aufmerksam machen.
Näheres unter > http://www.pflege-am-boden.de/

-- BIVA e.V., Siebenmorgenweg 6-8, 53229 Bonn,
wird sich als Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung e.V., präsentieren und für Informationen zur Verfügung stehen.
Näheres unter > http://www.biva.de/

-- familienforum edith stein, Bildungswerk der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Weiterbildung Neuss e.V., Schwannstraße 11, 41460 Neuss.
Das Bildungswerk versteht sich als Partner von Familien und benachteiligte Gruppen.. Über die entsprechenden Angebote soll informiert werden.
Näheres unter > http://www.familienforum-neuss.de/startseite/?id=21496

-- Werner Kollmitz, Feldhausen 4, 28865 Lilienthal, Telefon: 0174 / 69 73 590
Menschenwürde ist Menschenrecht!
Näheres unter> http://www.menschenwuerde-in-der-altenpflege.de/

+++
Die Einladung als Plakat (verkleinert):

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Stand: 14.04.2015

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BeitragVerfasst: 20.04.2015, 06:35 
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Weitere Informationen zum Pflegetreff u.a. unter folgender Forumsadresse:
viewtopic.php?f=4&t=20897&p=85885#p85885

Die NGZ berichtete am 16.04.2015:

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BeitragVerfasst: 27.04.2015, 09:12 
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Zum Neusser Pflegetreff am 14.04.2015 gibt es nicht nur einen Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung
> Adresse: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 190415.jpg ,
sondern auch eine umfangreiche Filmdokumentation (rd. 2 Stunden) -
anschaubar bei Youtube unter folgender Adresse: https://youtu.be/76rX1ELEQM0 - -
Es steht auch eine Bildershow unter http://www.heimmitwirkung.de/mkportal/i ... ss_150414/ zur Verfügung.

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BeitragVerfasst: 28.04.2015, 06:56 
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Siehe auch die Texteinstellung unter http://www.wernerschell.de/aktuelles.php

Neusser Pflegetreff am 14.04.2015
Themen: Pflegereformen im Bund und Land NRW

◾ Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung hier http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 190415.jpg
◾ Umfangreiche Filmdokumentation (rd. 2 Stunden) - anschaubar bei Youtube hier https://youtu.be/76rX1ELEQM0
◾ Kleine Bildershow hier http://www.heimmitwirkung.de/mkportal/i ... ss_150414/
◾ Beiträge im Forum u.a hier viewtopic.php?f=4&t=20897

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BeitragVerfasst: 05.05.2015, 06:41 
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat heute, 05.05.2015, eine Pressemitteilung zum Pflegetreff veröffentlicht und angefügt.
Die Mitteilung steht auch mit Fotos als pdf-Datei zur Verfügung. Sie kann in dieser Rubrik als Anhang aufgerufen werden.


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Pressemitteilung vom 05.05.2015

„Pflegereformen im Bund und im Land NRW“ – aktuelle Themen beim Neusser Pflegetreff am 14.04.2015
Verbesserte Stellenschlüssel für die Heime sind zwingend geboten – alternativlos!

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hatte zum 22. Pflegetreff am 14.04.2015 nach Neuss-Erfttal eingeladen. Als Gäste konnten über 200 Pflegefachkräfte und interessierte BürgerInnen begrüßt werden.– Bei der Veranstaltung ging es um die „Pflegereformen im Bund und im Land NRW“; Themen, denen angesichts der von den Medien immer wieder beschriebenen Pflegemängeln große Aktualität zukommt.

Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk und Leiter des Pflegetreffs, hatte für dieses Thema (wieder) hochkarätige Referenten gewinnen können:

-- Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss,
-- Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege,
-- Markus Leßmann, Ministerialdirigent und Leiter der Abteilung „Pflege, Alter, demographische Entwicklung“ im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen,
-- Andreas Westerfellhaus, Präsident Deutscher Pflegerat e.V., Berlin, und Geschäftsführer ZAB - Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheits-wesen GmbH, Gütersloh- und
-- Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH (u.a. mit der Altenheime GmbH: Träger der sechs Städtischen Altenheime an fünf Standorten mit rd. 600 Plätzen zur stationären Pflege und Betreuung).
-- Regina Schmidt-Zadel, Vorsitzende der Landes-Alzheimergesellschaft NRW und Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) a.D., moderierte den Treff.

