Krankenhausreform - Pflege im Blick, Finanzierung verbessert

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Ausländische Patienten - Viele offene Rechnungen

Beitrag von WernerSchell » 12.11.2016, 07:45

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Rheinische Post - Bericht vom 12.11.2016:
Ausländische Patienten zahlen oft ihre Klinik-Rechnungen nicht
Düsseldorf (ots) - Immer mehr Kliniken in Deutschland bleiben offenbar auf den Kosten für Behandlungen sitzen. Probleme gibt es nach Angaben der Krankenhausgesellschaft besonders mit illegalen Flüchtlingen, Personen, die als Asylbewerber registriert sind oder einen Antrag gestellt haben, und EU-Bürgern, die nicht krankenversichert sind. "Sie verschwinden einfach, ohne zu bezahlen", sagte der NRW-Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Lothar Kratz, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Dadurch sei den Kliniken in Deutschland allein im vergangenen Jahr ein finanzieller Schaden von mindestens 150 Millionen Euro entstanden, sagte Kratz. "Allein bei Flüchtlingen und Asylbewerbern bestehen aus dem Jahr 2015 Außenstände in Höhe von 50 Millionen Euro. Und für dieses Jahr ist die Summe schon jetzt so hoch", betonte Kratz. Bei den Personengruppen der Kriegsversehrten und zahlungsunfähigen EU-Bürger seien es ebenfalls jeweils 50 Millionen Euro, die nicht beglichen worden seien.
Die Krankenhausverbände fordern die Bundesregierung deshalb auf, eine Lösung für das Problem zu finden. "Wir brauchen einen bundesweiten Hilfsfonds, aus dem die Verluste beglichen werden", sagte Kratz "Rheinischen Post". Die Gelder dafür dürften aber nicht aus dem ambulanten und stationären Bereich kommen.
Quelle: Rheinische Post - Pressekontakt: Redaktion Telefon: (0211) 505-2621

Anmerkung:
Die "grenzenlose Politik" zeigt einmal mehr, welche Fehlentwicklungen daraus erwachsen.
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Versorgungslücke nach Krankenhausentlassung schließt sich

Beitrag von WernerSchell » 13.11.2016, 07:21

Versorgungslücke nach Krankenhausentlassung schließt sich
(Quelle: GKV) Mit der Entscheidung des Bundesschiedsamtes werden Patienten künftig nach einem Krankenhausaufenthalt lückenloser und damit auch besser versorgt. Das neutrale Gremium musste über die bundesweiten Rahmenvorgaben für das sogenannte Entlassmanagement entscheiden, nachdem sich Vertreter von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen am Verhandlungstisch nicht einigen konnten. Der gesetzliche Anspruch für Patienten auf ein strukturiertes Entlassmanagement besteht schon seit vielen Jahren, praktisch umgesetzt hatte es bisher aber nur ein Teil der Krankenhäuser. Trotz zahlreicher Regeln und Gesetze standen Patienten daher immer wieder vor Problemen bei einer anschließenden Versorgung, wenn sie nach einem Krankenhausaufenthalt weiteren Unterstützungsbedarf hatten.

Quelle: Mitteilung vom 13.11.2016
Verband Kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rheinland-Westfalen-Lippe
Weißenburger Straße 12
44135 Dortmund
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Kassen-Beiträge steigen ab 2018

