Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 21.03.2016, 07:33 
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Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Einladung

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk lädt zum (24.) Pflegetreff, am 27.04.2016, 16.00 - 18.00 Uhr,
im Jugendzentrum "Kontakt Erfttal" (großer Saal), Bedburger Straße 57, 41469 Neuss-Erfttal, ein.


Das Thema des Treffs:
Arzneimittelversorgung der älteren Menschen.

Bild

Es wird darüber zu sprechen sein, wie die Medikation bei den älteren Menschen, vor allem in den Stationären Pflegeeinrichtungen,
verbessert werden kann. Dabei werden Fragen der aufsuchenden ärztlichen Diagnostik und Therapie eine Rolle spielen. - Inwieweit kann von einer
mangelhaften Versorgung gesprochen werden? - Dazu sind unten einige Verweisungen angefügt! - Was gilt es zu verbessern? Lösungen sollen vorgestellt
und eingefordert werden!

---
Hochkarätige Gäste stehen für Statements und Diskussionsbeiträge zur Verfügung:
-- Dirk Brügge, Kreisdirektor des Rhein-Kreises Neuss, wird vorab ein Grußwort sprechen.
Auf dem Podium:
-- Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen.
-- Dr.med. Karlheinz Großgarten (M.san.), Stellvertretender Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Hauptstelle Düsseldorf.
-- Dr. med. Hermann-Josef Verfürth, Praktischer Arzt in Neuss.
-- Margret Stolz , Beratungsapothekerin der AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse, Unternehmensbereich Ambulante Versorgung,
Geschäftsbereich Arzneimittel/Apotheken, Düsseldorf.
-- Sonja Laag, Leiterin Versorgungsprogramme BARMER GEK Hauptverwaltung, Wuppertal.
-- Regina Schmidt-Zadel, Vorsitzende der Landes-Alzheimergesellschaft NRW und Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) a.D., wird moderieren.

Zur Einführung in die Thematik sind in der Zeit von 15.00 -16.00 Uhr Filmeinspielungen in Vorbereitung.
Es sind im Übrigen in der Zeit von 15.00 - 19.00 Uhr Infostände eingeplant.


Heinz Sahnen, Stadtverordneter im Rat der Stadt Neuss und Mitglied des Landtages (MdL) von NRW von 2000 - 2010, ist der Schirmherr des Pflegetreffs.
Organisation und Leitung werden von Werner Schell, Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk, wahrgenommen.

Eingeladen sind Patienten, pflegebedürftige Menschen und Angehörige, Ärzte bzw. sonstige Leistungsanbieter im Gesundheitswesen sowie alle interessierten BürgerInnen!
Der Eintritt ist frei!


Werner Schell
Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Und so wird zur Veranstaltung plakatiert:

Bild

+++
Weitere Informationen im Forum von Pro Pflege Selbsthilfenetzwerk mit Fotos (zur eventuellen Nutzung):
viewtopic.php?f=7&t=21371
+++

Die Medien berichten u.a. wie folgt:

http://www.ak-gewerkschafter.de/2016/02 ... treff-ein/
http://www.presseanzeiger.de/pa/Neusser ... der-818064
http://www.openbroadcast.de/article/431 ... fokus.html
http://www.openpr.de/news/891357.html
Der Gesundheitsnewsletter des Rhein-Kreises Neuss berichtete in seiner April-Ausgabe über den Treff.
Am 05.04.2016 informiert der Newsletter vom Bündnis für gute Pflege!

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete im überregionalen Teil am 07.04.2016:
Rhein-Kreis Neuss
Neusser Pflegetreff über Medikation älterer Menschen
Rhein-Kreis Neuss. Wer Arzneimittel nimmt, sollte sich mit möglichen Neben- und Wechselwirkungen vertraut machen. Wie aber sieht die richtige Medikation für ältere Menschen aus? "Darüber wird zu sprechen sein", sagt Werner Schell. Der Gastgeber des 24. Neusser Pflegetreffs (27. April) kündigt sogleich für die nächste Veranstaltung wiederum Klartext an: "Lösungen sollen vorgestellt und eingefordert werden." Zu den Gästen der Diskussion zählen unter anderem auch Gesundheitsministerin Barbara Steffens aus Düsseldorf und der Hausarzt Hermann-Josef Verfürth aus Holzheim, der nach wie vor Hausbesuche macht. Die Moderation hat die ehemalige Bundestagsabgeordneter Regina Schmidt-Zadel übernommen. Ein Grußwort wird Kreisdirektor Dirk Brügge sprechen.
Mit seinem 24. Pflegetreff knüpfen Schell und sein Selbsthilfenetzwerk Pro Pflege an ihre Veranstaltung aus dem Herbst 2012 an. Damals ging es um Arztbesuche zu Hause und im Heim. In der Vergangenheit hat Schell viele Bemühungen gesehen, die Arzneimittelversorgung älterer Menschen zu optimieren. Entscheidende Verbesserung hat es aber nach seiner Auffassung nicht gegeben. Darum greift er der unermüdliche Streiter für ältere Menschen das Thema erneut auf.
Info
Pflegetreff mit NRW-Ministerin Barbara Steffens; 27. April, 16 Uhr, Kontakt Erfttal, Bedburger Straße, Erfttal. Um 15 Uhr öffnen Infostände; ab 15 Uhr werden Filmsequenzen zum Thema gezeigt.

(lue-)
Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/rhe ... -1.5885144

Am 27.04.2016 hat die Neuss-Grevenbroicher Zeitung im Lokalteil Neuss noch einmal kurz auf den Pflegetreff aufmerksam gemacht.

