Konzertierte Aktion Pflege > "Masterplan Pflege"

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Pflegeschulen fit machen für die Zukunftsberufe

Beitrag von WernerSchell » 14.03.2019, 18:14

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Pflegeschulen fit machen für die Zukunftsberufe
Familienministerin Giffey und Gesundheitsminister Spahn sprechen mit Pflegeschülerinnen und -schülern des DRK über die Reform der Ausbildung

Für das Ziel, dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzuwirken, ist die Reform der Pflegeberufe unverzichtbar. Am 1. Januar 2020 starten die neuen Pflegeausbildungen. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn besuchten heute (Donnerstag) gemeinsam das biz Bildungszentrum für Pflegeberufe der DRK Schwesternschaft Berlin, um sich mit Pflegeschülerinnen und -schülern über die neuen Ausbildungen auszutauschen.

Bundesfamilienministerin Giffey betonte: „Pflege ist ein Zukunftsberuf: krisenfest und digitalisierungssicher. Allerdings ist es dringend nötig, dass wir die Rahmenbedingungen verbessern. Mit der Einführung der neuen Pflegeausbildungen am 1. Januar 2020 machen wir die Ausbildung moderner und attraktiver. Das stellt auch die Pflegeschulen vor neue Herausforderungen, aber wir unterstützen sie bei der Umstellung. Als Ergebnis der Arbeitsgruppe ‚Ausbildung‘ der Konzertierten Aktion Pflege unter Vorsitz meines Hauses haben wir daher gemeinsam mit den Partnern die ‘Ausbildungsoffensive Pflege‘ gestartet. Das sind 111 konkrete Maßnahmen, um mehr Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern und die Pflegeschulen und Ausbildungsbetriebe bereits jetzt in der Vorbereitungsphase auf die neuen Pflegeausbildungen und bis zum Abschluss des ersten Ausbildungsjahrganges Ende 2023 konkret zu unterstützen. Zu den vereinbarten Maßnahmen gehört auch, dass die Pflegeschulen am ‘DigitalPakt Schule‘ teilhaben können“.

Bundesgesundheitsminister Spahn: „Die Pflege braucht ein besseres Image. Und die neue, moderne Ausbildung trägt dazu bei. Gemeinsam können wir die Vertrauenskrise in der Pflege überwinden und den Beruf wieder attraktiv gestalten. So dass Eltern stolz sein können, wenn sich ihr Kind für eine Ausbildung in der Pflege entscheidet. Wir sorgen dafür, dass der Sozialstaat auch in 10 Jahren noch funktioniert.“

Mehr als zwei Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in der Pflege. Rund 140.000 Auszubildende haben im Schuljahr 2017/2018 eine Ausbildung in der Pflege begonnen. Derzeit gibt es in Deutschland rund 1.500 Pflegeschulen. Im Rahmen der „Ausbildungsoffensive Pflege“ (2019-2023) sollen die Zahl der ausbildenden Einrichtungen und der Auszubildenden bis zum Ende der Offensive 2023 im Bundesdurchschnitt um jeweils 10 Prozent (gegenüber 2019) gesteigert werden.

Um die bisherigen Ergebnisse der „Konzertierten Aktion Pflege“ ging es am Mittag beim Deutschen Pflegetag. Dort nahmen Ministerin Giffey, Minister Spahn und der Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Björn Böhning an einer Podiumsdiskussion teil. Die Konzertierte Aktion umfasst fünf Arbeitsgruppen, die konkrete Ziele und Maßnahmen erarbeiten, um gut ausgebildete und engagierte Pflegefachkräfte für das neue Berufsfeld zu gewinnen. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe 1 wurden im Januar vorgestellt und die „Ausbildungsoffensive Pflege“ (2019 – 2023) gestartet. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen 2-5 werden im Sommer 2019 präsentiert.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bmfsfj.de, www.pflegeausbildung.net sowie unter www.bundesgesundheitsministerium.de

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums Pressemitteilung 012 Veröffentlicht am 14.03.2019
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Glinkastraße 2410117 Berlin
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Grundgesetzwidrig? - Pflegetarif der Koalition steht in der Kritik

Beitrag von WernerSchell » 28.03.2019, 07:15

Ärzte Zeitung vom 28.03.2019:
Grundgesetzwidrig?
Pflegetarif der Koalition steht in der Kritik

Mit der Konzertierten Aktion Pflege strebt die Koalition auch einen einheitlichen Tarifvertrag für die Branche an. Ein Verfassungsrechtler äußert schwere Bedenken. > http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test
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Stefan Sell: "Was eine bessere Bezahlung von Pflegekräften kosten würde"

Beitrag von WernerSchell » 01.04.2019, 08:04

Prof. Dr. Stefan Sell, Podiumsgast beim Neusser Pflegetreff am 17.04.2019, befasst sich in einem Statement vom 31.03.2019 mit dem Thema "Was eine bessere Bezahlung von Pflegekräften kosten würde" (> http://aktuelle-sozialpolitik.de/2019/0 ... en-wuerde/ bzw. https://www.wido.de/fileadmin/Dateien/D ... gesamt.pdf bzw. http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 330#p91330 ). Es wird deutlich gemacht, dass die dringend gebotene Verbesserung der Pflege-Rahmenbedingungen teuer wird und ein ganzheitliches Konzept in Form eines "Masterplans Pflege" erforderlich macht. Dies hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk auch im Rahmen der Verbändeanhörung zum PpSG näher ausgeführt (> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... sG#p104365 und http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... sG#p104366 ).

Siehe auch
> Pflege-Report 2016 - Schwerpunkt: Die Pflegenden im Fokus
>>> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 330#p91330


+++
Tarif-Modelle kosten mindestens 1,4 Milliarden
Gesundheitsminister Spahn will Pflegekräfte besser bezahlt sehen. Bei Tarifniveau würden die Kosten zwischen 1,4 und 5,2 Milliarden Euro liegen, so eine Studie. - Quelle: Tagesspiegel >>> https://newsletter.vzbv.de/d/d.html?o00 ... hxdh4plku6
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Altenpflege liegt bei den Löhnen besonders weit zurück – umfassende Aufwertung dringend nötig gegen Fachkräftemangel

Beitrag von WernerSchell » 01.04.2019, 15:48

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Neue Studie
Altenpflege liegt bei den Löhnen besonders weit zurück – umfassende Aufwertung dringend nötig gegen Fachkräftemangel