Beitrag von WernerSchell » 20.11.2016, 08:02

Die Rheinische Post / NGZ berichtete am 19.11.2016:
Kassen-Beiträge steigen ab 2018
Düsseldorf. Die Techniker Kasse rechnet im Branchenschnitt mit 0,2 Prozentpunkten.
Von Antje Höning
Antje Höning (anh) leitet die Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post
Die Techniker Krankenkasse (TK) will den Zusatzbeitrag 2017 stabil halten. "Ich werde dem Verwaltungsrat vorschlagen, den Zusatzbeitrag unverändert bei 1,0 Prozent zu lassen. Damit liegt die TK weiter unter dem Schnitt, der aktuell und auch im kommenden Jahr 1,1 Prozent beträgt", sagte Jens Baas, Chef der mit 9,7 Millionen Versicherten größten deutschen Krankenkasse, im Interview unserer Redaktion. "Der allgemeine Beitragssatz, der für alle hinzukommt, bleibt ohnehin bei 14,6 Prozent stabil. Die Ausgaben steigen zwar, doch wegen des Wirtschaftsbooms steigen auch die Beitragseinnahmen - allerdings nicht so stark wie die Kosten." Doch im darauffolgenden Jahr müssen die Kassenpatienten nach Ansicht des Kassenchefs branchenweit tiefer in die Tasche greifen: "Ich erwarte, dass der Beitragssatz 2018 im Schnitt aller Kassen um 0,2 Prozentpunkte auf dann 1,3 Prozent steigen wird. Damit haben wir im Branchenschnitt einen Gesamtbeitrag von 15,9 Prozent." Ursachen sind dem TK-Chef zufolge die Kostensteigerungen bei Kliniken, Medikamenten und Ärzten. "Wir haben zu viele Betten, zu teure Medikamente und eine falsche Honorarverteilung bei Ärzten."
Zugleich sprach sich Baas gegen ein Verbot des Versandhandels bei rezeptpflichtigen Arzneien aus, das Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) plant. "Ein Verbot halte ich für den falschen Weg. Damit droht der Gesundheitsminister Schiffbruch vor dem Europäischen Gerichtshof zu erleiden, denn ein Verbot dürfte die Spielregeln des EU-Binnenmarktes verletzen." Aber natürlich müsse man dafür sorgen, dass auf dem Land die Versorgung gewährleistet sei und Apotheken dort nicht in ihrer Existenz gefährdet würden.
Quelle: RP - http://m.rp-online.de/politik/kassen-be ... -1.6406194

Jens Baas im Interview
"Zu viele Betten, zu teure Arzneien, falsche Honorare"
Düsseldorf. Der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, spricht im Interview mit unserer Redaktion über stabile Beiträge 2017, das Schummeln von Krankenkassen und Kardiologen, die sich selbst Nachfrage schaffen.
Von Antje Höning
Antje Höning (anh) leitet die Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post
Sie tragen einen Fitnesstracker am Arm. Wie viel Schritte schaffen Sie am Tag?
Baas An schlechten Tagen nur 5000 Schritte, mein persönliches Ziel sind aber 10.000 Schritte. Das schaffe ich oft nur, wenn ich viele telefoniere. Denn dabei gehe ich immer um meinen Schreibtisch herum.
Aktuell telefonieren Sie womöglich viel mit Ihren Verwaltungsräten, denn die Entscheidung über den Zusatzbeitrag für 2017 steht an. Wird die TK ihn erhöhen?
Baas Ich werde dem Verwaltungsrat vorschlagen, den Zusatzbeitrag unverändert bei 1,0 Prozent zu lassen. Damit liegt die TK weiter unter dem Schnitt, der aktuell und auch im kommenden Jahr 1,1 Prozent beträgt. Der allgemeine Beitragssatz, der für alle hinzukommt, bleibt ohnehin bei 14,6 Prozent stabil. Die Ausgaben steigen zwar, doch wegen des Wirtschaftsbooms steigen auch die Beitragseinnahmen - allerdings nicht so stark wie die Kosten.
… (weiter lesen unter) … http://m.rp-online.de/wirtschaft/jens-b ... -1.6406693
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Studie deckt auf: Ohne Not in die Notaufnahme

Beitrag von WernerSchell » 25.11.2016, 07:23

Ärzte Zeitung vom 25.11.2016:
Studie deckt auf: Ohne Not in die Notaufnahme - aus Faulheit
Mit Männerschnupfen in die Notaufnahme? Keine Seltenheit. Nun zeigen Forscher die Motive der Patienten, die sich wegen Bagatellen
lieber an eine Klinik als an ihren Hausarzt wenden: Unwissenheit, Angst und Bequemlichkeit.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=924 ... ent&n=5400
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Psychisch Kranke: Oft Opfer von Gewalt – auch in Kliniken