+++
Am 25.04.2016 bei Facebook gepostet:
Neusser Pflegetreff am 27.04.2016: Das Thema Arzneimittelversorgung im Fokus! Insoweit sind neben der Auflösung des Pflegenotstandes dringend Verbesserungen geboten. Unterstützer - Fachpersonal und interessierte BürgerInnen - unserer Forderungen sind willkommen. Der Eintritt ist frei!
- Ab 15:00 Uhr Informationsstände und Filmvorführung geplant: > viewtopic.php?f=7&t=21371 Bei den Infoständen wird auch das Quartierskonzept in Neuss - Erfttal u.a. mit Angeboten des Betreuten Wohnens, einer Tagespflegeeinrichtung für Menschen mit Demenz und einem Lotsenpunkt-Projekt (für die Pfarreiengemeinschaft an der Erftmündung), vertreten sein.
- Die Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Gästen und einer weiteren kurzen Filmeinspielung wird um 16:00 Uhr beginnen. Bei älteren Patienten gelten bestimmte Arzneimittel als potenziell ungeeignet, weil sie mit einem erhöhten Risiko für unerwünschte Arzneimittelereignisse einhergehen können. Die Beachtung der Empfehlungen der Priscus-Liste (> viewtopic.php?f=6&t=14576 ) und der aktuellisierten FORTA-Liste (> viewtopic.php?f=6&t=21608 ) verbessern bei älteren Patienten die Arzneimittelsicherheit! Im Übrigen muss es beim gleichzeitigen Einsatz mehrerer Medikamente (= Polypharmazie) eine strikte Beachtung von Neben- und Wechselwirkungen geben. Dies und vieles mehr gilt es besprechen.
- Was noch wichtig erscheint: "Wenn der Patient nicht zum Arzt kommt" = Ein Beitrag von Markus Förner, Geschäftsführer im Hufeland-Haus, Wilhelmshöher Str. 34, 60389 Frankfurt am Main, in der Zeitschrft des Hufeland-Hauses, April 2016: http://www.hufeland-haus.de/fileadmin/e ... _69_24.pdf - In dem Beitrag (Seite 14 ff.) wird verdeutlicht, dass die ärztliche Versorgung von Bewohnern in Pflegeeinrichtungen stark von der Einstellung und der Risikobereitschaft niedergelassener Ärzte abhängig ist. Den Ärzten wird in dem Beitrag eine hohe Verantwortung für die angemessene Versorgung der Versicherten zugeordnet. Zurecht! Nach Auffassung des Autors ist es höchste Zeit, dass sich die Ärzte der besonderen Bedürfnislage pflegebedürftiger Menschen stellen und Versorgungsstrukturen schaffen, die deren Bedürfnissen gerecht werden. Wichtig erscheinen dem Autor verbindliche Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten, die die Zusammenarbeit zwischen Pflegeeinrichtung, Versichertem und Arzt regelt. Die Ausführungen von Markus Förner stimmen grundsätzlich mit dem umfänglichen Statement von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (über 60 Seiten) überein, dass zur Vorbereitung des Pflegetreffs am 27.04.2016 > viewtopic.php?f=7&t=21371 ausgefertigt wurde. Darin wird die vorrangige Verantwortlichkeit der Ärzte für eine angemessene bzw. gute Arzneimittelversorgung dargestellt. Dieses Statement wird als Printexemplar in begrenzter Zahl am 27.04.2016 für interessiertes Fachpersonal zur Verfügung stehen.
Werner Schell

Siehe auch unter:
http://www.ak-gewerkschafter.de/2016/04 ... -das-wort/
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=35385

Am 26.04.2016 bei Facebook gepostet:
Pflegetreff thematisiert am 27.04.2016 Arzneimittelversorgung, vor allem bei älteren Menschen. Infos unter > viewtopic.php?f=7&t=21371 - Eine Statements in Kürze:
• Rheinische Post – Beitrag EVA QUADBECK: "Kombinationen können gefährlich sein: Ärzte verschreiben millionenfach falschen Medikamenten-Mix".
• Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e.V.: "Zu viele und inadäquate Medikamente für ältere Patienten – und die fatalen Folgen".
• Ministerin Steffens: "Medikamente in größerer Menge sind gefährlich."
• Dr. Joachim Zeeh: Gefahr Multimedikation: „Der Löschwasserschaden ist oft größer als der Brandschaden“.
• Techniker Krankenkasse: "Senioren bekommen häufig falsche Medikamente".
• Prof. Petra A. Thürmann: "Weniger wäre tatsächlich mehr".


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BeitragVerfasst: 29.04.2016, 06:36 
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Weitere Hinweise zum Pflegetreff am 27.04.2016:

Ein einführendes Statement von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk - Stand 07.03.2016 -
zum Thema der Arzneimittelversorgung hier
:
> http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... tement.pdf

Als Pressevertreter (NGZ) war Herr Rolf Hoppe beim Treff und verfasste folgenden Bericht:

Neuss. Patientenrechte- und autonomie, Pflegequalität und -reform – der Neusser Pflegetreff hat sich als Interessenvertretung hilfe- und pflegebedürftiger Menschen landes- und bundesweit einen guten Namen gemacht. Bei der jüngsten Veranstaltung im Kontakt Erfttal wurde in diesem Sinne mit dem Begriff „Arzneimittelversorgung“ ein Problem angesprochen, das gleichwohl unter dem Stichwort „Medikamentenkocktail“ in dessen Anwendung kontraproduktiv und sogar lebensbedrohend sein kann.
Als Mann der Praxis hatte der Neusser Arzt Dr. Hermann-Josef Verfürth im kompetent besetzten Podium ein einleuchtendes Beispiel parat: „Eine Patientin hat einen erhöhten Cholesterinspiegel. Das verordnete Medikament hilft, kann aber in den Nebenwirkungen Gelenkschmerzen verursachen. Und auf den Magen schlagen beziehungsweise Appetitlosigkeit verursachen. Die Therapie: weitere Pillen. So kann aus einer gut zu behandelnden harmlosen Krankheit ein unnötiger und vielleicht sogar schädlicher thingy werden. Dann sollte man nach alternativen Lösungen suchen.“
Vor allem im Alter treten Mehrfachbeschwerden auf. Das Ergebnis, so Moderatorin Regina Schmidt-Zadel, eine Pillenflut, weil viele Diagnosen zusammenkommen. Dabei könne es bei mehr als fünf Präparaten gesundheitsgefährdend werden. Und manche ältere Menschen würden erheblich mehr als diese Zahl zu sich nehmen. Denn die bunte und kaum überschaubare Zahl von verordneten sowie selbst besorgten Pillen, Tinkturen und was auch immer werde oft unkontrolliert und unabgestimmt eingenommen.
Wie sich im Laufe der Diskussion herausstellte, mangelt es an der Abstimmung zwischen der verordnenden Ärzteschaft; der Kommunikation sogar zwischen Hierarchien im Krankenhaus, aber auch über Fachärzte bis zum Hausarzt. Stichwort: Berichterstattung. Und an zu wenig Berücksichtigung von Wechselwirkungen. Hinzu kommt, dass sich viele Menschen zusätzlich selbst mit Medikamenten versorgen.
Wie die Statements vom Podium zeigen, wissen alle, was zu tun ist. Doch Lösungen bräuchten Zeit. Es sei zu hoffen, dass ein ab dem 1. Oktober 2016 rechtsgültiger Medikationsplan, auf den jeder Patient einen Anspruch habe, eine Verbesserung bringe.
Doch von dem Ziel einer bedarfsgerechten Arzneimittel-Versorgung der Bürger scheinen die Verantwortlichen noch ein ganzes Stück weg zu sein. Dass sich nach dem jüngsten Pflegetreff Modellprojekte und Absichtserklärungen in Verbesserungen einer unbefriedigenden Situation niederschlagen, dieses wünscht sich nicht nur Initiator Werner Schell, sondern auch die Allianz auf dem Podium - von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens über die Kassenärztliche Vereinigung und Vertreterinnen von BEK und AOK sowie auch die zahlreich erschienen Zuhörerschar. Vor allem auch die Pflegeberufe, die sich zu diesem Thema mehr Kompetenz und Anerkennung wünschen. „Wir sind nah am Patienten. Nehmen Sie uns mit im Boot. Und schaffen Sie einen ausreichenden Stellenschlüssel.“ So das Credo dieser Gasthörer.

