Arbeit macht viele Menschen psychisch krank

Arbeits- und Arbeitsschutzrecht, Allgemeine Rechtskunde (einschließlich Staatsrecht), Zivilrecht (z.B. Erbrecht)

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krankmachende Faktoren aufspüren und korrigieren

Beitrag von PflegeCologne » 21.01.2013, 18:04

Pflegekräfte sind besonders gefährdet, krank zu werden, auch psychisch krank. Sie entziehen sich aber teilweise dieser Gefährdung, indem sie frühzeitig aus dem Beruf aussteigen.
Deshalb sollten wir nicht bloß über die verschiedenen Krankheiten reden und Therapieerwägungen vor und zurück erörtern, sondern wir müssen die Arbeitswelt verändern.
Und da sind Folgerungen im Gesundheits- und Pflegesystem vorrangig wichtig. Wenn der Arbeitsdruck für die Pflege "an allen Fronten" dramatisch zunimmt, sind Ausfälle, in welcher Form
und mit welcher Diagnose auch immer, zwangsläufig.
Wir müssen die Ursachen aufspüren und dort für Korrekturen sorgen.

Pflege Cologne
Alzheimer - eine Krankheit, die mehr Aufmerksamkeit erfordert! - Pflegesystem muss dem angepasst werden, auch, wenn es teurer wird! - Ich bin dabei:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

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Psychische Erkrankungen steigen 2012

Beitrag von Presse » 28.01.2013, 11:28

Psychische Erkrankungen steigen 2012
Neue Studie der DAK-Gesundheit: Unternehmen wollen mehr Unterstützung bei Prävention


Vormarsch: Psychische Erkrankungen sind 2012 erneut gestiegen und werden damit für die Arbeitswelt zunehmend zum Problem. Die DAK-Gesundheit legt als erste Kasse neueste Analysen zum Krankenstand für das vergangene Jahr vor. Psychische Erkrankungen rückten erstmals auf Platz zwei der Krankschreibungen. Sie sind 2012 um vier Prozent gestiegen. Nur Muskel und Skeletterkankungen verursachten noch mehr Ausfalltage.

Demgegenüber sank der Krankenstand leicht gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte und lag bei 3,8 Prozent. Ein DAK-Versicherter war durchschnittlich 14 Kalendertage arbeitsunfähig. Positiv: Mehr als die Hälfte aller erwerbstätigen Versicherten (52,1 Prozent) meldete sich im gesamten Jahr 2012 gar nicht krank. Für ihre repräsentative Analyse wertete die DAK-Gesundheit die Daten von 2,7 Millionen Beschäftigten aus.

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist gefragt
Welche Bedeutung hat das betriebliche Gesundheitsmanagement für Unternehmen? Unter anderem diese Frage hat die DAK-Gesundheit in einer aktuellen Studie* untersucht. EuPD Research befragte für die Krankenkasse 100 Unternehmen aus allen Branchen mit unterschiedlichen Betriebsgrößen. Was wird von den Krankenkassen erwartet? Wie werden die Angebote der Kassen bewertet? Was sollte ausgebaut werden? Fazit: Die Krankenkassen sind aus Sicht von Personalverantwortlichen wichtige und kompetente Partner in der Prävention. Im Bereich der psychischen Gesundheit wünschen sich die Personalabteilungen allerdings noch mehr Unterstützung. „Die Studie und unsere aktuellen Zahlen belegen, dass das für morgen geplante Treffen zwischen Bundesarbeitsministerin, Arbeitgebern und Gewerkschaften gerade zum richtigen Zeitpunkt kommt“, sagt Herbert Rebscher, Chef der DAK-Gesundheit.

