"Vorbeugen ist besser als Heilen" - Prävention ...

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Investition in Gesundheit der Beschäftigten lohnt sich mehrf

Beitrag von WernerSchell » 18.10.2017, 17:07

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Investition in Gesundheit der Beschäftigten lohnt sich mehrfach!

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt die heute von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gestartete Kampagne ‚kommmitmensch‘ zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. „Das Ziel der Initiative, die Kultur der Prävention und konsequenter Gesundheitsförderung in Unternehmen zu fördern, ist enorm wichtig, nicht zuletzt wegen des fortschreitenden Fachkräftemangels in Deutschland. Jährliche Zuwächse bei der Anzahl stressbedingter Krankheitstage in den Pflegeberufen zeigt, wie nötig gerade diese Branche wirksam gelebte Prävention hat“, sagt DBfK-Sprecherin Johanna Knüppel. „Unternehmensleitung und Führungskräfte aller Ebenen müssen dabei nicht nur persönlich mit gutem Beispiel vorangehen, sondern durch nennenswerte Investitionen in eine gesunde und motivierte Belegschaft berufsbedingte Erkrankung in Pflegeberufen systematisch reduzieren. Dafür sind neben der Bereitstellung geeigneter Hilfsmittel, der Anpassung von Arbeitsplätzen nach ergonomischen Gesichtspunkten sowie einem breiten Angebot von Schulungsangeboten vor allem strukturelle Veränderungen zwingend geboten. Es reicht eben nicht, Beschäftigte in ein Tagesseminar zum Umgang mit Stress zu schicken, wenn sie danach wieder immer demselben hochbelastenden Arbeits- und Zeitdruck ausgesetzt werden. Das A und O ist die Pflegepersonalbemessung. Wer ernsthaft gegen den Pflegefachpersonenmangel vorgehen will, kommt nicht umhin, in mehr und qualifizierte Pflegearbeit zu investieren.

Kluge Arbeitgeber wissen längst, dass sich das sogar mehrfach auszahlt:

 Gesunde und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen ihre Einrichtung zum Vorzeigeunternehmen.
 Sie sorgen für eine Mundpropaganda, gegen die teure Marketingstrategien buchstäblich alt aussehen.
 Sie leisten Qualitätsarbeit und senken Haftungsrisiken.
 Sie sind selten krank.
 Sie erleben Wertschätzung, Respekt und individuelle Personalentwicklung. Das motiviert, bindet Talente und senkt (teure) Fluktuation. In solchen Unternehmen arbeitet man gern und engagiert, nicht selten über Jahrzehnte bis zum gesetzlichen Renteneintritt.“

Wer in Sicherheit und Gesundheit seiner Belegschaft investiert, erzielt nach einer Studie der Justus-Liebig-Universität Gießen ein Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser Investitionen von 1,6. Das bedeutet: Für 100 Euro, die ein Unternehmen investiert, schlagen langfristig 160 Euro Ertrag zu Buche (http://www.kommmitmensch.de/handlungsfe ... esundheit/).

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
http://www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.10.2017
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
http://www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | Fax 030-219157-77 | Umsatzsteuer Id.Nr. DE 114235140
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Pflege - Angebote zur Prävention stark gefragt

Beitrag von WernerSchell » 02.11.2017, 08:44

Ärzte Zeitung online, 02.11.2017

Pflege - Angebote zur Prävention stark gefragt

Umfrage zeigt: Betroffene wollen mehr Informationen über entlastende und präventive Leistungen.
KÖLN. Pflegebedürftige und pflegende Angehörige haben großen Nachholbedarf, was Informationen zum Thema Prävention betrifft. Das zeigt eine Umfrage des zum Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) gehörenden Unternehmens Compass Pflegeberatung. Deshalb entwickelt Compass jetzt ein speziell auf die Prävention ausgerichtetes Konzept für die Pflegeberatung.
Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen hatte 107 Pflegebedürftige und ihre Angehörigen befragt. Von ihnen gaben 72 Prozent an, dass sie sich vom Beratungsgespräch mehr entlastende und damit verbunden auch präventive Angebote erwarten.

Quelle und weitere Informationen:
https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=94 ... efpuryykqr

Anmerkung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk:
Dass das Thema Prävention verstärkt angesprochen werden soll, ist wichtig. Es aber auch erforderlich, die konkreten Angebote für Prävention und Gesundheitsförderung, v.a. für ältere Menschen, z.B. in den Pflegeeinrichtungen, deutlich auszuweiten. Aktuelle Feststellungen haben ergeben, dass insoweit noch eine Menge zu tun ist. So ist z.B. der Leitfaden zur Prävention in den Stationären Pflegeeinrichtungen kaum bekannt. Daher werden wir beim Neusser Pflegetreff am 22.11.2017 auf das Thema Prävention und Gesundheitsförderung näher eingehen und Modelle / Projekte anregen bzw. vorstellen. > viewtopic.php?f=7&t=22212
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Bedeutung der Epigenetik in der menschlichen Entwicklung

Beitrag von WernerSchell » 07.11.2017, 07:57

Neue Studie belegt die Bedeutung der Epigenetik in der menschlichen Entwicklung

Wie ein Kind ernährt wird, spiegelt sich in der Aktivität mancher seiner Gene, fanden Wissenschaftler und Mediziner am Dr. von Haunerschen Kinderspital heraus, das zum Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München gehört. Die Ergebnisse einer Studie, geleitet von Prof. Dr. Berthold Koletzko, sind gerade im Scientific Reports veröffentlicht worden, einem Fachmagazin, das zu den NatureResearch-Publikationen gehört.

