Pflege-TÜV fällt durch den TÜV! ... "in die Tonne"

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Verbindliche Qualitätsstandards in der Pflege nötig

Beitrag von WernerSchell » 08.06.2016, 14:27

0547 / 8. Juni 2016
Pressemitteilung von Pia Zimmermann


Verbindliche Qualitätsstandards in der Pflege nötig

"Alle wissen, dass der Pflege-TÜV als Qualitätsinstrument nichts taugt, sogar der Gesundheitsminister hat davor gewarnt, sich auf den TÜV zu verlassen. Deshalb wird jetzt ein neues Gremium einberufen, das ein bisschen anders heißt und wohl kaum die alten Fehler vermeidet", erklärt die pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Pia Zimmermann, zur Einberufung des neuen Pflege-Qualitätsausschusses. Zimmermann weiter:

"Angehörige und Betroffene sind bei der Suche nach einem passenden Pflegeheim auf objektive Qualitätsstandards angewiesen. Aber wer kann Pflegequalität wirklich objektiv bewerten? Pflegeeinrichtungen und Kostenträger allein sind dazu wohl kaum in der Lage. Es darf nicht derselbe Fehler noch einmal gemacht werden, dass pflegende Angehörige, Menschen mit Pflegebedarf und Pflegekräfte nicht Teil des Ausschusses sind, denn sie wissen am besten, was gute Pflege ausmacht. Deshalb müssen sie unbedingt mitentscheiden können.

Es werden dringend verbindliche Qualitätsstandards benötigt, die regelmäßig und zuverlässig überprüft werden und für alle Pflegeeinrichtungen gleich gelten. Menschen mit Pflegebedarf und ihre Angehörigen müssen sich darauf verlassen können, dass sie, unabhängig von ihren individuellen Bedürfnissen, eine gute Pflege erhalten, egal für welche Einrichtung sie sich entscheiden. Die Bundesregierung täte gut daran, den Qualitätsausschuss demokratisch auszugestalten. Eine gute Pflege unter menschenwürdigen Bedingungen muss endlich Qualitätsmaßstab werden.

Gute Pflegequalität kann nur unter guten Arbeitsbedingungen entstehen. Auch darüber muss der Qualitätsausschuss beraten und beschließen, und zwar in offenen Debatten."
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Lebensqualität und Transparenz müssen oberste Priorität habe

Beitrag von WernerSchell » 09.06.2016, 06:30

Ärzte Zeitung vom 09.06.2016:
Pflege-TÜV 2.0: Lebensqualität und Transparenz müssen oberste Priorität haben
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=913 ... ege&n=5032
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Pflege-Ergebnisqualität muss deutlich werden

Beitrag von WernerSchell » 27.06.2016, 15:43

Am 27.06.2016 bei Facebook gepostet:
Pflege-TÜV, Schulnoten für Pflegeheime, Infos zur Pflegegüte, Weiße Liste, Heimträgerbroschüren … usw. helfen den pflegebedürftigen Menschen bzw. den Angehörigen bei der Heimplatzsuche nicht wirklich weiter. > viewtopic.php?f=4&t=20899 Es werden in erster Linie gute und zuverlässige Informationen zur Pflege - Ergebnisqualität benötigt. Und die muss man z.Zt. in der Weise herausfinden, dass man sich Heime ganz gezielt und intensiv anschaut und vor Ort umfänglich Erkundigungen einzieht. Kritische Infos - auch zur Heimplatzsuche - > viewtopic.php?f=4&t=21661 - Im Übrigen muss der Staat die Pflege - Rahmenbedingungen für alle Einrichtungen so gestalten, dass stets eine gute und angemessene Pflege gewährleistet ist. Siehe insoweit u.a. die Pflege-Charta: > viewtopic.php?f=6&t=21674
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Personalmangel beim Pflege-TÜV ...

