Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 17.11.2014, 16:48 
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Politik Mangelhafte Heime
Deutschlands Pflege-TÜV fällt durch den TÜV
Das Notensystem für Pflegeheime soll Betroffenen und Angehörigen helfen, die richtige Einrichtung zu finden. Verlassen sollte man sich darauf nicht, denn die Meinung der Gepflegten fließt kaum ein.
Nicht immer muss es gleich der entsetzliche Riesenskandal sein. Die lebensbedrohliche Misshandlung oder die Maden in der Wunde. Wenn derart drastische Missstände auffallen, ist das Pflegeheim ohnehin mit einem Schlag in Verruf. Nein, es geht um die weniger spektakulären Schwachstellen, um die Mängel des Alltags, die dem betroffenen Patienten aber das Leben unerträglich machen können. Von diesen Zuständen zu wissen ist entscheidend, wenn sich Pflegebedürftige und ihre Angehörigen nach einem geeigneten Heim umsehen.
...
"Der Notendurchschnitt für alle rund 12.500 stationären Pflegeeinrichtungen liegt bei 1,3", sagt Karl-Josef Laumann. Er ist so etwas wie das soziale Gewissen der Bundeskanzlerin, denn Laumann ist der Patienten- und Pflegebeauftragte der Regierung. "Ein solches Benotungssystem ist nicht mehr haltbar", sagt er. "Wer sich darauf verlässt, wird irregeführt."
...
(weiter lesen unter) .... http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... -TUeV.html

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Pflege-TÜV - ab in die Tonne!
Dass der Pflege-TÜV nicht tauglich ist, um verlässliche Auskünfte über die Leistungsfähigkeit bzw. Qualität einer Pflegeeinrichtung zu geben, hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit vielen Jahren in zahlreichen Statements verdeutlicht. Die kurze und gebotene Folgerung lautet: "Ab in die Tonne".
Wenn nun erneut der Pflege-TÜV in die Schusslinie gerät, überrascht das natürlich nicht. Denn wer sich mit dem Thema etwas näher beschäftigt hat, weiß Bescheid. Die derzeitigen Aussagen des MDK über die Heime vermitteln keine brauchbaren Hinweise über die wirkliche Pflegequalität. Ergebnis- und Lebenswirklichkeit der HeimbewohnerInnen sind bei den derzeitigen Prüfkriterien weitgehend ausgeblendet.
Man muss sich im Übrigen davor hüten, dem Pflege-TÜV, wie auch immer gestaltet, allzu große Bedeutung beizumessen. Entscheidend muss zunächst einmal sein, dass die Pflege-Rahmenbedingungen deutlich verbessert werden müssen. Der Pflegenotstand muss aufgelöst werden. Und das fordert Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit vielen Jahren. Beim Pflegetreff am 13.5.2014 wurde genau dieses Reformthema deutlich herausgestellt und als Hauptknackpunkt bezeichnet. Näheres ist in einem Statement nachlesbar > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf . Leider hat das 1. Pflegestärkungsgesetz insoweit keine Verbesserungen gebracht. Dies wurde mit einer Pressemitteilung vom 07.11.2014 entsprechend kritisiert. > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... rm2014.pdf
Der Pflegenostand wird daher beim nächsten Neusser Pflegetreff am 14.04.2015 erneut anzusprechen sein. Siehe dazu die Hinweise unter > viewtopic.php?f=7&t=20569 (ständige Aktualisierung).
Werner Schell

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BeitragVerfasst: 17.11.2014, 16:51 
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Pflege-TÜV: Meckern reicht nicht

Zur Kritik des Pflegebeauftragten der Bundesregierung Karl-Josef Laumann am sog. „Pflege-TÜV“ („Pflege-Noten“) erklärt Elisabeth Scharfenberg, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik:

