Schlafmangel kann tödlich sein

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Schlafmangel kann tödlich sein

Beitrag von Presse » 06.05.2010, 06:33

Kurzschläfer sterben früher

Coventry – Wer ständig zu wenig Schlaf bekommt, muss einer Meta-Analyse in Sleep (2010; 33: 585-592) zufolge früher sterben. Noch gefährlicher leben notorische Langschläfer. Die Schlafdauer hat in den Industriegesellschaften ständig abgenommen. Auf kurze Sicht führt ein Schlafdefizit zu Konzentrationsstörungen und einer verminderten Leistungsfähigkeit. Ärzte begehen am Ende langer Bereitschaftsdienste häufiger Fehler.Auf lange Sicht schädigt ein Schlafmangel nicht nur die psychische Gesundheit. ..... [mehr]
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/lette ... m&id=35479

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Schlaf - Kraftquelle oder Alptraum - TV 16.05.2010

Beitrag von WernerSchell » 16.05.2010, 06:50

PHOENIX
WISSENSCHAFTSFORUM PETERSBERG

So, 16.05.10, 13.00 - 14.00 & 22.30 - 23.30 Uhr

"Kraftquelle oder Alptraum? - Wie der Schlaf auf uns wirkt"

Nina Ruge diskutiert mit:

Prof. Dr. Michael Schredl (Wissenschaftlicher Leiter des Schlaflabors am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit)
Prof. Dr. Jürgen Zulley (Professor für Biologische Psychologie Universität Regensburg, Leiter Schlafmedizinisches Zentrum)
Annette Kast-Zahn (Diplom-Psychologin und Buchautorin)
Reinhard Müller (Bundessprecher des VdK Fachverband Schlafapnoe/Chronische Schlafstörungen).

Für die einen ist er Kraftquelle und die schönste Zeit des Tages, für die anderen wird er quasi jede Nacht zum Alptraum: der Schlaf. Umfragen zufolge leidet jeder Fünfte in Deutschland unter Schlafstörungen. Sie können im Extremfall zu schweren Depressionen und körperlichen Schäden führen.
Was ist der Schlaf, wie wirkt er auf unseren Körper und unsere Psyche? Wie viel Schlaf braucht der Mensch und wird ihm in der heutigen Zeit ein ausreichender Stellenwert eingeräumt? Oder sieht unsere moderne Gesellschaft den Schlaf nur als notwendiges Übel, das für die Erbringung von Leistung notwendig ist?

Quelle und weitere Informationen:
http://www.phoenix.de/content/phoenix/d ... 2010-05-16
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http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Cicero
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Schlafprobleme / Schlaflosigkeit

Beitrag von Cicero » 16.05.2010, 07:37

Zum Thema gibt es interessante Informationen im Netz. Hier einige Hinweise:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schlaf
http://www.besser-gesund-schlafen.com/
http://www.schlaf.de/
Politisch interessierter Pflegefan!
Im Gleichklang: Frieden - Ausgleich - Demokratie - und: "Die Menschenwürde ist unantastbar"!

Anja Jansen
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Schlaf - zur Gesundheitsförderung

Beitrag von Anja Jansen » 17.05.2010, 06:42

Es wurden interessante Informationen geboten. Danke für die Tipps!
MfG A.J.
Es ist mehr Aufmerksamkeit für dementiell erkrankte Menschen nötig. Unser Pflegesystem braucht deshalb eine grundlegende Reform!

Presse
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Schlafapnoe: Wenn nachts die Luft wegbleibt

Beitrag von Presse » 30.04.2012, 17:25

Schlafapnoe: Wenn nachts die Luft wegbleibt

Hamburg (ots) - Laut Schätzungen der Techniker Krankenkasse (TK) leiden etwa vier Millionen Menschen in Deutschland unter Schlafstörungen. Oftmals raubt ohrenbetäubendes Schnarchen, das die Lautstärke eines Presslufthammers erreichen kann, dem Bettnachbarn die Nachtruhe. Experten zufolge schnarchen rund 20 Prozent der Erwachsenen. Das lästige Nachtkonzert ist jedoch nicht nur eine Lärmbelästigung für den Partner. In schweren Fällen macht es den nächtlichen Ruhestörer auch selbst krank.