Bild
Beim Pflegetreff sprachen sie über Arzneimittelversorung (v.l.): Sonja Laag, Margret Stolz, Regina Schmidt-Zadel, Hermann-Josef Verfürth, Ministerin Barbara Steffens, Werner Schell,
Dirk Brügge und Karl Heinz Großgarten. FOTO: Woi - Neuss-Grevenbroicher Zeitung


Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete am 29. April 2016 mit dem nachfolgenden Beitrag. Allerdings wurde der letzte Absatz vom Origianlbeitrag nicht mit abgedruckt. Daher ist die vollständige Darstellung von Herrn Rolf Hoppe wichtig:
Neuss
Warnung vor Medikamentenkocktail ...
Neuss. Experten diskutierten über Arzneimittelversorgung und die Gefahren durch zu viele Medikamente.
Von Rolf Hoppe
Patientenrechte und -autonomie, Pflegequalität und -reform - der Neusser Pflegetreff setzt sich für die Interessen von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen ein.
Bei der jüngsten Veranstaltung im Kontakt Erfttal wurde als Thema "Arzneimittelversorgung" angesprochen - denn genau die kann zum ernsthaften Problem werden.
Dies gilt vor allem dann, wenn viele Arzneimittel verschrieben werden. Ein "Medikamentenkocktail" kann kontraproduktiv - im schlimmsten Fall gar lebensbedrohlich -
sein. Darauf wurde beim Pflegetreff hingewiesen.
Quelle (und weiter lesen)…. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.5941348

+++
Pflegetreff am 27.04.2016 - Thema: Arzneimittelversorgung - Filmdokumentationen:
Kurzes Statement hier:
https://youtu.be/LOnV_OY2j-A
Langfassung hier:
https://youtu.be/BtVjGv00e6U

+++

Bilddatei - Stand: 08.05.2016 - unten eingefügt!


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BeitragVerfasst: 03.05.2016, 07:45 
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Beiträge: 16079
Ärzte Zeitung, 03.05.2016
Medikationsplan - Ärzte und Apotheker einigen sich
Die Struktur des Medikationsplans steht. Ärzte und Apotheker haben sich auf eine Rahmenvereinbarung verständigt.
BERLIN. Der Medikationsplan, auf den GKV-Versicherte laut E-Health-Gesetz ab 1. Oktober Anspruch haben, wird Angaben zum Wirkstoff, zum Handelsnamen, zur Stärke, zur Darreichungsform, Hinweise zur Dosierung und zur sonstigen Anwendung sowie zum Anwendungsgrund der angewendeten Arzneimittel enthalten - in dieser Reihenfolge. Dabei sollen sowohl verordnete Medikamente als auch vom Patienten in der Apotheke gekaufte Arzneimittel verzeichnet werden.
...
Bis zum 30. Juni sollen KBV und GKV-Spitzenverband jetzt Vorlagen für die Regelung des Versichertenanspruchs im Bundesmantelvertrag sowie für die ärztliche Vergütung liefern. (ger)
Die Vereinbarung im Netz: http://www.kbv.de/html/2756.php
... (weiter lesen unter ) ... http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirt ... pte+%26+Co.

+++
Vereinbarung
gemäß § 31a Abs. 4 Satz 1 SGB V
über Inhalt, Struktur und
Vorgaben zur Erstellung und Aktualisierung
eines Medikationsplans
sowie über ein Verfahren zur Fortschreibung dieser Vereinbarung
(Vereinbarung eines bundeseinheitlichen
Medikationsplans – BMP)
Zwischen
der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
K. d. ö. R., Berlin,
der Bundesärztekammer
Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Ärztekammern, Berlin,
und
dem Deutschen Apothekerverband e. V.,
Berlin

