Sucht - Alkohol in Deutschland: Unterschätzt, verharmlost

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Sucht - Alkohol in Deutschland: Unterschätzt, verharmlost

Beitrag von Presse » 04.04.2013, 07:13

Jahrbuch Sucht 2013
Alkohol in Deutschland: Unterschätzt, verharmlost
und ... außergewöhnlich schädlich!


Die Gesundheitsrisiken des Alkoholkonsums sind den meisten Menschen
nicht bewusst. Sie glauben, Alkohol könne ihnen persönlich
nichts anhaben. Eine Fehleinschätzung mit weitreichenden Folgen:
Die Diagnose „Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol“ ist
die dritthäufigste in der Krankenhausstatistik, bei Männern sogar die
häufigste Diagnose der vollstationär behandelten Patienten. Dies ist
nur die Spitze des Eisberges, denn dazu kommen weitere typische
Krankheiten wie alkoholbedingte Leberzirrhose, alkoholbedingte
Bauchspeicheldrüsenentzündung, alkoholbedingte Krebserkrankungen
sowie Unfälle und Verletzungen unter Alkoholeinfluss.


Fakt ist: Die Deutschen trinken im Schnitt 9,6 Liter Reinalkohol jährlich. Das sind
für jede/n ca. 325 Flaschen Bier (107,2 l), 27 Flaschen Wein (20,2 l), 5,5 Flaschen
Schaumwein (4,1 l) und über 7 Flaschen Spirituosen (5,4 l). Die Menge
entspricht dem Inhalt einer haushaltsüblichen Badewanne, randvoll gefüllt. Doch
es sind nicht allein die Vieltrinker, die ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Die
wenigsten wissen: Man muss nicht erst süchtig werden, um alkoholbedingt zu
erkranken. Schon Alkoholmengen, die von den meisten als gering betrachtet
werden, können - regelmäßig konsumiert - die Organe schädigen, das Krebsrisiko
steigern und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen.

Fakt ist auch: Die Alkoholhersteller und die Marketingindustrie investieren über eine
Milliarde Euro in Werbung und Sponsoring. Den Verbrauchern/-innen werden allein
positive Bilder von Alkohol vorgegaukelt. Es wird ein wirklichkeitsfernes Image von
Alkohol erzeugt, das die negativen Seiten, wie das Schädigungspotenzial, verschweigt
oder herunterspielt.

Es gibt jedoch keinen risikolosen Alkoholkonsum. An den Folgen des Alkoholkonsums
allein oder in Kombination mit dem Rauchen sterben in Deutschland
jährlich 74.000 Menschen!

Grenzwerte für einen relativ risikoarmen Konsum sind ca. 12 g reiner Alkohol/
Tag für Frauen und 24 g/Tag für Männer. Ein kleines Glas Bier (0,3) enthält
ungefähr 13 g reinen Alkohol, ein Glas Wein (0,2) ungefähr 16 g. Dies gilt jedoch
nur für gesunde Erwachsene.

Unfälle im eigenen Haus und Straßenverkehr, Verlust der Kontrolle über den
eigenen Körper und das eigene Verhalten, nicht zuletzt die Belastung sozialer
Beziehungen, sind weitere kurz- und langfristige Folgen des Alkoholkonsums.
Auch im Straßenverkehr neigen viele Verkehrsteilnehmer/-innen in alkoholisiertem
Zustand zu Selbstüberschätzung: Bei über 16.000 Unfällen im Straßenverkehr
war mindestens einer der aktiv Beteiligten alkoholisiert. Dabei wurden 400
Personen getötet.

Neben dem menschlichen Leid verursacht Alkohol auch immense volkswirtschaftliche
Kosten. In Deutschland belaufen sie sich auf 26,7 Mrd. Euro, in der
EU sogar auf 270 Mrd. Euro. Diese Kosten umfassen nicht nur die unmittelbaren
Behandlungskosten der alkoholbedingten Erkrankungen, sondern auch die wirtschaftlichen
Verluste durch Fehlzeiten am Arbeitsplatz, Frühberentung und Arbeits-
oder Erwerbsunfähigkeit.