Nach einer kurzen Begrüßung aller Gäste durch Werner Schell wurde die weitere Moderation des Pflegetreffs von Regina Schmidt-Zadel übernommen. Regina Schmidt-Zadel führte geschickt Regie und machte mit treffsicheren Zwischenbemerkungen auf einige besonders wichtig erscheinende Reformerfordernisse aufmerksam. So wurde z.B. gefordert, der Rehabilitation von pflegebedürftigen Menschen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dann könne nämlich öfter eine Pflegestufe reduziert werden.

Hans-Jürgen Petrauschke verdeutlichte in seinem Grußwort, dass sich die Pflegeerfordernisse der Menschen im Laufe der letzten Jahrzehnte deutlich verändert haben und daher immer wieder reformerische Maß-nahmen zu ergreifen seien. Er hob dabei die Bedeutung des Neusser Pflegetreffs hervor, der mittlerweile zu einer „Pilgerstätte“ für Pflegepolitiker und andere Entscheidungsträger geworden sei. Dafür dankte er ausdrücklich dem Leiter des Treffs, Werner Schell.

Karl-Josef Laumann stellte heraus, dass das 1. Pflegestärkungsgesetz bereits zum 01.01.2015 deutliche Leistungsausweitungen gebracht habe (z.B. Verbesserungen in der Tagespflege). Weitere Reformschritte seien aber nötig und bereits in Vorbereitung. Die Neugestaltung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes werde Verbesserungen für die dementiell erkrankten Menschen bringen. Das entsprechende Gesetz werde noch 2015 beschlossen. Für die kritisierten Stellenschlüssel seien aber die Länder zuständig. Klar müsse sein, dass ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff erheblich mehr Personal erfordere. Daher seien insoweit Folgerungen geboten. Es sei im Übrigen so, dass es durch die Vereinfachung der Dokumentation Entlastungen geben werde. Die Forderung, den Pflege-TÜV auszusetzen, sei nur der erste Schritt. Dem müsste eine Neugestaltung des Transparenzgeschehens folgen. Dabei müssten Patientenvertreter und die Repräsentanten der Pflegekräfte mitwirken.

Markus Leßmann machte als Vertreter des Pflegeministeriums NRW da-rauf aufmerksam, dass es an vielen Stellen Handlungsbedarf gebe. Den-noch müsse gesagt werden, dass sich einiges tue. Er ging auf die Ausbildungssituation in NRW ein und bemerkte, dass seit Einführung der Ausbildungsumlage die Zahl der Ausbildungsstellen deutlich gestiegen sei. Allerdings seien die Stellenschlüssel „alt“, so dass eine Aktualisierung fällig sei. Dies werde allerdings zu höheren Kosten führen. Das sei auch eine Wahrheit. Im Übrigen wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die neuen heimrechtlichen Vorschriften in NRW die Mitwirkungsmöglichkeiten der Kommunen stärken. Insbesondere gelte das für die Präventionspotenziale. Wohnformen schreibe das Land NRW nicht zwingend vor. Gleichwohl gebe das neue Heimrecht den Kommunen Möglichkeiten an die Hand, bei der Planung von neuen Heimen aktiver mitzuwirken.

Andreas Westerfellhaus wollte seine Ausführungen als berufspolitischen Impuls verstanden wissen. Er halte es als Vertreter des Deutschen Pflegerates für eine richtige Entscheidung, dass man auf Bundesebene das Amt eines Pflegebeauftragten geschaffen habe. Professionelle Pflege gebe es in der Kinderkrankenpflege, in Krankenhäuser und in der Altenpflege. Die Weiterführung der Gesundheits- und Pflegesysteme sei daher ohne die Pflege undenkbar! Pflege müsse in einer gemeinsamen Profession zusammen gefasst werden. Dazu gehöre auch die Pflegekammer. Deutlich zu machen sei aber auch, dass die Pflege mehr Kolleginnen und Kollegen erwarte. Die Stellenschlüssel müssten verbessert werden. Ohne Stellenschlüsselausweitungen gehe es nicht! Die Pflegepolitik müsse im Übrigen einen anderen Stellenwert erhalten. Sie müsse ganz oben angesiedelt werden und Chefsache werden!