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Gemessen an Verantwortung, Anforderungen und notwendigen Qualifikationen sind Pflegeberufe relativ niedrig bezahlt – trotz einiger Verbesserungen in letzter Zeit. Besonders stark zurück liegt die Bezahlung von Altenpflegerinnen und Altenpflegern: Während sich die Verdienste von Fachkräften der Gesundheitspflege in Krankenhäusern im Bereich des mittleren Lohns aller Berufsgruppen in Deutschland (rund 3200 Euro brutto im Monat für eine Vollzeitstelle) bewegen, kamen Fachkräfte in der Altenpflege 2017 im Mittel (Median) auf lediglich rund 2740 Euro brutto für eine Vollzeitstelle. Das entspricht nur etwa 85 Prozent des mittleren Verdienstes für alle Berufe. Hilfskräfte in der Altenpflege verdienen in Vollzeit im Mittel lediglich rund 1940 Euro pro Monat – knapp 61 Prozent des Medianverdiensts aller Vollzeitbeschäftigten. Zu diesen Ergebnissen kommt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie des Instituts Arbeit und Technik (IAT) an der Hochschule Gelsenkirchen.*
Die Studienautorinnen Michaela Evans und Christine Ludwig haben die repräsentative Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit für die Jahre 2017 und 2012 ausgewertet. Besonderes Augenmerk legen sie neben dem Verdienstniveau auf die Entwicklung und die Verteilung der Verdienste. Dabei wird deutlich, dass die Entgelte von Altenpflegekräften sehr stark nach Beruf, Region und Art der Pflegeeinrichtung differieren. So verdienen Altenpflegekräfte, die in Krankenhäusern arbeiten, deutlich besser als in Senioreneinrichtungen oder der ambulanten Pflege – auch, weil in Kliniken häufiger ein Tarifvertrag gilt. Besonders niedrig ist die Bezahlung im Bereich der ambulanten Altenpflege, wo besonders selten nach Tarif gezahlt wird.
Die Auswertung erlaubt auch einen Blick auf die unteren 20 Prozent der Verdienste in den verschiedenen Pflegetätigkeiten. Hier liegen beispielsweise die Einkommen der Altenpflegehelfer und -helferinnen in der ambulanten Pflege für eine Vollzeitstelle unter 1560 Euro im Monat und damit im Bereich des Allgemeinen Mindestlohns (weitere detaillierte Daten unten). „Eine Zahl, die an Brisanz gewinnt, verdeutlicht man sich, dass 67 Prozent der Hilfskräfte in der Altenpflege in Teilzeit arbeiten und deshalb noch einmal niedrigere Einkommen erzielen“, sagt IAT-Expertin Evans.
„Die Beschäftigten im gesellschaftlich enorm wichtigen Tätigkeitsfeld der Altenpflege tragen ein überdurchschnittliches Risiko, trotz Arbeit arm zu sein“, konstatiert Studienautorin Ludwig. „Das ist nicht nur ein Problem für die Betroffenen, sondern es stellt eine schwere Hypothek für die Arbeitskräftesicherung in der Altenpflege dar“ – und damit auch für die gesamte Gesellschaft und die Wirtschaft: „Auch in anderen Branchen leistet die Altenpflege über ihre Dienste einen Beitrag dazu, den Produktionsfaktor ‚Arbeit‘ abzusichern. Denn zunehmend mehr Erwerbstätige sind gleichzeitig pflegende Angehörige“, schreiben die Wissenschaftlerinnen.
Um eine Abwanderung der Fachkräfte aus der Altenpflege abzubremsen, braucht es nach Analyse der IAT-Expertinnen eine arbeitspolitische „High Road“-Strategie zur Aufwertung der Altenpflege. Teil dieser Strategie müsse es sein, durch flächendeckende tarifliche Mindeststandards faire Wettbewerbsbedingungen herzustellen. Neben Lohn- und Tariffragen müssten aber auch die Personalbemessung, verlässliche Arbeitszeiten, berufliche Qualifizierung oder auch die Einführung digitaler Technik angegangen werden. Die dafür notwendige Datengrundlage könne ein neu einzurichtendes Berichtssystem zur Verdienst- und Personalstrukturentwicklung in der Altenpflege liefern.
Zudem müssten die gesetzlichen Vorgaben für die Refinanzierung von Lohnerhöhungen in der Branche geändert werden. Wenn Pflegerinnen und Pfleger der Altenhilfe besser bezahlt werden, schlägt das bislang direkt auf die Eigenbeiträge der Gepflegten durch, weil die Pflegeversicherung Lohnerhöhungen nicht übernimmt. Durch diesen Mechanismus würden die Löhne in der Altenpflege „faktisch auf relativ niedrigem Niveau ausgebremst“, erklären die Wissenschaftlerinnen.
Das Ziel, die Löhne in der Altenpflege der Bezahlung in der Krankenpflege anzunähern, sei auch deshalb besonders drängend, weil durch die Reform der Ausbildung für Pflegeberufe alle Pflegerinnen und Pfleger zunächst mit einer „generalistischen“ Ausbildung beginnen und sich erst im zweiten Schritt für eine Spezialisierung entscheiden. Pflegerinnen und Pfleger in Spe dürften sich also doppelt fragen, warum sie sich für einen Bereich mit schlechteren Verdienstmöglichkeiten entscheiden sollten.
Rückstand etwas reduziert, aber weiter groß: Im Jahr 2017 betrug der Bruttomedianverdienst über alle Berufe und Tätigkeiten in Deutschland hinweg 3209 Euro monatlich für eine Vollzeitbeschäftigung. Die mittleren Verdienste von Vollzeitkräften in der Altenpflege lagen weitaus niedriger. Für Fachkräfte reichen sie von im Mittel 3252 Euro in Krankenhäusern über 2821 Euro in Pflegeheimen bis zu 2471 Euro in der ambulanten Pflege, wobei ein Fünftel der Fachkräfte in der ambulanten Pflege in Vollzeit sogar weniger als 2000 Euro brutto verdient (siehe auch Tabelle 1 auf den Seiten 34 bis 35 der Studie; Link unten). Bei Helferinnen und Helfern liegen die mittleren Vollzeit-Bruttolöhne zwischen 1986 Euro in Alten- und 1983 Euro in Pflegeheimen sowie 1836 Euro in der ambulanten Pflege, wobei hier das schlechtest bezahlte Fünftel maximal 1560 Euro verdient.
Zwar sind die Löhne in der Altenpflegr zwischen 2012 und 2017 etwas stärker gestiegen als im Mittel aller Berufsgruppen. Die Altenpflegeberufe haben im Vergleich zum Gesamtmedian trotzdem nur moderat aufgeholt und liegen – Fach- und Hilfskräfte zusammengenommen – weiter unter 80 Prozent. Dagegen lagen Fachkräfte in der Krankenpflege mit einem mittleren Vollzeit-Einkommen von 3337 Euro etwas über dem Mittelwert für alle Berufe und Tätigkeiten. Hilfskräfte in der Krankenpflege erreichten mit im Mittel 2502 Euro 78 Prozent des allgemeinen Medians.

*Michaela Evans, Christine Ludwig: Zwischen Aufwertung, Abwertung und Polarisierung. Chancen der Tarif- und Lohnpolitik für eine arbeitspolitische High-Road-Strategie in der Altenpflege. Forschungsförderung Working Paper, Nr. 128, März 2019 > https://www.boeckler.de/pdf/p_fofoe_WP_128_2019.pdf
Kontakt: Dorothea Voss, Leiterin Abteilung Forschungsförderung > https://www.boeckler.de/11_37950.htm
Kontakt: Rainer Jung, Leiter Pressestelle > https://www.boeckler.de/11_5894.htm

Quelle: Pressemitteilung vom 01.04.2019
Hans-Böckler-Stiftung - Pressestelle
Hans-Böckler-Str. 39 - 40476 Düsseldorf
Telefon +49 211 7778 148
E-Mail: presse@boeckler.de

Die Hans-Böckler-Stiftung ist eine Stiftung nach dem Privatrecht.
Vertretungsberechtigte Personen: Michael Guggemos (Geschäftsführer)
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Studie bestätigt - Große Gehaltsunterschiede in der Pflege

Beitrag von WernerSchell » 02.04.2019, 12:34

Ärzte Zeitung vom 02.04.2019:
Studie bestätigt
Große Gehaltsunterschiede in der Pflege

Beschäftigte in der Altenpflege verdienen deutlich weniger als Klinik-Pflegekräfte – im Mittel beträgt der Unterschied 600 Euro brutto im Monat. ... > http://ods-mailing.springer-sbm.com/red ... 92D40D656A
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IGES-Gutachten - Flächen-Tarif in der Altenpflege kostet Milliarden

Beitrag von WernerSchell » 03.04.2019, 06:21

Ärzte Zeitung vom 03.04.2019:
IGES-Gutachten
Flächen-Tarif in der Altenpflege kostet Milliarden

Das Ziel der Bundesregierung, die Gehälter in der Altenpflege zu verbessern, könnte teuer werden. Vor allem, weil private Träger, die 40 Prozent des Marktes ausmachen, bislang deutlich unter Tarif zahlen. ... > http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test

+++
Altenpfleger bekommen deutlich weniger Geld als andere Pflegekräfte
Beschäftigte in der Altenpflege sind einer neuen Untersuchung zufolge im Jahr 2017 in Deutschland deutlich schlechter bezahlt worden als Pflegekräfte in Krankenhäusern.
Quelle: Rheinische Post > https://newsletter.vzbv.de/d?o00djxdq00 ... vb4wguf306
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Gehälter in der Altenpflege weiterhin deutlich denen in der Krankenpflege nach

Beitrag von WernerSchell » 03.04.2019, 07:41

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Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest e.V.
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Keine Trendwende bei den Gehältern: Laut einer aktuellen Studie der Hans Böckler Stiftung hinken die Gehälter in der Altenpflege weiterhin deutlich denen in der Krankenpflege nach.

