Körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter

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WernerSchell
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Körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter

Beitrag von WernerSchell » 10.04.2017, 06:23

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Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) vom 05.04.2017:

Körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter
BZgA-Bundeskonferenz diskutiert über Präventionspotenziale in Pflegeeinrichtungen

Berlin/Köln, 05. April 2017. Wie lassen sich Gesundheit und Lebensqualität auch im hohen Alter und bei Pflegebedürftigkeit fördern? Welcher Bedarf für Prävention besteht, um körperlich und geistig bis ins hohe Alter aktiv zu bleiben? Gesundheitsförderung gibt es in Pflegeheimen und wie können erfolgversprechende Ansätze weiterentwickelt und verbreitet werden? Diese und weitere Fragen werden auf der 5. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“ diskutiert. Die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter dem Titel „Präventionspotenziale im hohen Alter - Ansätze der Prävention und Gesundheitsförderung in der Lebenswelt Pflegeeinrichtung“ organisierte Veranstaltung findet heute, am „Tag der älteren Generation“, in Berlin statt.

Anlässlich der Konferenzeröffnung erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Annette Widmann-Mauz, MdB: „Wer sich auch im Alter ausreichend bewegt, tut damit etwas dafür, länger selbstständig und geistig fit zu bleiben. Ein körperlich aktiver Lebensstil kann auch dabei helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder zu lindern. Gerade die Gesundheitsförderung für ältere Menschen - etwa in den Kommunen, Betrieben, Pflegeheimen oder Einrichtungen der Altenhilfe - ist deshalb ein wichtiger Bestandteil unserer Präventionspolitik. Die Bundeskonferenz leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Gesundheit älterer Menschen noch besser in den Blick zu nehmen und auf die Möglichkeiten einer passgenauen Gesundheitsförderung in diesem Lebensabschnitt aufmerksam zu machen.“

„Besonders wirksam und einfach umzusetzen sind Maßnahmen zur Bewegungsförderung“, erläutert Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Aktuelle Studien bestätigen, dass Bewegungsförderung im Alltag in jedem Lebensalter positive gesundheitliche Effekte hat, aber auch dann, wenn körperliche Einschränkungen und Krankheiten vorliegen. Hier setzt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit ihrem Programm ‚Älter werden in Balance‘ an. Mit dem ‚Lübecker Modell Bewegungswelten‘, das heute vorgestellt wird, hat die BZgA ein alltagsnahes und effektives Training zur Bewegungsförderung in Pflegeeinrichtungen entwickelt.“

Unterstützt wird das Programm vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV). Dazu PKV-Direktor Dr. Volker Leienbach: „Mit dem ‚Lübecker Modell Bewegungswelten‘ können Pflegeheimbewohner innerhalb kurzer Zeit Kraft, Selbstständigkeit und Mobilität zurückerlangen. Dieses erfolgreiche Bewegungsprogramm unterstützen wir deshalb aus voller Überzeugung.“

Das „Lübecker Modell Bewegungswelten“ wurde von der BZgA in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe Geriatrie Lübeck am Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck und dem organisierten Sport entwickelt. Die Pilotphase des Trainingsprogramms wird durch umfassende wissenschaftliche Evaluationen begleitet.
Erste Ergebnisse belegen, dass Mobilität, Koordinierung, Kraft, Kognition und Lebensqualität der Teilnehmenden positiv beeinflusst werden konnten. Das Lübecker Modell soll künftig bundesweit in Pflegeeinrichtungen implementiert werden.

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Auf dem Programm der 5. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“ stehen u.a. Vorträge von Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Leiter des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg, zu den Potenzialen stationärer Pflege für mehr Selbstständigkeit und von Prof. Dr. Doris Schaeffer, Direktorin des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld, zur Förderung von Gesundheitskompetenz im Alter. Dr. Eckart von Hirschhausen wird die Konferenz moderieren.

Eine Übersicht des Programms der Bundeskonferenz ist abrufbar unter:
http://www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/
Weitere Informationen zum Programm „Älter werden in Balance“:
http://www.aelter-werden-in-balance.de
Details zum „Lübecker Modell Bewegungswelten“:
http://www.aelter-werden-in-balance.de/ ... ker-modell
Ein kurzes Video zum „Lübecker Modell Bewegungswelten“ finden Sie hier:
http://www.aelter-werden-in-balance.de/ ... Modell.mp4

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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Pressesprecherin: Dr. Marita Völker-Albert
50819 Köln
Telefon: 0221 8992-0 / Durchwahl: -280
Fax: 0221 8992-300 / -201
E-Mail: marita.voelker-albert@bzga.de
Internet: http://www.bzga.de
RSS-Feed: http://www.bzga.de/rss-presse.php
Twitter: https://twitter.com/bzga_de

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Zum vorgestellten Programm gibt es im Netz weiterführende Informationen und Filme, die in Kürze informieren::

