Quartierskonzepte gestalten – Kommunen in der Pflicht ...

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Leitsatz „Vernetzt im Quartier“ - Netzwerktag 11.10.2016

Beitrag von WernerSchell » 04.04.2016, 12:36

Leitsatz „Vernetzt im Quartier“

Sehr geehrte Damen und Herren,
„Vernetzt im Quartier“ ist der neue Leitsatz, unter dem im Seniorenforum der Stadt Neuss Quartiersarbeit und Vernetzung für die „Personengruppe 55+“ entwickelt und gefördert werden soll.
Dazu gehört es auch, Informationen über die vielen guten Angebote und Initiativen für die 55+´ler, die es bereits in der Stadt Neuss gibt, weiterzugeben.
Die Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden, Vereine, Initiativen und viele öffentliche Träger bieten eine Vielzahl von Angeboten. Damit diese Akteure ein Podium bekommen können, um sich und Ihre Angebote vorzustellen und natürlich auch um interessierte Neusserinnen und Neusser zum Mitmachen zu bewegen, findet am 11.10.2016 der erste Netzwerktag mit dem Titel „Vernetzt im Quartier“ im Rathaus statt.
Neben den Ständen wird ein informatives und unterhaltsames Programm für Abwechslung sorgen und hoffentlich auch einen regen Austausch ermöglichen. Die Stände befinden sich zwischen Rathaus-Foyer und dem Eingang des Ratssaales.
Programm:
- Fachvortrag „Hilfe zur Pflege“ mit Herrn Schell (pro pflege) und Herrn Kallen (Stadt Neuss - Amt für Soziales, Wohnen und Rettungswesen)
- Verkehrssicherheitsberatung durch die Polizei
- unterhaltsames Überraschungsprogramm
Die Stadt Neuss stellt pro Aussteller einen Tisch und Stellwände zur gemeinsamen Nutzung. Die Anzahl der Stände ist aufgrund der räumlichen Möglichkeiten leider begrenzt, daher werden wir entsprechend der Eingänge der Anmeldungen die Plätze vergeben.
Offizieller Beginn des Netzwerktages ist um 10 Uhr (Aufbau ab 9.00 Uhr) und Ende um 15 Uhr (Abbau ab 15.00 Uhr)
Falls Sie Interesse an einem Stand haben, wenden Sie sich bitte an Frau Gudrun Jüttner Telefonnummer: 90 50 59 oder Mail: gudrun.juettner@stadt.neuss.de
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Sozial-Holding stellt Quartierskonzept vor

Beitrag von WernerSchell » 25.04.2016, 10:53

Altenheime weiter öffnen: Sozial-Holding stellt Quartierskonzept für Mönchengladbach vor

Gerade im Alter kommt dem Quartier, in dem wir leben, eine herausragende Bedeutung zu, denn das Wohnumfeld trägt in besonderem Maße zu unserer Lebensqualität bei. „Die Möglichkeit, am soziokulturellen Leben in der Gemeinde teilzuhaben, ist wichtig, denn die Menschen erfahren Sinnstiftung und Identität über die Einbindung in Gemeinschaft, Familie, Vereine, Kirchengemeinden und das Leben im Quartier“, sagt Norbert Post (MdL), Aufsichtsratsvorsitzender der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH. Seine Einschätzung wird durch eine Umfrage des unternehmenseigenen Beratungszentrums Eine Analyse der Neueinzüge seit Januar 2011 konnte zeigen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Altenheime im Durschnitt zu etwa 70 Prozent aus dem Quartier kommen, in dem das Altenheim liegt. Dies stützt die These, dass das Quartier und die wohnortnahe Versorgung von Individuen an Relevanz gewinnen.

„Alten- und Pflegeheime nehmen hier eine besondere Rolle ein, denn im Rahmen einer sozialraumorientierten Versorgung verstehen sie sich als aktive Partner im Quartier nach dem Motto: Ich gehe ins Quartier – Das Quartier kommt zu mir“, erläutert Katharina Schott, Quartiersentwicklerin der Sozial-Holding. Im Vordergrund stehen dabei die Bedürfnisse der Bewohner.

Damit sich die Wohn- und Lebenssituation für die aktuellen und potenziellen „Kunden“ der Altenheime weiter verbessert, nutzen die städtischen Altenheime, wie andere Akteure vor Ort, schon heute die Ressourcen des Quartiers für die Bewohner – und wirken aktiv an der Quartiersentwicklung mit. Es geht darum, den Bewohnern zu ermöglichen, das Altenheim nach Bedarf zu verlassen und sich beispielsweise in der vertrauten Einkaufszone, Kirche im Café oder in Parks aufzuhalten, aber auch Events wie beispielsweise Schützenfeste und Weihnachtsmärkte im und außerhalb des Quartiers zu erleben.

