Roboter in der Pflege ... nein danke!

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Roboter in der Pflege ... nein danke!

Beitrag von WernerSchell » 26.08.2015, 07:40

Roboter in der Pflege ... nein danke!

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"Vom Roboter gepflegt werden? Für jeden Vierten vorstellbar". Roboter in der Pflege, Implantate für eine bessere Gedächtnisleistung – viele Deutsche haben wenige Berührungsängste, wenn es um visionäre Medizintechnik geht. Das geht aus der repäsentativen Befragung „ZukunftsMonitor“ hervor (Quelle: http://www.rechtsdepesche.de/aktuell/vo ... rstellbar/ ). Dazu ist anzumerken: Die Befragten haben offensichtlich keine Ahnung davon, was Pflegebedürftigkeit bedeutet. Im Übrigen scheint die Befragung interessengeleitet zu sein und keineswegs repräsentativ. - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat sich bereits mit einem Statement vom 04.03.2013 zu "Assistenzsysteme in der Pflege? – Menschliche Zuwendung muss im Mittelpunkt stehen" geäußert und deutlich gemacht, dass bei der Betreuung und Versorgung der pflegebedürftigen Menschen der Einsatz von Pflegepersonal im Vordergrund stehen muss. Der umfängliche Einsatz von Pflegerobotern kann die menschliche Zuwendung nicht ersetzen und muss daher als wenig hilfreich eingestuft werden. Trotz gegenteiliger Erklärungen würden im Zweifel solche Roboter auch dazu benutzt, um Personal einzusparen.
Werner Schell

http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

+++
Im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk gibt es zahlreiche weitere Beiträge
zum Thema "Roboter und Assistenzsysteme", zum Beispiel:
Japan erstellt Standards für Pflege-Roboter
viewtopic.php?f=4&t=11433
Assistenzsystemen für ältere Menschen
viewtopic.php?f=4&t=19757
Roboter sollen den Pflegenotstand abwenden
viewtopic.php?f=3&t=11111
ROBOTER IM ALTENHEIM
viewtopic.php?f=3&t=10694
Kleine, mobile Roboter-Krankenschwestern?
viewtopic.php?f=3&t=6065
Notrufsystem mit akustischer Gefahrenerkennung
viewtopic.php?f=4&t=18196
Serviceroboter im Altenheim ... beliebt ?
viewtopic.php?f=4&t=16068
Assistenzsysteme in der Pflege? – Ja, aber ....
viewtopic.php?f=3&t=18627
Pflege durch Roboter - Horrorszenario ....
viewtopic.php?f=4&t=14121
Neue Technologien im Gesundheits- und Pflegebereich
viewtopic.php?f=6&t=16277
Hausverbot für Pflegeroboter
viewtopic.php?f=3&t=18107
Pflegeroboter wäscht Patienten - Test
viewtopic.php?f=6&t=15582
Pflegeroboter nach Maß
viewtopic.php?f=3&t=10920

Die Medien berichten u.a. wie folgt:
https://www.facebook.com/werner.schell.7
http://www.openbroadcast.de/article/409 ... tehen.html
http://www.presseanzeiger.de/pa/Roboter ... nkt-797645
http://www.openpr.de/news/867537.html
http://www.apotheken-anzeiger.de/robote ... en_797645/
http://www.ak-gewerkschafter.de/2015/08 ... er-pflege/
... (weitere Hinweise folgen) ...
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Pflegeforschung: Was hilft, was nicht?

Beitrag von WernerSchell » 24.10.2015, 19:57

Aus Forum:
viewtopic.php?f=4&t=19757&p=88689#p88689

Pflegeforschung: Was hilft, was nicht?