Beitrag von WernerSchell » 08.12.2016, 07:18

Ärzte Zeitung vom 08.12.2016
Psychisch Kranke: Oft Opfer von Gewalt – auch in Kliniken
Geschlagen, vergewaltigt, bedroht – die meisten psychisch Kranken haben in ihrem Leben bereits massive Gewalt erfahren.
Davor sind sie auch in psychiatrischen Einrichtungen nicht sicher.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=925 ... ten&n=5427
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Weiterbildung in der Notfallpflege

Beitrag von WernerSchell » 18.12.2016, 07:38

Weiterbildung in der Notfallpflege und Intermediate Care Pflege

(Quelle: DKG) Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat zwei neue pflegerische Weiterbildungsempfehlungen veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die Notfallpflege und die Intermediate Care Pflege. "Insbesondere in der Notfallpflege hat es eine große Nachfrage der Krankenhäuser nach einer Weiterbildungsempfehlung gegeben, um die Pflegekräfte, die in den Notaufnahmen der Kliniken arbeiten, für diese sehr anspruchsvolle Aufgabe weitergehend zu qualifizieren. Die Heterogenität der Ereignisse in den Notfallambulanzen ist eine extreme Herausforderung für die Pflegekräfte. Dabei geht es vor allem um die Bewältigung von schnell wechselnden, akuten und ungeplanten Pflegesituationen. Wir können nunmehr mit diesen Empfehlungen eine einheitlich hohe Weiterbildungsqualität sicherstellen", erklärte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.
Besteht in einem Bundesland keine landesrechtliche Regelung der Weiterbildung, dienen die DKG-Empfehlungen als Muster für eine landesrechtliche Ordnung. Die Weiterbildung erfolgt berufsbegleitend und dauert mindestens zwei bis höchstens fünf Jahre. Pflegekräfte mit einer Weiterbildung nach DKG-Empfehlung werden tariflich höher eingestuft. Für langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Notaufnahme wurde eine gestaffelte Möglichkeit der Anerkennung der Weiterbildung auf Grund von Berufserfahrung entwickelt.
Auch in der Intermediate Care Pflege wird mit der Weiterbildungsempfehlung ein wesentlicher Pflegebereich geregelt. "Dieses Bindeglied zwischen Intensivstation und Normalstation ist ebenfalls durch besondere Anforderungen geprägt. Es gilt die hohe Versorgungsqualität zu sichern und dem Personal gute Weiterbildungsoptionen zu eröffnen", so Baum.
Weiterbildungsempfehlungen gibt es beispielsweise auch für die Onkologie, Nephrologie oder die pädiatrische Intensiv- und Anästhesiepflege.
Die Empfehlungen finden Sie unter :
http://www.dkgev.de/dkg.php/cat/361/aid ... are_Pflege
http://www.dkgev.de/dkg.php/cat/351/aid ... fallpflege

Quelle: Mitteilung vom 18.12.2016
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Beratgerstraße 36
44149 Dortmund
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Fax: 0231/ 579754
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Krankenhauseinweisungen oft unnötig

Beitrag von WernerSchell » 02.01.2017, 18:19

Am 02.01.2017 bei Facebook gepostet:
Krankenhauseinweisungen oft unnötig - Video - 3,48 Minuten - informiert!
Haben Patienten akute medizinische Beschwerden wissen sie oft nicht, wohin sie sich wenden sollen. Oft wählen sie dann den Weg ins Krankenhaus - häufig unnötig. Mit weitreichenden Folgen für das Gesundheitssystem, wie eine neue Erhebung zeigt. KBV-Chef Dr. Andreas Gassen erklärt, wo das Problem liegt und wie Lösungen aussehen können. - Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 !