...
Präambel
In § 31a SGB V wird der Anspruch des Versicherten auf Erstellung und Aushändigung
eines Medikationsplans formuliert.
Gemäß § 31a Abs. 4 Satz 1 SGB V haben die Partner dieser Vereinbarung Inhalt,
Struktur und Vorgaben zur Erstellung und Aktualisierung des Medikationsplans sowie
ein Verfahren zu seiner Weiterentwicklung und zur Fortschreibung dieser Vereinbarung
festzulegen. Der Medikationsplan soll in einheitlich standardisierter Form umfassend,
übersichtlich und patientenverständlich die aktuelle Medikation des Versicherten
abbilden. Dem Versicherten soll damit ein verständlicher und wiedererkennbarer
Einnahmeplan zur Verfügung gestellt werden, der ihn in der richtigen Anwendung
seiner Medikation unterstützt. Durch die Einheitlichkeit des Aussehens des Medikationsplans
wird sichergestellt, dass Versicherte die benötigten Informationen
stets an derselben Stelle wiederfinden und die Inhalte des Medikationsplans für die
Versicherten verständlich und gut lesbar sind. Das einheitliche Aussehen vermeidet
unnötige Verständnisfragen und ggf. erneuten Erläuterungsbedarf durch den Arzt
oder die Apotheke.
Der Medikationsplan soll durch die Verbesserung der Information von Versicherten,
Ärzten und Apothekern und anderen an der Arzneimittelversorgung der Versicherten
beteiligten Personen eine Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit ermöglichen.
Versicherte, die gleichzeitig mindestens drei zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung
verordnete Arzneimittel anwenden, haben Anspruch auf Erstellung und
Aushändigung eines Medikationsplans durch einen an der vertragsärztlichen Versorgung
teilnehmenden Arzt. Näheres zum Anspruch des Versicherten regelt der Bundesmantelvertrag-
Ärzte. Bestehende Regelungen der Arzneimittel-Richtlinien des
Gemeinsamen Bundesausschusses (insbesondere § 8 Absatz 4) und der Apothekenbetriebsordnung
(insbesondere § 20 Absatz 2 Satz 4) bleiben unberührt.
In Einzelfällen kann es aus medizinischen Gründen sinnvoll sein, auch für Versicherte,
die weniger als drei zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnete
Vereinbarung eines bundeseinheitlichen Medikationsplans nach § 31a Abs. 4 Satz 1 SGB V
30.04.2016 Seite 4 von 11
Arzneimittel gleichzeitig anwenden, einen Medikationsplan zu erstellen und zu aktualisieren.
Ein gesetzlicher Anspruch besteht insoweit jedoch nicht.
Diese Vereinbarung ist gemäß § 31a Abs. 5 SGB V so fortzuschreiben, dass die Daten
des Medikationsplans in den informationstechnischen Systemen der vertragsärztlichen
Versorgung sowie der Apotheken für die elektronische Verarbeitung und Nutzung
einheitlich abgebildet und zur Prüfung der Arzneimitteltherapiesicherheit genutzt
werden können. Dabei sind insbesondere auch Festlegungen hinsichtlich der
zu verwendenden Wertebereiche, Terminologien und Codierungstabellen zu treffen
und bei Bedarf zu aktualisieren. Diese bilden die Voraussetzung für eine einrichtungsübergreifende
elektronische Verarbeitbarkeit und ermöglichen es, die Daten
des Medikationsplans elektronisch, auch mittels der elektronischen Gesundheitskarte,
zur Verfügung zu stellen.
Auf Basis des § 31a Abs. 3 SGB V ergibt sich für Apotheken eine Verpflichtung bei
Abgabe eines Arzneimittels eine insoweit erforderliche Aktualisierung des Medikationsplanes
auf Wunsch des Versicherten vorzunehmen.
Über § 73 Absatz 8 Satz 7 SGB V kann die Umsetzung einer technischen Lösung zur
Erstellung und Aktualisierung von Medikationsplänen in den Softwaresystemen der
Vertragsärzte im Rahmen der Zulassung von Verordnungssoftware durch die KBV
verbindlich vorgegeben werden. Eine vergleichbare Umsetzungsverpflichtung in den
Softwaresystemen der Apotheken besteht derzeit nicht. Eine Aktualisierung gemäß
§ 31a Absatz 3 SGB V in der Apotheke kann demnach, bis zum Abschluss des Flächenrollouts
des elektronischen Medikationsplanes zum 31.12.2018, auch in manueller
Form erfolgen.
Auch die Apotheken streben eine frühzeitige technische Umsetzung des Medikationsplans
einschließlich des technischen Verfahrens zur Aktualisierung des Medikationsplans
in ihren Softwaresystemen an.

Vereinbarung eines bundeseinheitlichen Medikationsplans nach § 31a Abs. 4 Satz 1 SGB V
....
Quelle: http://www.kbv.de/media/sp/Vereinbarung ... 300416.pdf

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BeitragVerfasst: 04.05.2016, 06:10 
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Ärzte Zeitung vom 04.05.2016:
Medikationsplan: Der Patient redet mit
Die Vereinbarung zum Medikationsplan lässt noch einige Fragen offen. Klar ist aber jetzt schon, was der Medikationsplan nicht ist:
ein Ersatz für die Dokumentation in der Patientenakte. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=910 ... pte&n=4960

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Bilderdatei Pflegetreff am 27.04.2016
Stand: 08.05.2016


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BeitragVerfasst: 09.05.2016, 06:56 
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Am 09.05.2015 bei Facebook gepostet:
Der Neusser Pflegetreff hat gerade erst am 27.04.2016 die Probleme mit der Polypharmazie und sonstige Mängel in der Arzneimittelversorgung diskutiert (>http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=4&t=21522 ),
da kommen sozusagen ergänzend Mitteilungen darüber, dass wegen mutmaßlichen millionenschweren Betrugs durch Apotheker mit „Luftrezepten“ ermittelt wird. Es bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse die Ermittlungen hervorbringen.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk wird die weitere Entwicklung im Auge behalten und informieren: > viewtopic.php?f=2&t=21624

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BeitragVerfasst: 12.05.2016, 07:44 
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Am 12.05.2016 bei Facebook gepostet:
Zum Tag der Pflegenden am 12.05.2016: Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk tritt seit vielen Jahren
für deutlich mehr Wertschätzung und Anerkennung der Pflegeberufe ein und fordert verbesserte
Stellenschlüssel und höhere Vergütungen. Darüber informieren beispielhaft einige kurze Filme:


https://www.youtube.com/watch?v=XYqs_-kZtgE (2012)
https://www.youtube.com/watch?v=dGm3gF9p_Rs (2013)
https://www.youtube.com/watch?v=KXX7VYoJIuQ (2014)
https://youtu.be/VzliA0ss-A8 (NPK 2015)
https://youtu.be/qbyHRxX9ikk (21.10.2015)
https://youtu.be/LOnV_OY2j-A (27.04.2016)


Im Forum wird mit zahlreichen Statements ergänzend informiert > viewtopic.php?f=3&t=21510

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BeitragVerfasst: 22.05.2016, 17:13 
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Teilnahme von Demenzkranken an Arzneimitteltests bzw. klinischen Studien: Dazu finden Sie Hinweise im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
> viewtopic.php?f=6&t=21640
Daraus ergibt sich zunächst, dass der Patientenwille maßgeblich bzw. bestimmend ist (vgl. auch § 40ff. AMG). Pro Pflege … hat das BMG angeschrieben
und gebeten, die geplanten Änderungen näher darzustellen. Erst dann werden sich weitere Erkenntnisse und ggf. Korrekturerfordernisse ergeben.


