Deutschland im Blaulicht - Notruf einer Polizistin >Buchtipp

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Deutschland im Blaulicht - Notruf einer Polizistin >Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 04.02.2016, 18:09

Buchtipp! - Sehr empfehlenswerte Veröffentlichung

Tania Kambouri
Deutschland im Blaulicht
Notruf einer Polizistin

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Piper, Verlag
Erschienen am 05.10.2015
224 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-492-06024-0
€ 14,99 [D], € 15,50 [A]

»Ein authentischer Bericht aus dem Polizeialltag.«
Arnold Plickert, Gewerkschaft der Polizei, Nordrhein-Westfalen

Tania Kambouri hatte genug. Wieder einer dieser Einsätze, bei denen ihr kein Respekt entgegengebracht, sondern sie stattdessen wüst beschimpft und beleidigt wurde. Der türkischstämmige Mann, der die Polizei um Hilfe gerufen hatte, war empört: Was wollte diese »Bullenschlampe« von ihm? Warum kam eine Frau – und kein Mann – zum Einsatzort? Vorkommnisse dieser Art erleben Polizisten im Einsatz immer öfter. Als Polizistin und Frau griechischer Abstammung ist Tania Kambouri den Angriffen auf der Straße besonders häufig ausgesetzt. Jetzt setzt sie sich zur Wehr: »Ich will den Finger in die Wunde legen, auch wenn mir bewusst ist, wie explosiv das Thema ist«.

Quelle und weitere Informationen:
http://www.piper.de/buecher/deutschland ... 92-06024-0

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Siehe auch die Beiträge unter:
Senioren: Raubüberfälle in den Wohnungen ...
viewtopic.php?f=5&t=21182

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Bericht der Rheinischen Post am 31.12.2015:
Nordrhein-Westfalen
Lage in "Problemvierteln" spitzt sich zu

In Nordrhein-Westfalen breitet sich die Kriminalität in den sogenannten "Problemvierteln" offenbar immer weiter aus. Die örtliche Polizei scheint die Gewalt in diesen Vierteln nicht mehr alleine unter Kontrolle bringen zu können und muss immer öfter um Unterstützung von der Landespolizei bitten.
Von Christian Schwerdtfegermehr
... Alarmierende Brutalität ...
Diese Städte und Kreise sind betroffen
Aufgrund der Kriminalität musste 2015 in den Problemvierteln folgender Städten und Kreise die Polizeipräsenz zeitweise erhöht werden: Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bottrop, Dorsten, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Euskirchen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hagen, Hamm, Heinsberg, Herne, Iserlohn, Kleve, Köln, Lippe, Lüdenscheid, Marl, Mettmann, Minden, Mönchengladbach, Münster, Neuss, Oberhausen, Recklinghausen, Remscheid, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Solingen, Unna, Witten und Wuppertal.
... (weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/nrw/panorama/no ... -1.5660985

Fotos > Nachts unterwegs in Duisburg-Marxloh
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dui ... -1.5286190
Fotos > Duisburg-Marxloh - Porträt eines Problem-Stadtteils
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dui ... -1.5324191
Video > No-Go-Area? Duisburg-Marxloh am Abend 
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dui ... -1.5282680

Zu dem vorgestellten Pressebericht der Rheinischen Post vom 31.12.2015 gibt es die nachfolgenden Erklärungen durch den CDU-Landtagsabgeordneten Groegor Galland vom 29.12.2015:
Problemviertel: Über 3/4 der Kreispolizeibehörden forderten 2015 Verstärkung von außerhalb an
In der Diskussion über den Umgang mit kriminellen Clans und Banden und der Problematik zunehmender rechtfreier Räume (No-Go-Areas) in Nordrhein-Westfalen hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Gregor Golland um Auskunft gebeten, in welchen Städten Angehörige von Familienclans im Besonderen beobachtet werden und in welchen Regionen des Landes die Einsatzkräfte im laufenden Jahr verstärkt werden mussten. Überraschend kam dabei heraus: 37 von 47 Kreispolizeibehörden (78%) haben Präsenzaufstockungen in Problemvierteln angefordert und bekommen, wie der Landesinnenminister berichtet. Dortmund, Leverkusen und Bochum sind in besonderem Maße betroffen.
Daten zu verwandtschaftlichen Beziehungen von Tatverdächtigen oder zu Gruppenstrukturen werden nur in Ausnahmefällen durch die Polizei gezielt gesammelt. In Dortmund, Leverkusen und Bochum sind die kriminellen Strukturen von libanesischen, polnischen und serbischen Clans so offensichtlich und gefestigt, dass dies der Fall ist.
Zwar dementiert die nordrhein-westfälische Landesregierung Aussagen der Gewerkschaft der Polizei (GdP), dass es im Land vermehrt sogenannte „No-Go-Areas“ gebe und das Gewaltmonopol des Staates in Gefahr ist. Jedoch muss Landesinnenminister Jäger auch zugeben, dass 78% aller Kreispolizeibehörden im Bundesland zur vermehrten Präsenz in Problemvierteln Verstärkung angefordert haben. Aus „polizeitaktischen Gründen“ werden zwar keine konkreten Zahlen und Orte genannt, aber die schiere Anzahl der Verstärkungsanforderungen verdeutlicht für den Innenexperten Golland das wachsende Problem: „Da wo kriminelle Parallelgesellschaften die Oberhand anstreben oder diese bereits verfestigen, muss unsere Polizei permanent besser ausgestattet werden. Es hilft nicht, das Problem aus politischer Opportunität zu leugnen, so wie es der Innenminister macht.“
Quelle: http://www.gregor-golland.de/pages/post ... an-938.php

