Zu wenige Betreuungsplätze für junge Pflegebedürftige

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

Moderator: WernerSchell

Gesperrt
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 19645
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Zu wenige Betreuungsplätze für junge Pflegebedürftige

Beitrag von WernerSchell » 09.11.2017, 15:18

Barmer-Pflegereport 2017

Zu wenige Betreuungsplätze für junge Pflegebedürftige

Bild
Quelle: KariDesign / Fotolia

Berlin, 9. November 2017 - In Deutschland fehlen bundesweit tausende Betreuungsplätze für junge Pflegebedürftige. Das geht aus dem Pflegereport der Barmer hervor, der heute in Berlin vorgestellt wurde. Demnach gibt es laut einer repräsentativen Barmer-Umfrage bei Pflegebedürftigen unter 60 Jahren, beginnend mit dem frühen Kindesalter, etwa 4.000 teilstationäre und rund 3.400 Kurzzeitpflegeplätze zu wenig. Zudem können junge Pflegebedürftige häufig nicht so wohnen, wie sie es bevorzugen, weil die entsprechenden Angebote fehlen. „Für junge Pflegebedürftige geht das Angebot an geeigneten Pflegeplätzen an deren Bedürfnissen vorbei, Wunsch und Wirklichkeit klaffen häufig auseinander. Die Situation der jungen Pflegebedürften muss dringend verbessert werden, und zwar kurzfristig. Hier sind Politik, Pflegekassen und Leistungserbringer gleichermaßen gefragt“, forderte Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.

Junge Pflegebedürftige haben andere Wünsche als ältere

Laut dem Barmer-Pflegereport gab es im Jahr 2015 insgesamt 386.000 Pflegebedürftige unter 60 Jahren. Das entspricht 13,5 Prozent der 2,86 Millionen Pflegebedürftigen mit den Pflegestufen I bis III. Sie unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von älteren Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Während der weitaus größere Teil aller Pflegebedürftigen weiblich ist, verhält es sich bei den jüngeren genau entgegengesetzt. So gab es unter ihnen im Jahr 2015 „nur“ 175.000 weibliche, aber 211.000 männliche Pflegebedürftige. Insgesamt haben die jüngeren Betroffenen andere Krankheitsbilder und leiden eher selten an Demenz oder den Folgen von Schlaganfällen. Nach der Analyse des Reports haben 35 Prozent Lähmungen, 32 Prozent Intelligenzminderungen, 24 Prozent eine Epilepsie und zehn Prozent das Down-Syndrom. „Junge Pflegebedürftige haben ganz andere Bedarfe als ältere. Dem müssen Pflegeeinrichtungen künftig verstärkt Rechnung tragen“, sagte der Autor des Barmer-Pflegereports, Prof. Dr. Heinz Rothgang von der Universität Bremen.

Zu wenig geeignete Plätze für pflegebedürftige Kinder und Jugendliche

Gerade für pflegebedürftige Kinder und junge Erwachsene bleibt der Wunsch nach einem selbststimmten Wohnen häufig unerfüllt. Wie die eigens durchgeführte Umfrage von mehr als 1.700 Versicherten ergeben hat, würden gerne 35 Prozent der Zehn- bis 29-Jährigen in eine Wohngruppe ziehen. Jedoch hat etwa jeder zweite Pflegebedürftige in dieser Altersklasse angegeben, dass sich sein Wechsel in eine Wohngruppe, aber auch in ein Pflege- oder Behindertenheim, deswegen zerschlagen hat, weil kein Platz in der Einrichtung vorhanden war. „Die unerfüllten Wünsche nach einem selbstbestimmten Wohnen vieler junger Pflegebedürftiger müssen für Politik, Bauwirtschaft und Interessensverbände ein Ansporn sein, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Erforderlich sind mehr ihrem Alter angepasste Wohnplätze für Kinder, Jugendliche und sehr junge Erwachsene“, sagte Straub.