Die sogenannte Epigenetik ist eine der spannendsten Disziplinen der biomedizinischen Forschung überhaupt. Denn sie verbindet das, was wir täglich tun, essen und erleben mit der Aktivität unserer Gene. Und die wiederum beeinflusst maßgeblich unser Befinden. Wie sich speziell die Ernährung bei Kindern epigenetisch manifestiert, haben jetzt Forscher der LMU-Medizin beleuchtet. Und festgestellt: Die Fettmasse eines Kindes hinterlässt an bestimmten Genen ein markantes epigenetisches Profil. „Die Erkenntnisse könnten mittelfristig genauere Verhaltensempfehlungen ermöglichen, um Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern entgegenzuwirken“, erklärt Dr. Peter Rzehak, Epidemiologe in der Abteilung für Stoffwechsel und Ernährung am Dr. von Haunerschen Kinderspital.

Dass die Gene der Zellen biochemisch auf Ereignisse in der Umwelt reagiert, ist etwa seit der Jahrtausendwende bekannt. Die Umweltreize vermitteln sich, indem sich bestimmte chemische Moleküle an die Erbsubstanz DNA anheften oder auch nicht anlagern. Diese „Methylgruppen“ hängen wie Flaggen an den Genen und können diese an- oder abschalten. Die LMU-Forscher haben nun Blutproben von knapp 400 Kindern im Alter von fünfeinhalb Jahren analysiert. Diese Mädchen und Jungen nehmen an einer europaweiten Studie teil, die seit mehr als zehn Jahren läuft. Sie wird geleitet von Prof. Berthold Koletzko vom Dr. von Haunerschen Kinderspital und gefördert von der Europäischen Union.

Von Geburt an wurden die Kinder immer wieder gewogen und gemessen und genau ermittelt, wie sie ernährt werden und ob sie übergewichtig sind oder nicht. Darüber hinaus verfolgten die Wissenschaftler Ernährung und Gewicht der Mütter während der Schwangerschaft, denn schon hier werden Weichen für eine mögliche Fettleibigkeit des Nachwuchses gestellt. Mit einem speziellen Verfahren haben Rzehak und seine Kollegen den Fett- und Muskelanteil der knapp 400 Kinder bestimmt. In einem zweiten Schritt nutzte das LMU-Team einen High-Tech-Chip, der mehr als 400.000 Methylierungsstellen am Erbgut erfasst, das aus den Blutproben der Kinder isoliert wurde.

Resultat: Das Methylierungs-Muster an 13 markanten Stellen weist auf eine hohe Fettmasse hin. „Die Stellen könnten somit vielleicht eines Tages als Marker dienen, um frühzeitig Kinder zu erkennen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit übergewichtig werden könnten“, hofft Dr Peter Rzehak. Die 13 Methylierungs-Stellen befinden sich an oder neben Genen, die mit dem Fett- und Zuckerstoffwechsel zusammenhängen. „Unsere Befunde“, erklärt der Forscher weiter, „stützen eine Theorie, wonach die spätere Körpergröße und das Gewicht schon früh epigenetisch programmiert werden.“ Da Methylierungs-Muster aber qua Definition variabel sind, können sie sich durch eine gute und ausgewogene Ernährung wieder verändern. Das ist die gute Botschaft.

Literatur:
DNA-Methylation and Body Composition in Preschool Children: Epigenome-Wide-Analysis in the European Childhood Obesity Project (CHOP)-Study. Peter Rzehak, Marcela Covic, Richard Saffery, Eva Reischl, Simone Wahl, Veit Grote, Martina Weber, Annick Xhonneux, Jean-Paul Langhendries, Natalia Ferre, Ricardo Closa-Monasterolo, Joaquin Escribano, Elvira Verduci, Enrica Riva, Piotr Socha, Dariusz Gruszfeld and Berthold Koletzko
DOI: 10.1038/s41598-017-13099-4

Ansprechpartner:

Prof Dr. Dr. h.c. mult. Berthold Koletzko
Tel: +49 (0)89 4400 52826
E-Mail: Office.Koletzko@med.uni-muenchen.de

Dr. Peter Rzehak
Tel: +49 (0)89 4400 57904
E-Mail: Peter.Rzehak@med.uni-muenchen.de
Dr. von Haunersches Kinderspital
Klinikum der Universität München (LMU)

Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenchen.de/de/ ... weitere-in...
http://www.nature.com/articles/s41598-017-13099-4

Quelle: Pressemitteilung vom 06.11.2017
Philipp Kressirer Kommunikation und Medien
Klinikum der Universität München
https://idw-online.de/de/news684055
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Förderung der Gesundheitskompetenz älterer Menschen

Beitrag von WernerSchell » 09.11.2017, 08:26

Die Förderung der Gesundheitskompetenz älterer Menschen erfordert eine umfassende Strategie

Die Ergebnisse der HLS-GER-Studie zur Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland an der Universität Bielefeld (>>> http://www.uni-bielefeld.de/gesundhw/ag ... LS-GER.pdf / viewtopic.php?f=4&t=22371 ) belegen, dass die Gesundheitskompetenz unmittelbar das Gesundheitsverhalten von Menschen beeinflusst. So hat eine niedrige Gesundheitskompetenz einen schlechteren subjektiven Gesundheitszustand und ein ungünstiges Ernährungs- und Bewegungsverhalten zur Folge.