Die scharfe Kritik des Pflegebeauftragten ist zu begrüßen. Wir sagen bereits seit Jahren, dass der Pflege-TÜV gescheitert ist. Allerdings sollte Herr Laumann auch etwas unternehmen, anstatt sich ständig wortreich über alles Mögliche zu empören. Schwarz-Rot hat soeben erst das 1. Pflegestärkungsgesetz verabschiedet. Herr Laumann hätte darin ohne Probleme eine Alternative zum Pflege-TÜV aufnehmen können. Nichts dergleichen ist geschehen. Jetzt damit zu kommen, ist wohlfeil.
Herr Laumann greift Grüne Verbesserungsvorschläge auf. Schon in der vergangenen Wahlperiode haben wir einen Antrag in den Bundestag eingebracht, mit dem wir die sofortige Aussetzung der Pflegenoten gefordert haben. Dabei bleiben wir. Die Pflegenoten taugen nicht, um die Qualität einer Einrichtung oder eines ambulanten Dienstes korrekt und transparent abzubilden. Aktuell wird nicht die Ergebnisqualität der Pflege, sondern vor allem die Qualität der Dokumentation bewertet. Das hat nicht zuletzt den bürokratischen Aufwand in den Einrichtungen massiv erhöht.
Wir fordern zudem die Errichtung eines unabhängigen Instituts für Qualität in der Pflege, das zukünftig die Qualitätsanforderungen in der Pflege erarbeiten soll. Ähnliches will auch Herr Laumann. Die Erfahrung mit dem Pflege-TÜV hat uns gelehrt, dass man diese Aufgabe nicht der Aushandlung zwischen Kassen und Leistungserbringern überlassen kann. Insgesamt gilt zudem, dass die Selbsthilfeverbände und Verbraucherschutzinitiativen von Anfang an gleichberechtigt in den gesamten Prozess einbezogen werden müssen. Sie stehen bisher weitestgehend außen vor.

Quelle: Pressedienst vom 17.11.2014
Bündnis 90/Die Grünen • Deutscher Bundestag • 11011 Berlin
E-Mail: presse@gruene-bundestag.de • http://www.gruene-bundestag.de

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BeitragVerfasst: 18.11.2014, 08:12 
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Beiträge: 895
WernerSchell hat geschrieben:

Pflege-TÜV - ab in die Tonne!
Dass der Pflege-TÜV nicht tauglich ist, um verlässliche Auskünfte über die Leistungsfähigkeit bzw. Qualität einer Pflegeeinrichtung zu geben, hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit vielen Jahren in zahlreichen Statements verdeutlicht. Die kurze und gebotene Folgerung lautet: "Ab in die Tonne".
Wenn nun erneut der Pflege-TÜV in die Schusslinie gerät, überrascht das natürlich nicht. Denn wer sich mit dem Thema etwas näher beschäftigt hat, weiß Bescheid. Die derzeitigen Aussagen des MDK über die Heime vermitteln keine brauchbaren Hinweise über die wirkliche Pflegequalität. Ergebnis- und Lebenswirklichkeit der HeimbewohnerInnen sind bei den derzeitigen Prüfkriterien weitgehend ausgeblendet.
Man muss sich im Übrigen davor hüten, dem Pflege-TÜV, wie auch immer gestaltet, allzu große Bedeutung beizumessen. Entscheidend muss zunächst einmal sein, dass die Pflege-Rahmenbedingungen deutlich verbessert werden müssen. Der Pflegenotstand muss aufgelöst werden. Und das fordert Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit vielen Jahren. Beim Pflegetreff am 13.5.2014 wurde genau dieses Reformthema deutlich herausgestellt und als Hauptknackpunkt bezeichnet. Näheres ist in einem Statement nachlesbar > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf . Leider hat das 1. Pflegestärkungsgesetz insoweit keine Verbesserungen gebracht. Dies wurde mit einer Pressemitteilung vom 07.11.2014 entsprechend kritisiert. > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... rm2014.pdf
Der Pflegenostand wird daher beim nächsten Neusser Pflegetreff am 14.04.2015 erneut anzusprechen sein. Siehe dazu die Hinweise unter > viewtopic.php?f=7&t=20569 (ständige Aktualisierung).
Werner Schell


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Lieber Herr Schell,
Ihr Statement ist wieder einmal treffend. Der Pflege-TÜV taugt nichts. Aber vor allem muss vorrangig
das Pflegesystem reformiert werden. Da gibt es viel zu tun.
Gruß Herbert Kunst

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Für menschenwürdige Pflege sind wir alle verantwortlich! - Dazu finde ich immer wieder gute Informationen unter http://www.wernerschell.de


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BeitragVerfasst: 18.11.2014, 13:37 
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phpBB God

