Einsam im Alter - Wenn alle Freunde und Verwandten fort sind

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Einsam im Alter - Wenn alle Freunde und Verwandten fort sind

Beitrag von WernerSchell » 22.03.2018, 08:19

Die Rheinische Post berichtete am 3. März 2018:
Einsam im Alter
Wenn alle Freunde und Verwandten fort sind


Einsamkeit in Deutschland
Mehr als fünfeinhalb Millionen Menschen über 65 Jahre lebten laut Statistischem Bundesamt 2016 in Deutschland allein, mehr Frauen als Männer. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) hat jeder vierte alte Mensch nur noch einmal im Monat Besuch von Freunden und Bekannten. "Der Stellenwert von Ehe und Familie hat während der vergangenen Jahrzehnte abgenommen, und entsprechend hat die Einsamkeit der Menschen zugenommen", sagt der Gehirnforscher Manfred Spitzer, Leiter der psychiatrischen Universitätsklinik Ulm und des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen. Unter dem Titel "Einsamkeit, die unerkannte Krankheit", hat der Professor gerade ein Buch zum Thema veröffentlicht. Darin fordert er, Einsamkeit nicht länger als "Nebensache" abzutun. Es handle sich um eine Krankheit, denn Untersuchungen belegten: Wer einsam ist, erkrankt häufiger als andere an Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen und Demenz.

… (weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/nrw/panorama/ju ... -1.7432894
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Mehrheit sieht Einsamkeit als großes Problem in Deutschland

Beitrag von WernerSchell » 23.03.2018, 10:45

NEUIGKEITEN VON INFRATEST DIMAP
Mehrheit sieht Einsamkeit als großes Problem in Deutschland
ARD-Morgenmagazin vom 23.03.2018
Anlässlich des Schwerpunktthemas „Einsamkeit“ im ARD-Morgenmagazin geht der DeutschlandTREND diese Woche der Frage nach, inwiefern Einsamkeit als gesellschaftliches Problem wahrgenommen wird. Zwei Drittel der Deutschen bezeichnen Einsamkeit als großes (51 Prozent) oder sogar sehr großes Problem (17 Prozent) in Deutschland. Drei von Zehn sehen hierzulande nur ein geringes (23 Prozent) oder gar kein (6 Prozent) Problem der Vereinsamung. Frauen diagnostizieren dies häufiger als Männer (76:61 Prozent), ebenso Ostdeutsche eher als Westdeutsche (76:67 Prozent).

Alle Ergebnisse im Detail unter:
https://www.infratest-dimap.de/umfragen ... utschland/
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Einsamkeit - Die unerkannte Krankheit - Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 06.11.2018, 18:40

Buchtipp!

Prof. Dr. Dr. MANFRED SPITZER

Einsamkeit
Die unerkannte Krankheit

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Hardcover, Droemer HC
01.03.2018, 320 Seiten
ISBN: 978-3-426-27676-1
Diese Ausgabe ist lieferbar
€ 19,99E-BOOK (€ 17,99)

schmerzhaft, ansteckend, tödlich

Ein neuer verstörender Weckruf von Sachbuch-Bestseller-Autor Manfred Spitzer: Einsamkeit ist eine Krankheit mit fatalen Folgen für Körper und Seele.
Wer einsam ist, erkrankt häufiger als andere an Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen und Demenz. Einsamkeit ist zudem ansteckend und breitet sich wie eine Epidemie aus – nicht nur Singles und Alleinstehende sind davon betroffen, sondern auch Verheiratete! Einsamkeit ist die Todesursache Nummer eins in den westlichen Ländern, so Manfred Spitzer. Diese alarmierende Botschaft wird mittlerweile weltweit von zahllosen wissenschaftlichen Studien bestätigt, die auch deutlich machen: Einsamkeit ist mehr als Alleinsein.
Manfred Spitzer beschreibt in seinem neuen Buch erstmals, warum Einsamkeit ein Krankheitsverursacher ist, wie krankmachende Einsamkeit und soziale Isolation aussehen und welch gravierenden Einfluss das auf die Gesundheit, auf Körper und Seele der Betroffenen hat. Der streitbare Psychiater will damit eine Gesellschaft aufrütteln, die Einsamkeit immer noch als erstrebenswertes Wellnessangebot für gestresste Zeitgenossen betrachtet.