Diese Ergebnisse aus Studien erläuterte Prof. Dr. Doris Schaeffer, Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, anlässlich der Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. am 6. November 2017 in Dortmund. Ursula Horzetzky, Referatsleiterin Ernährungsprävention und Ernährungsinformation beim BMEL, verwies in ihren Ausführungen auf die Relevanz einer ausgewogenen Ernährung zur Vermeidung auch ernährungsbedingter Erkrankungen. Allen Menschen – vom ersten Lebenstag bis ins hohe Alter – sollte eine gesunde Lebensweise ermöglicht werden. Ziel des BMEL ist es, dass in den nächsten Jahren die Mahlzeitenangebote in der Gemeinschaftsverpflegung qualitativ verbessert werden und so älteren Menschen, die daran teilnehmen, eine genussvolle und ausgewogene Ernährung zur Verfügung steht. Auf welche Weise der Deutsche Turner-Bund mit seinen breitgefächerten Programmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz beiträgt, stellte Prof. Dr. Michael Tiemann, Professor für Sportwissenschaften, SRH Hochschule für Gesundheit Gera, praxisnah vor.

Mehr als 230 Teilnehmende aus den verschiedenen Handlungsfeldern der Seniorenarbeit, aus BAGSO-Mitgliedsverbänden und der Wissenschaft erörterten anschließend im Rahmen eines World Cafés wichtige Aspekte. Sie entwickelten viele Ideen, diskutierten erforderliche Rahmenbedingungen sowie Strategien für die Verbesserung der Angebote auf kommunaler Ebene in den Handlungsfeldern Ernährung, Bewegung sowie Gesundheitskompetenz. Eine zentrale Frage war auch, wie man besondere Zielgruppen älterer Menschen – z.B. sehr zurückgezogen lebende Seniorinnen und Senioren – erreichen kann.

Der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering ermutigte die Tagungsgäste zu verstärktem Engagement für die Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen vor allem in ländlichen Räumen und lud alle zum 12. Deutschen Seniorentag ein, der vom 28. bis 30. Mai 2018 in den Dortmunder Westfalenhallen stattfindet und von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet wird. Die Fachtagung wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen von IN FORM, Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung, gefördert. Weitere Informationen BAGSO e.V. Anne von Laufenberg-Beermann, Projektleiterin Thomas-Mann-Str. 2-4 53111 Bonn inform@bagso.de Tel.: 0228 / 24 99 93 22

Quelle: BAGSO-Pressemitteilung 18/2017 Bonn, 8.11.2017

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Der 27. Neusser Pflegetreff ist für den 22.11 2017 geplant und wird sich mit dem Thema
"Vorbeugen ist besser als Heilen" - Prävention und Gesundheitsförderung mehr Aufmerksamkeit schenken
- körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter …

befassen. …. Mit Blick auf das 2015 verabschiedete Präventionsgesetz ist das Thema ganz wichtig (> Infos - ständige Aktualisierung - > viewtopic.php?f=7&t=22212 ).
Vor allem Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und auch Demenz lassen sich durch eine frühzeitig begonnene gesunde Lebensführung (richtige - mediterrane - Ernährung, ausreichende Bewegung und Schlaf, Verzicht auf Rauchen, mäßiger Alkoholkonsum, Vermeidung von negativem Stress, geistige Aktivitäten, Pflege sozialer Kontakte usw.) weitgehend vermeiden. Gleichwohl eintretende Gesundheitsstörungen (z.B. Übergewicht, zu hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Diabetes) lassen sich durch eine gesunde Lebensführung günstig beeinflussen. Es geht also letztlich um Maßnahmen, die eine umfassende gesundheitsförderliche Wirkung erzielen können. Es macht Sinn, möglichst frühzeitig eine gesunde Lebensführung zu praktizieren. ….Auch für ältere Menschen macht Prävention … Sinn. Daher gibt es für die Stationären Pflegeeinrichtungen mittlerweile eine Leitlinie zur Prävention, die aber fast überhaupt nicht bekannt ist. … Dies sollte Veranlassung geben, das o.a. Thema auch im Interesse der älteren und pflegebedürftigen Menschen aufzugreifen.
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Kann man Demenz vorbeugen? Jein ...

Beitrag von WernerSchell » 12.11.2017, 07:50

Kann man Demenz vorbeugen? Jein - selbst die vorbildlichste Lebensweise kann uns nicht sicher schützen. Aber um das Risiko der Erkrankung zu reduzieren und den Ausbruch zeitlich nach hinten zu verschieben, lässt sich einiges unternehmen. > Filmbeitrag (3,30 Minuten) von "odysso" - Wissen im SWR - veröffentlicht am 19.01.2016, informiert > https://www.youtube.com/watch?v=LsWtvalfLOk
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Experten fordern Umdenken in der Präventionspolitik

Beitrag von WernerSchell » 14.11.2017, 07:21

Experten fordern Umdenken in der Präventionspolitik
Kampf gegen chronische Krankheiten: Deutschland auf einigen Gebieten immer noch Schlusslicht


Berlin, November 2016 - Seit Jahren fordert die Weltgesund-heitsorganisation WHO konkrete politische Maßnahmen, um chronischen Erkrankungen wie Herzkreislauf- und Lungen-krankheiten, Krebs und Typ-2-Diabetes effektiv vorzubeugen. Doch noch immer scheut die Bundesregierung vor einer wirkungsvollen Präventionspolitik zurück, kritisiert die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK). „In manchen Bereichen gehört Deutschland sogar zu den europäischen Schlusslichtern“, sagt DANK-Sprecher Dr. Dietrich Garlichs. So ist Deutschland das einzige Land in der EU, das noch uneingeschränkt Tabakaußenwerbung erlaubt. Die DANK-Experten appellieren daher in einem Grundsatzpapier, das allen Bundestagsabgeordneten zugestellt wurde, endlich wirksame Maßnahmen gegen Tabakkonsum, schädlichen Alkoholkonsum sowie Übergewicht zu ergreifen.