Der demografische Wandel verändert Deutschland. Vor allem die Pflegebranche sieht sich angesichts der anhaltenden Alterung der Bevölkerung mit besonders großen Herausforderungen konfrontiert: Immer mehr Pflegebedürftigen stehen immer weniger Pflegekräfte gegenüber. Gleichzeitig zeigen Umfrageergebnisse, dass mehr als drei Viertel der 65- bis 85-Jährigen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben wollen. Umso wichtiger werden daher technische Assistenzsysteme, die eine Pflege in den eigenen vier Wänden ermöglichen – getreu dem Motto „ambulant vor stationär“.

Nun soll mit einer Onlineumfrage untersucht werden, wer am meisten von technischen Assistenzsysteme profitiert: die Pflegebedürftigen, Angehörige oder eher die Pflegenden. Aber auch, welche technischen Funktionen den größten Nutzen in der häuslichen Umgebungen haben. Im Fokus der nun gestarteten Umfrage steht das technische Assistenzsystem „meinPAUL“ (Persönlicher Assistent für Unterstütztes Leben). Der IT-gestützte Assistent PAUL soll dazu beitragen, vor allem älteren und pflegebedürftigen Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in der gewohnten, häuslichen Umgebung zu ermöglichen. PAUL ist modular aufgebaut, sodass Anwender entsprechend des jeweiligen Bedarfs unterschiedliche Funktionalitäten nutzen können – vom Notruf über Haussteuerung und Information bis hin zur Vernetzung mit Dienstleistern zum Beispiel für haushaltsnahe Dienstleistungen, Medizin und Pflege. Mehr als 100 Wohnungen wurden seit 2006 bereits mit PAUL ausgerüstet.

In der Befragung soll vor allem der konkrete Nutzen der neun möglichen Funktionalitäten von PAUL in den Bereichen „Komfort“, „Kommunikation“ und „Sicherheit“ aus Sicht von Angehörigen, Pflegedienstleistern, Kommunen, der Wohnungswirtschaft, private Versicherer und weiterer Akteure erhoben werden. Die Umfrage ist Teil der vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderten Studie „Nutzen und Finanzierung technischer Assistenzsysteme am Beispiel der Quartiersvernetzung“, die wesentliche Fragen zum konkreten Nutzwert und Finanzierungsoptionen für technische Innovationen für Ältere und Pflegebedürftige beleuchten soll.

Das Forschungsvorhaben hat eine Laufzeit von 18 Monaten. Koordiniert wird das Projekt vom Institut für Innovation und Technik (iit). Projektpartner sind das IEGUS – Institut für europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft GmbH und die CIBEK technology + trading GmbH. Vorsitzende des Projektbeirats ist Prof. Ursula Lehr, Bundesministerin a.D. und Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) e.V.

Direkt zur Onlineumfrage: http://www.iit-berlin.de/umfrage/PAUL

Der Fragebogen umfasst fünf Fragenblöcke (A bis E), deren Beantwortung ca. 15 bis 20 Minuten in Anspruch nimmt. Die Ergebnisse werden spätestens zum Projektende Mitte 2016 auf der Internetseite www.iit-berlin.de veröffentlicht.

Ansprechpartnerin:
Institut für Innovation und Technik (iit)
Christine Weiß
Tel.: 030 310078-184
E-Mail: weiss@iit-berlin.de

Weitere Informationen:
http://www.iit-berlin.de/de/projekte/PAUL

Quelle: Pressemitteilung vom 23.10.2015
Wiebke Ehret Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
https://idw-online.de/de/news640077
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Zukunft: Werden wir bald von Robotern versorgt?

Beitrag von WernerSchell » 05.08.2016, 06:46

Ärzte Zeitung vom 05.08.2016:
Zukunft: Werden wir bald von Robotern versorgt?
Für die stationäre Pflege wird fieberhaft nach Optionen gesucht, das Personal durch Roboter zu entlasten.
Einige Lösungen sind im Pflegealltag bereits angekommen.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=916 ... ege&n=5146
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Pepper, der neue Kollege im Altenheim

Beitrag von WernerSchell » 17.08.2017, 16:34

Pepper, der neue Kollege im Altenheim

Der Roboter Pepper arbeitet seit kurzem an der Universität Siegen. Ein Uni-Team macht ihn fit für seinen Einsatz im Altenheim.

