Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 29.06.2016, 06:25 
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Ärzte Zeitung vom 29.06.2016:
Pflegestärkungsgesetz III:
Kabinett bringt Pflegegesetz weiter

Das Bundeskabinett hat am Dienstag das dritte Pflegestärkungsgesetz beschlossen.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=914 ... ege&n=5074

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BeitragVerfasst: 29.06.2016, 07:45 
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Am 29.06.2016 bei Facebook gepostet:
Pflegestärkungsgesetz III (PSG III): Der vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) vorgelegte und vom Bundeskabinett am 28.06.2016 beschlossene Gesetzentwurf bedarf einer grundlegenden Überarbeitung mit dem Ziel, kommunale Quartiershilfen mit finanzieller Förderung zu gestalten. Der Grundsatz "ambulant vor stationär" erfordert vor Ort - nahe bei den Menschen - umfangreiche Hilfe- und Unterstützungsstrukturen. Allein weitere Beratungsstrukturen helfen nicht weiter. Insoweit sind bereits die Pflegekassen in der Pflicht. - Das BMG wurde daher am 27.06.2016 mit einer umfänglichen Zuschrift erneut um entsprechende Regelungen im geplanten PSG III gebeten. Siehe dazu die entsprechenden Texte unter > viewtopic.php?f=4&t=21444

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 Betreff des Beitrags: Entwicklung altengerechter Quartiere
BeitragVerfasst: 07.07.2016, 09:00 
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Presseinformation – 545/7/2016 Düsseldorf, 7. Juli 2016

Ministerin Steffens:
Entwicklung altengerechter Quartiere – Land fördert Qualifizierung kommunaler Beschäftigter

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Das Land erweitert die Unterstützung der Kommunen bei der Entwicklung altengerechter Quartiere. Ab sofort wird auch die Qualifizierung von kommunalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefördert, die aus der Verwaltung heraus an der Quartiersentwicklung mitwirken. „Für altengerechte Quartiere gibt es kein Patentrezept, denn die Quartiere werden so unterschiedlich sein wie die Menschen, die dort leben. Deshalb erfordert die Quartiersentwicklung vor Ort eine besondere Flexibilität und ein möglichst enges und effizientes Zusammenarbeiten aller Akteurinnen und Akteure. Für die Beteiligten aus der Kommunalverwaltung bedeutet dies, sie müssen intern bereichsübergreifend wirken können und sich extern in einen breiten Beteiligungsprozess einbringen. Hierzu bietet das Land ihnen eine praxisorientierte Starthilfe an“, erklärte Ministerin Barbara Steffens anlässlich der Vorstellung des Förderprojekts „Qualifizierungsangebot für das kommunale Quartiers-Management“ am 7. Juli 2016 in Düsseldorf.

„Die altengerechte Quartiersentwicklung soll älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in ihrer vertrauten Umgebung ermöglichen, auch wenn sie pflegebedürftig sind. Gleichzeitig begegnen wir mit dieser Strategie den Herausforderungen des demographischen Wandels“, so Steffens weiter.

Das vom Kuratorium Deutsche Altenhilfe (KDA) in Köln erarbeitete Qualifizierungs-Projekt trifft bei Städten und Gemeinden auf großes Interesse: An einer Abfrage des KDA mit dem Ziel, das Qualifizierungsangebot auf die Bedarfe der Kommunen abzustimmen, haben sich rund 70 Prozent der Kreise und kreisfreien Städte in NRW beteiligt. Die hohe Rücklaufquote zeigt, dass die Entwicklung altengerechter Quartiere als wichtige Aufgabe wahrgenommen und von den Kommunen eine bedarfsgerechte Unterstützung gewünscht wird.

„Es freut mich, dass immer mehr Kommunen ihre besondere Rolle bei der Quartiersentwicklung annehmen. Denn nur vor Ort und mit systematischer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Quartier kann entschieden werden, welche Maßnahmen notwendig sind. Wir brauchen an den Bedürfnissen der Menschen orientierte, flexible Unterstützungsstrukturen, dazu gehört auch ein gut ausgebautes Netzwerk von Gesundheits- und Pflegeangeboten“, so Steffens.