„Auf der anderen Seite soll das Quartier aber auch ins Haus kommen und damit bestimmte Teile der Einrichtung auch zu einem öffentlichen Raum machen“, sagt Bernhild Birkenbeil als Geschäftsleiterin der Altenheime GmbH. Wie uns dies in enger Zusammenarbeit mit örtlichen Institutionen und Unternehmen heute schon gelingt, hat die Sozial-Holding jetzt der Öffentlichkeit und den Mitgliedern der kommunalen Pflegekonferenz vorgestellt. Gleichzeitig wirbt das Unternehmen dafür, das Potenzial der stationären Altenpflegeeinrichtungen als Quartierszentren und Treffpunkte zu nutzen. Durch die Lage der Häuser im Stadtgebiet ließe sich so ein fast flächendeckendes Netz von Quartiersangeboten aufbauen. Dies in einem strukturierten und mit den BürgerInnen, BewohnerInnen und Institutionen vor Ort abgestimmten Prozess voranzutreiben, sei eine wichtige Aufgabe für die nahe Zukunft, betont Norbert Post.

Quelle: Pressemitteilung vom 25.04.2016
Helmut Wallrafen
Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH
Königstr. 151
41236 Mönchengladbach
Tel. 02166 - 455 4100
Fax 02166 - 455 4119
Internet: http://www.sozial-holding.de/
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Drittes Pflegestärkungsgesetz (PSG III)

Beitrag von WernerSchell » 29.04.2016, 15:59

Aus Forum:
viewtopic.php?f=4&t=21444&p=92018#p92018

Drittes Pflegestärkungsgesetz (PSG III):
Der Referentenentwurf (siehe unten angefügte pdf-Datei)
wurde am 26. April 2016 versandt.
Die Verbändeanhörung soll am 30. Mai 2016 stattfinden.


+++

Rheinische Post / NGZ vom 27. April 2016

Drittes Pflegestärkungsgesetz
Kommunen sollen künftig Pflegebedürftige beraten

Exklusiv | Berlin. Die Bundesregierung will die Beratung von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen federführend an die Kommunen übertragen und damit
bundesweit deutlich mehr Beratungsstellen schaffen. Bislang organisieren dies die Kranken- und Pflegekassen.
Von Eva Quadbeck
... "weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.5935461

Ärzte Zeitung vom 28.04.2016:
Pflegegesetz III: Mehr Einfluss für Kommunen
Die Verantwortung der Kommunen für die Pflege soll wieder gestärkt werden. Gesundheitsminister Hermann Gröhe hat nun einen Gesetzentwurf vorgelegt,
mit dem die Beratungsangebote für die Pflege besser verzahnt werden sollen.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=910 ... ege&n=4948

Domradio.de
Minister Gröhe will Kommunen bei der Pflegeberatung stärken
Beratung aus einer Hand

Wer Angehörige pflegt, ist meist stark belastet. Der gesamte Alltag richtet sich nach der Pflege. Entlastungsangebote gibt es viele,
doch pflegende Angehörige kennen sie häufig nicht. Das soll sich ändern.
... (weiter lesen unter) ... https://www.domradio.de/themen/soziales ... g-staerken

Ärzte Zeitung vom 29.04.2016:
Pflegegesetz III: Kommunen begrüßen ihre neue Rolle
Das dritte Pflegestärkungsgesetz setzt auf die Kommunen. Die Städte befürworten das - sind in anderen
Bereichen aber skeptischer. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=910 ... ege&n=4951
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Quartierskonzepte in den Kommunen gestalten

Beitrag von WernerSchell » 04.05.2016, 06:26

Quartierskonzepte in den Kommunen gestalten

Am 03.05.2016 bei Facebook gepostet:
Die jüngste Pflegereform (= Pflegestärkungsgesetz I und II - PSG I & II) hat vielfältige Neuerungen gebracht. Einiges scheint wichtig und gut gelungen. Zahlreiche Regelungen sind aber auch mehr als kompliziert und zu hinterfragen. Die neuen Pflegegrade werden neue Leistungsansprüche begründen, aber auch Fragen aufwerfen. Am 26.04.2016 hat das BMG den Entwurf eines PSG III vorgelegt, u.a. mit der Absicht, die Kommunen stärker in die Verantwortung für die pflegerische Versorgung vor Ort einzubinden (Entwurf abrufbar > viewtopic.php?f=4&t=21444&p=92018#p92018 ). Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk wird sich dazu noch äußern. Im Übrigen sollen sämtliche Neuerungen beim Neusser Pflegetreff am 26.10.2016 umfänglich thematisiert werden > viewtopic.php?f=7&t=21512
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"Aufgeweckt" - bald auch in Erfttal

Beitrag von WernerSchell » 18.05.2016, 12:24

Aus Forum:
http://www.neuss-erfttal.de/forum/viewt ... 1217#p1217

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtet am 18. Mai 2016:

Neuss
"Aufgeweckt" - bald auch in Erfttal
Neuss. Hilfs- und Präventionsprojekt begleitet junge Familien bereits in Weckhoven.
Von Carsten Sommerfeld
Familien von der Schwangerschaft bis zur Einschulung ihrer Kinder begleitet das Hilfs- und Präventionsprojekt "Aufgeweckt - gesundes Aufwachsen im Quartier". Bislang war das Angebot des Rhein-Kreises Neuss in Kooperation mit acht Krankenkassen und der Unfallkasse NRW auf Neuss-Weckhoven beschränkt, künftig soll es auf Erfttal ausgedehnt werden. Das teilten Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky und Dr. Beate Klapdor-Volmar, Leiterin des Kinder- und Jugendärztlichen Gesundheitsdienstes, im Kreissozialausschuss mit. Die Politiker stimmten zudem der Fortführung des Programms zu.
... (weiter lesen unter) .... http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.5983181
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Pflegestärkungsgesetz III mehr als enttäuschend

Beitrag von WernerSchell » 23.05.2016, 06:20

Bei Facebook gepostet:
Pflegestärkungsgesetz III (PSG III - Referentenentwurf des BMG) mehr als enttäuschend. Denn es gibt keine Hinweise zur Gestaltung von dringend notwendigen kommunalen Quartierskonzepten und deren (Mit)finanzierung durch den Bund bzw. die Länder. Mehr Pflegeberatung im Sinne des PSG III brauchen wir nicht. Die bereits gesetzlich vorgegebenen Beratungsverpflichtungen müssen v.a. durch die Pflegekassen verstärkt wahrgenommen werden. Oder anders: Die Kassen müssen endlich ihren Verpflichtungen nachkommen. Pflegestützpunkte brauchen wir schon mal überhaupt nicht. Das sind behördliche Strukturen, die uns nicht weiter führen. Diejenigen, die solche Strukturen für sinnvoll und geeignet halten, sind wohl allein die (möglichen) Träger solcher Institutionen (= Profiteure). Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist davon überzeugt, dass die demografische Entwicklung mit einer rasant anwachsenden Zahl pflegebedürftiger Menschen nur bürgerfreundlich und wohnortnah gestaltet werden kann, wenn wir schnellstmöglich Strukturen entwickeln, die ein möglichst langes Verbleiben im Quartier gewährleisten. Dazu benötigen wir mit kommunaler Hilfe professionelle „Kümmerer“, die sich der Entwicklung solcher Informations- und Unterstützungssysteme, nahe bei den Menschen, annehmen und so den Grundsatz „ambulant vor stationär“ gestalten helfen und mit praktischer Lebenshilfe erfüllen.
Downlaod weiterer Hinweise unter:
viewtopic.php?f=4&t=21444&p=92372#p92372
viewtopic.php?f=4&t=21444
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Entwicklung altengerechter Quartiere

Beitrag von WernerSchell » 07.07.2016, 08:52

Presseinformation – 545/7/2016 Düsseldorf, 7. Juli 2016

Ministerin Steffens:
Entwicklung altengerechter Quartiere – Land fördert Qualifizierung kommunaler Beschäftigter

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Das Land erweitert die Unterstützung der Kommunen bei der Entwicklung altengerechter Quartiere. Ab sofort wird auch die Qualifizierung von kommunalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefördert, die aus der Verwaltung heraus an der Quartiersentwicklung mitwirken. „Für altengerechte Quartiere gibt es kein Patentrezept, denn die Quartiere werden so unterschiedlich sein wie die Menschen, die dort leben. Deshalb erfordert die Quartiersentwicklung vor Ort eine besondere Flexibilität und ein möglichst enges und effizientes Zusammenarbeiten aller Akteurinnen und Akteure. Für die Beteiligten aus der Kommunalverwaltung bedeutet dies, sie müssen intern bereichsübergreifend wirken können und sich extern in einen breiten Beteiligungsprozess einbringen. Hierzu bietet das Land ihnen eine praxisorientierte Starthilfe an“, erklärte Ministerin Barbara Steffens anlässlich der Vorstellung des Förderprojekts „Qualifizierungsangebot für das kommunale Quartiers-Management“ am 7. Juli 2016 in Düsseldorf.

„Die altengerechte Quartiersentwicklung soll älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in ihrer vertrauten Umgebung ermöglichen, auch wenn sie pflegebedürftig sind. Gleichzeitig begegnen wir mit dieser Strategie den Herausforderungen des demographischen Wandels“, so Steffens weiter.

Das vom Kuratorium Deutsche Altenhilfe (KDA) in Köln erarbeitete Qualifizierungs-Projekt trifft bei Städten und Gemeinden auf großes Interesse: An einer Abfrage des KDA mit dem Ziel, das Qualifizierungsangebot auf die Bedarfe der Kommunen abzustimmen, haben sich rund 70 Prozent der Kreise und kreisfreien Städte in NRW beteiligt. Die hohe Rücklaufquote zeigt, dass die Entwicklung altengerechter Quartiere als wichtige Aufgabe wahrgenommen und von den Kommunen eine bedarfsgerechte Unterstützung gewünscht wird.

„Es freut mich, dass immer mehr Kommunen ihre besondere Rolle bei der Quartiersentwicklung annehmen. Denn nur vor Ort und mit systematischer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Quartier kann entschieden werden, welche Maßnahmen notwendig sind. Wir brauchen an den Bedürfnissen der Menschen orientierte, flexible Unterstützungsstrukturen, dazu gehört auch ein gut ausgebautes Netzwerk von Gesundheits- und Pflegeangeboten“, so Steffens.

