Soziale Medien dürfen von der Regierung nicht missbräuchlich genutzt werden ... Wir sollten alarmiert sein!

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Soziale Medien dürfen von der Regierung nicht missbräuchlich genutzt werden ... Wir sollten alarmiert sein!

Beitrag von WernerSchell » 01.09.2018, 07:03

Soziale Medien dürfen von der Regierung nicht missbräuchlich genutzt werden.... Wir sollten alarmiert sein!

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und andere Regierungsmitglieder nutzen geschickt die sozialen Medien, um den BürgerInnen per Dauerberieselung ihre höchst persönlichen Vorstellungen im Politikgeschehen zu verdeutlichen. Dabei helfen anscheinend einige Personen immer wieder geschickt mit, durch "gefällt mir" oder mittels positiver Statements Zustimmung "von unten" zu suggerieren. Jens Spahn fällt in diesem Zusammenhang besonders auf, der jahrelang im Gesundheitsausschuss des Bundestages mitgewirkt hat und jetzt urplötzlich viel Verständnis für den Pflegenotstand entwickelt ("wir haben verstanden") und so tut, als sei diese Misere urplötzlich über uns herein gebrochen. Die Lösungsvorschläge sind aber bei näherer Betrachtung mehr als "dünn". Es fragt sich im Übrigen, was die Abgeordneten in den zurückliegenden Jahren / Jahrzehnten mit den eindeutigen Statements zum Pflegenotstand gemacht haben. Die Antwort kann nur lauten: Überwiegend einfach ignoriert! - Es ist richtig, dass die Rheinische Post heute, 01.09.2018, das Thema "Öffentlichkeitsarbeit" einmal grundsätzlich aufgreift und die Regierung, die politischen Entscheidungsträger, in ihre rechtlichen Schranken verweist. In dem Beitrag (von Milena Reimann) mit dem Titel "Regierung auf Sendung" wird folgende Analyse präsentiert: "Der Staat darf in Deutschland keinen Rundfunk machen. Doch Kanzlerin und Minister verbreiten ungefiltert ihre Inhalte über Videos in sozialen Netzwerken. Medienrechtler sind alarmiert - wir sollten es auch sein."
Wir brauchen seitens der Regierung keine meinungsmachende Dauerberieselung mit Filmchen usw. in den sozialen Medien, sondern gut durchdachte Reformerwägungen, die den rechtsstaatlichen Regelungen entsprechend vornehmlich im Parlament diskutiert und entschieden werden. Dabei müssen Entscheidungen außer Betracht bleiben, die nur auf eine gewünschte Zustimmung bei der nächsten Wahl abzielen, sich also als purer Stimmenfang erweisen. Die Abgeordneten sind aufgerufen, ihre Unabhängigkeit zu nutzen und dem Artikel 38 GG gerecht zu werden: "Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen".


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Siehe auch unter > viewtopic.php?f=4&t=22697&p=104794#p104791
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15 - 20 % Stellenaufschlag JETZT ---

Beitrag von WernerSchell » 03.09.2018, 06:40

Aus Forum:
viewtopic.php?f=4&t=22658&p=105286#p105286

Die Pflegekräfte an den Unikliniken Düsseldorf und Essen haben ein Stellenplus von 15% durchgesetzt. Damit wurde fast das erreicht, was ich seit Jahren für alle Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen fordere: einen Stellenaufschlag von rd. 20%. Ein solcher Aufschlag ist so lange geboten, wie es noch kein bundesweit geltendes Personalbemessungssystem gibt, das den wirklichen Bedarf in der Pflege verdeutlicht. - "Frag den Spahn" - so ist einleitend mehrfach in Statements zu lesen, die uns der Bundesgesundheitsminister serviert. Er stellt sich dabei so dar, als wolle er die Probleme in aller Gründlichkeit hinterfragen und bietet dann gleich vollmundig Lösungen an. Warum sind solche Abfragen überhaupt notwendig, da doch Herr Spahn über viele Jahre Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestag war und alle Erörterungen um die Pflegemisere mitbekommen haben muss. Ich selbst habe auch wiederholt die Abgeordneten und die Mitglieder des Gesundheitsausschusses informiert. Dass ich mit meinen kämpferischen Ansagen gehört worden sein muss, findet u.a. darin seine Bestätigung, dass man mir für das langjährige pflegepolitische Engagement u.a. das Bundesverdienstkreuz (2013) und den Verdienstorden des Landes NRW (2017) verliehen hat. Herr Spahn sollte, wenn er (noch) nicht den Durchblick haben sollte, endlich die Pflegekräfte fragen, die bereit sind, deutlich die Misere zu erläutern, oder sich einfach an dem orientieren, was ich seit über 10 Jahre herausstelle: Rd. 20% Stellenaufschlag und zwar sofort! Dann sollte auch die ambulante Versorgung der pflegebedürftigen Menschen mit in die Reformerwägungen eingebunden werden: Z.B. Gestaltung von Quartiershilfen zur Unterstützung der häuslichen Pflege (dem Grundsatz "ambulant vor stationär" folgend). Herr Spahn ist weiterhin zum Neusser Pflegetreff eingeladen. Wir werden dann sachlich argumentieren, aber gleichwohl Klartext reden. Man möchte Herrn Spahn zurufen: "Frag den Neusser Pflegetreff". Leider sperrt sich Herr Spahn bislang, nach Neuss zu kommen. - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat am 06.07.2018 zum Referentenentwurf für ein "Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG)" eine Stellungnahme abgegeben > viewtopic.php?f=4&t=22697&p=104365#p104365 und dem Statement eine Anlage angefügt: > viewtopic.php?f=4&t=22697&p=104366#p104366 - Es wird im Wesentlichen ausgeführt, dass die geplanten Regelungen für eine Auflösung des Pflegenotstandes nicht ausreichen! Alles auch aufrufbar unter >>> http://www.wernerschell.de/aktuelles.php
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