Der Anteil psychischer Erkrankungen am Krankenstand steigt seit Jahren kontinuierlich an. Das birgt wirtschaftliche Risiken für Unternehmen. Krankschreibungen aufgrund psychischer Diagnosen dauern im Durchschnitt 33 Tage. Ein professionelles betriebliches Gesundheitsmanagement kann hier gegensteuern. Damit die DAK-Gesundheit Unternehmen dabei noch besser unterstützen kann, untersucht sie derzeit mögliche Ursachen dieser Entwicklung. Die Ergebnisse wird sie Ende Februar im Rahmen ihres Gesundheitsreports vorstellen.

Work-Life-Balance im Abseits
Nachholbedarf haben Arbeitgeber offenbar beim Thema Work-Life-Balance. Die DAK-Studie zeigt, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von den Personalverantwortlichen nicht als zentrales Gesundheitsthema gesehen wird. „Beschäftigte wissen dagegen, dass es zu gesundheitlichen Problemen führen kann, wenn berufliche und familiäre Anforderungen zu Überforderung führen“, ist Rebscher überzeugt. „Familienfreundliche Rahmenbedingungen bringen auch Vorteile für den Arbeitgeber.“

Spezielle Angebote für ältere Arbeitnehmer
Weiteres Ergebnis der neuen Studie: Gefragt sind vor allem individuelle Präventionsangebote der Kassen. Besonders für ältere Arbeitnehmer ab Mitte 40 sollte es spezielle Angebote geben, so die Unternehmer. „Betriebe haben erkannt, dass durch eine längere Lebensarbeitszeit diese Altersgruppe mehr Unterstützung braucht“, sagt Rebscher. „Jede Belegschaft hat andere Bedürfnisse. Die DAK-Gesundheit setzt deshalb auf eine enge partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Unternehmen, um passgenaue Lösungen und Angebote zu entwickeln.“

Betriebliche Prävention: DAK-Gesundheit am besten bewertet
Und genau das scheint bereits erste Früchte zu tragen: Laut der Studie war die DAK-Gesundheit im Vergleich zu anderen gesetzlichen Kassen bester Partner in punkto Zusammenarbeit und Zufriedenheit bei der Durchführung des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

*„Anforderung an die Gesetzliche Krankenversicherung zur Umsetzung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement“, November 2012. Durchgeführt von EuPD Research Sustainable Management GmbH.

Quelle: Pressemitteilung vom 28.01.2013
Nina Osmers | Pressestelle der DAK-Gesundheit | Nagelsweg 27-31 | 20097 Hamburg
Tel: 040 2396 -1409 | E-Mail: presse@dak.de
http://www.presse.dak.de/ps.nsf/sbl/93A ... 01002EED2E

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Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt ...

Beitrag von Presse » 30.01.2013, 07:51

Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt im Fokus des ifaa / Hilfe bei der Gefährdungsbeurteilung arbeitsbezogener psychischer Belastung

Düsseldorf (ots) - Im Zuge der gegenwärtigen Diskussion zur psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt und des heute in Berlin vorgestellten "Stressreport Deutschland 2012" durch die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen betont Prof. Dr. Sascha Stowasser, Direktor des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft
(ifaa): "Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung bei der Arbeit ist gegenwärtig mit Fragen der praktischen Umsetzung verbunden
- Unternehmen brauchen daher noch mehr Handlungssicherheit. Daher intensiviert das ifaa bei seiner Arbeit die Weiterentwicklung objektiver Methoden und Instrumente zur Erfassung und Messung psychischer Belastung."

ifaa und VDSI entwickeln Qualifizierungskonzept für Experten im Arbeitsschutz

Das ifaa und der Verband Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI) entwickeln aktuell ein Qualifizierungskonzept für einen wichtigen Experten im betrieblichen Arbeitsschutz: die Fachkraft für Arbeitssicherheit. Sie soll dazu befähigt werden, psychische Gefährdungsfaktoren zu identifizieren und notwendige Schritte einzuleiten. Außerdem ist ab März 2013 die erste App zur Erfassung psychischer Belastung am Arbeitsplatz verfügbar. Die bereits als Buch erschienene Handlungshilfe "KPB - Kurzverfahren Psychische Belastung"
ermöglicht ein pragmatisches Vorgehen bei der Gefährdungsbeurteilung und ist damit ein neues, mobiles Instrument bei der Erfassung psychischer Arbeitsbelastung.

