Schon geringe Mengen Alkohol verkürzen die Lebenserwartung - Studie verdeutlicht Sterberisiko

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Schon geringe Mengen Alkohol verkürzen die Lebenserwartung - Studie verdeutlicht Sterberisiko

Beitrag von WernerSchell » 15.04.2018, 07:46

Ärzte Zeitung vom 13.04.2018:
Bei mehr als einem Bier pro Tag wird's kritisch
Ein Gläschen Wein oder Bier am Tag – schadet es oder nicht? Eine neue Analyse bestätigt: Jenseits von 150 Gramm Alkohol pro Woche nimmt das Sterberisiko deutlich zu.
Von Thomas Müller

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Quelle: Ärzte Zeitung - Spaß am Feierabend-Bier: Müssen die deutschen Alkohol-Richtwerte überprüft werden?
© Syda Productions / stock.adobe.com


CAMBRIDGE. Wie viel Alkohol darf es denn sein? Über diese Frage wird seit je heftig gestritten, wenn es um die gesundheitlichen Auswirkungen geht. Eine große britische Analyse, publiziert im "Lancet" (2018; 392::1513-23), legt nun nahe, dass das Sterberisiko jenseits von 150 Gramm Alkohol pro Woche drastisch steigt – das entspricht 3,75 Litern Bier und damit etwas mehr als einer Halben pro Tag oder 1,34 Litern Rotwein mit 14% Alkohol – was täglich rund ein Glas Wein mit 0,2 l ergibt.
Darunter ist die Mortalität nicht signifikant erhöht. Wer zwischen 200 und 350 Gramm Alkohol pro Woche konsumiert, hat dagegen im Alter von 40 eine um zwei Jahre verkürzte Lebenserwartung, jenseits von 350 g sind es sogar fünf Jahre weniger.
Sterberate bis zu 45 Prozent erhöht
… (weiter lesen unter) … https://www.aerztezeitung.de/medizin/kr ... tisch.html

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Rheinische Post vom 14. April 2018:
Internationale Studie
Schon geringe Mengen Alkohol verkürzen die Lebenserwartung

München/London. Ein Gläschen Wein am Tag schadet nicht, ist ein allgemein bekannter Ausspruch. Doch eine Studie zeigt: Schon geringere Mengen Alkohol sind schädlich. Auch die deutschen Richtwerte sollten nach der Einschätzung von Experten überprüft werden.
Weniger ist besser: Die Richtwerte für den Konsum von Alkohol sind in vielen Ländern einer Untersuchung zufolge zu hoch - auch in Deutschland. Eine große Übersichtsstudie zeigt, dass der Konsum von mehr als 100 Gramm reinem Alkohol pro Woche - das entspricht etwa fünfeinhalb Gläsern Wein oder 2,5 Litern Bier - die Lebenserwartung verkürzt und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert. Das berichtet ein internationales Forscherteam, an dem auch viele deutsche Wissenschaftler beteiligt waren, im Fachblatt "The Lancet".
… (weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/leben/gesundhei ... -1.7512006

Siehe auch unter
> http://www.deutschlandfunk.de/studie-sc ... _id=415526
> http://www.t-online.de/gesundheit/ernae ... leben.html
> http://www.t-online.de/gesundheit/ernae ... leben.html
> http://www.deutschlandfunk.de/studie-sc ... _id=415526
> http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaeh ... 02621.html

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Siehe auch > viewtopic.php?f=6&t=22578
Mehr Risiko mit jedem Schluck
Alkohol hat negative Auswirkungen auf Körper und Geist, mit jedem Schluck mehr. Das Risiko für Jugendliche ist höher als für Erwachsene – und für Mädchen höher als für Jungen.
… (weiter lesen unter) … https://www.null-alkohol-voll-power.de/ ... ebersicht/
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Alkoholkonsum – welche Mengen sind gesundheitlich verträglich?

Beitrag von WernerSchell » 16.04.2018, 16:15

Alkoholkonsum – welche Mengen sind gesundheitlich verträglich?

(dge) Aus den Ergebnissen einer kürzlich erschienen Studie im Lancet (Wood et al. 2018[1]) schließen die Autoren, dass ein Grenzwert für den Alkoholkonsum unter Berücksichtigung des geringsten Risikos für die Gesamtsterblichkeit bei 100 g/Woche liegt. Für kardiovaskuläre Erkrankungen, mit Ausnahme des Herzinfarktes, kann kein Grenzwert benannt werden. Ein niedrigerer Alkoholkonsum war immer auch mit einem geringeren Krankheitsrisiko assoziiert. Für die Studie wurden die Daten zur Alkoholzufuhr von knapp 600.000 Personen im Zusammenhang mit dem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen sowie zur Mortalität ausgewertet. Die Daten stammen aus drei großen Kohortenstudien (the Emerging Risk Factor Collaboration, EPIC-CVD, UK Biobank).

