Beipackzettel für Medikamente richtig verstehen

Allgemeine Informationen zu allen relevanten Themen einschließlich interessante Nachrichten aus dem weiten Gebiet der Medizin und Heilkunde (z.B. Studien- und Forschungsergebnisse)

Moderator: WernerSchell

Antworten
Presse
phpBB God
Beiträge: 14257
Registriert: 10.11.2006, 12:44

Beipackzettel für Medikamente richtig verstehen

Beitrag von Presse » 27.09.2013, 07:59

BARMER GEK Pressemitteilung vom 26. September 2013

Beipackzettel für Medikamente richtig verstehen

Berlin - Schrift zu klein, Zettel zu lang, Informationen unverständlich – auf viele Patientinnen und Patienten wirkt der Beipackzettel eines Medikaments abschreckend. „Dabei stecken hinter den Fremdwörtern und Beschreibungen wichtige Informationen“, so Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER GEK, und erklärt wichtige Oberbegriffe.

Name des Präparats
Er verrät neben dem Handelsnamen oft weitere Informationen. Die Bezeichnungen „comp“ oder „plus“ geben an, dass mehrere Wirkstoffe kombiniert wurden. Das ist bei vielen Bluthochdruckmitteln der Fall. Ergänzungen wie „mite“ (“die Hälfte“) und „forte“ (stark) geben Hinweise auf den Wirkstoffgehalt. Zahlen wie 100 oder 10/25 beziehen sich auf die Wirkstoffmenge pro Einnahmeeinheit. Der Ausdruck „retard“ weist daraufhin, dass der Wirkstoff über eine längere Zeit gleichmäßig freigesetzt wird.

Zusammensetzung
Zum einen geht es um die Inhaltsstoffe, die für die Wirksamkeit verantwortlich sind. Zum anderen werden „sonstige Bestandteile“ aufgeführt – besonders wichtig bei Unverträglichkeiten. So kann ein Präparat, das Alkohol (Ethanol) enthält, für Menschen mit einer Lebererkrankung gefährlich sein.

Darreichungsform
Tabletten, Kapseln, Dragees usw. – auch wenn die Wirkung gleich ist, manche Präparate sind als Tropfen verträglicher statt als Tablette. Hier können Arzt und Apotheker beraten.

Anwendungsgebiet
Hier werden Krankheiten aufgezählt, bei denen das Mittel wirkt. Manchmal wird ein Medikament auch bei nicht genannten Erkrankungen eingesetzt, falls es therapeutisch sinnvoll ist.

Gegenanzeigen und Warnhinweise
Hier steht, in welchen Fällen ein Mittel gar nicht oder nur auf ausdrückliche Anweisung eines Arztes eingenommen werden darf. Außerdem wird bei den Warnhinweisen auf Besonderheiten hingewiesen – etwa wenn ein Präparat das Reaktionsvermögen so beeinflusst, dass man nicht Auto fahren sollte.

Nebenwirkungen
Keine Wirkung ohne Nebenwirkung – selbst bei vorschriftsmäßiger Einnahme kann es zu unerwünschten körperlichen Reaktionen kommen. Dann sollte umgehend der Arzt informiert werden.

Wechselwirkungen
Die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente kann die Wirkung verstärken oder eine Arznei unwirksam machen. Deshalb sollten Arzt oder Apotheker über alle Medikamente informiert werden – auch Naturheilmittel!

Dosierung
Gibt es keine abweichenden Anweisungen vom Arzt, steht hier, wann, wie viel, wie oft und wie lange das Mittel genommen werden soll. Bei Fragen hilft immer auch der Apotheker weiter.