Da das Thema "Psychische Gesundheit bei der Arbeit" immer größere Bedeutung für Gesellschaft und Wirtschaft gewinnt, unterstützt das ifaa damit bereits aktiv die Aktivitäten und Hauptziele der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) - die auf Dauer angelegte konzertierte Aktion von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern zur Stärkung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Quelle: Pressemitteilung vom 29.01.2013 ifaa - Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.
Pressekontakt: Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa)
Ansprechpartnerin: Dorothée Werry, Uerdinger Straße 56, 40474 Düsseldorf,
Telefon: 0211 542263-24, d.werry@ifaa-mail.de, http://www.arbeitswissenschaft.net

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Ein (zu) hoher Preis / Kommentar zum Stressreport

Beitrag von Presse » 30.01.2013, 08:34

Allg. Zeitung Mainz: Ein (zu) hoher Preis / Kommentar zum Stressreport

Mainz (ots) - Es scheint, als müssten wir für den wirtschaftlichen Erfolg, den Deutschland seit vielen Jahren hat, einen hohen Preis bezahlen. Anders lassen sich die erschreckenden Erkenntnisse im jüngsten Stressreport der Bundesregierung kaum interpretieren: Fast jeder fünfte Arbeitnehmer fühlt sich überfordert, und das liegt sicher nicht daran, dass er für seine Aufgabe nicht qualifiziert, nicht leistungsfähig genug oder gar unmotiviert wäre. Ganz im
Gegenteil: Der Erfolg der deutschen Wirtschaft beruht zu einem wesentlichen Teil auf seinen extrem leistungsbereiten und hochmotivierten Arbeitnehmern, die sich nicht jeden Morgen widerwillig zum Arbeitsplatz schleppen, sondern mit Pünktlichkeit und Fleiß beweisen, dass das "Wir" hierzulande keine Worthülse, sondern gelebte Arbeitswirklichkeit ist. Eine Wirklicheit die durch eine weltweit neidvoll betrachtete Sozialpartnerschaft zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften strukturiert ist. Wieso also dann 59 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage wegen psychischer Erkrankungen, die für 41 Prozent aller Frühverrentungen veranwortlich sind, und ein volkswirtschaftlicher Schaden, der in die Milliarden geht? Offenbar herrscht in Unternehmen und Verwaltungen auf Arbeitnehmerseite eine erschreckende Tabuisierung des eigenen Befindens und bei vielen Arbeitgebern ein beschämender Mangel an Sensibilität.
Sozialpartnerschaft, das belegt der jetzt vorgelegte Report, darf sich nicht nur in Einigungen bei Arbeitszeit, Löhnen und Gehältern erschöpfen. Vielmehr hat sie hat das komplette Miteinander zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu umfassen. Wer das nicht begreift, setzt nicht nur die Gesundheit seiner Mitarbeiter aufs Spiel, sondern auf Dauer auch den Erfolg des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Quelle: Pressemitteilung vom 29.01.2013 Allgemeine Zeitung Mainz
Pressekontakt: Allgemeine Zeitung Mainz
Florian Giezewski
Regionalmanager
Telefon: 06131/485817
desk-zentral@vrm.de

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Burnout und chronischer Stress: die Dosis macht das Gift

Beitrag von Presse » 31.01.2013, 07:33

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen
Pressemitteilung Nr. 1/13
30. Januar 2013