Nichtübertragbare Krankheiten wie Krebs, Typ-2-Diabetes, chronisch obstruktive Lungenkrankheiten (COPD) und Herzkreislauf-Erkrankungen sind weltweit Todesursache Nummer eins. In Deutschland sind rund zwei Drittel aller Todesfälle darauf zurückzuführen. Hauptrisikofaktoren für diese chronischen Erkrankungen sind Rauchen, hoher Alkoholkonsum, ausgeprägtes Übergewicht, ungesunde Ernährung und Bewegungs-mangel. „Wir brauchen gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die diesen Risikofaktoren entgegenarbeiten und einen gesunden Lebensstil fördern“, betont Garlichs.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind Preissignale besonders wirksam. „Preiserhöhungen tragen nachweislich dazu bei, Tabak- und Alkoholkonsum zu reduzieren“, so Garlichs. Auch Übergewicht und Diabetes lassen sich durch eine Umstrukturierung der Besteuerung von Lebensmitteln effektiv bekämpfen. „Für Produkte mit niedrigem Fett-, Zucker- und Salzanteil sollte die Mehrwertsteuer gesenkt werden“, führt der DANK-Sprecher aus. Im Gegenzug würde die Mehrwertsteuer für verarbeitete Lebensmittel mit hohem Gehalt an Fett, Zucker und Salz erhöht. „Das schafft Anreize für eine gesunde Ernährung, ohne die Bürger zusätzlich zu belasten“, so Garlichs. Zahlreiche europäische Staaten – darunter Großbritannien, Frankreich, Ungarn und Portugal – haben inzwischen entsprechende Abgaben oder Steuererhöhungen für ungesunde Produkte beschlossen, etwa das Vereinigte Königreich für stark gesüßte Getränke.

Dazu konnten sich deutsche Politiker noch nicht durchringen, ebenso wenig wie zu einem Verbot der Außenwerbung für Tabakprodukte. „Die Bundesregierung hat bereits einem Entwurf für die Abschaffung der Außenwerbung für Tabakprodukte zugestimmt. Dass sie dafür seit Monaten die entscheidende Unterstützung aus dem Parlament nicht bekommt und das Vorhaben in unverantwortlicher Weise verzögert wird, ist nicht nur bedauerlich, sondern auch nicht nachzuvollziehen“, erklärt Prof. Robert Loddenkemper von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin. „Dabei hat sich Deutschland mit der Ratifizierung des WHO-Tabakrahmenübereinkommens dazu verpflichtet, bis 2010 ein umfassendes Tabakwerbeverbot einzuführen – ein Verbot der Tabakaußenwerbung ist also überfällig“, meint Prof. Loddenkemper.

Politischer Widerstand regt sich ebenfalls gegen ein Verbot von an Kinder gerichteter Werbung für übergewichtsfördernde Lebensmittel. „Dabei könnte eine solche Maßnahme langfristig den Anteil übergewichtiger Kinder um 25 Prozent senken, wie Untersuchungen belegen“, berichtet Prof. Manfred Müller, Sprecher des Kompetenznetzes Adipositas.

Mehr körperliche Aktivität im Kindes- und Jugendalter sollte eine solche Initiative flankieren. So fordert DANK, in jeder Kita und Schule täglich mindestens eine Stunde Bewegung oder Sport verpflichtend einzuführen. Sinnvollerweise ergänzt würde diese Vorgabe durch eine verbindliche Umsetzung der Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für das Essen in Kitas und Schulen. „In Deutschland ernähren sich nahezu 90 % der Kinder und Jugendlichen nicht nach den Empfehlungen für eine gesunde Ernährung“, erläutert Prof. Manfred Müller. So verzehrt nur rund ein Drittel der Sechs- bis Elf-Jährigen die empfohlene Menge an Obst und Gemüse.

Das Grundsatzpapier kann unter http://www.dank-allianz.de als PDF Dokument heruntergeladen werden.

Über die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK)
Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) ist ein Zusammenschluss von 17 wissenschaftlich-medizinischen Fachgesell-schaften, Verbänden und Forschungseinrichtungen. Die Allianz wurde 2010 aus Auslass des ersten UN Gipfels zu den nichtübertragbaren Krankheiten gegründet, um sich für nachhaltige und bevölkerungsweite Primärprävention in Deutschland einzusetzen.