Wunsch nach Kurzzeitpflege gut doppelt so hoch wie derzeit machbar

Vor allem bei der Kurzzeitpflege gibt es massive Versorgungslücken. So nutzen derzeit neun Prozent der jungen Pflegebedürftigen mindestens einmal im Jahr die Kurzzeitpflege. Tatsächlich aber würden gerne 19 Prozent auf dieses Angebot zugreifen. Damit ist der Wunsch nach Kurzzeitpflege um mehr als 100 Prozent höher, als er tatsächlich realisierbar ist. Defizite gibt es auch bei der Tagespflege, die lediglich 13 Prozent in Anspruch nehmen, wobei 20 Prozent den Wunsch danach hegen. Als wesentlichen Grund, warum die teilstationäre Pflege und die Kurzzeitpflege nicht wie gewünscht genutzt werden, gaben 43 beziehungsweise 40 Prozent der Betroffenen den Mangel an entsprechenden Angeboten für die jeweilige Altersgruppe an. Für 31 beziehungsweise 27 Prozent der betroffenen Befragten waren keine Angebote für die eigene Erkrankung vorhanden. „Die ergänzenden Pflegeleistungen, die die häusliche Pflege stärken sollen, würden insgesamt mehr genutzt werden, wenn die alters- und erkrankungsspezifischen Angebote gegeben wären“, sagte Rothgang.

Aus dem Barmer-Pflegereport 2017

Eigenanteile: Der Gesamteigenanteil für Heimbewohner liegt im Durchschnitt bei monatlich 1.691 Euro. Dabei ist die Streuung beachtlich. Für ein Viertel der Einrichtungen liegt der Gesamteigen-anteil unter 1.286 Euro, bei einem weiteren Viertel dagegen bei über 2.053 Euro und für ein Prozent der Einrichtungen sogar bei über 3.000 Euro. Auch auf Länderebene gibt es massive Unterschiede. So reicht der Gesamteigenanteil von 1.107 Euro in Sachsen-Anhalt bis hin zu 2.252 Euro in Nordrhein-Westfalen (Report Seite 30f.).
■ Pflegebedürftige: Die Zahl der Pflegebedürftigen ist von insgesamt 2,02 Millionen im Jahr 1999 um 51 Prozent auf 3,04 Millionen im Jahr 2015 angestiegen. Hier sind alle Personen mit den Pflegestufen null bis drei beinhaltet. Davon waren 1,93 Millionen weiblich und 1,11 Millionen männlich. Zuletzt waren 79,5 Prozent der männlichen Pflegebedürftigen 60 Jahre und älter, während 90,5 Prozent der weiblichen Pflegebedürftigen zu dieser Gruppe gehören. 41,2 beziehungsweise 64,1 Prozent waren 80 Jahre und älter (Seite 65).
■ Stellen in der Pflege: In der ambulanten Pflege hat sich die Zahl der Vollzeitstellen, wenn man Teil- und Vollzeitstellen zusammenrechnet, zwischen den Jahren 1999 und 2015 um 84 Prozent erhöht, von 125.400 auf 238.800 Personen. Im selben Zeitraum ist die Anzahl der Pflegebedürftigen, die sie versorgen, um 67 Prozent gestiegen, und zwar von 415.300 auf 692.300 Personen (Seite 131 f.).
■ Heimplätze: Im Jahr 2015 gab es 13.600 Pflegeheime in Deutschland mit insgesamt 928.900 Heimplätzen. Davon entfielen 877.100 Plätze auf die vollstationäre Pflege, 51.400 auf die Tagespflege und 400 Plätze auf die Nachtpflege (Seite 136 f.).

Quelle: Pressemitteilung vom 09.11.2017
Presseabteilung der BARMER
Athanasios Drougias (Leitung), Telefon: 0800 33 30 04 99 1421
Sunna Gieseke, Telefon: 0800 33 30 04 99 80 31
E-Mail: presse@barmer.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 19645
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Wir brauchen endlich Lösungen für die Pflege!

Beitrag von WernerSchell » 09.11.2017, 15:32

Wir brauchen endlich Lösungen für die Pflege!