Rund zwei Millionen Deutsche haben eine sogenannte Schlafapnoe.
"Dabei wird der Schlaf durch Atempausen, die rund zehn Sekunden und länger dauern und etwa fünfmal pro Stunde auftreten, gestört", erklärt Dipl. med. Hans-Detlef Gottschalk vom TK-Ärztezentrum. Am häufigsten handelt es sich dabei um das sogenannte obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS). "Erschlaffte Muskeln in der Rachenregion sind die Ursache dafür, dass sich die oberen Atemwege verschließen und die Luft nicht mehr einströmen kann", sagt Gottschalk. Durch die Atemaussetzer wird der Körper mit zu wenig Sauerstoff versorgt. "Der Sauerstoffmangel begünstigt das Auftreten von Herzrhythmusstörungen und führt letztendlich zu einem Anstieg des Blutdrucks", so der Experte. Deshalb haben Betroffene ein deutlich höheres Risiko an Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall zu erkranken.

Der Sauerstoffmangel und der unruhige Schlaf, von dem die Betroffenen oft nachts nichts merken, rächen sich am Tag. Da der Schlaf nicht mehr die nötige Erholung bringt, fühlen sie sich müde und fallen oftmals in einen Sekundenschlaf. Das kann während der Arbeit oder im Straßenverkehr gefährlich werden. "Die Patienten fühlen sich schlapp, unkonzentriert und weniger leistungsfähig", so Gottschalk. Anzeichen für eine Schlafapnoe können auch morgendliche Kopfschmerzen und Gereiztheit sein.

Oft hilft es schon, die Schlafposition zu ändern. Wenn man auf dem Rücken liegt, rutschen Zunge und Unterkiefer zurück, so dass der Luftweg behindert ist. Deshalb sollte man besser auf der Seite schlafen. Wer ungesund lebt, fördert die Atemaussetzer in der Nacht.
Deshalb rät Gottschalk: "Übergewicht vermeiden, auf Alkohol und Nikotin verzichten, regelmäßig bewegen und möglichst feste Schlafenszeiten."

Die Atemnot wird noch verstärkt, wenn vergrößerte Gaumenmandeln oder etwa Nasenpolypen die Atemwege verengen. Liegen krankhafte Veränderungen im Nasen-Rachenraum vor, kann eine Operation hilfreich sein, damit wieder ausreichend Luft in die Lunge strömt. In schweren Fällen hilft die sogenannte CPAP-Therapie ("nasal continous positive airway pressure"): "Hierbei trägt der Patient eine Atemmaske, über die er Sauerstoff einatmet und die durch Überdruck die Atemwege offen hält", erklärt Gottschalk.

Weitere Informationen zum Thema Schlaf gibt es im Internet unter www.tk.de (Webcode 031090).

Hinweis für die Redaktion:

Weitere Informationen rund um das Thema Luft enthält die April-Ausgabe des TK-Medienservice "Da liegt was in der Luft:
nächtliche Schnarchkonzerte, ein grummelnder Bauch und fliegende Sporen", der unter http://www.presse.tk.de mit Fotos und Infografiken zum kostenlosen Download steht.

Quelle: Pressemitteilung vom 30.04.2012 TK Techniker Krankenkasse
Pressekontakt: Gabriele Baron, TK-Pressestelle
Tel. 040-6909-1709
E-Mail: gabriele.baron@tk.de

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Warum Schlafmangel zum Morbus Alzheimer führen kann

Beitrag von WernerSchell » 29.08.2014, 13:47

Warum Schlafmangel zum Morbus Alzheimer führen kann
Schlafmangel stört die Entsorgung von Beta-Amyloiden aus dem Gehirn. Der Effekt war in einer randomisierten Studie
in JAMA Neurology (2014; 71: 971-977) bei gesunden Probanden ... »
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... ehren-kann
Schlaf entgiftet das Gehirn
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... das-Gehirn
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Alzheimer: Schützt Schlafen vor Demenz?