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Beiträge: 734
Hallo Forum,
der Pflege-TÜV mit seinen Schulnoten ist eine einzige Irreführung und gehört in der jetzigen Form abgeschafft.
Wenn es nicht gelingt, die Ergebnis- und Lebenswirklichkeit der HeimbewohnerInnen darzustellen, sollte man
auf diese sog. Transparenzgeschehen verzichten. Das eingesparte Geld könnte gut für mehr Pflegfachpersonal
eingesetzt werden.
Die Sinnlosigkeit des jetzigen Notensystems ist seit vielen Jahren bekannt, auch von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
deutlich angesprochen. Die Politiker sollten also nicht so tun, als würde ihn die Entbehrlichkeit des aktuellen
Prüfgeschehens erst jetzt bekannt gemacht. Sie wissen es seit vielen Jahren - und nichts ist passiert.
Viele Grüße Pflege Cologne

_________________
Alzheimer - eine Krankheit, die mehr Aufmerksamkeit erfordert! - Pflegesystem muss dem angepasst werden, auch, wenn es teurer wird! - Ich bin dabei:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de


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 Betreff des Beitrags: Schulnoten für Heime taugen nichts
BeitragVerfasst: 18.11.2014, 19:25 
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Registriert: 30.06.2007, 10:11
Beiträge: 388
Es ist mehr als erfreulich festzustellen, dass das Pflege-Schulnotensystem, nun auch
"amtliche" Kritik erfährt. Wenn der Pflegebeauftragte den Pflege-TÜV für nicht akzeptabel
hält, muss es ja schön mies laufen.
Bedauerlich ist natürlich, dass die Erkenntnisse reichlich spät kommen. Hier im Forum hat
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit vielen Jahren auf das unmögliche System der Benotung
hingewiesen und deren grundlegende Reform bzw. Abschaffung aufmerksam gemacht.
Cicero

_________________
Politisch interessierter Pflegefan!
Im Gleichklang: Frieden - Ausgleich - Demokratie - und: "Die Menschenwürde ist unantastbar"!


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BeitragVerfasst: 18.11.2014, 19:31 
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Registriert: 17.09.2007, 06:05
Beiträge: 192
Hallo Forum,
es freut mich, dass hier Klartext gesprochen wird.
Das jetzige Prüfsystem gehört tatsächlich
> in der Tonne!
MfG KPH Neuss

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Für eine uneingeschränkt gute Pflege müssen wir alle eintreten - die Verfassung enthält die entscheidenden Wertegrundsätze: Die Menschenwürde ist unantastbar!


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BeitragVerfasst: 19.11.2014, 08:16 
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Guten Morgen,
ich denke, dass man Farbe bekennen sollte: Die Transparenzvereinbarungen für die Pflegeeinrichtungen und das tatsächliche Prüfgeschehen sind wenig geeignet, irgendetwas Hilfreiches über die Heime zu vermitteln. Die guten Noten gaukeln etwas vor, was so angesichts der schlechten Pflege-Rahmenbedingungen nicht zutreffen kann. Wer sich über ein Heim informieren will, muss sich selbst "vor Ort" ein Bild machen. Mit vielen Leuten sprechen, Erkundigungen einziehen ... usw.
In diesem Sinne alles Gute und viele Grüße
Bettina Olbing

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Pro Pflege - was denn sonst!


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 Betreff des Beitrags: Mehr Transparenz in der Pflege
BeitragVerfasst: 21.11.2014, 09:58 
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Beiträge: 14828
G+G 11/14:
Mehr Transparenz in der Pflege

(21.11.14) Die Kritik am Bewertungssystem von Pflegeheimen und Pflegediensten hat sich mit der Debatte um die anstehende Pflegereform verschärft: zu gute Noten, zu geringe Transparenz, zu wenig Nutzen für Pflegebedürftige, aber auch für die Pflegeeinrichtungen. In der Novemberausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) beschreiben die Autorinnen Heidemarie Ketteler und Nadine-Michèle Szepan, wie ein neues Bewertungssystem für die stationäre Pflege aussehen könnte. Außerdem in der G+G 11/14: Hören nach Maß - eine Reportage über einen Besuch bei einer Hörgeräte-Akustikerin. Und die G+G-Umfrage: ein Jahr Schwarz-Rot. - Weitere Infos und Leseproben:
http://www.aok-bv.de/mediathek/gg/index_12852.html
Web-Infomail des AOK-Bundesverbandes
Herausgeber:
AOK-Bundesverband
Webredaktion
Tel.: 030/220 11-200
Fax: 030/220 11-105
mailto:aok-mediendienst@bv.aok.de
http://www.aok-bv.de