Burnout und chronischer Stress: die Dosis macht das Gift

In der Diskussion über Stress am Arbeitsplatz fordert der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) den Schwerpunkt auf Prävention zu legen. Im Prozess der sich wandelnden Arbeitswelt und der steigenden Produktivität müssen die Menschen in ihr unterstützt und gestärkt werden. „Arbeit muss gesund erhalten“, erklärt BDP-Präsidentin Sabine Siegl. „Als Psychologin weise ich darauf hin, dass Aufgaben dann als zu bewältigen und somit als Quelle der Bestätigung erlebt werden, wenn sie die Menschen nicht ständig überlasten.“
Es stimme, dass Arbeitslosigkeit stärker krank machen könne als ständige Überlastung – doch diese Pole gegeneinander abzuwägen, bringe in der gegenwärtigen Diskussion zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik wenig.
Es gilt, die wertvollen Potenziale jedes Mitarbeiters zu nutzen und den richtigen Platz im Arbeitsprozess für ihn zu finden.
„In den letzten Jahren beobachten wir zunehmend Überforderungsphänomene. Durch eine gesündere Gestaltung der Arbeit könnten diese verringert werden“, so Siegl. Als Psychologin setzt sie in der Diskussion um Burnout auf Prävention.
Beim betrieblichen Gesundheitsmanagement nehmen Psychologen aber nicht nur den Einzelnen, sondern auch die Organisationsstrukturen in den Fokus. Wenn sie von Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz sprechen, geht es durchaus nicht nur um ergonomisches Sitzen und ausreichende Pausen, sondern auch um die Unternehmenskultur, die in der Transparenz von Abläufen, in Entscheidungsspielräumen, gerechter Bezahlung und Partizipationsmöglichkeiten sichtbar wird. Ebenso geht es um passgenaue Personalauswahl, gute Erholungsphasen oder auch das Thema der Erreichbarkeit.
Der Anteil der psychischen Erkrankungen an allen Krankschreibungen beträgt 12,5%, die Fehlzeiten betragen durchschnittlich 30 Tage im Jahr. Und auch der relative Anteil psychischer Diagnosen bei immer früheren Berentungen hat deutlich zugenommen: Psychische Erkrankung machen 41% der Frühberentungsgründe aus.
2013 ist das Auftaktjahr des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz, bei dem nun der Schutz der Psyche stärker beachtet werden soll. Im BDP sind Gesundheits-, Betriebs- und Arbeits- & Organisationspsychologen aus ganz Deutschland organisiert, die Organisationen unterstützend beraten können.

Ansprechpartner für Organisationen:
Fredi Lang, f.lang@bdp-verband.de
Ansprechpartner für die Presse:
Alenka Tschischka, a.tschischka@bdp-verband.de
Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin
Tel. 030 - 209 166 620
Fax: 030 - 209 166 680
Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zur Verfügung:
http://www.bdp-verband.de/bdp/presse/20 ... eilung.pdf

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Zu viel Stress in Pflegeberufen ...

Beitrag von Service » 31.01.2013, 12:44

Zu viel Stress in Pflegeberufen – Politik ignoriert Verantwortung

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) wirft der Politik vor, sich bezüglich der Arbeitsbedingungen in der Pflege aus ihrer Verantwortung zu stehlen. „Die schlechten Nachrichten häufen sich. Im gerade veröffentlichten ‚Stressreport Deutschland 2012‘ gehören die Pflegeberufe zu den am stärksten belasteten Berufsgruppen. Die Krankenkassen berichten seit Jahren, dass psychische und belastungsbedingte Erkrankungen bei Pflegenden überproportional zunehmen. Und die deutsche Rentenversicherung meldet ein deutliches Ansteigen der Frühberentungen, vor allem bei Pflegepersonal. Der Zusammenhang mit den kontinuierlich schlechten Arbeitsbedingungen in der Pflege ist überdeutlich, doch die Politik fühlt sich offenbar nicht zuständig“, sagt heute dazu Professorin Christel Bienstein, die Präsidentin des DBfK. Stattdessen verweise Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen auf die Verantwortung der Unternehmen und ihrer Führungskräfte, so Bienstein weiter. Die Politik müsse aber die Rahmenbedingungen gestalten und nehme offenbar seit Jahren die Probleme tatenlos hin:

- Seit Mitte der neunziger Jahre gibt es in Deutschlands Krankenhäusern keine gesetzlich verpflichtende Pflegepersonalbemessung mehr. Seitdem orientiert sich der Personaleinsatz nicht mehr am Pflegebedarf der Patienten, sondern an der Kassenlage der Klinik.
- Die Verantwortung für eine angemessene Versorgung pflegebedürftiger Menschen im SGB XI-Bereich wird den Leistungserbringern und ihren Mitarbeitern überlassen - ohne angepasste Vergütung. Denn die noch immer ausstehende Umsetzung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs führt zu anhaltender Unterversorgung, Pflegemängeln und Fehlanreizen.
- Gesetze, die Mitarbeiter vor dauerhafter Überlastung, Unfällen und Berufskrankheiten schützen sollen, werden regelmäßig unterlaufen. Durch fehlende Aufsicht und Kontrolle leistet die Politik dem Vorschub.
Der DBfK fordert die verantwortlichen Politiker in Bund und Ländern ausdrücklich auf, angesichts des bereits bestehenden erheblichen Pflegefachkräftemangels endlich großen Worten auch Taten folgen zu lassen. Es reiche nicht aus, mit Kampagnen das Image der Pflegeberufe zu polieren und mehr Menschen in eine Pflegeausbildung zu locken. Vielmehr müsse zuallererst dafür gesorgt werden, dass sie in diesem Beruf auch dauerhaft, mit hoher Motivation und ohne berufsbedingt krank zu werden tätig sein könnten.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
http://www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke können Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de nachlesen. Falls Sie Interviewwünsche haben oder weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 31.01.2013
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
http://www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | Fax 030-219157-77 | Umsatzsteuer Id.Nr. DE 114235140

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Wege aus der Depression

Beitrag von WernerSchell » 12.02.2013, 08:15

18.02.2013, 22.45 - 23.30 Uhr, ARD

Thema:
Gefährliche Glückspillen
Milliardenprofite mit Antidepressiva

Dokumentation


18.02.2013, 23.30 - 00.15 Uhr, ARD

Thema:
Wege aus der Depression
Der Kampf gegen eine Volkskrankheit

Dokumentation - Deutschland 2013
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Trauma und Burnout in helfenden Berufen - Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 13.02.2013, 07:48

Buchtipp!

Sendera, Alice, Sendera, Martina:
Trauma und Burnout in helfenden Berufen
Erkennen, Vorbeugen, Behandeln - Methoden, Strategien und Skills

Bild
2013, XVI, 217 S. 19 Abb., 2 in Farbe

Speziell auf die therapeutische Arbeit mit Angehörigen helfender Berufe zugeschnitten
Kombiniert Elemente der DBT mit weiteren traumaspezifischen therapeutischen Methoden
Bewährte Mischung aus Theorie und Praxis mit Skills, Flashcards, anschaulichen Interviews

Angehörige helfender Berufe, wie PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, Pflegekräfte, PolizistInnen, Feuerwehrleute, ÄrztInnen und SozialarbeiterInnen, sind gefährdet, durch berufliche Belastungen eine Posttraumatische Belastungsstörung, ein Stress- oder Burnout-Syndrom zu entwickeln.


Weitere Informationen unter
http://www.springer.com/medicine/book/978-3-7091-1243-4
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Gaby Modig
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Krankenstand in der Pflege am höchsten

Beitrag von Gaby Modig » 10.04.2013, 16:10

Der Krankenstand in der Pflege ist seit Jahren dramatisch hoch. Die Erklärungen dazu liegen auf der Hand: Zum Teil unzumutbare Arbeitsbelastungen .... Darüber wurde vielfach geschrieben, auch hier im Forum.

