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BeitragVerfasst: 09.12.2014, 07:52 
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Buchtipp!

Sabine Bode
Frieden schließen mit Demenz

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Verlag Klett-Cotta
2. Aufl. 2014, 300 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94806-6
19,95 EUR

Menschen mit Demenz sind keine alten Kinder, die man bemitleiden muss.
Es ist an der Zeit, den Horrorszenarien im Zusammenhang mit Demenz eine positive Vision entgegenzusetzen. Sabine Bodes Buch beschreibt eine gute Zukunft. Denn die Probleme, die heute da sind, und jene, die auf uns zukommen werden, sind lösbar.
Welche Optionen bleiben? Weiter weggucken? Darauf warten, dass das rettende Medikament gefunden wird? Oder unser Schicksal in die Hand nehmen, unsere Zukunft gestalten. Sabine Bode besuchte Alten und Pflegeheime, sprach mit Pflegepersonal, Wissenschaftlern und porträtiert Helfer, die unermüdlich Demenzerkrankten helfen, in Würde zu altern. Sie vollführt einen Perspektivwechsel: Sie bringt festgefahrene Ängste zum Einsturz und zeigt unzählige gute Ansätze und Mut machende Erfahrungen. Dieses Buch ist ein Plädoyer für ein Umdenken.

Quelle und weitere Informationen:
http://www.klett-cotta.de/buch/Ratgeber ... menz/42926
http://www.sabine-bode-koeln.de/index.html

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Textübernahme aus Forum:
viewtopic.php?f=7&t=20797

Frieden schließen mit Demenz
Autorenlesung mit Sabine Bode, Köln,
am 04.02.2015 in der Volkshochschule der Stadt Neuss


Menschen mit Demenz sind keine alten Kinder, die man bemitleiden muss. Es ist an der Zeit, den Horrorszenarien im Zusammenhang mit Demenz eine positive Vision entgegenzusetzen. Sabine Bodes Buch beschreibt eine gute Zukunft. Denn die Probleme, die heute da sind, und jene, die auf uns zukommen werden, sind lösbar.
Welche Optionen bleiben? Weiter weggucken? Darauf warten, dass das rettende Medikament gefunden wird? Oder unser Schicksal in die Hand nehmen, unsere Zukunft gestalten. Sabine Bode besuchte Alten- und Pflegeheime, sprach mit Pflegepersonal, Wissenschaftlern und porträtiert Helfer, die unermüdlich Demenzerkrankten helfen, in Würde zu altern. Sie vollführt einen Perspektivwechsel: Sie bringt festgefahrene Ängste zum Einsturz und zeigt unzählige gute Ansätze und Mut machende Erfahrungen.

Sabine Bode lebt als freie Journalistin in Köln, schreibt Sachbücher und arbeitet für die Kulturredaktionen des Hörfunks von WDR und NDR.
Sabine Bode, Frieden schließen mit Demenz, 2. Aufl. 2014, 300 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Klett Cotta, 978-3-608-94806-6 , 19,95 €
Ein Tisch der Buchhandlung "BÜCHERHAUS am Münster" lädt zum Schmökern und Kauf ein.

Mittwoch, 4. Februar 2015, 19:30 Uhr
VHS im Romaneum, Brückstr. 1, Raum E.129
Karten zu 8 Euro an der Abendkasse


Quelle: Mitteilung der Volkshochschule der Stadt Neuss vom 08.12.2014

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Die Medien berichten (28.07.2015):
Gesunde Lebensweise kann Demenz verhindern
Rotterdam. Forscher des Erasmus-Krankenhauses in Rotterdam haben eine Verbindung zwischen gesundem Lebensstil und Demenz nachgewiesen. Ein Drittel der Fälle von Altersdemenz könnten laut Studie durch eine gesunde Lebensweise verhindert werden,… (weiter lesen unter) …
http://www.rp-online.de/leben/gesundhei ... -1.5268411
http://www.wissen.de/alzheimer-wie-kann ... -vorbeugen

Siehe auch Forum unter:
viewtopic.php?f=6&t=20986
viewtopic.php?f=4&t=21004

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BeitragVerfasst: 02.12.2015, 09:25 
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Bericht in der NGZ am 02.12.2015:
Interview Sabine Bode, Buchautorin - "Der Demenz kann der Schrecken genommen werden"

Zu dem Interview habe ich der NGZ mitgeteilt:

Sehr geehrte Frau Broer,
ich begrüße sehr, dass Sie sich des Themas angenommen und Frau Bode interviewt haben.
Ich werbe seit vielen Jahren dafür, der "Demenz" allergrößte Beachtung zu schenken und für gute Hilfestrukturen zu sorgen. Daher habe ich auch in Neuss den Runden Tisch Demenz mit gegründet (und bin Mitglied der Steuerungsgruppe). Der Pflegetreff am 21.10.2015 befasste sich ja auch mit dem Thema Demenz und den insoweit maßgeblichen Reformschritten. > viewtopic.php?f=7&t=20711
Allerdings bin ich auch der Auffassung, dass die Demenz eigentlich eine Alterserscheinung ist, die wir eher mit mehr Gelassenheit, und nicht etwa mit ständigen Katastrophenmeldungen begleiten sollten. Auch müssen wir erkennen, dass die Medikalisierung dieses Geschehens Grenzen hat. - Das sage ich auch mit Blick auf das nächste Woche einzuweihende "Memory-Zentrum". Die Einrichtung ist wichtig - aber gleichwohl dürfen wir mit Blick auf die therapeutischen Möglichkeiten keine zu hohen Erwartungen haben.
Ich habe daher bereits vor einiger Zeit auf das Buch von Frau Bode und die Lesung in der VHS aufmerksam gemacht:
viewtopic.php?f=6&t=20461
viewtopic.php?f=7&t=20797
Ich habe wiederholt zu einem unaufgeregten Umgang mit der Demenz aufgerufen > viewtopic.php?f=6&t=21273 und angemerkt:
"DEMENZ ist mit dem Herbst vergleichbar...es fallen die Blätter"
Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell

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BeitragVerfasst: 22.06.2016, 07:22 
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Am 22.06.2016 bei Facebook gepostet:

Demenz - "… mit Schreckensmeldungen werden nicht nur Ängste geschürt und Geschäfte gemacht, sondern auch Millionen von Menschen in die Irre geführt." So Cornelia Stolze in ihrem neuen Buch "Verdacht Demenz - Fehldiagnosen verhindern, Ursachen klären und wieder gesund werden" (Herder, 2016). Es muss darum gehen, mehr auf Prävention und größte Sorgfalt bei Diagnostik und Therapie zu setzen! Dringend geboten erscheint mehr Zurückhaltung beim Konsum von Medikamenten: "Zuwendung statt Pillen"!

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BeitragVerfasst: 21.08.2016, 19:54 
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Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Pressemitteilung vom 22.08.2016

Gesundheitsbewusste Lebensführung kann Demenz vermeiden helfen
Es muss darum gehen, mehr auf Prävention und größte Sorgfalt bei Diagnostik und Therapie zu setzen

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Demenz – „… mit Schreckensmeldungen werden nicht nur Ängste geschürt und Geschäfte gemacht, sondern auch Millionen von Menschen in die Irre geführt.“ So das Urteil von Cornelia Stolze in ihrem Buch "Verdacht Demenz - Fehldiagnosen verhindern, Ursachen klären und wieder gesund werden" (Herder, 2016).

In einer Pressemitteilung vom 29.01.2016 haben Leipziger Demenzforscher der Öffentlichkeit ähnlich lautende Studienergebnisse zur Prävention vorgestellt.

Nach der Studie sei die breite Öffentlichkeit häufig der Auffassung, die Alzheimer-Erkrankung sei rein genetisch bedingt, so Dr. Tobias Luck, Leiter der ISAP-Arbeitsgruppe „Epidemiologie und Versorgungsforschung“ und Hauptinitiator der Studie. Die angestellten Berechnungen hätten aber ergeben, dass deutschlandweit rund ein Drittel der Alzheimer - Erkrankungen auf Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Diabetes zurückgehen. Die Forscher plädieren daher dafür, sich in der Prävention von Alzheimer verstärkt auf diese Risiken zu konzentrieren. Diese Zahlen, so die Forscher weiter, müssten hoffnungsvoll gesehen werden. Der starke Einfluss dieser äußeren Faktoren auf das Alzheimerrisiko bedeute nämlich ein hohes Potential zur Vorbeugung, da sie im Gegensatz zu den Genen grundsätzlich beeinflussbar seien.

Die Wissenschaftler rechnen daher vor: Wenn es gelingt, die Häufigkeit der Risikofaktoren in der Bevölkerung zu halbieren, könnten theoretisch 130.000 der aktuellen Alzheimerfälle in Deutschland vermieden werden.

