Schlafmangel kann tödlich sein

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Zu wenig Schlaf verhärtet und verstopft die Arterien

Beitrag von WernerSchell » 28.08.2018, 17:41

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Zu wenig Schlaf verhärtet und verstopft die Arterien

Wer täglich weniger als sechs Stunden schläft oder öfter in der Nacht aufwacht, hat ein erhöhtes Arteriosklerose-Risiko und häufiger ein metabolisches Syndrom. Studienteilnehmer mit den meisten Schlafunterbrechungen hatten wesentlich häufiger mehrere Arterienabschnitte mit Arteriosklerose als jene mit den wenigsten Schlafunterbrechungen. Diese Ergebnisse der PESA-Studie wurden auf den Europäischen Kardiologiekongress in München vorgestellt.

Wer täglich weniger als sechs Stunden schläft oder häufig in der Nacht aufwacht, hat ein erhöhtes Arteriosklerose-Risiko. „Zu wenig Schlaf und Unruhe während der Nacht sollten als Risikofaktoren für das Verstopfen oder Verengen von Arterien gesehen werden“, sagt Dr. Fernando Dominguez (Madrid) bei der Präsentation der PESA-Studie auf einer Pressekonferenz des Europäischen Kardiologenkongresses. In München werden von 25. bis 29. August 31.000 Teilnehmer aus 150 Ländern zusammen kommen, der Kongress der Europäischen Kardiologengesellschaft (ESC) ist einer der weltweit größten Medizinkongresse.

Die PESA-Studie untersuchte das Schlafverhalten von 3.974 gesunden Erwachsenen mit einem Durchschnittsalter von 46 Jahren über eine Woche. Die Studienteilnehmer wurden in Untergruppen eingeteilt, mittels dreidimensionalem Ultraschall wurde Arteriosklerose in den Hals- und Bein-Arterien gemessen. Nachdem alle wichtigen Risikofaktoren statistisch berücksichtigt worden waren, zeigte sich, dass Studienteilnehmer mit sehr kurzer Schlafdauer signifikant mehr Arteriosklerose aufwiesen als solche mit täglich 7 bis 8 Stunden Schlaf. Studienteilnehmer mit den meisten Schlafunterbrechungen hatten wesentlich häufiger mehrere Arterienabschnitte mit Arteriosklerose als jene mit den wenigsten Schlafunterbrechungen.

„Menschen mit kurzem oder unterbrochenem Schlaf hatten auch weit häufiger ein metabolisches Syndrom, also eine Kombination von Diabetes, hohem Blutdruck und Übergewicht“, sagt Dr. Dominguez. Es sei sinnvoll, einen guten Nachtschlaf anzustreben, zum Beispiel durch körperliche Aktivitäten und das Vermeiden von Kaffee und fettem Essen vor dem Schlafengehen.

Quellen:
ESC Abstract Nr. 84134; Dominguez et al.: Association of actigraphy-measured sleep parameters and subclinical atherosclerotic burden: the PESA study

Pressekonferenz: The ZZZs of heart health: the art of good sleeping

Über die Europäische Gesellschaft für Kardiologie
Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) vereinigt Medizinerinnen, Mediziner und Angehörige anderer Gesundheitsberufe aus mehr als 150 Ländern. Sie setzt sich dafür ein, die Herz-Kreislauf-Medizin weiter zu entwickeln und unterstützt die Menschen dabei, länger und gesünder zu leben.

Über den ESC-Kongress 2018
Der ESC-Kongress ist weltweit die größte und einflussreichste wissenschaftliche Veranstaltung im Bereich der Herz-Kreislauf-Medizin. Der ESC-Kongress 2018 findet vom 25. bis 29. August in der Messe München satt. Das wissenschaftliche Programm ist unter http://bit.do/esc2018scientificprogramme zu finden.