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Am 09.06.2016 bei Facebook gepostet:
"Medikamentenumstellung im Krankenhaus: Viele werden nicht informiert." Zu diesem Thema berichtet die Zeitschrift "test" in ihrer Juniausgabe 2016 (Seite 86ff.). Damit wird eindrucksvoll bestätigt, dass das von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk beim Pflegetreff am 27.04.2016 aufgegriffene Thema "Arzneimittelversorgung" auf den Prüfstand gehört. Es deutlich mehr Sorgfalt bei der Medikation geboten! - Näheres > viewtopic.php?f=6&t=21652 - Zum Thema "Arzneimittelversorgung in Pflegeeinrichtungen" eine Umfrage im Forum > viewtopic.php?f=4&t=21654

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Die Zeitschrift CAREkonkret hat in ihrer Ausgabe Nr. 24/16 über den Pflegetreff berichtet:
"Diskussionsrunde zur Arzneimitteltherapie im Pflegeheim - Pflegetreff: Bereitschaft der Ärzte könnte größer sein!"


Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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 Betreff des Beitrags: Patientenselbstbestimmung im Fokus
BeitragVerfasst: 01.07.2016, 07:13 
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Am 01.07.2016 bei Facebook gepostet:

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Ärzte sind in einem Haftungsstreit bei OP ohne Einwilligung in der Pflicht, mutmaßliches korrektes Handeln zu beweisen (= Umkehr der Beweislast). So urteilte der BUNDESGERICHTSHOF am 22.03.2016 - VI ZR 467/14 - > viewtopic.php?f=2&t=21686 Die Entscheidung verdeutlicht, dass es auch im Interesse der Ärzteschaft liegt, das Patientenselbstbestimmungsrecht uneingeschränkt zu achten (Art. 2 GG; § 630d BGB)! Solche Forderungen werden zwar von der Ärzteschaft oftmals kritisch gesehen (> viewtopic.php?f=2&t=21676 ), sollte aber die Patienten nicht davon abhalten, in eigener Regie zeitgerecht vertrauenswürdige Informationsmaterialien beizuziehen. Insoweit können Internetquellen durchaus hilfreich sein. Das Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist mit guten und stets aktuellen Infos dabei! > index.php

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„Arzneimittelversorgung der älteren Menschen“ – Thema beim Neusser Pflegetreff am 27.04.2016.
Es wurden zahlreiche Handlungserfordernisse deutlich!

Statement von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vom 15.07.2016 (ohne Fotos):


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15.07.2016

„Arzneimittelversorgung der älteren Menschen“ – Thema beim Neusser Pflegetreff am 27.04.2016. Es wurden zahlreiche Handlungserfordernisse deutlich!

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hatte zum 24. Pflegetreff am 27. April 2016 nach Neuss-Erfttal eingeladen. Als Gäste konnten rund 200 Pflegefachkräfte einschließlich Auszubildende und interessierte BürgerInnen begrüßt werden.– Bei der Veranstaltung ging es um die „Arzneimittelversorgung der älteren Menschen – vor allem in den Pflegeeinrichtungen“; ein Thema, dem angesichts der von den Medien immer wieder beschriebenen Mängeln große Aktualität zukommt.

Zur Einführung in das Pflegetreffthema hatte Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ein umfängliches Statement erstellt. Darin werden die vielfältigen Probleme der Medikation und die Handlungserfordernisse verdeutlicht. Das Statement ist unter folgender Adresse als pdf-Datei abrufbar > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... tement.pdf

Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk und Leiter des Pflegetreffs, hatte für das Pflegetreffthema (wieder) hochkarätige Referenten gewinnen können:

-- Dirk Brügge, Kreisdirektor des Rhein-Kreises Neuss (Grußwort).
-- Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen.
-- Dr.med. Karlheinz Großgarten (M.san.), Stellvertretender Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Hauptstelle Düsseldorf.
-- Dr. med. Hermann-Josef Verfürth, Praktischer Arzt in Neuss.
-- Margret Stolz, Beratungsapothekerin der AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse, Unternehmensbereich Ambulante Versorgung,
Geschäftsbereich Arzneimittel/Apotheken, Düsseldorf.
-- Sonja Laag, Leiterin Versorgungsprogramme BARMER GEK Hauptverwaltung, Wuppertal.
-- Regina Schmidt-Zadel, Vorsitzende der Landes-Alzheimergesellschaft NRW und Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) a.D. (Moderation).

Nach einer kurzen Begrüßung aller Gäste durch Werner Schell
sprach Dirk Brügge ein Grußwort und hob die Bedeutung des Themas hervor.

Danach kam es zu einer kurzen Filmeinspielung, die die vielfältigen Probleme in der Arzneimittelversorgung und die ärztlichen Pflichten im Zusammenhang mit der Medikation aufzeigte.

Anschließend wurde die weitere Moderation des Pflegetreffs von Regina Schmidt-Zadel übernommen. Sie führte geschickt Regie und machte mit treffsicheren Zwischenbemerkungen auf einige besonders wichtig erscheinende Handlungserfordernisse aufmerksam. Insbesondere sprach sie die „Pillenflut“ bei älteren Menschen an. Bei mehr als fünf Präparaten könne es gesundheitsgefährdend werden.