Besonders deutlich auch in Niedersachsen, wo der Unterschied im Durchschnitt bei 735 EUR im Monat liegt. Die Forderung des DBfK ist so eindeutig wie die Maßnahme einfach: Gehälter auf Tarifniveau anheben, und zwar flächendeckend und sofort.

Während Gesundheits- und Krankenpflegende in Niedersachsen im Durchschnitt 3.378,00 EUR verdienen, müssen Altenpflegende mit 2543,00 EUR auskommen. Das ist schlechter als in Gesamtdeutschland, wo die Differenz aber auch immer noch 593,00 EUR beträgt (Krankenpflege 3.337,00 EUR, Altenpflege 2.744,00 EUR). Ähnlich schlecht verhält es sich für Altenpfleger*innen in Schleswig-Holstein, wo der Gehaltsunterschied 705,00 EUR beträgt. Hamburg (424,00 EUR) und Nordrhein-Westfalen (552,00 EUR) stehen zwar etwas besser im Bundesdurchschnitt da, die Ungerechtigkeit bleibt aber bestehen. Für Bremen liegen keine Vergleichszahlen vor.

"Wenn alle Beteiligten ihre Forderungen nach Wertschätzung der Pflegenden ernst nehmen, muss dieses Gehaltsgefüge als Skandal betrachtet werden." sagt Dr. Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest. Es müsse das Ziel aller gesellschaftlichen Kräfte sein, die Vergütung für Altenpflegende, Gesundheits- und Krankenpflegende sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende mindestens auf dem Niveau des TVöD zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund müssen sich Arbeitgeber, Politik und Gewerkschaften sofort auf einen Weg einigen, auch Altenpflegende gerecht zu entlohnen.

"Wenn Pflegende aufgrund der miserablen Vergütung für sich persönlich einen Ausweg im Ausland, in der Freiberuflichkeit oder in der Leiharbeit suchen, ist das nur allzu verständlich. Es gibt keine Ausreden mehr. Wenn es uns nicht gelingt, Pflegefachpersonen angemessen zu bezahlen, werden wir niemanden für diese anspruchsvolle und gesellschaftlich zwingend notwendige Arbeit gewinnen können." so Dichter. Es sei die Aufgabe der Gesellschaft, dafür die Mittel bereit zu stellen. Die Forderung nach Lohngerechtigkeit ist nicht neu: bereits im Frühjahr 2018 hat der DBfK Nordwest auf die großen Unterschiede in der Bezahlung von Pflegefach-personen hingewiesen. Passiert ist indes nur wenig. Gleichzeitig nimmt der Mangel an Pflegefachpersonen täglich zu. Es ist also dringend notwendig, jetzt zu handeln.

Quelle: Pressemitteilung vom 03.04.2019
Bei Rückfragen wenden Sie sich an
Burkhardt Zieger (V.i.S.d.P.)
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest e.V.
Geschäftsstelle | Lister Kirchweg 45 | D-30163 Hannover
Regionalvertretung Nord | Am Hochkamp 14 | D-23611 Bad Schwartau
Regionalvertretung West | Müller-Breslau-Straße 30A | D-45130 Essen
Telefon +49 511 696844-0 | Telefax +49 511 696844-299 | presse-nordwest@dbfk.de
www.dbfk.de

>>> https://www.dbfk.de/de/presse/meldungen ... efuege.php
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Re: Konzertierte Aktion Pflege > "Masterplan Pflege"

Beitrag von WernerSchell » 04.06.2019, 07:46

Ärzte Zeitung online, 03.06.2019
Pflegenotstand
Konzertierte Aktion geht auf die Zielgerade

BERLIN. Im Juli vor einem Jahr haben drei Minister einen Schwur geleistet, gegen den drohenden Pflegenotstand vorzugehen und die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern. Am Dienstag nun wollen Familien- und Ausbildungsministerin Dr. Franziska Giffey (SPD), Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Ergebnisse der „Konzertierten Aktion Pflege“ vorstellen. Beteiligt sind die Länder, die Pflegeverbände und die Kassen. ... > http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test
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Konzertierte Aktion Pflege > "Masterplan Pflege"

Beitrag von WernerSchell » 04.06.2019, 07:48

DEUTSCHE ALZHEIMER GESELLSCHAFT e.V.

Konzertierte Aktion Pflege: Deutsche Alzheimer Gesellschaft begrüßt Verbesserungen, warnt aber vor Mehrbelastungen der Familien

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https://www.deutsche-alzheimer.de/filea ... er-rot.jpg

Berlin, 4. Juni 2019. Mit der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) wollen die Bundesministerien für Gesundheit, Arbeit und Soziales sowie Familie gemeinsam dem Notstand in der Pflege begegnen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) begrüßt diese dringend notwendigen Anstrengungen, sie weist aber gleichzeitig darauf hin, dass die Kosten der geplanten Maßnahmen nicht von den Betroffenen und ihren Familien alleine getragen werden können.

„In der Beratung am Alzheimer-Telefon erfahren wir täglich, wie schwer es für die Familien inzwischen geworden ist, für einen demenzerkrankten Angehörigen einen Platz in einer Tages- oder Kurzzeitpflege oder in einem Pflegeheim zu finden“, sagt Sabine Jansen, Geschäftsführerin der DAlzG. „Das gilt noch verstärkt für Betroffene, die anstrengende Verhaltensweisen zeigen. Oft sind die pflegenden Angehörigen dadurch bis über ihre Grenzen hinaus belastet. Daher begrüßen wir jede Initiative der Bundesregierung, die Situation zu verbessern, indem der Pflegeberuf attraktiver gemacht wird. Gleichzeitig darf eine bessere Entlohnung in der Pflege aber nicht zulasten der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen gehen. Die Eigenanteile für die Pflegekosten müssen sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Pflege gedeckelt werden, um das Armutsrisiko durch Pflegebedürftigkeit nicht immer weiter zu steigern.
Hier ist eine solidarische Finanzierung im Rahmen der Fürsorgepflicht des Staates dringend erforderlich!“

Bisher übernimmt die Pflegeversicherung je nach Pflegegrad einen festgelegten Beitrag für die Pflegekosten. Pflegekosten, die darüber hinausgehen, müssen ebenso wie die Kosten für Wohnraum und Verpflegung von den Betroffenen selbst bezahlt werden. Erhöhte Lohnkosten für die Mitarbeitenden werden von den Pflegeanbietern direkt an die Pflegebedürftigen weitergegeben. Eine bessere Entlohnung für die Pflegeberufe ist eine zentrale Strategie der KAP, um den Pflegeberuf attraktiver zu machen. Daneben sind die verstärkte Anwerbung von Pflegekräften aus dem Ausland sowie eine stärkere Digitalisierung der Pflege vorgesehen.

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HINTERGRUND
In Deutschland leben heute etwa 1,7 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60 Prozent davon haben eine Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzkranken wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.
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DIE DEUTSCHE ALZHEIMER GESELLSCHAFT E.V. SELBSTHILFE DEMENZ
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft engagiert sich für ein besseres Leben mit Demenz. Sie unterstützt und berät Menschen mit Demenz und ihre Familien. Sie informiert die Öffentlichkeit über die Erkrankung und ist ein unabhängiger Ansprechpartner für Medien, Fachverbände und Forschung. In ihren Veröffentlichungen und in der Beratung bündelt sie das Erfahrungswissen der Angehörigen und das Expertenwissen aus Forschung und Praxis. Als Bundesverband von mehr als 130 Alzheimer-Gesellschaften unterstützt sie die Selbsthilfe vor Ort. Gegenüber der Politik vertritt sie die Interessen der Betroffenen und ihrer Angehörigen.
Die DAlzG setzt sich ein für bessere Diagnose und Behandlung, mehr kompetente Beratung vor Ort, eine gute Betreuung und Pflege sowie eine demenzfreundliche Gesellschaft.

