Der Pflegenotstand - zu wenig Pflegepersonal für immer mehr Patienten und pflegebedürftige Menschen

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Rund 8.000 neue Pflegevollkräfte in zwei Jahren

Beitrag von WernerSchell » 08.08.2018, 18:19

DKG zur Krankenhausstatistik 2017 des Statistischen Bundesamtes
Rund 8.000 neue Pflegevollkräfte in zwei Jahren


In den Jahren 2016 und 2017 haben die deutschen Krankenhäuser nach Angaben des Statistischen Bundesamtes insgesamt rund 8.000 neue Pflegevollkräfte eingestellt. Damit bestätigt sich der seit Jahren vollzogene Zuwachs an Pflegekräften. "Alleine 2017 haben wir 3.400 neue Vollkräfte in der Pflege eingestellt. Und die Entwicklung ist auch nachhaltig, denn seit rund zehn Jahren nimmt die Zahl der Pflegekräfte zu", erklärte Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).
Die Zahlen machen deutlich, dass die Krankenhäuser in dem Maße einstellen, wie der Arbeitsmarkt es möglich macht. "Die immer wieder vorgetragene Behauptung, Krankenhäuser würden aus Gründen der "Gewinnmaximierung" Stellen nicht besetzen, ist schlichtweg falsch und wird durch Wiederholung nicht besser. Die Kliniken stellen ein und würden gerne noch mehr einstellen. Aber der Arbeitsmarkt gibt das nicht her", betonte Baum.
In allen Bereichen des Personals findet ein Zuwachs statt. Im nichtärztlichen Personal, das auch andere pflegeunterstützende Tätigkeiten umfasst, beträgt der Zuwachs 3,6 Prozent. Alleine 2017 sind hier 26.000 neue Stellen geschaffen worden.
Dateien
• 2018-08-08-PM_DKG zur KH-Statistik des Statistischen Bundesamtes. (docx, 59 KB) > https://www.dkgev.de/media/file/91581.2 ... amtes.docx
• 2018-08-08-PM_DKG zur KH-Statistik des Statistischen Bundesamtes (pdf, 59 KB) > https://www.dkgev.de/media/file/91591.2 ... samtes.pdf
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder - 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände - in der Bundes- und EU-Politik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 1.951 Krankenhäuser versorgen jährlich 19,5 Millionen stationäre Patienten und rund 20 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,2 Millionen Mitarbeitern. Bei 97 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

Kontakt:
Joachim Odenbach (Leitung)
Holger Mages
Dagmar Vohburger
Rike Stähler
Tel. (030) 3 98 01 - 1020 / - 1022 / - 1023 / - 1024

Sekretariat
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Tel. (030) 3 98 01 -1021
Fax (030) 3 98 01 -3021
e-mail: pressestelle@dkgev.de
web: www.dkgev.de

Quelle: Pressemitteilung vom 08.08.2018
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Ältere Frauen in Pflegeberufen häufiger psychisch erkrankt

Beitrag von WernerSchell » 24.08.2018, 10:30

Rheinische Post vom 24.08.2018:
Belastungen im Arbeitsalltag
Ältere Frauen in Pflegeberufen häufiger psychisch erkrankt

Berlin Ältere Frauen leiden überdurchschnittlich oft unter psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen und dies insbesondere in Pflege- und Erziehungsberufen. Doch noch tun die Regierung und Branchen zu wenig dagegen.
Von Birgit Marschall und Eva Quadbeck
Ältere Frauen sind im Vergleich zu Männern und zu jüngeren Frauen deutlich häufiger krankgeschrieben und beantragen wegen ihrer psychischen Erkankungen auch deutlich häufiger eine vorzeitige Erwerbsminderungsrente. Das geht aus der Antwort des Arbeitsministeriums auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die unserer Redaktion vorliegt.
... (weiter lesen unter) ... https://rp-online.de/leben/gesundheit/n ... d-31786875
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Die Wiedereinführung des Selbstkostendeckungsprinzips in der Krankenpflege ist völlig ungeeignet

Beitrag von WernerSchell » 19.09.2018, 18:46

Vorstand der INITIATIVE GESUNDHEITSWIRTSCHAFT (IGW) kritisiert die aktuelle Pflegegesetzgebung der Bundesregierung
„Die Wiedereinführung des Selbstkostendeckungsprinzips in der Krankenpflege ist völlig ungeeignet“


„Für einen attraktiven Anreiz sind Qualitäts- und Leistungsbezug unverzichtbare Aspekte eines jeden Finanzierungssystems“, erläutert der Vorsitzende der INITIATIVE GESUNDHEIT e. V. (IGW), Prof. Dr. Jörg F. Debatin, anlässlich des Gesundheitswirtschaftskongresses am 19.Und 20.9. 2018 in Hamburg. Deshalb sei das Selbstkostendeckungsprinzip für die Finanzierung von Krankenhäusern völlig ungeeignet. Es sei vielmehr gegen die Interessen der Patienten gerichtet.