Quelle: Pressemitteilung > https://www.deutsche-diabetes-gesellsch ... 112016.pdf
http://www.dank-allianz.de
Kontakt für Journalisten:
Pressestelle DDG
Kerstin Ullrich
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-641, Fax: 0711 8931-167
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Prävention muss stärker bei Pflegebedürftigen ansetzen

Beitrag von WernerSchell » 23.11.2017, 08:49

Prävention muss stärker bei Pflegebedürftigen ansetzen

Berlin, 22. November 2017 - Pflegebedürftige Menschen sollten stärker in den Mittelpunkt der Präventionsbemühungen rücken, als es bisher der Fall ist. Denn ohne geeignete Angebote zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation und zur Stärkung von Ressourcen und Fähigkeiten kann sich der Zustand pflegebedürftiger Menschen unnötig stark verschlechtern. Dieses Fazit haben heute rund 200 Fachleute aus Politik und Gesundheitswesen auf dem Kongress „Zukunft Prävention – Prävention in der Pflege. Luxus oder Notwendigkeit?“ gezogen. Die BARMER, der Kneipp-Bund e.V. und der Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD) führten die Tagung am 22. November in Berlin durch. Seit dem Jahr 2016 ist das Präventionsgesetz in Kraft, das mehr Prävention in den einzelnen Lebenswelten vorsieht, darunter auch in der stationären Pflege. „Das Präventionsgesetz unterstreicht, dass Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheit kein Exklusivthema für vergleichsweise junge und gesunde Menschen sein dürfen. Gerade bei pflegebedürftigen Menschen ist eine ganz gezielte Prävention wichtig. Denn trotz ihrer vorhandenen Beeinträchtigungen verfügen sie über Gesundheitspotenziale, die gefördert werden können und müssen“, sagt Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandvorsitzender der BARMER.

Digitalisierung bringt Prävention in der Pflege voran
Insbesondere der demographische Wandel stellt den Pflegebereich vor immer größere Herausforderungen. „Im Sinne eines jeden Einzelnen wollen wir als Kranken- und Pflegekasse unseren Beitrag leisten, damit eine Pflegebedürftigkeit so spät wie möglich eintritt oder sie zumindest nicht vorschnell zunimmt. Die Digitalisierung bietet hier ein großes Potenzial für eine wirklich Innovative Prävention “, sagt Straub. Seit einem Jahr untersucht die BARMER die präventiven und gesundheitsförderlichen Aspekte von therapeutischen Videospielen im Bereich Bewegung. Im Rahmen einer Pilotstudie in Hamburger und Berliner Pflegeeinrichtungen werden die Beweglichkeit, die mentale Leistungsfähigkeit und die sozialer Interaktion von Senioren gefördert. Die Videospielplattform, die sogenannte MemoreBox, wurde von Experten aus Wissenschaft, pflegerischer Praxis und Spielentwicklung konzipiert, um den Pflegealltag zu bereichern. „Die Digitalisierung kann die Prävention in der stationären Pflege voranbringen, wenn nicht sogar revolutionieren. Was wir nun brauchen, sind weitere, durchaus auch unkonventionelle Ideen für digitale Präventionsprojekte“, fordert Straub.

Kneipp-Bund fordert Paradigmenwechsel im Pflegebereich
„Das Thema Pflege ist eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft“, so der Präsident des Kneipp-Bundes, Klaus Holetschek MdL. Umso wichtiger ist es, auch im Alter sinnvolle Strategien zur Verbesserung der Lebensqualität und der gesundheitlichen Situation pflegebedürftiger Menschen umzusetzen. „Die Arbeitsbedingungen und Bezahlung der Pflegekräfte, die Situation pflegender Angehöriger und auch die bürokratischen Rahmenbedingungen, es herrscht dringender Handlungsbedarf. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel im Pflegebereich!“ betonte Holetschek. „Prävention in der Pflege lohnt sich ohne jeden Zweifel. Nicht erst durch unsere Kneipp-Pflegestudie wissen wir, Anwendungen sind immer auch Zuwendungen“, so Holetschek weiter. In diesem Kontext seien die „Vom Kneipp-Bund e.V. anerkannten Senioreneinrichtungen“ ein Erfolgsmodell. Das Konzept „Kneipp in der Pflege“ könne niedrigschwellig in den Alltag implementiert werden, mit einer relativ einfachen Handhabe, aber in einer wirkungsvollen Weise. Es müsse künftig auch darum gehen, die Grundbedürfnisse einer menschenwürdigen Pflege besser zu berücksichtigen. „Wenn Pflegende gern zur Arbeit gehen, wirkt sich das auch positiv auf das zwischenmenschliche Verhältnis zu den Bewohnern aus. Unsere Studie hat unter anderem aufgezeigt, dass sich mit Kneipp das persönliche Wohlbefinden und damit die Lebensqualität verbessern lässt, und zwar für Pflegekräfte und Pflegebedürftige gleichermaßen“, unterstrich Holetschek. Der Kneipp-Bund stellt daher hohe Erwartungen an die künftige Bundesregierung und drängt darauf, bewährte Konzepte für die Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege zukünftig stärker zu fördern und in ihrer Umsetzung zu unterstützen.