Helmut Wallrafen-Dreisow fand als Trägervertreter deutliche Worte und meinte: „Die Pflege geht auf dem Zahnfleisch“. Die Situation löse bei alten Menschen Ängste aus. Bei Bankenpleiten würden schnell Milliardenbeträge locker gemacht, und bei der Pflege …? Für die Menschen, die in der Pflege arbeiten, müssten Tariflöhne zwingend sein. In diesem Zusammenhang gehe es darum, verschiedene Überlegungen anzustellen. Denn 70% der Entgelte seien Personalkosten. Bezüglich Pflege-TÜV seien Veränderungen geboten. Allerdings seien einige Kontrollen dringlich und müssten erhalten bleiben (z.B. Kontrolle der Personalbemessung). Zu er-wähnen sei schließlich, dass niemand gerne schlecht pflege. Allerdings müssten die Rahmenbedingungen gut sein. Festzustellen sei, dass Personal für die Zuwendungszeit fehle!

Die Aktion „Pflege am Boden“ war mit zahlreichen Pflegekräften zum Pflegetreff gekommen und nahm reichlich Gelegenheit, am Eingang des Veranstaltungsraumes durch Plakate und Diskussionen auf die reformbedürftigen Pflege-Rahmenbedingungen aufmerksam zu machen. Nach den Statements vom Podium nahmen einige Pflegekräfte Gelegenheit, nochmals ihre konkreten Forderungen vorzustellen und für deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen zu werben. Die Kernforderung: Mehr Personal!

Danach gab es noch einige Diskussionsbeiträge aus dem Publikum, auf die im Rahmen dieser Pressemitteilung nicht näher eingegangen werden soll. Es kann auf folgende Informationsquellen verwiesen werden:

• Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 190415.jpg
• Filmdokumentation (rd. 2 Stunden) - bei Youtube > https://youtu.be/76rX1ELEQM0
• Bildershow > http://www.heimmitwirkung.de/mkportal/i ... ss_150414/


Heinz Sahnen, Schirmherr des Treffs, bedankte sich am Ende der Veranstaltung bei allen Beteiligten und brachte die Auffassung zum Ausdruck, dass der Pflegetreff wichtige und zudem aktuelle Themen aufgegriffen habe. Der Treff sei, das gelte es zu bekräftigen, mittlerweile zur Institution, nicht nur für Neuss, sondern mit bundesweiter Bedeutung geworden. Die Veranstaltung habe viele nachdenklich stimmende Hinweise vermittelt.

Im Zusammenhang mit dem Pflegetreff gab es vielfältige Informationsmöglichkeiten. Es standen in der Zeit von 15.00 - 19.00 Uhr folgende Infostände zur Verfügung:

-- Bürgerhaus Neuss - Erfttal in Trägerschaft des Sozialdienstes Katholischer Männer e.V. (SKM) mit dem Projekt "Altersgerechte Hilfen" mit Lotsenpunkt Bürgerhaus Erfttal
-- Diakonie Neuss Süd gGmbH, Gohrer Str. 34, 41466 Neuss
-- Alzheimer Gesellschaft Kreis Neuss / Nordrhein e.V., Mohnstraße 48, 41466 Neuss
-- Runder Tisch Demenz Neuss, Sprecher: Manfred Steiner, BEKO Demenz - Beratung & Koordination, Stresemannallee 6, 41460 Neuss
-- MDK Nordrhein - Beratungs- und Begutachtungszentrum Düsseldorf, Stresemannstraße 13-15, 40210 Düsseldorf
-- „Pflege am Boden“, unabhängiger Zusammenschluss von Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten oder pflegenden Angehörigen und Menschen, denen die Pflege am Herzen liegt
-- BIVA e.V., Siebenmorgenweg 6-8, 53229 Bonn
-- familienforum edith stein, Bildungswerk der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Weiterbildung Neuss e.V., Schwannstraße 11, 41460 Neuss
-- Werner Kollmitz, Feldhausen 4, 28865 Lilienthal

Fazit des Pflegetreffs am 14.04.2015:
Ohne mehr Pflegepersonal wird es keine bessere Pflege geben. Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk vertritt diese Auffassung seit vielen Jahren und fordert daher bundeseinheitliche Personalbemessungssysteme!