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Quelle: Pressemitteilung vom 04.06.2019
KONTAKT
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz Susanna Saxl, Annika Koch Friedrichstraße 236, 10969 Berlin
Tel.: 030 - 259 37 95 0
Fax: 030 - 259 37 95 29
E-Mail: info@deutsche-alzheimer.de (Link:
info@deutsche-alzheimer.de )
www.deutsche-alzheimer.de (Link:
http://www.deutsche-alzheimer.de )
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Konzertierte Aktion Pflege > "Masterplan Pflege"

Beitrag von WernerSchell » 04.06.2019, 07:49

PFLEGE-FALL „HART ABER FAIR“ - Wie der Plasberg-Talk komplett das Thema verfehlte - "Bild"- Analyse > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 07#p109107 … Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk wird weiter informieren und u.a. die Vorschläge der Konzertierten Aktion zur Pflege vorstellen und kritisch begleiten. Die bislang bekannt gewordenen Vorschläge sind im Kern nicht neu, sie wurden auch von hier vor Jahren bereits benannt (> http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 072018.pdf ), aber leider ignoriert. Zur gebotenen Interessenvertretung siehe z.B. unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 5&p=107384
Frau Silke Behrendt-Stannies, Altenpflegerin, und Gottlob Schober, Chef vom Dienst von „Report Mainz“ (SWR/ARD) Schwerpunktthema Altenpflege, sind offensichtlich bewusst beim "Plasberg-Talk" nur unzureichend in die Diskussion eingebunden worden. Es ging offensichtlich vorrangig um eine PR-Aktion des "Pflege-Dreigestirns" der Bundesregierung. Die pflegenden Angehörigen waren erst gar nicht auf dem Podium vertreten.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Mehr Ausbildung, mehr Personal, mehr Geld – das bringt die Konzertierte Aktion Pflege

Beitrag von WernerSchell » 04.06.2019, 12:02

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Mehr Ausbildung, mehr Personal, mehr Geld – das bringt die Konzertierte Aktion Pflege

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Die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte sollen sich schnell und spürbar verbessern. Das ist Ziel der Konzertierten Aktion Pflege, die unter der Leitung von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn jetzt ihre Ergebnisse vorgelegt hat. Danach soll bundesweit nach Tarif bezahlt, ein am Bedarf orientierter Personalschlüssel eingeführt, die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte beschleunigt und die Zahl der Auszubildenden und Ausbildungseinrichtungen gesteigert werden.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Wir sorgen für mehr Nachwuchs in der Pflege – ohne Schulgeld und mit fairer Ausbildungsvergütung. Es muss klar werden: Pflege ist ein Zukunftsberuf, eine Ausbildung in der Pflege lohnt sich und eröffnet Möglichkeiten für verschiedene Berufswege. Zehn Prozent mehr Auszubildende und Ausbildungseinrichtungen sind das Ziel unserer Ausbildungsoffensive Pflege – das hilft auch denen, die schon jetzt in der Branche arbeiten. Denn die Auszubildenden von heute sind die Profis von morgen.“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: „Pflegekräfte verdienen Anerkennung und eine gute Bezahlung. Unser Ziel sind bessere Gehälter über Mindestlöhne, sowohl für Hilfs- als auch für Fachkräfte, und gleiche Bezahlung in Ost und West. Die rechtlichen Grundlagen sollen noch vor der Sommerpause von der Bundesregierung beschlossen werden. Dann ist die Pflegebranche am Zug: Sie muss entscheiden, ob sie für bessere Löhne einen flächendeckenden Tarifvertrag abschließen kann, oder Mindestentgelte – wie bisher – über die Pflegekommission festgelegt werden sollen.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Pflege muss wieder attraktiver werden. Das geht nur mit mehr Personal. Denn das entlastet nicht nur die einzelne Pflegekraft, sondern lässt auch mehr Zeit für die Betreuung der Pflegebedürftigen. Die Beschlüsse der Konzertierten Aktion sind ein Auftrag an alle Beteiligten. Und sie sind ein Versprechen an alle Pflegekräfte: Wir werden weiter dafür kämpfen, dass die Situation in der Pflege besser wird.“

Die Ergebnisse der Konzertierten Aktion im Detail

Mehr Ausbildung

Die neuen Pflegeausbildungen starten zum 1. Januar 2020. Ihre Einführung wird begleitet durch die „Ausbildungsoffensive Pflege“ (2019 – 2023). Hierzu wurde beschlossen:

die Zahlen der ausbildenden Einrichtungen und der Auszubildenden bis 2023 im Bundesdurchschnitt um jeweils 10 Prozent zu steigern
mit einer Informations- und Öffentlichkeitskampagne für die neuen Pflegeausbildungen zu werben
durch die Verbände der Pflegeeinrichtungen mindestens 5.000 Weiterbildungsplätze zur Nachqualifizierung von Pflegehelferinnen und -helfern einzurichten
Mehr Personal

Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern oder zur Rückkehr in den Beruf zu gewinnen, gelingt nur, wenn sie genügend Kolleginnen und Kollegen an der Seite, verlässliche Dienstpläne und gute Arbeitsbedingungen haben. Deshalb wurde vereinbart:

ein Personalbemessungsverfahren für verbindliche Personalschlüssel für Pflegekräfte in Krankenhäusern zu erarbeiten.
zügig die Umsetzung des Personalbemessungsverfahrens für Pflegeeinrichtungen anzugehen
die Fach- und Sprachausbildung für ausländische Pflegekräfte in den Herkunftsländern zu unterstützen.
ein Gütesiegel für die Vermittler ausländischer Pflegekräfte zu entwickeln
Pflegeheime und Krankenhäuser verpflichten sich zu mehr Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz.

Mehr Geld

Bislang wurden Pflegekräfte zu niedrig und sehr unterschiedlich entlohnt. Deshalb wurde vereinbart:

die Entlohnungsbedingungen in der Altenpflege zu verbessern.
nach Qualifikation differenzierte Mindestlöhne zu entwickeln (mindestens für Pflegefach- und Hilfskräfte).
einen für Ost und West einheitlichen Pflegemindestlohn zu schaffen
Zur Umsetzung dieser Ziele kommen nach Auffassung der AG zwei unterschiedliche Wege in Betracht:

die Festsetzung von Mindestlöhnen auf Vorschlag der Pflegekommission.
ein Tarifvertrag, der auf der Grundlage des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes unter Berücksichtigung des kirchlichen Selbstbestimmungsrechts flächendeckend erstreckt werden kann. (Mehrheitsposition)
Die hierfür jeweils erforderlichen gesetzlichen Änderungen werden BMAS und BMG zügig auf den Weg bringen.
Außerdem bestand Einigkeit darüber,

dass eine Verbesserung der Entlohnung eine verbesserte Finanzausstattung der Pflegeversicherung erforderlich macht.
eine finanzielle Überlastung der Pflegebedürftigen durch steigende Eigenanteile zu verhindern ist.
Mehr Verantwortung

Die Kompetenzen der Pflegefachkräfte sollen gestärkt und ausgeweitet werden. Deshalb wurde beschlossen:

den Verantwortungsbereich von Pflegekräften auszuweiten. Dafür werden u.a. Standards zur Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen (z.B. Ärzten) entwickelt. Das BMG startet diesen Prozess noch dieses Jahr.
die bestehenden Möglichkeiten, Heilkunde auf Pflegefachkräfte zu übertragen, besser zu nutzen
in Modellvorhaben ab 2020 zu erproben, dass Pflegefachkräfte Hilfsmittel bzw. Pflegehilfsmittel verordnen.
Mehr Digitales

Die Arbeit von Pflegekräften soll durch Digitalisierung erleichtert werden. Deshalb wurde beschlossen:

Pflegeeinrichtungen an das TI-Datennetz anzuschließen
die Pflege mittelfristig komplett auf elektronische Datenverarbeitung umzustellen (elektronische Pflegeakte, Entlassmanagement, Verordnungen)
Ab 1. Oktober 2022 sollen ambulante Pflegedienste Leistungen der Pflegeversicherung, ab 1. April 2023 auch Leistungen der häuslichen Krankenpflege nur noch auf elektronischem Weg mit den Kassen abrechnen.
Die Möglichkeiten der Telepflege (z.B. Beratung übers Netz) weiterzuentwickeln

Hintergrund

Um den Arbeitsalltag von Pflegekräften spürbar zu verbessern, haben das Bundesgesundheits-, das Bundesfamilien- und das Bundesarbeitsministerium im Juli 2018 die Konzertierte Aktion Pflege ins Leben gerufen. Zusammen mit den Ländern, Pflegeberufs- und Pflegeberufsausbildungsverbänden, Verbänden der Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser, den Kirchen, Pflege- und Krankenkassen, Betroffenenverbänden, der Berufsgenossenschaft, der Bundesagentur für Arbeit sowie den Sozialpartnern wurden fünf Arbeitsgruppen eingerichtet, um konkrete Schritte festzulegen:

Arbeitsgruppe 1: Ausbildung und Qualifizierung
Arbeitsgruppe 2: Personalmanagement, Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung
Arbeitsgruppe 3: Innovative Versorgungsansätze und Digitalisierung
Arbeitsgruppe 4: Pflegekräfte aus dem Ausland
Arbeitsgruppe 5: Entlohnungsbedingungen in der Pflege.

