Schnellere Termine, mehr Sprechstunden, mehr Angebote - „Zuckerbrot und Peitsche“ für die Kassenärzte

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

Moderator: WernerSchell

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 20659
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Mehr Service und bessere Versorgung für die Patienten

Beitrag von WernerSchell » 26.09.2018, 16:10

Kabinettsbeschluss zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)
vdek: Mehr Service und bessere Versorgung für die Patienten


Bild

(Berlin, 26.9.2018) „Das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), das heute im Kabinett beschlossen wurde, verbessert vor allem den Zugang der Patienten zur ärztlichen Versorgung“, erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek). Das leidige Thema Wartezeit beim Arzt werde sich durch die neuen Regelungen entschärfen, so Elsner. So sollen die Terminservicestellen für die Versicherten künftig rund um die Uhr telefonisch erreichbar sein und freie Arzttermine - auch in Akutfällen – vermitteln. Zudem werde endlich auch eine bundeseinheitliche Telefonnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst und die Terminvermittlung unter der 116 117 in allen Regionen Deutschlands eingeführt und die Mindestsprechzeiten für GKV-Patienten ausgeweitet.

Positiv seien auch die Regelungen zur Stärkung der Versorgung auf dem Land. Hausärzte in strukturschwachen Regionen werden durch besondere Vergütungsregelungen in ihrer steuernden Funktion unterstützt – etwa bei der Terminvermittlung zu Fachärzten. Dies gilt auch für die Förderung der sprechenden Medizin.

Ein deutlicher Mehrwert für die Patienten werde auch durch Einführung der elektronischen Patientenakte erreicht. „Dass die Patienten auch über mobile Geräte wie Smartphones auf die Patientenakte zugreifen können sollen, ist ein weiterer guter Schritt in Richtung Digitalisierung des Gesundheitswesens“, so die vdek-Vorstandsvorsitzende.

Elsner betonte, man müsse nun genau verfolgen, wie die Regelungen in der Praxis umgesetzt werden. „Wir sehen, dass das Gesetz zu Mehrausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) führen wird. Diese sind dann gerechtfertigt, wenn mit dem Geld eine deutliche Verbesserung für die Versorgung der Versicherten erreicht wird.“

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen nahezu 28 Millionen Menschen in Deutschland versichern:
- Techniker Krankenkasse (TK)
- BARMER
- DAK-Gesundheit
- KKH Kaufmännische Krankenkasse
- hkk - Handelskrankenkasse
- HEK – Hanseatische Krankenkasse

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Bis 2009 firmierte der Verband unter dem Namen „Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V.“ (VdAK).

In der vdek-Zentrale in Berlin sind mehr als 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 340 sowie mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

Quelle: Pressemitteilung vom 26.09.2018
Michaela Gottfried
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Pressesprecherin, Abteilungsleiterin Kommunikation
Askanischer Platz 1
10963 Berlin
Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00
Fax: 0 30 / 2 69 31 - 29 15
Mobil: 01 73 / 25 13 13 3
michaela.gottfried@vdek.com
www.vdek.com
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 20659
Registriert: 18.05.2003, 23:13

TSVG passiert Bundeskabinett

Beitrag von WernerSchell » 26.09.2018, 16:12

Ärzte Zeitung vom 26.09.2018:
Arzttermine im Fokus
TSVG passiert Bundeskabinett

Das Kabinett hat heute Morgen den Entwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) durchgewunken. Es enthält einige Änderungen für Ärzte. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 20659
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Gesetz soll Wartezeiten von Kassenpatienten verkürzen

Beitrag von WernerSchell » 27.09.2018, 08:17

Gesetz soll Wartezeiten von Kassenpatienten verkürzen
Per Gesetz will Gesundheitsminister Jens Spahn Kassenpatienten für Ärzte attraktiver machen. Dafür nimmt er ordentlich Geld in die Hand.
Quelle: Der Tagesspiegel > https://rdir.inxmail.com/vzbv/d/d.html? ... yvre4hc4m6

Kürzere Wartezeiten beim Arzt: Spahn fehlt der Mut zur Reform
Es ist ein Fortschritt, dass Kassenpatienten künftig schneller einen Termin bei einem Facharzt bekommen werden. Doch das Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn hat einen großen Makel: Es geht die Probleme nur an der Oberfläche an, heißt es im Kommentar des Dlf.
Quelle: Deutschlandfunk > https://rdir.inxmail.com/vzbv/d/d.html? ... yvre4doym6
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 20659
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Gesundheitsminister will Tariflöhne für ambulante Pfleger