Beitrag von WernerSchell » 08.09.2014, 06:36

Die Ärzte Zeitung informiert:
Alzheimer: Schützt Schlafen vor Demenz?
Lange durchschlafen - das ist nicht nur Urlaub fürs Gehirn, sondern spült auch Schadstoffe weg.
Gut möglich also, dass ausreichend Schlaf das Demenzrisiko senkt.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=868 ... enz&n=3715
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DAK-Studie: Deutschland schläft schlecht

Beitrag von WernerSchell » 15.03.2017, 13:00

Ärzte Zeitung vom 15.03.2017:
DAK-Studie: Deutschland schläft schlecht
Die Zahl der Menschen in Deutschland, die schlecht ein- oder durchschlafen können, nimmt nach einer Untersuchung der DAK-Gesundheit zu.
Seit 2010 sind danach die Schlafstörungen bei Berufstätigen zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent gestiegen.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=931 ... sen&n=5627
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Schlafmangel kann tödlich sein

Beitrag von WernerSchell » 15.03.2017, 13:01

Zur steigenden Zahl von Schlafstörungen (DAK-Studie von heute) erklärt die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne):

"Wer tagsüber überhaupt nicht mal abschaltet, kommt auch nachts nicht zur Ruhe. Wir leben in einer Gesellschaft des Höher-Schneller-Weiter, und oft liegen genau hier die Gründe für eine krank machende Überforderung und Überfrachtung unseres Lebens. Insofern überrascht es nicht, wenn die Zahl der Menschen mit Schlafstörungen ansteigt. Jeder Mensch braucht Inseln der Entschleunigung, beruflich wie privat. Aber das Bewusstsein dafür geht immer stärker verloren. Deshalb brauchen wir ein gesellschaftliches Klima, das eine gesunde Lebensweise wieder in den Mittelpunkt stellt und nicht eine ständige Verfügbarkeit im Arbeits- und Privatleben als Selbstverständlich begreift."

Quelle: Pressemitteilung vom 15.03.2017
Christoph Meinerz
Leiter des Referates "Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation"
Pressesprecher
Ministerium für Gesundheit, Emanzipation,
Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211 8618 4246
Telefax: +49 (0)211 8618 4566
E-Mail: christoph.meinerz@mgepa.nrw.de
Internet: http://www.mgepa.nrw.de
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Mehr Schlafstörungen - Versorgung hält nicht Schritt

Beitrag von WernerSchell » 16.03.2017, 07:26

Ärzte Zeitung vom 16.03.2017:
DAK-Gesundheitsreport: Mehr Schlafstörungen - Versorgung hält nicht Schritt
Deutschland ist müde. Flächendeckend leiden die Menschen im Lande an Ein- und Durchschlafstörungen.
Therapiert wird offenbar zu selten.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=931 ... sen&n=5628
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Chronischer Schlafmangel erhöht die Risikobereitschaft

Beitrag von WernerSchell » 28.08.2017, 09:07

Chronischer Schlafmangel erhöht die Risikobereitschaft

Schläfrigkeit, verminderte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit – immer mehr Menschen leiden an den Folgen chronischen Schlafmangels. Nun zeigen Forschende der Universität Zürich eine weitere Konsequenz: Betroffene verhalten sich risikoreicher, ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Wissenschaftler plädieren dafür, ausreichend zu schlafen.

Junge Erwachsene haben ein natürliches Schlafbedürfnis von durchschnittlich rund 9 Stunden pro Tag, bei älteren Erwachsenen sind es um die 7,5 Stunden. Viele Menschen in westlichen Gesellschaften schlafen jedoch deutlich weniger lang. Studien zufolge berichtet rund ein Drittel der Befragten aus mehreren Industrieländern über zu kurze Schlafzeiten. Schlafen etwa junge Erwachsene weniger als 8 Stunden pro Nacht, führt dies vermehrt zu Aufmerksamkeitsdefiziten, was erhebliche negative Konsequenzen nach sich ziehen kann. In Schlafkliniken finden sich zunehmend mehr gesunde Menschen, die an den negativen Folgen von zu wenig Schlaf leiden.

Zu wenig Schlaf führt zu risikoreicheren Entscheidungen

Forschende der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich haben nun eine weitere kritische Konsequenz von chronischem Schlafmangel identifiziert: eine erhöhte Risikobereitschaft. Die Schlaf- und Neuroökonomie-Wissenschaftler untersuchten das Risikoverhalten von 14 gesunden männlichen Studenten im Alter von 18 bis 28 Jahren. Schliefen die Studenten eine Woche lang nur 5 Stunden pro Nacht, zeigten sie ein klar risikoreicheres Verhalten im Vergleich zu einer normalen Schlafdauer von etwa 8 Stunden. Zwei Mal täglich mussten sie sich entscheiden, entweder einen kleineren Geldbetrag auf sicher zu erhalten oder eine grössere Geldmenge mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit. Je risikoreicher ihre Entscheidung, desto höher war die mögliche Gewinnsumme – aber auch das Risiko, leer auszugehen.