Weitere Informationen sowie den Vereinbarungstext im Wortlaut finden Sie unter: www.bundesgesundheitsministerium.de/kon ... ion-pflege

Quelle: Pressemitteilung vom 04.06.2019
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/ ... ge-/136432

+++
Weitere Texte unter folgender Adresse > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 24#p109124
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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WernerSchell
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Konzertierte Aktion Pflege (KAP) = Maßnahmenkatalog ohne Finanzierungsbasis

Beitrag von WernerSchell » 17.07.2019, 08:28

Siehe auch unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=23300

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Neuss, 17.07.2019

An das
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
10117 Berlin
An den
Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung
10117 Berlin
An die
Patientenbeauftragte der Bundesregierung
10117
An das
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
11018 Berlin
An das
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
10117 Berlin

Nachrichtlich:
• An die Mitglieder des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages (einschließlich Stellvertreter)
• Medien

Betr.: Konzertierte Aktion Pflege (KAP)
Anlg.: Meine zahlreichen Zuschriften an das BMG sowie Mitteilung des BMG vom 02.07.2019 – Az. 413/StKA-96/Schell/19 -

Sehr geehrte Damen und Herren,

der bundesdeutsche Pflegenotstand wird seit vielen Jahren thematisiert. Folgerichtig werden vor allem geeignete gesetzgeberische Maßnahmen eingefordert, die die vielfältigen Probleme in der Versorgung der pflegebedürftigen Menschen auflösen sollen. Bereits mit der Abschaffung der Pflege-Personalregelung (PPR) 1995 begannen die Diskussionen über die Stellenausstattungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

Es hat dann immer wieder kleinschrittige gesetzgeberische Versuche gegeben, den Fehlentwicklungen entgegen zu treten. Leider waren die entsprechenden Bemühungen mehrheitlich ungeeignet, die Probleme im Pflegesystem auch nur ansatzweise zu verbessern.

Man darf feststellen, dass das „Pflegekind ganz tief im Brunnen liegt“.

Und leider ist für diejenigen, die sich seit Jahrzehnten mit dem Pflegenotstand befassen und immer wieder handfeste Reformen eingefordert haben, nicht erkennbar, dass die politisch Verantwortlichen aktuell die wirkliche Notlage erkannt haben und geeignete bzw. wirkungsvolle Maßnahmen zur Auflösung des Pflegenotstandes ergriffen worden sind. Das Pflege-Personal-Stärkungsgesetz (PpSG) ist zum Beispiel bislang ohne jede positive Wirkung in Kraft.

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Von mir bzw. von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk wurden die Handlungsanforderungen wiederholt in aller Ausführlichkeit dargestellt. Zahlreiche Schriftsätze und Erörterungen – auch mit politisch Verantwortlichen - bei den Neusser Pflegetreffs belegen dies (auch durch eine Auflistung zurückliegender Schriftsätze) eindrucksvoll; u.a.:

• Statement – dem damaligen Bundesgesundheitsminister übergeben am 13.05.2014 > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf
• Stellungnahme vom 06.07.2018 zum Pflege-Personal-Stärkungsgesetz (PpSG) > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 072018.pdf

Der (30.) Neusser Pflegetreff am 17.04.2019 in Neuss-Erfttal befasste sich ebenfalls mit dem Thema "Aktuelle Pflegepolitik - Pflegenotstand in den Pflegeeinrichtungen und Unterstützung der ambulanten Versorgung durch Quartiershilfen" und verdeutlichte bedeutsame Fragestellungen. Dies unter Beteiligung des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung. - Eine Filmdokumentation (rd. 02,15 Stunden) informiert! > https://www.youtube.com/watch?v=3mswFLNLoT0

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Foto: Neusser Pflegetreff am 17.04.2019

Die nun im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) geplanten Maßnahmen mögen unbefangene Betrachter beeindrucken und andeuten: Man habe verstanden und es würden jetzt endlich die Versäumnisse der zurückliegenden Jahre behoben. Kenner der Szene bemerken aber anhand der gelisteten Maßnahmen schnell, dass sich hier Absichtserklärungen häufen, die bereits in der Vergangenheit zur Debatte standen.

Leider sind die geplanten Maßnahmen der KAP nicht mit entsprechenden Finanzmitteln unterlegt, so dass die Umsetzung „in den Sternen steht“.

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Folgerichtig gibt es neben einigen positiv klingenden Kommentierungen vornehmlich Kritik am Maßnahmenkatalog der KAP; z.B.:

• Deutscher Pflegerat: Konzertierte Aktion allein kann Pflegekrise nicht beenden.
• DBfK: Endlich Hoffnung für die Pflege? KAP bleibt Konkretes vorerst schuldig.
• BAD e.V.: „Maßnahmenpaket“ der Bundesregierung enttäuscht – viele Forderungen, wenig Hilfe!
• Evangelische Heimstiftung GmbH: Konzertierte Aktion Pflege: Mutlos und unehrlich.
• Die Linke: Sehr viel heiße Luft bei der „Konzertierten Aktion Pflege“.

Wenn auch die eine oder andere Maßnahme ganz nützlich erscheint, kann das Gesamtpaket der KAP nicht als der „große Wurf“ eingestuft werden. Es lässt sich leicht feststellen: „Ohne Moos nichts los“!

Neu war allerdings bei der Vorstellung der KAP, dass mit viel Öffentlichkeitsarbeit versucht wurde, der Bevölkerung wirkungsvolle Aktivitäten zu suggerieren. Damit wollen die Groko und die sie tragenden Parteien offensichtlich Punkte sammeln. Dies wird aber im Ergebnis nicht funktionieren, weil die entscheidenden Versorgungsprobleme mit den jetzigen Vorschlägen nicht wirklich gelöst werden können.

Fakt ist, dass schnellstens funktionierende und verbindliche Personalbemessungssysteme geschaffen werden müssen (für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen), die eine gute pflegerische Versorgung (tagsüber und nachts) gewährleisten. Mindestbesetzungsregelungen etc. sind dabei nicht hilfreich. Es kann pauschal von einer notwendigen Stellenanhebung in einer Größenordnung von 20% ausgegangen werden.

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Im Übrigen müssen sofort die Vergütungen angehoben werden, ggf. auch mittels Pflege-Mindestlohn. Insoweit muss aber ein Betrag von 20 Euro/Stunde oder mehr Grundlage der Planungen sein. Wer den Mindestlohn bei etwa 14 Euro/Stunde ansetzt, hat nichts verstanden. Dazu hat sich die Stiftung Patientenschutz am 05.07.2019 wie folgt geäußert:
„Statt populistisch über Zahlen zu fabulieren, sollte der Bundesgesundheitsminister seiner ureigensten Aufgabe nachkommen und endlich Vorschläge vorlegen, wie höhere Löhne finanziert werden.“ Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe vermisste ebenfalls „verbindliche Antworten“ Spahns auf die Finanzierungsfrage. …

Solange es weder vernünftige Stellenschlüssel noch angemessene Vergütungen gibt, wird sich nichts ändern. Nein, die Versorgungsbedingungen werden sich weiter verschlechtern.

Ob eine gezielte Gewinnung von fachlich und sprachlich geeigneten Fachkräften für die Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen aus dem Ausland gestaltet werden kann, ist mehr als fraglich. - Häufig stellt die Sprache die größte Barriere dar, denn nur mit guten Sprachkenntnissen können die Pflegekräfte mit den Pflegebedürftigen, v.a. den pflegebedürftigen Menschen mit Demenz, kommunizieren. Ob ausländische Pflegekräfte eine dauerhafte Lösung darstellen, ist daher mehr als fraglich. Schließlich wer-den diese Pflegekräfte in ihren Heimatländern auch dringend benötigt.