Aus Anlass des heute in Berlin veröffentlichten BARMER Pflegereports 2017 weist der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) erneut auf die zahlreichen großen Herausforderungen hin, die im deutschen Pflegesystem unbewältigt auf Lösungen warten. „Die Zahl der Leistungsbezieher steigt kontinuierlich, die Anzahl der Heimplätze auch. Doch woher die Pflegefachpersonen kommen sollen, die heute und morgen eine verlässliche und qualitativ gute Pflege sicherstellen, wird scheinbar immer noch ausgeblendet“, sagt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein. „Wir sind bei der Bewältigung des Pflegefachkräftemangels keinen Schritt vorangekommen. Es gab und gibt viele politische Lippenbekenntnisse, dass der Beruf attraktiver gemacht werden müsse. Alles in allem ist es aber bislang bei leeren Versprechungen geblieben. In der Praxis hat sich die Arbeitssituation professionell Pflegender in der Zwischenzeit weiter verschärft. Die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs ab Januar 2017 war lange überfällig. Sie hat nun viele Hoffnungen geweckt und bietet eine Menge Potenzial, das jetzt für alle Beteiligten aber auch mit Leben erfüllt werden muss.

Bei der Entwicklung guter Wohn- und Betreuungskonzepte ist pflegerische Expertise maßgeblich einzubinden. Vorhandenes Fachkräftepotenzial muss gezielt aktiviert werden durch
 gute und gesunde Arbeitsbedingungen, die zum Bleiben am Arbeitsplatz motivieren,
 glaubwürdige Angebote an Beschäftigte in Teilzeit sowie Berufsaussteiger, den Vertragsumfang zu erhöhen bzw. ihren Beruf wieder aufzunehmen,
 wirksame Anreize an interessierte erfahrene Pflegende, sich zur Fachkraft qualifizieren zu lassen,
 Lernen von Best Practice Beispielen. Es gibt viele sehr gute Arbeitgeber in der Pflege, die in qualifiziertes Personal und angenehme, förderliche Bedingungen für Bewohnerinnen und Bewohner investieren. Und damit nicht nur messbare Erfolge erzielen, sondern verlässlich schwarze Zahlen schreiben.
Wir fordern erneut die zur Zeit sondierenden Parteien und darüber hinaus alle Abgeordneten im Bundestag auf, nach echten und nachhaltigen Lösungen für die Pflege in Deutschland zu suchen. Der DBfK ist gern bereit, seine Kompetenz und Vorschläge einzubringen“, so Biensteins Angebot an die künftige Bundesregierung.

Erst gestern wiesen die Wirtschaftsweisen in ihrem neuen Gutachten darauf hin, dass der Fachkräftemangel – gerade in der Gesundheitswirtschaft – künftig die weitere positive Entwicklung deutlich einschränken, sogar ausbremsen kann. Es gibt also zahlreiche Gründe, wirksam gegen den Pflegefachkräftemangel vorzugehen – spätestens ab sofort. Viel zu viel Zeit ist bereits vergeudet worden, in der motivierte Pflegefachpersonen ihren Beruf verlassen und interessierte Schulabgänger die Berufsoption Pflege wegen der unattraktiven Rahmenbedingungen verworfen haben.

Die Zeit drängt, die hilfebedürftigen Menschen heute und morgen haben das Recht auf eine gute Versorgung. Und wer sich darauf verlässt, dass auch in der Pflege die Digitalisierung der Silberstreif am Horizont des Fachkräftemangels werden wird, könnte schon heute feststellen: Der Kollege Roboter wird in ferner Zukunft allenfalls Unterstützung geben können, mehr nicht. Die fachlich qualifizierte, am individuellen Bedarf ausgerichtete aktivierende und nachhaltige Pflege durch den Menschen wird er niemals ersetzen.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
http://www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 09.11.2017
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
http://www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | Fax 030-219157-77 | Umsatzsteuer Id.Nr. DE 114235140
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 19645
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Gute Pflege auch für jüngere Menschen