Der Verlauf des Pflegetreffs wurde mittels Film dokumentiert. Dieser Film ist vollständig bei Youtube anschaubar (Langfassung): https://youtu.be/BtVjGv00e6U Kurzes Statement (zur Stellenproblematik) hier: https://youtu.be/LOnV_OY2j-A

Weitere Informationen zum Pflegetreff (Medienberichte, Bilderdatei usw.) sind im Forum von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk abrufbar unter folgender Adresse: viewtopic.php?f=4&t=21522

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Die Statements der Podiumsgäste in Kurzform:

Statement Frau Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (Text wurde nach dem Treff zur Verfügung gestellt):

Arzneimitteltherapiesicherheit ist vor allem für Menschen über 65 Jahre ein wichtiger Baustein für eine gute Gesundheitsversorgung, denn Untersuchungen zeigen: 20 Prozent der Versicherten, die älter als 65 Jahre sind, erhalten 80 Prozent der Arzneimittelverordnungen, hinzu kommen die Arzneimittel, die sich die Menschen ohne Rezept selbst in der Apotheke kaufen. Immer dabei: das Risiko unerwünschter Neben- und Wechselwirkungen. Deswegen ist es wichtig, Medikamente aufeinander abzustimmen. Hier sind die verordnenden Ärztinnen und Ärzte, die Pflegekräfte und die Apotheken gefragt. Aber auch Angehörige sollen, wenn sie Bedenken haben, ruhig nachfragen, wenn ihre Angehörigen Medikamente von verschiedenen Stellen verschrieben bekommen.
Für stationäre Pflegeeinrichtungen haben wir mit dem Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) nun die Möglichkeit geschaffen, dass die Pflegekräfte für die Koordination und Abstimmung mit anderen Leistungserbringern zuständig sind. Die Umsetzung muss jetzt in der Praxis gelebt werden. Dafür muss dann aber auch ausreichend Personal da sein, das die notwendige Zeit hat, Informationen über Arzneimittelwirkungen wie z.B. Schläfrigkeit, Unkonzentriertheit oder Verwirrtheitszustände frühzeitig weiterzugeben und zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu besprechen.
2012 haben wir uns in der Landesgesundheitskonferenz dazu auf Eckpunkte verständigt ( http://www.mgepa.nrw.de/mediapool/pdf/g ... 121120.pdf ).
Erste gute Projekte dazu gibt es schon. Sie alle kennzeichnet, dass sich alle Beteiligten untereinander vernetzt haben und informieren. In einem Projekt im Siegerland wurde mit einem strukturierten Arzneimittelmanagement nach einem Jahr bereits eine Reduzierung der eingenommenen Wirkstoffmenge um 17 Prozent erreicht. Gleiches gilt auch für den in der Region Düren eingeführten Medikationsplan NRW, den die Patientinnen und Patienten erhalten und zu jedem Arzt- oder Apothekenbesuch mitnehmen und in den sie alle aktuell eingenommenen Medikamente eintragen. Ähnlich funktionieren das Arzneimittelkonto und die elektronische Behandlungsinformation, ein Projekt der Knappschaft. Sie alle haben eines gemeinsam: Die Gesamtmedikation wird transparent und – auch für die Patientinnen und Patienten – leichter überprüfbar ( http://www.mgepa.nrw.de/ministerium/pre ... m2015/pm20 150120a/index.php ).
Arzneimitteltherapiesicherheit zu gewährleisten ist eine der großen Aufgaben in der Gesundheitsversorgung einer älter werdenden Gesellschaft. Das E-Health-Gesetz der Bundesregierung setzt hierbei leider nur auf die Ärztinnen und Ärzte. Wir hingegen möchten die Fach- und Beratungskompetenz der Apothekerinnen und Apotheker ebenfalls federführend für alle Fragen von Arzneimitteltherapiesicherheit nutzen. Gerade bei frei verkäuflichen Medikamenten sind meistens nur sie es, die mitbekommen, wenn Kundinnen und Kunden verschiedene, untereinander unverträgliche Medikamente einkaufen.
Die Beispiele zeigen, dass Information und Beratung immer wichtiger werden. Sie sichern die Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten. Deswegen setzen wir uns dafür ein, dass die sprechende Medizin einen höheren Stellenwert erhält und entsprechend vergütet wird. Und wir wollen, dass die Patientinnen und Patienten selbst entscheiden, wo und bei wem sie sich beraten lassen. Der Pflegetreff Neuss hat diesbezüglich in den letzten Jahren Vorbildliches geleistet, auch und gerade, weil er es schafft, die verschiedenen Akteurinnen und Akteure an einen Tisch zu holen. Mein Dank gilt allen, die sich hier engagieren – hauptberuflich, als pflegende Angehörige oder ehrenamtlich Tätige.

Dr.med. Karlheinz Großgarten (M.san.), Stellvertretender Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Hauptstelle Düsseldorf, fasste wesentliche Aussagen nach dem Pflegetreff wie folgt zusammen:

Die KV Nordrhein will die Arzneimittelversorgung älterer Menschen mit folgenden Maßnahmen aktiv verbessern:
1. Durch die vorhandenen umfassenden Beratungsangebote der KVNO für den Arzt, insbesondere:
• Den Medikations-Check: Die KV Nordrhein erstellt Expertisen für den Arzt.
• Die Wissensdatenbank AIDKlinik im KVNO Portal für den Arzt.
• Die Abteilung Pharmakotherapie KVNO mit persönlicher Beratung für den Arzt.
2. Durch Verträge mit den Krankenkassen, insbesondere:
• Hausarzt-Strukturverträge zur Betreuung von Patienten mit erhöhtem Versorgungsbedarf.
• Den Vertrag über eine kooperative und koordinierte ärztliche und pflegerische Versorgung in vollstationären Pflegeeinrichtungen in Nordrhein.

Dr. med. Hermann-Josef Verfürth, Praktischer Arzt in Neuss, informierte über seine Sicht der Versorgungserfordernisse, sehr patientenorientiert. In der Berichterstattung von Rolf Hoppe (für die Neuss - Grevenbroicher Zeitung) wurden die Ausführungen beispielhaft wie folgt sehr anschaulich auf den Punkt gebracht:

Als Mann der Praxis hatte der Neusser Arzt Dr. Hermann-Josef Verfürth im kompetent besetzten Podium ein einleuchtendes Beispiel parat: „Eine Patientin hat einen erhöhten Cholesterinspiegel. Das verordnete Medikament hilft, kann aber in den Nebenwirkungen Gelenkschmerzen verursachen. Und auf den Magen schlagen beziehungsweise Appetitlosigkeit verursachen. Die Therapie: weitere Pillen. So kann aus einer gut zu behandelnden harmlosen Krankheit ein unnötiger und vielleicht sogar schädlicher thingy werden. Dann sollte man nach alternativen Lösungen suchen.“

Margret Stolz, Beratungsapothekerin der AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse, Unternehmensbereich Ambulante Versorgung, Geschäftsbereich Arzneimittel/Apotheken, Düsseldorf (Text wurde nach dem Treff zur Verfügung gestellt):

