Fach "Gesundheit" gehört in den Schulunterricht

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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WernerSchell
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Wie Rauchen die Gene beeinflusst

Beitrag von WernerSchell » 25.09.2018, 05:54

Ärzte Zeitung vom 25.09.2018:
Blutgefäße
Wie Rauchen die Gene beeinflusst

Neue Erkenntnis zu den Folgen des Zigarettenkonsums: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bei Rauchern ein bestimmtes Gen aktiver ist als bei Nichtrauchern. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr
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WernerSchell
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Prävention muss in der Schule beginnen

Beitrag von WernerSchell » 27.09.2018, 12:57

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MHH-Forscher: „Prävention muss in der Schule beginnen“

REBIRT active-Studie zeigt, dass Fitness mit Bewegung im Unterricht verbessert wird

Zwischenergebnisse, die Mut machen: Wissenschaftler des Exzellenzclusters REBIRTH haben nach dem ersten Jahr ihrer REBIRTH active school-Studie nachweisen können, dass Bewegung im Unterricht als Präventivmaßnahme erfolgreich ist. „Wir können zeigen, dass derartige Bewegung nicht nur die altersgerechte körperliche Entwicklung von Zweit- und Fünftklässlern positiv beeinflusst, sondern auch die Leistungsfähigkeit verbessert“, sagt Professor Dr. Axel Haverich, Sprecher des Exzellenzclusters REBIRTH (Von Regenerativer Biologie zu Rekonstruktiver Therapie), von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). „Prävention wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger – gesunde Lebensweise muss schon in der Schule gelernt werden.“

WHO fordert eine Stunde Bewegung pro Tag

Seit April 2017 nehmen mehr als 300 Schüler der zweiten und fünften Klassen an fünf Schulen (zwei im Stadtgebiet Hannover, drei im Kreis Lippe) an der Untersuchung teil. Mehrmals täglich werden die Kinder durch Sportwissenschaftler mit Unterstützung der Lehrkräfte angeleitet, sich während des Schulalltags, also auch im Unterricht, zu bewegen. Mehr als die Hälfte der sportlichen Aktivitäten findet während des Unterrichts statt, zum Beispiel Rechenjogging im Matheunterricht oder Koordination und Ausdauerübungen in anderen Fächern. Ziel ist es, mindestens die eine Stunde Bewegung pro Tag zu erzielen, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert. Im ersten Studienjahr nahmen 190 Kinder an den Aktivitäten teil, 120 Kinder bildeten die Kontrollgruppe.

„Aktivität wird nahezu im Vorübergehen erreicht“

Professor Dr. Uwe Tegtbur, Direktor des MHH-Instituts für Sportmedizin ist von den Zwischenergebnissen begeistert: „Die Fitness der aktiven Kinder – ihre Ausdauer, Koordinationsfähigkeit, ihre Schnelligkeit und ihre Kraft ¬– haben sich in dem einen Jahr doppelt so gut verbessert wie die der Kinder in der Kontrollgruppe“, sagt Professor Tegtbur. Und das Beste: „Die sportliche Aktivität wird nahezu im Vorrübergehen während des Unterrichts erreicht.“ Fünfminütige Bewegungseinheiten während der Schulstunde sorgten zudem dafür, dass die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben und anschließend dem Unterricht wieder konzentrierter folgen könnten.

Hinweise, dass aktive Kinder weniger Bauchfett bilden

Auch die Untersuchung der Kinder von Kinderärzten der MHH geben positive Anhaltspunkte. „Die Gefäße der Kinder in der Bewegungsgruppe sind elastischer geblieben. Auch zeichnen sich Hinweise ab, dass aktive Kinder weniger Bauchfett ansetzen“, erklärt Professorin Dr. Dr. Anette Melk, Oberärztin am Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin der MHH. Eine geringere Gefäßelastizität und mehr abdominelles Fett gelten als wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im zweiten Jahr der Studie werden auch die 120 Kinder, die bisher in der Kontrollgruppe waren, von den Bewegungseinheiten profitieren.

„Schulen müssen aktiven Part übernehmen“

Die REBIRTH-Wissenschaftler sind sich einig, dass Bewegung stärker in den Lernprozess integriert werden muss. „Die Prävention kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Schulen einen aktiven Part übernehmen“, betont Sportmediziner Professor Tegtbur.