Riskanteres Handeln bleibt unbemerkt

Während eine einzelne Nacht ohne Schlaf keinen Einfluss auf die Risikobereitschaft hatte, verhielten sich 11 von 14 Studienteilnehmern während einer Woche mit reduzierter Schlafdauer signifikant risikoreicher. Bedenklich ist insbesondere ein weiterer Befund: Die Studenten schätzten ihr Risikoverhalten gleich ein wie unter regulären Schlafbedingungen. «Wir bemerken selbst also nicht, dass wir unter Schlafmangel riskanter handeln», betont Christian Baumann, Professor für Neurologie und Leiter des Klinischen Forschungsschwerpunkts «Sleep and Health» der UZH. Gemäss den Studienautoren sollten wir alle daher eine genügende Schlafdauer anstreben – speziell Führungspersonen in Politik und Wirtschaft, die täglich weitreichende Entscheidungen zu treffen haben. «Erfreulich ist», so Baumann, «dass in der leistungsorientierten Managerwelt genügend Schlaf zunehmend als erstrebenswert gilt.»

Fehlende Erholung in wichtigen Hirnregionen

Die Forschenden weisen zudem erstmals nach, dass eine niedrige Schlaftiefe im rechten präfrontalen Kortex direkt mit vermehrtem Risikoverhalten zusammenhängt. Dieses Gebiet der Hirnrinde wurde schon früher mit Risikoverhalten assoziiert. «Wir nehmen an, dass Verhaltensänderungen gewissermassen anatomisch-funktionell begründet auftreten, indem sich der rechte präfrontale Kortex bei chronischem Schlafmangel ungenügend erholen kann», folgert Baumann.

Literatur:
Angelina Maric, Eszter Montvai, Esther Werth, Matthias Storz, Janina Leemann, Sebastian Weissengruber, Christian C. Ruff, Reto Huber, Rositsa Poryazova, Christian R. Baumann. Insufficient sleep: Enhanced risk-seeking relates to low local sleep intensity. Annals of Neurology. 21 August 2017. DOI: 10.1002/ana.25023

Weitere Informationen:
http://www.media.uzh.ch/de/medienmittei ... t-Risikobe...

Quelle: Pressemitteilung vom 28.08.2017
Kurt Bodenmüller Kommunikation
Universität Zürich
https://idw-online.de/de/news679983
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Ist schlechter Schlaf eine Ursache für Alzheimer?

Beitrag von WernerSchell » 13.11.2017, 07:41

Ärzte Zeitung vom 13.11.2017:
Mögliche Früherkennung
Ist schlechter Schlaf eine Ursache für Alzheimer?
Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Alzheimer mit schlechtem Schlaf zusammenhängt.
Ärzte könnten die Krankheit früh erkennen, wenn sie bestimmte Biomarker messen.
mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=94 ... efpuryykqr
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Digitalisierung stört erholsamen Schlaf

Beitrag von WernerSchell » 20.06.2018, 11:28

Umfrage zur Schlafgesundheit in Deutschland
Digitalisierung stört erholsamen Schlaf


Berlin, 20. Juni 2018 – Smartphone oder Tablet im Schlafzimmer rauben Millionen Bürgern in Deutschland regelmäßig den Schlaf. Das ist ein zentrales Ergebnis einer repräsentativen Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Ipsos Observer im Auftrag der BARMER anlässlich des Tages des Schlafes (21. Juni). 33 Prozent von denen, die elektronische Geräte permanent im Schlafzimmer haben, bleiben häufig oder immer länger auf als beabsichtigt. Von denen, die ohne Elektronik im Schlafzimmer auskommen, sind dies nur 15 Prozent. 36 Prozent der Bevölkerung beklagen zudem Einschlafprobleme. „Die Digitalisierung bietet im Alltag enorme Chancen und Potenziale. Unsere Befragung zur Schlafgesundheit in Deutschland zeigt aber auch, dass es sinnvoll ist, nicht permanent online zu sein“, so Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER. Dies sei allein schon deshalb wichtig, da ausreichender guter Schlaf Voraussetzung für körperliche und seelische Gesundheit sei. 38 Prozent der Befragten schlafen jedoch in einer typischen Arbeitswoche nur sechs Stunden und weniger. 18 Prozent sind mit ihrem Schlaf voll und ganz zufrieden. Insgesamt waren im Mai im Zuge der BARMER-Erhebung 4.000 Menschen bundesweit online befragt worden.