Statement vom 11.08 2010 in der Neuss-Grevenbroicher Zeitung – Werner Schell:
"Mehr Personal - bessere Pflege."
Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... d-1.316561

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei


Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Am 25.09.2015 bei Facebook gepostet:

Der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat auf seiner Facebookseite - https://www.facebook.com/groehe?fref=ts - mitgeteilt, dass angeblich 93 Prozent der Bevölkerung lt. einer f*g die Pflegereform für richtig halten. Dazu wurde von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk bemerkt:
Richtig scheint mir, dass 93% der Bevölkerung die Pflegereform überhaupt nicht kennen! Was wurde gefragt und zu welchem Gesetz - PSG I oder PSG II (in der Beratung) oder ging es um das neue Pflegerecht NRW? Selbst Pflegexexperten haben z.Zt. Probleme, bei der Vielzahl komplizierter Regelungen den Durchblick zu behalten. - Trotz einiger begrüßenswerter Leistungsausweitungen: Die bislang unzureichenden Reformansätze haben mich veranlasst, am 07.09.2015 an alle Bundestagsabgeordneten zu schreiben und die gebotenen Reformkorrekturen einzufordern. Der jetzige Reformstand ist völlig unbefriedigend > viewtopic.php?f=4&t=21252 Es kann niemand sagen, man habe das so nicht gewusst: Mehr Pflegepersonal ist alternativlos! - Der Neusser Pflegetreff am 21.10.2015 wird das Thema aufgreifen. - Werner Schell

Einladung zum Pflegetreff am 21.10.2015 unter
> viewtopic.php?f=7&t=20711

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Am 16.11.205 bei Facebook gepostet:
Pflege ist eine schwere und qualifizierte Tätigkeit. Aber die Pflege-Rahmenbedingungen sind unzureichend. Die gerade im Deutschen Bundestag verabschiedeten Reformgesetze lösen die Probleme leider nicht. Dazu gibt es von hier eine Pressemitteilung vom 16.11.2015, die die Erfordernisse verdeutlicht. > viewtopic.php?f=3&t=21363 - Offensichtlich gibt die GroKo zuviel Geld an der falschen Stelle aus! > viewtopic.php?f=4&t=21344&p=89000#p89000 - Die Pflegetätigkeit erfährt grundsätzlich die gebotene Wertschätzung und Anerkennung - aber das muss durch entsprechende Rahmenbedingung gestaltet und gelebt werden. Sprechblasen helfen nicht weiter! > viewtopic.php?f=3&t=21085&hilit=Wertsch%C3%A4tzung

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BeitragVerfasst: 26.11.2015, 18:17 
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Am 26.11.2015 bei Facebook gepostet:
Als Vertreter von "Pro Pflege-Selbsthilfenetzwerk" und "Runder Tisch Demenz" war Werner Schell beim Niederrheinischen Pflegekongress am 17.09.2015 präsent. - Dort gab es ein Interview zum Pflegenotstand, anschaubar bei Youtube (3,40 Minuten): > https://youtu.be/VzliA0ss-A8 - Ergänzend dazu die maßgeblichen Statements beim Neusser Pflegetreff am 21.10.2015 (7.30 Minuten) mit Hermann Gröhe, BMG: > https://youtu.be/qbyHRxX9ikk - Die wesentlichen Aussagen beim Treff: Mehr Pflegepersonal - jetzt und nicht später! Mehr Zeit für Zuwendung und Pflege ermöglichen. …

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Im Forum wird hingewiesen auf:
Pflegeberufsgesetz (PflBG)
Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit
und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
(Stand 26.11.2015)