Gute Pflege ist Prävention
„Die Bedeutung der professionellen Pflege für die Prävention wird im gesundheitspolitischen Diskurs weitgehend unterschätzt. Gute Pflege beginnt am Lebensanfang und ist schon für den Säugling Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung von Körper, Seele und Geist. Auch das Alter braucht professionelle und vorbeugende Pflege. Stürze, Mangel- oder Fehlernährung, Bewegungsmangel oder fehlende Sozialkontakte sind zentrale Risikofaktoren für Gesundheit und Lebensqualität. Prävention und Pflege helfen, Krankenhauseinweisungen zu vermeiden, Behandlungserfolge zu sichern und Lebensstiländerungen nachhaltig zu unterstützen. Was wir dafür brauchen, sind die Aufhebung der Sektoren-Trennung, Mindeststandards bei der Personalausstattung und mehr Pflegeforschung. Sonst bleibt Pflegebedürftigkeit ein für die Betroffenen leidvolles und für die Gesellschaft teures Gesundheitsrisiko. Dagegen macht sich die Anthroposophische Pflege stark“, kommentiert Rolf Heine, Vorstandsmitglied Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD).
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Athanasios Drougias (Leitung), Telefon: 0800 33 30 04 99 1421
Sunna Gieseke, Telefon: 0800 33 30 04 99 8031
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Pflegetreff rückt Prävention in den Fokus

Beitrag von WernerSchell » 24.11.2017, 07:16

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 24.11.2017 zum Neusser Pflegetreff am 22.11.2017
und titelt
:
"Pflegetreff rückt Prävention in den Fokus"
Ein Bericht von Rolf Hoppe
>>> http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.7223401

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Quelle: NGZ - Gastgeber Werner Schell (r.) mit den Referenten des Pflegetreff. FOTO: lber

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Frau Ingrid Fischbach, Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, war bei der Fertigung des NGZ-Eingangsfotos noch nicht vor Ort. Aufgrund eines längeren Verkehrsstaus konnte sie erst etwas später zum Treff kommen.
+++
Pflegetreff am 22.11.2017 - Thema: "Prävention und Gesundheitsförderung"
(Dokumentation mittels Film rd. 132 Minuten - hochgeladen am 24.11.2017)

Kurze Vorabinfo dazu: ""Vorbeugen ist besser als Heilen" - Prävention und Gesundheitsförderung mehr Aufmerksamkeit schenken - Körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter. …. Vor allem Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und auch Demenz lassen sich durch eine frühzeitig begonnene gesunde Lebensführung (richtige - mediterrane - Ernährung, ausreichende Bewegung und Schlaf, Verzicht auf Rauchen, mäßiger Alkoholkonsum, Vermeidung von negativem Stress, geistige Aktivitäten, Pflege sozialer Kontakte usw.) weitgehend vermeiden. Gleichwohl eintretende Gesundheitsstörungen (z.B. Übergewicht, zu hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Diabetes) lassen sich durch eine gesunde Lebensführung günstig beeinflussen. Es geht also letztlich um Maßnahmen, die eine umfassende gesundheitsförderliche Wirkung erzielen können. Es macht Sinn, möglichst frühzeitig eine gesunde Lebensführung zu praktizieren. Da das Erkrankungsgeschehen bei Pflegeberufen besorgniserregend ist, brauchen auch Pflegekräfte Gesundheitsprävention. Insoweit informieren aktuell der BKK Gesundheitsatlas 2017 und das Deutsche Ärzteblatt. Vor allem braucht die Pflege dringend verbesserte Personalausstattungen (Stellenschlüssel). Das würde Stressabbau gewährleisten und käme durch mehr Zuwendungsmöglichkeiten den Patienten und pflegebedürftigen Menschen zugute. - Die Filmdokumentation über den Pflegetreff am 22.11.2017 informiert umfänglich zum Thema. Es wird auch über "Humor und Lachen" informiert nach dem Motto "Humor hilft heilen"...
Filmdokumentation abrufbar unter > https://www.youtube.com/watch?v=ukP2Nj9 ... e=youtu.be

Ergänzend informiert eine Bildergalerie (unten als pdf-Datei angefügt und abrufbar!

"Humor und Lachen" wurde beim Treff ausdrücklich als "beste Medizin" angesprochen!
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Humor und Lachen ist oft die beste Medizin!

Beitrag von WernerSchell » 26.11.2017, 17:30

Aus Forum:
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Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat beim Pflegetreff am 22.11.2017 den Fokus gelenkt auf die Erkenntnis: "Vorbeugen ist besser als Heilen". Prävention und Gesundheitsförderung müssen, so war das einhellige Votum des hochkarätigen Podiums, mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Es muss darum gehen, körperlich und geistig bis ins hohe Alter aktiv zu bleiben. - Siehe unter > viewtopic.php?f=7&t=22212
Bei all dem sollte berücksichtigt werden, dass auch „Humor heilen hilft“. Humor kann nämlich bei vielen gesundheitlichen Krisen ein Geschenk sein und sich auf den gesamten Organismus des kranken Menschen positiv auswirken. Lachen hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit, erhöht die Lebensenergie und die Fähigkeit, fröhlich zu sein sowie eine positive Sicht auf belastende Dinge einzunehmen. Lachen kann ein Antidepressivum, Schmerzmittel, Entspannungs- und Atemtraining sowie Immunstimulans zugleich sein - und all das ganz ohne Nebenwirkungen! Lachen ist zudem ansteckend.
Werner Schell, Vorstand, Pflegetreffleiter, hat angeregt, im Rhein-Kreis Neuss eine Initiative in Gang zu bringen, die sich dem Thema „Humor und Lachen“ aufgreift und u.a. darum bemüht sein soll, „Clowns“ zu qualifizieren, die sich in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen um „humorige Heilungseinsätze“ zur Verfügung stellen. Wer dabei mitgestalten möchte, ist herzlich eingeladen. Infos bitte an Werner Schell, Harffer Straße 59, 41469 Neuss. E-Mail: Team@wernerschell.de