Dabei ist Alkoholprävention einfach! Effiziente Präventionsmaßnahmen wurden
mit Förderung der Europäischen Kommission für 22 europäische Länder getestet
und bewertet, auch für Deutschland. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis:
· Preisanhebungen durch Steuererhöhungen,
· zeitliche Begrenzung des Verkaufs,
· Promillekontrollen im Straßenverkehr,
· eine effektive gesetzliche Regulierung der Werbung
· und Maßnahmen zur Früherkennung und Frühinterventionen in der Gesundheitsversorgung
sind wirksame Präventionsmaßnahmen, die auch noch kostengünstig sind.

Die DHS unterstützt die Einbeziehung dieser Präventionsansätze in Deutschland
und wirbt in der Aktionswoche Alkohol 2013 auch in diesem Jahr dafür, den eigenen
Umgang mit Alkohol zu überprüfen. Für viele dürfte das Motto der Aktionswoche
zutreffen „Alkohol? Weniger ist besser!“

Quelle: Pressemitteilung vom 03.04.2013
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.

Kontakt: Gabriele Bartsch
DHS, Westenwall 4, 59065 Hamm
Tel.: +49 2381 9015-17
Fax: +49 2381 9015-30
mobil: +49 179 1269409
bartsch@dhs.de

Christa Merfert-Diete
DHS, Westenwall 4, 59065 Hamm
Tel.: +49 2381 9015-18
Fax: +49 2381 9015-30
merfert-diete@dhs.de

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Alkoholkonsum stagniert, Zahl der Raucher bleibt rückläufig

Beitrag von Presse » 04.04.2013, 07:21

Deutsches Ärztebaltt vom 03.04.2013:

Alkoholkonsum stagniert, Zahl der Raucher bleibt rückläufig
Berlin – ­ Der Alkoholkonsum der Deutschen ist im Jahr 2011 bei 9,6 Liter Reinalkohol im Vergleich zu Vorjahr stagniert. Das geht aus dem Jahrbuch Sucht 2013 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hervor, das heute in Berlin vorgestellt wurde. Der Verbrauch von Bier nahm dabei von 107,4 auf 107,2 Liter, der Weinverbrauch von 20,5 auf 20,2 Liter je Einwohner ab. Der Verbrauch von Spirituosen stagnierte bei 5,4 Liter und der Verbrauch von Schaumwein nahm von 3,9 auf 4,1 Liter je Einwohner zu.
.... (mehr) .... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... ecklaeufig

zum Thema
Mehr Zahlenmaterial
http://www.dhs.de/datenfakten.html

Ärztezeitung vom 04.04.2013:

Sucht: Alkohol tötet jedes Jahr Zehntausende
Suchterkrankungen sind zu selten ein Thema, kritisieren Experten. Auch Hausärzte müssten Sucht gegenüber ihren Patienten mehr thematisieren. Das zeigt sich etwa beim Alkoholkonsum: Denn der stagniert auf hohem Niveau - mit drastischen Folgen.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=836 ... ion&n=2628

Nordrhein-Westfalen: Aufklärung über psychoaktive Arzneimittel
Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hat vor einer Unterschätzung der Suchtgefahren durch psychoaktive Arzneimittel gewarnt.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=836 ... ion&n=2628

Senioren: Einsamkeit treibt Psychopharmaka-Konsum
Soziale Isolation macht traurig - und depressiv. Je einsamer sich alte Menschen fühlen, desto eher greifen sie zu Psychopharmaka. Wissenschaftler empfehlen daher soziale Netzwerke.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=836 ... nen&n=2628
Siehe auch in diesem Forum unter:
viewtopic.php?p=72610#72610
viewtopic.php?t=18781

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Suchtbericht: Der legale Tod aus der Flasche

Beitrag von Presse » 10.04.2013, 15:20

Leitartikel zum Suchtbericht: Der legale Tod aus der Flasche
Rund 200.000 Drogentote gibt es jedes Jahr in Deutschland. Fast alle sterben an ganz legalen Drogen. Der gefährlichste Suchtstoff
nach Tabak ist Alkohol. Trotzdem wird Alkoholismus meist verharmlost, verleugnet oder tabuisiert.
mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=836 ... ten&n=2642

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Medikamentenabhängigkeit: Ein Problem von Frauen?

Beitrag von Presse » 13.04.2013, 06:39

Medikamentenabhängigkeit: Ein Problem von Frauen? Neue Medien zur heimlichen Sucht!