Arzneimitteltherapiesicherheit ist seit Jahren Gegenstand vieler Aktivitäten in der Forschung und wird fachöffentlich breit diskutiert. Es gibt Umsetzungskonzepte und Verträge wie den Hausarztstrukturvertrag und das geriatrische Medikationsmanagement.
Dennoch: Wenn man sich Verordnungsdaten zu bestimmten Themen aus der Arzneimittelsicherheit ansieht - dass alte Menschen eine Vielzahl verschiedener Medikamente bekommen, dass bei der Dosierung eine nachlassende Nierenfunktion oder ein Rückgang des Körpergewichts ausser Acht gelassen wird, dass problematische Wechselwirkungen entstehen, dass Nebenwirkungen mit dem nächsten Medikament bekämpft werden, der weiß, dass gerade in der Praxis noch viel zu tun ist.
Noch immer erhalten 25 Prozent der über 80-jährigen regelmäßig Benzodiazepine verordnet, 15 Prozent erhalten Neuroleptika. Unerwünschte Wirkungen eines Medikaments werden mit dem nächsten Medikament bekämpft, anstatt die Notwendigkeit des ersten Medikaments zu hinterfragen.
Nicht selten konkurrieren Leitlinien mit Sicherheitsaspekten. Eine Überlegung ist daher, die Arzneimitteltherapiesicherheit im SGB V zu verankern und dafür eine Priorität zu setzen.
Aus meiner Sicht wäre es gut, wenn alle, die mit alten Patienten zu tun haben, achtsamer wären und gerade Arzneimitteln mehr Aufmerksamkeit schenken würden.
Ein typisches Beispiel hierfür ist die Entwicklung eines Delirs mit Unruhe- und Angstzuständen. Auslöser dafür ist sehr häufig eine Medikation, die einen anticholinergen Effekt hat. Den wenigsten Beteiligten ist bekannt, dass es mehr als 100 Arzneistoffe gibt, die eine solche Wirkung, ob erwünscht oder unerwünscht, haben. Am sinnvollsten ist es natürlich, durch umsichtige Arzneitherapie zu vermeiden, dass es zum Delir kommt. Wenn es aber passiert, ist die Medikationsanalyse zwingend.
Ein problematisches Thema ist die Krankenhausmedikation mit der Empfehlung nach Entlassung. Umstellungen und Weglassen können auch für Konflikte mit den Patienten sorgen. Krankenhäuser müssen bei ihren Medikationsplänen auch die Behandlungssituation nach Entlassung im Auge haben.

Sonja Laag, Leiterin Versorgungsprogramme BARMER GEK Hauptverwaltung, Wuppertal:

Insoweit kann u.a. auf Beitrag: „Verantwortung gemeinsam tragen - die ärztliche Versorgung von Pflegeheimpatienten braucht eine Neuordnung“ von Sonja Laag, Thomas Müller, Michael Mruck
Download: https://www.barmer-gek.de/barmer/web/Po ... y=Data.pdf
verwiesen werden. Dort wird einleitend ausgeführt:
„Die ärztliche Versorgung von Pflegeheimpatienten ist nicht auf die speziellen Bedürfnisse der hochaltrigen Bewohner ausgerichtet und bietet deutliches Verbesserungspotenzial. Im bestehenden Versorgungssystem sind die nötigen Veränderungen jedoch schwer umzusetzen. Der Beitrag untersucht die aktuelle Problemlage und zeigt Hindernisse im System auf. Für eine optimale Versorgung sind sowohl die Organisation und Koordination der Versorgung zu verbessern als auch die geriatrische Qualifikation der beteiligten Ärzte.“
Dem Podiumsvortrag wurden die nachfolgenden drei Übersichten (Folien) zugrunde gelegt:

In der Schlussbemerkung von Rolf Hoppe, Berichterstatter für die Neuss-Grevenbroicher Zeitung, hieß es am Ende der Veranstaltung:

„Doch von dem Ziel einer bedarfsgerechten Arzneimittel-Versorgung der Bürger scheinen die Verantwortlichen noch ein ganzes Stück weg zu sein. Dass sich nach dem jüngsten Pflegetreff Modellprojekte und Absichtserklärungen in Verbesserungen einer unbefriedigenden Situation niederschlagen, dieses wünscht sich nicht nur Initiator Werner Schell, sondern auch die Allianz auf dem Podium - von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens über die Kassenärztliche Vereinigung und Vertreterinnen von BEK und AOK sowie auch die zahlreich erschienene Zuhörerschar.“

Heinz Sahnen, Schirmherr des Treffs, bedankte sich am Ende der Veranstaltung bei allen Beteiligten und brachte die Auffassung zum Ausdruck, dass der Pflegetreff wichtige und zudem aktuelle Fragen aufgegriffen habe. Im Zusammenhang mit dem Pflegetreff gab es im Übrigen vielfältige Informationsmöglichkeiten. Es standen in der Zeit von 15.00 - 19.00 Uhr zahlreiche Infostände zur Verfügung.

Kurzes Fazit des Pflegetreffs am 27.04.2016

Eine verbesserte Arzneimittelversorgung, vor allem in den Pflegeeinrichtungen, wird allseits für dringend erforderlich erachtet. Für die Auflösung der Probleme wurden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk wird daher Veranlassung nehmen, nochmals geeignete Initiativen ergreifen. Es werden u.a. Gespräche mit der Ärzteschaft angestrebt.
Auch wenn krankenversicherte Patienten, die mindestens drei verordnete Medikamente gleichzeitig anwenden, ab 01.10.2016 einen Anspruch auf Erstellung und Aushändigung eines Medikationsplanes haben, werden die beklagten Probleme, v.a. der Polypharmazie, nicht aufgelöst sein. Der Medikationsplan dient lediglich zur Information der Patienten und hat keine direkte Auswirkung auf das Verordnungsverhalten der Ärzteschaft.
Die behandelnden Ärzte müssen sich nach Auffassung von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk bei Diagnostik und Therapie deutlich mehr Zuwendungszeit nehmen und die Medikation stets im Blick haben und hinterfragen nach dem Motto: „Weniger ist oft mehr“. Mögliche Neben- und Wechselwirkungen der verordneten Präparate müssen stets ausreichende Beachtung finden.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk setzt sich übrigens seit Jahren für eine deutliche Ausweitung und verbesserte Honorierung der sprechenden Medizin ein!
Auf das zur Vorbereitung des Pflegetreffs gefertigte Statement wird nochmals aufmerksam gemacht!