- „Älter werden IN BALANCE“ Programmteil: AlltagsTrainingsProgramm - ATP - (3,15 Min.) - Das AlltagsTrainingsProgramm (ATP) zeigt Frauen und Männern ab 60 Jahren, wie mehr Bewegung in den Alltag integriert werden kann, um die Gesundheit aktiv zu fördern.
>>> https://www.aelter-werden-in-balance.de ... atp/video/
- „Älter werden IN BALANCE“ Programmteil: Lübecker Modell - Bewegungswelten = Trainingsprogramm zur Bewegungsförderung, das als spezifisches Angebot in Pflegeheimen implementiert werden soll. Die Bewegung und das Miteinander soll die kognitive Leistung und vieles mehr fördern. - (2,25 Min.)
>>> https://www.aelter-werden-in-balance.de/lmb/


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Am 05.04.2017 bei Facebook gepostet:
Körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter!
Präventionspotenziale in Pflegeeinrichtungen sind gefordert. Insoweit zeigt u.a. der Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen nach § 5 SGB XI die Handlungserfordernisse auf. Bedauerlicherweise ist dieser Leitfaden kaum bekannt und folglich mangelt es an entsprechenden Angeboten. Pro Pflege … hat das Thema aufgegriffen und erwogen, einen der nächsten Neusser Pflegetreffs der Prävention in Pflegeeinrichtungen zu widmen.
Siehe unter >>> viewtopic.php?f=6&t=21942
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Präventionspotenziale in Pflegeeinrichtungen

Beitrag von WernerSchell » 20.04.2017, 06:39

Bei Facebook gepostet:
Mit dem Präventionsgesetz (PrävG) wurden die Pflegekassen verpflichtet, Leistungen zur Prävention in voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen nach § 71 Abs. 2 SGB XI für in der sozialen Pflegeversicherung Versicherte zu erbringen. Näheres regelt u.a der "Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen nach § 5 SGB XI." Ungeachtet dieser Vorgaben ist die Prävention und Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen kaum bekannt und wird entsprechend selten praktiziert. - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk mahnt die Umsetzung des Präventionsleitfadens an! >>> viewtopic.php?f=6&t=21942
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Muskeln stärken, Stürze verhindern

Beitrag von WernerSchell » 25.05.2017, 07:05

Ärzte Zeitung vom 25.05.2017:
Sachsen-Anhalt
Muskeln stärken, Stürze verhindern

In Sachsen-Anhalt leben knapp 100.000 Pflegebedürftige, etwa ein Drittel in 560 stationären Pflegeeinrichtungen. Viele sind nicht mehr mobil,
das Gehen fällt zunehmend schwerer, der Lebensmut sinkt. Da will das Projekt "PAF - Pflegebedürftige AKTIV Fördern" ansetzen.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=936 ... fpuryyqrde
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Vorbeugen ist besser als heilen ...

Beitrag von WernerSchell » 29.05.2017, 17:26

Aus Forum:
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Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


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29. Mai 2017

"Vorbeugen ist besser als Heilen"
Prävention und Gesundheitsförderung
mehr Aufmerksamkeit schenken
Körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter


Der nächste Neusser Pflegetreff wird sich im Herbst 2017 voraussichtlich mit dem Thema "Prävention und Gesundheitsförderung" befassen. Vor allem Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und auch Demenz lassen sich durch eine frühzeitig begonnene gesunde Lebensführung (richtige - mediterrane - Ernährung, ausreichende Bewegung und Schlaf, Verzicht auf Rauchen, mäßiger Alkoholkonsum, Vermeidung von negativem Stress, geistige Aktivitäten, Pflege sozialer Kontakte usw.) weitgehend vermeiden. Gleichwohl eintretende Gesundheitsstörungen (z.B. Übergewicht, zu hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Diabetes) lassen ich durch eine gesunde Lebensführung günstig beeinflussen. Es geht also letztlich um Maßnahmen, die eine umfassende gesundheitsförderliche Wirkung erzielen können. Es macht Sinn, möglichst frühzeitig eine gesunde Lebensführung zu praktizieren.