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Pepper hat Sensoren am Kopf und an den Fingern, kann hören, sehen, sprechen und sogar Stimmlagen und ...
Universität Siegen


Er kann Pantomime spielen, High Five geben, tanzen und Witze reißen. Dabei ist Pepper ein Roboter. 1,20 Meter ist er groß und bewegt sich auf Rollen. Seine großen Augen sehen freundlich aus und leuchten in verschiedenen Farben. Er ist extra kindlich konstruiert, damit Menschen keine Angst vor ihm haben. Wenn man ihm über den Kopf streichelt, fängt er an zu kichern und spricht: „Ich bin heute so kitzelig.“ Pepper ist seit zwei Monaten im Forschungswohnzimmer (XLAB) an der Universität Siegen zu Hause. Die WissenschaftlerInnen vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien (Prof. Dr. Volker Wulf) und Studierende aus dem Masterstudiengang Human Computer Interaction (HCI) haben Großes mit dem Kleinen vor: Pepper soll schon bald im Altersheim zum Einsatz kommen, soll die älteren Menschen unterhalten, mit ihnen Rätsel raten, Musik spielen und ihnen die Zeit vertreiben, wenn die Pfleger mit anderen Aufgaben beschäftigt sind.

Pepper hat Sensoren am Kopf und an den Fingern, kann hören, sehen, sprechen und sogar Stimmlagen und Emotionen erkennen. Entwickelt wurde der Roboter in Frankreich, dann nach Japan verkauft und auf den Massenmarkt gebracht. In der japanischen Sprache fühlt er sich deshalb am wohlsten. In Siegen lernt Pepper, wie er auch im Deutschen auf Alltagssituationen reagieren kann.

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Sebastian Hofheinz, Studentin Jennifer Blazejak und Dr. Rainer Wieching zusammen mit Pepper im Forsc ...
Universität Siegen


Einen ersten Besuch hat Pepper dem Marienheim in Siegen-Weidenau schon abgestattet. Die Heimleitung und das Pflegepersonal waren sofort begeistert, die Bewohner am Anfang eher skeptisch. Spätestens nachdem Pepper das Alter der Senioren erraten sollte und manchmal um ein paar Jahrzehnte daneben lag, war das Eis gebrochen. „Die Erfahrung zeigt, dass die Senioren sehr schnell neugierig werden und merken, dass sie Spaß mit Pepper haben können und dadurch steigt sofort die Akzeptanz“, erzählt Projektleiter Dr. Rainer Wieching. Wenn Pepper zum Beispiel anfängt zu tanzen, schauen sich die Senioren die Bewegungen ab und machen dann lachend die Armbewegungen oder Tai-Chi Übungen nach.

Der Roboter soll mit den Senioren Sturz-Prävention üben

Pantomime kann Pepper schon jetzt spielen. Die Senioren können raten und ihre Antwort auf Peppers Tablet eintippen, das am Bauch befestigt ist. In Anlehnung an das Galgenmännchen-Spiel können sie es so lange versuchen, bis das Galgenmännchen komplett ist. „In Gesprächen mit den Senioren und den Pflegekräften haben wir erfahren, dass die älteren Menschen vor allem Gedächtnis-Spiele ausprobieren möchten, um sich die Zeit zu vertreiben. Also haben wir extra für diese Bedürfnisse etwas programmiert“, erklärt Dr. Wieching. Eine studentische Gruppe aus dem HCI-Masterstudiengang hat in seinem Seminar die Funktionen dafür entwickelt. „Uns ist besonders wichtig, dass wir immer vorab mit den Nutzern sprechen, um deren Bedürfnisse und Alltagspraktiken zu erfahren. Wir können uns nur bedingt in ihre Welt hineinversetzen, also sagen die Senioren und Pflegekräfte uns, was sie sich wünschen und was ihr Leben einfacher machen kann.“

Pepper soll nicht nur gute Laune verbreiten. Er soll den Senioren in Zukunft auch dabei helfen, körperliche Übungen zur Prävention von Stürzen durchzuführen. Der Roboter soll die Senioren aktiv ansprechen und zum Mitmachen motivieren, die Übungen erklären und mit positiven Kommentaren oder Tipps helfen.