Interessierten Kommunen wird eine praxisbegleitende Qualifizierung sowohl für leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für Beschäftigte, die Maßnahmen vor Ort umsetzen sollen, angeboten. Dabei geht es beispielsweise um Neustrukturierungen innerhalb der Kommunalverwaltung und eine darauf abgestimmte Personalentwicklung sowie die Koordinierung von Einzelprojekten. Für die Umsetzung werden Lösungsbeispiele vorgestellt, etwa wie der Aufbau lokaler Netzwerke gelingt oder welche Angebote es älteren Menschen ermöglichen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen einzubringen und sich zu engagieren.

„Das Qualifizierungsangebot ergänzt die vielfältigen bereits bestehenden Fördermaßnahmen des Landes für die altengerechte Entwicklung von Quartieren. Denn ich bin davon überzeugt: Die Zukunft liegt im Quartier“, so Steffens.

Hintergrund

Masterplan altengerechte Quartiere.NRW
• Der Masterplan definiert entscheidende Handlungsfelder (Gemeinschaft erleben, Sich versorgen, Wohnen, Sich einbringen) für die Quartiersentwicklung, an denen sich auch die Inhalte des neuen Qualifizierungsangebots orientieren.
• Das „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW“ in Bochum bietet Kommunen individuelle Beratung, Module zur Analyse und Umsetzung der Quartiersentwicklung und eine Datenbank mit Projektbeispielen. Außerdem organisiert das Landesbüro Infoveranstaltungen, Exkursionen und Workshops für haupt- oder ehrenamtlich Tätige.
• Mit dem „Qualifizierungsangebot für das kommunale Quartiers-Management“ gibt es nun auch ein spezifisches Angebot für kommunale Beschäftigte.

Landesförderplan Pflege und Alter
• Die Entwicklung altengerechter Quartiere ist ein Schwerpunkt des Landesförderplans für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Viele der insgesamt 14 Maßnahmen, die seit 2015 vom Land gefördert werden, haben die Quartiersentwicklung zum Ziel.
• Zum Bespiel die Förderung von Quartiersentwicklerinnen und -entwicklern. Im Sinne einer landesweiten Vorbildfunktion sollen 54 Quartiere gefördert werden, 43 Kommunen nutzen diese Möglichkeit bereits.

Weitere Informationen unter http://www.aq-nrw.de
Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.
Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.land.nrw
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Hilfe- und Unterstützungsangebote flächendeckend ...

Beitrag von WernerSchell » 07.08.2016, 06:59

Aus Forum:
viewtopic.php?f=4&t=21739


Das Neubaugebiet in Neuss-Weckhoven ist sicherlich begrüßenswert. ... Hilfe- und Unterstützungssysteme mit einem finanziell abgesicherten Quartiersmanagement sind aber leider nicht vorgesehen!

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Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtet dazu in ihrer Ausgabe vom 05.08.2016:
Neuss - Minister-Lob für Bauverein-Projekt
Neuss. Das 40-Millionen-Euro-Projekt am Weckhover Feld gilt als vorbildlich in NRW.
Von Andreas Buchbauer
Bei einem Ortstermin hat sich NRW-Bauminister Michael Groschek (SPD) gestern ein Bild vom Stand des Wohnungsbauprojekts an der Hülchrather Straße gemacht. Dort errichtet der Neusser Bauverein ein generationenübergreifendes Quartier mit acht drei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhäusern und 22 Einfamilienhäusern sowie einem Nachbarschaftszentrum. Insgesamt entstehen 220 Wohneinheiten … (weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.6163737

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Dazu hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk in Kürze wie folgt Stellung genommen:

Das Neubaugebiet in Neuss-Weckhoven ist sicherlich begrüßenswert. Aber altengerechte Quartiershilfen, so, wie in meinem Statement vom 14.08.2015 gefordert und dringend nötig > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 082015.pdf - sind nicht vorgesehen. Die zu einem Quartierskonzept gehörigen altengerechten Hilfen und Unterstützungsstrukturen sehe ich nicht. Wohnen ist nur ein Baustein (von vielen) eines guten Quartierskonzeptes. Betreutes Wohnen und Mehrgenerationen-Wohnangebote gehören wie selbstverständlich zum "Baustein" Wohnen. Ein Quartier muss aber mit vielfältigen Hilfe- und Unterstützungsstrukturen das Teilleistungssystem der Pflegeversicherung zielgerichtet ergänzen (= ambulant vor stationär"). Dazu gehört v.a. ein professionelles Management mit entsprechender finanzieller Ausstattung.
Wann kapieren die Verantwortlichen endlich, was altengerechte Quartiershilfen mit ausreichender finanzieller Ausstattung und professionellem Kümmerer bedeuten? - Wir praktizieren das in Anfängen in Neuss-Erfttal mit dem Bürgerhaus und vielfältigen Angeboten. Allerdings ist das auch noch sehr ausbaufähig, da leider die dauerhafte finanzielle Absicherung durch die Kommune fehlt. Und das ist letztlich der Knackpunkt.
Werner Schell