Quelle: viewtopic.php?f=3&t=21387

Dazu wird angemerkt:
Mit einem neuen Pflegeberufsgesetz wird sich der Pflegenotstand leider nicht auflösen lassen. Dazu sind andere Maßnahmen erforderlich, z.B.: Deutliche Verbesserung der Stellenschlüssel durch Schaffung von bundesweit geltenden Personalbemessungssystemen und höhere Vergütungen. Dies alles wird von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit Jahren gefordert - umfänglich ausgeführt in einem dem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe am 13.05.2014 übergebenen Statement > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf Auf dieses fortgeltende Statement wurde beim Pflegetreff am 21.10.2015 erneut in Anwesenheit des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe hingewiesen. Dazu ein Film: "Die Pflege lebe hoch!" - 3 Statements von Werner Schell (rd. 7,30 Minuten) sind auch in einem gesonderten Filmbeitrag anschaubar bei Youtube hier https://youtu.be/qbyHRxX9ikk - Siehe auch unter "Pflegenotstand: Schnelle Auflösung dringend" > viewtopic.php?f=3&t=21363

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Aus Forum:
viewtopic.php?f=3&t=21387

Bei Facebook - Adresse Hermann Gröhe - am 12.12.2015 gepostet:

Die geplante Reform der Pflegeberufe wird von Hermann Gröhe, Bundesgesundheitsminister, als eine Maßnahme bezeichnet, die die Tätigkeit in der Pflege attraktiver macht. Dem muss deutlich widersprochen werden, denn die tatsächliche Pflege in Krankenhäusern und Heimen wird durch ein neues Pflegeberufsgesetz nicht verändert. Denn ein solches Gesetz befasst sich schwerpunktmäßig mit Ausbildung und Berufsbezeichnung, nicht aber mit den Pflege-Rahmenbedingungen vor Ort. Während meiner Lehrtätigkeit an Kranken- und Altenpflegeschulen (über 40 Jahre) habe ich so manche Reform der Kranken- und Altenpflegegesetze erlebt, verbessert hat sich nichts. Es hat nur immer Umstellungsaufwand gegeben. Wir brauchen aber deutlich verbesserte Stellenpläne für Pflegekräfte und mit Blick auf die Menschen mit Demenz mehr Zuwendungszeit von Fachpersonal. Und die entsprechenden Voraussetzungen dazu müssen jetzt geschaffen werden. Es muss ein PSG III her, schnellstens. Alles andere sind nur Ablenkungsmanöver und die Probleme bleiben. > viewtopic.php?f=3&t=21387
Das nach der jüngsten Krankenhausreform vorgesehene Pflegestellenprogramm hilft nicht. Solche Programme haben auch in der Vergangenheit nicht funktioniert. Dazu erklärte Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates (Marburger Bund Zeitung, 04.12.2015): "Sicht der Pflege - Zwei oder drei neue Kollegen: Das merken wir nicht einmal. Förderprogramme sind unzureichend." Hugo Van Aken, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Münster, erklärte ergänzend (Deutsches Ärzteblatt, 08.12.2015): „Drei Pflegekräfte mehr pro Krankenhaus: Das ist doch lächerlich“. - "Dass der Arbeitsalltag in der Pflege seit langem von großer Belastung, Zeitdruck und wenig motivierenden Bedingungen geprägt ist, wissen die politisch Verantwortlichen sehr wohl. Die deutsche Pflegezukunft wird düster werden, wenn hier nicht schnellstens – und spürbar – eine Verbesserung herbeigeführt wird." - Quelle: Presseinfo des DBfK vom 14.07.2015 > viewtopic.php?f=3&t=21218

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BeitragVerfasst: 19.12.2015, 07:42 
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BeitragVerfasst: 22.12.2015, 08:55 
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Aus Forum:
Pflegebeiträge - Bundesbank erwartet weiteren Anstieg
viewtopic.php?f=4&t=21434

Wirtschaftswoche vom 21.12.2015:

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Die Bundesbank glaubt nicht, dass die jüngste Beitragsanhebung reicht,
um die zusätzlichen Leistungsansprüche zu decken
.

