Jens Spahn - neuer Bundesgesundheitsminister der GroKo 2018

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Geschenkementalität verletzt Generationengerechtigkeit

Beitrag von WernerSchell » 24.04.2018, 12:39

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk nimmt wie folgt Stellung:

Wesentliche Vorhaben, v.a. die Rentenpläne, der GroKo sind offensichtlich unbezahlbar, so u.a. das Urteil führender Ökonomen. Es scheint so, dass die "Geschenkementalität" der beiden Koalitionspartner, die bereits in der zurückliegenden Legislaturperiode für eine Ausgabenflut gesorgt hat, fortgesetzt werden soll. Es sind Reformen, v.a. im Renten-, Gesundheits- und Pflegesystem, "mit Augenmaß" erforderlich, die die demografische Entwicklung und nicht das Werben um die Wählergunst (Parteiinteressen) im Blick haben. So muss die Rentenversicherung für die nachfolgenden Generationen eine auskömmliche Altersversorgung gewährleisten und das Gesundheits- und Pflegesystem muss nachhaltig die gesundheitlichen und pflegerischen Versorgungsstrukturen, ambulant und stationär, sichern. Schwerpunktsetzungen erscheinen dringend geboten. Bevor die einzelnen Ministerien mit irgendwelchen Maßnahmen vorpreschen, sollte ein Masterplan mit einem soliden Finanzrahmen erstellt werden.
>>> viewtopic.php?f=4&t=21435#p91020 / viewtopic.php?f=4&t=21435&p=103107#p103107 / viewtopic.php?f=4&t=22459&p=103277#p103277
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Die Hilfe für die Pflege braucht Hilfe

Beitrag von WernerSchell » 02.05.2018, 05:59

Ärzte Zeitung vom 02.05.2018
Leitartikel
Die Hilfe für die Pflege braucht Hilfe
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will deutlich mehr für die Pflege tun als im Koalitionsvertrag vereinbart wurde. Aber dafür bräuchte er Unterstützung aus anderen Politikfeldern - und da herrscht Fehlanzeige. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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Pflegekräfte aus dem Ausland - Heute anwerben, morgen pflegen? - So leicht ist es nicht!

Beitrag von WernerSchell » 03.05.2018, 06:46

Ärzte Zeitung vom 03.05.2018:
Pflegekräfte aus dem Ausland
Heute anwerben, morgen pflegen? - So leicht ist es nicht!

Pflegeberufe empfinden junge Deutsche zunehmend unattraktiv. Tausende Fachkräfte fehlen bundesweit. Können ausländische Kollegen die Lücke füllen? mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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Blick ins Haushaltsbuch des Gesundheitsministers

Beitrag von WernerSchell » 18.05.2018, 12:44

Ärzte Zeitung vom 18.05.2018:
Bundestagsdebatte
Blick ins Haushaltsbuch des Gesundheitsministers

Das Parlament hat heute über das Budget des Bundesgesundheitsministeriums debattiert: Der Etat soll im Vergleich zum Vorjahr steigen - jedoch nur leicht. Das könnte Projekte von Gesundheitsminister Spahn schwierig gestalten. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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Pflegenotstand - Jens Spahn muss Verantwortung übernehmen

Beitrag von WernerSchell » 18.05.2018, 13:01

Zitat von Pia Zimmermann, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Pflegepolitik, zur heutigen Rede von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zum Haushalt 2018:

„Schön, dass die Regierung endlich gemerkt hat, dass man gegen den Pflegenotstand in Deutschland etwas unternehmen muss. Aber alle Maßnahmen bleiben unwirksam, wenn man an dem Grundproblem nichts ändert und private Pflegeheimbetreiber ganz legal jährlich Millionen Euro mit der Ausbeutung von Pflegekräften verdienen. Pflege ist keine Ware. Hier muss Herr Spahn endlich Verantwortung übernehmen.“