Beitrag von WernerSchell » 01.10.2018, 06:11

Gesundheitsminister will Tariflöhne für ambulante Pfleger
Jens Spahn will mit einer Gesetzesänderung dafür sorgen, dass Lohndumping in der ambulanten Pflege beendet wird. Es fordert Tariflöhne.
Quelle: Berliner Morgenpost > https://rdir.inxmail.com/vzbv/d/d.html? ... sq7qgwjl06
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 20659
Registriert: 18.05.2003, 23:13

"Schneller, höher weiter" scheint das Motto des neuen TSVG zu sein

Beitrag von WernerSchell » 05.10.2018, 17:21

Aus Forum:
Zeitschriftenschau September - Oktober 2018 (Auswahl):
viewtopic.php?f=6&t=22795&p=105788#p105788

KBV klartext, Das Magazin der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, 3. Quartal 2018:
Schwerpunktthema: "Räderwerk der Regulierung - das Terminservice- und Versorgungsgesetz".

"Schneller, höher, weiter" scheint das Motto des neuen Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) zu sein. Es bringt zwar mehr Geld, aber nicht für die Versorgung wirklich kranker Menschen. Stattdessen geht es um eine "Wünsch-dir-was-Versorgung", durch die neue Probleme entstehen werden.
Quelle: KBV-Vorstand im Interview - "KBV klartext", Magazin der Kassenärztlichen Bundesvereinigiung, 3. Quartal 2018

[attachment=0]Räderwerk der Regulierung KBV Bild.JPG[/attachment]
Dateianhänge
Räderwerk der Regulierung KBV Bild.JPG
Räderwerk der Regulierung KBV Bild.JPG (41.51 KiB) 523 mal betrachtet
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 20659
Registriert: 18.05.2003, 23:13

TSVG - Kinderärzte fürchten schlechtere Versorgung durch Gesetz

Beitrag von WernerSchell » 16.10.2018, 05:59

Ärzte Zeitung vom 16.10.2018:
TSVG
Kinderärzte fürchten schlechtere Versorgung durch Gesetz

Auf harsche Kritik stößt das TSVG bei Kinder- und Jugendärzten. Vor allem die geplanten längeren Praxisöffnungszeiten bringen die Pädiater auf die Palme. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 20659
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Vertragsärzte fordern Sperre für Termin-Schwänzer

Beitrag von WernerSchell » 06.12.2018, 13:09

NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.
Vertragsärzte fordern Sperre für Termin-Schwänzer


Berlin, 6. Dezember 2018 – Rund 30 Prozent der über die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) vermittelten Arzttermine werden unentschuldigt von den Patienten versäumt. Das ergaben Rückmeldungen beim Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, NAV-Virchow-Bund.

„Bei der jetzt geplanten gesetzlichen Ausweitung der Terminservice-stellen muss eine Sperre für diejenigen Patienten eingeführt werden, die ihren Termin unentschuldigt versäumen. Wer sich über die Vermittlungsstellen der KVen einen Termin besorgt und ihn dann ohne rechtzeitige Absage nicht wahrnimmt, der soll für vier Wochen für alle weiteren Termine über die Terminservicestellen gesperrt werden“, so die Forderung des Bundesvorsitzenden des NAV-Virchow-Bundes, Dr Dirk Heinrich.

„Wir befinden uns in einem Solidarsystem, in dem es ein gesetzliches Wirtschaftlichkeitsgebot gibt. Wer keine Terminmoral zeigt und als Patient nicht daran mitwirkt, das Gesundheitssystem durch sein persönliches Verhalten wirtschaftlich zu nutzen, verhält sich unsolidarisch gegenüber anderen Patienten und unangemessen gegenüber den begrenzten Ressourcen im System“, erklärt Dr. Heinrich.

Der Gesetzgeber müsse nun ein Zeichen dafür setzen, dass ein solches unsoziales Verhalten nicht unbeantwortet bleibt. Neben zahl-reichen Rechten sind den Patienten in der Vergangenheit auch Mitwirkungspflichten auferlegt worden. „Hier muss der Gesetzgeber deutlich nachschärfen, sonst blockieren die Terminschwänzer unsere Praxisorganisation“, fordert der Bundesvorsitzende. „Denn diese Schwänzer nehmen denen die Termine weg, die wirklich dringend einen brauchen.“

Die Durchführung könne durch eine Rückmeldefunktion erfolgen, welche in das System der Terminservicestellen bei den Kassenärztlichen Vereinigungen integriert wird. Gesperrte Patienten werden weiterhin innerhalb der vertragsärztlichen Versorgung behandelt. Sie erhalten lediglich für vier Wochen keine bevorzugte Vergabe mehr über die Servicestellen der KVen.

