Urknall der Nachhaltigkeit - Zwischenruf in Richtung Konsumistenwelt

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Urknall der Nachhaltigkeit - Zwischenruf in Richtung Konsumistenwelt

Beitrag von WernerSchell » 09.04.2018, 06:14

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Der Urknall der Nachhaltigkeit: 50 Jahre Club of Rome

Das Jahr 2018 markiert das 50-jährige Bestehen des Club of Rome seit seiner
Gründung am 7. April 1968. Dem millionenfachen Bestseller "Die Grenzen des
Wachstums" folgten in den vergangenen fünf Jahrzehnten über 40 weitere Berichte,
welche die Entstehung der Umweltbewegung weltweit tief prägten und die
Notwendigkeit eines Umdenkens, hin zu mehr Nachhaltigkeit sowie Klima- und
Umweltschutz, immer wieder ins globale Bewusstsein riefen.

Am 7. April 1968 formierte sich in Rom ein Netzwerk von Unternehmern, Diplomaten,
Wissenschaftlern und Ökonomen um den italienischen Industriellen Aurelio Peccei sowie
Alexander King, dem damaligen Direktor für Wissenschaft, Technologie und Erziehung bei
der OECD. Die Gruppe einte die Sorge um die Menschheit und den Planeten und machte es
sich zur Aufgabe das Bewusstsein von Politikern und Entscheidungsträgern weltweit in
Bezug auf entscheidende globale Themen der Zukunft zu schärfen. Sie gab sich den Namen
“The Club of Rome.”

In seinem ersten, weltweit beachteten Bericht zur Lage der Menschheit, warnte der Club of
Rome vor ungebremstem materiellen Wachstum und ungehemmtem Konsum in einer Welt
mit klar begrenzten Ressourcen: Wenn sich nicht grundsätzlich etwas änderte, war die
Menschheit im Begriff, auf gefährliche Weise über die materiellen Grenzen des Planeten
hinauszuwachsen. 50 Jahre später gibt es keinen Zweifel daran, dass der ökologische
Fussabdruck der Menschheit die Grenzen des Planeten jährlich überschreitet.
Die Arbeit des Club of Rome hat massgeblich zur Entstehung der globalen
Umweltbewegung beigetragen und Menschen weltweit für die Gefahren des
Klimawandels, der Umweltverschmutzung und eines grenzenlosen Ressourcenverbrauchs
sensibilisiert.

Die Anliegen des Club of Rome haben seitdem nicht an Relevanz verloren: Bereits vor 50
Jahren stellte der Club of Rome fest, dass es möglich ist Wachstumstrends zu verändern
und neue Voraussetzungen für eine gerechtere und nachhaltige Welt festzulegen, die
Stabilität, Nachhaltigkeit und globales Gleichgewicht ermöglichen. Heute besteht das
zentrale Problem nicht mehr in der Frage, ob wir einen globalen Lebensstandard erreichen
können, der die Grenzen des Planeten nicht sprengt, sondern wie wir dies tun können.
Die Rahmenbedingungen für die heutige Arbeit des Club of Rome bauen auf diesen
Erkenntnissen der letzten 50 Jahre auf, in denen über 40 weitere Berichte erschienen und
35 nationale Gesellschaften des Club of Rome entstanden.

Die 100 Mitglieder, weltweit anerkannte Expertinnen und Experten in ihren jeweiligen
Disziplinen, sehen sich nach wie vor den Gründungsprinzipien des Clubs verpflichtet: Dem
Einsatz für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit durch eine holistische,
interdisziplinäre und langfristige Perspektive. Die grössten Herausforderungen unserer
Welt hängen zusammen und können nicht als singuläre Phänomene betrachtet werden.
Der neueste Bericht “Wir sind dran. Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen. Eine
neue Aufklärung für eine volle Welt” wurde von den Ko-Präsidenten Prof. Ernst von
Weizsäcker und Dr. Anders Wijkman sowie über 30 weiteren Mitgliedern des Club of Rome
anlässlich des fünfzigsten Jubiläums verfasst. Das Buch formuliert eine positive und
realistische Agenda für die Zukunft und belegt: Wir verfügen über genügend Wissen, die
erforderlichen Veränderungen für den Erhalt der Welt zu schaffen.

Neben einer Jubiläumsveranstaltung am 7. April in Winterthur in der Schweiz anlässlich des
Gründungstages des Club of Rome vor 50 Jahren, werden in den kommenden Monaten
eine Reihe an Veranstaltungen stattfinden, an denen die Entwicklungen über die letzten 50
Jahre reflektiert und die zukünftigen Herausforderungen für die Menschheit und den
Planeten diskutiert werden.

Gerne vermitteln wir Interviews mit Mitgliedern oder den Ko-Präsidenten des Club of
Rome, Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker Weizsäcker und Dr. Anders Wijkman.
Für weitere Informationen, Rezensionsexemplare von „Wir sind dran“ oder InterviewAnfragen
wenden Sie sich bitte an presse@clubofrome.org.