Weitere Informationen: Antwort der Landesregierung (Original)
http://www.gregor-golland.de/media/Anfr ... as_NRW.pdf

Weitere "Kleine Anfragen und Antworten" verdeutlichen die Problematik zusätzlich!
> http://www.gregor-golland.de/pages/kleine-anfragen.php

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CDU-Fraktion fordert mehr Polizisten und hartes Vorgehen gegen kriminelle Banden
Pressemitteilung der CDU Köln Fraktion - 04. Januar 2016
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Nach den Vorfällen in der Silvesternacht rund um den Hauptbahnhof fordert Bernd Petelkau, Vorsitzender der CDU-Fraktion, solch ein Szenario dürfe sich in Köln niemals wiederholen. „Es darf nicht sein, dass in Köln rechtsfreie Räume entstehen und das Sicherheitsgefühl der Menschen erheblich beeinträchtigt wird“, betont Petelkau. Er wiederholt die seit langem bestehende Forderung der CDU-Fraktion, die Polizei personell erheblich zu verstärken: „Wenn Polizisten zusehen müssen, wie Frauen im Herzen unserer Stadt von Kriminellen eingekesselt, belästigt und beraubt werden, da sie nicht die erforderlichen Kräfte haben, um einzugreifen, kommt das einer Kapitulation unseres Rechtsstaates gleich. Wir müssen kriminellen Banden deutlich machen, dass wir derartige Geschehnisse keineswegs hinnehmen, sondern mit harten Bandagen bekämpfen. Die Polizei muss so präsent und schlagkräftig sein, dass sich sowohl die Kölnerinnen und Kölner als auch unsere Gäste sicher fühlen können – egal wann, egal wo und gerade auch bei Großveranstaltungen wie Silvester und Karneval.“ Die CDU-Fraktion fordert, konsequenter als bisher Platzverbote auszusprechen. „Laut Medienberichten weiß die Bundespolizei von Tätern, die sich im Hauptbahnhof herumdrücken und ihren nächsten Opfern auflauern. Ihnen muss sie das Leben in unserer Stadt so unbequem wie nur möglich machen“, betont Petelkau.
Quelle: http://www.cdu-koeln.de/rathaus/aus-dem ... lle-banden - Siehe auch ergänzend: http://www.ksta.de/koeln/nach-sexuellen ... mcid=sm_fb

... Die Medien berichten tagtäglich zum Thema ... Offensichtlich wurde verstanden, dass endlich gehandelt werden muss ...

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Zu all dem passt ein Brief eines Kriminalbeamten an Wolfgang Bosbach, MdB, der auf der Internetseite des Abgeordneten - http://wobo.de/ - vorgestellt wurde. Die Abschlussbemerkungen verdeutlichen die Problematik:

Ich konstatiere das m. E. ein sicherheitspolitisch unhaltbarer Zustand eingetreten ist. Ich erkenne einen staatsgefährdenden Verlust der Wehrhaftigkeit, verbunden mit fehlendem Respekt staatlichen Institutionen gegenüber. Dieser beginnt bereits an der Grenze, wenn wir nicht mehr in der Lage sind unerlaubte Einreisen zu verhindern. Ich glaube, dass es durchaus möglich wäre, basierend auf meinen Erfahrungen, die ich …. machen durfte, flächendeckend unerlaubte Einreisen durch Zurückweisungen / Zurückschiebungen zu verhindern.
Mir steht es nicht zu, Sie in meiner Funktion als Polizeibeamter darum zu bitten alles in Ihrer Macht stehende zu tun, die nationale Ordnung durch effektive Grenzkontrollen an der deutschen Grenze wieder herzustellen. Dies tue ich als besorgter Familienvater, der seine Kinder in geordneten Verhältnissen aufwachsen sehen möchte.

Quelle: http://wobo.de/news/nachtrag-zur-sendun ... 6-ard/view
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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