Der erste Blick gilt dem Handy
Elektronische Kommunikationsmittel begleiten den Ergebnissen zufolge die Deutschen von der ersten Minute des Tages an. So werden 30 Prozent der Befragten noch im Bett medial aktiv, 28 Prozent tun dies beim Frühstück, weitere 19 Prozent kurz vor Verlassen der Wohnung. Mit 65 Prozent wird das Smartphone als Medium noch vor dem Aufstehen am häufigsten genutzt. Radio und Fernseher kommen auf nur zehn bzw. neun Prozent. Direkt vor dem Schlafen liegt der Fernseher dagegen mit 36 Prozent Nutzung noch vor dem Smartphone, dessen sich im Bett nur 29 Prozent der Deutschen bedienen. Straub: „Diese Nutzungsgewohnheiten elektronischer Medien im Schlafzimmer verwundern nicht angesichts der Tatsache, dass jeweils knapp 40 Prozent der Befragten dort Smartphones und Fernseher häufig oder dauerhaft haben. Auch bei PC und Laptop sind dies immerhin noch 21 Prozent.“

Nur kleine Gruppe nutzt Tools zur Schlafanalyse
Eine vergleichsweise untergeordnete Rolle spielten dagegen Tablets und E-Book-Reader. Tools zur Schlafanalyse werden derzeit noch von einer eher kleinen Gruppe genutzt. Immerhin sechs Prozent der Befragten lassen ihren Schlaf von einem Fitness-Armband „analysieren“, vier Prozent nutzen dafür eine App und nur ein bis zwei Prozent vertrauen auf Schlaf-Rechner-Apps, Online-Schlafprogramme oder ähnliche Tools. 39 Prozent der Befragten gaben an, zumindest tendenziell bewusst auf elektronische Geräte im Schlafzimmer zu verzichten.

Stress und private Sorgen stören ebenfalls den gesunden Schlaf
Zugleich deckt die Befragung auf, dass neben der Digitalisierung auch private Sorgen und Stress Hindernisse für einen gesunden Schlaf sind. 39 Prozent der Befragten gaben dies als Ursache für eine Störung ihres Schlafes an. Gesundheitliche Probleme sind mit 34 Prozent zweitwichtigste Störfaktoren, gefolgt von beruflichen Problemen (33 Prozent). Die meisten von Schlafstörungen Betroffenen (26 Prozent) leiden an Ein- und Durchschlafstörungen. Knapp die Hälfte von ihnen (45 Prozent) waren damit beim Arzt, und in sechs von zehn Fällen bestätigte die Diagnose eine Schlafstörung.

Weitere Informationen und Material zum Download finden Sie hier.
Themenschwerpunkt rund um das gesunde Schlafen www.barmer.de/s000695

Quelle: Pressemitteilung vom 20.06.2018
_______________________________________
Presseabteilung der BARMER
Athanasios Drougias (Leitung), Telefon: 0800 333 004 99 14 21
Sunna Gieseke, Telefon: 0800 333 004 99 80 31
E-Mail: presse@barmer.de
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Deutschland schläft schlecht

Beitrag von WernerSchell » 20.06.2018, 11:35

Umfrage zum Tag des Schlafes am 21.06.2018 unter 1.637 Patienten zeigt:

Deutschland schläft schlecht
+++ Jeder Zweite leidet mehrmals pro Woche an Schlafproblemen
+++ Befragte im Alter von 40 bis 60 sowie Frauen schlafen am schlechtesten
+++ Lesen, fernsehen und meditieren für die Meisten das Mittel der Wahl gegen Schlafprobleme