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Altengerechte Quartiershilfen in Neuss-Erfttal

Beitrag von WernerSchell » 15.08.2016, 07:11

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Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


14.08.2016

An den
Bürgermeister der Stadt Neuss
Herrn Reiner Breuer


Betr.: Altengerechte Quartiershilfen in Neuss-Erfttal, generationenübergreifend gestaltet

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Breuer,

Sie haben sich bereits 2015 über die Aktivitäten zur Gestaltung der Erfttaler Quartiershilfen informiert und waren am 21.10.2015 anlässlich des Neusser Pflegetreffs u.a. mit dem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in der neuen Tagespflegeeinrichtung der Diakonie Neuss-Süd im Paul-Schneider-Haus. Es wurde verdeutlicht, dass die verschiedenen Hilfe- und Unterstützungsleistungen weiter entwickelt werden müssen.

Es war daher bereits schon länger angedacht, das freie städtische Grundstück an der Lechenicher Straße für die Errichtung von Pflegewohngemeinschaften usw. nutzbar zu machen. Dazu wurden vor Ort Gespräche mit dem Neusser Bauverein geführt, der letztlich ein Architektenbüro mit entsprechenden Planungen beauftragte. Als diese Planungen der Stadt Neuss präsentiert wurden, erklärte man, dass das Grundstück gerade an zwei Damen aus Aachen verkauft worden sei mit dem Ziel, Sozialwohnungen zu errichten. Verwunderlich ist, dass der Erfttaler Stadtverordnete Heinz Sahnen anscheinend über die entsprechenden Verkaufsgespräche nicht informiert worden ist. Mit der Grundstücksveräußerung sind die hiesigen Überlegungen und Planungen ins Leere gelaufen. Dem Vernehmen nach wollen die neuen Eigentümerinnen von der Stadt Neuss nun eine Mietgarantie (oder so etwas Ähnliches) erwirken. Jedenfalls gibt es aktuell keine Erkenntnisse oder konkrete Vorgänge, die auf eine Bebauung hindeuten. Dies hat zur Folge, dass das Grundstück mittlerweile zu einer Art Müllhalde und Toilette für Wildpinkler verkommt. Es erscheint daher angezeigt, ein wenig Druck auf die neuen Eigentümerinnen auszuüben mit der Maßgabe, mit der vorgesehenen Bebauung schnellstmöglich zu beginnen. Dabei könnte den Damen auch nahe gelegt werden, die bereits vorhandenen Pläne für eine pflegerische Gestaltung des Bauobjektes zu nutzen. Denkbar erscheint ggf. auch, eine Rückabwicklung des Kaufes vorzuschlagen und die hier, zusammen mit dem Neusser Bauverein, angedachten Planungen voran zu bringen.

Im Übrigen ist, nachdem der Verkauf des Grundstückes an der Lechenicher Straße bekannt wurde, überlegt worden, auf dem noch freien Grundstück an der Euskirchener Straße (früherer Kindergarten) die bereits vorhandenen Pläne für eine pflegerische Nutzung zur Geltung zu bringen. Gerade als diese Vorstellungen der Stadt Neuss zur Realisierung näher erläutert werden sollten, wurde die Nachricht in der letzten Sitzung der Stadtteilkonferenz präsentiert, dass man an der Euskirchener Straße einen weiteren Kindergarten bauen wolle. Diese Mitteilung löste großes Unverständnis aus, da es bereits 3 Kindergärten in Erffttal gibt und eigentlich kein nachweisbarer weiterer Bedarf für zusätzliche Plätze für die Erfttaler Familien gesehen wird. Dabei wäre auch zu berücksichtigen, dass es in Norf-Derikum, ein Steinwurf vom Norfbach entfernt, einen weiteren Kindergarten gibt. Es leuchtet daher nicht ein, wieso hier in Erfttal ein weiterer Kindergarten notwendig sein soll. Jedenfalls sollte das noch einmal in aller Gründlichkeit und Sorgfalt bedacht werden, weil dieses Projekt mit den ebenfalls mehr als wichtig erscheinenden Vorstellungen zur Erstellung eines pflegerischen Bauvorhabens kollidiert. Es sollte, falls noch nicht geschehen, geprüft werden, ob und ggf. inwieweit, die örtlichen bzw. ortsnahen Kindergärten mit Aufstockungen ihrer Angebote das Problem mit auflösen helfen können. - Eventuell könnte auch daran gedacht werden, das Bauvorhaben an der Euskirchener Straße umfangreicher zu planen, so dass sowohl Kindergarten als auch Pflegeangebote erstellt werden könnten. Das würde auch den Vorstellungen von einer generationenübergreifenden Angebotsstruktur gerecht werden. - Bildungs- und sonstige Angebote für Familien bzw. Kinder erscheinen ganz herausragend wichtig. Das kann nicht infrage gestellt werden. Allerdings sind ortsnahe Unterstützungsstrukturen für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in ähnlicher Weise dringend geboten. Sie sind nämlich geeignet, dem Grundsatz "ambulant vor stationär" (SGB XI) zur Geltung zu verhelfen und letztlich Heimaufnahmen zu vermeiden.