Schlaf- und Beruhigungsmittel und andere Psychopharmaka werden Frauen fast doppelt so häufig verschrieben wie Männern. Zwei Drittel aller Medikamentenabhängigen sind Frauen. Selbsthilfegruppen für Frauen können helfen, die Problematik zu bewältigen. Informationen und Anleitung zur Selbsthilfe erhalten Frauen und Angehörige durch das neue Handbuch der DHS. In Kooperation mit der BKK wurden aufklärende und motivierende Materialien zum Thema erstellt.

Frauen sehen ihre Gesundheit eher ganzheitlich und heben psychische Aspekte stärker hervor. Dies kann dazu führen, dass ihre somatischen Beschwerden nicht ernst genommen und gesellschaftlich als „psychisch“ abgetan werden. Ärzte müssen bei der Medikation mit abhängigkeitsverursachenden Schlaf- und Beruhigungsmitteln umsichtig vorgehen, denn eine zu hohe Dosis oder zu lange Einnahmezeit führt bei vielen dieser häufig verordneten Medikamente schnell zur Abhängigkeit.

Frauen sind stärker betroffen
Sogenannte Benzodiazepine werden millionenfach vor allem Frauen zur Behandlung von z.B. Nervosität, Unruhe, Schlafstörungen, Ängsten und Panikattacken ärztlich verordnet. Diese Mittel bergen jedoch, neben der erwünschten therapeutischen Wirkung, auch das hohe Risikopotential der Medikamentenabhängigkeit. Hier sind Informationen für die Patientinnen wichtig, damit sie die Gefahren von Missbrauch und Abhängigkeit einschätzen können. Die Broschüre „Immer mit der Ruhe… Nutzen und Risiken von Schlaf- und Beruhigungsmitteln“ mit Basis-Informationen kann dabei helfen, zusammen mit Ärztinnen oder Ärzten eine sorgfältige Entscheidung über die Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln zu treffen. Der gut verständliche und umfassende Flyer war lange vergriffen und wird jetzt in aktualisierter und überarbeiteter Form neu erscheinen.

Selbsthilfegruppen für Frauen mit Medikamentenproblemen
Frauen versuchen häufiger, ihre Belastungen im Alltag mit Hilfe von Medikamenten zu bewältigen. Ihr Anspruch, trotz Beschwerden weiterhin den Alltag zu bewältigen, kann in einen Teufelskreis münden. In einer Selbsthilfegruppe können betroffene Frauen sich dazu austauschen, unterstützen und ermutigen. Schwierige und sensible Themen, die damit im Zusammenhang stehen, können leichter unter Frauen besprochen werden. „Wir möchten alle Frauen ermutigen, den Schritt zu mehr Unabhängigkeit zu wagen“, sagt Gabriele Bartsch von der DHS, „es lohnt sich! Körper und Seele werden es Ihnen danken.“

Das Handbuch „Gemeinsam mehr erreichen! Frauen, Medikamente, Selbsthilfe“ macht betroffene Frauen Mut und hilft bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe für Frauen mit Medikamentenproblemen. Der Band gibt Erläuterungen zu Arbeitsweisen in Gruppen und beschreibt wichtige Gruppenthemen. Interessierte Leserinnen finden zudem viele Informationen zur Medikamentenabhängigkeit und Expertentipps für einen besseren Umgang mit Stress.

Beide Broschüren können dank der Unterstützung des BKK Bundesverbandes kostenlos bei der DHS unter: http://www.dhs.de bestellt werden.

Quelle: Pressemitteilung vom 12.04.2013
Kontakt: Regina Müller
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS)
Westenwall 4, 59065 Hamm
Tel. +49 2381 9015-11, Fax +49 2381 9015-30
mueller@dhs.de

+++ Siehe auch Forum unter +++
viewtopic.php?p=72818#72818

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Sucht im Alter - Altenpfleger können helfen

Beitrag von WernerSchell » 03.05.2013, 06:47

Pressemitteilung von BARMER GEK und DHS vom 2. Mai 2013

Sucht im Alter – Altenpfleger können helfen

Berlin - Medikamente, Alkohol und Tabak sind unter alten Menschen in Deutschland weit verbreitet. Vor allem der Gebrauch von Medikamenten ist bei der Generation 60 plus oft problematisch. Häufig passiert dies in Alten- und Pflegeheimen, in denen bis zu einem Viertel der über 70-Jährigen von Psychopharmaka abhängig sein soll. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen bietet gemeinsam mit der BARMER GEK jetzt verstärkt Pflegekräften und Pflegedienstleitungen in den stationären Einrichtungen und der ambulanten Pflege Unterstützung beim Thema „Sucht im Alter“ an.

