Leben in der Abstiegsgesellschaft

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Leben in der Abstiegsgesellschaft

Beitrag von WernerSchell » 05.01.2017, 07:43

Leben in der Abstiegsgesellschaft
Düsseldorf. Lange hat die Aussicht auf sozialen Aufstieg die Gesellschaft beflügelt.
Doch inzwischen bangen viele Menschen um ihre soziale Sicherheit, wollen ihren Status verteidigen und grenzen sich ab - mit Folgen für das gesellschaftliche Klima
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Von Dorothee Krings
Es fällt schwer, dieses Jahr mit einem Gefühl von Zufriedenheit und satter Wehmut zu beschließen. Auch wenn es in den Innenstädten nun wieder wohlig nach Glühwein duftet, das Geschäft brummt und das Alle-Jahre-wieder-Gefühl die Gemüter vorläufig beruhigt. Dafür ist der Eindruck zu stark, dass es rumort in Deutschland, dass da schleichende Benachteiligung von Menschen lange verdrängt wurde und nun rigoroser, unversöhnlicher zu Tage tritt - als stille Wut, Häme, Hass.
Also ist mit Blick auf die Wahlen im kommenden Jahr zu fragen, woher all die unterdrückte Enttäuschung kommt, die den Ton in politischen Debatten verändert und die Zeit mit dieser diffusen Stimmung grundiert, dass etwas im sozialen Miteinander nicht mehr funktioniert. Dass da etwas faul ist.
... (weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/kultur/leben-in ... -1.6473918

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Viele Menschen empfinden ihr Leben als Kampf und fürchten auf die "Rolltreppe abwärts" zu geraten - unabhängig vom Grad ihres Wohlstands. FOTO: dpa

"Selbst Menschen, denen es subjektiv gut geht, beschleicht das Gefühl, dass die Zukunft düsterer aussehen wird."
Dorothee Krings im Beitrag "Leben in der Abstiegsgesellschaft" (Rheinische Post vom 19.12.2016).

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Buchtipp!
Oliver Nachtwey:
Die Abstiegsgesellschaft
Über das Aufbegehren in der regressiven Moderne


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Edition Suhrkamp, 1. Auflage 2017
Quelle und weitere Informationen:
http://www.suhrkamp.de/buecher/die_abst ... 12682.html
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Der große Ausbruch - Von Armut und Wohlstand der Nationen - Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 24.03.2018, 16:30

Buchtipp!

Angus Deaton

Der große Ausbruch
Von Armut und Wohlstand der Nationen

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Bild - 2. Druckauflage 2017
Aus dem Englischen von Thorsten Schmidt und Stephan Gebauer (Orig.: The Great Escape),
460 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94911-7
26,00 EUR - (Alternative: E-Book)

Eine schonungslose Beschreibung der globalen Weltwirtschaft und die beste Prognose für ihre Zukunft seit dem »Wohlstand der Nationen« von Adam Smith
Heute sind die Menschen gesünder, wohlhabender und sie leben länger als früher. Einem Teil der Menschheit ist »Der Große Ausbruch« aus Armut, Not, Krankheit und Entbehrung in Freiheit, Bildung, Demokratie und eine freie globale Weltwirtschaft gelungen. Dennoch nimmt die Ungleichheit zwischen Nationen und Menschen unaufhaltsam zu. Das Opus Magnum des Nobelpreisträgers beschreibt, wie Lebens- und Gesundheitsstandards sich weltweit erhöhen ließen, wenn Aufrichtigkeit und neue Fairness Einzug in die globale Weltwirtschaft hielten. Aus dem »Wohlstand der Nationen« könnte ein Wohlstand aller Nationen werden.

Angus Deaton, der Träger des Wirtschaftsnobelpreises 2015, schildert die Geschichte der Weltwirtschaft überraschend neu und anders. Vor 250 Jahren bescherte die Industrielle Revolution Westeuropa und den USA nachhaltigen Aufschwung und wirtschaftlicher Fortschritt, der bis heute andauert. Viele Menschen in Großbritannien, Frankreich, den USA und Deutschland überwanden ihre Armut, eigneten sich Bildung an und gestalteten ihre Staaten freiheitlich und demokratisch um. Aber bereits damals öffnete sich die Kluft zwischen Reich und Arm.

Erhellend und eindringlich entwirft der Ökonom ein Panorama überwältigender Entdeckungen und phantastischer Erfindungen: Von der Überwindung von Pest, Cholera und Epidemien, von den Errungenschaften wie Impfungen, Antibiotika, Hygiene, sauberem Trinkwasser und den Erfolgen der modernen Medizin und Technik.

Dennoch holen schmerzhafte Rückschläge auch die modernen Gesellschaften – vor allem aber die Ärmsten – immer wieder ein: entsetzliche Hungersnöte, Naturkatastrophen, Drogenhandel, Krebserkrankungen und die AIDS/HIV-Epidemie auf der anderen Seite.

Alternativen bieten Reformen: Die Entwicklungs- und Protektionspolitik des Westens sollte eingestellt, jedenfalls grundlegend verändert werden. Dringend müssten die Handelshemmnisse aufgehoben werden, um der ganzen globalisierten Welt ihren eigenen „Großen Ausbruch“ zu eröffnen.

Unser Wohlstand ist anfällig; Umdenken und anders Handeln sind dringend erforderlich. Hatten die USA noch vor 20 Jahren einen bis dahin nie gekannten Wohlstand für viele Amerikaner erreicht, wächst das einstige Vorbild der westlichen Welt heute wirtschaftlich schleppend oder gar nicht. Die Ungleichheit unter den Amerikanern hat schlagartig zugenommen. Hingegen hat sich das Wirtschaftswachstum in Indien und China vervielfacht und das Leben von mehr als zwei Milliarden Menschen unvorstellbar verbessert.

»Dieses Thema bedarf einer großen Leinwand und eines kühnen Pinselstrichs, und Angus Deaton liefert auf virtuose Weise beides.«
The Economist


Quelle und weitere Informationen:
https://www.klett-cotta.de/buch/Gesells ... ruch/78652
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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