ESC-Medienkontakt für deutschsprachige Medien:
B&K – Bettschart & Kofler Kommunikationsberatung (www.bkkommunikation.com)
Roland Bettschart: +43 6766356775; bettschart@bkkommunikation.com
Dr. Birgit Kofler: +43 6766368930; kofler@bkkommunikation.com

Quelle: Pressemitteilung vom 28.08.2018
Prof. Dr. Eckart Fleck Pressesprecher
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.
https://idw-online.de/de/news701156
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Digitales Fasten - Verzicht auf Smartphone und Co. im Trend

Beitrag von WernerSchell » 07.09.2018, 17:30

Digitales Fasten
Verzicht auf Smartphone und Co. im Trend


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Berlin, 7. September 2018 – Digitales Fasten, also der bewusste Verzicht auf Smartphone und Co., wird zunehmend populärer. 37 Prozent der deutschen Bevölkerung sehen das sogenannte Digital Detox als wichtiges und wertvolles Thema. 13 Prozent haben es bereits in die Tat umgesetzt, ein Viertel der Befragten erwäge dies ernsthaft. Das geht aus dem bevölkerungsrepräsentativen Report „Schlafgesundheit in Deutschland“ des Marktforschungsinstitutes Ipsos im Auftrag der BARMER hervor. „Etwa ein Viertel der für unseren Report zur Schlafgesundheit Befragten berichtet von Schlafstörungen, hochgerechnet sind das 15,3 Millionen Bundesbürger. Viele wollen offenbar ihre Online-Präsenz einschränken, weil sich digitale Medien und soziale Netzwerke auf ihren Schlaf auswirken“, so Andrea Jakob-Pannier, Psychologin bei der BARMER

Tipps für digitales Fasten im Alltag
Jakob-Pannier empfiehlt, mit Veränderungen im Alltag eine persönliche Strategie für das digitale Fasten zu entwickeln. Dazu gehörten Pausen, in denen Smartphone und Internet bewusst unbeachtet bleiben. Eine Möglichkeit sei, den Flugmodus einzuschalten. In der Freizeit sollten berufliche Mails nicht beantwortet werden. Digitaler Stress lasse sich vermeiden, wenn das Handy nicht den Takt vorgebe. Dabei helfe, Apps Push-Benachrichtigungen zu verwehren und Smartphones vom Esstisch oder zur Nachtruhe aus dem Schlafzimmer zu verbannen. „Man sollte sich klarmachen, wie viel Zeit das Smartphone kostet, und diese Zeit zumindest zum Teil wieder analog nutzen“, so Jakob-Pannier.

Schüler wappnen sich gegen digitalen Stress
Seit dem Herbst 2017 fördere die BARMER das Projekt „Immer online – nie mehr allein?“. Dabei konnten seither 3.300 Schülerinnen und Schüler in so genannten „Digi Camps“ den verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone und Social Media erlernen. Das beinhalte, digitale Medien so zu nutzen, dass sie nicht negativ auf Gesundheit und Sozialverhalten wirken.

Mehr zu Digi-Camps unter www.barmer.de/g100718
_______________________________________

lQuelle: Pressemitteilung vom 07.09.2018
Presseabteilung der BARMER
Athanasios Drougias (Leitung), Telefon: 0800 333 004 99 14 21
Sunna Gieseke, Telefon: 0800 333 004 99 80 31
E-Mail: presse@barmer.de

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Kinder brauchen Orientierungshilfen in der digitalen Welt

Beitrag von WernerSchell » 08.10.2018, 08:04

Rhein-Kreis Neuss
PRESSEMITTEILUNG NR. 545/2018
Datum: 8.10.2018


Fachtagung Gesundheitsförderung:
Kinder brauchen Orientierungshilfen in der digitalen Welt

digitale Welt Kinder MIR_3125a.jpg
digitale Welt Kinder MIR_3125a.jpg (990.88 KiB) 216 mal betrachtet
Bildtext: V.l: Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, die Referentinnen Elisabeth Raffauf und Claudia Wierz, Organisatorin Katharina Czudaj und Gesundheitsamtsleiter Dr. Michael Dörr - Foto: M. Reuter / Rhein-Kreis Neuss