Beitrag von WernerSchell » 09.11.2017, 15:34

0797 / 9. November 2017
Pressemitteilung von Pia Zimmermann


Gute Pflege auch für jüngere Menschen

„Eine teilhabeorientierte Pflege ist besonders für junge Menschen mit Pflegebedarf wichtig“, kommentiert Pia Zimmermann, Pflegeexpertin der Fraktion DIE LINKE, den aktuellen Barmer-Pflegereport, der auf die besonderen Bedürfnisse jüngerer Menschen mit Pflegebedarf aufmerksam macht. Zimmermann weiter:

„Der Pflegereport macht deutlich, dass Pflegebedürftigkeit Menschen in jedem Alter betreffen kann. Im Jahr 2015 gab es 386.000 Menschen unter 60 Jahren mit Pflegebedarf, heute dürften es deutlich mehr sein. Die spezifischen Bedürfnisse jüngerer Menschen müssen sich auch in einer anderen Ausgestaltung der Pflege spiegeln. Menschen, deren Pflegebedürftigkeit durch eine Behinderung entsteht, brauchen eine andere Versorgung als alte Menschen.

Menschen mit Pflegebedarf sind in jedem Alter ein Teil unserer Gesellschaft und dürfen nicht weiter vernachlässigt werden. Pflege soll in allen Altersgruppen individuell und teilhabeorientiert erfolgen. Dafür brauchen wir mehr Pflegefachkräfte, die sich auf die verschiedenen Bedürfnisse der Pflegeempfängerinnen und -empfänger einstellen können. Ich fordere die neue Bundesregierung eindringlich auf, dafür zu sorgen, dass die Anzahl der Pflegekräfte in allen Bereichen deutlich steigt.“

F.d.R. Christian Posselt
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Pressesprecher: Michael Schlick, Tel. 030/227-50016, Mobil 0172/373 13 55
Stellv. Pressesprecher: Hanno Harnisch, Tel. 030/227-51092, Mobil 0171/643 55 24
Stellv. Pressesprecher: Jan-Philipp Vatthauer Tel. 030/227-52801, Mobil 151/282 02 708
Telefax 030/227-56801, pressesprecher@linksfraktion.de, www.linksfraktion.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 19645
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Jung und pflegebedürftig? Keine Plätze da!

Beitrag von WernerSchell » 10.11.2017, 07:17

Ärzte Zeitung vom 10.11.2017:
Barmer-Report
Jung und pflegebedürftig? Keine Plätze da!

Junge Pflegebedürftige erhalten in Deutschland nicht die Art von Betreuung, die sie sich wünschen.
mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=94 ... efpuryykqr

Siehe auch unter
> http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... aetze.html

+++
Deutsches Ärzteblatt, 10.11.2017:
Junge Pflegebedürftige schlecht versorgt
Möglichst lange ohne fremde Hilfe leben können, das ist der Wunsch von vielen Pflegebedürftigen. Speziell bei den pflegebedürftigen Menschen unter 60 Jahren ist dieser Wunsch aber oft nicht ausreichend ...
> https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... t-versorgt
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 19645
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Pflegereport: Die vergessenen Kranken

Beitrag von WernerSchell » 10.11.2017, 09:08

Pflegereport: Die vergessenen Kranken
Die Zahl der jungen Pflegebedürftigen wächst. Doch laut des aktuellen Pflegereports der Barmer hat die Politik das bislang zu wenig auf dem Zettel.
Quelle: Handelsblatt
http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 58070.html
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 19645
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Pflegeheimplanung - Angebote teilweise unzureichend