In einer Pressemitteilung vom 29.01.2016 haben Leipziger Demenzforscher der Öffentlichkeit Studienergebnisse zur Prävention vorgestellt. Danach sei die breite Öffentlichkeit häufig der Auffassung, die Alzheimer-Erkrankung sei rein genetisch bedingt, so Dr. Tobias Luck, Leiter der ISAP-Arbeitsgruppe „Epidemiologie und Versorgungsforschung“ und Hauptinitiator der Studie. Die angestellten Berechnungen hätten aber ergeben, dass deutschlandweit rund ein Drittel der Alzheimer-Erkrankungen auf Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Diabetes zurückgehen. Die Forscher plädieren daher dafür, sich in der Prävention von Alzheimer verstärkt auf diese Risiken zu konzentrieren. Diese Zahlen, so die Forscher weiter, müssten hoffnungsvoll gesehen werden. Der starke Einfluss dieser äußeren Faktoren auf das Alzheimerrisiko bedeute nämlich ein hohes Potential zur Vorbeugung, da sie im Gegensatz zu den Genen grundsätzlich beeinflussbar seien. Die Wissenschaftler rechnen daher vor: Wenn es gelingt, die Häufigkeit der Risikofaktoren in der Bevölkerung zu halbieren, könnten theoretisch 130.000 der aktuellen Alzheimerfälle in Deutschland vermieden werden. „Diese Chance, die Zahl an Alzheimer-Erkrankungen in der Bevölkerung zu verringern, sollte umso mehr Anreiz geben, diese Risikofaktoren zu bekämpfen“, betont Steffi Riedel- Heller, Professorin für Sozialmedizin und ISAP-Direktorin. „Bisher wurde vor allem in die Behandlung von Demenzerkrankungen investiert. Auch ihrer Prävention muss der entsprechende Stellenwert in Forschung und Praxis eingeräumt werden.“ Die Zeitschrift „MDKforum“, Ausgabe 2/2016, hat die Leipziger Studienergebnisse in einem Beitrag „Lässt sich Alzheimer vermeiden?“ aufgegriffen und die Präventionserfordernisse in einem Interview mit Dr. Tobias Luck bekräftigt. Der 1. Warsteiner Tag der Alterskunde in den LWL-Kliniken stellte ähnliche Informationen über die Vorbeugung von Demenz vor und bekräftigte damit die Feststellungen und Vorschläge der Leipziger Demenzforscher. Das berichtete die Westfälische Rundschau in ihrer Ausgabe vom 23.06.2016. Die Zeitschrift "CAREkonkret" griff das Thema in ihrer Ausgabe vom 22.07.2016 ebenfalls auf und titelte: "Gesund leben reduziert Demenzrisiko." Gesundheitsbewusste Lebensführung sei nicht nur eine gute Vorsorge gegen Herz-, Kreislauf- und Krebserkrankungen, sondern auch geeignet, Demenzerkrankungen vorzubeugen. Es gehe also letztlich um Maßnahmen, die eine umfassende gesundheitsförderliche Wirkung erzielen können. In einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie e.V. vom 21.09.2016 wurden ebenfalls verstärkte Präventionsanstrengungen eingefordert und in einem Untertitel herausgestellt: "1 Million weniger Alzheimer-Fälle durch gesünderes Leben und mehr Bildung."

Die Krankenversicherung hat als Solidargemeinschaft die Aufgabe, die gesundheitliche Eigenkompetenz und Eigenverantwortung der Versicherten zu fördern (§ 1 Sozialgesetzbuch - SGB V). Die Versicherten sind folgerichtig vom Gesetzgeber für ihre Gesundheit mitverantwortlich erklärt worden; sie sollen durch eine gesundheitsbewusste Lebensführung, durch frühzeitige Beteiligung an gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen sowie durch aktive Mitwirkung an Krankenbehandlung und Rehabilitation dazu beitragen, den Eintritt von Krankheit und Behinderung zu vermeiden oder ihre Folgen zu überwinden. Die Krankenkassen haben den Versicherten dabei durch Aufklärung, Beratung und Leistungen zu helfen und auf gesunde Lebensverhältnisse hinzuwirken.

Mit Aufklärungs- und Einübungskampagnen zur Prävention und Gesundheitsförderung sollte bereits im Kindergartenalter begonnen werden. „Gesundheit“ sollte im Übrigen zu einem Unterrichtsfach an Schulen, als Inhalt in den Lehrplan aufgenommen und Teil der Lehrer- und Erzieherausbildung werden. Eine gesunde Lebensführung kann sogar bei älteren pflegebedürftigen Menschen eine Verbesserung der körperlichen und sonstigen Beeinträchtigungen bewirken. Deshalb animieren u.a. das Präventionsgesetz (PVG), § 20ff. SGB V, § 84 SGB IX, § 5 SGB XI und der "Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen" ergänzend zu entsprechenden Angeboten.

Neue kaum bekannte Erkenntnisse der Epigenetik zeigen im Übrigen auf, dass die Lebensführung bis in das hohe Alter mutmaßlich einen positiven Einfluss auf die Gene hat. Viele Krankheiten - vermutlich sogar die meisten - entwickeln sich nach neuen Erkenntnissen in einem Wechselspiel von Genom und Umwelt. Besonders sensibel auf Umwelteinflüsse reagiert der Mensch in Phasen der Organreifung, also im Mutterleib, nach der Geburt und in der frühen Kindheit. (Prof. Dr. med. Andreas Plagemann, Klinik für Geburtsmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin). Insoweit informiert eine Buchveröffentlichung von Peter Spork "Gesundheit ist kein Zufall - Wie das Leben unsere Gene prägt - Die neuesten Erkenntnisse der Epigenetik" (DVA, März 2017). Näheres > viewtopic.php?f=6&t=22038 WDR-Fernsehen, Quarks & Co., hat das Thema "Epigenetik" in jüngster Zeit ebenfalls mehrfach aufgegriffen und die Einflussmöglichkeiten durch Prävention und Gesundheitsförderung aufgezeigt. Näheres unter > http://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/epi ... q-100.html

"Unser Gesundheitssystem wird momentan extrem belastet durch sehr teure Medikamente, vor allem Krebsmedikamente. Wenn die Menschen nicht klug sind und selbst auf Prävention achten, wird das Gesundheitswesen in Zukunft nicht mehr bezahlbar sein. Mit Prävention spart man nicht nur Geld, sondern sich selbst auch sehr viel Leid und Verzweiflung." - Dr. med. Marianne Koch, Internistin (siehe auch das "Das Vorsorge-Buch" von Dr. med. M. Koch; dtv 2016. Näheres unter > viewtopic.php?f=6&t=21900 ).

