Krankenstände in Deutschland

Arbeits- und Arbeitsschutzrecht, Allgemeine Rechtskunde (einschließlich Staatsrecht), Zivilrecht (z.B. Erbrecht)

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Krankenstände in Deutschland

Beitrag von WernerSchell » 26.09.2018, 08:03

Krankenstände in Deutschland

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Der Deutsche Bundestag hat mit der Drucksache 19/4332 vom 14.09.2018 auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Jutta Krellmann, Susanne Ferschl, Matthias W. Birkwald, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE zum Thema Krankenstände in Deutschland (> http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/040/1904049.pdf ) geantwort.

Die Antwort ist unter folgender Adresse nachlesbar > http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/043/1904332.pdf

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Dazu informierte die Ärzte Zeitung am 21.09.2018:
Bundesregierung
Immer mehr Krankschreibungen

Der Zahl der krankheitsbedingten Fehltage ist zuletzt stark angestiegen. Die Regierung beziffert sogar den volkswirtschaftlichen Schaden. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr

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Die Rheinische Post berichtete am 21.09.2018:
Debatte um Arbeitsbedingungen
Krankmeldungen stark gestiegen

Berlin Von 2008 bis 2016 nahm der Krankenstand in Unternehmen und Behörden um 60 Prozent zu, danach ging er leicht zurück. Vor allem Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems plagen die Arbeitnehmer. Der volkswirtschaftliche Schaden wird auf 75 Milliarden Euro im Jahr geschätzt.
... (weiter lesen unter) ... https://rp-online.de/politik/deutschlan ... d-33152775
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Erwerbstätigkeit von Älteren - Defizite bei alternsgerechten Arbeitsbedingungen

Beitrag von WernerSchell » 01.10.2018, 06:02

Erwerbstätigkeit von Älteren in fast allen EU-Ländern deutlich gestiegen - Pressemitteilung Hans-Böckler-Stiftung
Aber weiter Defizite bei alternsgerechten Arbeitsbedingungen


Erwerbstätigkeit von Älteren in fast allen EU-Ländern deutlich gestiegen

In fast allen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ist die Erwerbsbeteiligung von Älteren in der letzten Dekade deutlich gewachsen. Besonders kräftig war die Zunahme in Deutschland, wo die Erwerbstätigenquote bei 55- bis 64-jährigen Männern zwischen 2005 und 2016 um rund 20 und unter Frauen in dieser Altersgruppe sogar um knapp 26 Prozentpunkte anstieg. Insgesamt waren in der Bundesrepublik 2016 knapp 69 Prozent der Älteren erwerbstätig (siehe auch die Infografik; Link unten). Starke Zuwächse gab es unter anderem auch in den Niederlanden, Italien, Österreich und Polen. Das zeigt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie*.

Die Erwerbstätigkeit älterer Frauen stieg überall kräftiger an als die der Männer, doch in 25 Ländern legte auch diese zu. Lediglich in Griechenland, Zypern und Spanien arbeitete 2016 ein geringerer Anteil der Männer zwischen 55 und 64 als 2005 (siehe auch Abbildung 3 in der Studie; Link unten). Angesichts der heftigen Wirtschaftskrise, die zahlreiche EU-Länder in der Zwischenzeit durchliefen, zeige sich damit ein neuer, stabilerer Trend in der Beschäftigung Älterer, konstatieren die Studienautoren Prof. Dr. Martin Brussig und Arthur Kaboth vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Anders als in früheren Rezessionen wurden Ältere nicht mehr "bei hoher Arbeitslosigkeit vom Arbeitsmarkt verdrängt". Die von der Politik in vielen Ländern durchgesetzte Verlängerung der Lebensarbeitszeit wurde also auch durch die Krise nicht unterbrochen.

