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Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 20.07.2017, 06:15 
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Telomere bestimmen den Alterungsprozess

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Telomere sind die Endkappen unserer Chromosomen und schützen diese bestmöglich vor Schäden aller Art Bei jeder Zellteilung werden unsere Telomere naturgemäss kürzer – und wir altern. Sind die Telomere aufgebraucht, kann sich die Zelle nicht mehr teilen und stirbt ab. Wie inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen wurde, leben Menschen mit längeren Telomeren nicht nur länger, sondern sie bleiben auch länger gesund als Menschen mit kürzeren Telomeren. Um länger jung zu bleiben, brauchen wir also längere Telomere. Und dabei kann eine gesunde Lebensweise entscheidend sein.

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Buchtipps:
viewtopic.php?f=6&t=21900
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Weitere Informationen:
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viewtopic.php?f=6&t=22039
viewtopic.php?f=6&t=21941
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viewtopic.php?f=6&t=22269

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Der 27. Neusser Pflegetreff ist für den 22.11 2017 geplant und wird sich mit dem Thema
"Vorbeugen ist besser als Heilen" - Prävention und Gesundheitsförderung mehr Aufmerksamkeit schenken
- körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter …

befassen. …. Mit Blick auf das 2015 verabschiedete Präventionsgesetz ist das Thema ganz wichtig (> Infos - ständige Aktualisierung - > viewtopic.php?f=7&t=22212 ).
Vor allem Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und auch Demenz lassen sich durch eine frühzeitig begonnene gesunde Lebensführung (richtige - mediterrane - Ernährung, ausreichende Bewegung und Schlaf, Verzicht auf Rauchen, mäßiger Alkoholkonsum, Vermeidung von negativem Stress, geistige Aktivitäten, Pflege sozialer Kontakte usw.) weitgehend vermeiden. Gleichwohl eintretende Gesundheitsstörungen (z.B. Übergewicht, zu hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Diabetes) lassen sich durch eine gesunde Lebensführung günstig beeinflussen. Es geht also letztlich um Maßnahmen, die eine umfassende gesundheitsförderliche Wirkung erzielen können. Es macht Sinn, möglichst frühzeitig eine gesunde Lebensführung zu praktizieren. ….Auch für ältere Menschen macht Prävention … Sinn. Daher gibt es für die Stationären Pflegeeinrichtungen mittlerweile eine Leitlinie zur Prävention, die aber fast überhaupt nicht bekannt ist. … Dies sollte Veranlassung geben, das o.a. Thema auch im Interesse der älteren und pflegebedürftigen Menschen aufzugreifen.


+++
Deutsche Alzheimer Gesellschaft zum Welttag des Gehirns am 22.07.2017:
Mit einem gesunden Lebensstil dem Gehirnabbau vorbeugen
>>> viewtopic.php?f=6&t=22219

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BeitragVerfasst: 25.08.2017, 06:41 
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Am 25.08.2017 bei Facebook gepostet:
Der Alterungsprozess wird zu etwa einem Drittel durch genetische und zu zwei Dritteln durch äußere Faktoren bestimmt. Eine gute Lebensführung zahlt sich also aus, sie führt zu mehr und vor allem zu gesünderen Lebensjahren. Wichtig also: Gene und Lebensstil! - Der Neusser Pflegetreff am 22.11.2017 wird verdeutlichen, wie eine gesunde Lebensweise gestaltet werden kann.
>>> viewtopic.php?f=6&t=22269

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BeitragVerfasst: 30.08.2017, 16:56 
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Altern im Zeitraffer – durch DNA-Schäden

Im Laufe der Zeit akkumuliert die Erbsubstanz mehr und mehr Schäden – Alterung ist die Folge. Die vielfältigen Auswirkungen der DNA-Schäden konnten nun in bisher nicht bekannter Komplexität gezeigt werden. Die Studie der Kölner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Björn Schumacher von der Universität zu Köln wurde im Fachjournal Cell Reports veröffentlicht.

Altern im Zeitraffer – durch DNA-Schäden

Im Laufe der Zeit akkumuliert die Erbsubstanz mehr und mehr Schäden – Alterung ist die Folge. Die vielfältigen Auswirkungen der DNA-Schäden konnten nun in bisher nicht bekannter Komplexität gezeigt werden. Die Studie der Kölner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Björn Schumacher von der Universität zu Köln wurde im Fachjournal Cell Reports veröffentlicht.

Die Erbsubstanz DNA ist Grundlage und Baustein unseres Lebens – wie eine Bedienungsanleitung enthält sie alle Informationen, die einzelne Zellen und der ganze Körper zum Funktionieren brauchen. Dabei ist die DNA ständiger Schädigung wie UV-Strahlung, Umweltgiften und schädlichen Stoffwechselprodukten ausgesetzt. Viele der Schäden können durch ausgeklügelte Reparaturmechanismen wieder ausgebessert werden. Dennoch akkumulieren sich im Laufe des Lebens die vielfältigen Schäden – Alterung ist eine Folge davon. Kölner Wissenschaftler um Prof. Dr. Björn Schumacher vom Exzellenzcluster für Alternsforschung CECAD versuchen den Alterungsprozess besser zu verstehen.

