Altersarmut in Deutschland steigt - Wandel der Arbeitswelt

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Altersarmut in Deutschland steigt - Wandel der Arbeitswelt

Beitrag von WernerSchell » 24.07.2017, 05:52

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Wandel der Arbeitswelt lässt Altersarmut in Deutschland steigen
Studie der Bertelsmann-Stiftung - 26.06.2017

Unbefristete Jobs und lange beim gleichen Arbeitgeber – für viele Deutsche normal, für viele aber auch nicht. Stattdessen kennen immer mehr Menschen nur befristete Verträge, Mini-Jobs, Phasen der Erwerbslosigkeit und niedrige Löhne. Das deutsche Rentensystem ist auf diesen Wandel der Arbeitswelt nicht ausreichend vorbereitet, das Altersarmutsrisiko steigt weiter.

Der Eine hat einen befristeten Vertrag, die Andere arbeitet in Teilzeit, der Nächste ist über eine Leih- oder Zeitarbeitsfirma angestellt – und alle erhalten ein vergleichsweise niedriges Gehalt: Für viele Bürger Realität. Auf Menschen in diesen atypischen Beschäftigungsverhältnissen, auf Personen mit unterbrochenen Erwerbsbiographien und mit geringen Einkommen ist unser Rentensystem nicht ausreichend vorbereitet. Im Untersuchungszeitraum 2015 bis 2036 steigt für verschiedene Gruppen das Risiko, im Alter arm zu werden. Am stärksten betroffen sind alleinstehende Frauen, Niedrigqualifizierte und Langzeitarbeitslose. Das zeigt unsere neue Studie und macht klar: Die meisten der aktuellen Rentenreformvorschläge können die steigende Altersarmut nicht stoppen, da sie nicht genau auf die besonders bedrohten Menschen und den Niedriglohnsektor eingehen.

Schon bald könnte jeder fünfte Rentner von Altersarmut bedroht sein

Unsere Studie liefert erstmals Erkenntnisse über den Verlauf der Altersarmut bei den "Babyboomern", den geburtenstarken Jahrgängen der 1950er und 1960er Jahre, die ab 2022 in Rente gehen. Unter zukünftigen Rentnern dieser Generation steigt das Altersarmutsrisiko bis 2036 auf 20 Prozent (2015: 16 Prozent). Damit wäre künftig jeder fünfte Neurentner von Altersarmut bedroht. Als armutsgefährdet gelten Rentner, wenn ihr monatliches Netto-Einkommen unter 958 Euro liegt.

Außerdem könnte parallel auch die Grundsicherungsquote bei dieser Generation weiter ansteigen: 7 Prozent der Neurentner wären dann auf finanzielle Unterstützung vom Staat angewiesen, weil ihr Ruhegehalt nicht für den Lebensunterhalt reicht (2015: 5,4 Prozent).

"Wir brauchen weitere Reformen für den Ruhestand: Wenn die Babyboomer-Generation in Rente geht, könnte es zu einem bösen Erwachen kommen. Um das Rentensystem zukunftsfest zu gestalten, müssen wir es heute an die veränderten Rahmenbedingungen der Arbeitswelt anpassen."
Aart De Geus, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung

Für den Anstieg des Altersarmutsrisikos sind verschiedene Faktoren verantwortlich

Zum steigenden Altersarmutsrisiko tragen der Studie zufolge vor allem zwei Faktoren bei: Zum einen die in der Vergangenheit gestiegene Verbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse, prekärer Arbeitsverhältnisse im Niedriglohnsektor und unterbrochener Erwerbsbiographien. Zum anderen sinkt das Rentenniveau durch die demografische Entwicklung und rentenrechtliche Veränderungen kontinuierlich, während die zum Ausgleich geschaffene private Altersvorsorge nicht flächendeckend wirkt.

Alleinstehende Frauen, Niedrigqualifizierte und Langzeitarbeitslose am stärksten betroffen

Für alleinstehende Frauen, Langzeitarbeitslose und Niedrigqualifizierte ist das Risiko am höchsten, im Alter arm zu werden. Bei alleinstehenden Frauen steigt die Grundsicherungsquote zwischen 2015 und 2036 von 16 auf fast 28 Prozent. Somit wäre künftig fast jede dritte alleinstehende Neurentnerin auf finanzielle Unterstützung vom Staat angewiesen. Bei Langzeitarbeitslosen steigt die Grundsicherungsquote von 19 auf 22 Prozent, bei Menschen ohne Berufsausbildung von 10 auf 14 Prozent.