Werner Schell
Dozent für Pflegerecht, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Statement auch als pdf-Datei abrufbar unter
> http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 072016.pdf


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Am 15.07.2016 bei Facebook gepostet:

„Arzneimittelversorgung der älteren Menschen“ - Thema beim Neusser Pflegetreff am 27.04.2016. Es wurden zahlreiche Handlungserfordernisse deutlich!
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk informiert in einem Statement vom 15.07.2016 hier: > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 072016.pdf
Die Ärzteschaft ist vorrangig gefordert! Die Filmdokumentation vom Pflegetreff mahnt mehr Sorgfalt an: > https://youtu.be/BtVjGv00e6U

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viewtopic.php?f=4&t=16652&p=93808#p93808

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe:
"Gemeinsam sicheren Umgang mit Arzneimitteln fördern"
Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit im Kabinett


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Das Bundeskabinett hat heute (17.08.2016) den von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe vorgelegten "Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland" (Aktionsplan AMTS 2016 – 2019) beraten.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erklärt dazu: "Arzneimittel sind in vielen Fällen entscheidend für den Heilungsprozess. Zugleich bestehen gesundheitliche Gefahren durch unsachgemäße Einnahme. Wir wollen gemeinsam mit allen Beteiligten – der Ärzte- und Apothekerschaft, den Pflegekräften sowie den Patientinnen und Patienten – den sicheren Umgang mit Arzneimitteln fördern, damit diese gut wirken können und unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen verhindert werden. Ab Oktober hat jeder Versicherte, der mindestens drei verordnete Arzneimittel anwendet, Anspruch auf einen Medikationsplan. Gerade für ältere, chronisch und mehrfach erkrankte Menschen ist das eine große Hilfe. Mit dem neuen Aktionsplan zur Arzneimitteltherapiesicherheit treiben wir gemeinsam die Patientensicherheit in Deutschland weiter voran."

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen treten insbesondere bei Menschen auf, die langfristig mehrere Arzneimittel gleichzeitig anwenden. Es wird geschätzt, dass pro 100 ambulanten Patientinnen und Patienten mit Arzneimitteltherapie jedes Jahr sieben vermeidbare unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Etwa fünf Prozent aller Krankenhauseinweisungen gehen auf unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln zurück, ein Viertel davon könnte vermieden werden. Das heißt, dass schätzungsweise rund 250.000 Krankenhauseinweisungen jährlich auf vermeidbare Medikationsfehler zurückzuführen sind.

Die drei bisherigen Aktionspläne zur Arzneimitteltherapiesicherheit haben seit 2008 wichtige Beiträge zur Verbesserung auf diesem Gebiet geleistet; darunter zählt die Einführung eines bundeseinheitlichen Medikationsplanes zu den wichtigsten Ergebnissen. Mit dem Ende 2015 in Kraft getretenen E-Health-Gesetz wurde geregelt, dass ab Oktober 2016 alle Versicherten, die mindestens drei verordnete Medikamente anwenden, Anspruch auf die Ausstellung eines Medikationsplans in Papierform durch eine Ärztin oder einen Arzt haben. Ab 2018 soll der Medikationsplan auch elektronisch von der Gesundheitskarte abrufbar sein.

Mit dem jetzt vorgelegten Aktionsplan für die Jahre 2016 bis 2019 werden die erfolgreichen Anstrengungen zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit konsequent fortgesetzt. Er umfasst 42 Maßnahmen mit folgenden thematischen Schwerpunkten:
Sensibilisierung von Patienten, Ärzten, Apothekern, Pflegenden und der Öffentlichkeit für vermeidbare Risiken der Arzneimitteltherapie
Verbesserung der Informationen über Arzneimittel, Kennzeichnung von Arzneimitteln
Dokumentation der Arzneimitteltherapie und Messung der Arzneimitteltherapiesicherheit
Strategien zur Verbesserung der Sicherheit des Arzneimitteltherapieprozesses
Forschung im Bereich der Arzneimitteltherapiesicherheit
Organisation der Umsetzung und Fortschreibung des Aktionsplans.

Der Aktionsplan wurde unter Beteiligung der Ärzteschaft, der Apothekerschaft, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Aktionsbündnis Patientensicherheit, dem Deutschen Pflegerat und Patientenverbänden erarbeitet.

Für die Umsetzung einzelner Maßnahmen des Aktionsplans – wie etwa dem Aufbau einer Datenbank zur Dosierung von Arzneimitteln für Kinder oder der Entwicklung einer Medikationsplan-App für Sehbehinderte – stellt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in den Jahren 2016 bis 2019 knapp 3 Mio. Euro zur Verfügung. Weitere Maßnahmen werden von den anderen Beteiligten getragen.

Hinweis: Der vom BMG geförderte „Internationale Tag zur Patientensicherheit“ am 17. September 2016 widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema Arzneimitteltherapiesicherheit.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums vom 17.08.2016
http://www.bmg.bund.de/presse/pressemit ... -amts.html
http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateie ... M_AMTS.pdf

Aktionsplan 2016 - 2019 zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland (Aktionsplan AMTS 2016-2019)
PDF-Datei (PDF) 2 MB
http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateie ... 6-2019.pdf

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Am 31.01.2017 bei Facebook gepostet:
Arzneitherapie der älteren Menschen. Prof. Dr. A. Wehling zeigt die Fehlversorgung auf! > https://www.youtube.com/watch?v=3mJh4hPqLjw - Der Film wurde zur Einstimmung beim Neusser Pflegetreff am 27.04.2016 vorgestellt > viewtopic.php?f=7&t=21371
"Verwirrtheit verschwindet, wenn die Medikamente verringert werden." Quarks & Co informiert: > https://www.youtube.com/watch?v=B54kQ-abnXQ&t=88s - Hausärzte sind aufgefordert, Polypharmazie zu vermeiden. Mehr Sorgfalt ist patientenfreundlich. - Pro Pflege … hat 2016 in einem Statement die Problematik beschrieben und sorgsame Arzneitherapien gefordert. > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... tement.pdf

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