Interessierten Kommunen wird eine praxisbegleitende Qualifizierung sowohl für leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für Beschäftigte, die Maßnahmen vor Ort umsetzen sollen, angeboten. Dabei geht es beispielsweise um Neustrukturierungen innerhalb der Kommunalverwaltung und eine darauf abgestimmte Personalentwicklung sowie die Koordinierung von Einzelprojekten. Für die Umsetzung werden Lösungsbeispiele vorgestellt, etwa wie der Aufbau lokaler Netzwerke gelingt oder welche Angebote es älteren Menschen ermöglichen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen einzubringen und sich zu engagieren.

„Das Qualifizierungsangebot ergänzt die vielfältigen bereits bestehenden Fördermaßnahmen des Landes für die altengerechte Entwicklung von Quartieren. Denn ich bin davon überzeugt: Die Zukunft liegt im Quartier“, so Steffens.

Hintergrund

Masterplan altengerechte Quartiere.NRW
• Der Masterplan definiert entscheidende Handlungsfelder (Gemeinschaft erleben, Sich versorgen, Wohnen, Sich einbringen) für die Quartiersentwicklung, an denen sich auch die Inhalte des neuen Qualifizierungsangebots orientieren.
• Das „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW“ in Bochum bietet Kommunen individuelle Beratung, Module zur Analyse und Umsetzung der Quartiersentwicklung und eine Datenbank mit Projektbeispielen. Außerdem organisiert das Landesbüro Infoveranstaltungen, Exkursionen und Workshops für haupt- oder ehrenamtlich Tätige.
• Mit dem „Qualifizierungsangebot für das kommunale Quartiers-Management“ gibt es nun auch ein spezifisches Angebot für kommunale Beschäftigte.

Landesförderplan Pflege und Alter
• Die Entwicklung altengerechter Quartiere ist ein Schwerpunkt des Landesförderplans für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Viele der insgesamt 14 Maßnahmen, die seit 2015 vom Land gefördert werden, haben die Quartiersentwicklung zum Ziel.
• Zum Bespiel die Förderung von Quartiersentwicklerinnen und -entwicklern. Im Sinne einer landesweiten Vorbildfunktion sollen 54 Quartiere gefördert werden, 43 Kommunen nutzen diese Möglichkeit bereits.

Weitere Informationen unter http://www.aq-nrw.de
Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.
Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.land.nrw

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BeitragVerfasst: 07.08.2016, 06:58 
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Das Neubaugebiet in Neuss-Weckhoven ist sicherlich begrüßenswert. ... Hilfe- und Unterstützungssysteme mit einem finanziell abgesicherten Quartiersmanagement sind aber leider nicht vorgesehen!

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Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtet dazu in ihrer Ausgabe vom 05.08.2016:
Neuss - Minister-Lob für Bauverein-Projekt
Neuss. Das 40-Millionen-Euro-Projekt am Weckhover Feld gilt als vorbildlich in NRW.
Von Andreas Buchbauer
Bei einem Ortstermin hat sich NRW-Bauminister Michael Groschek (SPD) gestern ein Bild vom Stand des Wohnungsbauprojekts an der Hülchrather Straße gemacht. Dort errichtet der Neusser Bauverein ein generationenübergreifendes Quartier mit acht drei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhäusern und 22 Einfamilienhäusern sowie einem Nachbarschaftszentrum. Insgesamt entstehen 220 Wohneinheiten … (weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.6163737

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Dazu hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk in Kürze wie folgt Stellung genommen:

Das Neubaugebiet in Neuss-Weckhoven ist sicherlich begrüßenswert. Aber altengerechte Quartiershilfen, so, wie in meinem Statement vom 14.08.2015 gefordert und dringend nötig > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 082015.pdf - sind nicht vorgesehen. Die zu einem Quartierskonzept gehörigen altengerechten Hilfen und Unterstützungsstrukturen sehe ich nicht. Wohnen ist nur ein Baustein (von vielen) eines guten Quartierskonzeptes. Betreutes Wohnen und Mehrgenerationen-Wohnangebote gehören wie selbstverständlich zum "Baustein" Wohnen. Ein Quartier muss aber mit vielfältigen Hilfe- und Unterstützungsstrukturen das Teilleistungssystem der Pflegeversicherung zielgerichtet ergänzen (= ambulant vor stationär"). Dazu gehört v.a. ein professionelles Management mit entsprechender finanzieller Ausstattung.
Wann kapieren die Verantwortlichen endlich, was altengerechte Quartiershilfen mit ausreichender finanzieller Ausstattung und professionellem Kümmerer bedeuten? - Wir praktizieren das in Anfängen in Neuss-Erfttal mit dem Bürgerhaus und vielfältigen Angeboten. Allerdings ist das auch noch sehr ausbaufähig, da leider die dauerhafte finanzielle Absicherung durch die Kommune fehlt. Und das ist letztlich der Knackpunkt.
Werner Schell