Beitrag von WernerSchell » 08.05.2018, 07:02

Neuss-Grevenbroicher Zeitung am 8. Mai 2018:
Kaarst
Bedarf an Kurzzeitpflegeplätzen steigt
Kaarst. Im Sozialausschuss wurde jetzt über die aktuelle Situation sowie die Entwicklung in der Pflege diskutiert. Ältere Menschen wollen länger in den eigenen vier Wänden bleiben, der Fachkräftemangel verschärft sich.
Von Rudolf Barnholt
Anneli Palmen (SPD), Vorsitzende des Sozialausschusses, weiß, dass die Pflegebedarfsplanung eine komplizierte Angelegenheit ist: "Wir sind mit diesem Thema längst noch nicht am Ende." Das Thema wurde jetzt gründlich diskutiert. Neben den Ausschussmitgliedern beteiligten sich daran auch Markus Leßmann und Dirk Suchanek vom zuständigen Landesministerium. Patentlösungen gab es keine, aber eine Tendenz wurde erkennbar: Mit dem Bau eines vierten Altenpflegeheims ist es nicht getan, stattdessen sind innovative Lösungen gefragt. Ein zentrales Problem ist der Pflegekräftemangel.
… (weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kaa ... -1.7561597
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 19645
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Rhein-Kreis Neuss setzt Prioritäten für die Pflege

Beitrag von WernerSchell » 07.06.2018, 06:39

Aus Forum:
viewtopic.php?f=4&t=22180&p=103938#p103938

Neuss-Grevenbroicher Zeitung am 07.06.2018:

Pflege im Rhein-Kreis: Kreis setzt Prioritäten für die Pflege

Bild
Quelle: NGZ - Foto: dpa/Gregor Fischer

Rhein-Kreis Mehr Pflegepersonal und Kurzzeitpflegeplätze, der Ausbau der Heimfinder-App zu einer Datenbank, Quartiersarbeit – all das soll helfen, der wachsenden Zahl pflegebedürftiger Menschen in den kommenden Jahren Herr zu werden.
Von Anneli Goebels
Es ist eine Mammutaufgabe und eine, die den Rhein-Kreis in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen wird – die Pflege. Seit Dezember 2017 liegt der Pflegebedarfsplan des Hamburger Instituts für Wohnen und Stadtentwicklung (APL) vor, der seitdem in allen Fraktionen vorgestellt und diskutiert wurde. Und dabei überrascht eine Aussage niemanden, nämlich, dass angesichts der demografischen Entwicklung die Zahl der Pflegebedürftigen steigen wird. So ist laut Berechnungen des Instituts von 2017 bis 2030 mit einem Anstieg von rund 20 Prozent zu rechnen, bis 2040 sogar mit 25 Prozent. Auch wenn die Zeitspanne groß scheint, entsprechende Vorbereitungen müssen jetzt in Gang gesetzt werden.
… (weiter lesen unter) … https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/ ... d-23253043

+++
Bild

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat wiederholt zu den Pflegeheimplanungen des Rhein-Kreises Neuss Stellung genommen und auch beim Pflegetreff am 09.05.2018 zum Thema informiert. Es wurde ein Masterplan Pflege gefordert. Darin sollten alle erforderlichen Vorgaben für eine gute Pflege im Rhein-Kreis Neuss unter Beteiligung aller insoweit wichtigen Akteure ausgeführt werden. Siehe insoweit unter > viewtopic.php?f=4&t=22618

Solche Planungserwägungen sollten auch landes- und bundesweit aufgegriffen werden. Dazu wurde angemerkt:

Pflegenotstand auflösen und kommunale Quartiershilfen gestalten - entsprechende Maßnahmen müssen in einem „Masterplan Pflege“ gebündelt werden. Dies verdeutlicht Pro Pflege … in einer Pressemitteilung vom 01.06.2018 und macht damit in Richtung Politik Druck. Entgegen den bisherigen öffentlichen Bekundungen hat die GroKo das wirkliche Ausmaß der Pflegemisere in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nicht verstanden. Es müssen grundlegende Verbesserungen eingeleitet und umgesetzt werden. Dazu ganz einfach der Hinweis: "Mit zwei kleinen Schritten kommt man nicht über einen Abgrund".
Siehe u.a. unter viewtopic.php?f=4&t=22646&p=103825#p103825 bzw. viewtopic.php?f=4&t=22618&p=103827#p103827
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

Gesperrt