„Pflegerinnen und Pflegern kommt eine Schlüsselrolle zu im Kampf gegen Sucht im Alter. Sie können oft als Erste Veränderungen und gesundheitliche Probleme erkennen“, erläutert Andrea Jakob-Pannier, Präventionsexpertin bei der BARMER GEK. Den alten Menschen aus ihrer Sucht zu helfen lohne sich zu jedem Zeitpunkt und sei immer dann am erfolgreichsten, wenn Pflegende, Ärzte und Angehörige gemeinsam aktiv werden. „Der Umgang mit Medikamenten und der Konsum von Alkohol oder Tabak birgt bei alten Menschen schon weit vor einer Sucht hohe Risiken“, betont DHS-Geschäftsführer Dr. Raphael Gaßmann. Diese könnten oft beseitigt werden, zum Beispiel wenn in Absprache mit den behandelnden Ärzten Medikationen verändert werden.

Einen Einstieg in das Thema bietet die Broschüre „Medikamente, Alkohol, Tabak: Informationen für die Altenpflege“. Sie widmet sich vor allem dem Medikamenten- und Alkoholmissbrauch, streift aber auch die Tabakabhängigkeit. Sie wendet sich sowohl an Pflege- und Einrichtungsleitungen wie an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der ambulanten und stationären Altenpflege. Kurzgefasste wissenschaftliche Informationen werden durch Erfahrungen ausgewiesener Praktiker und Handlungsempfehlungen ergänzt. Die Broschüre kann kostenlos unter info@dhs.de oder in allen Geschäftsstellen der BARMER GEK angefordert werden. Weitere Informationen gibt es unter http://www.unabhaengig-im-alter.de
________________________________________
BARMER GEK Pressestelle
Tel.: 0800 33 20 60 99 1420
presse@barmer-gek.de
Athanasios Drougias (Ltg.), Tel.: 0800 33 20 60 99 1421
Dr. Kai Behrens, Tel.: 0800 33 20 60 44 3020
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Alkohol, Medikamente, Tabak: Informationen ...

Beitrag von WernerSchell » 19.05.2013, 06:30

Buchtipp!

Deutche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. / Barmer GEK:

Alkohol, Medikamente, Tabak: Informationen für die Altenpflege

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Diese Broschüre wendet sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Altenpflege. Sie bietet Unterstützung an, Substanzprobleme zu erkennen und anzusprechen:
•Abhängigkeit im Alter: Ursachen und Symptome
•Alkohol- und Tabakkonsum
•Medikamentengebrauch
•Was können Pflegekräfte tun?
•Was sollten Einrichtungs- und Pflegedienstleistungen oder Träger der Altenpflegeeinrichtungen beachten?

Download der Broschüre (PDF, 2MB)
http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload ... einzel.pdf

Weitere Informationen:
http://www.unabhaengig-im-alter.de/index.php?id=27
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Bundesweite Aktionen: Woche gegen Alkohol-Missbrauch

Beitrag von Presse » 24.05.2013, 05:54

Bundesweite Aktionen: Woche gegen Alkohol-Missbrauch
"Weniger ist besser" ist das Motto der bundesweiten Aktionswoche Alkohol vom 25. Mai bis 2. Juni.
Neun Tage lang veranstalten Tausende von Engagierten Hunderte von Aktionen, berichtet die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS).
mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=839 ... ten&n=2728

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Alkohol in Deutschland: Unterschätzt, verharmlost ...

Beitrag von Bettina Olbing » 02.06.2013, 07:16

Alkohol in Deutschland: Unterschätzt, verharmlost
und ... außergewöhnlich schädlich!


Und dennoch lässt man breit Alkoholwerbung zu. Sogar im Zusammenhang mit Fußballübertragungen gibt es umfänglich Alkoholwerbung im TV.
Wer gebietet diesem Geschehen endlich einmal Einhalt?

Bettina
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Ein Gläschen in Ehren - ein Volk im Rausch?