Veranstaltungen anlässlich des fünfzigsten Jubiläums des Club of Rome:
28.03.2018: Festrede von Prof. Ernst von Weizsäcker in Winterthur
07.04.2018: Jubiläumsfeier in Winterthur (nur für eingeladene Gäste)
12.04.2018: Buchvorstellung :Wir sind dran in Brüssel (in English)
26.04.2018: Buchvorstellung Wir sind dran in London (in English)

Quelle: Pressemitteilung vom 07.04.2018
Club of Rome:
Till Kellerhoff, Communications and Project Manager, tkellerhoff@clubofrome.org, +41 (0)52 244 08 08
The Club of Rome – International Secretariat
Apollo Haus, Lagerhausstrasse 9, 8400 Winterthur, Switzerland
Tel.: 00-41-(0)52-244-0808, Fax: 00-41-(0)52-244-0809
https://docs.wixstatic.com/ugd/ce310e_b ... 2a933a.pdf
+++


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Quelle: RP - Besonders nach Feiertagen kein seltener Anblick: Lebensmittel im Mülleimer.
(Archiv)FOTO: dpa, Patrick Pleul


Zwischenruf in Richtung Konsumistenwelt: …. immer mehr, höher, weiter, schneller, bunter (usw.) … Wachstum (und Müll) ohne Ende & Handelskriege … Wie wäre es mit weniger Wachtstumsstrategie und Gestaltung von mehr menschlicher Zuwendung durch Stärkung des Dienstleistungssektors, v.a. im Gesundheits- und Pflegesystem? ...
>>> viewtopic.php?f=4&t=19060&p=102977#p102977 /
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WernerSchell
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"Das Müllproblem lösen wir nur gemeinsam"

Beitrag von WernerSchell » 14.06.2018, 06:35

Rheinische Post vom 13.06.2018

David Mayer De Rothschild:
"Das Müllproblem lösen wir nur gemeinsam"

Der Abenteurer und Umweltaktivist über sein Engagement gegen Plastikmüll in den Weltmeeren und die Lehren aus seinen Weltreisen.
Mönchengladbach David Mayer de Rothschild kommt gerade aus den USA, er ist in London zwischengelandet, hat dort übernachtet, am Mittag dann ist er in Mönchengladbach eingetroffen. Man kann also einmal mehr sagen: Er ist ein Weitgereister. Mayer de Rothschild hat einen berühmten Namen und ja, er ist Spross der gleichnamigen Bankiersfamilie. Bekannt geworden ist der heute 39-Jährige allerdings nicht durch Finanzgeschäfte, sondern durch seine Reisen. Vor acht Jahren fuhr er auf einem aus 12.500 Plastikflaschen gefertigten Katamaran von San Francisco nach Sydney, zusammengehalten wurde der Kahn von einer Mixtur aus Cashewnüssen und Zucker. Nach 128 Tagen und 15.000 Kilometern über den Pazifik traf das "Plastiki" getaufte Boot in Australien ein.
… (weiter lesen unter) … https://rp-online.de/panorama/wissen/da ... d-23379127
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Zu viel Nitrat: Grundwasser ist verunreinigt

Beitrag von WernerSchell » 22.06.2018, 08:39

Spiegel-Online:
Dünger in der Landwirtschaft
Europäischer Gerichtshof verurteilt Deutschland wegen Nitratbelastung

Der EuGH hat Deutschland verurteilt, weil die Bundesregierung zu wenig gegen Nitrate im Grundwasser unternommen hat. Nitrate stammen meist aus Düngern der Landwirtschaft.
>>> http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 14152.html

Zu viel Nitrat: Grundwasser ist verunreinigt
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat Deutschland wegen der anhaltend hohen Nitratbelastung des Grundwassers verurteilt. Die Richter rügten, dass Deutschland trotz einer Abmahnung und einer Klage der EU-Kommission zu wenig gegen das Überschreiten der Grenzwerte getan hat.
Quelle: Westfälische Nachrichten >>> https://rdir.inxmail.com/vzbv/d?o00030q ... 5pjek0h246
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Der Planet läuft heiß

Beitrag von WernerSchell » 03.08.2018, 05:58

Ärzte Zeitung vom 03.08.2018:
Bericht der US-Klimabehörde
Der Planet läuft heiß

Derzeit ächzen Menschen auf der Nordhalbkugel unter der Hitze. Zugleich bringt die US-Klimabehörde NOAA einen neuen Bericht heraus, in dem über 500 Forscher das düstere Bild eines sich weiter aufheizenden Planeten zeichnen. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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Würden alle Menschen unser Konsummuster übernehmen, bräuchten mehr als 3 Erden!

Beitrag von WernerSchell » 03.08.2018, 10:42

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Gerd Müller sieht das richtig. Aber wo bleiben die (längst) fälligen politischen Konsequenzen? Siehe dazu: "Urknall der Nachhaltigkeit - Zwischenruf in Richtung Konsumistenwelt" > viewtopic.php?f=6&t=22587
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Wir ruinieren uns selbst ... 3 Erden reichen nicht ...

Beitrag von WernerSchell » 23.09.2018, 06:40

• "Wenn es einen lieben Gott gibt, dann hat er uns so ausgestattet, dass wir uns selber ruinieren." - Zitat Klaus Staeck (80), Plakatkünstler, in Rheinischer Post vom 22.09.2018
• "Würden alle Menschen unsere Konsummuster übernehmen, bräuchten wir mehr als drei Erden" - Zitat Gerd Müller, Bundesentwicklungsminister, CSU, in Tagesschau


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