Aktuellen Bestrebungen, die Fachkraftquote von 50% in den Stationären Pflegeeinrichtungen abzusenken oder sogar ganz abzuschaffen, muss ent-schieden entgegen getreten werden. Auch wenn es schwieriger wird, geeignetes Personal zu gewinnen, muss die Fachlichkeit gewährleistet bleiben. U.a. mit Rücksicht auf § 11 SGB XI ist eine Absenkung der Fachkraftquote völlig inakzeptabel. Man kann eigentlich gute Gründe dafür nennen, dass die Fachkraftquote eher angehoben werden muss. Der DBfK hat in einem Positionspapier vom 07.06.2018 entsprechend votiert: "Kein Absenken der Fachkraftquote." - Dazu gab es bereits 2017 ein passendes Zitat der Woche: "Wenn es zu wenig Zugführer gibt, würde die Deutsche Bahn auch keine Hilfskräfte nehmen, um einen ICE zu steuern" (Frank Pipenbrink, Quelle: "CAREkonkret", Ausgabe vom 25.08.2017).

Im Übrigen muss es wegen der fortwährenden Zunahme der Zahl der pflegebedürftigen Menschen umfängliche Bemühungen geben, den Grundsatz „ambulant vor stationär“ zu stärken. Dazu wurden von hier wiederholt geeignete Vorschläge gemacht (so auch in meinem Schreiben vom 06.07.2018).

Die pflegerische Versorgung der in großer Zahl älter werdenden Menschen muss zu Hause und in den Heimen funktionieren. Es müssen alle Strukturen in einer Gesamtschau und aufeinander abgestimmt in den Blick genommen werden. Daher wurde auch von hier immer wieder auf die Erfordernisse aufmerksam gemacht, alle Versorgungsstrukturen und Hilfs- bzw. Unterstützungsangebote in einem „Masterplan Pflege“ zusammen zu fassen.

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Es muss folglich auch darum gehen, in den Kommunen altengerechte Quartiershilfen zu gestalten, die es ermöglichen, sämtlichen BürgerInnen und Bürgern bei Hilfebedarf beizustehen. Es müssen zielgerichtet Kümmererzentren bzw. sorgende Gemeinschaften entstehen. Wir brauchen dabei keine „Co-Piloten-Pflege“, keine Dorfhelfer, keine Gemeindeschwestern, sondern geeignete Hilfestrukturen, die umfassend für die älter werdende Gesellschaft zur Verfügung stehen (in Neuss-Erfttal mit bescheidenen Mitteln angestoßen und gelebt – siehe dazu Übersicht „Netz-werk Erfttal“).

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Einen Teilaspekt für solche Angebote enthält übrigens auch die Koalitionsvereinbarung der Groko. Dort ist nämlich von „präventiven Hausbesuchen“ die Rede. Diese können im Zusammenhang mit den angesprochenen Quartierskonzepten gestaltet werden.

Für die verschiedenen Reformmaßnahmen müssen im Übrigen Finanzmittel in einer Größenordnung von zig Milliarden verfügbar gemacht werden. Allein eine Angleichung der Gehälter in der Altenpflege an die Gehälter in der Krankenpflege löst einen Finanzbedarf von rd. 5 Milliarden Euro aus.

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Bei all dem wird aber zu bedenken sein, dass weitere Belastungen der pflegebedürftigen Menschen durch höhere Eigenanteile ausscheiden soll-ten. Es muss an leicht erhöhte Beiträge der Pflegeversicherten und v.a. an den Steuermitteleinsatz gedacht werden.

Solange die Finanzbasis nicht diskutiert und beschlossen ist, kann man die Maßnahmepakete der KAP vergessen!

Der aktuelle Pflege-Report 2019 der AOK hat ebenfalls deutliche Mahnungen mit Blick auf notwendige Reformmaßnahmen ausgesprochen und dabei auch beanstandet, dass die längst anstehenden Fragen der zukünftigen Pflegefinanzierung nicht beantwortet sind (Quelle: > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =3&t=23283 ).

Ich beklage abschließend, dass Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk bei den zurückliegenden Aktivitäten der KAP nicht beteiligt worden ist. Dies ist un-verständlich und inakzeptabel, da es sich hier um eine Interessenvertretung für pflegebedürftige Menschen handelt, die völlig unabhängig und gemeinnützig die breiten Interessen der betroffenen Menschen im gesamten Pflegesystem im Blick hat, also die ambulanten und stationären Struk-turen. Dienstleisterinteressen vertreten wir nicht!

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Dass insoweit ausreichende Kenntnisse vorliegen, ergibt sich allein aus der Tatsache, dass ich neben zahlreichen Buchveröffentlichungen zum Gesundheits- und Pflegewesen über 40 Jahre als Dozent für Staats- und Pflegerecht an zahlreichen Kranken- und Altenpflegeschulen sowie an der Katholischen Fachhochschule Köln gewirkt habe. Hinzu kommen jahrzehntelange Erfahrungen im Patientenschutz.

Verwunderlich ist die Nichtbeteiligung auch deshalb, weil es noch vor ei-nem Jahr eine Mitwirkung bei der Anhörung zum PpSG gab (siehe dazu oben erwähnte Stellungnahme vom 06.07.2018). Dass die pflegebedürftigen Menschen durch die Mitwirkung der BAG Selbsthilfe und der BAGSO ausreichend ausreichend vertreten gewesen sein sollen, kann aus hiesiger Sicht keine Bestätigung erfahren.

Nach dem Pflegetreff am 13.05.2014 war es noch so, dass mich der damalige Bundesgesundheitsminister persönlich einlud, im Ministerium meine Vorstellungen für die pflegepolitische Reformarbeit vorzutragen. Dieses Gespräch fand dann im Juli 2014 statt (ich hatte um Begleitung der Pfle-gedirektorin des Lukaskrankenhauses gebeten). Letztlich kann gesagt werden, dass aufgrund der damals geführten Gespräche u.a. der § 113c SGB XI hervor gegangen ist.

Beim Neusser Pflegetreff vom 21.10.2015, der sich in Anwesenheit des damaligen Bundesgesundheitsministers mit dem Thema Demenz und dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff befasste, wurde folgendes auf den Punkt gebracht:
- Mehr Pflegepersonal - jetzt und nicht später
- Mehr Zeit für Zuwendung und Pflege ermöglichen.
- Der im PSG II vorgesehene § 113c SGB XI, der ein Personalbemessungssystem anspricht, reicht nicht!
- Mängel müssen abgestellt werden, auch im Hinblick auf den Einsatz der Betreuungskräfte nach § 87b SGB XI.
Dazu gibt es bei Youtube einen informierenden Filmbeitrag (7,29 Min.).
> https://www.youtube.com/watch?v=qbyHRxX ... e=youtu.be
Die vollständige Filmdokumentation des Pflegetreffs ist hier abrufbar: https://youtu.be/4cy5Ey-cBNg

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell
Diplom-Verwaltungswirt - Oberamtsrat a.D. - Buchautor/Journalist - Dozent für Pflegerecht
Mitglied im Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten e. V.- http://www.medizinjournalisten.de/
http://www.wernerschell.de - Pflegerecht und Gesundheitswesen
Infos auch bei https://www.facebook.com/werner.schell.7 bzw. https://twitter.com/SchellWerner

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.
unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.
ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).
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WernerSchell
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"Mehr Personal in der Langzeitpflege - aber woher?"

Beitrag von WernerSchell » 19.07.2019, 14:44

"Mehr Personal in der Langzeitpflege - aber woher?"