Ich rege nach all dem an, die Angelegenheit kurzfristig zum Gegenstand einer Besprechung zu machen, und zwar unabhängig von der nächsten Sitzung der Stadtteilkonferenz. Sinnvollerweise sollte die Besprechung hier in Erfttal stattfinden, so dass auch beide Grundstücke von den BesprechungsteilnehmerInnen begangen werden können. Beteiligt werden sollten Vertreter des Neusser Bauvereins, Heinz Sahnen, als Stadtverordneter, Paul Petersen, Quartiersmanager beim Sozialdienst Katholischer Männer e.V. (Bürgerhaus) und natürlich Vertreter der Stadt Neuss (Bürgermeister, Bedienstete von Sozial- und Jugendamt).

Für Ihre Bemühungen im Voraus vielen Dank.

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat im Übrigen vorgesehen, in den nächsten Wochen an den Deutschen Bundestag heranzutreten und zu verdeutlichen, dass im vorliegenden Gesetzentwurf für ein Pflegestärkungsgesetz (PSG) III verbindliche Vorgaben zur Entwicklung von kommunalen Quartieren mit ergänzenden Leistungen zum Pflegesystem ausgeführt werden sollten. Dabei wird auf die musterhaft gestalteten altengerechten Hilfen in Neuss-Erfttal aufmerksam gemacht. Mit einer Fortentwicklung dieser Hilfsangebote im Sinne der beschriebenen Erwägungen könnte ggf. verdeutlicht werden, wie sich eine wohnortnahe Struktur zu Gunsten der älteren Menschen zielgerichtet fortentwickeln lässt.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell

+++
Einladung / Ankündigung:

• Der (25.) Pflegetreff findet am 26.10.2016 statt. Dann geht es um das Thema: Pflegebedürftigkeit: Die neuen Pflegegrade. Näheres (stets aktuell) unter folgender Adresse: viewtopic.php?f=7&t=21512

+++
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.
unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.
ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).
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Quartierskonzepte gestalten – Kommunen in der Pflicht ...

Beitrag von WernerSchell » 20.09.2016, 07:11

Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 20.09.2016:
Neuss - Was sich Further im Alter wünschen

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Tanja Segmüller, Gudrun Jüttner und Dr. Andrea Kuckert-Wöstheinrich (v.l.) stellten jetzt die Ergebnis
einer Quartiersumfrage vor. - FOTO: Anja Tinter - NGZ-Bericht


Eine Quartiersumfrage sollte Anregungen von älteren Menschen erfassen.
Von Bärbel Broer
Selbstbestimmtes Altwerden in den eigenen vier Wänden, eine bessere Infrastruktur, mehr Barrierefreiheit und gesundheitliche Versorgung sowie zusätzliche Freizeitangebote - das sind die wesentlichen Ergebnisse der Quartiersumfrage "Altwerden im Stadtteil Furth". Diese hatte das St.-Augustinus-Memory-Zentrum gemeinsam mit der Hochschule für Gesundheit Bochum und der Stadt Neuss im Dezember 2015 durchgeführt. Dafür wurden beim Nikolausmarkt 93 Menschen befragt. 66 Prozent von ihnen waren zwischen 55 und 75 Jahre alt, 14 Prozent zwischen 76 und 85. Die Ergebnisse sind vorwiegend aus weiblicher Sicht - denn zu 73 Prozent haben Frauen teilgenommen.
... (weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.6271052

+++
Anmerkung der Moderation:
Wie ein altengerechtes Quartier zu gestalten ist und welche Hilfen bzw. Unterstützungsleistungen vorzusehen sind, darf seit Jahren als bekannt vorausgesetzt werden. Das Land Nordrhein-Westfalen hat insoweit einen Masterplan vorgelegt und ein Beratungsbüro eingerichtet. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat alle Informationen in einem Statement vom 14.08.2015 zusammengefasst und in einer Fachveranstaltung vorgestellt. Näheres > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 082015.pdf Dazu wurde eine Pressemitteilung vorgestellt. Siehe unter > viewtopic.php?f=4&t=21213 - Die entsprechenden Informationen wurden der Neuss-Grevenbroicher Zeitung übermittelt - einen Bericht gab es dazu aber nicht.
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Alt werden, wo das Herz schlägt - Pflege & Alter in NRW

Beitrag von WernerSchell » 30.09.2016, 07:07

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
hat eine neue Broschüre vorgelegt mit dem Titel
:

Alt werden, wo das Herz schlägt -
Pflege und Alter in Nordrhein-Westfalen


Ein Exemplar der neuen Broschüre wurde Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk,
am 29.09.2016 beim Besuch der Reha-Care, Düsseldorf, von der Pflegeministerin, Frau Barbara Steffens, übergeben.
Broschüren wird Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk beim Pflegetreff am 26.10.2016 zur kostenlosen Mitnahme auslegen
> viewtopic.php?f=7&t=21512
.