München, 20.06.2018 - Jeder Zweite schläft schlecht, wie eine aktuelle Umfrage von jameda (www.jameda.de), Deutschlands größter Arztempfehlung und Marktführer für Online-Arzttermine, unter 1.637 Patienten zeigt. Knapp die Hälfte (49 %) der Befragten leidet mehrmals pro Woche oder gar jede Nacht an Schlafstörungen wie Einschlafproblemen, häufigem Aufwachen oder langem Wachliegen. Jeder Fünfte (21 %) leidet immerhin mehrmals im Monat an Schlafstörungen. Die gute Nachricht: Zumindest ein Drittel der Befragten scheint einen gesunden Schlaf zu haben und gab an, selten oder nie unter Schlafproblemen zu leiden. Schließlich trägt ein gesunder Schlaf ganz wesentlich zu unserer Gesundheit bei: Wer nicht genügend oder nicht erholsam schläft, erhöht sein Risiko für körperliche und psychische Folgen wie Depressionen, Burnout, Konzentrationsverlust, Diabestes und Herz-Kreislauf-Störungen.

Frauen und Befragte mittleren Alters schlafen am schlechtesten

Mehr als jeder zweite Befragte im Alter von 40 bis 60 Jahren (51 %) gab an, mindestens mehrmals die Woche mit Schlafstörungen zu kämpfen, dicht gefolgt von den 60- bis 80-Jährigen mit 48 Prozent. Doch auch die jüngere Generation leidet mit 40 Prozent häufig an Schlafproblemen. Somit scheint es sich um ein altersübergreifendes Problem zu handeln.
Unterschiede zeigen sich auch bei den Geschlechtern. So leiden 54 Prozent der Frauen mindestens mehrmals die Woche an Schlafproblemen, bei den Männern sind es hingegen nur 42 Prozent.

Beliebte Methoden im Kampf gegen Schlafprobleme

Für einen erholsamen Schlaf greifen die Befragten zu verschiedenen Maßnahmen. Die beliebteste Maßnahme ist demnach das alt bewährte Lesen oder Fernsehen, um müde zu werden (44 %).[1] Auf Platz zwei und drei landen Meditationsübungen mit 23 Prozent und beruhigende Musik mit 18 Prozent. Verschreibungspflichtige oder pflanzliche Schlafmittel wie zum Beispiel Baldrian sind glücklicherweise nur für 14 Prozent das Mittel der Wahl.
Vorsicht geboten ist vor allem bei verschreibungspflichtigen und chemischen Schlafmitteln. Diese sollten nur bei medizinischer Notwendigkeit und mit Absprache eines Arztes eingenommen werden. Ansonsten kann es schnell zu ungewollten Nebenwirkungen oder zu einer Abhängigkeit kommen.

Über die jameda GmbH:

jameda ist Deutschlands größte Arztempfehlung und Marktführer für Online-Arzttermine. 6 Mio. Patienten suchen jeden Monat auf jameda nach dem passenden Arzt für ihr individuelles Anliegen. Dabei helfen ihnen die Empfehlungen anderer Patienten, die von den Ärzten bereitgestellten Informationen sowie zahlreiche Filtermöglichkeiten. Nach erfolgreicher Arztsuche können Patienten auf jameda bei zahlreichen Ärzten ihren nächsten Termin ganz einfach 24/7 direkt online vereinbaren. Zudem gehört seit 2017 die Patientus GmbH zu jameda, so dass Patienten auch Online-Videosprechstunden auf jameda online buchen können.

Ärzte haben die Möglichkeit, ihre Praxis auf jameda vorzustellen und umfassend über ihr Leistungsspektrum zu informieren. Datenbasis bilden bundesweit rund 275.000 Ärzte und andere Heilberufler. jameda ist als einzige Plattform für Arztbewertungen und Online-Arzttermine vom TÜV Rheinland für "Geprüften Datenschutz und Datensicherheit" zertifiziert und eine 100-prozentige Tochter der Burda Digital GmbH.

Quelle: Pressemitteilung vom 20.06.2018
Pressekontakt:
jameda GmbH
Anne Schallhammer
PR & Marketing Manager
Tel.: 089 / 2000 185 68
Mail: presse@jameda.de
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Meditations-Musik vor dem Schlafengehen ist gesund für das Herz

Beitrag von WernerSchell » 28.08.2018, 17:37

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Meditations-Musik vor dem Schlafengehen ist gesund für das Herz

Meditative Yoga-Musik vor dem Schlafengehen ist gut für die Herzgesundheit, sie steigert die Anpassungsfähigkeit des Herzens auf Veränderungen, reduziert Ängste und fördert positive Gefühle – bei Popmusik mit regelmäßigen Beats war das Ergebnis umgekehrt. Das berichten indische Forscher auf dem Europäischen Kardiologiekongress in München.