Beitrag von WernerSchell » 08.07.2013, 05:46

08.07.2013, 20.15 - 21.00 Uhr BR-Fernsehen, LaVita

Thema:
Ein Gläschen in Ehren - ein Volk im Rausch?
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Pflegekräfte - immer mehr greifen zu Suchtmitteln

Beitrag von Presse » 26.04.2014, 06:54

Immer mehr Pflegekräfte greifen zu Suchtmitteln:
Magenprobleme und Schlafstörungen können erste
Suchtanzeichen sein


fzm, Stuttgart, April 2014 – Pflegekräfte in Deutschland und Österreich greifen immer häufiger zu Suchtmitteln.
Im Rahmen einer Umfrage des Pflegewissenschaftlers Professor Jürgen Osterbrink beantworteten 60 Prozent der
deutschen und 40 Prozent der österreichischen Pflegekräfte die Frage, nach einem Suchtmittelproblem in der Pflege
mit Ja. In einem Interview mit der Fachzeitschrift „kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin“ (Georg Thieme Verlag,
Stuttgart. 2014) legt der Experte weitere Zahlen offen, erklärt die Hintergründe und fordert zu einem offenen Umgang
mit dem Problem auf.
Zur ausführlichen Pressemitteilung > https://www.thieme.de/de/presse/sucht-i ... -58994.htm

C. Dorner:
Interview mit Jürgen Osterbrink
„Hast Du ein Alkoholproblem?“
kma - Das Gesundheitswirtschaftsmagazin 2014; 19 (4): S. 70–71

Antwortformular:
O Bitte schicken Sie mir den folgenden Artikel per Mail zu
O C. Dorner:
Interview mit Jürgen Osterbrink
„Hast Du ein Alkoholproblem?“
kma - Das Gesundheitswirtschaftsmagazin 2014; 19 (4): S. 70-71
NAME:
MEDIUM/RESSORT:
ADRESSE:
TEL/FAX:
Bitte schicken Sie das Antwortformular per E-Mail an presse@thieme.de oder per Fax an 0711/8931-167.
***********************************************************************
Quelle: Mitteilung vom 25.04.2014
Thieme Verlagsgruppe
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Dann wenden Sie sich an uns:
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Profi-Fußball fördert Alkohol

Beitrag von Presse » 12.06.2014, 06:49

Profi-Fußball fördert Alkohol
Dass die FIFA die brasilianische Regierung „bewog“, das für brasilianische Stadien gesetzlich geltende Alkoholverbot für die Fußballweltmeisterschaft außer Kraft zu setzen: Ein beschämender Skandal, auf den wir bereits hingewiesen haben (http://www.dhs.de/index.php?id=356). Dass FIFA-Boss Josef Blatter in Sonntagsreden das Gegenteil von dem fordert, was er für Alkoholindustrie und eigene (Verbands-)Kasse an Lobbytätigkeit unternimmt, ist hingegen nicht mehr als ein Zeichen dafür, dass er ein internationales Sportsyndikat leitet, nicht jedoch eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung sportlicher Unterhaltung und Gesundheit.
http://www.derwesten.de/sport/fussball/ ... 01736.html
http://akademieintegra.wordpress.com/20 ... e-alkohol/
Unlängst haben wir auf diese Problematik öffentlich hingewiesen und dabei den erstaunlichen Umstand nicht außer Acht gelassen, dass in sämtlichen deutschen Fußballstadien der 1. und 2. Bundesliga Alkohol verkauft wird, obwohl eine geltende DFB-Richtlinie den Verkauf und Ausschank alkoholischer Getränke „vor und während des Spiels innerhalb des gesamten umfriedeten Geländes der Platzanlage grundsätzlich untersagt“. Jeder dennoch stattfindende Alkoholverkauf geschieht mit offizieller Einwilligung der örtlichen zuständigen Sicherheitsbehörden. Sowohl die Fußballvereine als auch der DFB und nicht zuletzt Polizeikreise betonen immer wieder die mit Alkoholkonsum in Zusammenhang stehende besondere Gewaltproblematik im Fußball. Wenn sie des ungeachtet selber Alkohol verkaufen und dem den behördlichen Segen erteilen, dann möchten wir, vorsichtig gesagt, keine Klagen mehr hören und keine Krokodilstränen mehr sehen. Soviel Redlichkeit dürfte doch sein. Besser noch wäre es selbstverständlich, wenn Bund und Länder den DFB darin unterstützen könnten, die eigenen Richtlinien anzuwenden und durch eine entsprechende Gesetzgebung Rechtssicherheit schafften. DHS Pressemeldung
________________________________________
Alkohol: Im Sportverein am schönsten?
Angesichts des unermüdlichen Beitrags des professionellen Sports zur Verbreitung des Alkoholkonsums kann kaum überraschen, dass eine aktuelle Studie die von Sportvereinen häufig behauptete alkoholpräventive Wirkung ihrer Arbeit keineswegs bestätigt. Vielmehr stellen die Befunde einer 10-jährigen Längsschnittstudie zwischen Kindheit und Adoleszenz deutlich heraus: „Der Sportverein erweist sich als Ort, an dem das Trinken von Alkohol nicht nur kultiviert, sondern auch gelernt wird […] und auch Schutzimpfungen gegen Gewalt kann der Sportverein nicht leisten.“ http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/142741/ Schade!