Beitrag von WernerSchell » 23.06.2017, 08:21

Personalmangel beim Pflege-TÜV bringt Patienten in Gefahr
Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung, der Pflegeheime prüft und Gutachten erstellt, ist offenbar völlig überfordert.
Einem Zeitungsbericht zufolge reichen die 9000 Mitarbeiter nicht aus, um alle Qualitätsprüfungen im Bundesgebiet durchzuführen.
Quelle: Focus
http://www.focus.de/finanzen/versicheru ... 70266.html
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Laumann will einen von den Kassen unabhängigen MDK

Beitrag von WernerSchell » 26.06.2017, 06:26

Ärzte Zeitung vom 26.06.2017:
Hauptstadtkongress
Laumann will einen von den Kassen unabhängigen MDK
Misstrauen gegen den Medizinischen Dienst hält Staatssekretär Karl-Josef Laumann für berechtigt - und will dessen Unabhängigkeit.
Geld dafür soll aus dem Gesundheitsfonds kommen.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=938 ... fpuryyqrde
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Personalmangel beim MDK ?

Beitrag von WernerSchell » 24.07.2017, 06:56

Personalmangel beim Pflege-TÜV bringt Patienten in Gefahr
Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung, der Pflegeheime prüft und Gutachten erstellt, ist offenbar völlig überfordert.
Einem Zeitungsbericht zufolge reichen die 9000 Mitarbeiter nicht aus, um alle Qualitätsprüfungen im Bundesgebiet durchzuführen.
Quelle: Focus
http://www.focus.de/finanzen/versicheru ... 70266.html

+++
MDS und MDK wurden in der o.a. Angelegenheit angeschrieben.
Der MDK - Nordrhein antwortete am 17.07.2017 wie folgt:


"... vielen Dank für Ihre Nachfrage. Danach soll es aufgrund von Personalmangel bei den MDK im Rahmen des sogenannten Pflege-TÜV zu Gefahren der Patienten kommen.
Diese Feststellung ist unzutreffend. Der MDK Nordrhein hat in diesem Jahr mit heutigen Stand alle notwendigen Regelprüfungen durchgeführt. Bei Bedarf ist der MDK Nordrhein jederzeit in der Lage notwendige zusätzliche Anlassprüfungen auch äußerst kurzfristig durchzuführen, wenn der Anlass es erfordert. Bis zum Jahresende werden wir alle erforderlichen Prüfungen durchführen.
Angesichts des wachsenden Bedarfs im Bereich der Qualitätsprüfungen (etwa durch die zusätzlichen Rechnungsprüfungen in ambulanten Diensten) hat der MDK Nordrhein sowohl die Personalausstattung als auch die Strukturen schon frühzeitig angepasst und effizient gestaltet.
Bei Fragen stehen wir gerne für ein Gespräch bereit. ..."
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Pflege-TÜV - Neues Konzept ...

Beitrag von WernerSchell » 20.10.2017, 07:21

Am 20.10.2017 bei Facebook gepostet:
Der wiederholt angekündigte neue "Pflege-TÜV" kommt laut MDS-Chef Peter Pick wohl erst 2019. Es bleibt daher vorerst weiter schwierig, gute Pflege bei der Heimplatzauswahl zu erkennen. Da in erster Linie gute und zuverlässige Informationen zur Pflege-Ergebnisqualität dringend benötigt werden, gehört der aktuelle "Pflege-TÜV" nach Auffassung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk schnellstmöglich in die Tonne! Infos unter > viewtopic.php?f=4&t=21006&p=100495#p100495
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Innovationen zur Förderung der Pflegequalität bei variierender Fachkraftquote (InQuaFa)

Beitrag von WernerSchell » 02.01.2018, 14:26

Innovationen zur Förderung der Pflegequalität bei variierender Fachkraftquote (InQuaFa)
Start des Projektes der Bethesda-St. Martin gemeinnützige GmbH an der PTHV