>>> http://www.kbv.de/html/25179.php
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Die Not der Notaufnahmen

Beitrag von WernerSchell » 04.01.2017, 08:33

Die Not der Notaufnahmen
Stundenlanges Warten, schlecht gelauntes Personal, pöbelnde Patienten. Die Notaufnahmen in Deutschland sind überfüllt.Ändern könnten das: die Kranken selbst.
Quelle: Der Spiegel
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 16540.html
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Sicheres Krankenhaus - Informationsportal

Beitrag von WernerSchell » 10.01.2017, 12:18

Am 10.01.2017 bei Facebook gepostet:
Sicheres Krankenhaus - Informationsportal -
ein Angebot der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen und der BGW.

viewtopic.php?f=5&t=21927
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Pflegenotstand bleibt uns erhalten

Beitrag von WernerSchell » 29.04.2017, 07:16

Bundestag lehnt Anträge der Linken für mehr Pflegekräfte in Kliniken ab
Die Personalprobleme in der Krankenhauspflege sorgen weiter für Streit zwischen Regierung und Opposition. Nach Ansicht von Linken und Grünen muss wesentlich mehr getan werden, um die Pflegekräfte in den Kliniken wirksam zu entlasten. Redner von Union und SPD räumten am Freitag in einer Debatte über zwei Anträge der Linksfraktion zwar ein, dass mehr Pflegepersonal benötigt werde. Sie wiesen zugleich aber darauf hin, dass mit dem Ende 2015 verabschiedeten Krankenhausstrukturgesetz (18/6586 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/065/1806586.pdf ) und anderen Reformen bereits eine wesentliche Verbesserung erreicht worden sei.
... (weitere Informationen) ... https://www.bundestag.de/dokumente/text ... ser/501826
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Digitalisierung im Gesundheitswesen

Beitrag von WernerSchell » 14.06.2017, 06:44

Am 13.06.2017 bei Facebook gepostet:
Digitalisierung im Gesundheitswesen zur Verbesserung der Patientenversorgung.
Der Patient muss aber als Person im Mittelpunkt aller Neuerungen stehen!

> viewtopic.php?f=4&t=22166
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Beschwerdemanagement verbessern und nutzen

Beitrag von WernerSchell » 22.06.2017, 07:54

Am 22.06.2017 bei Facebook gepostet und Problem kurz und bündig auf den Punkt gebracht:
Hektik und Personalmangel sorgen oft für Frust bei Patienten im Krankenhaus. Aber das Beschwerdemanagement in Kliniken ist oft unzureichend. So eine Studie des AQUA-Instituts für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen. Staatssekretär Laumann forderte am 21.06.2017 Verbesserungen und stellt klar: „Neben einer ausreichenden Personalausstattung und einer guten Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss vor allem verbindlich und strukturiert festgelegt werden, wie mit den Beschwerden im Krankenhausalltag umgegangen wird. Sonst nützt der beste Hinweis nichts.“
>>> viewtopic.php?f=2&t=22179
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Neue Ergebnisse zur Behandlungsqualität von Kliniken

Beitrag von WernerSchell » 28.10.2017, 08:20

Neue Ergebnisse zur Behandlungsqualität von Kliniken

(26.10.17) Die AOK hat in ihrem Krankenhausnavigator die Ergebnisse zur Behandlungsqualität der Krankenhäuser bei bestimmten Operationen und Eingriffen aktualisiert. Seit Donnerstag (26. Oktober) sind Auswertungen der Behandlungsergebnisse von mehr als 780.000 Patienten aus den Jahren 2013 bis 2015 abrufbar. Darin einbezogen sind auch Komplikationen und Folgeereignisse aus den Jahren 2013 bis 2016. Dazu nutzt das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) das Verfahren "Qualitätssicherung mit Routinedaten" (QSR).