+++
"Humor und Lachen" wurde beim Treff ausdrücklich als "beste Medizin" angesprochen!
Insoweit gibt es am 30.01.2018 noch eine gesonderte Vortragsveranstaltung
>>> http://www.neuss-erfttal.de/forum/viewt ... ?f=3&t=259
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Demenzrisiko in Europa geht zurück

Beitrag von WernerSchell » 27.11.2017, 07:34

Ärzte Zeitung vom 27.11.2017:
Durch gesündere Lebensweise
Demenzrisiko in Europa geht zurück

Trotz der höheren Lebenserwartung in der westlichen Welt verzeichnen Ärzte keine Zunahme von Demenzerkrankungen.
Es gebe weniger neue Fälle als erwartet, sagte Professor Robert Perneczky von der LMU.
mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=94 ... efpuryykqr

+++
Anmerkung der Moderation:
Dass mit einer gesunden Lebensweise Krankheiten vermieden oder weit hinausgeschoben werden können, ist durch zahlreiche
Studien und Buchveröffentlichungen gut belegt. Der Neusser Pflegetreff hat am 22.11.2017 genau dieses Thema aufgegriffen
und entsprechend informiert. Die Botschaften dieses Treffs werden in den Medien und mittels Filmdokumentation vorgestellt:

Der 27. Neusser Pflegetreff konnte am 22.11.2017 erfolgreich gestaltet werden.
> viewtopic.php?f=7&t=22212
Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete am 24.11.2017 > http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.7199062
Eine Filmdokumentation steht bei Youtube zur Verfügung > https://www.youtube.com/watch?v=ukP2Nj9 ... e=youtu.be
Eine Bildergalerie präsentiert eine Fotoauswahl > download/file.php?id=176
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Prävention - NRW will Aktivitäten besser bündeln

Beitrag von WernerSchell » 04.12.2017, 08:10

Ärzte Zeitung online, 01.12.2017

Prävention
NRW will Aktivitäten besser bündeln


KÖLN. In Nordrhein-Westfalen sollen die Aktivitäten zu Prävention und Gesundheitsförderung besser strukturiert und abgestimmt werden. Das sieht eine neue Landesinitiative vor, die die Landesgesundheitskonferenz bei ihrer Jahrestagung in Grevenbroich beschlossen hat. Sie soll die wichtigsten Präventionsmaßnahmen bündeln.

Ziel sei, gesundheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die alle Menschen in NRW unabhängig von ihrem Geschlecht, Alter und kulturellen Hintergrund erreichen, sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). "Dies gilt vor allem für Menschen in schwierigen Lebenslagen." Zu den Themenschwerpunkten der Initiative gehören außer der Förderung von gesunder Ernährung und Bewegung die psychische Gesundheit, die Verhinderung von Sucht, die Vermeidung von Unfällen, die Verhinderung von Infektionen und die Förderung des Impfens. Für die Landesgesundheitskonferenz ist die Kommune ein wesentlicher Interventionsort für Gesundheitsförderung und Prävention. (iss)

Quelle: https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=94 ... efpuryykqr
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Pflegeberatung erreicht Angehörige zu selten

Beitrag von WernerSchell » 11.01.2018, 07:15

Umfrage
Pflegeberatung erreicht Angehörige zu selten

Die Pflege eines Angehörigen zuhause kann krank machen. Um dem vorzubeugen, gibt es die Pflegeberatung durch die Kostenträger. Doch die scheint nicht regelhaft bei den Millionen pflegender Angehöriger anzukommen. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=95 ... efpuryykqr
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„Im Alter IN FORM – Potenziale in Kommunen aktivieren“

Beitrag von WernerSchell » 18.01.2018, 07:42

Fachtagung
„Im Alter IN FORM – Potenziale in Kommunen aktivieren“
am 15. Februar 2018 in Kassel


Ein Weg zu längerer Selbstständigkeit und zu reduzierten Pflegezeiten älterer Menschen ist die Erhaltung der eigenen Gesundheit und Leistungsfähigkeit – darauf machen Wissenschaftler immer wieder aufmerksam.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) führt im Rahmen des Projektes „Im Alter IN FORM – Potenziale in Kommunen aktivieren“ am 15. Februar 2018 im Haus der Kirche in Kassel eine Tagung durch.
Dr. Jürgen Sasse, Chefarzt des Zentrums für Geriatrie und Frührehabilitation an den DRK-Kliniken Nordhessen, wird zum Thema „Gesundheit älterer Menschen fördern – Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung, ausreichender Bewegung und sozialer Teilhabe zur Erhaltung der Selbstständigkeit“ referieren.
Die Tagung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Träger der offenen Seniorenarbeit und Akteure in der Arbeit mit älteren Menschen, denn die Gesundheitsförderung im Alter stellt Kommunen und Akteure in der Seniorenarbeit vor neue Herausforderungen. Auf der Tagung werden die fachlichen Zusammenhänge erläutert und zentrale Fragen zur Gestaltung der Gesundheitsförderung auf kommunaler Ebene in Arbeitsgruppen mit Expertinnen erörtert.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Das Tagungsprogramm und das Anmeldeformular finden Sie unter: http://projekte.bagso.de/fit-im-alter/fachtagungen/
Verbindliche Anmeldungen werden bis zum 10. Februar 2018 erbeten.