Zum Beitrag:
Qualitätssicherung - Mehr Transparenz
http://www.aok-bv.de/imperia/md/aokbv/m ... pflege.pdf

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BeitragVerfasst: 26.11.2014, 07:25 
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Pflegeheime: Pflege-TÜV ist Laumann ein Dorn im Auge
Das Gesundheitsministerium will an Transparenzvereinbarungen für Pflegeeinrichtungen festhalten.
Doch der Pflegebeauftragte Laumann ist über die Noten für Pflegeheime nicht begeistert.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=874 ... ege&n=3885

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BeitragVerfasst: 02.12.2014, 14:23 
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Pflegenoten: Transparenz und scharfe Kriterien. PKV-Prüfdienst unterstützt Laumann-Vorstoß

Berlin (ots) - Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) beteiligt sich seit 2011 mit eigenen Expertenteams bundesweit an den gesetzlichen Qualitätsprüfungen von Pflegeeinrichtungen. Bei der Jahrestagung 2014 des PKV-Prüfdienstes zogen die Qualitätsprüfer eine Bilanz ihrer Erfahrungen in der Praxis und diskutierten mit dem Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Schritte zur Verbesserung des Systems der Pflegenoten.

Die Erfahrungen des PKV-Prüfdienstes aus mittlerweile fast 8.000 Einzelprüfungen von ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen bestätigen die Position von Staatssekretär Laumann, dass die Pflegenoten in ihrer bisherigen Systematik für die Verbraucher nicht aussagekräftig und damit gescheitert sind. Bisher werde nicht unterschieden zwischen unabdingbaren Kernkriterien, die eine gute Pflegeeinrichtung auf jeden Fall erfüllen muss, und weniger wichtigen Faktoren. Dies führe weder zu Transparenz noch zu mehr Qualität in den Pflegeeinrichtungen. Der PKV-Prüfdienst unterstützt daher den Vorstoß des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, dass die Bewertungsmaßstäbe für die Transparenznoten neu festgesetzt und geschärft werden müssen. Dies sollte auf objektiver Grundlage durch den Gesetzgeber geschehen und nicht in der bisherigen Form einer Vereinbarung zwischen den Verbänden der Pflege-Selbstverwaltung.

Unbeschadet der Kritik an der Aussagekraft des bisherigen Benotungssystems betonte Staatssekretär Laumann vor den 170 Teilnehmern der Jahrestagung: "Die Prüfdienste leisten bei ihren Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen grundsätzlich gute Arbeit. Um gute Pflegequalität zu gewährleisten, bleiben regelmäßige und unangemeldete Qualitätsprüfungen und Kontrollen in Pflegeeinrichtungen richtig und wichtig."

"Wir werden die Weiterentwicklung des Prüfsystems unterstützen, um eine zutreffende Abbildung der Pflege und der Pflegeergebnisse zu ermöglichen", versicherte der Vorsitzende des PKV-Pflegeausschusses und stellvertretende Vorsitzende des PKV-Verbandes, Dr. Clemens Muth. "Die Private Krankenversicherung versteht sich als Unterstützer und Berater ihrer Versicherten. Auch durch ihren hochqualifizierten Prüfdienst trägt die PKV zu einem hohen Qualitätsniveau im Gesundheits- und Pflegesystem bei."

