10 Regeln der DGE für eine ausgewogene Ernährung

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Krank durch Essen: Nährwert-Ampel gefordert

Beitrag von WernerSchell » 23.02.2019, 08:35

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Krank durch Essen: Nährwert-Ampel gefordert

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NDR Visite informierte am 19.02.2019. Video (05,02 Min.) abrufbar unter > https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... ng652.html - Autorin: Ulrike Heimes

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Eine ungesunde Ernährung macht viele von uns krank: 69 Prozent der Deutschen sind übergewichtig, jeder Dritte hat eine nichtalkoholische Fettleber, sechs Millionen leiden an Diabetes und jeder Fünfte stirbt einen ernährungsbedingten Herztod. Die Deutschen essen sich zu Tode, warnen Experten. Die Politik könnte eine weitere Zunahme der Ernährungskranken verhindern, verweigere aber bislang alle verfügbaren Maßnahmen.

Kürzeste Lebenserwartung in Westeuropa
Welche Folgen die ungesunde Ernährung hat, zeigt der Vergleich mit anderen Staaten Westeuropas. Im Durchschnitt haben Deutsche mit 81 Jahren die geringste Lebenserwartung. Das ist ein Jahr weniger als der durchschnittliche EU-Bürger. Dabei verfügt Deutschland über ein gutes und kostspieliges Gesundheitssystem. Doch dieser Vorteil werde nach Ansicht von Ernährungsmedizinern durch eine besonders schlechte Ernährung mehr als aufgehoben.
Ampel-Kennzeichnung in Deutschland gefordert
In deutschen Supermärkten ist bisher kaum zu erkennen, wie gesund oder ungesund ein Lebensmittel ist. Zwar sind Nährwerttabellen mittlerweile auf allen Lebensmitteln aufgedruckt, aber so klein und unübersichtlich, dass damit kaum jemand etwas anfangen kann.
In anderen Ländern hat die Politik bereits Maßnahmen ergriffen, um die Bürger zu schützen. Mehr als 70 Länder weltweit beschränken die Herstellung oder den Vertrieb ungesunder Lebensmittel.
Bewährt haben sich leicht verständliche Ampel-Systeme. In Frankreich steht zum Beispiel der sogenannte Nutriscore mitten auf der Verpackung. Damit kann jeder Verbraucher sofort erkennen, ob das Lebensmittel gesund (grün), ungesund (rot) oder irgendetwas dazwischen (gelb) ist.
Mit einer Ampel-Kennzeichnung könnten Verbraucher auf Anhieb ungesunde Zutaten in verarbeiteten Lebensmitten erkennen, zum Beispiel Zucker in Getränken oder Fertigsalaten, Salz in Brot oder Fett in Wurst.
Viele Experten fordern eine verpflichtende Ampel-Kennzeichnung auch in Deutschland. Die Erfahrung in anderen Ländern zeige, dass Hersteller dann ihre Rezepturen verändern, um einem roten Warnschild zu entgehen.

Zuckersteuer bringt Industrie zum Einlenken
In Großbritannien hat die Einführung einer Zuckersteuer auf süße Getränke gewirkt. Fast alle Hersteller haben dort nach Ankündigung der neuen Abgabe ihre Rezepturen verändert. So enthalten 100 Milliliter Fanta in Großbritannien nur noch 4,6 Gramm Zucker, in Deutschland mit 9,4 Gramm mehr als das Doppelte.
Transfette in Dänemark und USA verboten
Gefährliche Transfette in verarbeiteten Lebensmitteln sind in Dänemark bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten verboten, mittlerweile auch in den USA. Die für Übergewicht und Gefäßverkalkung verantwortlichen Transfette ließen sich auf Druck des Gesetzgebers leicht durch gesündere Alternativen ersetzen. Doch die Forderung vieler Ärzte nach einem Verbot von Transfetten auch in Deutschland wurde bisher nicht umgesetzt.
Ernährungsministerin setzt auf freiwillige Maßnahmen
Statt auf Verbote, klare Kennzeichnungspflichten oder eine höhere Besteuerung ungesunder Lebensmittel setzt die deutsche Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) auf freiwillige Maßnahmen der Lebensmittelindustrie und die Eigenverantwortung der Verbraucher.
Dabei zeigen Studien, dass schon eine höhere Mehrwertsteuer auf ungesunde Produkte und eine Steuerbefreiung für Obst und Gemüse einen großen Effekt hätten. Experten haben errechnet, dass steuernde Maßnahmen zur Reduzierung der Kalorienzufuhr die Zahl der schwer übergewichtigen Deutschen um zehn Prozent verringern könnten. Die Maßnahme würde nicht nur Leben retten, sondern auch Krankheitskosten in Milliardenhöhe sparen.