Eine weitere bemerkenswerte ärztliche Aufmunterung darf mit Rücksicht auf die vielfach beklagte Polypharmazie nicht unerwähnt bleiben: "Statt Betroffene übermäßig mit Medikamenten vollzupumpen, sollte Musik als Medikament genutzt werden." - Zitat: Dr. Eckart von Hirschhausen" in Zeitschrift "CAREkonkret" vom 11.11.2016.
Näheres auch unter > viewtopic.php?f=6&t=21708 und viewtopic.php?f=6&t=22038

Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und Dozent für Pflegerecht
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Gesund und aktiv Älterwerden

Beitrag von WernerSchell » 26.06.2017, 18:14

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Gesund und aktiv Älterwerden
Neues Schulungsangebot zur Gesundheitsförderung älterer Menschen für Akteure in der Seniorenarbeit


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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) hat ihr kostenfreies Schulungsangebot in den Themenfeldern Ernährung, Bewegung sowie Mund- und Zahngesundheit für Multiplikatoren in der Seniorenarbeit erweitert.
Die Schulungen, die die BAGSO in Kooperation mit interessierten Partnern (Seniorenabteilungen der Kommunen, Freie Wohlfahrtspflege, Mehrgenerationenhäusern u.a.) jeweils vor Ort durchführt, richten sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seniorenarbeit bzw. an Fachkräfte in der ambulanten und der stationären Pflege.
Bei den eintägigen Schulungen erhalten die Teilnehmenden wichtige Informationen zu einer gesunden Lebensweise im Alter und Tipps zur Motivierung älterer Menschen. Die Schulungsangebote berücksichtigen die vielfältigen Aufgabenfelder der Akteure und beinhalten unterschiedliche thematische Schwerpunkte. Spezielle Schulungen für die Arbeit mit „Menschen mit Demenz“ und zum Themenbereich „Mittagstische planen und initiieren“ wurden neu entwickelt.
Träger und Organisationen, die eine Schulung durchführen möchten, finden ausführliche Informationen zu den Inhalten, zur Organisation und Dauer der Veranstaltung unter http://projekte.bagso.de/fit-im-alter/schulungsangebote .
Mit dem Projekt „Im Alter IN FORM – Potenziale in Kommunen aktivieren“ unterstützt die BAGSO IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Es wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert.

Quelle: Pressemitteilung vom 26.06.2017
Kontakt
BAGSO-Projektteam IN FORM
Tel: 0228 / 24 99 93 22, E-Mail: inform@bagso.de
BAGSO-Pressereferat
Ursula Lenz
Tel.: 0228 / 24 99 93 18, E-Mail: lenz@bagso.de
Zur BAGSO
Die BAGSO vertritt über ihre 114 Mitgliedsorganisationen viele Millionen ältere Menschen in Deutschland. Mit ihren Publikationen und Veranstaltungen wirbt sie für ein möglichst gesundes, aktives und engagiertes Älterwerden.
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Prävention und Gesundheitsförderung - Selbstverantwortung

Beitrag von WernerSchell » 28.06.2017, 16:50

Aus Forum:
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Zitat:
" … Der Großteil der älteren Menschen vertritt die Überzeugung, durch eigenes Gesundheitsverhalten einen signifikanten Beitrag zur Förderung und Erhaltung von Gesundheit leisten zu können. … Allerdings ist hier auch auf die sozialen Schichtunterschiede hinzuweisen, die mit Blick auf Gesundheitsverhalten und gesundheitsbezogene Einstellungen bestehen. Damit ist die Notwendigkeit angesprochen, die Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention auch deutlich stärker auf die Lebenswelt jener Menschen zuzuschneiden, die eher den unteren sozialen Schichten zuzurechnen sind. …"
Quelle: "Generali Altersstudie 2017", Seite 3), Springer Verlag, 2017.
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Bessere gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung

Beitrag von WernerSchell » 06.07.2017, 06:34

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ZUKUNFTSGIPFEL GESUNDHEIT (ZGG) e.V.
Im Zukunftsgipfel Gesundheit e.V. haben sich Vertreter aus den Bereichen Wissenschaft, Krankenkassen, Industrie, Großhandel, Verbände und Stiftungen organisiert.
Ihr gemeinsames Ziel: gesundheits- und versorgungspolitisch relevante Probleme zu identifizieren, praktische Lösungsansätze zu erarbeiten und damit einen Beitrag für eine bessere gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung zu leisten.
Der Zukunftsgipfel Gesundheit e.V. bietet eine fach- und branchenübergreifende Diskussions- und Arbeitsplattform. In Kooperation mit Partnern werden Projekte konzipiert und in der Umsetzung begleitet.
Die Zusammenarbeit im Zukunftsgipfel Gesundheit e.V. erfolgt unabhängig von Eigeninteressen und kennt keine ideologischen Grenzen.

>>> http://zukunftsgipfel-gesundheit.de/index.html

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Projekt:
Initiative "Bewegtes Büro"
>>> http://zukunftsgipfel-gesundheit.de/bewegtes_buero.html
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Wohlbefinden im Alter: Auch die geistige Gesundheit zählt

Beitrag von WernerSchell » 08.07.2017, 06:56

Wohlbefinden im Alter: Auch die geistige Gesundheit zählt

Das Wohlbefinden im Alter hängt maßgeblich von psychosozialen Faktoren ab. Körperliche Beeinträchtigungen spielen eher eine untergeordnete Rolle, zeigen Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München in ‚BMC Geriatrics‘.