Zur Umsetzung schlägt der NAV-Virchow-Bund eine Ergänzung des § 75 Absatz 1a Satz 10 SGB V vor, mit der die Vertragspartner des Bundesmantelvertrages eine entsprechende Regelung vereinbaren können.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

NAV-Virchow-Bund
Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.
Pressestelle
Leitung: Klaus Greppmeir
Pressereferenten: Julia Bathelt, Adrian Zagler
Fon 030288774124
Fax 030288774154
presse@nav-virchowbund.de
www.nav-virchowbund.de

Quelle: Pressemitteilung vom 06.12.2018
Bundesgeschäftsstelle
Chausseestraße 119b | 10115 Berlin
Fon 0302887740 | Fax 030288774115
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 20659
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Erweiterter Terminservice der Ärzte

Beitrag von WernerSchell » 11.12.2018, 17:10

Erweiterter Terminservice der Ärzte
Gesundheit/Gesetzentwurf

Berlin: (hib/PK) Mit einer Weiterentwicklung der Terminservicestellen sollen Patienten künftig noch schneller an Ärzte vermittelt werden. Das sieht der Entwurf der Bundesregierung für das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vor (19/6337 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/063/1906337.pdf ), das dem Bundestag jetzt zur Beratung vorliegt und voraussichtlich im Frühjahr 2019 in Kraft treten soll. Das Gesetz ist im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig.
Dem Entwurf zufolge wird der Terminservice zu einem Service für die ambulante Versorgung und Notfälle ausgebaut. Auch Haus- und Kinderärzte sollen vermittelt werden. Die Terminservicestelle soll über eine bundesweit einheitliche Notdienstnummer sowie über das Internet ständig erreichbar sein. Das Mindestsprechstundenangebot der Ärzte wird auf mindestens 25 Stunden pro Woche ausgedehnt.
Bestimmte Facharztgruppen wie Augenärzte, Frauenärzte oder HNO-Ärzte, die zur Grundversorgung gezählt werden, müssen mindestens fünf Stunden pro Woche als offene Sprechstunden anbieten, ohne vorherige Terminvereinbarung. Die Ärzte sollen die zusätzlichen Aufwendungen vergütet bekommen. Für die erfolgreiche Vermittlung eines dringenden Facharzttermins durch einen Hausarzt ist ein Zuschlag von mindestens fünf Euro vorgesehen.
Zuschläge sollen auch gezahlt werden für die Betreuung von Patienten, die von der Terminservicestelle vermittelt werden, für neue Patienten in der Praxis, für Leistungen, die in den offenen Sprechstundenzeiten erbracht werden und für Leistungen nach einer Terminvermittlung durch einen Hausarzt.
Landärzte sollen einen Zuschlag erhalten. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) werden außerdem dazu verpflichtet, in unterversorgten Gebieten entweder Praxen zu eröffnen, oder mobile und telemedizinische Alternativen anzubieten.
Mit der Novelle soll auch die digitale Versorgung verbessert werden. So müssen die Krankenkassen ihren Versicherten spätestens ab 2021 eine elektronische Patientenakte (ePA) zur Verfügung stellen, die auch über das Smartphone oder Tablet genutzt werden kann.
Der Gesetzentwurf beinhaltet schließlich einige neue Leistungsansprüche für bestimmte Patientengruppen.
So bekommen Versicherte mit einem erhöhten HIV-Infektionsrisiko einen Anspruch auf die sogenannte Präexpositionsprophylaxe (PrEP). Der Anspruch auf eine künstliche Befruchtung wird erweitert um die Kryokonservierung von Ei- und Samenzellen. So soll in Fällen einer keimzellschädigenden Behandlung wie etwa einer Krebstherapie die Möglichkeit der Fortpflanzung erhalten bleiben.
In der Pflege werden ambulante Betreuungsdienste für die Haushaltshilfe eingeführt. Für den Impfschutz sollen künftig die verfügbaren Impfstoffe aller Hersteller genutzt werden können, möglichst ohne vertraglichen Ausschluss einzelner Hersteller.
Innovative Behandlungsmethoden sollen künftig leichter erprobt werden können. Die Festzuschüsse für Zahnersatz sollen ab 2021 von 50 auf 60 Prozent angehoben werden.
Schließlich soll auch die Transparenz bei der Veröffentlichung der Vorstandsgehälter bei Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen verbessert werden.

Quelle: Mitteilung vom 11.12.2018
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
E-Mail: vorzimmer.puk2@bundestag.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

Gesperrt