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BeitragVerfasst: 28.12.2016, 08:03 
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Gut 20 Prozent der Deutschen können sich ein Ehrenamt in der Pflege vorstellen. Acht Prozent sind bereits ehrenamtlich aktiv. Einschätzungen zur Situation professioneller Pflegekräfte und weitere Informationen lesen Sie in unserer Pressemitteilung. - Ihr Presseteam der DAK-Gesundheit

Studie: Jeder Fünfte offen für ehrenamtliche Pflege
DAK-Gesundheit unterstützt pflegende Angehörige mit neuen Online-Angeboten


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Gut 20 Prozent der Deutschen können sich ein Ehrenamt in der Pflege vorstellen. Acht Prozent sind bereits ehrenamtlich aktiv. Das geht aus einer aktuellen und repräsentativen Studie* hervor, die das Forsa-Institut für die DAK-Gesundheit durchgeführt hat. Die große Mehrheit der Befragten bewertet die Situation professioneller Pflegekräfte als schlecht. Zum Start der bundesweiten Pflegereform am 1. Januar 2017 unterstützt die Krankenkasse pflegende Angehörige mit neuen Online-Angeboten.
Vor allem Frauen und ältere Menschen können sich laut DAK-Studie für ein Ehrenamt in der Pflege begeistern. So geben zwölf Prozent der befragten Frauen an, bereits ehrenamtlich aktiv zu sein. Bei den Männern sind es nur vier Prozent. Elf Prozent der über 60-Jährigen engagieren sich, bei unter 30-Jährigen sind es drei Prozent. Bei denen, die noch nicht aktiv sind, sich dies aber vorstellen können, ist die Verteilung ähnlich.

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„Ehrenamtliche sind eine wichtige Säule der Pflege. Sie geben Betroffenen ein großes Stück Lebensqualität“, sagt Andreas Storm, designierter Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit. „Unsere Studie zeigt große Bereitschaft zum Engagement. Das sollten wir unterstützen und versuchen, auch mehr Männer für ein Ehrenamt zu begeistern.“
Ehrenamtliche übernehmen keine klassischen Pflegeaufgaben. Sie verbringen Zeit mit Pflegebedürftigen, machen Spaziergänge oder lesen vor. Nach den Ergebnissen der DAK-Umfrage können sich gut 60 Prozent der Befragten eine solche Tätigkeit dennoch nicht vorstellen. Jeweils 40 Prozent davon sagen, dass ihnen entweder die Zeit fehlt oder sie Berührungsängste mit Alter und Krankheit haben. Ein Drittel nennt die eigene körperliche Verfassung als Grund, auf ein Ehrenamt in der Pflege zu verzichten. Fehlende Anreize zum Beispiel in Form von Aufwandsentschädigungen nennen nur 18 Prozent.

Laut DAK-Studie halten viele Befragte eine Pflegereform für nötig. 87 Prozent schätzen die Situation professioneller Pflegekräfte als eher schlecht oder schlecht ein. Nur acht Prozent halten sie für gut. Gefragt nach notwendigen Verbesserungen in der Pflege, nennen 89 Prozent die Ausbildung und Bezahlung des Pflegepersonals. Doch auch die Qualität der Betreuung in Pflegeheimen sollte nach Meinung von drei Vierteln der Befragten verbessert werden. 83 Prozent denken, dass mit gesetzlichen Regelungen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf pflegende Angehörige entlastet werden können.

„Wir brauchen gute und motivierte Pflegekräfte, um die großen Herausforderungen des demografischen Wandels meistern zu können“, sagt Andreas Storm. „Um die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, ist eine Reform der Pflegeberufsausbildung überfällig.“ Diese schon länger geplante Reform ist jedoch gegenwärtig so umstritten, dass ihr vorgesehener Start Anfang 2018 gefährdet ist. Kern der Reform ist eine einheitliche Ausbildung für alle Pflegeberufe, die durch ein Studium ergänzt werden kann.
Um pflegende Angehörige zu unterstützen, bietet die DAK-Gesundheit zum Start der Pflegereform am 1. Januar neue Online-Angebote. Der DAK-Pflegeguide ist eine App, die wichtige Fragen zur Pflege beantwortet, bei der Berechnung von Leistungsansprüchen und bei der Suche nach Hilfsangeboten und Selbsthilfegruppen hilft. Die DAK-Gesundheit ist die erste Kasse mit einem solchen Angebot. Die App ist kostenlos und bald für die Betriebssysteme iOS und Android erhältlich.

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Zusätzlich gibt es einen Demenz-Coach, der den bereits bekannten Pflege-Coach der Krankenkasse ergänzt. Wer sich kostenlos anmeldet, findet nun in diesem onlinebasierten Pflegekurs ein weiteres Modul, das wichtige Fragen zur Pflege Demenzkranker erklärt. Der Pflegecoach ist unter http://www.dak.de/pflegecoach erreichbar.

Quelle: Pressemitteilung vom 16.12.2016
DAK-Gesundheit
Pressestelle
Helge Dickau
Telefon: 040/2396-1409
E-Mail: helge.dickau@dak.de
http://www.dak.de/dak/bundes-themen/Stu ... 63448.html

Attachments
161215_PM_Forsa_Pflege_Ehrenamt.pdf >>> http://cache.pressmailing.net/content/6 ... renamt.pdf
Forsa_Ergebnisse_Pflege_Pflegereform.pdf >>> http://cache.pressmailing.net/content/0 ... reform.pdf

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Ärzte Zeitung vom 16.12.2016:
Studie: Jeder fünfte Deutsche kann sich Ehrenamt in der Pflege vorstellen
20 Prozent der Deutschen - vor allem Frauen und Ältere - wären grundsätzlich bereit, sich in der Freizeit ehrenamtlich in der Pflege zu engagieren.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=926 ... ege&n=5447

+++
Statement von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk:

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Ehrenamtliche Tätigkeiten im Pflegesystem erfordern zunächst einmal eine professionelle Struktur, in die sich solche Ehrenamtler einbringen können.
Zu denken ist vor allem an kommunale Quartiershilfen, generationenübergreifend gestaltet. Insoweit macht Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
seit Jahren auf die entsprechenden Folgerungen aufmerksam.
Siehe dazu u.a. unter > viewtopic.php?f=4&t=21213&hilit=quartierskonzept
Leider hat der Gesetzgeber im Pflegestärkungsgesetz III nicht den gemachten Vorschlägen Rechnung getragen und hat in den Kommunen lediglich
auf weitere Pflegeberatungsangebote abgestellt, zunächst in 60 "Projektkommunen" eingebunden. Pflegeberatung ist zwar wichtig, aber sie ist eigentlich
schon bei den Pflegekassen gewährleistet. Was nötig ist, sind umfängliche Strukturen, die den Grundsatz "ambulant vor stationär" in vielfältiger
Weise deutlicher als bisher zur Geltung verhelfen. Und das kann mit Quartierskonzepten geschehen. Wie solche Konzepte zu gestalten, ist längst bekannt.
Man muss folglich nur mit der Gestaltung beginnen (wie z.B. in Neuss-Erfttal).

_________________
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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