Nach Pflegereform
Bundesbank erwartet weiteren Anstieg der Pflegebeiträge
Die Bundesbank rechnet in den kommenden Jahren mit steigenden Pflegebeiträgen. Die mit der Pflegereform beschlossene Beitragsanhebung reiche nicht aus,
schreiben die Experten. Das Gesundheitsministerium widerspricht.
...
Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums nannte es schleierhaft, wie die Bundesbank zu ihren Angaben komme.
"Mit den Pflegestärkungsgesetzen können die Beiträge bis ins Jahr 2022 stabil gehalten werden, also sogar zwei Jahre länger als ohne die Reform", sagte sie.
In den Gesetzen sei dies schlüssig dargelegt und "für jedermann nachzulesen". ...

... (weiter lesen) ... http://www.wiwo.de/politik/deutschland/ ... 53166.html

+++
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Deutsche Bundesbank
Monatsbericht Dezember 2015
Auszug Seite 10


… Die Beitragssatzanhebung um weitere
0,2 Prozentpunkte zum 1. Januar 2017 reicht
planmäßig bereits zu Beginn nicht aus, die zusätzlichen
Leistungsansprüche zu decken. Ungeachtet
der derzeit relativ günstigen Finanzlage
werden dann perspektivisch die allgemeinen
Rücklagen beschleunigt abgebaut werden,
sodass die Notwendigkeit
einer weiteren Beitragssatzanhebung
zur Finanzierung der laufenden
Ausgaben in einigen Jahren vorgezeichnet
erscheint. Die zukünftigen Beitragszahlenden
im Rahmen des umlagefinanzierten Systems
werden angesichts der weiterhin ungünstigen
demografischen Entwicklung
dann nochmals
verstärkt belastet werden. …

Quelle: https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/ ... cationFile

+++
Bild Bild

Anmerkung der Moderation:
Auch andere Medien berichten über den zu erwartenden Anstieg der Pflegebeiträge, so z.B. die Rheinische Post in ihrer Ausgabe vom 21.12.2015.
Dass das Bundesgesundheitsministerium der von der Bundesbank errechneten Steigerung der Pflegebeiträge widerspricht, ist angesichts der erst
kürzlich beschlossenen Reformgesetze und den dabei abgegebenen Erklärungen verständlich - aber dennoch nicht überzeugend. Aufgrund der
demografischen Entwicklung wird nämlich entgegen den bisherigen Erwartungen die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen deutlicher ansteigen
als erwartet - und die Kosten werden ebenfalls rapide anwachsen.
Siehe u.a. unter > viewtopic.php?f=4&t=21367
Werner Schell

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BeitragVerfasst: 23.12.2015, 08:07 
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Aus Forum:
Geschenkementalität verletzt Generationengerechtigkeit
viewtopic.php?f=4&t=21435


Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Pressemitteilung vom 22.12.2015

Geschenkementalität der GroKo verletzt die Generationengerechtigkeit

Kritiker finden, die Große Koalition (GroKo) habe bei der Krankenhausreform und anderen Verbesserungen allzu sehr die Spendierhosen an. "Gröhe ist vielleicht einer der teuersten Gesundheitsminister, die das Land je hatte", sagt etwa der Gesundheitsökonom Boris Augurzky. Allein Gröhes Gesundheits- und Pflegereformen würden die gesetzlichen Kassen zwischen 2016 und 2019 zusätzlich 18,1 Milliarden Euro kosten. "Seit der vergangenen Legislaturperiode hat es nur Gesetze gegeben, die mehr Geld kosten", beklagt auch der Vorstandschef der Barmer GEK, Christoph Straub. "Wir haben Druck im System." Den Versicherten drohten in Zukunft noch höhere Beitragssprünge, warnen die Vertreter der Kassen. … Quelle: Rheinische Post vom 19.12.2015 > http://www.rp-online.de/wirtschaft/kran ... -1.5642725 / viewtopic.php?f=4&t=21087&p=89991#p89991
Die Bundesbank rechnet in den kommenden Jahren ebenfalls mit steigenden Pflegebeiträgen. Die mit der Pflegereform beschlossene Beitragsanhebung reiche nicht aus, so die Experten in ihrem Monatsbericht Dezember 2015. Quelle: viewtopic.php?f=4&t=21434
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk kann der Kritik an der Geschenkementali-tät der GroKo nur zustimmen. Mit Rücksicht auf die demografische Entwicklung ist die Flut von zum Teil fragwürdigen Leistungsverbesserungen im gesamten Sozialsystem nahezu eine Katastrophe. Zu bedenken ist nämlich, dass sich die Ausgaben in den nächsten Jahren / Jahrzehnten auftürmen werden und die nachrückende Generation die Zeche bezahlen muss. Es wird daher seit Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass angesichts der älter werdenden Gesellschaft mit immer weniger jüngeren Menschen Schwerpunkte gesetzt werden müssen und nicht jedem Wunsch auf Leistungsverbesserungen entsprochen werden kann.