Der stellvertretende Vorsitzende der IGW, Joachim Prölß, ergänzt: „Die Qualität der Pflege wird durch strukturierte Behandlungsabläufe bestimmt, die gleichzeitig den Patienten und den Pflegekräften zu Gute kommt.“ Deshalb müsse die Pflegequalität die Basis einer an dem Interesse der Patienten orientierter Finanzierung sein.

Für Debatin und Prölß ist ein wesentlicher Bestandteil der Zukunft der Pflege die Modernisierung der konkreten Arbeit. So ist die Digitalisierung in der Lage, die vorhandenen Expertinnen und Experten zu unterstützen, indem sie von berufsfremden Tätigkeiten entlastet werden. So müssen Pflegekräfte die Chance bekommen, das zu tun, weshalb sie ihren Beruf ergriffen haben, nämlich, die Patienten zu betreuen. Dazu müssen endlich die Arbeitsprozesse konsequent strukturiert werden.

„Krankenhausunternehmen, die diesen Weg beschreiten, müssen im Wettbewerb der Anbieter Vorteile generieren und deshalb wachsen können“,, so Debatin weiter. Er fordert deshalb, dass die Politik die innovativen Akteure der Gesundheitswirtschaft durch mehr Wettbewerb unter dem Motto: „Modernisierung vor Regulierung“ nachhaltig befördert. Die vor uns liegenden gesellschaftlichen Herausforderungen können nur gelöst werden, wenn die Gesundheitsbetriebe von unternehmerisch geprägten Managern geführt werden, die in einer staatlich bestimmten, den wirtschaftlichen Rahmen für alle Akteure gleichermaßen vorgebenden, Marktordnung agieren.

Unternehmer und Manager in der INITIATIVE GESUNDHEITSWIRTSCHAFT aktiv
Der soziale Konsens, kranke Menschen - unabhängig von ihren eigenen finanziellen Möglichkeiten - mit moderner Medizin zu behandeln, muss zu einem der bedeutenden Werte des künftigen gemeinsamen Europas werden. Dazu ist angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen eine große Anstrengung vieler engagierter Kräfte notwendig. Die in der INITIATIVE GESUNDHEITSWIRTSCHAFT vereinten Unternehmer und Manager sind bereit, für eine gute Medizin für alle einzutreten. Sie sind davon überzeugt, dass die aktiven Unternehmen der Gesundheitswirtschaft durch Leistung, Qualität und Produktivität einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung dieses Ziels erbringen können. Dazu muss die Politik den Wettbewerb und damit Wachstum fördern. Die IGW will darum ein Bewusstsein für die Bedeutung der Branche schaffen, denn nur gemeinsam, durch unternehmerische, kreative und innovative Kooperation aller Akteure sind die kommenden Jahre steuer- und gestaltbar. Wir appellieren an Unternehmer und Manager der Gesundheitsbranche, Mitglied der INITIATIVE GESUNDHEITSWIRTSCHAFT zu werden, um die Zukunft selbst mitzubestimmen und der Branche endlich eine starke Stimme zu verleihen.

Weitere Informationen unter: www.initiative-gesundheitswirtschaft.org

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Dietmar Reese, Geschäftsführer der INITIATIVE GESUNDHEITSWIRTSCHAFT e.V. (IGW)
Palisadenstraße 48, 10243 Berlin
Tel.: 0178 / 822 40 78
Mail: info@igw.de
Web: www.initiative-gesundheitswirtschaft.org

Quelle: Pressemitteilung vom 19.09.2018
Initiative Gesundheitswirtschaft e.V.
Geschäftsführer: Dietmar Reese
Palisadenstraße 48, 10243 Berlin
Telefon + 49 (0)30 49 85 50 65
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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