„Manfred Spitzer versteht sich nicht nur als Wissenschaftler, sondern in erster Linie als Arzt, der sofort helfen will.“
aerzteblatt.de

Quelle und weitere Informationen:
https://www.droemer-knaur.de/buch/95587 ... -krankheit
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Einsam im Alter - Wenn alle Freunde und Verwandten fort sind

Beitrag von WernerSchell » 08.11.2018, 09:02

Der nachfolgende Text wurde heute, 8.11.2018, bei Facebook eingestellt.
https://www.facebook.com/werner.schell.7 bzw. https://twitter.com/SchellWerner

Zwei Drittel der Deutschen bezeichnen Einsamkeit als großes oder sogar sehr großes Problem in Deutschland. Prof. Dr. Dr. MANFRED SPITZER befasst sich in seinem aktuellen Buch "Einsamkeit - Die unerkannte Krankheit" mit dem Thema und spricht von fatalen Folgen für Körper und Seele. - Es erscheint daher erforderlich, der Vereinsamung vieler Menschen wirkungsvoll entgegen zu treten, und dies unabhängig von einer bestehenden Pflegebedürftigkeit. Die Aktion "Von Herz zu Herz" kann insoweit mit geeigneten Angeboten hilfreich wirken. Es kann Sinn machen, solche Angebote u.a. mit den Sozialverbänden oder dem Sozialamt der Stadt Neuss mit seinem Arbeitsbereich "Netzwerk- und Quartiersarbeit - Seniorenforum" abzustimmen. Insoweit kann z.B. auch der Sozialdienst Katholischer Männer e.V. (SKM) mit seinem Bürgerhaus in Neuss-Erfttal (mit Lotsenpunktprojekt) angesprochen werden. Nähere Kontakte können ggf. beim nächsten Pflegetreff am 21.11.2018 im "Kontakt Erfttal" geknüpft werden (> viewtopic.php?f=7&t=22823 ). Über den Treff berichtete der "Stadt-Kurier" in seiner Ausgabe vom 06.11.2018 (Seite 10).
Quelle: Text bei "Von Herz zu Herz" > https://www.facebook.com/groups/159090645045040/
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Epidemie Einsamkeit - Es gibt immer mehr isolierte Menschen

Beitrag von WernerSchell » 14.02.2019, 07:26

3SAT

Epidemie Einsamkeit - Es gibt immer mehr isolierte Menschen. TV-Tipp für den 14.02.2019, 20.15 - 21.00 Uhr. > http://www.3sat.de/page/?source=/scobel ... index.html Anschließend diskutiert Scobel zum Thema! Einsamkeit wird in der Gesellschaft immer mehr zum Problem, weil es immer mehr einsame Menschen gibt. Menschen, die im Alter vereinsamen, aber - noch erschreckender - auch immer mehr junge Menschen kämpfen mit dem Problem.

Weitere Informationen

Was ist Einsamkeit eigentlich?
Wie bemisst und definiert sich dieser Zustand der Einsamkeit eigentlich? Ist soziale Isolation Einsamkeit? Warum gilt sie in westlichen Gesellschaften als Problem und Makel, derer man sich schämt, in Lateinamerika aber zum Beispiel als Aufforderung an die Mitmenschen, fürsorglich zu sein und sich dem Einsamen zuzuwenden? Und warum können soziale Medien, die eigentlich der Kommunikation und Kontaktpflege dienen, in die Vereinsamung führen?

Wenn familiäre Strukturen in der hypermobilen und individualisierten Gesellschaft an Bedeutung verlieren und die digitale Technik das gesamte Lebensumfeld dominiert, nimmt die Bedeutung sozialer Beziehungen wie Freundschaften zu. Und auch Empathie, Bindungen und „Resonanz“ werden vor diesem Hintergrund viel wichtiger. Resonanz, so nennt der Soziologe Hartmut Rosa die Fähigkeit, in eine „Weltbeziehung“ zu treten.


Siehe auch Mediathek: > http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=78844

+++
Zum Thema wird wie folgt in den sozialen Netzwerken informiert:

Epidemie Einsamkeit - Es gibt immer mehr isolierte Menschen. 3SAT greift das Thema erneut auf: http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 73#p107673 … Pro Pflege- Selbsthilfenetzwerk sieht das Erfordernis, für die älter und einsamer werdenden Menschen durch wohnortnahe Quartiershilfen zeitgerecht und individuell Unterstützungsleistungen zu gestalten. Ein solches Angebot steht in Neuss-Erfttal musterhaft seit 2012 zur Verfügung. Der Pflegetreff am 17.04.2019 wird darüber informieren > http://www.wernerschell.de/aktuelles.php
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Einsamkeit ein großes Problem in der Gesellschaft

Beitrag von WernerSchell » 30.05.2019, 06:48

In einer multimedialen Kommunikationswelt muss eigentlich keiner einsam sein. Täglich ist man über das Smartphone mit der Welt vernetzt. Alle können senden, jeder empfangen. Die Likes in den sozialen Netzwerken sind die Bestätigung des digital vernetzten Zeitalters. Trotzdem - oder gerade deswegen? - ist Einsamkeit ein großes Problem in der Gesellschaft. Immer mehr Menschen leiden darunter, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP hervorgeht. Gregor Mayntz hat die Fakten. Lothar Schröder geht dem Phänomen auf den Grund.

Quelle: Rheinischen Post vom 30.05.2019
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Konzept gegen die Einsamkeit im Alter - Was Städte tun können ...