Gleichwohl ist die Erwerbstätigenquote der über 55-Jährigen in allen EU-Ländern weiterhin deutlich niedriger als die der Jüngeren. Die Differenz reicht von rund 10 Prozent in Schweden und etwa 15 Prozent in Dänemark oder Deutschland bis zu mindestens 30 Prozent in vielen osteuropäischen Ländern sowie in Frankreich, Österreich, Belgien und Luxemburg (Abbildung 4 in der Studie). Das für 2010 festgelegte "Lissabon-Ziel" der EU von mindestens 50 Prozent Erwerbstätigenquote unter Älteren erreichten bei den Männern im Jahr 2016 24 Mitgliedsstaaten (2005: 16). Lediglich Luxemburg, Griechenland, Kroatien und Slowenien lagen darunter. In Deutschland betrug die Quote bei Männern knapp 74 Prozent. Deutlich schlechter fällt die Bilanz bei den Frauen aus: Trotz oft relativ kräftiger Zuwächse erfüllten 2016 hier lediglich zehn EU-Länder die 50-Prozent-Quote (2005: vier). In Deutschland waren 63,5 Prozent der Frauen zwischen 55 und 64 Jahren erwerbstätig.

In fast allen Ländern zeigt sich ein Zusammenhang zwischen Erwerbsbeteiligung und Qualifikation: Ältere Frauen und Männer mit geringerer Qualifikation haben deutlich seltener eine Erwerbsbeschäftigung als höher Qualifizierte. Die IAQ-Forscher raten deshalb, Qualifizierungen und berufliche Weiterbildungen deutlich stärker als bisher zu fördern - und zwar nicht nur bei älteren, sondern auch bei jüngeren Beschäftigten.

Trotz des Anstiegs sieht Studienautor Brussig zudem noch große Defizite bei der Gestaltung alternsgerechter Arbeitsbedingungen und der sozialstaatlichen Absicherung: "Wir wissen aus unserer Forschung, dass sich gleichzeitig die soziale Ungleichheit beim Altersübergang vergrößert hat. Ein guter Teil der älteren Erwerbstätigen hangelt sich über Phasen von prekärer Teilzeit-Beschäftigung oder Arbeitslosigkeit Richtung Rente. Das passiert insbesondere in körperlich anspruchsvollen Berufen und bei gesundheitlichen Einschränkungen. Wenn der Trend zur zunehmenden Alterserwerbstätigkeit dauerhaft stabilisiert werden soll, müssen Arbeitsbedingungen verbessert werden und passgenaue Lösungen für Menschen gesucht werden, die ,zu krank für die Arbeit und zu gesund für die Rente' sind." Außerdem hält es der Experte für zwingend notwendig, die Vereinbarkeit zwischen Berufstätigkeit und Pflege von Angehörigen zu verbessern.

*Arthur Kaboth, Martin Brussig: Alterserwerbsbeteiligung in Europa auch in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise im Aufschwung? Altersübergangsreport 01/2018. Download: http://www.iaq.uni-due.de/

Siehe auch Infografik: https://www.boeckler.de/116100_116107.htm

Quelle: Pressemitteilung vom 27.09.2018
Kontakt in der Hans-Böckler-Stiftung
Dr. Dorothea Voss
Leiterin Abteilung Forschungsförderung
Tel.: 0211-7778-194
E-Mail: Dorothea-Voss@boeckler.de
Rainer Jung
Leiter Pressestelle
Tel.: 0211-7778-150
E-Mail: Rainer-Jung@boeckler.de
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Viele Fehltage wegen psychischer Störungen

Beitrag von WernerSchell » 27.03.2019, 07:58

Ärzte Zeitung online, 26.03.2019
Binnen zehn Jahren
Doppelt so viele Fehltage wegen psychischer Störungen

Psychische Probleme sorgen für viele Fehltage in Deutschland. Ihre Zahl hat sich binnen zehn Jahren verdoppelt, so das Bundesarbeitsministerium. Der wirtschaftliche Schaden ist enorm.
BERLIN. Die Zahl der Krankentage wegen psychischer Belastungen ist 2017 erstmals um zwei Prozent im Vergleich zu 2016 zurückgegangen. Im Zeitraum von 2007 bis 2017 hatten sich diese Ausfalltage dagegen auf 107 Millionen Fehltage mehr als verdoppelt.
Das geht aus der Regierungsantwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor.
2017 gingen bei Männern 21 Prozent aller Ausfalltage auf psychische Störungen oder Verhaltensstörungen zurück, bei Frauen waren es 14 Prozent.
... (weiter lesen unter) ... http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test

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Rheinische Post vom 27.03.2019:
Psychische Erkrankungen verursachten 107 Millionen Fehltage
(weiter lesen unter) ... https://rp-online.de/leben/gesundheit/p ... d-37706783
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