Vier Gesundheitsgesetze in einer Woche. Davon gar drei Beschlüsse in nur einer Kabinettssitzung. Soll nochmal jemand sagen, Jens Spahn wolle gar kein Gesundheitsminister sein. Die Gesetzesmaschinerie läuft jedenfalls auf Hochtouren, allerdings mit zum Teil erheblichem Gegenwind.
"Mehr Personal in der Langzeitpflege - aber woher?" - Die Frage stellt der Pflege-Report 2019 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WidO) und formuliert zugleich auch Antworten.
Die Konzertierte Aktion Pflege (KAP) hat auch eine Antwort gefunden: Bessere Löhne und Gehälter in der Pflege. Der zuständige Arbeitsminister Hubertus Heil hat ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht.
Apropos mehr Geld für die Pflege: Der AOK-Bundesverband fordert eine umfassende Finanzierungsreform und einen Bundeszuschuss zur Pflegeversicherung. In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt's den schon.
Näheres dazu u.a. in der aktuellen Ausgabe G+G-Blickpunkt.

Quelle: Mitteilung der AOK - Redaktion vom 19.07.2019
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"Masterplan Pflege" - alle Reformmaßnahmen bündeln

Beitrag von WernerSchell » 29.07.2019, 08:28

Prof. Dr. Stefan Sell, Podiumsgast beim Neusser Pflegetreff am 17.04.2019, hat per Interview zur Konzertierten Aktion Pflege (KAP) Stellung genommen und plädiert für eine Verlagerung wesentlicher Aufgaben der Versorgung älterer Menschen in die Kommunen (> https://www.youtube.com/watch?v=fh60Qhs2wuE ). Das ist genau auch meine Vorstellung, zumindest in Form einer Modifizierung des Pflegesystems. Dies kann durch die Gestaltung von altengerechten Quartiershilfen geschehen, finanziert durch Bund und Länder. Um der demografischen Entwicklung nachhaltig gerecht zu werden, müssen die reformierten Versorgungsstrukturen in einem "Masterplan Pflege" gebündelt werden. Dies alles wurde in einer Stellung vom 17.07.2019 für die zuständigen Ministerien näher ausgeführt (> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 98#p109698 ).
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Pflegeheime sollen sich für Senioren / Nachbarschaft öffnen

Beitrag von WernerSchell » 19.08.2019, 08:17

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Minister Laumann: Pflegeeinrichtungen zu Ankerpunkten im Quartier machen
Landesregierung fördert Teilhabe-Angebote von Pflegeeinrichtungen mit rund drei Millionen Euro jährlich


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„Miteinander und nicht allein“ – Unter diesem Titel hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist es, Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen zu wichtigen Anlaufpunkten für ältere Menschen in der direkten Nachbarschaft zu entwickeln. Gefördert werden sollen Projekte und Maßnahmen von Pflegeeinrichtungen, die einen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe älterer Menschen leisten. Trägerübergreifend sollen die neuen Ankerpunkte Altersisolation vorbeugen. Dafür stellt die Landesregierung jährlich drei Millionen Euro zur Verfügung.

„Wir wollen Pflegeeinrichtungen fest im Quartiersleben verankern“, erklärt Minister Karl-Josef Laumann. „Immer mehr ältere Menschen leben allein. Sie haben oftmals kaum oder sogar gar keine nahen Verwandten mehr. Viele haben das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, und ziehen sich in die Einsamkeit zurück."

Der Minister weiter: „Das wollen wir verhindern und die Pflegeeinrichtungen ermuntern, sich stärker in die Nachbarschaft zu öffnen. Die soziale Teilhabe in der gewohnten Umgebung ist eine wichtige Grundlage für ein möglichst selbstbestimmtes und zufriedenes Leben. Wenn Pflegeeinrichtungen ihre Angebote und Kompetenzen für die Nachbarschaft öffnen, können sie mit ihren professionellen Begleitungs- und Unterstützungsangeboten zu einem wichtigen Ankerpunkt im Quartier werden.“

Insgesamt können bis zu 60 Einrichtungen über drei Jahre gefördert werden. Jede Einrichtung kann dabei einen Förderbetrag von jährlich 50.000 Euro für Personal- und Sachausgaben erhalten. Die Förderung soll in ländlichen und in urbanen Gebieten erfolgen und auch regional ausgewogen sein.

Förderfähig sind Projekte zur Etablierung von Beratungs- und Informationsstrukturen, zur systematischen Kontaktaufnahme zu Menschen außerhalb der Pflegeeinrichtung oder zur Entwicklung von Teilhabeangeboten.

Weitere Informationen zu den Fördervoraussetzungen finden Sie unter: www.mags.nrw/miteinander

Quelle: Pressemitteilung vom 19.07.2019
https://www.mags.nrw/pressemitteilung/m ... ier-machen

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Ärzte Zeitung online, 19.08.2019
Nordrhein-Westfalen
Pflegeheime als Anlaufstelle für Senioren

Pflegeeinrichtungen, die sich älteren Menschen in der nahen Umgebung öffnen, können in Nordrhein-Westfalen Fördergelder erhalten.
Ilse Schlingensiepen
DÜSSELDORF. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert Pflegeeinrichtungen, die sich älteren Menschen aus der Nachbarschaft öffnen und für sie zu einer Anlaufstelle werden. Es stellt für das Programm „Miteinander und nicht allein“ pro Jahr drei Millionen Euro zur Verfügung.
„Wir wollen Pflegeeinrichtungen fest im Quartiersleben verankern“, erläuterte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) die Initiative. Immer mehr ältere Menschen würden allein leben, das Gefühl haben, nicht mehr gebraucht zu werden und sich in die Einsamkeit zurückziehen. Das wolle das Land mit seiner Initiative verhindern.
... (weiter lesen unter) ... https://www.aerztezeitung.de/politik_ge ... media.Mail

Anmerkung:
Dass sich die Pflegeeinrichtungen für die Senioren / Nachbarschaft öffnen sollen, ist eine seit Jahren vorhandene Erkenntnis im Zusammenhang mit der Gestaltung von kommunalen Quartiershilfen. So gesehen kann die Aktion des MAGS NRW begrüßt werden. Es wäre aber vorrangig wichtiger, die Gestaltung von Quartierskonzepten voran zu bringen. Damit hat aber wohl Herr Laumann nichts im Sinn, denn er hat diese Aufgabe an das Heimatministerium, fern der Pflegeaktivitäten, abgegeben. Und von dort kommt nichts von dem, was seit Jahren bezüglich kommunaler Quartiershilfen angedacht und gefordert wird. Im Übrigen muss eine intensivere Seniorenbetreuung auch dort stattfinden, wo es überhaupt keine Pflegeeinrichtung gibt. - Man könnte Herrn Laumann bzw. der Landesregierung NRW sagen: Gut gemeint, aber schlecht gemacht. - Werner Schell

Der Brief zum Thema:

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Initiative

Vorstand: Werner Schell – Harffer Straße 59 – 41469 Neuss
Tel.: 02131 / 150779 – Fax: 02131 / 167289
E-Mail: ProPflege@wernerschell.de
Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

21.08.2019


An das
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales
des Landes Nordrhein-Westfalen
z.Hd. von Herrn Minister Karl-Josef Laumann
Fürstenwall 25
40219 Düsseldorf

Nachrichtlich:

• An den Ministerpräsidenten des Landes NRW - Herrn Armin Laschet - Staatskanzlei - Düsseldorf
• An das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung - Referat 514 - Düsseldorf
• Medien


Sehr geehrter Herr Laumann,

Sie haben durch Presseerklärung vom 19.07.2019 mitteilen lassen, dass Sie die Pflegeeinrichtungen zu Ankerpunkten im Quartier machen wollen. Dazu will die Landesregierung Teilhabe-Angebote von Pflegeeinrichtungen mit rund 3 Mio Euro jährlich fördern. Ihre Pressemitteilung habe ich in das hiesige Forum unter der nachfolgenden Adresse vorgestellt > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 6&p=110076

Dazu teile ich mit:

Es ist richtig, wenn sich die Pflegeeinrichtungen zum Quartier / zu den Nachbarschaften öffnen und dazu vielfältige Angebote machen. Solche Vorstellungen sind seit vielen Jahren Gegenstand von Erörterungen und werden auch von einigen Einrichtungen schon praktiziert (sicherlich auch aus werblichen Gründen). Erst kürzlich hat ein neuer Heimleiter in einer Einrichtung in Kaarst über die Medien erklärt, dass er angetreten sei, um das Quartier in seine Aktivitäten einzubeziehen. Dies ohne finanzielle Förderung. Und so sollte das grundsätzlich auch bleiben.