Beitrag von WernerSchell » 09.11.2019, 16:36

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung --- Körber Stiftung

Konzept gegen die Einsamkeit im Alter
Was Städte tun können, um Einsamkeit ihrer alternden Bevölkerung vorzubeugen


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Berlin/Hamburg, 7. November 2019. Psychologen sprechen von einer neuen Volkskrankheit, Großbritannien gründet ein Ministerium zu ihrer Bekämpfung: Einsamkeit ist ein Phänomen unserer Zeit. Auch in Deutschland betrifft sie Menschen allen Alters, ab dem 75. Lebensjahr nimmt die Einsamkeit statistisch gesehen zu. Da es in Deutschland künftig immer mehr Ältere geben wird, dürfte Einsamkeit an gesellschaftlicher Bedeutung gewinnen. Zu diesem Schluss kommt das Diskussionspapier »(Gem)einsame Stadt? Kommunen gegen soziale Isolation im Alter« des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung und der Körber-Stiftung.

Neben der demografischen Entwicklung können auch gesellschaftliche Trends zu einer Zunahme von Einsamkeit und sozialer Isolation führen: Die Altersarmut wird insgesamt steigen, immer mehr Menschen werden ohne Partner und Kinder alt und der Infrastruktur-Abbau im ländlichen Raum dürfte zunehmen und damit Begegnungsmöglichkeiten reduzieren.

Kommunen als Schlüsselakteure
Die Autoren des Diskussionspapiers verweisen aber auch auf Entwicklungen, die diesen Trends entgegenwirken und sich positiv auf die soziale Einbindung der älteren Generationen auswirken:
»Die zukünftigen Senioren werden durchschnittlich so mobil, gesund, gebildet, engagiert und digital aktiv alt wie keine Vorgängergeneration vor ihnen«, erklärt Catherina Hinz, Direktorin des Berlin-Instituts.

Begegnungsorte, geeignete Wohnformen und Teilhabemöglichkeiten schützen Ältere darüber hinaus vor Einsamkeit und sozialer Isolation. Karin Haist, Leiterin der Projekte demografische Zukunftschancen der Körber-Stiftung, betont: »Da Kommunen solche Angebote für Begegnung und Teilhabe vor Ort bieten können, sind sie die Schlüsselakteure bei der Bekämpfung von Einsamkeit ihrer älteren Bewohner und Bewohnerinnen.« Kommunen können somit die Lebensqualität des Einzelnen erhöhen und zugleich Kosten für die Gemeinschaft senken, denn Einsamkeit beschleunigt nachweislich Erkrankungen und frühere Pflegebedürftigkeit.

Handlungsempfehlungen gegen Einsamkeit
Die Körber-Stiftung und das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung haben Handlungsempfehlungen entwickelt. Diese sollen Kommunen darin unterstützen, der Einsamkeit ihrer alternden Bevölkerung vor Ort entgegenzuwirken:
1. Strategie entwickeln: Einsamkeit enttabuisieren und Verwaltung und lokale Organisationen sensibilisieren.
2. Wohnen »mit Anschluss« fördern: Wohnformen erarbeiten, die einen Verbleib im gewohnten Umfeld ermöglichen.
3. Soziale Partizipation ermöglichen: Gute Rahmenbedingungen für Engagement schaffen und Selbstorganisation fördern. Auf bereits Isolierte mit individuellen Angeboten zugehen.
4. Öffentliche Orte gestalten und schaffen: Öffentliche Orte für Begegnung gestalten und Mobilitätsangebote schaffen.
5. Aktiv informieren, sensibel kommunizieren: Infomaterial bereitstellen und Angebote nicht explizit als Einsamkeitsprävention vermitteln.

Angebote für Journalisten
• Interview mit Hosea-Che Dutschke, Direktor des Health and Care Department, Aarhus, Dänemark
• Interview mit Karin Haist, Leiterin bundesweite Demografie-Projekte der Körber-Stiftung
• Interview mit Tanja Kiziak und Ann-Kathrin Schewe, Autorinnen des Diskussionspapiers, Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

Material zum Download
Diskussionspapier: (Gem)einsame Stadt? Kommunen gegen soziale Isolation im Alter > https://www.berlin-institut.org/fileadm ... Online.pdf


Pressekontakt
Julian Claaßen
Körber-Stiftung
Telefon: 040 – 808 192 233
E-Mail: claassen@koerber-stiftung.de

Ann-Kathrin Schewe
Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
Telefon: 030 – 31016835
E-Mail: schewe@berlin-institut.org

Über die Körber-Stiftung
Die Körber-Stiftung stellt sich mit ihren operativen Projekten, in ihren Netzwerken und mit Kooperationspartnern aktuellen Herausforderungen in den Handlungsfeldern Innovation, Internationale Verständigung und Lebendige Bürgergesellschaft. 1959 von dem Unternehmer Kurt A. Körber ins Leben gerufen, ist die Stiftung heute von ihren Standorten Hamburg und Berlin aus national und international aktiv.

Quelle: Pressemitteilung vom 07.11.2019
Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
Schillerstr. 59, 10627 Berlin
0 30-22 32 48 45
info@berlin-institut.org
https://www.berlin-institut.org/fileadm ... _final.pdf
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