Aufbewahrung
An dieser Stelle wird beschrieben, wie das Medikament zu lagern ist, damit es seine Wirkung nicht verliert. Einige Arzneimittel gehören in den Kühlschrank, andere müssen lichtgeschützt aufbewahrt und wieder andere (z.B. Augentropfen) können nach Anbruch nur einige Wochen verwendet werden.
______________________________________________
BARMERGEK Pressestelle
Tel.: 0800 33 20 60 99 1420
presse@barmer-gek.de
Athanasios Drougias (Ltg.), Tel.: 0800 33 20 60 99 1421
Dr. Kai Behrens, Tel.: 0800 33 20 60 44 3020
www.barmer-gek.de/presse

Bettina Olbing
Full Member
Beiträge: 124
Registriert: 14.11.2005, 09:13

Patienten sollten den Beipackzettel lesen ...

Beitrag von Bettina Olbing » 02.10.2013, 07:13

Patienten sollten den Beipackzettel lesen und ggf. mit dem Arzt erörtern. Unabhängig davon sehe ich aber die Ärzteschaft in der Pflicht,
bei der Verordnung von Medikamenten zumindest in allgemeiner Form über das verordnete Präparat zu informieren und ggf. auch mögliche
Nebenwirkungen anzusprechen.
B.O.
Pro Pflege - was denn sonst!

Presse
phpBB God
Beiträge: 14257
Registriert: 10.11.2006, 12:44

Viele Ärzte verstehen Beipackzettel falsch

Beitrag von Presse » 15.10.2013, 08:01

Viele Ärzte verstehen Beipackzettel falsch
Selbst Ärzte und Apotheker haben offenbar Probleme damit, den Beipackzettel zu deuten. Bei einer Umfrage schätzte ein Großteil Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen falsch ein.
Quelle: Der Spiegel
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 27736.html

Studie:
Verständnis von Nebenwirkungsrisiken im Beipackzettel: Eine Umfrage unter Ärzten, Apothekern und Juristen
http://www.aerzteblatt.de/archiv/147058 ... d-Juristen

Presse
phpBB God
Beiträge: 14257
Registriert: 10.11.2006, 12:44

Beipackzettel verstehen: Überforderte Ärzte?

Beitrag von Presse » 17.10.2013, 06:18

Beipackzettel verstehen: Überforderte Ärzte?
Selten, gelegentlich oder häufig: Wie oft Nebenwirkungen auftreten können, steht in jedem Beipackzettel.
Aber wissen Ärzte auch um die Bedeutung dieser Begriffe? Eine Lübecker Studie kommt zu erstaunlichen Ergebnissen.
mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=848 ... anz&n=3041

Presse
phpBB God
Beiträge: 14257
Registriert: 10.11.2006, 12:44

Medikamente - Einnahmezeitpunkt richtig einschätzen ...

Beitrag von Presse » 28.02.2014, 08:15

Vor, zum, nach dem Essen? / Wie der Einnahmezeitpunkt im Beipackzettel genau zu verstehen ist

Baierbrunn (ots) - Das Medikament soll "vor dem Essen" eingenommen werden. Bedeutet das nun fünf Minuten vorher, dreißig, sechzig?
Richtig ist: 30 Minuten vor der Hauptmahlzeit, erklärt der Apotheker Arndt Botzenhardt aus Immenstadt in der "Apotheken Umschau". "Nach dem Essen" aber ist meist gleichbedeutend mit nüchtern.
Der Abstand soll mindestens zwei Stunden betragen. Heißt es "zum Essen einnehmen", dann schluckt man die Arznei während des Essens oder unmittelbar danach.

Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 3/2014 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Quelle: Pressemitteilung vom 28.02.2014 Wort und Bild - Apotheken Umschau
Pressekontakt: Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
http://www.wortundbildverlag.de
http://www.apotheken-umschau.de

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 22593
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Der Medikamenten-Check - TV-Tipp 04.06.2016

Beitrag von WernerSchell » 31.05.2016, 08:04

Montag, 30. Mai 2016, 21:00 bis 21:45 Uhr - NDR - 
Mittwoch, 01. Juni 2016, 06:35 bis 07:20 Uhr
Samstag, 04. Juni 2016, 14:00 bis 14:45 Uhr


Bild

Dr. Wimmer: Wissen ist die beste Medizin

Der Medikamenten-Check

Bild

Warum können Schmerztabletten Schmerzen auslösen? Wieso ist es keine gute Idee, mehr als fünf Medikamente gleichzeitig zu schlucken?
Wirken Placebos eigentlich auch, wenn man weiß, dass es welche sind?
Diese und weitere Fragen beantwortet der Hamburger Arzt Dr. Johannes Wimmer in der Sendung und präsentiert dabei überraschende Fakten rund um das Thema Medikamente.

