Pflegenotstand auflösen & Quartiershilfen gestalten - Pflegetreff am 09.05.2018 diskutiert

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Pflegenotstand auflösen & Quartiershilfen gestalten - Pflegetreff am 09.05.2018 diskutiert

Beitrag von WernerSchell » 22.04.2018, 06:05

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Ankündigung / Einladung
zum 28. Neusser Pflegetreff am 09.05.2018


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Die GroKo (Koalition von Union und SPD) hat inzwischen die Regierungsgeschäfte aufgenommen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat bereits erste Statements zu den geplanten Reformschritten im Pflege- und Gesundheitssystem abgegeben. So sollen z.B. zur Verbesserung der pflegerischen Versorgung Pflegekräfte aus den Nachbarländern angeworben werden.

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Dazu hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk u.a. wie folgt Stellung genommen: Es muss vorrangig darum gehen, die Pflege-Rahmenbedingungen zu verbessern - dringend. Dazu gehört zunächst ein Personalbemessungssystem, das eine auskömmliche Stellenausstattung, Tag und Nacht, und nicht nur in Form einer Mindestbesetzung regelt. Die geplanten 8.000 neuen Stellen für die Stationären Pflegeeinrichtungen sind völlig unzureichend. Aber vielleicht wurde ja nur eine 0 vergessen? Dann müssen die Tarifvertragsparteien animiert werden, deutlich höhere Vergütungen zu vereinbaren. Dazu sollte es ergänzende Regelungen geben, die eine Abrechnung dieser Vergütungen unstreitig gewährleisten, und zwar in allen Einrichtungen. Erst wenn in dieser Form "Zeichen" gesetzt worden sind, werden "geflüchtete" Pflegekräfte zurück kommen und neue gewonnen werden können. - In einem Klartext vom 19.02.2018 hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ausgeführt, was zu tun ist! Pflegekräfte in den Nachbarländern anzuwerben, wird übrigens erfolglos bleiben. Deutsche Pflegekräfte flüchten z.Zt. eher dorthin, weil die Pflege-Rahmenbedingungen in anderen Ländern offensichtlich deutlich besser sind. - Näheres nachlesbar unter > viewtopic.php?f=4&t=22517 - Für die dringend erforderlichen Reformen des Pflegesystems bedarf es eines Masterplans, der exakt alle gebotenen Handlungsschritte aufzeigt, den Pflegenotstand zeitnah aufzulösen und kommunale Quartiershilfen gestalten zu helfen. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat wiederholt Vorschläge unterbreitet und ist zur weiteren Unterstützung bereit. - Näheres unter > viewtopic.php?f=4&t=22517&p=102908#p102908

Bei all dem kann die Erkenntnis helfen:
"Übern Abgrund kommt man nicht in kleinen Schritten."

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Chronikbild - 20.01.2018 - bei Facebook

Der 28. Neusser Pflegetreff wird sich mit Rücksicht auf die kurz skizzierten Handlungserfordernisse am 09.05.2018, 15.00 - 17.00 Uhr, mit den Themen

"Pflegebedürftigkeit - was nun?
Vorsorgeplanungen und Pflegenotstand … Leistungsansprüche und Quartiershilfen (Lotsen) … "


befassen. Es werden für entsprechende Statements und Diskussionsbeiträge folgende Personen auf dem Podium Platz nehmen:

-- Dr. rer. medic. Tanja Segmüller, Vertretungsprofessorin Alterswissenschaften - Department of Community Health, Hochschule für Gesundheit in Bochum
-- Dirk Brügge, Kreisdirektor des Rhein-Kreises Neuss
-- Dirk Thielking, Geschäftsstellenleiter der AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse - Regionaldirektion Rhein-Kreis Neuss – Krefeld
-- Paul Petersen, Diplom-Sozialpädagoge und Stadtteilmanager im Bürgerhaus Neuss-Erfttal - Träger: Sozialdienst Katholischer Männer e.V. (SKM)
Moderation:
-- Regina Schmidt-Zadel, Vorsitzende der Landes-Alzheimergesellschaft NRW und Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) a.D.


Es sollen beim Pflegetreff vornehmlich die unzureichenden Pflege-Rahmenbedingungen (Pflegenotstand) angesprochen und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Dabei wird es auch darum gehen, den hohen Krankenstand bei den Pflegekräften zu hinterfragen und Angebote der Gesundheitsförderung für die Pflegekräfte vorzustellen. Darüber hinaus soll es darum gehen aufzuzeigen, dass angesichts der demografischen Entwicklung eine zeitgerechte Pflegeheimplanung wichtig ist. Anhand eines vorliegenden Gutachtens sollen die entsprechenden Planungserwägungen für den Rhein-Kreis Neuss vorgestellt werden. Dem Grundsatz "ambulant vor stationär" folgend sind aber auch kommunale Quartiershilfen in den Blick zu nehmen. Denn sie erscheinen bestens geeignet, die Leistungen des SGB XI zu ergänzen und damit zu gewährleisten, dass die pflegebedürftigen Menschen möglichst lange zu Hause verbleiben und Heimaufenthalte möglichst vermieden werden können. Die im Januar 2012 in Neuss-Erfttal gestarteten Quartiershilfen, mittlerweile durch ein Lotsenpunktprojekt weiter entwickelt, sollen musterhaft vorgestellt und damit aufgezeigt werden, wie eine gute Quartiersunterstützung die Versorgung der Menschen ortsnah zielgerichtet gewährleisten kann. Dabei wird auch auf die weiteren Quartiersangebote in Neuss-Meertal und im Memory-Zentrum aufmerksam zu machen sein. Mit diesen Hinweisen sollen Akteure in anderen Orts- bzw. Stadtteilen ermuntert werden, in ähnlicher Weise Initiativen für die Gestaltung von sorgenden Gemeinschaften zu ergreifen. - Ergänzend werden ab 14.00 Uhr Infostände zur Verfügung stehen.

Eingeladen sind Patienten, pflegebedürftige Menschen und Angehörige, Ärzte bzw. sonstige Leistungsanbieter im Gesundheitswesen sowie alle interessierten BürgerInnen! - Der Eintritt ist frei!

Werner Schell - Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

• Nähere Informationen zum Treff im Forum von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk (stets aktuell) unter folgenden Adressen > viewtopic.php?f=7&t=22589 bzw. http://www.wernerschell.de/aktuelles.php
• Angefügt eine Einladung zum Pflegetreff (zur weiteren Verwendung - sie steht auch auf Abruf als pdf-Datei zur Verfügung):


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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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