Roboter sollen Pflegekräfte niemals ersetzen

In Japan ist der demographische Wandel bereits deutlich weiter fortgeschritten als im Rest der Welt. Dort arbeitet Pepper auch schon in Shops und Supermärkten, zeigt den Kunden den Weg zum Produkt oder informiert über Preise und Inhaltsstoffe. Manche Familien haben ihn sogar schon privat gekauft und leben mit ihm zu Hause. Generell seien Japaner Robotern gegenüber anders eingestellt als Deutsche, sagt Dr. Wieching und erklärt die kulturellen Unterschiede: „Viele Japaner glauben, dass auch Dinge eine Seele haben können, Roboter also auch. Deutsche fühlen sich eher durch die Technik bedroht und haben Angst, dass der Roboter wie im Science-Fiction Film dem Menschen gefährlich werden kann.“ Viele Pflegekräfte hätten auch Bedenken, dass die Roboter ihnen Arbeitsplätze wegnehmen würden. „Wir wollen Pflegekräfte niemals ersetzen“, sagt Wieching. Roboter und Menschen sollten vielmehr hybride Teams bilden und sich gegenseitig ergänzen.

Damit das klappt, müssten die Pflegekräfte den Roboter einfach und schnell über eine App auf die Bedürfnisse der Patienten einstellen können. Der Roboter muss sich gegenüber einer dementen Person zum Beispiel anders verhalten als bei jemanden, der nicht mehr gut gehen kann. „Das Ziel muss sein, dass Laien ohne Programmier- oder IT-Kenntnisse Pepper bedienen und konfigurieren können“, meint der Projektleiter. Daran arbeiten er und sein Team.

Was passiert, wenn Roboter immer stärker in unser Privatleben eintreten?

Das Rad neu erfinden, wollen sie bei alldem nicht. Die Siegener setzen vor allem auf Kooperationen mit der Fachhochschule Kiel und der Waseda Universität in Tokio, Japan. Die Japanischen Partner forschen gerade daran, wie die Akzeptanz der Menschen gegenüber Robotern im Alltagsleben noch erhöht werden kann, wenn diese zum Beispiel spirituelle Musik oder religiöse Symbole aus dem japanischen Kulturkreis benutzen, um die Menschen besser zu erreichen. „Wir müssen noch viel gemeinsam forschen, bis die Roboter uns semi-autonom oder sogar in Teilbereichen voll-autonom in der Pflege unterstützen können“, sagt Dr. Wieching. Es gehe in der Zukunft dann viel mehr auch um ethische, rechtliche und soziale Fragestellungen, nicht nur um Robotik-Programmierung.

An den Namen Pepper sollte sich der Siegener Roboter übrigens nicht allzu sehr gewöhnen. Denn beim Sommerfest des Marienheims am 27. August 2017 dürfen die Bewohner und Gäste ihm einen neuen Namen geben.

Kontakt
Dr. Rainer Wieching
Wirtschaftsinformatik und Neue Medien
rainer.wieching@uni-siegen.de
0271 740-3019

Quelle: Pressemitteilung vom 17.08.2017
Nora Frei M.A. Stabsstelle für Presse, Kommunikation und Marketing
Universität Siegen
https://idw-online.de/de/news679603
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Roboter "Pepper" - gute Laune und mehr .... ?

