Besser Bezahlung für Pflegende der Stadt München ...

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Besser Bezahlung für Pflegende der Stadt München ...

Beitrag von WernerSchell » 27.10.2014, 07:40

Besser Bezahlung für Pflegende der Stadt München längst überfällig
Der DBfK empfiehlt dringend, die Refinanzierung zu klären und dafür zu sorgen, dass nicht erneut Stellen abgebaut werden und dies letztlich den Personalmangel noch verschärft

München, 24. Oktober 2014 – Erst kürzlich wurde die Arbeitsmarktzulage für die Erzieher/innen der Stadt München beschlossen. Jetzt diskutieren die Politiker, dass es auch für städtische Pflegende mehr Geld geben soll. „Das ist längst überfällig“, sagt Dr. Marliese Biederbeck vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe. In einer Stadt wie München können Pflegefachpersonen mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 2400 Euro keine Familie ernähren. Da ist jede Erhöhung willkommen. „Wer gut qualifizierte Pflegefachpersonen beschäftigen und halten will, der muss sie besser bezahlen“, so Dr. Biederbeck.

Der DBfK empfiehlt dringend, gleichzeitig die Refinanzierung zu klären. Denn steigende Gehälter sind letztlich nur durch eine Erhöhung der Pflegesätze zu finanzieren – es sei denn, der Gesetzgeber entscheidet sich für zusätzliche Geldmittel für die Pflege. Keine Einrichtung kann aus dem Stand die Gehälter des gesamten Pflegepersonals anheben. Zu befürchten ist vielmehr, dass erneut Stellen abgebaut werden und dies letztlich den Personalmangel noch verschärft. Um den Pflegeberuf attraktiv zu machen, müssen neben höheren Gehältern vor allem die Stellenschlüssel verbessert werden. Erst die jüngst veröffentlichten Ergebnisse des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip e.V.) haben ergeben, dass nach wie vor viel zu wenig Pflegepersonal auf den Stationen ist und auch die Versorgung der älteren Menschen mit Demenz nur sehr eingeschränkt gewährleistet ist. Die Ursache dafür: Ein jahrelanger Stellenabbau hat zur Ausdünnung und damit zur chronischen Überlastung der Pflegefachpersonen geführt.

Der DBfK fordert seit Jahren die Einführung und Umsetzung eines analytischen Personalbemessungsverfahrens, um einen weiteren Personalabbau zu stoppen. „Schon jetzt ist aufgrund von Stellenstreichungen und Pflegefachpersonenmangel die Belastung im Pflegeberuf enorm. Nachweislich befördert das die Flucht aus dem Beruf und das können wir uns nicht leisten“, so Biederbeck. Viele Überstunden, häufige Dienstplanänderungen, ständig auf Abruf sein und zusätzliche Arbeitseinsätze sind an der Tagesordnung. Zu einem attraktiven Beruf gehört es, dass Mitarbeiter Zeit für die Pflege haben und sich auf Dienstpläne verlassen können.

Quelle: Pressemitteilung vom 24.10.2014
Sabine Karg
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat beim Pflegetreff am 13.05.2014 in Anwesenheit des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe über den Pflegenotstand informiert und Folgerungen hinsichtlich der Stellenschlüssel und sonstigen Arbeitsbedingungen eingefordert. Das Statement ist abrufbar unter
> http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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