Bild

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hält ungeachtet solcher Erwägungen weiterhin mehr Pflegepersonal für die Krankenhäuser und Heime und die Gestaltung von kommunalen Quartierskonzepten für dringend geboten (> viewtopic.php?f=3&t=21363 ). Die Forderungen nach mehr Personal, ambulant und stationär, sind im Übrigen uralt - siehe dazu: DER WEISSE ALPTRAUM - SPIEGEL-Report über den Mangel an Krankenschwestern in der Bundesrepublik. Quelle: DER SPIEGEL 29/1963 - 17.07.1963. Näheres > http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-4 ... referrrer=

Bis zum Ende der Legislaturperiode 2017 bleibt der GroKo noch genügend Zeit für Korrekturen. Daher gilt: Nach der Reform ist vor der Reform! Dabei muss der Gestaltung von kommunalen Quartierskonzepten eine hohe Priorität zukommen. Nur so kann dem Grundsatz "ambulant vor stationär" dauerhaft Rechnung getragen werden. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat insoweit umfangreiche Vorschläge gemacht.

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk https://www.facebook.com/werner.schell.7

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.
unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).

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BeitragVerfasst: 30.12.2015, 08:02 
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Medieninfo:
Der Deutschlandfunk informiert am 31.12.2015, 11.54 Uhr, im Verbrauchertipp zum Thema: Kurzzeitpflege. Es geht dabei um den neuen Anspruch auf Kurzzeitpflege nach einem Krankenhausaufenthalt. Damit wird eine vielfach beklagte Versorgungslücke geschlossen. Werner Schell, Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat zur Vorbereitung des Verbrauchertipps per Interview Hinweise zu den bisherigen Versorgungslücken und den neuen Regelungen gegeben. Weitere Infos > viewtopic.php?f=7&t=21443 Dort wird u.a. in einer Pressemitteilung vom 04.12.2015 die neue Rechtslage vorgestellt.
Eine Berichterstattung über die neuen Ansprüche wäre zu begrüßen. Es kann nämlich davon ausgegangen werden, dass insoweit weithin (noch) Unkenntnis herrscht und daher Versorgungsmöglichkeiten ungenutzt bleiben. Im Übrigen sind die zuständigen Behörden bzw. Trägereinrichtungen aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass die erforderlichen Kurzzeitpflegeplätze auch zur Verfügung stehen. Denn sonst laufen die diesbezüglichen Ansprüche ins Leere.
Werner Schell - https://www.facebook.com/werner.schell.7

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 Betreff des Beitrags: gute
BeitragVerfasst: 12.05.2016, 07:51 
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Am 12.05.2016 bei Facebook gepostet:
Zum Tag der Pflegenden am 12.05.2016: Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk tritt seit vielen Jahren
für deutlich mehr Wertschätzung und Anerkennung der Pflegeberufe ein und fordert verbesserte
Stellenschlüssel und höhere Vergütungen. Darüber informieren beispielhaft einige kurze Filme:


https://www.youtube.com/watch?v=XYqs_-kZtgE (2012)
https://www.youtube.com/watch?v=dGm3gF9p_Rs (2013)
https://www.youtube.com/watch?v=KXX7VYoJIuQ (2014)
https://youtu.be/VzliA0ss-A8 (NPK 2015)
https://youtu.be/qbyHRxX9ikk (21.10.2015)
https://youtu.be/LOnV_OY2j-A (27.04.2016)


Im Forum wird mit zahlreichen Statements ergänzend informiert > viewtopic.php?f=3&t=21510

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