„Diese Chance, die Zahl an Alzheimererkrankungen in der Bevölkerung zu verringern, sollte umso mehr Anreiz geben, diese Risikofaktoren zu bekämpfen“, betont Steffi Riedel- Heller, Professorin für Sozialmedizin und ISAP-Direktorin. „Bisher wurde vor allem in die Behandlung von Demenzerkrankungen investiert. Auch ihrer Prävention muss der entsprechende Stellenwert in Forschung und Praxis eingeräumt werden.“

Die Zeitschrift „MDKforum“, Ausgabe 2/2016, hat die Leipziger Studienergebnisse in einem Beitrag „Lässt sich Alzheimer vermeiden?“ aufgegriffen und die Präventionserfordernisse in einem Interview mit Dr. Tobias Luck erneut wie folgt bekräftigt:

„Bisher wurde vor allem in die Behandlung von Demenzerkrankungen investiert. Jetzt müssen wir versuchen, was auch schon teilweise gemacht wird, die Prävention in Forschung und Praxis zu stärken.“

Der 1. Warsteiner Tag der Alterskunde in den LWL-Kliniken stellte ähnliche Informationen über die Vorbeugung von Demenz vor und bekräftigte damit die Feststellungen und Vorschläge der Leipziger Demenzforscher. Das berichtete die Westfälische Rundschau in ihrer Ausgabe vom 23.06.2016.

Der Chefärztin Helene Unterfenger zufolge ist der „Lifestyle“ ganz wichtig, ein gesundes Leben: Geregelter Alltag, Bewegung, soziale Kontakte, Blutdruck, Blutzucker und Blutfett in Ordnung, viel Gemüse und Salate. Aber nicht nur das. Helene Unterfenger rät auch dazu, Neues zu lernen: Eine Sprache, ein Musikinstrument, Singen, Tanzen, „alle Dinge, die den Menschen in Bewegung bringen“.

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk, das sich seit Jahren für die Menschen mit Demenz besonders einsetzt und insoweit auch als Mitgründer des Runden Tisches Demenz in Neuss Verantwortung übernommen hat, möchte auf die aktuellen Forschungsergebnisse zur Vorbeugung von Demenz mit Nachdruck aufmerksam machen und dazu animieren, die Grundsätze einer gesundheitsbewussten Lebensführung stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Gesundheitsbewusste Lebensführung ist im Übrigen auch eine gute Vorsorge gegen Herz-, Kreislauf- und Krebserkrankungen. Es geht also letztlich um Maßnahmen, die umfassende gesundheitsförderliche Wirkungen erzielen können
.

Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk und Dozent für Pflegerecht

Weitere Hinweise im Internet unter folgender Adresse:
viewtopic.php?f=6&t=21708

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BeitragVerfasst: 11.11.2016, 17:49 
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"Statt Betroffene übermäßig mit Medikamenten vollzupumpen,
sollte Musik als Medikament genutzt werden."

Zitat: Dr. Eckart von Hirschhausen" in CAREkonkret vom 11.11.2016.

Dem kann nicht widersprochen werden. Aber ergänzend noch einmal folgender Hinweis:
"Das wichtigste Medikament in der Gerontopsychiatrie ist Wasser.
Ein wesentlicher Anteil der unklaren Verwirrtheitszustände im Alter
ist auf einen Flüssigkeitsmangel zurückzuführen."

Quelle: Dr. med. Jan Dreher in "Psychopharmakotherapie griffbereit", Schattauer Verlag, 2015
>>> viewtopic.php?f=6&t=21487&p=90797#p90797
>>> viewtopic.php?f=4&t=20833

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BeitragVerfasst: 13.12.2016, 17:29 
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Die Rheinische Post berichtete am 13.12.2016:
Experten-Rat
Alzheimer muss kein Schreckgespenst sein

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Nuklearmedizinische Diagnostik: das Gehirn eines Gesunden (l.) und dasjenige eines Alzheimer-Patienten.
FOTO: dpa - Quelle: Rheinische Post


Von der Diagnose Demenz und ihrer Unterform Alzheimer fühlen sich viele überfordert. Sie erscheint zu undurchsichtig. Drei Experten geben Antworten.
Von Susanne Hamann
...
Vergessen ist nicht gleich Demenz
Vergessen ist eine peinliche Angelegenheit. Plötzlich ist der Name des Kollegen weg oder der Grund, aus dem man in den Keller gegangen ist. Situationen wie diese kennen Jung und Alt, und es gehört zum normalen Alterungsprozess, dass sich diese Momente irgendwann häufen. "Aber wenn ein Mensch genau die gleiche Frage nach ein paar Minuten wieder stellt, dann ist das ein deutliches Anzeichen dafür, dass es sich um eine Demenz handelt", sagt Supprian. Demenz, das ist laut medizinischem Lehrbuch der Oberbegriff für Krankheiten, die zu nachlassender Gehirnleistung führt. "Wir wissen aber inzwischen, dass es noch mehr Symptome gibt. So verändern sich auch die Persönlichkeit des Patienten und seine allgemeine Stimmungslage", sagt Neukäter. Was dabei genau passiert, hängt vom Patienten ab und von der Form der Demenz.
Manchmal ist Demenz heilbar
... (weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/leben/gesundhei ... -1.6461165

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