Große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland

Bei der Entwicklung der Grundsicherungsquote gibt es starke Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Für Neurentner aus den ostdeutschen Bundesländern verdoppelt sich die Quote bis 2036 von 5 auf 11 Prozent, in den westdeutschen Bundesländern steigt sie hingegen "nur" leicht von 5,5 auf 6 Prozent. Laut Christof Schiller, Arbeitsmarktexperte der Bertelsmann Stiftung, ist das vor allem auf die Umbrüche am ostdeutschen Arbeitsmarkt seit den 1990er Jahren zurückzuführen.

Rentensystem muss Risikogruppen und Erwerbsbiographien besser berücksichtigen

Um den Anstieg des Altersarmutsrisikos zu stoppen, müssten künftige Rentenreformen stärker die besonders betroffenen Gruppen, die sich verändernden Erwerbsbiographien und die Situation an den Kapitalmärkten in den Blick nehmen.

"Die aktuellen Reformdebatten gehen oft an der Wirklichkeit vorbei und lösen kaum die grundlegenden Ursachen der Altersarmut. Diskussionen um eine Stabilisierung des Rentenniveaus helfen Risikogruppen nicht weiter, die schon während ihrer Berufsjahre nur schlecht von ihrem Gehalt leben können."
Christof Schiller, Arbeitsmarktexperte der Bertelsmann Stiftung

Zwar sei zu begrüßen, dass die Rentenreformdebatte zuletzt wieder deutlich an Fahrt aufgenommen hat, so Christof Schiller. Es bleibe aber größtenteils ungeklärt, ob und wie sich die Ziele einer künftigen Sicherung des Lebensstandards und der Armutsvermeidung im Alter miteinander vereinbaren lassen.

Um Altersarmut gezielt bekämpfen zu können, muss gleichzeitig an unterschiedlichen Punkten angesetzt werden:
-die nachhaltige Vermittlung von Risikogruppen in den Arbeitsmarkt muss erhöht werden
-Brüche im Erwerbsverlauf eines Menschen sollten durch die Arbeitsmarktpolitik besser pro-aktiv abgesichert werden
-das Alterssicherungssystem muss so umgebaut werden, dass es besser vor Nullzinsphasen, unsteten Erwerbsbiographien und niedrigen Erwerbseinkommen schützt

Eine Zusammenfassung der zentralen Studienergebnisse gibt's in Form eines "Policy Briefs". Die komplette Studie finden Sie hier: > https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/ ... -bis-2036/

Quelle: Bertelsmann-Stiftung
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/ ... t-steigen/

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Die Rheinische Post berichtete am 27. Juni 2017:
Bertelsmann-Studie
Armutsrisiko im Alter nimmt stark zu


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Berlin. Jeder fünfte Neu-Rentner könnte nach einer Bertelsmann-Studie im Jahr 2036 unter die Armutsschwelle fallen. Vor allem alleinstehende Frauen sind betroffen. Die Studienautoren fordern mehr Hilfen für bestimmte Risikogruppen.
Von Birgit Marschall
Jeder fünfte Neu-Rentner könnte in rund 20 Jahren von Armut bedroht sein. Davor warnt eine aktuelle Studie, die die Wirtschaftsforschungsinstitute DIW und ZEW im Auftrag der Bertelsmann Stiftung geschrieben haben. Demnach steigt in den Jahren bis 2036 das Risiko, im Alter arm zu sein, von heute 16 auf 20 Prozent der über 67-Jährigen. Besonders betroffen davon seien alleinstehende Frauen, Menschen ohne Berufsausbildung und Langzeitarbeitslose. Als armutsgefährdet gelten Rentner mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 968 Euro. Auch der Anteil derer, die von der staatlichen Grundsicherung im Alter abhängig sein werden, steigt laut der Studie von derzeit fünf auf sieben Prozent bis 2036.
… (weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/wirtschaft/armu ... -1.6907759

Altersarmut nimmt in Deutschland drastisch zu
Den Ruhestand sorgenfrei genießen? Für immer mehr Senioren wird das unmöglich. Bis 2036 steigt die Altersarmut laut einer Studie deutlich, und die Reformpläne der Politik helfen kaum.
Quelle: Der Spiegel > http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 53561.html

>>> Beiträge zum Thema Altersarmut im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk:
viewtopic.php?f=4&t=18264&hilit=Altersarmut
viewtopic.php?f=4&t=20246&hilit=Altersarmut
viewtopic.php?f=4&t=22142&hilit=Altersarmut
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http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Altersarmut - VDK fordert höhere Mütterrente

