Gewalt in jedweder Form unterbinden!

Arbeits- und Arbeitsschutzrecht, Allgemeine Rechtskunde (einschließlich Staatsrecht), Zivilrecht (z.B. Erbrecht)

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Gewalt in jedweder Form unterbinden!

Beitrag von WernerSchell » 02.08.2017, 06:18

Gewalt in jedweder Form unterbinden!

Pro Pflege … ist seit Jahren bemüht, Gewalt in jedweder Form, gleich wo sie stattfindet, anzusprechen und Strukturen anzumahnen, die menschenwürdige Umgangsformen gewährleisten. Obwohl dabei vornehmlich die pflegerische Versorgung, ambulant und stationär, im Mittelpunkt steht, darf man angesichts der durch nichts gerechtfertigten Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. - Wolfgang Bosbach, MdB (am 22.10.2014 Podiumsgast beim Neusser Pflegetreff), redet insoweit Klartext. Dem kann man nur zustimmen! - Werner Schell

>>> https://www.youtube.com/watch?v=oI90wg_4nl4

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http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Zunehmende Gewalt in Deutschland - Bagatellisierung ist der falsche Weg!

Beitrag von WernerSchell » 03.01.2018, 08:18

Aus Forum:
viewtopic.php?f=5&t=22439

Zunehmende Gewalt in Deutschland - Bagatellisierung ist der falsche Weg!

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"Arzt alarmiert: Zahl der Gewaltopfer steigt". So ein Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) vom 02.01.2018. Bernhard J. Lamers, Leitender Arzt der Chirurgie I am Neusser Lukaskrankenhaus, muss sich immer öfter um Menschen kümmern, die nach gewalttätigen Übergriffen eingeliefert wurden. Schuss- und Stichverletzungen sind ebenso operativ zu versorgen wie Notfallopfer, die brutal geschlagen oder getreten wurden. "Die Tendenz ist steigend", sagte Lamers der NGZ. Der Arzt wünscht sich, dass Polizei, Justiz und Politik die Straftaten auch klar benennen: "Wir Ärzte können Hilfe leisten, wenn etwas passiert ist. Was im sozialen und im präventiven Bereich getan werden muss, dass muss die Politik auf den Weg bringen." Die Gewaltübergriffe zu bagatellisieren, sei in seinen Augen aber der falsche Weg (Quelle: > http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.7295080 ).

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Gewalt ist offensichtlich ein Phänomen der gesamten Gesellschaft geworden. Sogar das Rettungspersonal, Feuerwehrkräfte, Pflegekräfte und Polizisten sind zunehmend tätlichen Angriffen ausgesetzt. Silvester 2017 hat es erneut viele Angriffe auf Polizisten, Sanitäter und Feuerwehrleute gegeben (Quelle: > viewtopic.php?f=4&t=22438 ). Anscheinend trägt übermäßiger Medienkonsum auch dazu bei, dass Aggressivität und Gewalt schon in Kindergärten und Schulen Einzug hält (Quelle: viewtopic.php?f=3&t=18265 ).

Der tausendfache Einsatz von Polizeibeamten und Ordnungskräften bei öffentlichen Veranstaltungen, Weihnachtsmärkten, Neujahrsfeiern usw. darf nicht zum Standard erhoben werden. Das kriminelle Verhalten unterschiedlicher Tätergruppen hat inzwischen den Charakter von Veranstaltungen und Festen verändert. Wer, so wird immer häufiger gefragt, feiert schon gerne hinter Absperrgittern?

Massiver Schutz durch Polizeibeamte und Ordnungskräfte, verbunden mit Absperrungen und intensiven Personenkontrollen, darf im gesellschaftlichen Miteinander nicht zum Standard werden! Verniedlichungen des Geschehens oder bloße Empörungen (mit standardisierten Sprechblasen) sind auch nicht wirklich hilfreich. Die verantwortlichen Politiker müssen endlich die immensen Fehlentwicklungen in dieser Gesellschaft aufgreifen und konsequent Folgerungen ziehen ("Ursache und Wirkung"). Der Rechtsstaat muss deutlich "klare Kante" zeigen; ggf. müssen auch die gesetzlichen Handlungsgrundlagen verschärft werden.


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>>> viewtopic.php?f=5&t=22202

Werner Schell
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