„Das Altern an sich ist nicht zwangsläufig mit einem Rückgang der Lebensfreude und Lebensqualität verbunden“, fasst Prof. Dr. Karl-Heinz Ladwig die Ergebnisse zusammen. „Vielmehr beeinträchtigen psychosoziale Faktoren wie Depressionen oder Angststörungen das subjektive Wohlbefinden*“, so der Leiter der Gruppe Mental Health am Institut für Epidemiologie II des Helmholtz Zentrums München und Professor für psychosomatische Medizin am Klinikum rechts der Isar der TU München. „Bei Frauen spielt zudem das Alleinsein auch eine wichtige Rolle.“

„Einfluss von emotionalem Stress bisher kaum untersucht“

Für die aktuelle Arbeit griffen Ladwig und sein Team auf Daten von rund 3600 Probandinnen und Probanden mit einem Durchschnittsalter von 73 Jahren zurück. Sie waren im Rahmen der Augsburger Bevölkerungsstudie KORA-Age** befragt worden. „Die Studie war vor allem vor dem Hintergrund interessant, dass der Einfluss von emotionalem Stress auf das Wohlbefinden bisher kaum in einem breiteren, nicht-klinischen Zusammenhang untersucht wurde“, erklärt PD Dr. Karoline Lukaschek. Sie ist Epidemiologin in der Arbeitsgruppe Mental Health und Erstautorin der Arbeit. „Unsere Studie schloss daher Angststörung, Depressionen und Schlafstörungen explizit mit ein.“

Grundsätzlich hohes Wohlbefinden, aber…

Die Wissenschaftler bestimmten das Wohlbefinden über einen fünfteiligen Fragebogen der Weltgesundheitsorganisation, dessen Auswertung Werte von 0 bis 100 zulässt (WHO-5-Wohlbefindens-Index). Für ihre Analysen teilten sie anschließend die Ergebnisse der Probanden in ‚hoch‘ (Index > 50) und ‚niedrig‘ (Index ≤ 50) ein. Die folgende Auswertung ergab bei einer Mehrheit (79 Prozent) der Befragten ein hohes subjektives Wohlbefinden. Durchschnittlich lagen die Werte zudem über dem von der WHO festgesetzten Grenzwert von 50. In der ‚niedrig‘-Gruppe befanden sich allerdings auffällig oft Frauen: rund 24 Prozent gegenüber rund 18 Prozent bei den Männern.

Depressionen und Angststörungen größtes Risiko

Auf der Suche nach den Ursachen konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor allem psychosoziale Faktoren ermitteln: Vor allem Depressionen und Angststörungen hatten den stärksten Effekt auf das Wohlbefinden. Negative Einflüsse hatten zudem ein niedriges Einkommen und Schlafstörungen. Schlechte körperliche Gesundheit (etwa geringe sportliche Aktivität oder sogenannte Multimorbidität) schien wenig Einfluss auf Lebenszufriedenheit zu haben. Bei Frauen erhöhte außerdem das Alleinleben signifikant die Wahrscheinlichkeit für ein niedriges Wohlbefinden.

„Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit machen deutlich, dass für ältere Menschen entsprechende Angebote und Interventionen eine große Rolle spielen können, besonders für alleinlebende ältere Frauen“, ordnet Ladwig die Ergebnisse ein. „Vor allem, wenn man weiß, dass hohe Werte von subjektiv empfundenem “Well-being” mit einem geringeren Mortalitätsrisiko verbunden sind.“

Weitere Informationen
* Subjektives Wohlbefinden (engl. subjective well-being, SWB) beschreibt das selbst wahrgenommene Gefühl des Glücks im Leben oder der Zufriedenheit mit dem Leben. Daneben gibt es Maße des objektiven Wohlbefindens, die versuchen die Lebensqualität eines Menschen zu erfassen, beispielsweise die Verfügbarkeit von materiellen und immateriellen Dingen.
** Die Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg (KORA) untersucht seit 30 Jahren die Gesundheit tausender Bürger aus dem Raum Augsburg. Ziel ist es, die Auswirkungen von Umweltfaktoren, Verhalten und Genen zu verstehen. Kernthemen der KORA-Studien sind Fragen zu Entstehung und Verlauf von chronischen Erkrankungen, insbesondere Herzinfarkt und Diabetes mellitus. Hierzu werden Risikofaktoren aus dem Bereich des Gesundheitsverhaltens (u.a. Rauchen, Ernährung, Bewegung), der Umweltfaktoren (u.a. Luftverschmutzung, Lärm) und der Genetik erforscht. Aus Sicht der Versorgungsforschung werden Fragen der Inanspruchnahme und Kosten der Gesundheitsversorgung untersucht. http://www.helmholtz-muenchen.de/kora

Hintergrund:
Die Stabilität der hohen SWB-Werte trotz altersbedingter Gebrechen und/oder sozialer Verluste ist auch als „Alters-Paradoxon“ bekannt. Weitere Studien sind notwendig, um die scheinbare Diskrepanz zwischen tatsächlichem (hohem) biologischen Alter und subjektiv empfundenem (hohen) Well-being zu untersuchen und die Ressourcen zu identifizieren, die es Menschen ermöglichen trotz nachlassender Gesundheit und schwindenden sozialen Kontakten eine positive Lebenseinstellung zu bewahren.