Rhein-Kreis Neuss. Zum 14. Mal hatte das Kreisgesundheitsamt zur Fachtagung Gesundheitsförderung eingeladen. Bei der Veranstaltung im Kreishaus Grevenbroich tauschten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Kindertagesstätten, Familienzentren und Schulen im Kreishaus Grevenbroich über das Thema „Digitale Medien in Kindertagesstätten und Schulen“ aus.
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke betonte bei der Eröffnung, dass Gesundheitsförderung für den Rhein-Kreis Neuss schon seit vielen Jahren ein wichtiges Thema sei. „Die Fachtagung ist mittlerweile ein fester Bestandteil unserer vielen Gesundheitsaktivitäten geworden, gewachsen aus dem Gesundheitsförderprogramm ´fitznetz´“, sagte der Landrat, der sich freute, dass rund 100 pädagogische Fachkräfte an dem Symposium teilnahmen.
Elisabeth Raffauf, Autorin zahlreicher Fachbücher und psychologische Expertin im WDR und im Kinderkanal Ki.Ka, richtete in ihrem Vortrag den Blick auf die pädagogische Haltung als Fundament von (Medien-)Erziehung. Medien spielen schon in der Lebenswelt von Kindern eine wesentliche Rolle: vernetzte Spielzeuge, die sich per App steuern lassen, Smartphones als dominante Alltagsbegleiter der Erwachsenen, Tablets mit Spiel- und Lernangeboten. Sie fordern damit von Eltern, Erziehern und Lehrkräften eine Stellungnahme und eine pädagogische Haltung.
Pädagogisch Tätige bewegen sich in einem Spannungsfeld: Welche Chancen und Möglichkeiten eröffnen sich beim Einsatz digitaler Medien? Wo liegen Herausforderungen und wie können sie ihnen begegnen? In ihrem Vortrag machte Elisabeth Raffauf deutlich, dass Kinder beim „Aufwachsen in Digitalien“ Begleitung, Verarbeitungs- und Orientierungshilfen benötigen. Ein kompetenter Umgang mit Medien(-inhalten) sei zu einer Schlüsselqualifikation geworden.
Medienpädagogin und Medienwissenschaftlerin M.A. Claudia Wierz ging in ihrem Vortrag auf die unterschiedlichen Facetten der Medienbildung ein und gab dabei Impulse für die Umsetzung im KiTa- und Schulalltag. Sie machte deutlich: „Nicht nur Eltern sind in der Verantwortung, auch Bildungseinrichtungen leisten ihren Beitrag für ein gutes Aufwachsen mit Medien.“ Kindertagesstätten und Schulen seien gefordert, Kindern den Zugang zu Medienbildung zu ebnen und die Chancen zu nutzen, die in einer reflektierten und kreativen Mediennutzung stecken.
Dem Gesundheitsnetzwerk „fitnetz“, das 2003 gegründet wurde, sind mittlerweile 55 Kindertagesstätten und Familienzentren aus dem Kreisgebiet angeschlossen. Kreisgesundheitsamtsleiter Dr. Michael Dörr erläuterte: „Einige dieser Einrichtungen sind von Anfang an Mitglied im Netzwerk. Allen Fitnetz-Einrichtungen ist gemeinsam, dass sie intensiv im Bereich der Gesundheitsförderung arbeiten, sei es am Thema Bewegung, Ernährung, Suchtprävention, Elternarbeit oder Mitarbeitergesundheit.“ In den vergangenen Jahren gab es weitere fitnetz-Interessenten, sieben Einrichtungen wurden seitdem ins Programm aufgenommen. Dörr sagte: „Das freut uns natürlich sehr und wir hoffen, dass auch künftig weitere Kindertagesstätten dem Netzwerk beitreten.“
Organisiert wurde die Fachtagung vom Arbeitskreis „Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten und Schulen“ – ein Arbeitskreis der Konferenz für Gesundheit, Pflege und Alter des Rhein-Kreises Neuss.

Petra Koch
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Impressum:
Rhein-Kreis Neuss
Der Landrat
Pressesprecher
Benjamin Josephs (V.i.S.d.P.)
Oberstr. 91
41460 Neuss
Tel.: 02131/928-1300

Rhein-Kreis Neuss
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Oberstraße 91
41460 Neuss
Tel: 02131 928-1300
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Email: Presse@rhein-kreis-neuss.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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