Beitrag von WernerSchell » 10.08.2017, 06:16

Ärzte Zeitung vom 10.08.2017:
Altersarmut - VDK fordert höhere Mütterrente
Zum Schutz von Frauen vor Altersarmut fordert der Sozialverband VdK eine Ausweitung der Mütterrente und einen eigenen Freibetrag von 200 Euro in ...
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=940 ... fpuryyqrde
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Armutsgefährdung in den Bundesländern weiter unterschiedlich

Beitrag von WernerSchell » 29.08.2017, 07:07

PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 298 vom 29.08.2017

Armutsgefährdung in den Bundesländern weiter unterschiedlich

WIESBADEN – Das Armutsrisiko war - gemessen an der Armutsgefährdungsquote - im Jahr 2016 in den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg
mit 11,9 % und Bayern mit 12,1 % am geringsten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wies das bundesweit höchste Armutsrisiko Bremen
mit 22,6 % auf, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 21,4 % und Mecklenburg-Vorpommern mit 20,4 %.
Die Armutsgefährdungsquote ist ein Indikator zur Messung der relativen Einkommensverteilung.

+++
Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) ist im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Herausgeber:
DESTATIS | Statistisches Bundesamt
Gustav-Stresemann-Ring 11
65189 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 611 / 75 - 34 44
http://www.destatis.de/kontakt

Erreichbarkeit: montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr.
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Bei 500.000 Senioren reicht die Rente nicht

Beitrag von WernerSchell » 02.09.2017, 07:19

Die Rheinische Post berichtete am 1. September 2017:

Grundsicherung bei über 65-Jährigen
Bei 500.000 Senioren reicht die Rente nicht


Exklusiv | Berlin. Immer mehr Menschen sind im Alter auf Grundsicherung angewiesen. Die Zahl der über 65-jährigen Empfänger von Grundsicherung stieg in den vergangenen zehn Jahren um rund 44 Prozent.
Von Jan Drebes und Eva Quadbeck
Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die unserer Redaktion vorliegt.
2006 bezogen noch 364.535 Menschen die staatliche Leistung, 2016 waren es bereits 525.595 – zumeist Frauen. Nach Daten des Bundesarbeitsministeriums bekamen 308.726 Frauen und 216.869 Männer die Leistung. Einen überproportional starken Anstieg gab es bei Ausländern. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Fälle um 76 Prozent – von 74.247 Empfängern 2006 auf 130.323 im vergangenen Jahr. Damit verfügt rund ein Viertel der Grundsicherungsempfänger nicht über einen deutschen Pass.
... (weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/wirtschaft/fina ... -1.7052755
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Veränderungsdruck der Globalisierung bestimmt das Bewusstsein stark

Beitrag von WernerSchell » 06.01.2018, 16:49

Die Rheinische Post berichtet am 6. Januar 2018:

Andreas Voßkuhle im Interview
"Das Recht fühlt sich kalt an"

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Andreas Voßkuhle (54), Präsident des höchsten deutschen Gerichts, beim Interview in Essen. FOTO: Andreas Bretz

Essen. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, spricht im Interview mit unserer Redaktion über die Regierungsbildung in Berlin, den Elitenhass - und über die Bücher auf seinem Nachttisch.
Von Michael Bröcker und Henning Rasche
...
Spüren Sie einen Vertrauensverlust in den Rechtsstaat?

Voßkuhle Sagen wir einmal so: Ich spüre mitunter eine gewisse emotionale Distanz zu den Institutionen des demokratischen Verfassungsstaats. Die hat es an den politischen Rändern immer gegeben, nicht aber in der Mitte der Gesellschaft.

Würden Sie den Beginn dieser Entwicklung auf 2015 datieren, die Flüchtlingskrise?

Voßkuhle Die Flüchtlingskrise ist aus meiner Sicht nicht die eigentliche Ursache. Sie war aber sicherlich ein Verstärker für die Unzufriedenheit, die in der Gesellschaft bereits keimte. Gerade wenn Sie die Reichsbürger ansprechen, die existieren bereits seit vielen Jahren. Mir scheint der Veränderungsdruck der Globalisierung das Bewusstsein stärker zu bestimmen. Die Frage, die viele Bürgerinnen und Bürger umtreibt, ist: Finden meine Werte und Wünsche, meine Heimat und meine Kultur in einer globalisierten Welt noch hinreichend Berücksichtigung?
...