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BeitragVerfasst: 29.08.2016, 16:39 
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Siehe dort den weiteren Schriftwechsel!

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Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Neuss, den 29.08.2016

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An den
Präsidenten des
Deutschen Bundestages
und die Mitglieder des Bundestages


Betr.: Pflegestärkungsgesetz III (PSG III) – Entwurf -
Bezug: Gesetzesinitiative der Bundesregierung

Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident,
sehr geehrte Damen und Herren,

mit Briefzuschrift (per E-Mail) habe ich mich bereits am 08.08.2016 zu den im PSG II geregelten neuen Pflegegraden geäußert und auf einige Neuerungen aufmerksam gemacht, die m.E. dringend einer Überprüfung bedürfen und möglicherweise noch in dieser Legislaturperiode geändert werden müssen. Ich schrieb dazu u.a.:

„Nach all dem ist nicht ausgeschlossen, dass pflegebedürftige Menschen mit ausschließlich oder überwiegend körperlichen Defiziten ab 01.01.2017 deutlich schlechter gestellt sein werden.“

Mit meiner heutigen Zuschrift möchte ich das geplante PSG III ansprechen und den Deutschen Bundestag im Rahmen der Beratungen um einige grundlegende Veränderung an dem vorliegenden Gesetzentwurf der Bundesregierung bitten.

Zu dem seinerzeit vorgelegten Referentenentwurf für ein PSG III habe ich dem Bundesgesundheitsministerium mit Briefzuschrift vom 18.05.2016 mitgeteilt:

„Der vorliegende Text ist mehr als enttäuschend. Denn es gibt keine Hinweise zur Gestaltung von dringend notwendigen kommunalen Quartierskonzepten und deren (Mit)finanzierung durch den Bund bzw. die Länder.
Mehr Pflegeberatung im Sinne des PSG III brauchen wir nicht. Die bereits gesetzlich vorgegebenen Beratungsverpflichtungen müssen v.a. durch die Pflegekassen verstärkt wahrgenommen werden. Oder anders: Die Kassen müssen endlich ihren Verpflichtungen nachkommen. Pflegestützpunkte brauchen wir schon mal überhaupt nicht. Das sind behördliche Strukturen, die uns nicht weiter führen. Diejenigen, die solche Strukturen für sinnvoll und geeignet halten, sind wohl allein die (möglichen) Träger solcher Institutionen (= Profiteure). Bereits bei einem früheren Pflegetreff in Neuss habe ich im Einvernehmen mit dem damaligen pflegepolitischen Sprecher der Union im Bundestag, Herrn Zylajew, MdB, Pflegestützpunkte als eine Art „Fehlinvestition“ abgelehnt. Damals haben Sie, Herr Gröhe, das Grußwort gesprochen und waren bei der gesamten Veranstaltung anwesend. Und jetzt kommt das Thema erneut hoch. Völlig entbehrlich!
Ich bin – mit anderen (u.a. Kuratorium Deutsche Altershilfe) – davon überzeugt, dass die demografische Entwicklung mit einer rasant anwachsenden Zahl pflegebedürftiger Menschen nur bürgerfreundlich und wohnortnah gestaltet werden kann, wenn wir schnellstmöglich Strukturen entwickeln, die ein möglichst langes Verbleiben im Quartier gewährleisten. Dazu benötigen wir mit kommunaler Hilfe professionelle „Kümmerer“, die sich der Entwicklung solcher Informations- und Unterstützungssysteme, nahe bei den Menschen, annehmen und so den Grundsatz „ambulant vor stationär“ gestalten helfen und mit praktischer Lebenshilfe erfüllen.
Zu diesem Thema hat auf meine Anregung der Rhein-Kreis Neuss bereits mehrfach Informationsveranstaltungen angeboten. Für die Fachtagung am 14.08.2015, bei der ich ein Referat zum Thema halten durfte, habe ich ein umfangreiches schriftliches Statement gefertigt, das die Grundsätze der Entwicklung und fortlaufenden Gestaltung von Quartiershilfen näher beschreibt. Darin ist eigentlich alles Wichtige gesagt, so dass ich zur Vermeidung weiterer Ausführungen auf dieses Statement verweise. In dem Statement sind auch zahlreiche weitere Quellen genannt. Es ist im Netz abrufbar unter folgender Adresse > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetz-w ... 082015.pdf - aber auch als pdf-Datei angefügt. Ergänzend gab es am 17.08.2015 eine Pressemitteilung, die wie folgt abrufbar ist: > viewtopic.php?f=4&t=21213
Es ist im Übrigen so, dass ich hier in Neuss-Erfttal bereits Ende 2011 die Realisierung eines Quartierskonzeptes anstoßen konnte. Der Sozialdienst Katholischer Männer e.V. (SKM) hat Anfang 2012 im hiesigen Bürgerhaus die Managementfunktion für diese In-formations- und Unterstützungshilfen übernommen. Mittlerweile konnte unsere Arbeit weiter ausgebaut werden, u.a. mit einem Lotsenpunkt-Projekt des Diözesan-Caritasverbandes Köln und einer Tagespflegeeinrichtung für demenzkranke Menschen. Eine Besichtigung dieser Einrichtung fand anlässlich des Neusser Pflegetreffs am 21.10.2015 in Anwesenheit des Bundesgesundheitsministers statt. Weitere Aktivitäten zur Ausweitung der Erfttaler Quartiershilfen sind im Gange. Auch Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist in vielfältiger Weise mit eingebunden. Allerdings mangelt es an einer auskömmlichen Finanzausstattung, da die Stadt Neuss keine direkte Unterstützung gewährt. Überhaupt sehen die Kommunen, von Ausnahmen abgesehen, keine Veranlassung, sich dem Thema Quartierskonzepte zu nähern. Mangels entsprechender gesetzlicher Verpflichtung und fehlender Finanzmittel halten sie sich mehr als zurück, sehen sich überwiegend als unzuständig an.
Aufgrund dieser Situation ist erwartet worden, dass das PSG III die notwendigen Vorgaben für entsprechende kommunale Quartiershilfen enthalten würde. Dem ist nun leider nicht so. Daher wird dringend darum gebeten, den vorliegenden Referentenentwurf entsprechend zu korrigieren. Allein durch gut entwickelte Quartiersangebote kann das Teilleistungssystem der Pflegeversicherung zielgerichtet ergänzt und nachhaltig gestärkt werden.
Ich bin gerne bereit, die hiesigen Vorstellungen in einem Gespräch bzw. einer Anhörung näher zu erläutern. Der zur Zeit vorliegende Entwurf ist vielleicht gut gemeint, aber zur Realisierung guter Informations- und Unterstützungsstrukturen, wohnortnah gestaltet, völlig ungeeignet.“

Die daraufhin erteilte Antwort war wenig hilfreich, weil mir nur in Kürze die bereits beschlossenen Pflege-Reformgesetze erläutert wurden, ohne auf meine konkreten Anregungen hinsichtlich notwendiger Korrekturen einzugehen. Ich schrieb daher am 27.06.2016 erneut an das Bundesgesundheitsministerium:

„ … zu dem vorgelegten Referentenentwurf eines PSG III habe ich am 18.05.2016 eine Stellungnahme übermittelt (Anlage I dieses Schreibens) und daraufhin mit Zuschrift vom 20.06.2016 von Ihnen eine Rückmeldung erhalten. Darin werden in Kürze die bisherigen Reformschritte beschrieben und in wenigen Sätzen das noch einmal angesprochen, was Gegenstand des PSG III sein soll, nämlich die Schaffung einer ergänzenden Pflege - Beratungsstruktur auf kommunaler Ebene.
Dies alles habe ich natürlich im Referentenentwurf bereits nachlesen können, so dass ich mich veranlasst sah, die nochmals angefügte Stellungnahme abzugeben. Darin wird u.a. verdeutlicht, dass es nach hiesiger Überzeugung bereits ausreichende Beratungsstrukturen im Pflegesystem gibt. Wenn man der Meinung sein sollte, dass diese Strukturen noch nicht im erforderlichen Umgange in Anspruch genommen werden, muss man entsprechend aufklären und ggf. die Pflegekassen deutlicher in die Pflicht nehmen. Aber für neue Beratungsstrukturen sehe ich nun wirklich keine Veranlassung.
Bereits in früheren Neusser Pflegetreffs 2011/12 haben wir mit dem ehemaligen pflege-politischen Sprecher der Union, Willi Zylajew, MdB, über die Einrichtung von Pflegestützpunkten diskutiert und waren einhellig der Meinung, dass solche Institutionen überflüssig sind. Sie wurden dann dennoch als mögliche Angebote gesetzlich vorgesehen und sollen nun durch das PSG III neu belebt werden. Das kann nicht ernstlich die Lösung sein!
Was dringend erforderlich ist, sind in den Kommunen altengerechte Quartiershilfen, generationenübergreifend zu gestalten. Und genau solche Strukturen müssen gesetzgeberisch vorgegeben und mit einer angemessenen Finanzausstattung der Kommunen abgesichert werden. Die Kommunen würden nach meinen Erkenntnissen gerne entsprechende Strukturen aufbauen, sehen sich aber mangels einer gesetzlichen Verpflichtung und fehlender Finanzmittel nicht gefordert.
In diesem Zusammenhang habe ich im Rhein-Kreis Neuss bereits seit Jahren immer wieder auf entsprechende Aktivitäten aufmerksam gemacht und in mehreren Fachveranstaltungen, vom Rhein-Kreis Neuss unterstützt, dafür geworben. Zuletzt habe ich für eine Fachveranstaltung am 14.08.2015 ein umfängliches Statement erarbeitet und dieses bereits in meiner Zuschrift vom 18.05.2016 erwähnt und diesem Schreiben als Anlage II angefügt. Darin ist alles gesagt, so dass ich zur Vermeidung von Wiederholungen auf dieses Statement verweise.
Ich bitte daher nochmals darum, meine Hinweise bei der Gestaltung des PSG III aufzugreifen und durch entsprechende Vorgaben zu ermöglichen, dass die Kommunen diesbezüglich flächendeckend tätig werden können.
Wie Sie wissen, wurde in meinem Wohnumfeld Neuss-Erfttal bereits ohne kommunale Unterstützung, aber durchaus wirkungsvoll, ein Quartierskonzept angeschoben, das bereits gute Leistungsstrukturen aufweist. Sie haben ja selbst am 21.10.2015 die im Juni 2015 eingerichtete Tagespflegeeinrichtung für demenzkranke Menschen besichtigen können. Mittlerweile ist festzustellen, dass das den Erfttaler Quartiershilfen angedockte Lotsenpunkt-Projekt bereits gute Dienste leistet. Wir sind im Übrigen dabei, weitere Leistungsausweitungen zu diskutieren. Leider ist alles sehr mühsam, weil es insoweit keine gesetzlichen Vorgaben und keine staatliche bzw. kommunale Finanzierung gibt.
Auf das Statement des Sozialdienstes Katholischer Männer e.V. in der bürgernahen Stadtteilzeitung „Erfttal-aktuell“, Ausgabe 2/2016 – Anlage III – mache ich aufmerk-sam. Es informiert über die Erfttaler Angebote. Und solche Strukturen benötigen wir flächendeckend – JETZT. Wir wissen, wie es geht, wir müssen handeln!
Dies und vieles mehr veranlasst mich, nochmals für eine komplette Umgestaltung des PSG III zu werben. Wenn es die von hier vorgeschlagenen Reformschritte nicht geben sollte, wäre das mehr als enttäuschend. Es würde, weil es ja bekanntermaßen auch noch andere Schwachpunkte bei den bisherigen Reformmaßnahmen (PSG I und II) gibt, die Kritik an der Pflegereform der GroKo nicht verstummen lassen.“

Auf diese weitere Zuschrift vom 27.06.2016 erhielt ich dann am 03.08.2016 die Antwort, dass Veränderungen am Gesetzentwurf nicht möglich seien, weil damit u.a. von der Arbeit der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Stärkung der Rolle der Kommunen in der Pflege abgewichen würde. Im Übrigen werde es 60 Modellversuche geben.