Quelle: Pressemitteilung vom 17.01.2018
Kontaktdaten:
Projektteam Im Alter IN FORM
Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
Thomas-Mann-Straße 2-4, 53111 Bonn
Tel.: 02 28 / 24 99 93 22 / Fax: 02 28 / 24 99 93 20
E-Mail: inform@bagso.de
www.bagso.de
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Gesundheitsförderungsprojekt „KiCo – Kita-Coaches IN FORM“

Beitrag von WernerSchell » 22.01.2018, 14:32

„KiCo“ in Ostwestfalen und Sachsen-Anhalt gefördert durch TK
peb führt Gesundheitsförderungsprojekt „KiCo – Kita-Coaches IN FORM“ weiter und intensiviert Zusammenarbeit auf Trägerebene


Berlin, 22.1.2018. Die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) führt das Projekt „KiCo – Kita-Coaches IN FORM“ mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse (TK) in zwei Regionen weiter und überführt damit den, im Rahmen des sog. Präventionsgesetzes geforderten Settingansatz zu Gesundheitsförderung in Lebenswelten, in die Kita-Praxis. „Fachkräfte des DRK-Landesverbands Sachsen-Anhalt sowie des AWO Bezirksverbands Ostwestfalen-Lippe werden in den nächsten Monaten zu `Kita-Coaches` qualifiziert, die sich dauerhaft dafür einsetzen, gesundheitsfördernde Strukturen in den Kitas zu entwickeln“, erläutert peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck den Kern von KiCo.
Im Fokus der kompakten Qualifizierung stehen die Themen Coaching und Gesundheitsförderung in der Kita. Hierzu werden vielfältige Methoden zu möglichen Coachinganlässen in Praxiseinheiten erprobt. Zudem werden die, für einen gesunden Lebensstil in der Kita unverzichtbaren, Themen Ernährung, Bewegung und Entspannung vertiefend behandelt. Weitere Schwerpunkte bilden die Mitarbeitergesundheit sowie die Elternpartnerschaft. Die angehenden KiCo-Coaches erhalten insbesondere während ihrer ersten Coachingeinsätze in Kitas Unterstützung durch eine erfahrene Supervisorin.
peb arbeitet dabei erneut eng mit Dr. Dorle Grünewald-Funk, erfahrene Trainerin und Coach für Organisationsentwicklung und Gesundheitsförderung in Bildungseinrichtungen, zusammen. Sie hat „KiCo Kita-Coaches IN FORM“ bereits in der Entwicklungsphase maßgeblich mitentwickelt und verantwortet sowohl die Qualifizierungsmodule als auch die Supervision und die Prozessbegleitung. Das Projekt „KiCo Kita-Coaches IN FORM“ wurde in der Entwicklungs- und Erprobungsphase durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen der Nationalen Aktionsplans IN FORM gefördert.
Die KiCo-Coaches des AWO Bezirksverbands Ostwestfalen-Lippe sowie des DRK Landesverbandes Sachsen-Anhalt werden die Kita-Teams mithilfe des KiCo-Referenzrahmens zunächst hinsichtlich der Bestandsanalyse im Bereich der Gesundheitsförderung unterstützen. Anschließend identifiziert das Team die Handlungsfelder, auf denen noch Entwicklungsbedarf besteht. Gemeinsam formuliert das Team kita-spezifische Gesundheitsziele und leitet geeignete Maßnahmen ab. Für die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele stellt die TK personelle Unterstützung sowie weitere Ressourcen zur Verfügung. Abschließend wird eine Strategie auf den Weg gebracht, um die entwickelten Arbeitsweisen und Inhalte der Gesundheitsförderung auf weitere Kitas des jeweiligen Trägers zu übertragen.  
Die Plattform Ernährung und Bewegung bietet auch Trägern und Kitas, die nicht die Qualifizierung und Prozessbegleitung im Rahmen von KiCo durchlaufen, inhaltliche Unterstützung. Unter www.pebonline.de stehen u.a. der der Praxis-Leitfaden für pädagogische Fachkräfte („Schritt für Schritt zur gesundheitsfördernden Kita“) sowie der Referenzrahmen und ein Logbuch für den Prozess als Download zur Verfügung. Interessierte Kita-Träger können sich zudem an die peb-Geschäftsstelle wenden.
Die Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) ist ein Zusammenschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Eltern und Ärzten. Rund 100 Partner setzen sich aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein.
_______________________________________
Quelle: Pressemitteilung vom 22.01.2018
Mirko Eichner
Stellvertretender Geschäftsführer
Kommunikation & Projektentwicklung

Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
Wallstraße 65, 10179 Berlin
Telefon 030 27 87 97 - 62
Telefax 030 27 87 97 - 69
m.eichner@pebonline.de
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"Vorbeugen ist besser als Heilen" - Prävention ...

Beitrag von WernerSchell » 30.01.2018, 07:39

"Vorbeugen ist besser als Heilen - Körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter." Der Neusser Pflegetreff rückte am 22.11.2017 "Prävention und Gesundheitsförderung" in den Fokus. Nun sollten (ergänzende) Projekte folgen!

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Foto: NGZ - Pflegetreff am 22.11.2017 - Podiumsteilnehmer (Frau Ingrid Fischbach, Patientenbeauftragte,
war wg. Verkehrsstau noch nicht anwesend)


• Informationen (im Forum) hier > viewtopic.php?f=4&t=22391
• Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat auf der Grundlage der Podiumsdiskussionen vom 22.11.2017 Anfang Januar 2018 mehrere Initiativen angestoßen, um die Angebote für Prävention und Gesundheitsförderung, v.a. in den Pflegeeinrichtungen, zu verstärken. - Näheres hier (PDF) > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 012018.pdf
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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