Bild
Foto (29.09.2016): Werner Schell mit Staatssekretärin Frau Martina Hoffmann-Badache,
und Pflegeministerin, Frau Barbara Steffens (v.l.).


Quelle und weitere Informationen:
viewtopic.php?f=4&t=21811
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Netzwerktag in Neuss

Beitrag von WernerSchell » 05.10.2016, 06:30

Am 05.10.2016 bei Facebook gepostet:
"Vernetzt im Quartier": Am 11.10.2016 von 10.00 bis 15.00 Uhr findet der erste Netzwerktag für Menschen in der nachberuflichen Phase unter dem Motto „Nicht ohne mich…!“ im Neusser Rathaus statt. Wohlfahrtsverbände, Vereine, Netzwerke, die GWG, die Polizei und städtische Einrichtungen und Akteure stellen an Infoständen ihre Angebote vor. Die Themen sind vielfältig … Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und Runder Tisch Demenz Neuss werden u.a. präsent sein. Michael Kallen, Stadt Neuss, und Werner Schell, Pro Pflege …, werden gegen 11.00 Uhr in Vorträgen zum Pflegesystem informieren und danach auch für Fragen zur Verfügung stehen. … Zum Vortrag von Werner Schell am 10.10.2016, 17.30 Uhr, in der VHS zum Thema "Patientenautonomie am Lebensende" erfolgt noch ein gesonderter Hinweis.
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Neue Impulse für Entwicklung altengerechter Quartiere

Beitrag von WernerSchell » 24.11.2016, 19:12

Presseinformation – 964/11/2016 Düsseldorf, 24. November 2016

Ministerin Steffens:
Neue Impulse für Entwicklung altengerechter Quartiere von den ersten Ideen bis zur Umsetzung

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Das Land Nordrhein-Westfalen setzt die intensive Unterstützung der Kommunen bei der Entwicklung altengerechter Quartiere fort. Tagungen und Workshops bieten Quartiersentwicklerinnen und Quartiersentwicklern sowie anderen kommunalen Akteurinnen und Akteuren die Möglichkeit zum Wissens- und Erfahrungsaustausch. „Immer mehr Kommunen machen sich mit Quartiersprojekten auf den Weg, um die Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter – auch bei Unterstützungs- und Pflegebedarf – zu schaffen. Es ist beeindruckend, wie in vielen Städten und Gemeinden neue Netzwerke entstehen, Verwaltung, örtliche Gruppen und Vereine sowie Bürgerinnen und Bürger gemeinsam neue Wege gehen, um ihr Quartier nach den Wünschen, Bedarfen und Möglichkeiten vor Ort zu entwickeln“, erklärte Ministerin Barbara Steffens bei der Eröffnung der Tagung „Quartier konkret“ in Düsseldorf, die dem landesweiten Erfahrungsaustausch und der Vernetzung dient.

Insgesamt werden vom Land zurzeit 56 Projekte zur Quartiersentwicklung in 44 Kreisen und kreisfreien Städten gefördert. Das bedeutet: Rund 83 Prozent aller Kreise und kreisfreien Städte in NRW (44 von 53) arbeiten mit Unterstützung des Landes an der Entwicklung altengerechter Quartiere. Zwar gibt es dafür kein Patentrezept, denn die Quartiere werden so unterschiedlich sein wie die Menschen, die dort leben. Aber trotzdem können die Kommunen voneinander lernen. Etwa, wie Bürgerinnen und Bürger in die Quartiersentwicklung einbezogen werden können. Welche Erfahrungen Quartiersmanagerinnen und -manager in der Zusammenarbeit mit Kommunalverwaltungen und anderen lokalen Akteuren machen. Oder wie Institutionen, Vereine und Gruppierungen im Entwicklungsprozess zum Mitmachen motiviert werden können. Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum der Fachtagung, die von Ministerin Steffens eröffnet wurde.

Quartiersmanagerinnen und -manager, die aus Mitteln des Landesförderplans Alter und Pflege gefördert werden, berichten unter anderem darüber, wie sie mit der Quartiersentwicklung begonnen haben, welche Schwierigkeiten und Lösungswege es gab und wo sie aktuell im Entwicklungsprozess stehen. „Kopieren ist bei der Entwicklung altengerechter Quartiere ausdrücklich erwünscht. Kommunen können von den Erfahrungen, die in anderen Quartiersprojekten gemacht wurden, profitieren. Etwa wie flexible Unterstützungsstrukturen aufgebaut werden können, die sich an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort orientieren“, so Ministerin Steffens.

Am Nachmittag wird im Rahmen der Tagung unter anderem ein neues Modul vorgestellt, das eine Art Handlungsleitfaden für die Quartiersentwicklung bietet und als Lotse durch die unterschiedlichen Phasen der Quartiersentwicklung fungieren kann. Es ergänzt das Unterstützungsangebot für lokale Akteurinnen und Akteure und ist ab sofort auf der neu gestalteten Internetseite des Landesbüros altengerechte Quartiere ( http://www.aq-nrw.de ) abrufbar. Das neue Design und der überarbeitete Aufbau der Seite stellen die vielfältigen Angebote und Informationen noch übersichtlicher dar, so dass Nutzerinnen und Nutzer sich beispielsweise mit Hilfe einer Filterfunktion schnell einen Überblick über mögliche Finanzierungsmöglichkeiten für ihr Quartiersprojekt verschaffen können.