Quelle und weitere Informationen:
http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.7303982
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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DBfK fordert mehr Einsatz gegen Armut

Beitrag von WernerSchell » 12.03.2018, 18:47

DBfK fordert mehr Einsatz gegen Armut

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) unterstützt den Aufruf des Paritätischen ‚Arme Menschen nicht gegeneinander ausspielen – Sozialleistungen endlich erhöhen‘ und fordert als Mitunterzeichner mehr politische Initiative zur Bekämpfung von Armut in Deutschland. „Kann es in einem so reichen und wirtschaftlich blühenden Land und mit leistungsfähigen Sozialsystemen überhaupt Armut geben? Ja, durchaus, der Gedanke daran wird allerdings gerne verdrängt. Die Ursachen sind vielfältig, müssen aber endlich wirksam angepackt werden. Der politische Wille dazu ist durchaus ausbaufähig und wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie Verantwortung zeigt. Schließlich gehört Deutschland zu den 193 Nationen, die sich 2015 den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen verpflichtet haben und seitdem ihr politisches Handeln daran messen lassen müssen. Ziel Nr. 1 lautet: Armut in allen Formen und überall beenden. Auch der DBfK unterstützt die Entwicklungsziele und wird nicht nachlassen, sie einzufordern“, sagt DBfK-Sprecherin Johanna Knüppel.

Der Fünfte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (2017) zeigt, dass sich die Armutsrisikoquote seit 2005 nicht nennenswert verbessert hat. Ein hohes Armutsrisiko tragen nach wie vor Arbeitslose, Alleinerziehende, niedrig Qualifizierte und Menschen mit Migrationshintergrund. Relativ arm ist und bleibt auch im Alter, wer in einem prekären Beschäftigungsverhältnis arbeitet oder früh erwerbsunfähig wird. In der Pflegebranche ist dieses Risiko wegen der verbreiteten Teilzeit, oft niedrigen Gehältern sowie berufsbedingten Erkrankungen recht hoch. Hier sind die Tarifpartner sowie nicht tarifgebundene Unternehmer in der Pflicht: Gute Arbeit in der Pflege verdient guten Lohn! Ein Appell geht aber auch an alle professionell Pflegenden, sich in Zeiten des Pflegefachkräftemangels nicht ‚unter Wert‘ zu verkaufen.

Zu einem Armutsrisiko können auch Krankheit und/oder Pflegebedürftigkeit werden. Zuzahlungen und Eigenanteile summieren sich schnell und häufig sind den Betroffenen Befreiungsklauseln und abrufbare Fördermittel nicht bekannt oder nicht zugänglich. Gerade hier können Pflegefachpersonen beratend und wirksam unterstützen. Dass Armut krank machen kann ist hinlänglich bewiesen. Denn wichtige Voraussetzungen für gute Gesundheit wie z.B. Zugang zu fundiertem Wissen, ein gesundes Wohnumfeld und hochwertige Ernährung sind für Menschen mit geringem Einkommen oft unerschwinglich.

„(…) Wir fordern die zukünftige Bundesregierung auf, die Regelsätze in Hartz IV und der Sozialhilfe auf ein bedarfsgerechtes und existenzsicherndes Niveau anzuheben. Dies muss auch für die Leistungen für Geflüchtete gelten, die bisher sogar noch niedriger sind. Sozialleistungen müssen nicht nur das nackte Überleben, sondern auch ein Mindestmaß an Teilhabe ermöglichen.“
Der Aufruf des Paritätischen ist unter http://www.der-paritaetische.de/aufruf/?no_cache=1 zu finden. Der DBfK lädt ein, sich als Mitunterzeichner anzuschließen.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 12.03.2018
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | Fax 030-219157-77 | Umsatzsteuer Id.Nr. DE 114235140
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Kampf gegen Armut durch Pflegebedarf

Beitrag von WernerSchell » 27.03.2018, 06:18

Ärzte Zeitung vom 27.03.2018:
Stiftung Patientenschutz
Brysch fordert Kampf gegen Armut durch Pflegebedarf

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgefordert, Armut durch Pflegebedürftigkeit zu bekämpfen. "Fast 440 000 Pflegebedürftige brauchen Sozialhilfe, um ihre Pflege zu bezahlen", sagte Vorstand Eugen Brysch der dpa in Berlin. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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Angst vor Altersarmut: Panikmache oder längst Wirklichkeit?

Beitrag von WernerSchell » 26.07.2018, 13:12

BR mediathek
Münchner Runde | 25.07.2018

Angst vor Altersarmut: Panikmache oder längst Wirklichkeit?
• BR Fernsehen • 25.07.2018, 20:15 Uhr Online bis 25.07.2019 • 44 Min.
Altersarmut_münchnerrunde25072018.JPG
Altersarmut_münchnerrunde25072018.JPG (73 KiB) 427 mal betrachtet

Die Gäste in der Sendung:
- Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK
- Lioba Bichl, Rentnerin
- Max Straubinger, CSU-Sozialexperte
- Ursula Weidenfeld, Wirtschaftsjournalistin


Quelle: https://www.br.de/mediathek/video/muenc ... 0018d153c4
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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