Quelle: Mitteilung vom 18.05.2018
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Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Pressesprecher: Michael Schlick, Tel. 030/227-50016, Mobil 0172/373 13 55 Stellv. Pressesprecher: Hanno Harnisch, Tel. 030/227-51092, Mobil 0171/643 55 24 Stellv. Pressesprecher: Jan-Philipp Vatthauer Tel. 030/227-52801, Mobil 0151/282 02 708 Stellv. Pressesprecherin: Caroline Heptner Tel. 030/227-52810, Mobil 0151/576 92 455 Telefax 030/227-56801, pressesprecher@linksfraktion.de, www.linksfraktion.de
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Doppelt so viele ausländische Pflegekräfte wie noch 2013

Beitrag von WernerSchell » 04.06.2018, 14:52

Ärzte Zeitung vom 04.60.2018:
Personal
Doppelt so viele ausländische Pflegekräfte wie noch 2013

In der Kranken- und Altenpflege waren 2017 laut einem Medienbericht doppelt so viele ausländische Fachkräfte angestellt wie vier Jahre zuvor. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr

Anmerkung der Moderation:
Leider verfügen ausländische Pflegekräfte nicht selten über ausgesprochen schlechte Sprachkenntnisse. Das geht dann klar zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen und Patienten. V.a. betroffen sind Menschen mit Demenz!
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Medizinischer Fachkongress in Neuss - Minister Spahn wird Schirmherr beim Ärztekongress

Beitrag von WernerSchell » 28.12.2018, 07:14

Die Rheinische Post berichtet am 28.12.2018:
Medizinischer Fachkongress in Neuss
Minister wird Schirmherr für Ärztekongress

Neuss Genossenschaft der Heilberufe erwartet 500 Teilnehmer aus allen Sparten des Gesundheitswesens.
Das „Niederrhein Netzwerk“, eine Genossenschaft der Heilberufe, macht Neuss am 11. und 12. Januar zum Tagungsort für einen großen medizinischen Fachkongress. Rund 500 Ärzte, Apotheker aber auch Wirtschaftsexperten und Unternehmer aus der Gesundheitsbranche werden dazu im Dorint-Kongresshotel erwartet. Die Schirmherrschaft hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn übernommen. „Das empfinden wir als besondere Auszeichnung für unsere Arbeit als regionales Ärzte- und Apotheker-Netzwerk“, betont Dr. Markus Groteguth.
... (weiter lesen unter) ... https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/ ... d-35342507
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Zeit für Umkehr und Neubesinnung - Offener Brief der KV Bayern an Minister Jens Spahn

Beitrag von WernerSchell » 05.01.2019, 07:26

Offener Brief an Minister Jens Spahn: Zeit für Umkehr und Neubesinnung

Sehr geehrter Herr Minister Spahn,

zu Beginn des neuen Jahres wird die Politik von einem Datenleck ungeahnten Ausmaßes erschüttert. Wie Medien berichten, sind tausende von Datensätzen, wie Handynummern und Kreditkarteninformationen, von diversen Politikern sowie weiteren Prominenten offen im Internet verfügbar gemacht worden. Was hier mit den Daten ausgewählter, im Licht der Öffentlichkeit stehender Personen passiert ist, könnte auch mit den intimen Gesundheitsinformationen unserer Patientinnen und Patienten geschehen. Wer auch immer hinter der aktuellen Veröffentlichung steht und welche Ziele er damit verfolgt, ist unklar. Fest steht jedoch, dass dies für die Politik ein Signal sein muss, sich endlich mit dem Thema Datensicherheit und Datenschutz in angemessener Form auseinanderzusetzen.

Wie man es nicht machen sollte, hat Ihre Ministerkollegin Dorothee Bär ja in verstörender Weise vor einigen Tagen in einem Interview in der "WELT" unter Beweis gestellt. Sätze wie "Wir sind insgesamt bei allem zu zögerlich und zu sehr von Ängsten getrieben und gehemmt. Wir haben in Deutschland mit die strengsten Datenschutzgesetze weltweit und die höchsten Anforderungen an den Schutz der Privatsphäre" zeugen angesichts der jüngsten Entwicklungen nicht gerade von einer profunden Sachkenntnis. Und die Unterstellung, dass Ärzte die Digitalisierung ablehnten, weil diese "eine ganz neue Transparenz" bringe, ist im besten Falle als böswillig zu bezeichnen.

Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen: Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten stehen Innovationen im Gesundheitswesen aufgeschlossen gegenüber. Weder die Kolleginnen und Kollegen in den Praxen noch wir in der Selbstverwaltung tätigen Ärzte lehnen Transparenz ab.

Dass das Gesundheitswesen insgesamt einem Dschungel an Vorschriften, Verordnungen und Vorgaben gleicht, ist ausschließlich der Regelungswut des Gesetzgebers geschuldet.

Der Maßstab für die niedergelassenen Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten ist stets das Wohl der Patienten - und die Basis dafür ist ein vertrauensvolles und offenes Gespräch, das weder durch eine App noch durch sonstige Online-Anwendungen zu ersetzen ist. Unser Gesundheitswesen ist deshalb international so hoch angesehen, weil hier das Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und dem behandelnden Arzt beziehungsweise Psychotherapeuten noch intakt ist. Und dies liegt nicht etwa an der elektronischen Gesundheitskarte oder anderen politischen Phantasieprojekten, sondern an der Freiberuflichkeit als Basis der Therapiefreiheit.

Sehr geehrter Herr Minister Spahn, der derzeitige Kurs des Bundesgesundheitsministeriums stellt eine massive Gefahr für die Errungenschaften unseres solidarischen Gesundheitssystems dar.

Drohungen mit Honorarabzug bei einer angeblich nicht rechtzeitigen Anbindung an die Telematikinfrastruktur sind ebenso unangemessen wie die geplante gesetzliche Anhebung der Mindestsprechstundenzeit auf 25 Stunden pro Woche. Wir arbeiten in den Kassenärztlichen Vereinigungen, aber auch in den Kammern sowie den Berufsverbänden mit Hochdruck daran, wieder Nachwuchs für die Tätigkeit als niedergelassener Arzt oder Psychotherapeut zu begeistern. All diese Maßnahmen werden durch die permanenten gesetzgeberischen Eingriffe aus Ihrem Ministerium konterkariert.

Wir erwarten von der Politik endlich, dass sie sich der offensichtlichen Probleme, wie Ärztemangel und Überlastung, annimmt und nicht selbst immer neue Hürden und Hindernisse schafft.

Wir erwarten, dass man sich in der Politik ernsthaft mit den Sorgen und Nöten der Ärzteschaft auseinandersetzt und diese nicht als "Furcht vor Transparenz" abtut. Im Jahr 2019 ist es Zeit für einen neuen Umgang zwischen den politisch Verantwortlichen und uns im Gesundheitswesen Tätigen.

Freundliche Grüße

Dr. Krombholz
Vorsitzender des Vorstandes

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Der offene Brief vom 04.01.2019 als PDF-Datei:
https://www.kvb.de/fileadmin/kvb/dokume ... mbholz.pdf
Presseinformationen im Überblick auf unserer Website:
http://www.kvb.de/presse

Quelle: Mitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB)
Elsenheimerstr. 39
80687 München
Tel.: (0 89) 5 70 93 - 0
Fax: (0 89) 5 70 93 - 61930
E-Mail: mailto:info@kvb.de
Internet: www.kvb.de
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Jens Spahn - Der rastlose Minister

Beitrag von WernerSchell » 14.03.2019, 07:29

Ärzte Zeitung vom 14.03.2019:

1 Jahr im Amt
Jens Spahn - Der rastlose Minister

Jens Spahn ist genau ein Jahr Gesundheitsminister. Er rast von einem Projekt zum nächsten. Unser Ampelsystem zeigt, in welchen Bereichen er die Ziele erreicht hat - und wo nicht. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=98 ... efpuryykqr

Spahn und die Selbstverwaltung
„Wie ein kleiner Sonnenkönig!“

Im Koalitionsvertrag steht der Satz: „Wir wollen die Selbstverwaltung stärken“. Bei den Adressaten wird diese Aussage nach mehreren gesetzlichen Eingriffen nur noch als zynisch empfunden. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=98 ... efpuryykqr
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