Diese Antwort ist aus hiesiger Sicht nicht befriedigend, weil es nicht darum gehen kann, irgendwelchen Arbeitsgruppeninteressen gerecht zu werden. Es muss einzig und allein darum gehen, das Pflegesystem den demografischen Erfordernissen anzupassen und Strukturen zu entwickeln, die das Teilleistungssystem ortsnah und zielführend ergänzen. Dazu sind keine weiteren Beratungsstrukturen erforderlich, schon gar nicht irgend-welche Pflegestützpunkte. Beratungsaufgabe ist vornehmlich Aufgabe der gesetzlichen Pflegeversicherung. Die Pflegekassen sind gefordert. Was dringend benötigt wird, sind kommunale Quartiershilfen, die in vielfältiger Weise die Menschen in die Lage versetzen, so lange wie möglich im ihrer Wohnung zu bleiben (= ambulant vor stationär“). Dazu bedarf es vielfältiger Quartiersangebote, die auch in einem gewissen Umfang ergänzende Beratungshilfen einbeziehen können. Das alles habe ich ja ausgeführt. Da-zu brauchen wir keine Modellversuche, mit denen nur unnötig Zeit vertrödelt wird. Wir wissen anhand vielfältiger Musterprojekte, was zu tun ist. Konkrete Erfahrungen hier in Neuss-Erfttal belegen das eindrucksvoll. Es muss aber nicht nur geregelt werden, dass sich die Kommunen endlich flächendeckend um Quartiershilfen zu kümmern haben, sondern es muss auch eine auskömmliche Finanzierung per Gesetz gestaltet werden. Dass genügend Geld in der Staatskasse zu sein scheint, belegen die zur Zeit laufenden Diskussionen über ein Plus beim Steueraufkommen und die Tatsache, dass für die Migration offensichtlich Geld im Überfluss vorhanden zu sein scheint.

Ich bitte nach all dem darum, die von hier angesprochenen Veränderungen in geeigneter Weise per Gesetz zu gestalten und mit dem vorliegenden PSG III (Entwurf) für eine baldmögliche Quartiersgestaltung im Sinne der hiesigen Vorschläge zu sorgen.

Ich habe mit Absicht alle Mitglieder des Deutschen Bundestages angesprochen, da hier nicht zu übersehen ist, wer in geeignetster Weise das Thema aufgreifen soll.

Es wird auf jeden Fall um Rückmeldungen gebeten, wie in der Angelegenheit vorgegangen wird. Im Voraus vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell,
Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und Dozent für Pflegerecht

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.
unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.
ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).


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BeitragVerfasst: 05.09.2016, 09:06 
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Am 05.09.2016 bei Facebook gepostet:
Die letzten politischen Entscheidungen zum Pflegesystem werden vor der nächsten Bundestagswahl (September 2017) im Herbst 2016 im Deutschen Bundestag fallen (u.a. > Pflegestärkungsgesetz III). Dazu hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk dem Deutschen Bundestag bzw. den Abgeordneten am 29.08.2016 ein (weiteres) Statement mit klaren Forderungen zur Entwicklung von altengerechten Quartiershilfen übersandt. > viewtopic.php?f=4&t=21695&p=93941#p93941 - Da sich der Neusser Pflegetreff am 26.10.2016 mit den neuen ab 01.01.2017 geltenden Pflegegraden befassen wird, besteht nochmals Gelegenheit hier vor Ort mittels Anwesenheit kritikfreudiger Pflegekräfte Position zu beziehen. Es werden u.a. zwei pflegepolitische Sprecher aus dem Bundestag auf dem Podium sitzen: Erwin Rüddel (CDU) und Elisabeth Scharfenberg (Bündnis 90 / Die Grünen). Nähere Informationen zum Treff sind im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk nachlesbar (immer aktuell). > viewtopic.php?f=7&t=21512