Nun berichtet die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) über den Krankenstand im Rhein-Kreis Neuss und schreibt:
Rhein-Kreis Neuss - Langzeitkranke belasten Unternehmen im Kreis
VON LUDGER BATEN - zuletzt aktualisiert: 09.04.2013
Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Obwohl der Gesamtkrankenstand sinkt, bleibt eine große Sorge: Die Zahl der Langzeitkranken steigt. Das belegt die AOK-Erhebung 2012.
... (mehr) .... http://www.ngz-online.de/rhein-kreis/na ... -1.3310794

Dort heißt es u.a.:
... Die AOK schlüsselt ihre Krankenstand-Zahlen nach Branchen auf. Auffallend: Im Gastgewerbe sind die Mitarbeiter am wenigsten krank. Im Rhein-Kreis sank die Quote auf 2,92 Prozent und damit unter die Drei-Prozent-Marke. Spitzenreiter bleiben kreisweit die Senioren- und Pflegeheime – obwohl auch in der Branche die Gesamtkrankenstände von 6,98 auf 6,55 Prozent zurückgingen. ...

Damit wird erneut verdeutlicht, dass die vielfach beschriebenen Belastungen auch in der hiesigen Region aktuell und Reformen überfällig sind.

Gaby Modig
Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!

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Arbeitszufriedenheit in der Intensivpflege - Befragung

Beitrag von Herbert Kunst » 20.04.2013, 07:00

Online-Befragung zur Arbeitszufriedenheit in der Intensivpflege startet
Mitteilung von dip am 19.04.2014
---> viewtopic.php?t=18877

Studie: Arbeitsverdichtung auf der Intensivstation kann schwerwiegende Folgen haben
Zwischenfälle wären bei besserer Personalausstattung vermeidbar

---> viewtopic.php?t=17566&postdays=0&postorder=asc&start=0
Für menschenwürdige Pflege sind wir alle verantwortlich! - Dazu finde ich immer wieder gute Informationen unter http://www.wernerschell.de

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Aufgeputscht im Arbeitsalltag ... Medikamente ....

Beitrag von Presse » 29.04.2013, 09:46

Aufgeputscht im Arbeitsalltag - Umfrage: Deutsche wundert es bei heutigem Arbeitsstress wenig, wenn Berufstätige zu leistungssteigernden Medikamenten greifen - Jeder Vierte kennt Betroffene

Baierbrunn (ots) - Medikamente zur Leistungssteigerung, zur täglichen Stressbewältigung oder ganz einfach zum Wachbleiben, um das Arbeitspensum irgendwie bewältigen zu können: Nicht wenige Deutsche können es bei den heutigen Anforderungen und Belastungen gut verstehen, wenn Berufstätige ihrer Leistungsfähigkeit mit Medikamenten nachhelfen. Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" herausfand, kann es jeder Dritte nur zu gut nachvollziehen, wenn solche leistungssteigernden Mittel eingenommen werden (35,9 %). Jeder Vierte (25,0 %) kennt auch Freunde, Verwandte oder Kollegen, die regelmäßig medizinisch nicht notwendige Medikamente verwenden, damit sie ihren (Arbeits-)Alltag überstehen. Die Mehrheit lehnt jedoch Doping für sich selbst ab: Mehr als drei Viertel der Befragten (77,8 %) sagen von sich, sie nähmen grundsätzlich nur Medikamente ein, wenn diese medizinisch notwendig sind.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.918 Frauen und Männern ab 14 Jahren.

Dieser Text ist nur mit Quellenangabe "Apotheken Umschau" zur Veröffentlichung frei. Die Inhalte weiterführender Links, auf die in dieser Pressemitteilung verwiesen wird, unterliegen dem Copyright des jeweiligen Anbieters der verlinkten Seite.

Quelle: Pressemitteilung vom 29.04.2013 Wort und Bild - Apotheken Umschau
Pressekontakt: Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
http://www.wortundbildverlag.de
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Arbeitsverdichtungen in der Pflege - Stress ohne Ende

Beitrag von Anja Jansen » 29.04.2013, 11:03

Interessant, alle wissen Bescheid. Aber gleichwohl wird ständig der Druck erhöht, das Krankheitsrisiko vermehrt.
In der Pflege ist die Situation besonders dramatisch.