Hintergrund
Masterplan altengerechte Quartiere.NRW
• Der Masterplan definiert entscheidende Handlungsfelder (Gemeinschaft erleben, Sich versorgen, Wohnen, Sich einbringen) für die Quartiersentwicklung, an denen sich auch die Inhalte des jährlich neu zusammengestellten Qualifizierungsangebots orientieren.
• Das Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW bietet kommunalen Akteurinnen und Akteuren individuelle Beratung, Module zur Analyse und Umsetzung der Quartiersentwicklung und eine Datenbank mit Projektbeispielen (www.aq-nrw.de). Außerdem organisiert das Landesbüro Infoveranstaltungen, Exkursionen und Workshops für haupt- oder ehrenamtlich Tätige.

Landesförderplan Pflege und Alter
• Die Entwicklung altengerechter Quartiere ist ein Schwerpunkt des Landesförderplans. Sechs der insgesamt 14 Maßnahmen, die seit 2015 vom Land gefördert werden, haben die Quartiersentwicklung zum Ziel.
• Zum Bespiel die Förderung von Quartiersmanagerinnen und
-managern. Für die Beschäftigung einer Quartiersentwicklerin oder eines Quartiersentwicklers stehen aktuell jährlich insgesamt 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Derzeit werden 56 Kommunen gefördert, darunter elf, die sich mit den Themenschwerpunkten Gender, Gesundheit oder Menschen mit Migrationsgeschichte befassen.
• Insgesamt stellt das Land für die Entwicklung altengerechter Quartiere derzeit jährlich rund 3,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.
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Ehrenamtliches Engagement ist wichtig ...

Beitrag von WernerSchell » 28.11.2016, 07:08

Am 28.11.2016 bei Facebook gepostet:
„PEQ – Pflege, Engagement und Qualifizierung“ - Informatives Handbuch für Ehrenamtliche in der Pflege erschienen! - Anmerkung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk: Ehrenamtliche HelferInnen sollen und dürfen nicht zur klassischen Pflege herangezogen werden. Sie kommen also nicht ins Haus, um beispielsweise bei der Intimpflege zu helfen. Aber sie können viele andere wichtige Tätigkeiten übernehmen. In der Betreuung demenzkranker Menschen kommt es darauf an, auf sensible Weise das Gehirn zu aktivieren und angenehme Gefühle und Erinnerungen zu wecken. Solche "niedrigschwelligen Angebote" fördern das Wohlbefinden der Betroffenen. - Ehrenamtliche sind damit auch ein wichtiger Teil der altengerechten Quartiershilfen, so, wie wir das in Neuss-Erfttal im Rahmen des Lotsenpunkt-Projektes praktizieren.
>>> viewtopic.php?f=4&t=21859
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Bedarf an Heimplätzen ungebrochen ...

Beitrag von WernerSchell » 13.12.2016, 09:03

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete am 13.12.2016:

Kaarst - LiS: Kaarst braucht mehr stationäre Pflege
Kaarst. Für die Liberalen Senioren ist trotz Pflegestärkungsgesetz der Bedarf an Heimplätzen ungebrochen.
Mit Kritik haben die Liberalen Senioren (LiS) auf Äußerungen des Leiters des Vinzenzhauses, Detlef Rath, im Seniorenausschuss reagiert. Rath hatte zu bedenken gegeben, dass mit Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes zum 1. Januar 2017 der Bedarf an stationären Plätzen sinken würde und eine vierte Senioreneinrichtung in Kaarst wenig sinnvoll sei.
"Der Wunsch vieler älterer Menschen ist es, möglichst lange, selbstbestimmt im eigenen Zuhause leben zu können", schreibt die Vorsitzende Beate Kopp in einer Stellungnahme und weiter: "Die Erfahrung zeigt jedoch auch, dass es zu Pflegesituationen kommen kann, die eine Unterbringung in einem Seniorenheim erforderlich machen. Eine 24-stündige Pflege und Betreuung ist nur in einer vollstationären Pflegeeinrichtung sicherzustellen."
... (weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kaa ... -1.6461416

+++
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat die Liberalen Senioren in Kaarst mehrfach zum Thema beraten. Die jetzigen Ausführungen können daher unterstützt werden. Allerdings fehlt in dem Beitrag der Hinweis, dass sämtliche Angebote in einem kommunalen Quartierskonzept gebündelt werden sollten. Nur so ist gewährleistet, dass die Angebotsstruktur auch den jeweiligen Bedürfnissen entspricht und stets weiter ausgestaltet werden kann.Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat die Anforderungen an kommunale Quartierskonzepte u.a. am 14.08.2015 für eine Fachtagung im Rhein-Kreis Neuss zusammen gefasst.
Siehe insoweit > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 082015.pdf
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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