Weitere Infos:
http://aok-bv.de/hintergrund/dossier/kr ... 19516.html

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Quelle: Mitteilung vom 26.10.2017
Web-Infomail des AOK-Bundesverbandes
Herausgeber:
AOK-Bundesverband
Webredaktion
Tel.: 030/220 11-200
Fax: 030/220 11-105
mailto:aok-mediendienst@bv.aok.de
http://www.aok-bv.de
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Ausreichend Personal auf Intensivstationen vorhalten

Beitrag von WernerSchell » 28.11.2017, 07:48

Marburger Bund – Bundesverband
Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.
Pressemitteilung vom 27. November 2017


Kliniken müssen ausreichend Personal auf Intensivstationen vorhalten

Krankenhäuser müssen verpflichtet werden, ausreichend Personal auf Intensivstationen vorzuhalten, fordert der Marburger Bund. „In den Kliniken werden zunehmend mehr Intensivpatienten versorgt, ohne dass die Personalausstattung damit Schritt hält. Die Betreuungsrelation ist zu gering, überlastet Ärzte und Pflegende, erhöht die Fehlerrate und führt zwangsläufig zu Verschlechterungen in der Versorgung. Ohne verpflichtende Personalstandards auf den Intensivstationen bekommen wir das Problem nicht in den Griff“, betonte Dr. Susanne Johna, Bundesvorstandsmitglied des Marburger Bundes, heute auf dem 11. Nationalen Qualitätskongress Gesundheit in Berlin. Ausdrücklich begrüßte sie die jüngste Verständigung von Deutscher Krankenhausgesellschaft und Krankenkassen, nach der auch Intensivstationen in die Liste pflegesensitiver Bereiche im Krankenhaus aufgenommen werden, für die zukünftig Personaluntergrenzen gelten sollen.

Eine zu geringe Anzahl von Pflegenden pro Intensivpatient mache es kaum noch möglich, dem Patienten in seiner schweren, vielfach lebensbedrohlichen Lage gerecht zu werden. Wenn Ärzte und Pflegende zu wenig Zeit für ihre Patienten haben, steige das Risiko von Komplikationen. So komme es in Phasen personeller Unterbesetzung häufiger zu nosokomialen Infektionen. Johna forderte Politik und Kliniken zu verstärkten Anstrengungen auf: „Internationale Untersuchungen belegen, dass schon ein 10 Prozent höherer Anteil examinierter Pflegekräfte eine Reduzierung der Mortalität von chirurgischen Patienten um 7 Prozent bewirkt. Die Fakten liegen längst auf dem Tisch. Wer sie ignoriert und die Zustände so belässt, wie sie sind, gefährdet die Patienten.“

Ohne Mindestvorgaben würden zudem Kliniken benachteiligt, die eine ausreichende Personalausstattung haben. Verpflichtende Personalstandards zwängen die Krankenhausbetreiber auch dazu, Personalentwicklungskonzepte zu erarbeiten, die nicht nur zur Entlastung der Beschäftigten beitragen könnten, sondern auch der Gesundheitsförderung dienten. „Moderne Krankenhäuser wissen um die Notwendigkeit verlässlicher Dienstpläne, flexibler Arbeitszeitmodelle und familienfreundlicher Maßnahmen. Nur wer die Bedürfnisse seiner Beschäftigten kennt und ihnen Rechnung trägt, wird dauerhaft qualifiziertes Personal an sich binden und neue Fachkräfte gewinnen können“, sagte Johna.
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Marburger Bund Bundesverband
Referat Verbandskommunikation
Hans-Jörg Freese (Pressesprecher)
Reinhardtstraße 36 – 10117 Berlin
Tel.: 030/746846-41
Handy: 0162/2112425
presse@marburger-bund.de
http://www.marburger-bund.de

Der Marburger Bund ist der Verband aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte. Mit mehr als 119.000 Mitgliedern ist er der größte deutsche Ärzteverband mit freiwilliger Mitgliedschaft und Deutschlands einzige Ärztegewerkschaft.
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