Weitere Artikel:
Altersschwäche: enger Zusammenhang mit Stresshormonspiegeln
http://www.helmholtz-muenchen.de/presse ... index.html
Bundesregierung fördert Versorgungsforschung
http://www.helmholtz-muenchen.de/presse ... index.html
Depressionen schlagen auf das Herz wie Übergewicht und Cholesterin
http://www.helmholtz-muenchen.de/presse ... index.html

Original-Publikation:
Lukaschek, K. et al. (2017): "In the mood for ageing": determinants of subjective well-being in older men and women of the population-based KORA-Age study. BMC Geriatrics, DOI: 10.1186/s12877-017-0513-5

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. http://www.helmholtz-muenchen.de

Das Institut für Epidemiologie II (EPI II) erforscht die Zusammenhänge von Umwelt, Lebensstil und Genetik bei der Entstehung von Diabetes, Erkrankungen des Herzens und der Erhaltung der Gesundheit im Alter. Die Forschung stützt sich auf die einzigartigen bevölkerungsbasierten KORA-Ressourcen (Kohorte, Herzinfarktregister, Aerosol-Messstation). Folgestudien innerhalb der Kohorte ermöglichen die Untersuchung von Frühformen und Komplikationen ausgewählter chronischer Erkrankungen und deren Verbreitung in der Bevölkerung. http://www.helmholtz-muenchen.de/epi2

Die Technische Universität München (TUM) ist mit mehr als 500 Professorinnen und Professoren, rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 40.000 Studierenden eine der forschungsstärksten Technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunkte sind die Ingenieurwissenschaf-ten, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften und Medizin, verknüpft mit Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die TUM handelt als unternehmerische Universität, die Talente fördert und Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Dabei profitiert sie von starken Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft. Weltweit ist sie mit einem Campus in Singapur sowie Verbindungsbüros in Brüssel, Kairo, Mumbai, Peking, San Francisco und São Paulo vertreten. An der TUM haben Nobelpreisträger und Erfinder wie Rudolf Diesel, Carl von Linde und Rudolf Mößbauer geforscht. 2006 und 2012 wurde sie als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. In internationalen Rankings gehört sie regelmäßig zu den besten Universitäten Deutschlands. http://www.tum.de

Ansprechpartner für die Medien:
Abteilung Kommunikation, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg - Tel. +49 89 3187 2238 - Fax: +49 89 3187 3324 - E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de

Fachlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. Karl-Heinz Ladwig, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Institut für Epidemiologie II, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg - Tel. +49 89 3187 3623 - E-Mail: ladwig@helmholtz-muenchen.de

Weitere Informationen:
https://www.helmholtz-muenchen.de/press ... e-pressemi... - Weitere News aus dem Helmholtz Zentrum München (mit Themenfilterfunktion)

Quelle: Pressemitteilung vom 07.07.2017
Sonja Opitz, Abteilung Kommunikation
Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
https://idw-online.de/de/news677871
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Animationsfilm gegen den „Sitzenden Lebensstil“

Beitrag von WernerSchell » 13.07.2017, 06:41

Am 13.07.2017 bei Facebook gepostet:
Animationsfilm gegen den „Sitzenden Lebensstil“
>>> viewtopic.php?f=6&t=22120
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Wie regelmäßiger Sport das Hirn auf Trab hält

Beitrag von WernerSchell » 26.07.2017, 06:25

Ärzte Zeitung vom 20.07.2017:
Studie - Wie regelmäßiger Sport das Hirn auf Trab hält
Regelmäßiger Sport steigert nicht nur die Fitness, sondern wirkt sich auch positiv auf den Gehirnstoffwechsel aus (Transl Psychiatry 2017; online 18. Juli).
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=940 ... fpuryyqrde
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Mit Aktivität der Demenz vorbeugen

Beitrag von WernerSchell » 02.08.2017, 07:23

Die Rheinische Post berichtete am 02.08.2018:

Düsseldorf
Mit Aktivität der Demenz vorbeugen

Düsseldorf. Neurologen der Uniklinik forschen an einem Medikament gegen Alzheimer. Gegen die Krankheit helfen Sport und Gedächtnistraining, so die Experten.
Von Manfred Johann
Fast jede zweite Frau ab 65 Jahren erkrankt an Demenz, bei Männern dieses Alters ist es jeder Dritte. Mit einer Informationsveranstaltung zum Thema "Demenz-Prävention" gaben an der Uniklinik die Neurologen Norbert Goebels und Iris-Katharina Penner einen Überblick darüber, wie Patienten Anfänge der Krankheit erkennen und sich vorbeugend verhalten können.
...
Weitere Informationen erteilt Norbert Goebels, UKD/Klinik für Neurologie, per E-Mail gedaechtnis@med.uni-duesseldorf.de .