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BeitragVerfasst: 22.09.2016, 06:28 
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Ärzte Zeitung vom 22.09.2016:
Pflegereform: Die Unzufriedenheit wächst
Das Pflegestärkungsgesetz III soll Kommunen helfen, besser Pflegestrukturen vor Ort steuern zu können. Doch der Bundesrat warnt vor Mehrausgaben in Milliardenhöhe.
Für die Kostenrisiken soll der Bund einstehen. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=919 ... ege&n=5242

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BeitragVerfasst: 30.09.2016, 07:05 
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Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
hat eine neue Broschüre vorgelegt mit dem Titel
:

Alt werden, wo das Herz schlägt -
Pflege und Alter in Nordrhein-Westfalen


Ein Exemplar der neuen Broschüre wurde Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk,
am 29.09.2016 beim Besuch der Reha-Care, Düsseldorf, von der Pflegeministerin, Frau Barbara Steffens, übergeben.
Broschüren wird Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk beim Pflegetreff am 26.10.2016 zur kostenlosen Mitnahme auslegen
> viewtopic.php?f=7&t=21512
.

Bild
Foto (29.09.2016): Werner Schell mit Staatssekretärin Frau Martina Hoffmann-Badache,
und Pflegeministerin, Frau Barbara Steffens (v.l.).


Quelle und weitere Informationen:
viewtopic.php?f=4&t=21811

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 Betreff des Beitrags: Kinderschutz-Hotline für Ärzte
BeitragVerfasst: 02.10.2016, 06:22 
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Am 02.10.2016 bei Facebook gepostet:
Kinderschutz-Hotline für Ärzte - ein Projekt des BMFSFJ.
In Neuss-Erfttal wird ein "Notinsel"-Angebot praktiziert, das weitergehendere Hilfe und Unterstützung vorsieht!
viewtopic.php?f=2&t=21813

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 Betreff des Beitrags: Netzwerktag in Neuss
BeitragVerfasst: 05.10.2016, 06:29 
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Am 05.10.2016 bei Facebook gepostet:
"Vernetzt im Quartier": Am 11.10.2016 von 10.00 bis 15.00 Uhr findet der erste Netzwerktag für Menschen in der nachberuflichen Phase unter dem Motto „Nicht ohne mich…!“ im Neusser Rathaus statt. Wohlfahrtsverbände, Vereine, Netzwerke, die GWG, die Polizei und städtische Einrichtungen und Akteure stellen an Infoständen ihre Angebote vor. Die Themen sind vielfältig … Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und Runder Tisch Demenz Neuss werden u.a. präsent sein. Michael Kallen, Stadt Neuss, und Werner Schell, Pro Pflege …, werden gegen 11.00 Uhr in Vorträgen zum Pflegesystem informieren und danach auch für Fragen zur Verfügung stehen. … Zum Vortrag von Werner Schell am 10.10.2016, 17.30 Uhr, in der VHS zum Thema "Patientenautonomie am Lebensende" erfolgt noch ein gesonderter Hinweis.
>>> viewtopic.php?f=7&t=21587

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BeitragVerfasst: 18.10.2016, 06:42 
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Ärzte Zeitung vom 18.10.2016:
Pflegegesetz III: Kommunen warnen vor knapper Zeit
Die kommunalen Spitzenverbände kritisieren Tempo und Kosten der Pflegereform. Eine geordnete Umsetzung des dritten Pflegestärkungsgesetzes
sei wegen der "zeitlichen Enge" kaum möglich, formulierten Vertreter der Verbände am Montag in einer Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=921 ... aft&n=5316

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BeitragVerfasst: 28.10.2016, 06:49 
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Der 25. Neusser Pflegetreff konnte am 26.10.2016
erfolgreich durchgeführt werden
.

Rd. 150 Gäste waren gekommen, um den Statements des wieder hochkarätigen Podiums zu folgen.
Wie immer standen auch zahlreiche Informationsbroschüren zur kostenlosen Mitnahme zur Verfügung.


Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete am 28.10.2016 zum Thema:
Pflegetreff diskutiert neues Gesetz mit Experten
http://m.rp-online.de/nrw/staedte/neuss ... -1.6355773

Der Pflegetreff wurde im Übrigen mit folgendem Hinweis in einem Film dokumentiert:
Ab 2017 wird die Pflegebedürftigkeit anhand von fünf Pflegegraden ermittelt. Damit wurde eine
grundlegende Veränderung im bundesdeutschen Pflegesystem vollzogen.
Die Menschen mit Demenz sind nun in das Leistungssystem des SGB XI einbezogen.
Der Neusser Pflegetreff informierte am 26.10.2016. Die Filmdokumentation ist abrufbar hier:

https://www.youtube.com/watch?v=VWG1HZP ... e=youtu.be

Werner Schell

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Presseinformation – 861/11/2016 Düsseldorf, 3. November 2016

Ministerin Steffens:
Altenbericht des Bundes bestätigt Alten- und Pflegepolitik in Nordrhein-Westfalen


Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Nordrhein-Westfalen unterstützt die Kommunen auf vielfältige Weise bei der altengerechten Entwicklung ihrer Quartiere. Denn Städte und Gemeinden nehmen bei der Entwicklung altengerechter Quartiere eine Schlüsselrolle ein, da eine erfolgreiche Quartiersentwicklung nur mit einer breiten Beteiligung aller relevanten Akteurinnen und Akteure vor Ort möglich ist. Die zentrale Rolle der Kommunen betont jetzt auch der Bund bei seiner Ankündigung zum siebten Altenbericht, der den Titel „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften“ trägt.

„Die Entwicklung altengerechter Quartiere hat in Nordrhein-Westfalen längst kräftig Fahrt aufgenommen“, erklärte Alten- und Pflegeministerin Barbara Steffens in Düsseldorf. „Über 80 Prozent der Kreise und kreisfreien Städte beschäftigen mit finanzieller Unterstützung des Landes hauptamtliche Quartiersmanagerinnen und -manager, die den erforderlichen Beteiligungsprozessen vor Ort den notwendigen Schub verleihen. Das ist eine gute Nachricht, denn Lebensqualität im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit hängt ganz entscheidend davon ab, dass sich die Menschen bei der Gestaltung ihres Wohnumfeldes mit einbringen können“, so Steffens weiter.

Das Land bietet den Kommunen mit dem Landesförderplan Alter und Pflege passgenaue Förderangebote an. Im Rahmen des „Masterplan altenrechte Quartiere.NRW“ bietet außerdem das „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW“ Kommunen individuelle Beratung, Module zur Analyse und Umsetzung der Quartiersentwicklung und eine Datenbank mit Projektbeispielen an. Das Landesbüro organisiert Infoveranstaltungen, Exkursionen und Workshops für haupt- oder ehrenamtlich in der Quartiersentwicklung Tätige. Mit dem „Qualifizierungsangebot für das kommunale Quartiers-Management“ gibt es auch ein spezifisches Angebot für kommunale Beschäftigte.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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BeitragVerfasst: 06.11.2016, 17:22 
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Am 06.11.2016 bei Facebook gepostet:
Es macht großen Sinn, die mit dem siebten Altenbericht gewonnenen Erkenntnisse in das dem Bundestag vorliegende Pflegestärkungsgesetz III einfließen zu lassen. Insoweit wurde von hier gefordert, kommunale Quartiershilfen mit entsprechender finanzieller Förderung zu gestalten. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat mit Briefzuschrift vom 06.11.2016 erneut den Deutschen Bundestag angeschrieben und ALLE Abgeordneten aufgefordert, Position zu beziehen und dies nicht irgendwelchen Fraktionsvorgaben zu überlassen.
>>> viewtopic.php?f=4&t=21695&p=94920#p94920

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 Betreff des Beitrags: Siebter Altenbericht veröffentlicht
BeitragVerfasst: 15.11.2016, 17:16 
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Siebter Altenbericht veröffentlicht und abrufbar
Der 7. Altenbericht „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune“ ist nun veröffentlicht. Am 2.11.2016 hat das Bundeskabinett dem 7. Altenbericht
(bestehend aus dem Bericht der Sachverständigen und der Stellungnahme der Bundesregierung) zugestimmt. Seit Freitag ist er öffentlich.
Die Langfassung und eine übersichtliche Kurzbroschüre stehen unter folgendem Link zum Download bereit:

https://www.siebter-altenbericht.de/

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Die Bestelladresse:
Geschäftsstelle für die Altenberichte der Bundesregierung
Deutsches Zentrum für Altersfragen
Manfred-von-Richthofen-Str. 2
12101 Berlin

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