Quelle: Pressemitteilung vom 02.12.2014 PKV - Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.
Pressekontakt: Stefan Reker
- Geschäftsführer -
Leiter des Bereiches Kommunikation
Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.
Glinkastraße 40
10117 Berlin
Telefon 030 / 20 45 89 - 44
Telefax 030 / 20 45 89 - 33
E-Mail stefan.reker@pkv.de

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BeitragVerfasst: 18.12.2014, 16:34 
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Sehr geehrte Damen und Herren,

wie jedes Jahr vor Weihnachten waren auch die letzten Wochen noch einmal sehr turbulent.
Am 4. Dezember wurde das Familienpflegezeit im Bundestag verabschiedet. Es soll die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf erleichtern. Letztendlich lädt es die Last jedoch wieder überwiegend bei den Pflegenden ab, indem sie ihre Auszeiten über ein Darlehen selbst finanzieren müssen.
Besonders enttäuscht hat uns, dass die Betriebsgröße, ab der der Rechtsanspruch für die Familienpflegezeit gelten soll, im letzten Moment von 16 auf 26 Mitarbeiter hochgesetzt wurde.
Zudem werden die Angehörigen von Demenzkranken überhaupt nicht von diesem Gesetz profitieren, weil es einen Rechtsanspruch nur zur Pflege von Angehörigen mit mindestens Pflegestufe 1 gibt.
Näheres zu dem Gesetz sowie unsere Bewertung finden Sie hier:
http://www.gruene-bundestag.de/themen/p ... 94003.html

Der Pflegebeauftragte Karl-Josef Laumann ist mehrfach mit der grünen Forderung, die Veröffentlichung der Pflegenoten auszusetzen und ein unabhängiges Institut mit der Erarbeitung neuer Kriterien zu beauftragen, an die Öffentlichkeit gegangen.
Wir haben beschlossen, ihn beim Wort zu nehmen und haben unseren Antrag zum Pflege-TÜV aus der letzten Legislaturperiode leicht verändert wieder eingebracht.
Den grünen Antrag zum Pflege-TÜV finden Sie hier: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/035/1803551.pdf

Gesundheitsminister Gröhe will die Hebammen bei den Haftpflichtprämien entlasten. Um die Kosten der Versicherung zu begrenzen, will er einen Regressverzicht der Kranken- und Pflegekassen einführen. Der jedoch soll nur für freiberufliche Hebammen gelten.
Das halten wir für unzureichend und zudem für ungerecht, da alle Gesundheitsberufe unter steigenden Haftpflichtprämien leiden. Darum fordern wir auch eine Lösung für alle Gesundheitsberufe.
Näheres dazu finden sie hier: http://www.gruene-bundestag.de/themen/g ... 91195.html

Ich wünsche Ihnen wunderschöne und erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2015!
Elisabeth Scharfenberg

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BeitragVerfasst: 19.12.2014, 07:35 
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Grüne fordern Reform des Pflege-TÜV
Gesundheit/Antrag

Berlin: (hib/PK) Der sogenannte Pflege-TÜV hat nach Ansicht der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen versagt und muss grundlegend reformiert werden. In einem Antrag (18/3551 http://dip.bundestag.de/btd/18/035/1803551.pdf ) fordern die Abgeordneten, die Noten zur Beurteilung von Pflegeeinrichtungen sofort auszusetzen, ein neues Qualitätssicherungssystem zu entwickeln sowie ein unabhängiges Institut für Qualität in der Pflege einzurichten, um Vorschläge für die Qualitätsanforderungen zu entwickeln.
Fünf Jahre nach Einführung des Pflege-TÜV müsse festgestellt werden, dass „die Pflegenoten und die damit verbundenen Qualitätsprüfungen nichts zum Verbraucherschutz und zur Transparenz beigetragen“ hätten. Zuverlässigkeit und Objektivität seien nicht nachgewiesen, die Ergebnisse würden auch nicht überprüft. Somit sei das gesamte Verfahren „höchst fraglich“.
Die vergebenen Pflegenoten, die heute deutlich besser ausfielen als zur TÜV-Einführung 2009, spiegelten die Fehlentwicklung wider. Es liege auf der Hand, dass eine Durchschnittsnote von 1,3 „keine objektive, differenzierte Bewertung der Versorgungsrealität“ sein könne. Vielmehr hätten sich die Einrichtungen und Dienste an die Dokumentationsanforderungen der Pflege-Transparenzvereinbarung (PTV) angepasst. An einer Reform gehe kein Weg vorbei, um echte Transparenz und eine zielorientierte Qualitätsentwicklung sowie Qualitätssicherung in der Pflege voranzubringen.