Quelle: RP http://www.rp-online.de/nrw/staedte/due ... -1.6986211
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WernerSchell
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Nur jeder zweite bewegt sich mehr als 20 Minuten am Tag

Beitrag von WernerSchell » 07.08.2017, 05:55

Ärzte Zeitung vom 07.08.2017:
Bewegung
Nur jeder zweite bewegt sich mehr als 20 Minuten am Tag

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt 150 aktive Minuten in der Woche. Das zu erreichen ist für viel zu schwer.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=940 ... fpuryyqrde
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Demenz - Gesunder Körper - gesunder Geist?

Beitrag von WernerSchell » 18.08.2017, 07:34

Ärzte Zeitung online, 18.08.2017

Demenz
Gesunder Körper – gesunder Geist?


Körperlich aktiv zu sein hilft beim gesunden Altern: Für Herz und Kreislauf mag das gelten. Was das Hirn angeht, speziell mit Blick auf Demenz, ist sich die Forschung da nicht mehr so sicher.

Von Robert Bublak

PARIS. "Gesunder Geist in gesundem Körper" – unter diesem aus der Antike überlieferten Motto stehen Bemühungen, durch körperlich-sportliche Aktivität die kognitive Leistungsfähigkeit des Menschen zu erhalten. Das ist vielfach in Studien überprüft worden, und das durchaus mit bestätigenden Resultaten. Doch in neueren Studien war der Effekt nicht reproduzierbar.
... (weiter lesen unter) ... http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=941 ... fpuryyqrde
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Demenz - Bildet und bewegt euch

Beitrag von WernerSchell » 22.08.2017, 13:40

Demenz-Risiko rückläufig?
Bildet und bewegt euch

Immer mehr Ältere, immer mehr Demenz-Kranke? Stimmt so vielleicht gar nicht, zeigt eine neue Langzeitstudie.
Die Amerikaner entdecken Bildung als wirksame Waffe gegen den Hirnverfall.

24.11.2016, von Nicola von Lutterotti
Die Demenzforschung kann ausnahmsweise einmal mit einer guten Nachricht aufwarten. Anders als befürchtet nimmt offenbar die Gefahr, an Demenz zu erkranken, demnach nicht weiter zu. Wenn sich der amerikanische Trend auch anderswo bestätigt, scheint das Demenzrisiko für viele Menschen sogar zu sinken. Dass sich der Kreis der Betroffenen dennoch laufend vergrößert, liegt an einem ebenfalls positiven Trend - dem Anstieg der Lebenserwartung und damit der Zahl an Personen, die ein hohes Lebensalter erreichen.
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Erstaunlich ist dieses Ergebnis insofern, als die Häufigkeit demenzfördernder Risikofaktoren über die Jahre hinweg zunahm. Unter anderem erhöhte sich der Anteil an Personen mit Übergewicht, Hochdruck und Typ-2-Diabetes. Gerade der „Alterszucker“ treibt die Demenzgefahr nachhaltig voran. Das bestätigen nicht zuletzt auch die Auswertungen der Studienautoren. Denn wie sie zeigen, erkrankten die zuckerkranken Probanden bedeutend häufiger an einer Demenz als die Senioren mit normalem Glukosestoffwechsel.
... (weiter lesen unter) ... http://www.faz.net/aktuell/wissen/mediz ... 38815.html
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Sport schützt Zellen im Körper vor Alterung

Beitrag von WernerSchell » 31.08.2017, 06:43

Aus Forum:
viewtopic.php?f=6&t=22286

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"Visite", NDR-Gesundheitsmagazin - 29.08.2017 20:15 Uhr Autor/in: Volker Ide
Beitrag, 05,40 Minuten, (vorübergehend) anschaubar >>> http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/S ... t2390.html
Interview in Ergänzung des Filmbeitrages: Sport ist gut für die Zellen, 05,16 Minuten - >>> http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/v ... 13468.html


Sport schützt Zellen im Körper vor Alterung

Regelmäßiger Sport kann das biologische Alter senken. Studien zeigen: Selbst wer erst ab einem Alter von 50 anfängt, Sport zu treiben, kann die Fitness seiner Zellen verbessern und den Alterungsprozess verlangsamen. Als besonders wirkungsvoll gelten Ausdauersportarten wie Jogging und Schwimmen, aber auch Krafttraining.

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Sport gegen Demenz? Frankfurter Forscher haben möglicherweise Ansätze dafür, dass fitte Senioren ein geringeres
Krankheitsrisiko haben. © Volker Witt / Fotolia - Ärzte Zeitung


Biologisches Alter sinkt durch Sport um 15 Jahre
Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wollten herausfinden, was im Körper passiert, wenn man anfängt, regelmäßig Sport zu treiben. 67 Mitarbeiter der MHH mussten deshalb täglich eine halbe Stunde auf dem Ergometer radeln. Innerhalb von sechs Monaten verringerte sich das biologische Alter der Studienteilnehmer um bis zu 15 Jahre:
• Die Funktion der linken Herzkammer verbesserte sich, der Ruhepuls sank und der Kreislauf verbesserte sich deutlich.
• Der Blutdruck stieg mit der Belastung stark an, und fiel danach wieder ab. Bei einigen Teilnehmern sank der Blutdruck unter das Ausgangsniveau - und blieb durch das Training langfristig gesenkt.