Zu fördern wären allerdings kommunale Quartiershilfen, die unabhängig von Pflegeeinrichtungen gestaltet werden. Solche Quartiershilfen allein an bestehende Pflegeeinrichtungen anzubinden, ist der falsche Weg und zu kurz gesprungen. Gerade dort, wie es keine Pflegeeinrichtungen gibt, sollte sogar vorrangig an Quartiershilfen gedacht werden.

Wie das funktioniert, hat Ihre Vorgängerin im Amt, Frau Barbara Steffens, aufgezeigt. Sie hat sich bekanntlich für eine flächendeckende Quartiersarbeit - in Anbindung an das Pflegeversicherungssystem - stark gemacht und dazu viele Initiativen angestoßen (sie war auch mehrfach Podiumsgast beim Neusser Pflegetreff). Diese Politikrichtung haben Sie aber offensichtlich verlassen. Und das ist mehr als bedauerlich.

Es gibt von hier seit vielen Jahren intensive Bemühungen, flächendeckend Quartiershilfen zu gestalten. Insoweit habe ich Anfang 2012 den hiesigen Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) e.V. gewinnen können mit dem Ergebnis, dass wir in Neuss-Erfttal einfach damit begonnen haben, ohne jegliche Förderung mit der Ausgestaltung von Quartiershilfen zu beginnen (zuvor gab es wegen der Einführung von präventiven Hausbesuchen jahrelang Diskussionen in einem Arbeitskreis der Gesundheitskonferenz des Rhein-Kreises Neuss). Mittlerweile sind wir durch ergänzende Leistungen, z.B. Betreutes Wohnen, Tagespflegeeinrichtung, Angebote im Bürgerhaus, weiter gekommen. Die Stadt Neuss hat dann auch im Bürgerhaus Erfttal mit bescheidenen Finanzmitteln einen Lotsenpunkt eingerichtet. Dieser Lotsenpunkt ermöglicht u.a. vielfältige Angebote mit dem Ziel, dem Grundsatz "ambulant vor stationär" mehr Geltung zu verschaffen. Dabei bin ich auf ehrenamtlicher Basis stark eingebunden und kann daher die Wirksamkeit der Quartiershilfenarbeit gut beurteilen.

Es wäre nach den gemachten Erfahrungen mehr als wünschenswert, wenn die verfügbaren Finanzmittel für die kommunale Quartiersarbeit, auch unabhängig von Pflegeeinrichtungen, Verwendung finden könnten. Es wäre einfach an das anzuknüpfen und weiter auszubauen, was Frau Steffens begonnen hat.

Ich hatte im September 2016 Gelegenheit, Herrn Armin Laschet anlässlich einer Tagung der Landes-Alzheimergesellschaft im Landtag zu sprechen und auf die Sinnhaftigkeit von Quartierskonzepten aufmerksam zu machen. Es ging mir darum, die CDU für eine schnellstmögliche Gestaltung und Förderung von altengerechten Quartiershilfen zu gewinnen. Dies natürlich auch mit Blick auf die Landtagswahl NRW am 14.05.2017. - In dem erwähnten Gespräch wurde grundsätzlich Bereitschaft signalisiert, meine Vorschläge aufzugreifen. Leider ist es nun anders gekommen. Daher nehme ich noch einmal Gelegenheit, auf die m.E. dringend notwendige Gestaltung von Quartiershilfen - unabhängig von Pflegeeinrichtungen - aufmerksam zu machen.

Hier im Rhein-Kreis Neuss hat es übrigens mehrfach Fachtagungen zum Thema gegeben mit dem Ergebnis, dass ich dazu auch ein Statement verfasst habe. Dieses Statement ist unter folgender Internetadresse abrufbar > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 082015.pdf

Die Zuständigkeit für die Quartiersarbeit ist nach Mitteilung des MAGS im Übrigen auf das MHKBG übergegangen. Was dort aber unter Quartiersarbeit verstanden wird, hat offensichtlich mit den bisherigen Vorstellungen zu diesem Thema weniger zu tun. Es geht wohl u.a. um bauliche Maßnahmen mit Blick auf die demografische Entwicklung. Mehrere Zuschriften meinerseits an das MHKBG haben leider zu keinerlei Verständigung über irgendeinen Gedankenaustausch geführt.

Nach all dem würde ich begrüßen, wenn die hiesigen Vorstellungen von Quartiersarbeit aufgegriffen werden könnten. Es versteht sich, dass ich gerne zu weiteren Erläuterungen und Gesprächen bereit bin. - Bedauerlicherweise konnte mir auf eine zeitgerecht übermittelte Anfrage keine Teilnahme an einem Neusser Pflegetreff mitgeteilt werden. Eine solche Veranstaltung könnte - abweichend von den bisher genannten Terminen - auch am 20.11 oder 27.11.2019 stattfinden. Vielleicht kann insoweit nochmals eine Ministerbeteiligung geprüft werden.

Es sollte im Übrigen bedacht werden, die Gestaltung von kommunalen Quartiershilfen im Zusammenwirken mit dem Bund vorzunehmen. Dieserhalb habe ich mich am 25.07.2018 an das Bundesgesundheitsministerium gewandt und u.a. ausgeführt:
Der Bund will verstärkt auf präventive Hausbesuche setzen, das steht im Koalitionsvertrag (= Koalitionsvertrag Kapitel VII, Seite 97). Dem Vernehmen nach wird zur Zeit im Zusammenhang mit dem Projekt "Gemeindeschwester Plus" in Rheinland-Pfalz über die Umsetzung der Koalitionsvereinbarung diskutiert. Da ich mich seit vielen Jahren im Rhein-Kreis Neuss für die Gestaltung von präventiven Hausbesuchen (als Teil von kommunalen Quartiershilfen) einsetze, wäre ich für eine Mitteilung dankbar, wie nun konkret Ihre Umsetzungspläne aussehen. Mittlerweile gibt es hier in Neuss-Erfttal altengerechte Quartiershilfen, generationenübergreifend gestaltet, denen auch eine Lotsenpunktunterstützung (eigentlich nur eine andere Bezeichnung für präventive Hausbesuche) angebunden werden konnte. Diese Lotsenpunktarbeit ist sehr erfolgreich gestartet, sollte aber schnellstmöglich ausgebaut und in alle Stadtteile übertragen werden. Im Übrigen darf daran gedacht werden, solche Projekte im gesamten Gebiet des Rhein-Kreises Neuss und darüber hinaus zu installieren. Da ich mich diesbezüglich weiter engagieren möchte, wäre ich für eine Mitteilung dankbar, wie eine Gestaltung von präventiven Hausbesuchen mit Hilfe der Vereinbarungen im Koalitionsvertrag ohne zeitliche Verzögerung möglich gemacht werden kann. Wie ich in meiner Stellungnahme vom 06.07.2018 zum Referentenentwurf für ein "Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz" bereits ausgeführt habe, sind kommunal gestaltete Quartiershilfen, durch präventive Hausbesuche bzw. Lotsen komplettiert, bestens geeignet, im Rahmen der Pflegeversicherung den Grundsatz "ambulant vor stationär" umzusetzen.
Auf diese Zuschrift vom 25.07.2018 hat es bislang keine Rückmeldung gegeben. Jens Spahn greift viele Themen auf, sieht aber bei den präventiven Hausbesuchen offensichtlich keine für ihn werbewirksame Thematik. Mehr als bedauerlich. Vielleicht kann das Land NRW den Bund mit Hinweis auf den Koalitionsvertrag in die Pflicht nehmen?

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell
Diplom-Verwaltungswirt - Oberamtsrat a.D. - Buchautor/Journalist - Dozent für Pflegerecht
Mitglied im Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten e. V.- http://www.medizinjournalisten.de/
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Infos auch bei https://www.facebook.com/werner.schell.7 bzw. https://twitter.com/SchellWerner


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Die "Konzertierte Aktion Pflege" (KAP) hat einen Maßnahmenkatalog ohne Finanzierungsbasis präsentiert. So lassen sich der Pflegenotstand - ambulant und stationär - nicht auflösen. "Ohne Moos nichts los!" Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat am 17.07.2019 Stellung genommen! - Näheres unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 98#p109698

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.
unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.
ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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