Quelle und weitere Informationen:
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... ng652.html
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Gesunder Lebensstil: A & O bei Zuckerkrankheit - Ernährungsempfehlungen für Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2

Beitrag von WernerSchell » 26.02.2019, 19:01

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Gesunder Lebensstil: A & O bei Zuckerkrankheit
Ernährungsempfehlungen für Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2


(dge) In Deutschland leben laut aktuellem Gesundheitsbericht Diabetes[1] schätzungsweise 7 Mio. Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2. Jedes Jahr erhalten rund 500 000 Menschen neu diese Diagnose - mit vermutlich steigender Tendenz.

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Mit einer vollwertigen Ernährung lässt sich Diabetes mellitus Typ 2 nicht nur vorbeugen. Auch wenn die Krankheit bereits eingetreten ist kann eine Änderung des Lebensstils als alleinige Therapie ausreichen. Eine vollwertige, dem Energiebedarf angepasste Ernährung, kombiniert mit Bewegung, verbessert die Blutglucosekonzentration und die Insulinsensitivität. Vergleichbare positive Wirkungen hat eine moderate Gewichtsabnahme von 5 -10 % des Ausgangsgewichtes bei übergewichtigen Menschen. Wie vollwertiges Essen und Trinken und damit Prinzipien einer diabetesgerechten Ernährung einfach im Alltag umsetzbar sind, zeigen die 10 Regeln der DGE[2]. Sie stehen für eine pflanzenbetonte, ballaststoffreiche Ernährung. Dazu gehört eine vielfältige Lebensmittelauswahl mit mindestens 5 Portionen Gemüse und Obst pro Tag sowie Vollkornprodukten. Daneben ergänzen kleinere Mengen tierischer Lebensmittel wie Milchprodukte, ein- bis zweimal pro Woche Fisch und wenig Fleisch den Speisezettel.

So sind beispielsweise Ernährungsformen, die sich an einer mediterranen und vegetarischen Ernährungsweise orientieren, gute Optionen für eine diabetesgerechte Ernährung. Sie zeichnen sich, entsprechend den Ernährungsempfehlungen der DGE, durch einen hohen Verzehr an pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst, Getreideprodukten, Nüssen und Samen aus und wirken sich günstig auf den Stoffwechsel aus.
Weitere Informationen zum Thema Essen und Trinken bei Diabetes hat die DGE unter Ernährungspraxis zusammengefasst.

Eine langfristige Lebensstiländerung gelingt insbesondere dann, wenn die Patienten mit kompetentem Rat und praxisnahen Empfehlungen begleitet werden. Hier setzt das Medienpaket „Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus Typ 2“[3] an, das die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
(DGE) gemeinsam mit dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) herausgegeben hat. Es ist eine Hilfe für Ernährungsfachkräfte in der Beratung von Menschen mit nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ 2 und Prädiabetes. Bestandteile des Paketes sind ein Beraterleitfaden, eine Begleitbroschüre, Arbeitsvorlagen, Infoblätter für Patienten sowie Fotokarten zur Visualisierung verschiedener Inhalte. Es ist im DGE-MedienService, Tel.: 0228 9092626, Fax: 0228 9092610 unter der Artikel-Nr. 400450, ISBN 978-3-8308-1351-4 zum Preis von 79,00 EUR zzgl. 3,00 EUR Versandkosten erhältlich.
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[1] https://www.deutsche-diabetes-gesellsch ... -2019.html
[2] https://www.dge.de/10regeln/
[3] https://www.dge-medienservice.de/ernahr ... litus.html
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Den Pressetext finden Sie unter
https://www.dge.de/presse/pm/gesunder-l ... krankheit/

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Quelle: Pressemitteilung vom 26.02.2019
Kontakt: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Autor: Silke Restemeyer
Telefon: +49 228 3776-640
https://www.dge.de/presse/kontakt/
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Herausgeber:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Telefon: +49 228 / 3776-600
Telefax: +49 228 / 3776-800
Geschäftsführerin: Dr. Kiran Virmani
Sitz der Gesellschaft: Bonn
Eingetragen im Vereinsregister Bonn unter Nr. VR 008114
UStIdNr: DE 114234841
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Zucker und Plastikverpackungen ärgern Verbraucher

Beitrag von WernerSchell » 15.03.2019, 09:38

Zucker und Plastikverpackungen ärgern Verbraucher
Was nervt oder ärgert Verbraucher am meisten ? Das wollte die Hamburger Verbraucherzentrale über eine Online-Umfrage wissen. Jetzt hat sie die Ergebnisse veröffentlicht.
Quelle: NDR.de > https://newsletter.vzbv.de/d/d.html?o00 ... 5zexwkh3m6
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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