  • Kennen Sie sich mit Medikamenten aus?
    Wann sind Antibiotika nützlich?
    So nehmen Sie Medikamente richtig ein
    Was gehört in die Hausapotheke?
    Kopfschmerz - Wenn Schmerzmittel schuld sind
    Einen Beipackzettel richtig lesen
Quelle und weitere Informationen:
https://www.ndr.de/fernsehen/epg/import ... 15014.html
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 22593
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Arzneimittelversorgung älterer Menschen - mehr Sorgfalt

Beitrag von WernerSchell » 04.06.2016, 15:31

Am 09.06.2016 bei Facebook gepostet:
"Medikamentenumstellung im Krankenhaus: Viele werden nicht informiert." Zu diesem Thema berichtet die Zeitschrift "test" in ihrer Juniausgabe 2016 (Seite 86ff.). Damit wird eindrucksvoll bestätigt, dass das von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk beim Pflegetreff am 27.04.2016 aufgegriffene Thema "Arzneimittelversorgung" auf den Prüfstand gehört. Es deutlich mehr Sorgfalt bei der Medikation geboten! - Näheres > viewtopic.php?f=6&t=21652 - Zum Thema "Arzneimittelversorgung in Pflegeeinrichtungen" eine Umfrage im Forum > viewtopic.php?f=4&t=21654
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 22593
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Arzneimittelversorgung älterer Menschen - mehr Sorgfalt

Beitrag von WernerSchell » 15.07.2016, 15:47

Am 15.07.2016 bei Facebook gepostet:

„Arzneimittelversorgung der älteren Menschen“ - Thema beim Neusser Pflegetreff am 27.04.2016. Es wurden zahlreiche Handlungserfordernisse deutlich!
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk informiert in einem Statement vom 15.07.2016 hier: > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 072016.pdf
Die Ärzteschaft ist vorrangig gefordert! Die Filmdokumentation vom Pflegetreff mahnt mehr Sorgfalt an: > https://youtu.be/BtVjGv00e6U
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 22593
Registriert: 18.05.2003, 23:13

EU kritisiert Beipackzettel für Medikamente als zu komplizie

Beitrag von WernerSchell » 11.04.2017, 07:56

Deutsches Ärzteblatt, 10.04.2017:
EU kritisiert Beipackzettel für Medikamente als zu kompliziert
Beipackzettel für Arzneimittel sind nach Erkenntnissen der EU-Kommission für Patienten immer noch oft unverständlich.
Die verwendete Sprache sei häufig zu kompliziert und die Gestaltung und das Layout seien ... 
> https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ompliziert
Packungsbeilagen: Auch für Ärzte unverständlich > https://www.aerzteblatt.de/archiv/17357 ... staendlich
Studie: Auch Ärzte und Apotheker verstehen Beipackzettel falsch > https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... tel-falsch

Bild
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 22593
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Beipackzettel für Medikamente richtig verstehen

Beitrag von WernerSchell » 12.04.2017, 07:18

Am 12.04.2017 bei Facebook gepostet:
Beipackzettel für Medikamente sind zu kompliziert.
Auch Ärzte und Apotheker verstehen Beipackzettel falsch. -
Alle Verantwortlichen sind zur größten Sorgfalt im Umgang
mit den Pillen aufgefordert: "Weniger ist oft mehr".
viewtopic.php?f=6&t=19645&p=97481#p97481
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

Antworten