Beitrag von WernerSchell » 21.08.2017, 09:30

Am 21.08.2017 bei Facebook gepostet:
Der Roboter "Pepper" wird an der Uni Siegen für seinen Einsatz im Altenheim fit gemacht. "Pepper" soll nicht nur gute Laune verbreiten. Er soll den Senioren in Zukunft auch dabei helfen, körperliche Übungen zur Prävention von Stürzen durchzuführen. "Pepper" soll die Senioren aktiv ansprechen und zum Mitmachen motivieren, die Übungen erklären und mit positiven Kommentaren oder Tipps helfen. Roboter sollen nach der Presseinfo der Uni Siegen Pflegekräfte niemals ersetzen. - Pro Pflege … sieht die neue Entwicklung mehr als kritisch: Verbesserte Zuwendung muss durch mehr Personal gestaltet werden!
>>> viewtopic.php?f=4&t=21231&p=99534#p99534
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"Menschen pflegen, nicht Roboter"

Beitrag von WernerSchell » 11.12.2017, 07:19

Aus Forum:
viewtopic.php?f=4&t=22400&p=101248#p101248

Ärzte Zeitung online, 11.12.2017

Ärztekammer Nordrhein
"Menschen pflegen, nicht Roboter"
Nordrheins Kammerchef Henke warnt davor, angesichts überhöhter Erwartungen an die Digitalisierung Investitionen in Ärzte und Pflegepersonal zu vernachlässigen.
Von Ilse Schlingensiepen

DÜSSELDORF. Die erhofften Vorteile durch die Digitalisierung dürfen nicht dazu verleiten, auf die dringend notwendigen Investitionen in ärztliches und nicht-ärztliches Personal zu verzichten, betont der Präsident der Ärztekammer Nordrhein (ÄKNo) Rudolf Henke. "Die Menschen im Hier und Heute, unsere Patienten und auch die der nächsten Generationen werden sicher noch nicht von Computern geheilt oder von Robotern gepflegt. Und das wollen sie auch nicht", sagte Henke bei der Kammerversammlung in Düsseldorf.
Die zum Teil positiven Entwicklungen in Telemedizin und Telematik, bei Big Data oder der Genforschung könnten ihre Effekte nicht entfalten, wenn es nicht gelingt, das Gesundheitswesen mit ausreichend motivierten, gut weitergebildeten und gut bezahlten Menschen auszustatten, warnte er. "Es sind die Menschen, die die Dienste zu den Patienten bringen, und nicht Maschinen."
... (weiter lesen unter) .... https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=94 ... efpuryykqr
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Roboter Mario soll Demenzkranke pflegen

Beitrag von WernerSchell » 22.12.2017, 08:40

Die Süddeutsche berichtete am 24. November 2017:

Gesundheit
Roboter Mario soll Demenzkranke pflegen


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• Bei der Pflege von Demenzkranken sollen künftig auch Roboter zum Einsatz kommen.
• Ein EU-Projekt hat die Forschung mit fast vier Millionen Euro gefördert. Rund 300 000 Euro davon sind nach Passau gegangen.

Von Vinzent-Vitus Leitgeb, Passau

Mario ist vor allem geduldig. Er wird nicht müde, dieselbe Frage wieder und wieder zu stellen: "Hast du deine Medikamente genommen?" Wenn es sein muss, kommt das zehn Mal hintereinander. Mario hat aber auch ein besonderes Gespür für Stimmungen. Gerne zeigt er Fotos, wenn sein Patient sich beruhigen muss, oder er spielt Musik. Sobald es ein unerwartetes Problem gibt, ruft er einen Arzt.
Das Ungewöhnliche dabei: Mario ist ein Roboter. Sein Name muss eigentlich in Großbuchstaben geschrieben werden, MARIO: eine Abkürzung des englischen Namens für ein EU-Forschungsprojekt, zu dem die Uni Passau einen großen Teil beigetragen hat. Das Ergebnis ist in Zukunft vielleicht eine wichtige Ergänzung in der Pflege von Menschen, die an Demenz erkrankt sind.
… (weiter lesen) …. http://www.sueddeutsche.de/bayern/gesun ... -1.3762375
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Roboter in der Pflege