Ende Dezember 2017 (Laufzeit des Projektes bis Dezember 2020) startete das Projekt „Innovationen zur Förderung der Pflegequalität bei variierender Fachkraftquote (InQuaFa)“ der Bethesda-St. Martin gemeinnützige GmbH aus Boppard. Das Projekt betreut Prof. Dr. Albert Brühl, Lehrstuhl für Statistik und standardisierte Verfahren an der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV). Involviert ist auch Prof. Dr. Katarina Planer von der Hochschule Esslingen. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz. Die Bethesda-St. Martin gemeinnützige GmbH stellt die Restfinanzierung des Projektes über Eigenmittel sicher.

Ziel des Projektes ist es, den Zusammenhang zwischen der Differenzierung von Pflegebedürftigkeit, der erreichten Pflegequalität und der Ausstattung mit Pflegefachkräften zu untersuchen. Hierbei wird der Versuch unternommen, den Einfluss von unterschiedlich qualifizierten Pflegekräften auf die Pflegequalität darzustellen. Im Projekt geht es auch darum, Erkenntnisse zu gewinnen, wie bei dem bestehenden und in der Zukunft sich immer mehr verschärfenden Fachkräftemangel begegnet werden kann. Untersucht werden die vier stationären Einrichtungen der Bethesda-St. Martin gemeinnützigen GmbH:

• Altenzentrum Haus Elisabeth in Boppard
• Altenzentrum Ev. Marktkirchengemeinde in Neuwied
• Seniorenzentrum Bethesda in Höhr-Grenzhausen
• Betreuungs- und Begegnungszentrum Haus im Rebenhang in Winningen.

In einem ersten Projektschritt werden Kriterien definiert, die in einer ersten Datenerhebung an zwei Arbeitstagen innerhalb der vier Mitgliedseinrichtungen erhoben werden. Anhand dieser zwei Tage werden die Zusammenhänge zwischen der Ausstattung mit Pflegefachpersonal, der Differenzierung verschiedenartig Pflegebedürftiger und möglichen Niveaus analysiert, auf denen gepflegt wird. Aus den Analysen werden Interventionen abgeleitet, die dazu beitragen, Pflegequalität zu erhalten. Diese Interventionen werden im zweiten Projektjahr implementiert. Im dritten Projektjahr wird geprüft, inwieweit es zu sinnvollen Veränderungen im Einsatz von Pflegefachkräften gekommen ist. Im Ergebnis werden Hinweise gegeben, wo sich der Einsatz von Pflegefachkräften auf die Pflegequalität auswirkt und wie diese gesichert werden kann, wenn die Anzahl eingesetzter Fachkräfte variiert.

Information zur PTHV:
Die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar ist eine kirchlich und staatlich anerkannte wissenschaftliche Hochschule (im Rang einer Universität) in freier Trägerschaft. Die Gesellschafter der PTHV gGmbH sind die Vinzenz Pallotti gGmbH und die Marienhaus Holding GmbH. Rund 50 Professoren und Dozenten forschen und lehren an der PTHV und betreuen etwa 450 Studierende beider Fakultäten.

Quelle: Pressemitteilung vom 02.01.2018
Verena Breitbach Pressestelle
Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar
Kontakt zur Pressestelle der PTHV:
Verena Breitbach, Tel.: 0261 6402-290, E-Mail: vbreitbach@pthv.de
Besuchen Sie uns auch im Internet unter: www.pthv.de

https://idw-online.de/de/news686994
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Pflege-TÜv - Debatte um umstrittenes Auslaufmodell

Beitrag von WernerSchell » 06.06.2018, 06:07

Ärzte Zeitung vom 06.06.2018:
Auslaufmodell
Debatte um umstrittenen Pflege-TÜV

Hoher bürokratischer Aufwand, geringer Nutzen: So hat Jens Spahn einst den Pflege-TÜV beschrieben. Die Debatte um Pflegenoten wird auf dem Hauptstadtkongress fortgeführt. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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