Meditative Yoga-Musik vor dem Schlafengehen ist gut für die Herzgesundheit. „Wir setzen in unserem Krankenhaus Musiktherapie ein und unsere Studie zeigt, dass Yoga-Musik einen günstigen Einfluss auf die Herzfrequenzvariabilität vor dem Schlaf hat“, außerdem reduziert sie das Angstniveau und die Teilnehmer fühlen sich positiver, berichtet Dr. Naresh Sen (Jaipur, Indien) auf einer Pressekonferenz auf dem Europäischen Kardiologenkongress. Die Herzfrequenzvariabilität ist die Fähigkeit des Organismus, die Frequenz des Herzrhythmus zu verändern. Eine hohe Variabilität zeigt, dass das Herz imstande ist, sich Veränderungen anzupassen. Eine niedrige weist auf eine weniger ausgeprägte Anpassungsfähigkeit hin und steht in einem Zusammenhang mit einem um 32 bis 45 Prozent erhöhten Risiko eines ersten Herz-Kreislauf-Events.

Die indische Studie untersuchte den Einfluss von Yoga Musik, Popmusik mit regelmäßigen Beats sowie von keinerlei Musik vor dem Schlafengehen. Bei jeder Sitzung wurde die Herzfrequenzvariabilität fünf Minuten lang vor dem Beginn der Musik oder der Stille gemessen, zehn Minuten lang während dessen sowie fünf Minuten lang nach Beendigung der Musik oder Stille. Zusätzlich wurde das Ausmaß der Angst vor und nach der Sitzung mit der Goldberg Anxiety Scale gemessen, und mit einer speziellen Skala wurde nach jeder Sitzung das Ausmaß positiver Gefühle erfasst. 149 gesunde Menschen in einem Alter von durchschnittlich 26 Jahren nahmen daran teil.

Fazit: Die Herzfrequenzvariabilität stieg in der Gruppe mit Yoga-Musik-, reduzierte sich in der Popmusik-Gruppe und blieb in der Gruppe ohne Musik konstant. Das Angstniveau verringerte sich signifikant in der Yoga-Musik-Gruppe, erhöhte sich signifikant in der Popmusik-Gruppe und erhöhte sich in der Gruppe ohne Musik. Die Teilnehmer fühlten sich signifikant positiver nach der Yogamusik als nach der Popmusik.

„Es ist eine kleine Studie, und es bedarf weiterer Forschungsaktivitäten über die kardiovaskulären Effekte von Musikinterventionen durch einen ausgebildeten Musiktherapeuten“, so Dr. Sen. „Aber sich Yoga-Musik vor dem Schlafengehen anzuhören, ist eine preiswerte und leicht zugängliche Therapie, die keinerlei Schaden anrichten kann.“

Quelle:
ESC-Abstract Nr. 89064; Sen et al.: Evaluation of heart rate variability and cardiac autonomic control on exposure to Indian music and slow music yoga asana before sleep at night.

Über die Europäische Gesellschaft für Kardiologie
Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) vereinigt Medizinerinnen, Mediziner und Angehörige anderer Gesundheitsberufe aus mehr als 150 Ländern. Sie setzt sich dafür ein, die Herz-Kreislauf-Medizin weiter zu entwickeln und unterstützt die Menschen dabei, länger und gesünder zu leben.

Über den ESC-Kongress 2018
Der ESC-Kongress ist weltweit die größte und einflussreichste wissenschaftliche Veranstaltung im Bereich der Herz-Kreislauf-Medizin. Der ESC-Kongress 2018 findet vom 25. bis 29. August in der Messe München satt. Das wissenschaftliche Programm ist unter http://bit.do/esc2018scientificprogramme zu finden.

ESC-Medienkontakt für deutschsprachige Medien:
B&K – Bettschart & Kofler Kommunikationsberatung (www.bkkommunikation.com)
Roland Bettschart: +43 6766356775; bettschart@bkkommunikation.com
Dr. Birgit Kofler: +43 6766368930; kofler@bkkommunikation.com

Quelle: Pressemitteilung vom 28.08.2018
Prof. Dr. Eckart Fleck Pressesprecher
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.
https://idw-online.de/de/news701153
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