Beitrag von WernerSchell » 21.02.2018, 15:41

Roboter in der Pflege
Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Ausschuss

Berlin: (hib/ROL) Der Pflegebedarf steigt. Derzeit sind rund drei Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig. 2030 werden es laut Prognosen 3,5 Millionen Menschen sein, zählte Christoph Kehl vom Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) auf, als er den Bericht zum TA-Projekt "Robotik in der Pflege - gesellschaftliche Herausforderungen" vor dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am Mittwochvormittag vorstellte. Daher sei es laut Kehl eine hoch aktuelle Frage, ob die Robotik zu Entlastung in der Altenpflege beitrage.
Die demografischen Zukunftsaussichten ließen erwarten, dass sich die jetzt schon prekären Bedingungen in der Pflegeversorgung in Deutschland weiter verschärfen würden. Angesichts der sich abzeichnenden Herausforderungen rückte zunehmend die Servicerobotik in den Blick. Denn dank ihrer Interaktionsfähigkeit und "Intelligenz" verspreche diese Technologie grundsätzlich neue technische Unterstützungsmöglichkeiten für die Pflege. Der (perspektivische) Einsatz von Robotern in der Pflege werfe allerdings grundlegende ethische Fragen auf: Werden hilfsbedürftige Menschen dem Zugriff zunehmend autonom agierender Maschinen ausgeliefert? Bedeutet dies die Entmenschlichung der Pflege?, fragte Kehl und sagte: "Die zentrale Frage lautet: Was können Roboter zu guter Pflege beitragen, die wesentlich auf zwischenmenschlicher Interaktion beruht?"
Auch wenn die Prognosen noch wenig über die zukünftige Pflegelast aussagten, die wesentlich durch die Verteilung der Pflegestufen und Leistungsarten (ambulant oder stationär) bestimmt sein werden, so sei klar, dass diese Entwicklung die umlagefinanzierte Pflegeversicherung vor gewaltige finanzielle Herausforderungen stellen werde. Denn parallel zum Anstieg der Pflegebedürftigen, nehme die erwerbstätige Bevölkerung ab, welche die Pflegeleistungen finanziere.
Auch wenn die derzeitige Verbreitung der Robotik im Pflegebereich noch sehr gering sei, werde mit einer deutlichen Steigerung der Verkaufszahlen im Laufe der nächsten 20 Jahre gerechnet. Roboter stellten für die Pflege keine homogene Produktkategorie dar, sondern seien in Form, Funktion und technologischer Komplexität ebenso vielfaltig wie die Aktivitäten, die sie unterstützen sollen. Aktuelle Entwicklungen deckten praktisch die ganze Bandbreite pflegerischer Aufgaben ab, von einfachsten Assistenztätigkeiten für das häusliche Umfeld bis hin zu hochspezialisierten personenbezogenen Dienstleistungen im stationären Bereich.
Der Fokus in der Pflege liege dabei auf Assistenzrobotern zur physischen Alltagsunterstützung. Unterstützung hilfsbedürftiger Personen gebe es bereits in Form einfacher Speziallösungen wie Esshilfen. Das Pflegepersonal bräuchte Unterstützung beim Baden und Waschen, der Reinigung und Desinfektion, der Diagnose und Therapie. Bei den sozialen Robotern stünde im Unterschied zu den Assistenzrobotern nicht die physische, sondern die sozial-emotionale Unterstützung im Vordergrund.
Für die Zukunft warnte Kehl davor, Pflegepersonal weg zu rationalisieren. Gleichwohl müssten mehr Technikkompetenzen in der Pflegeausbildung verankert werden, da sie die Pflege durchaus sinnvoll unterstützen könnten.

Quelle: Mitteilung vom 21.02.2018
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
E-Mail: vorzimmer.puk2@bundestag.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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