Für die Praxis sind die Studienergebnisse eine große Hilfe: Mediziner können nun besser voraussagen, ob ein Bluthochdruck-Erkrankter von regelmäßigem Sport profitieren wird - oder ob Medikamente gegen Bluthochdruck sinnvoller sind.

Sport reduziert natürliche Alterung der Zellen
Wie Sport die Alterung von Zellen beeinflussen kann, haben Forscher am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg untersucht. Gegenstand ihrer Forschung ist das Innere des Zellkerns von weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Dort lagern die Chromosomen, die die Erbinformation (DNA) enthalten. Jedes Chromosom hat am Ende seiner DNA-Stränge sogenannte Telomere. Sie schützen die DNA ähnlich wie die Kappen am Ende von Schnürsenkeln. Doch mit jeder Zellteilung verkürzen sich die schützenden Telomere, sodass die natürliche Alterung der Zelle voranschreitet. Durch Sport lassen sich die Telomere nach Ansicht der Forscher wieder verlängern.

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Ausdauersport und Krafttraining schützen Zellen
In einer Vorstudie konnten die Forscher beweisen, dass es bei Profisportlern zu Veränderungen in der Zellalterung kommt. Untersucht wurden 267 Master-Athleten - das sind Sportler jenseits der 50, die im Schnitt 35 Jahre ihres Lebens ausgiebiges Ausdauertraining wie Triathlon oder Marathon absolviert haben. Die Teilnehmer der Studie hatten keine Vorerkrankungen und trieben direkt vor Studienbeginn nicht regelmäßig Sport.

Die Athleten trainierten sechs Monate lang nach dem Plan der Forscher in vier Gruppen mit unterschiedlichen Anforderungen:
• Krafttraining
• Ausdauertraining
• Jogging mit intensivem Intervalltraining
• Kontrollgruppe ohne Training

Vor und nach der Trainingsphase gab es für alle Probanden einen Belastungstest, bei dem die persönliche Fitness ermittelt wurde. Gemessen wurden die Herzfrequenz, der Laktatwert im Blut und die maximale Sauerstoffaufnahme des Körpers bei Auslastung.
Durch den regelmäßigen Sport ließ sich die Zellalterung deutlich reduzieren. Alle Studien-Probanden hatten am Ende jüngere Zellen, als die Vergleichsgruppe, die nicht trainierte. Vor allem Ausdauertraining führte zu einer Verlängerung der Telomere um 15 bis 20 Prozent. Beim Krafttraining produzierte der Körper Proteine, die sich schützend um die Telomere legen und so dem schnellen Verschleiß vorbeugen. Die Forscher wollen nun herausfinden, ob das auch bei Laien gelingt.

Alle zwei Tage 30 Minuten trainieren
Wer mit 50 Jahren nach langem Nichtstun mit regelmäßigem Ausdauersport oder Kraftsport beginnt, kann mit 80 immer noch genauso fitte Zellen haben wie mit 50. Dazu sollte man etwa alle zwei Tage für mindestens 30 Minuten Sport treiben. Vor Trainingsstart ist eine medizinische Kontrolle beim Hausarzt sinnvoll. Wichtig: Wird nicht regelmäßig trainiert, nehmen die positiven Effekte schnell wieder ab. Um die Motivation zu erhöhen, am besten in einer Gruppe oder mit einem Partner trainieren.
…. (weiter unter) …. http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/S ... t2390.html

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Die Entschlüsselung des Alterns - Buchtipp
Der Telomer-Effekt - Von der Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn

>>> viewtopic.php?f=6&t=22164&hilit=Telomere

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Der 27. Neusser Pflegetreff ist für den 22.11 2017 geplant und wird sich mit dem Thema
"Vorbeugen ist besser als Heilen" - Prävention und Gesundheitsförderung mehr Aufmerksamkeit schenken
- körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter …

befassen. …. Mit Blick auf das 2015 verabschiedete Präventionsgesetz ist das Thema ganz wichtig (> Infos - ständige Aktualisierung - > viewtopic.php?f=7&t=22212 ).
Vor allem Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und auch Demenz lassen sich durch eine frühzeitig begonnene gesunde Lebensführung (richtige - mediterrane - Ernährung, ausreichende Bewegung und Schlaf, Verzicht auf Rauchen, mäßiger Alkoholkonsum, Vermeidung von negativem Stress, geistige Aktivitäten, Pflege sozialer Kontakte usw.) weitgehend vermeiden. Gleichwohl eintretende Gesundheitsstörungen (z.B. Übergewicht, zu hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Diabetes) lassen sich durch eine gesunde Lebensführung günstig beeinflussen. Es geht also letztlich um Maßnahmen, die eine umfassende gesundheitsförderliche Wirkung erzielen können. Es macht Sinn, möglichst frühzeitig eine gesunde Lebensführung zu praktizieren. ….Auch für ältere Menschen macht Prävention … Sinn. Daher gibt es für die Stationären Pflegeeinrichtungen mittlerweile eine Leitlinie zur Prävention, die aber fast überhaupt nicht bekannt ist. … Dies sollte Veranlassung geben, das o.a. Thema auch im Interesse der älteren und pflegebedürftigen Menschen aufzugreifen.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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