Für die Studie, die im Fachblatt Cell Reports veröffentlich wurde, untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Fadenwurm Caenorhabditis elegans. Wegen seiner Lebensspanne von etwa zwanzig bis dreißig Tagen ist dieses Tier ein beliebter Modellorganismus der Alternsforschung. Als ganz junge, nur einen Tag alte Würmer mit DNA schädigendem UV-Licht bestrahlt wurden, stellte das Team um Schumacher fest, dass diese jungen Würmer innerhalb weniger Stunden schon erstaunliche Ähnlichkeiten zu Tieren in fortgeschrittenem Alter zeigten. Sie verglichen dabei in umfassender Weise Proteine, den Fetthaushalt, den Stoffwechsel und Signalwege. Als den besonderen „Aha-Moment“ beschreibt Schumacher den Augenblick, als sie feststellten, dass sämtliche Veränderungen, die sie aus den alten Tieren kannten, nach der UV-Behandlung auch in den jüngeren Tieren zu finden waren. „Alles war da, das komplette Bild des Alterungsprozesses. Damit konnten wir zeigen, dass die alternden Tiere ihre biologischen Prozesse umprogrammieren, weil sie auf die zunehmenden Schäden in der DNA reagieren. Ein Altern im Zeitraffer gewissermaßen,“ so Schumacher.

Insgesamt wurden über 5000 verschiedene Proteine und ihre Verbindungen über Signalwege untersucht: Wie sind sie verbunden, was haben sie miteinander zu tun, regulieren sie den gleichen Prozess? Wie in einem Rätselheft wurden die Verbindungen zwischen Stoffwechsel, Erhalt von Erbgut und Eiweißstrukturen und den Signalwegen, die den Alterungsprozess bestimmen, gesucht. „Am Ende haben wir sämtliche Fäden und Knotenpunkte gefunden – das war schon beeindruckend und viel besser als erhofft. Was sich in anderen Studien punktuell abgezeichnet hat, konnten wir nun im Gesamtbild zeigen,“ so der Forscher.

Auch wenn Wurm und Mensch auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben, sind die zellulären Prozesse doch sehr ähnlich und auf den Menschen übertragbar. Viele Signalwege sind gleich, der Stoffwechsel ähnlich, die Qualitätskontrolle der Proteine vergleichbar. Das macht den Fadenwurm für die Forschung so relevant. Im nächsten Schritt wollen die Forscherinnen und Forscher die Signalwege weiter untersuchen. Ziel ist es die Auswirkungen der DNA-Schäden auf den Organismus besser zu verstehen und gesundes Altern ermöglichen zu können.

Originalpublikation:
Multilayered reprogramming in response to persistent DNA damage in
C. elegans; Diletta Edifizi, Hendrik Nolte, Vipin Babu, Laia Castells-Roca, Michael M. Mueller, Susanne Brodesser, Marcus Krüger, Björn Schumacher
Cell Reports 20, 2026–2043 August 29, 2017

Kontakt:

Prof. Dr. Björn Schumacher
Principal Investigator, Chair for Genome Stability in Ageing and Disease
Tel. +49 221 478 84202
bjoern.schumacher[at]uni-koeln.de

Peter Kohl
Public Relations Officer
Tel. +49 221 478 84043
pkohl[at]uni-koeln.de

Quelle: Pressemitteilung vom 30.08.2017
Gabriele Meseg-Rutzen Presse und Kommunikation
Universität zu Köln

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BeitragVerfasst: 14.10.2017, 07:05 
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Die Rheinische Post berichtete am 13. Oktober 2017:
Altersforscherin Ursula Staudinger
"Das längere Leben wird nicht im Bett verbracht"

Düsseldorf. Die Altersforscherin Ursula Staudinger plädiert für eine Neubewertung der späten Lebensphasen. Selbst ein Leben im Rollstuhl kann erfüllend sein.

Von Martin Kessler

Die Nürnberger Psychologie-Professorin Ursula Staudinger gilt als eine der international führenden Altersforscherinnen. Die Wissenschaftlerin, Gründungsdirektorin des Zentrums für Altersforschung an der New Yorker Columbia-Universität, hat sich interdisziplinär mit dem Prozess des Alterns beschäftigt. Kürzlich verlieh ihr der Industrieclub in Düsseldorf den mit 20.000 Euro dotierten Seneca-Preis.

Wir werden dank des Wohlstands und der Medizin immer älter. Sollen wir uns darüber freuen oder überwiegen doch die Nachteile des Alters?
Staudinger Wir leben länger, und Gott sei Dank zeigen uns die Daten aus vielen Untersuchungen, dass in den modernen Industrienationen die gesundheitlich aktiven und unabhängig zu lebenden Jahre bei der dazugewonnenen Lebenszeit überproportional zunehmen. Das längere Leben wird nicht im Bett verbracht.

Vielfach wird beklagt, dass trotzdem die Leidenszeit im Alter im Gegensatz zu früher länger ist.
Staudinger Die Daten aus vielen Studien sprechen eine andere Sprache. Wir leben länger und gesünder.

Also steuern wir auf paradiesische Zustände hin?
Staudinger Nein, denn keine dieser Entwicklungen ist ein Automatismus. Dass wir es so weit gebracht haben, fiel ja nicht vom Himmel. Höhere Lebenserwartung und besseres Wohlbefinden sind eine Konsequenz aus einem veränderten Bildungs-, Arbeits- und Gesundheitssystem. Dazu kommt eine Veränderung unseres Lebensstils. Wenn wir diese positiven Entwicklungen nicht fortschreiben und weiterentwickeln, kann sich der Prozess, der in den vergangenen 100 Jahren so positiv verlaufen ist, auch wieder umdrehen. Denken Sie nur an die sich epidemisch ausbreitende Diabetes als Folge von Übergewicht. Es gibt also Warnzeichen.
...
(weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/leben/gesundhei ... -1.7140646

“Wir haben mehr Lebenszeit, die wir sinnvoll füllen können
– aber wir müssen sie auch nutzen und gestalten.”
Professor Ursula Staudinger, Alterswissenschaftlerin

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