A.J.
Es ist mehr Aufmerksamkeit für dementiell erkrankte Menschen nötig. Unser Pflegesystem braucht deshalb eine grundlegende Reform!

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Schutz vor psychischer Belastung bei der Arbeit

Beitrag von Presse » 04.05.2013, 15:12

Bundesrat will mehr Schutz vor psychischer Belastung bei der Arbeit
Der Bundesrat hat klare Vorgaben für den Schutz vor psychischer Belastung am Arbeitsplatz gefordert.
Die oppositionsregierten Bundesländer stimmten am Freitag für den Entwurf einer entsprechenden Verordnung ... »
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... der-Arbeit

Stress am Arbeitsplatz weit verbreitet
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... ne-Zunahme
Psychische Erkrankungen Hauptursache für Frühverrentung
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... verrentung

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Schleswig-Holstein: Kranke Psyche sorgt für 33 AU-Tage

Beitrag von Presse » 07.05.2013, 06:15

Schleswig-Holstein: Kranke Psyche sorgt für 33 AU-Tage
Einen Anstieg der diagnostizierten psychischen Erkrankungen um 84 Prozent in zwölf Jahren meldet die DAK-Gesundheit
im aktuellen Gesundheitsreport für Schleswig-Holstein. Im vergangenen Jahr blieben 100 Arbeitnehmer im Schnitt an 218 Tagen
wegen einer psychischen Erkrankung der Arbeit fern. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=838 ... ung&n=2695

Ein Netz für psychisch Kranke: Klinik soll die Ultima ratio sein
Neue Wege bei psychischen Erkrankungen: Mit IV-Verträgen versuchen Krankenkassen, ein ambulantes Netz für die Betroffenen zu spannen.
Krankenhäuser sollen so nicht mehr die Lückenbüßer bei der Behandlung sein. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=838 ... ion&n=2695

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Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz stärken

Beitrag von Presse » 09.05.2013, 06:37

Union und FDP wollen psychische Gesundheit am Arbeitsplatz stärken
Arbeit und Soziales/Antrag

Berlin: (hib/CHE) Für eine Arbeitswelt, die auch die psychische Gesundheit der Arbeitnehmer achtet, machen sich die Regierungsfraktionen in einem Antrag (17/13088 http://dip.bundestag.de/btd/17/130/1713088.pdf ) stark. Union und FDP beziehen sich darin auf Zahlen, wonach 13 Prozent aller Krankheitstage in Deutschland mittlerweile auf psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen zurückgehen. Vor zehn Jahren habe dieser Anteil noch 6,6 Prozent betragen. Besorgniserregend sei auch der Anstieg von Anträgen auf Erwerbsminderungsrente aufgrund psychischer Krankheiten. Mit knapp 40 Prozent machten diese den Hauptgrund für einen vorzeitigen Rentenbezug aus, heißt es in dem Antrag.
Die Abgeordneten verlangen deshalb von der Bundesregierung unter anderem, durch mehr Öffentlichkeitsarbeit bei Unternehmen, Verwaltungen und Belegschaften für mehr betriebliche Gesundheitsförderung zu werben. Zudem müssten Krankheiten wie Depressionen enttabuisiert werden, denn dies fördere das frühzeitige Erkennen und die Prävention solcher Erkrankungen. Die Regierung solle außerdem darauf hinwirken, dass der Zusammenhang zwischen Arbeitsbedingungen und psychischen Erkrankungen besser erforscht und die Vereinbarkeit von Familienleben und Beruf erleichtert wird.

Quelle: Mitteilung vom 08.05.2013
Deutscher Bundestag
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Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
E-Mail: vorzimmer.puk2@bundestag.de

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