Demenzielle und delirante Betroffene benötigen kompetente Begleitung durch professionell Pflegende

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Demenzielle und delirante Betroffene benötigen kompetente Begleitung durch professionell Pflegende

Beitrag von WernerSchell » 17.10.2018, 06:03

Demenzielle und delirante Betroffene benötigen kompetente Begleitung durch professionell Pflegende

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In der Charité werden aktuell ehrenamtliche Personen gesucht, die demenzielle und/oder delirante Betroffene während dem Aufenthalt in der Notaufnahme betreuen. Medizinische Kenntnisse oder andere spezielle Kenntnisse werden für diese Tätigkeit nicht vorausgesetzt. Der DBfK Nordost e.V fordert eine gute Versorgung dieser Personengruppe durch qualifiziertes Pflegepersonal!

Die Zahl von demenziell veränderten Menschen und/oder teilweise deliranten Menschen in Notaufnahmen ist auf Grund des demographischen Wandels steigend. Die ungewohnte Umgebung in einer Notaufnahme kann sich negativ auf das Verhalten auswirken. Unruhe, Angst und Aggressivität können die Folge sein. Ein professioneller Umgang in solchen Situationen ist daher unumgänglich zum Wohle der Betroffenen.
Idealerweise führt eine individualisierte und professionelle Begleitung zur Reduzierung von Stresssymptomen. Betroffene benötigen eine auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Begleitung. Hierfür bedarf es speziell geschultes Personal wie z.B. Gerontopsychiatrische Fachkräfte und/oder Experten/innen in Validation.
Ehrenamtliches Engagement ist grundsätzlich ein wertvoller Beitrag für unsere Gesellschaft und in vielen Settings nicht mehr weg zu denken. Dennoch müssen die Voraussetzungen zum Schutz der Ehrenamtlichen und der zu Begleitenden stimmen. Hierfür ist ein fundiertes Schulungskonzept, eine Überprüfung der individuellen Kompetenzen und ein/e Koordinator/in als dauerhafte Kontaktperson notwendig.
Professionell Pflegende verfügen über die erforderlichen Kenntnisse kranke Menschen adäquat zu pflegen. Hierbei stellen sie entsprechende Pflegediagnosen und leiten daraus Pflegemaßnahmen ab. Außerdem bedarf es spezieller Fähigkeiten im Erkennen, Beobachten und Beurteilen einzelner Pflegephänomene, die ursächlich für ein bestimmtes Verhalten eines Betroffenen sein könnten. Dies kann kein/e Ehrenamtliche/r leisten! Der Aufruf der Charité suggeriert damit: Pflege kann jede/r! Der DBfK Nordost e.V. distanziert sich klar und deutlich von diesem Vorhaben und fordert professionelle Pflegekräfte in der Begleitung von demenziell veränderten Menschen.


DBfK Nordost e.V. | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin
Fon: 030 / 208 98 72 -60
Fax:030 / 208 98 72 -89
www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege.
Mehr Informationen über den Regionalverband DBfK-Nordost e.V. können Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de/de/ueber-uns/region- ... /index.php nachlesen. Falls Sie Interviewwünsche haben oder mehr Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse-nordost@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030 / 208 98 72 -60 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 12.10.2018
Nadine Lexa, MAS
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Gesundheits- und Krankenpflegerin|MAS Palliative Care

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe Nordost e.V.
Berlin / Brandenburg / Mecklenburg-Vorpommern
Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin
Tel: 030 / 208 98 72 -60 (Mo –Do 9-16 Uhr | Fr 9-13 Uhr)
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