Diese Ergebnisse stehen nicht im Widerspruch zu den Referenzwerten für Alkohol der DGE[2] Sie gibt als Richtwert für eine maximal tolerierbare Alkoholzufuhr 10 g/Tag für gesunde Frauen und 20 g/Tag für gesunde Männer an Dabei entsprechen 20 g Alkohol ca. 0,5 l Bier, 0,25 l Wein oder 0,06 l Weinbrand. Diese Angaben dürfen allerdings nicht als Aufforderung verstanden werden, täglich Alkohol zu konsumieren. Es kann jedoch keine Alkoholmenge angegeben werden, die bei regelmäßigem Konsum als unbedenklich bezüglich verschiedener negativer gesundheitlicher Folgen bezeichnet werden kann.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen[3] gibt an, dass auch bei einem risikoarmen Konsum mindestens zwei alkoholfreie Tage pro Woche eingehalten werden sollten.
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Die 10 wichtigsten Regeln
http://www.aktionswoche-alkohol.de/rat- ... 10-regeln/
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[1] http://www.thelancet.com/journals/lance ... X/fulltext
[2] https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/alkohol/
[3] http://www.dhs.de/
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Den Pressetext finden Sie unter:
https://www.dge.de/presse/pm/alkoholkon ... traeglich/
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Für Rückfragen der Redaktion kontaktieren Sie bitte:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Referat Öffentlichkeitsarbeit
https://www.dge.de/presse/kontakt/
Tel.: +49 228/37 76 630
Fax: +49 228/37 76 800

DGE (Presseinfos) im Internet: https://www.dge.de
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Quelle: Pressemitteilung vom 16.04.2018
Herausgeber:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Telefon: +49 228 / 3776-600
Telefax: +49 228 / 3776-800
Geschäftsführer: Dr. Helmut Oberritter
Sitz der Gesellschaft: Bonn
Eingetragen im Vereinsregister Bonn unter Nr. VR 008114
UStIdNr: DE 114234841
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Alkohol - Die Volksdroge

Beitrag von WernerSchell » 19.04.2018, 18:35

Rheinische Post vom 19. April 2018:
Analyse
Die Volksdroge

Düsseldorf. Fast keine gesellschaftliche Zusammenkunft kommt in Deutschland, ja in der westlichen Welt insgesamt, ohne alkoholische Getränke aus. Sie begleiten unser Leben und machen Abstinenzler oft zu Außenseitern. Ein Selbstversuch.
Von Martin Kessler
Verzicht benötigt eine feste Form. Die sechswöchige Fastenzeit war deshalb für mich eine gute Gelegenheit, einmal völlig ohne Alkohol auszukommen. Und anders als es die katholische Kirche vorschreibt, wollte ich auch an den Sonntagen auf jegliche alkoholischen Getränke verzichten. So waren es am Ende 46 Tage inmitten eines normalen Arbeitsalltags, an denen ich weder Bier, Wein noch Spirituosen konsumierte. Nicht einmal gefüllte Pralinen oder Weinsauce kamen infrage.
Der Verzicht fiel mir leichter, als ich befürchtet hatte. Doch ich machte eine andere Entdeckung: Der Alkohol ist der ungekrönte König unseres gesellschaftlichen Lebens. Ob Familienfest, Verabschiedung eines verdienten Kollegen, gemütliches Essen unter Freunden, Ausgehen oder hochoffizielle Abendveranstaltung - nichts geht ohne Bier, Wein, Sekt und gelegentlich auch Schnaps. Schlimmer: Wer bei solchen Gelegenheiten nichts trinkt (schon dieser Ausdruck ist verräterisch), muss sich verteidigen ("Ich muss noch Auto fahren" oder "Ich bin schwanger") oder auch umständlich nach anderen Getränken fragen, wenn es nicht gerade Wasser sein soll. "Man muss sich erklären, wenn man keinen Alkohol trinkt" - so sieht es auch der Soziologe Raphael Gaßmann, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren (DHS).
… (weiter lesen unter) …. http://www.rp-online.de/politik/die-vol ... -1.7524412
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Alkoholprävention in Schulen stärken und Lebenskompetenzen fördern

Beitrag von WernerSchell » 24.04.2018, 11:04

Gemeinsame Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 24.04.2018:

Neu: BZgA startet bundesweite "Voll Power-Schultour"
Alkoholprävention in Schulen stärken und Lebenskompetenzen fördern