Quelle: Pressemitteilung vom 27.09.2018
Stefan Zorn Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Medizinische Hochschule Hannover
https://idw-online.de/de/news702933
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Rauchen ist Leitthema im Bundesgesundheitsblatt

Beitrag von WernerSchell » 09.11.2018, 09:27

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Presseinformation des Robert Koch-Instituts vom 09.11.2018

Rauchen ist Leitthema im Bundesgesundheitsblatt

Wer raucht denn noch? Wie gefährlich sind E-Zigaretten? Wie funktionieren Tabakerhitzer? Was ist die Smokerface-Kampagne? „Rauchverhalten in Deutschland: Trends, Produkte, Prävention“ ist Leitthema in der November-Ausgabe des Bundesgesundheitsblatts. Insgesamt elf Beiträge bieten einen Überblick über Situation und Trends beim Tabakkonsum, bei elektronischen Inhalationsprodukten und bei der Tabakprävention. „Würde in Deutschland niemand rauchen, wäre die wichtigste vermeidbare Ursache für chronische Erkrankungen und vorzeitigen Tod in unserem Land beseitigt“, betont Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts.

In Deutschland waren nach Berechnungen des Zentrums für Krebsregisterdaten des Robert Koch-Instituts etwa 72.000 Krebserkrankungsfälle im Jahr 2010 dem Rauchen zuzuschreiben. Das sind etwa 23% aller Krebsneuerkrankungen bei Männern sowie 8% bei Frauen. Es dauert mehrere Jahrzehnte, bis man Änderungen im Rauchverhalten von Bevölkerungsgruppen in den Krebsraten erkennt.

Seit Anfang der Neunzigerjahre sinken in fast allen Altersgruppen die Anteile der Raucher, besonders deutlich ist der Rückgang in den jüngeren Altersgruppen seit Anfang der 2000er-Jahre. Die sinkenden Zahlen gehen in erster Linie auf zahlreiche tabakpräventive Maßnahmen zurück, etwa Rauchverbote in öffentlichen Bereichen. Dennoch ist aufgrund des nach wie vor hohen Raucheranteils mittelfristig weiterhin von massiven gesundheitlichen Folgen durch den Tabakkonsum der Bevölkerung auszugehen. „Daher sollten Maßnahmen der Tabakprävention und zur Förderung des Rauchausstiegs in allen Altersgruppen weiter vorangetrieben werden“, unterstreicht Lothar H. Wieler.

Tabakprävention ist Thema in vier der elf Beiträge des Leitthemas. Das WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle im Deutschen Krebsforschungszentrum gibt einen Überblick über Präventionsaktivitäten in Deutschland und international. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erläutert ihre „rauchfrei“-Kampagne. Zwei Beiträge gehen auf erfolgreiche Praxisbeispiele ein: den „Be Smart – Dont´t Start“-Wettbewerb für Schulklassen, bei dem sich die teilnehmenden Klassen verpflichten, ein halbes Jahr lang „rauchfrei“ zu sein und das Netzwerk „Aufklärung gegen Tabak“, eine 2012 in Deutschland gegründete Initiative, bei der sich Medizinstudenten und Ärzte ehrenamtlich fürs Nichtrauchen engagieren. Dabei werden auch moderne Medien wie die Smokerface-App eingesetzt. Die App prognostiziert auf der Grundlage eines Selfies die negativen Veränderungen im Gesicht, die durch das Rauchen entstehen würden.

Seit einigen Jahren werden neben Tabakzigaretten auch elektronische Inhalationsprodukte vermarktet, insbesondere E-Zigaretten und Tabakerhitzer. Sie setzen weniger Schadstoffe frei als herkömmliche Tabakzigaretten, bergen aber nach wie vor gesundheitliche Risiken, und auch das Suchtpotenzial bleibt bestehen. In drei Beiträgen werden die Nutzung von E-Zigaretten und Tabakerhitzern in der Bevölkerung, die subjektive Einschätzung der Gesundheitsgefahren und ein Vergleich der Emissionen von Tabakerhitzern mit denen konventioneller Zigaretten vorgestellt. Ob die elektronischen Inhalationsprodukte den Einstieg in das Rauchen erleichtern oder bei der Tabakentwöhnung nutzen könnten, ist nach wie vor offen.

Weitere Informationen:
Editorial zum Leitthema im Bundesgesundheitsblatt: https://rdcu.be/baYDw Daten und Links zum Thema Rauchen: www.rki.de/rauchen
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