Quelle: Mitteilung vom 12.06.2014
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. – Westenwall 4 – 59065 Hamm – Telefon +49 2381 9015-0

+++ Sucht ist ein bundesweites Problem - und nicht auf eine Berufsgruppe beschränkt! +++
Alkoholmissbrauch kostet Milliarden > viewtopic.php?f=6&t=20389&hilit=Sucht
Alkohol in Deutschland: Unterschätzt, verharmlost und ... außergewöhnlich schädlich! > viewtopic.php?f=6&t=18780&hilit=Sucht
Immer mehr Pflegekräfte greifen zu Suchtmitteln: Magenprobleme und Schlafstörungen können erste Suchtanzeichen sein > viewtopic.php?f=6&t=20395&hilit=Sucht

Gaby Modig
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Eine Millition Ältere sind tablettensüchtig

Beitrag von Gaby Modig » 29.07.2014, 06:49

Die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post berichtet am 29.07.2014 über
"Eine Millition Ältere sind tablettensüchtig ".
In diesem Beitrag wird erneut verdeutlicht, dass viele ältere Menschen tablettensüchtig, abhängig, sind.
Anscheinend will das Bundesgesundheitsministerium dem entgegen wirken. Das ist gut so.
Allerdings ist auch Ursachenforschung angesagt. Dazu gehört dann festzustellen, dass offensichtlich
seitens der Ärzteschaft zuviel und die falschen Arzneimittel veordnet werden. Sie folgen damit dem
Druck der Pharmaindustrie.
Die Politik wäre demnach gut beraten, dem Verschreibungsverhalten der Ärzte und dem Wachstums-
streben der Pharmaindustrie entgegen zu wirken.
Gaby Modig
Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!

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Diagnose Alkoholmissbrauch

Beitrag von WernerSchell » 10.02.2015, 08:27

PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 040 vom 10.02.2015

Diagnose Alkoholmissbrauch: 13 % weniger Kinder und Jugendliche im Jahr 2013 stationär behandelt

WIESBADEN – Im Jahr 2013 wurden 23 267 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs stationär in einem Krankenhaus behandelt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 12,8 % weniger als 2012. Bezogen auf 100 000 Einwohner dieser Altersklasse sank ihre Anzahl gegenüber 2012 von 336 auf 296 (–12,1 %).
Dabei ging der entsprechende Wert bei Mädchen und jungen Frauen um 6,7 % zurück (auf 253 Fälle je 100 000 Einwohner), bei Jungen und jungen Männern verringerte er sich sogar um 15,6 % (auf 336 Fälle je 100 000 Einwohner).
+++
Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) ist im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Herausgeber: DESTATIS | Statistisches Bundesamt
Gustav-Stresemann-Ring 11
65189 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 611 / 75 - 34 44
http://www.destatis.de/kontakt
Erreichbarkeit: montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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blitzer2013
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Sucht - Alkohol in Deutschland: Unterschätzt, verharmlos

Beitrag von blitzer2013 » 13.03.2015, 08:29

Das kann ich bestätigen. Für viele Menschen ist es normal pro Tag 2-3 Flaschen Bier zu trinken....spricht man sie darauf an.....stößt man auf Agression, Unverständnis und Verharmlosung

WernerSchell
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Unterschätzte Droge: "Wir sind ein alkoholgetränktes Land"

Beitrag von WernerSchell » 05.04.2016, 06:56

Ärzte Zeitung vom 06.04.2016:
Unterschätzte Droge:
"Wir sind ein alkoholgetränktes Land"

Alkohol ist billig und überall verfügbar - und die Gefahren werden oft verharmlost, warnen Experten.
Sie sehen auch Ärzte in der Pflicht. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=908 ... ion&n=4898
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http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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