Köln/Berlin, 24. April 2018. Mit einem neuen Angebot zur Alkoholprävention in Schulen richtet sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gezielt an Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren: Ab sofort ergänzt die „Voll Power-Schultour“ die Präventionsangebote der BZgA-Jugendkampagne „Null Alkohol - Voll Power“ und will die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen fördern.
Der Auftakt der „Voll Power-Schultour“ findet am 24. April 2018 an der Carl-Friedrich-Gauß Gesamtschule in Hemmingen, Niedersachsen, statt. Zentrales Element der „BZgA-Schultour“ sind Mitmach-Workshops, in denen die Lebenskompetenzen von Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 bis 9 gestärkt werden.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, erklärt: „Nach wie vor ist Alkohol das am weitesten verbreitete Suchtmittel in Deutschland. Mehr als 20.000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen, jeder davon ist einer zu viel! Leider ist Alkohol in unserer Gesellschaft allgegenwärtig und Jugendliche kommen oft zu leicht mit Wein, Sekt und Co. in Berührung. Wir müssen sie daher früh auf die Risiken hinweisen, sie aufklären und ihnen klar machen, dass sie jederzeit ‚Nein‘ zu Alkohol sagen können und dürfen! Angebote wie die ‚Voll Power-Schultour‘ leisten hierbei einen wertvollen Beitrag.“
Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Im Rahmen einer frühen Suchtprävention verdeutlicht die ‚Voll Power-Schultour‘ den Verzicht auf Alkohol und andere Suchtmittel als Gewinn für die eigene Lebensqualität. In den Workshops der ‚BZgA-Schultour‘ erreichen wir Kinder und Jugendliche und können sie befähigen, über sich selbst hinauszuwachsen. Diese neue schulische Präventionsmaßnahme orientiert sich an den Interessen der jungen Menschen. Die Teilnahme macht deshalb Freude und fördert gleichzeitig eine positive Persönlichkeitsentwicklung.“
Die „Voll Power-Schultour“ bietet ein großes Spektrum an Kompetenzerfahrungen für Jugendliche. Die Schülerinnen und Schüler erproben zum Beispiel konkret, wie sie sich in ein Team einordnen sowie körperliche und mentale Grenzen ausloten können und erfahren ein gutes Gemeinschaftsgefühl. Die eintägigen Workshops verbinden die verschiedenen Elemente Sport, Musik und Theater und trainieren Selbstbewusstsein und Selbstwahrnehmung. Ziel ist es, für die Suchtprävention relevante Lebenskompetenzen wie Selbstwirksamkeit, kritisches Denken und Verantwortung zu entwickeln und zu fördern.
Gleichzeitig unterstützt und festigt die „Voll Power-Schultour“ suchtpräventive Strukturen an Schulen und bindet Schulleitungen, Lehrende, schulische Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie regionale Suchtpräventionsfachkräfte in die Vorbereitung und Durchführung der „BZgA-Schultour“ vor Ort aktiv mit ein.
Das Team der „Voll Power-Schultour“ besucht 2018 bis zu 20 Schulen im ganzen Bundesgebiet. Interessierte Schulen können sich für eine Teilnahme im Herbst 2018 bewerben. Alle Informationen zur Tour, zu den Workshops und dem Bewerbungsverfahren unter: www.null-alkohol-voll-power.de/machen/v ... s-ist-das/
Kampagnen zur Alkoholprävention der BZgA
Die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren informiert die BZgA im Rahmen der Kampagne „Null Alkohol - Voll Power“ unter: www.null-alkohol-voll-power.de
Die BZgA-Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und wird unterstützt vom Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. (PKV). Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter: www.kenn-dein-limit.info/
Die Zielgruppe der Erwachsenen informiert die BZgA im Rahmen der Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit“ umfassend rund um das Thema Alkohol auf www.kenn-dein-limit.de
Mit der Aktion „Alkoholfrei Sport genießen“ richtet sich die BZgA gezielt an Multiplikatoren in Sportvereinen unter: www.alkoholfrei-sport-geniessen.de/
________________________________________
Kontakt:
Pressestelle der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Maarweg 149-161
50825 Köln
pressestelle@bzga.de
https://www.bzga.de
https://twitter.com/bzga_de
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Viel Alkohol führt früh in die Demenz

Beitrag von WernerSchell » 27.04.2018, 06:40

Ärzte Zeitung vom 27.04.2018:
Vor allem Männer betroffen
Viel Alkohol führt früh in die Demenz

Alkoholmissbrauch ist einer Studie zufolge der mit Abstand wichtigste Grund für eine früh beginnende Demenz. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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Globale Alkohol-Studie - So trunksüchtig ist Deutschland

Beitrag von WernerSchell » 27.08.2018, 05:50

Ärzte Zeitung vom 27.08.2018
Globale Alkohol-Studie
So trunksüchtig ist Deutschland

Alkohol ist einer der Hauptgründe, warum Menschen vorzeitig sterben. In Deutschland sank der Konsum seit 1990 zwar deutlich, doch ältere Männer trinken im Schnitt recht ordentlich. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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