Quelle: Mitteilung vom 18.12.2014
Deutscher Bundestag
Parlamentskorrespondenz, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
E-Mail: vorzimmer.puk2@bundestag.de

+++
Anmerkung der Moderation:
Eine Reform des Pflege-TÜV`s wird von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit seiner Einführung gefordert.
Diese Prüfveranstaltungen sind rechtswidrig und eine Irreführung der Verbraucher. - So einfach ist die Botschaft.
Werner Schell

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BeitragVerfasst: 11.01.2015, 08:17 
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Melanie Huml, Bayerische Gesundheitsministerin, will Pflegeheime häufiger kontrollieren lassen. So soll der Druck auf „schwarze Schafe“ steigen.
> http://www.mittelbayerische.de/nachrich ... eimen.html

Dazu kurz und bündig folgende Antwort:
Mehr Prüfungen lösen in den stationären Pflegeeinrichtungen null Probleme. Wer meint, verstärkte Kontrollen seien hilfreich, hat keine Ahnung. Der jetzige Pflege-TÜV gehört doch ohnehin in die Tonne (das Sozialgerecht Münster nannte ihn vor Jahren "verbraucherfeindlich und rechtswidrig"). Wir brauchen deutlich verbesserte Pflege-Rahmenbedingungen in den Heimen, v.a. mehr Pflegepersonal (keine "Billigversorgung"). Die Stellenschlüssel für die Pflege sind völlig unzureichend. Man könnte auch sagen, dass die "schwarzen Schafe", die bisher nur unzureichende Regelungen für die Pflegesysteme zustande gebracht haben, in den Parlamenten und Ministerien sitzen. Die Bekundungen für "Wertschätzung und Anerkennung" in Richtung Pflegekräfte müssen mit Inhalt gefüllt werden.
Werner Schell - 11.01.2015

https://www.facebook.com/werner.schell.7

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BeitragVerfasst: 04.02.2015, 10:17 
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Jens Spahn: CDU-Experte nennt Pflege-TÜV "Desaster"
Das Noten-System für Pflegeheime hat laut CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn "gar nichts gebracht". Er fordert die Abschaffung.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/j ... -1.2333985

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BeitragVerfasst: 04.02.2015, 14:01 
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Ärzte Zeitung vom 04.02.2015
Jens Spahn: "System der Pflegenoten ist gescheitert"
Die Noten für die Qualität in der Pflege sind seit ihrer Einführung umstritten. Jens Spahn, Gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, hat jetzt erneut Bewegung in die Diskussion gebracht. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=878 ... ege&n=4020

+++

MDS: Pflegenoten weiterentwickeln ─ nicht aussetzen

Zur Diskussion um das Aussetzen der Pflege-Transparenzberichte erklärt Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS:

„Das Aussetzen der Pflegenoten ist der falsche Weg, weil damit die Transparenz für lange Zeit auf Eis gelegt würde. Die Verbraucher erhielten gar keine Informationen mehr und der Prozess der Transparenzkriterien müsste von vorne beginnen. Ursache für die geringe Aussagekraft des Pflegenotensystems ist der Einfluss der Pflegeanbieter. Das Aussetzen der Pflegenoten würde gerade diejenigen belohnen, die mehr Transparenz bislang blockiert haben. Nach unserer Auffassung sollten die Bewertungskriterien gestrafft und systematisch weiterentwickelt werden. Es muss künftig besser abgebildet werden, wie die Versorgungsqualität in den Heimen ganz konkret ist. Aus den Transparenzberichten muss deutlich werden, wie gut eine Einrichtung bei der Medikamentenversorgung, der Dekubitusprophylaxe und der Schmerzerfassung ist. Der Fokus muss auf den zentralen Kriterien der Versorgung liegen.“

Der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) berät den GKV-Spitzenverband in medizinischen und pflegerischen Fragen. Er koordiniert und fördert die Durchführung der Aufgaben und die Zusammenarbeit der MDK.
Die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) begutachten Antragsteller auf Leistungen der Pflegeversicherung im Auftrag der Pflegekassen.

Quelle: Pressemitteilung vom 04.02.2015
Michaela Gehms
Pressesprecherin | Teamleiterin Öffentlichkeitsarbeit Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS) Theodor-Althoff-Straße 47
45133 Essen
Telefon: 0201 8327-115
Fax: 0201 8327-3115
E-Mail: m.gehms@mds-ev.de
Internet: http://www.mds-ev.de

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